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Dienstag, 25. April 2023

ADAC TCR Germany findet neue Heimat in der STT

  •  Piloten kämpfen in der TCR-Division um den Divisionssieg
  •  STT startet im Rahmen des ADAC Racing Weekend
  •  Rennen der STT live und kostenlos im Stream

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC TCR Germany findet ab diesem Jahr in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) eine neue Heimat. Im Rahmen der STT werden die TCR-Boliden in einer eigenen Division an sechs Terminen um den Divisionssieg fahren. Die TCR-Fahrzeuge werden in die Division 5 als „ADAC TCR Germany“ in die STT integriert. Hankook stellt für die rund 350 PS starken Tourenwagen die Einheitsreifen zur Verfügung. Die STT startet an sechs Terminen im ADAC Racing Weekend. Los geht es vom 28. bis zum 30. April auf dem Hockenheimring. Alle Rennen der STT werden im kostenlosen Livestream auf adac.de/motorsport und youtube.com/adacmotorsports gezeigt.

Spannendes Format und attraktiver Rennkalender

Die STT setzt in der kommenden Saison auf ihr einzigartiges „4x40“ Rennformat. Gefahren werden jeweils zwei Qualifyings von 40 Minuten und zwei Rennen von 40 Minuten. In der STT gibt es ausschließlich einen "rollenden Start". In den beiden Rennen gibt es einen Pflichtboxenstopp, der den Teams die Möglichkeit gibt, den Fahrer zu wechseln. Zudem sind als Preisgeld 20.000,- Euro ausgeschrieben, welche unter den besten drei im Gesamtergebnis am Jahresende aufgeteilt werden. Nach dem Saisonstart Ende April auf dem Hockenheimring geht es vom 2. bis zum 4. Juni auf dem DEKRA Lausitzring weiter. Ende Juni startet die STT auf dem Nürburgring, ehe es einen Monat später in die Motorsport Arena Oschersleben geht. Ein Auslandsgastspiel hat die STT vom 1. bis zum 3. September im niederländischen Assen. Das Finalwochenende der STT steigt vom 13. bis zum 15. Oktober auf dem legendären Nürburgring. Alle Rennen werden live und kostenlos im Livestream übertragen.

„In den vergangenen Monaten haben wir intensiv an der Zukunft der TCR Germany gearbeitet. Leider war das Interesse bei den Teilnehmer zu gering, um die Serie in der bekannten Form weiterzuführen. Wir haben mit der TCR-Klasse im Rahmen der Spezial Tourenwagen Trophy eine attraktive Lösung gefunden, bei der interessierte Teilnehmer mit TCR-Fahrzeugen im Rahmen des ADAC Racing Weekend starten können und danken der STT und Rolf Krepschik für die Unterstützung“, so ADAC Motorsportchef Thomas Voss.


Die Termine des ADAC Racing Weekend (Änderungen vorbehalten):

28.04. – 30.04.2023    Hockenheimring
02.06. – 04.06.2023    DEKRA Lausitzring
30.06. – 02.07.2023    Nürburgring
28.07. – 30.07.2023    Motorsport Arena Oschersleben
01.09. – 03.09.2023    Assen (NL)
13.10. – 15.10.2023    Nürburgring

Freitag, 10. Februar 2023

ADAC TCR Germany 2023 mit zwei neuen Rennstrecken

  • Zwei neue Strecken im Kalender der ADAC TCR Germany
  • Preisgeldtopf von 120.000 Euro in Geld- und Sachpreisen
  • ADAC TCR Germany startet auch 2023 mit nachhaltigem Kraftstoff

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC TCR Germany ist startklar für die Saison 2023 und ist auf gleich zwei Rennstrecken erstmals zu Gast. Highlight im Kalender ist die Premiere auf dem Norisring. Im Rahmen der DTM sind die TCR-Tourenwagen im Juli erstmals in Nürnberg unterwegs. Insgesamt drei Mal startet die ADAC TCR Germany bei der DTM, drei weitere Events sind im Rahmen der ADAC Racing Weekends geplant. Auch in der Saison 2023 kämpfen die Piloten der ADAC TCR Germany auf den Reifen von Hankook wieder in vier Wertungen um den Titel und um einen Preisgeldtopf von rund 120.000 Euro in Geld- und Sachpreisen. In der Fahrer- und Teamwertung geht es um die Gesamtsiege der Serie, während sich in der Junior- und Trophy-Wertung junge und erfahrene Piloten um den Titel duellieren. Alle Rennen der ADAC TCR Germany werden live, kostenfrei und in voller Länge im Online-Stream zu sehen sein.

Nachhaltigkeit spielt in der ADAC TCR Germany auch im Jahr 2023 eine entscheidende Rolle. Die Rennserie fährt im zweiten Jahr in Folge mit dem innovativen Shell Blue-Gasoline 98-Kraftstoff, der zu rund 50 % aus erneuerbaren Komponenten besteht.

Der Rennkalender der ADAC TCR Germany im Jahr 2023 bietet viel Spektakel

Der neue Rennkalender der ADAC TCR Germany verspricht jede Menge Spannung und große Rennaction. Los geht’s in der ADAC TCR Germany vom 28. bis 30. April auf dem Hockenheimring beim Saisonstart des ADAC Racing Weekend. 

Beim DTM-Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben trägt die Serie das zweite Rennwochenende vom 26. bis 28. Mai aus, ehe vom 30. Juni bis zum 2. Juli das Rennwochenende auf dem legendären Nürburgring im Rahmen des ADAC Racing Weekend ansteht. 

Nur eine Woche später debütiert die Serie vom 7. bis 9. Juli auf dem Norisring in Nürnberg. Mitte August zieht es die ADAC TCR Germany vom 18. bis 20. im Rahmenprogramm der DTM auf den Lausitzring. Das Finalwochenende steigt vom 1. bis 3. September in Assen beim ADAC Racing Weekend. Auch die niederländische Strecke ist erstmals Austragungsort der ADAC TCR Germany.

Die Termine der ADAC TCR Germany (Änderungen vorbehalten)

28.04. – 30.04.2023 Hockenheimring ADAC Racing Weekend

26.05. – 28.05.2023 Oschersleben DTM

30.06. – 02.07.2023 Nürburgring ADAC Racing Weekend

07.07. – 09.07.2023 Norisring DTM

18.08. – 20.08.2023 Lausitzring DTM

01.09. – 03.09.2023 Assen/NL ADAC Racing Weekend

Sonntag, 23. Oktober 2022

Ladniak sichert sich mit Sieg den Titel in der Junior-Wertung

  • Andersen hält Podiumsrekord am Leben
  • Kampf um die Vizemeisterschaft durch Bäckman-Ausfall völlig offen
  • Saisonfinale steigt am Sonntag um 11.35 Uhr im kostenlosen Livestream auf sport.de

Szymon Ladniak sichert sich bei seinem zweiten Saisonsieg die Junior-Meisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport

Auch der vierte Titel der ADAC TCR Germany Saison geht an das Liqui Moly Team Engstler. Junior Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) hat das Samstagsrennen auf dem Hockenheimring für sich entschieden und sich durch diesen Sieg die Junior-Wertung der ADAC TCR Germany gesichert. Sein ärgster Konkurrent René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) kam im Hyundai i30 als Vierter ins Ziel und kann den Polen im Saisonfinale am Sonntag nicht mehr abfangen. Nach 17 Runden überquerte Ladniak die Ziellinie vor seinem Teamkollegen Martin Andersen (28, Dänemark). Der Däne steuerte seinen Honda Civic vom fünften auf den zweiten Platz und steht auch im 13. Saisonrennen auf dem Podium. Am Sonntag kann der TCR-Champion seinen Rekord perfekt machen. Noch nie zuvor hatte ein Fahrer alle Saisonrennen auf dem Podium beendet.

„Den Junior-Titel ein Rennen vor dem Ende zu gewinnen ist ein riesiger Erfolg für uns. Wir können aber auch noch die Vizemeisterschaft erreichen, sodass ich den Titel fürs erste schnell vergessen muss, damit ich mich voll auf das Qualifying am Abend fokussieren kann“, freut sich Ladniak über seinen Titelgewinn. „Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg, da ich vor dem Rennwochenende noch krank war und sehr viel Arbeit geleistet habe, um heute fit hier zu stehen.“

Hinter Szymon Ladniak überquerte dessen Teamkollege Martin Andersen die Ziellinie als Zweiter. Auch wenn der Däne die Fahrermeisterschaft bereits auf dem Sachsenring klarmachte, hat der 28-jährige noch ein großes Ziel vor Augen. „Ich hatte kein gutes Qualifying, aber ich wusste, dass ich die Pace habe. Ich bin schnell nach vorne gekommen und habe dann Szymon verteidigt“, fasst der Däne sein Rennen zusammen. „Ich will nichts vorhersagen, aber ich werde alles für das nächste Podium und den Rekord geben. Wir haben ein gutes Auto und eine gute Pace.“

Karklys verliert den Start – Bäckman scheidet aus

Polesetter Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) hatte alle Trümpfe in der Hand, litt dann beim Start jedoch an Motorenproblemen. Nach seinem verpatzten Start konnte sich der 33-jährige allerdings zurückkämpfen und das Rennen auf dem dritten Platz beenden. Für Karklys war es der sechste Podestplatz in dieser Saison. „Es fühlt sich komisch an, nach einem dritten Platz enttäuscht zu sein. Beim Start ist irgendwas mit dem Motor passiert und ich hatte nicht genügend Power. Insgesamt bin ich aber glücklich, dass ich das Rennen auf dem Podium beenden konnte.“

Nach Karklys kamen alle drei ROJA-Hyundai hintereinander ins Ziel. Hinter René Kircher auf P4 beendeten Junior Gaststarter Tim Rölleke (21, Lüdinghausen, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) das Rennen auf Platz fünf und sechs. Für Jahr hatte es lange Zeit nach einem Podestplatz ausgesehen, jedoch verlor der ROJA-Teamchef seinen Wagen gleich zweimal im Motodrom, sodass er am Ende sechster wurde.

Ein rabenschwarzes Wochenende erlebt bis dato Jessica Bäckman (25, Schweden, Comtoyou Racing). Nach ihrem Crash im zweiten freien Training und dem damit verbundenen letzten Startplatz im Qualifying, kämpfte sich die Schwedin im Rennen bis auf P5 stark zurück. Ein Dreher und daraus entstandener Reifenschaden beendete ihr Rennen jedoch vorzeitig. In der Fahrerwertung liegt Bäckman nun gerade einmal fünf Punkte vor Ladniak. Der Kampf um die Vizemeisterschaft ist vor dem letzten Saisonrennen somit völlig offen.

Freitag, 21. Oktober 2022

Saisonfinale der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring

 Offener Kampf um die Junior-Wertung

  •     Szymon Ladniak und René Kircher kämpfen um den Junior-Titel
  •     Letztes Rennwochenende der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring
  •     Alle Saisonrennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Mit Vollgas in die letzte Runde: Die ADAC TCR Germany verspricht beim Saisonfinale an diesem Wochenende (21. bis 23. Oktober) auf dem Hockenheimring noch einmal jede Menge Highspeed-Action. Nachdem sich Martin Andersen (28, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) bereits beim vergangenen Event auf dem Sachsenring den Meistertitel gesichert hat, steht nun die Entscheidung in der Junior-Wertung im Mittelpunkt. Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic und René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai i30 kämpfen um den Titel des schnellsten Junioren. Zudem ist auch die Entscheidung um die Vizemeisterschaft noch offen. Hier kämpft Ladniak mit Jessica Bäckman (25, Schweden, Comtoyou Racing) um den inofiziellen Titel des Vizemeisters. Die beiden Rennen des Wochenendes (Samstag und Sonntag je um 11.35 Uhr) sind live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Beste Chancen auf den Junior-Titel hat der Engstler-Pilot Landiak. Der junge Pole hat in der Junior-Wertung 128 Punkte auf dem Konto und somit 18 Punkte mehr als sein ROJA-Konkurrent Kircher. Während Ladniak auf ein fehlerfreies Wochenende aus sein wird, muss Kircher etwas mehr Risiko gehen, um sich den Titel sichern zu können.

Trotz seines Rückstandes von 18 Punkten, ist der ROJA-Pilot aber guter Dinge vor dem Saisonfinale. „Ich freue mich sehr auf das Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Ich bin guter Dinge, dass ich ein gutes Ergebnis einfahren und die maximale Performance aus mir und dem Auto herausholen werde“, freut sich Kircher auf das Saisonfinale und fügt hinzu: „Ich bin extrem motiviert, alles für den Titel zu geben.“

Auch sein Konkurrent Ladniak zeigt sich sehr zuversichtlich. „Es würde mir enorm viel bedeuten, den Junior-Titel zu gewinnen. Es war von Anfang an mein Hauptziel diesen Titel zu holen. Mein Team und ich werden dieses Ziel auf dem Hockenheimring verwirklichen.“ Für das Liqui Moly Team Engstler würde der Gewinn der Junior-Wertung die perfekte Saison bedeuten. Mit Martin Andersen und Roland Hertner (62, Heilbronn) stellt das Team bereits den Fahrer- und Trophy-Champion und auch die Team-Wertung ging bereits an den Allgäuer Traditionsrennstall.

Trotz seines Titelgewinns auf dem Sachsenring fährt auch Martin Andersen hochmotiviert zum Saisonfinale, da der Däne die Chance auf einen einmaligen TCR Germany Rekord hat. „Wir haben eine unglaubliche Saison absolviert, aber wir haben weiterhin das klare Ziel aufs Podium zu fahren. Wenn wir es schaffen, alle Rennen auf dem Podium zu beenden, wäre es ein erstaunlicher Abschluss für eine tolle Saison“, blickt Andersen auf das Saisonfinale. „Dieser Rekord würde viel über unser Team und dessen Arbeit aussagen.“

Beim Kampf um die Vizemeisterschaft steht die Schwedin Jessica Bäckman im Fokus. Die 25-jährige belegt mit 281 Punkten den zweiten Platz der Fahrerwertung. Dahinter folgen Ladniak mit 243 und Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) mit 215 Punkten. Während Karklys keine Chance mehr auf die Vizemeisterschaft hat, könnte eine starke Performance dennoch zum dritten Platz in der Gesamtwertung reichen.

Zum zweiten Mal in dieser Saison absolviert Albert Legutko (23, Berlin, Albert Legutko Racing) einen Gaststart in der ADAC TCR Germany. Nach seinem sechsten Platz beim Saisonauftakt in Oschersleben hofft der gebürtige Pole auf dem Hockenheimring auf ein ähnlich gutes Ergebnis. „Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder zurück bin“, freut sich Legutko auf seinen Start.

Das Wochenende auf dem Hockenheimring verspricht packende Rad-an-Rad-Duelle und Tourenwagenaction – schließlich wollen alle Piloten der ADAC TCR Germany diese Saison mit einem guten Ergebnis abschließen. Das gilt natürlich nicht nur für die Piloten, die noch Chancen auf die Vizemeisterschaft und den Junior-Titel haben.

Dienstag, 4. Oktober 2022

Martin Andersen gewinnt vorzeitig den Fahrertitel in der ADAC TCR Germany

  • Sechster Sieg in Folge sichert dem Dänen vorzeitig den Titel
  • Liqui Moly Team Engstler gewinnt vorzeitig die Teammeisterschaft
  • Kircher bester Junior, Jordan bester Trophy-Pilot


Das Meisterstück ist vollbracht: Martin Andersen (28, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) hat sich auf dem Sachsenring mit seinem sechsten Rennsieg in Serie im Honda Civic TCR vorzeitig zum Fahrermeister der ADAC TCR Germany gekrönt. Mit nun 91 Punkten Vorsprung kann der Däne bei der letzten Station auf dem Hockenheimring nicht mehr von seiner Verfolgerin Jessica Bäckman (25, Schweden, Comtoyou Racing), die im Audi RS 3 LMS zweite wurde, eingeholt werden. Zudem sicherte sich das die Honda-Mannschaft Liqui Moly Team Engstler zum dritten Mal nach 2019 und 2021 die Teammeisterschaft in der Tourenwagenserie des ADAC.

„Die letzten drei Runden waren sehr hart, da mir sehr viel durch den Kopf gegangen ist. Ich bin gerade sehr emotional. Es war eine lange Saison und ein toller Kampf mit Jessica. Ich bin unglaublich glücklich. Das Team hat einen super guten Job gemacht“, jubelte Andersen, der beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring (21. bis 23. Oktober) als amtierender Meister antreten wird. Seinen Meistertitel holte der 28-jährige mit einem besonderen Kunststück. In allen sechs Sessions des Wochenendes war Andersen der schnellste Fahrer, zudem stehen in beiden Rennen ein Start-Ziel-Sieg für den Dänen zu Buche.

„Ich hatte ein deutlich besseres Rennen als gestern. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis“, beschreibt Bäckman ihr Rennen. „Martin fährt eine sehr konstante Saison und war in der zweiten Saisonhälfte etwas besser als ich. Er hat sich den Meistertitel sehr verdient“, gratuliert die Zweite der Fahrerwertung ihrem Konkurrenten zur Meisterschaft.

Auf dem dritten Platz fuhr Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) in seinem Hyundai i30 ins Ziel. Der Litauer kam etwa drei Sekunden hinter Bäckmans Audi RS3 ins Ziel. Für Karklys ist es die fünfte Podestplatzierung der laufenden Saison. Hinter ihm bestätigte Niels Langeveld (34, Niederlande, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR sein starkes Wochenende. Nach dem zweiten Platz im gestrigen Rennen, kam der Niederländer heute als Vierter ins Ziel.

Engstler-Team gewinnt den Team-Titel – Entscheidung in der Junior-Wertung vertagt

Vom Start weg machte Andersen seine Ambitionen deutlich, den Titel gewinnen zu wollen. Dennoch blieb es innerhalb der ersten fünf Piloten und Pilotinnen über die gesamte Renndistanz sehr eng. Kurz vor Rennende musste Karklys noch einmal gegen Langeveld verteidigen, aber der Litauer gewann das Duell und sicherte seinen Podestplatz. Hinter den beiden folgten drei Junioren. René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) verpatzte den Start in seinem Hyundai i30 und fiel von P2 auf den fünften Rang zurück. Auf diesem sollte der ROJA-Fahrer das Rennen auch beenden. Sein ärgster Konkurrent in der Junior-Wertung, Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic, beendet das Rennen auf dem siebten Platz. In der Junior-Wertung hat Ladniak dadurch 18 Punkte Vorsprung auf Kircher. Eine Entscheidung wird es auf dem Hockenheimring geben. Zwischen Kircher und Ladniak kam Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi RS3 als sechster und zweitbester Junior ins Ziel.

Durch die Ergebnisse von Andersen und Ladniak sichert sich das Liqui Moly Team Engstler an diesem Wochenende neben dem Fahrer- und dem Trophy-Titel zudem die Teammeisterschaft und macht somit den Titelhattrick am Sachsenring perfekt. „Der Titel ist sehr wichtig. Die Atmosphäre im Team ist super und auch Szymon und Roland haben einen super Job gemacht“, freut sich Andersen über die Teammeisterschaft.

Als achter fuhr Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30 über die Ziellinie, der sich die zweite Top-10 Platzierung des Wochenendes sicherte. Neunter wurde Trophy-Gaststarter Kai Jordan (53, Wolfsburg, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai, der zeitgleich bester Trophy-Pilot des Sonntagsrennen war. Hinter ihm steuerte ROJA-Teamchef Robin Jahr (31, Potsdam) seinen Hyundai Veloster ins Ziel und komplettierte die besten zehn

Für die Fahrer und Fahrerrinnen der ADAC TCR Germany stehen nun drei freie Wochenenden an, ehe es vom 21. bis zum 23. Oktober zum Saisonfinale auf dem Hockenheimring geht. An diesem Wochenende wird es sowohl in der Junior-Wertung, als auch im Kampf um die Vizemeisterschaft nochmal spannend.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Jonas Karklys (NordPass, Dritter): „Ich hatte Höhen und Tiefen an diesem Wochenende, aber das Wichtigste ist, dass ich heute zurück auf dem Podium bin. Es war ein gutes Rennen und ich bin glücklich mit meiner Platzierung. Es war sehr eng und wir mussten eine gute Balance zwischen Risiko und Sicherheit finden.“

Sonntag, 2. Oktober 2022

Matchball für Andersen

Andersen holt fünften Sieg in Serie am Samstag auf dem Sachsenring

  • Der Däne feiert den fünften Sieg in Serie
  • Bäckman hält den Meisterschaftskampf mit P3 am Leben
  • Roland Hertner sichert sich den Titel in der Trophy-Wertung


Grund zur Freude bei Martin Andersen (28, Dänemark) und seinem Rennstall, dem Liqui Moly Team Engstler: Der dänische Fahrer des Allgäuer Traditionsrennstall hat im Honda Civic TCR das Samstagsrennen auf dem Sachsenring für sich entschieden und seinen Vorsprung in der Fahrerwertung weiter ausgebaut. Damit hat Andersen nun einen ersten Matchball: Theoretisch kann er im Sonntagsrennen vorzeitig den Titel gewinnen. Das hat wiederum schon ein anderer Engstler-Pilot geschafft. Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) führt die Trophy-Wertung der TCR Germany mit 28 Punkten an und kann durch die Abwesenheit von Verfolger Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) an diesem Wochenende, nicht mehr von diesem eingeholt werden. Den zweiten Platz im Rennen sicherte sich Niels Langeveld (34, Niederlande, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR, der bei seinem ADAC TCR Germany-Debüt in diesem Jahr gleich ein beeindruckendes Rennen zeigte. Dritte wurde Jessica Bäckman (25, Schweden, Comtoyou Racing), die den Titelkampf in ihrem Audi RS3 durch ihr Ergebnis weiter am Leben hält.

„Ich hatte einen unfassbar guten Start. Danach hat Jessica einen kleinen Fehler gemacht und dadurch hatte ich eine ziemlich große Lücke zum Hintermann. Von da an konnte ich das Rennen kontrollieren. Der Honda war heute erneut sehr gut“, freut sich Andersen über seinen fünften Sieg in Folge. „Ich bin nah dran am Titel, aber wir müssen das Rennen morgen erst fahren. Wir haben den Speed und werden alles geben. Die anderen sind auch schnell, hatten heute aber ein wenig Pech.“

Duell der Junioren – Hertner ist trotz Crash Trophy-Champion

Martin Andersen war vom Start weg der schnellste Pilot auf der Strecke. Bereits nach wenigen Kurven hatte der Däne einen beachtlichen Vorsprung, der nicht mehr schrumpfen sollte. Am Ende kam Andersen mit über zwölf Sekunden Vorsprung vor Langeveld ins Ziel. Der Niederländer profitierte indes vom Kampf zwischen den beiden Junioren Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) im Honda und Hyundai-Fahrer René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau). Beide kamen sich ein wenig zu nah und fielen zurück. Kircher beendete das Rennen in seinem Hyundai auf Platz vier, Ladniak wurde im Honda Civic sechster. Von diesem Duell profitierte auch Bäckman, die zwischenzeitlich durch einen Fehler auf Rang fünf zurückfiel. Die Schwedin kämpfte sich aber wieder nach vorne und wurde dritte. Den fünften Platz sicherte sich Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) im Hyundai i30. Der Litauer verpatzte seinen Start, kämpfte sich aber anschließend wieder nach vorne.

Ein besonders ereignisreiches Rennen erlebte Roland Hertner. Der Trophy-Pilot fuhr ein gutes Rennen, drehte sich aber dann im Duell mit Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing), der letztlich zehnter wurde. Der 62-jährige kämpfte sich von diesem Vorfall zurück und wollte am Ende ein wenig zu viel. Im Kurvenausgang der siebten Kurve verlor Hertner seinen Honda Civic und ein. Das Rennen wurde nach dem Unfall zwei Minuten vor Schluss mit der roten Flagge beendet. „Ich ärgere mich über mich selbst, da ich am Ende zu viel wollte“, beschreibt Hertner, der dennoch vorzeitg den Trophy-Titel sicherstellte, seinen Unfall. „Ich freue mich dennoch über meinen Titel. Ich hätte gerne gegen Vincent gekämpft, aber der Titel ist natürlich sehr schön.“

Die Plätze sieben und acht gingen an die beiden ROJA-Hyundai von Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und Junior Gaststarter Tim Rölleke (21, Lüdinghausen). Für Rölleke bedeute der achte Platz zudem, dass er sein Debüt in der ADAC TCR Germany als drittbester Junior-Pilot beendete.

Weitere Stimmen der ADAC TCR Germany:

Jessica Bäckman (Comtoyou Racing, Dritte): „Ich hatte einen guten Start, aber danach habe ich einen Fehler gemacht und Positionen verloren. Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden mit dem Podium. Ich hatte aber auch ein wenig Glück, dass die Fahrer vor mir so hart gekämpft haben. Die Meisterschaft ist nicht mehr wirklich offen. Es müsste sehr viel passieren, damit ich noch eine Chance habe.“


Mittwoch, 21. September 2022

Vorletzte Runde im Titelduell der ADAC TCR Germany unter neuen Vorzeichen

  • Jessica Bäckman will Tabellenführer Andersen im neuen Auto noch abfangen
  • ADAC TCR Germany trifft auf den elektrischen FIA ETCR eTouring World Cup
  • Alle Saisonrennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Der Titelkampf der ADAC TCR Germany geht unter neuen Vorzeichen auf dem Sachsenring in die vorletzte Runde. Bei der Jagd auf Tabellenführer Martin Andersen (28, Dänemark) im Honda wechselt seine engste Verfolgerin Jessica Bäckman (24, Schweden) das Fahrzeug. Die schnelle Schwedin war bisher in einem Hyundai unterwegs und steigt nun auf einen Audi um, der vom WM-erfahrenen belgischen Team Comtoyou Racing eingesetzt wird. Mit dem Audi will Bäckman den Titelkampf bis zum Finale in Hockenheim offen halten, Andersen hat hingegen die renerische Chance, die Meisterschaft schon vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die beiden Rennen des Wochenendes (Samstag 16.25 Uhr und Sonntag 11.35 Uhr) sind live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen. Erstmals startet zudem der FIA ETCR eTouring Car World Cup in Deutschland und trifft auf die Schwesterserie der ADAC TCR Germany. Beim Gastspiel auf dem Sachsenring ist der neue und innovative elektrische Welt Cup erstmals hierzulande am Start und trägt dort das WM-Finale aus.

„Es wäre das perfekte Saisonergebnis, den Titel schon auf dem Sachsenring zu holen. Sowohl für mich, als auch für das Team und für Honda wäre es ein fantastisches Ergebnis“, freut sich der Gesamtführende Andersen auf das Rennwochenende auf dem Sachsenring. „Der Druck ist wie bei allen anderen Rennen in diesem Jahr und nicht größer. Ich nehme das Wochenende Schritt für Schritt, will clever agieren und keine dummen Entscheidungen treffen. Ich freue mich sehr auf die Rennen. Die Strecke ist wirklich knifflig und die Atmosphäre wird traditionell sehr gut sein.“

Titelrivalin Bäckman ist auf ihr neues Auto gespannt. „Ich freue mich sehr, dass ich an den verbleibenden zwei Rennwochenenden der Serie für Comtoyou Racing fahren werde. Es wird sehr aufregend, aber gleichzeitig auch eine echte Herausforderung, wenn man die begrenzten Vorbereitungen bedenkt. Es ist eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“

Bei ROJA Motorsport hat man schnell auf den Wechsel von Bäckman reagiert und zwei Gaststarter für die restliche Saison verpflichtet. Neu dabei sind Junior Tim Rölleke (21, Lüdinghausen) und Routinier Kai Jordan (53, Wolfsburg). „Ich freue mich auf die Herrausforderung in der ADAC TCR Germany mit meinem neuen Team ROJA Motorsport“, betont Rölleke. Den vierten ROJA-Hyundai wird auf dem Sachsenring wie gewohnt René Kircher (22, Hünfeld) steuern, der mit Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) um die Junior-Wertung kämpft.

Eine weitere Veränderung im Fahrerfeld gibt es an diesem Wochenende bei Maurer Motorsport. Neben Michael Maurer (29, Schweiz) besetzt den zweiten Holden Astra TCR auf dem Sachsenring Niels Langeveld (34, Niederlande), der ein alter Bekannter der Serie ist. In der Saison 2018 wurde der Niederländer Dritter der Gesamtwertung in der ADAC TCR Germany und fuhr zwei Saisonsiege ein. Wieder dabei ist auch Kai Rosowski (29, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi, der zuletzt am Lausitzring gefehlt hatte.


Sonntag, 21. August 2022

Honda-Pilot Andersen feiert fünften Saisonsieg

  • Andersen hat seit der Sommerpause alle vier Rennen gewonnen
  • Bäckman und Jahr kollidieren in Kurve eins
  • Ladniak bester Junior, Radermecker bester Trophy-Pilot

Andersen holt am Sonntag seinen 5. Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda

Das perfekte Wochenende vom Liqui Moly Team Engstler geht weiter. Nach dem Doppelsieg am Samstag sind es am Sonntagmittag erneut Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic, die den erneuten Doppelsieg für den Allgäuer Rennstall perfekt machen. Bei noch vier ausstehenden Rennen können Andersen und Ladniak im September mit einem komfortablen Vorsprung an den Sachsenring reisen. Ein dramatisches Rennen erlebte indes Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai. Die Schwedin startete von der Pole ins Rennen, verpatzte ihren Start und fand sich nach wenigen Metern auf Platz vier wieder. Das sollte es aber nicht gewesen sein. Nachdem sich die zweite der Fahrerwertung wieder an die Top-3 herangekämpft hatte, verbremste sich ihr Teamkollege und Teamchef Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und erwischte Bäckman in Kurve eins am Heck, sodass die Schwedin das Rennen auf dem achten Platz beendete. Nach dem Rennen sagte sie sichtlich enttäuscht: „Die Meisterschaft ist entschieden.“

Sehr viel glücklicher war Martin Andersen, der auf dem Lausitzring seine Saisonsiege vier und fünf feierte. Seit der Sommerpause ist der Däne das Maß der Dinge in der Tourenwagenserie des ADAC, schon am Nürburgring konnte der 27-jährige beide Rennen für sich entscheiden. Mit etwa sieben Sekunden Vorsprung kam der Däne nach 21 Runden ins Ziel und freute sich über seinen Doppelsieg in der Lausitz. „Es war ein wirklich gutes Wochenende. Ich hatte einen guten Start und konnte das Rennen von da an gut kontrollieren. Das Auto war erneut herausragend“, beschreibt der Däne das Rennen. „Der Vorsprung in der Meisterschaft hat sich vergrößert, aber wir werden weiter pushen und uns nicht zurücklehnen. Natürlich werden wir in den letzten Rennen kein allzu großes Risiko mehr eingehen, dennoch wollen wir weitere Rennen gewinnen.“

Hinter dem Dänen war es Junior-Pilot Szymon Ladniak, der auch das zweite Rennen des Wochenendes auf dem zweiten Platz beendete und erneut wichtige Punkte für die Junior-Wertung sammelte. „Es war ein nahezu perfektes Wochenende für das Team. Ich bin super happy, da wir auf dem Papier auf dieser Strecke eigentlich nicht das schnellste Auto haben. Das wir dennoch so erfolgreich waren zeigt, wie stark wir sind“, sagt der junge Pole nach dem Rennen. „Über das Wetter habe ich mir wenig Gedanken gemacht, da ich es nicht kontrollieren kann, aber ich habe die regnerischen Bedingungen gestern sehr genossen, da ich es liebe im Regen zu fahren.“

Kampf um Platz drei – Radermecker bester Trophy-Pilot

Spannend war es über das gesamte Rennen im Kampf um den dritten Platz, den sich am Ende Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) in seinem Hyundai i30 sichern konnte. Jedoch musste der Litauer dafür hart kämpfen. Lange Zeit waren die die ROJA-Hyundai in seinem Nacken und setzten ihn gehörig unter Druck. Die Kollision zwischen Bäckman und Jahr half Karklys, der letztendlich als dritter über die Linie fuhr. Jahr musste seinen Hyundai Veloster im Folge des Crashes mit einem Schaden abstellen.

Als vierter kam Junior-Pilot René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) ins Ziel. Der Deutsche, der im ersten Lauf noch als dritter auf dem Podest stand, feierte auf dem Lausitzring ein erfolgreiches Wochenende. Fünfter und erneut bester Trophy-Fahrer wurde Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR. Dahinter gingen die Plätze sechs und sieben an Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) und Junior Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi RS3. Jessica Bäckman kam als achte ins Ziel, Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30 und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR vervollständigen die ersten zehn des Sonntagsrennens auf dem DEKRA Lausitzring.

Für die Fahrer und Fahrerrinnen der ADAC TCR Germany stehen nun eine vierwöchige Pause an. Am Wochenende vom 23. bis zum 25. September geht es im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring weiter.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Gruhn (Gruhn Stahlbau Racing, Siebter): „Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag, das war ein gutes Rennen. Ich bin im ersten Sektor immer nah an Roland Hertner rangekommen, hatte aber dann Probleme beim beschleunigen. Dennoch war es heite ein guter Tag.“


Honda-Fahrer Andersen trotzt dem Regen und siegt auf dem Lausitzring

  • Meisterschaftskandidatin Bäckman scheidet früh aus
  • Andersen baut Vorsprung auf 54 Punkte aus
  • Doppelsieg für das Liqui Moly Team Engstler

Martin Andersen feiert im Regen seinen vierten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Jubel beim Liqui Moly Team Engstler: Der Allgäuer Traditionsrennstall feiert auf dem DEKRA Lausitzring einen Doppelsieg und baut seine Meisterschaftsführung aus. „Das war ein sehr guter Tag“, erkannte auch Manager Kurt Treml nach dem Rennen an. Im Regen vom Lausitzring war Polesetter Martin Andersen (27, Dänemark) im Honda Civic TCR der schnellste Fahrer. Zwar verlor der Däne seine Führung in Kurve eins an seinen Teamkollegen Szymon Ladniak (19, Polen), holte sich diese aber schon eine Runde später wieder. Nach 16 Runden und 30 Minuten Rennzeit, war es Andersen, der mit über 6,5 Sekunden Vorsprung die karierte Flagge als erster sah und seinen Vorsprung in der Meisterschaft deutlich ausbaute. Als Zweiter und bester Junior beendete Ladniak das Rennen, der den Engstler-Doppelsieg perfekt machte und die Führung in der Junior-Wertung weiter ausbaute. Andersens ärgste Titelkonkurrentin Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) schied bereits in Runde drei aus und verlor somit viele Punkte in der Fahrerwertung. Nach neun Rennen führt Andersen diese mit 54 Punkten Vorsprung an.

„Es ist ein unglaublicher Tag für das Team und mich. Meinen Vorsprung so weit ausbauen zu können ist mega und gibt mir viel Sicherheit. Es war ein herausragender Job vom gesamten Team“, freut sich Andersen über seinen vierten Saisonsieg. Im Anschluss erklärte der Däne die schwierigen Bedingungen auf der Strecke: „Es war super rutschig. Wir mussten den Grip finden und bin ich happy, dass ich ihn anscheinend als erster gefunden habe. Ich bin sehr sicher gefahren und wollte nie zu spät bremsen. Das gute Auto hat mir sicherlich geholfen. Dennoch bin ich froh, dass es morgen wohl wieder trocken sein soll.“

Bäckman im Kies - Kircher kämpft gegen Karklys

Bereits beim Rennstart gab es einige Positionswechsel. Andersen und Ladniak tauschten für eine Runde die Spitzenposition und auch Jessica Bäckman hatte sichtliche Probleme beim Start. Schon nach wenigen Metern war die Schwedin von Platz zwei auf Platz sechs zurückgefallen. Danach war Bäckman drauf und dran wieder Zeit gut zu machen und war bereits auf Position 5 vorgefahren, als sie in Kurve sieben ihr Heck verlor und sich ihr Hyundai Veloster im Kiesbett wiederfand. Vergebens versuchte sich die Schwedin zu befreien, die das Rennen letztendlich mit null Punkten beenden musste.

Weiter hinten im Feld gab es viel Action auf der Strecke. Nachdem die von Bäckman ausgelöste Safety-Car-Phase ein Ende gefunden hatte, waren es Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) und René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) in zwei Hyundai i30, die sich einen langen Fight um den dritten Platz lieferten. Der Litauer musste sich dem deutschen Junior-Pilot geschlagen geben und wurde vierter. Kircher fuhr etwa 50 Tausendstelsekunden vor Karklys ins Ziel und sicherte sich den dritten Platz. Zwei Sekunden hinter den beiden Hyundai-Piloten kam Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR als fünfter und bester Trophy-Fahrer ins Ziel. Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) komplettiert die besten sechs in seinem Hyundai Veloster.

Die Plätze sieben und acht gingen an Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30. Junior Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi RS3 und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR vervollständigen die ersten zehn des Samstagsrennens auf dem DEKRA Lausitzring.

Weitere Stimmen der ADAC TCR Germany:

René Kircher (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau, Dritter): „Es war extrem glatt auf der Strecke, besonders im ersten Sektor. Die Bedingungen waren extrem schwierig. Aber natürlich bin ich super happy mit dem Podium. Heute morgen hätte ich nicht damit gerechnet von P5 auf P3 zu fahren, da ich im Qualifying nicht so gut zurecht gekommen bin.“

Vincent Radermecker (Maurer Motorsport, bester Trophy-Pilot): „Es war ein hartes Rennen, da die Bedingungen super schwierig waren. Nichtsdestotrotz hat es viel Spaß gemacht und ich bin sehr glücklich das Rennen als fünfter und als bester Trophy-Fahrer beendet zu haben.“


Freitag, 19. August 2022

ADAC TCR Germany startet auf dem DEKRA Lausitzring

ROJA will beim Heimspiel die Wende

  • Meisterschaft der ADAC TCR Germany geht in die heiße Phase
  • Family & Friends Festival lädt in vielseitige Erlebniswelten ein
  • Saisonrennen neun und zehn live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Nach nur einem Wochenende Pause ist die ADAC TCR Germany wieder da und es geht direkt mit Vollgas weiter. Tabellenführer Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) feierte im Honda Civic auf dem Nürburgring die Halbzeitmeisterschaft. Daran will der Däne auf dem DEKRA Lausitzring anknüpfen und weitere Schritte im Kampf um die Krone der ADAC TCR Germany machen. Andersen reist mit 29 Punkten Vorsprung zu den Saisonrennen neun und zehn. Die größte Konkurrentin des Dänen ist die Schwedin Jessica Bäckman (24) von ROJA Motorsport. Die Hyundai-Speerspitze will bei der vierten Ausgabe der ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring die Meisterschaft damit weiter offenhalten. Die beiden TCR-Rennen des Wochenendes (Samstag 16.55 Uhr und Sonntag 11.30 Uhr) sind live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

„Wir werden um jeden Platz und jeden Punkt kämpfen und hoffen, dass wir das Maximum rausholen können“, zeigt sich Tabellenführer Martin Andersen vor dem Rennwochenende kämpferisch. Nachdem er auf dem Nürburgring die maximale Punktzahl erbeutete, hofft er darauf, dieses Kunststück zu wiederholen: „Wir haben genug Zeit zu testen und uns auf die Strecke einzuschießen. Wir hoffen auf ein gutes Wochenende.“

Auch seine ärgste Konkurrentin Jessica Bäckman zeigt sich angriffslustig und will das Blatt beim Heimspiel ihres Teams in der Meisterschaft zu ihren Gunsten wenden. „Ich will wieder auf dem ersten Platz stehen und weitere Punkte sammeln. Martin Andersen fährt schon die ganze Saison über sehr stark und konstant, natürlich hoffe ich auch, dass er vielleicht mal ein wenig schwächelt. Mein Ziel ist es vor ihm zu landen und zu gewinnen. Wir werden sehen, ob das klappt, da der Lausitzring eine neue Strecke für mich ist. Ich bin dort noch nie gefahren, deswegen kann es zu Beginn ein wenig tricky werden.“

Ähnlich eng wie in der Fahrerwertung, geht es auch in der Teamwertung zur Sache. Hier liegt das Liqui Moly Team Engstler 31 Zähler vor ROJA Motorsport. ROJA-Fahrer Robin Jahr (31, Potsdam) hat jedoch einen klaren Plan, wie er sein Team zurück auf P1 bringen will: „Mit Fahrern wie Jessica Bäckman, René Kircher und mir sind wir in der Lage, in diesem Jahr noch Großes zu erreichen. Ich habe einen großen Traum als Teaminhaber und Fahrer in dieser Saison. Ich will ein reines ROJA-Podium sehen. Mit diesen Fahrern ist das definitiv möglich“, freut sich Jahr auf sein Heimrennen in Brandenburg.

In der Junior-Wertung bestimmt Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) aktuell vor René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) das Geschehen. Der Pole hat 85 Punkte, Kircher und Gruhn liegen mit 67 und 48 Zählern dahinter.

Erstmals in dieser Saison konnte Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) auf dem Nürburgring in beiden Rennen die Trophy-Wertung für sich entscheiden. In der Wertung liegt Vorjahres-Trophy-Champion Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) jedoch mit 18 Punkten Vorsprung weiterhin vor dem Belgier, der zusammen mit Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) den dritten Rang in der Teamwertung belegt.

Auf dem DEKRA Lausitzring ist auch neben der Rennstrecke für viel Action gesorgt: Familien kommen beim Family & Friends Festival voll auf ihre Kosten. Verschiedene Erlebniswelten sind über das gesamte Gelände verteilt und bieten für Groß und Klein und jeden Geschmack viele Informationen und beste Unterhaltung. Am Samstagabend tritt das deutsche DJ-Duo „Gestört aber geil“ auf und sorgt für ordentlich Stimmung. Tickets sind an diesem Wochenende für einmalig günstige Preise bereits ab 5 Euro online unter adac.de/motorsport zu haben. Für Kinder unter 16 Jahren ist das abwechslungsreiche Event in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei.


Sonntag, 7. August 2022

Dritter Saisonsieg für Honda-Pilot Andersen

  • Andersen führt die Gesamtwertung mit 29 Punkten Vorsprung an
  • Kircher schnellster Junior, Radermecker bester Trophy-Pilot


Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) feiert auf dem Nürburgring das perfekte Wochenende. Nach zwei Pole-Positions und dem Sieg im Samstagsrennen, hat der Däne auch das ADAC TCR Germany Rennen am Sonntag gewonnen und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Nach acht von 14 Rennen führt der 27-jährige die Tabelle mit 29 Punkten Vorsprung an. Zweite im Klassement ist Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau), die 1,944 Sekunden hinter Andersen als Zweite ins Ziel kam. Junior-Pilot René Kircher (21, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) komplettiert das Podest auf dem dritten Platz.

„Es war ein perfektes Wochenende, mehr geht nicht. Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht und das Auto war richtig gut“, freut sich Andersen über seinen dritten Saisonsieg. „Jessica hatte einen guten Start, aber ich bin wieder vorbeigekommen und konnte das Rennen kontrollieren. Es war ein wirklich guter Tag.“

Bäckman gewinnt den Start – Andersen schlägt zurück

Auf den ersten Metern war Bäckman die schnellere Pilotin und so schnappte sich die Schwedin Andersen noch vor der ersten Kurve. Der Däne ließ sich davon jedoch nicht beirren und holte sich seinen Platz nur eine Runde später zurück. Von da an kontrollierte der Führende der Gesamtwertung das Geschehen und fuhr seinem dritten Saisonsieg ungefährdet entgegen. Auch Bäckman auf Position zwei zeigte ein gutes Rennen, sodass sie ihren Hyundai Veloster als Zweite ins Ziel brachte.

„Das Auto fühlte sich heute besser an als gestern. Ich hatte einen guten Start, habe aber zu Beginn ein wenig nach dem Grip gesucht“, beschreibt Bäckman das Geschehen in den ersten Runden. „Ich bin glücklich mit den beiden Podestplätzen an diesem Wochenende. Auch wenn Martin nicht zu schlagen war, habe ich gute Punkte eingefahren.“

Weiter hinten war beim Start eine Menge los. Während Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler) beim Start zunächst stehen blieb, gab es zwischen Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) eine Berührung, die zu einem Dreher des Audi-Piloten führte.

Sing schnappt sich Jahr - Junioren müssen das Auto abstellen

In den folgenden Runden beruhigte sich das Renngeschehen ein wenig, aber dennoch blieb es weiterhin spannend. Hinter den besten drei steuerte Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) seinen Hyundai i30 als vierter ins Ziel. Für den Litauer war es ein insgesamt erfolgreiches Wochenende. Auf den Plätzen fünf und sechs ging es lange hin und her, ehe Patrick Sing vor der Schikane an Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) vorbeizog und sich den fünften Platz sicherte. Jahr kam in seinem Hyundai Veloster als siebter ins Ziel.

Zwischen die beiden Hyundai-Piloten schob sich kurz vor Schluss noch Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR, der erneut bester Pilot der Trophy-Wertung war. Roland Hertner kam als neunter ins Ziel und Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi RS3 sah als neunter die Ziellinie.

Die drei Junioren Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) mit einem defekten Getriebe und Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) und Marco Butti (17, Italien, Elite Motorsport) mit defekten Antriebswellen kamen nicht ins Ziel.

Bereits ins zwei Wochen geht es in der ADAC TCR Germany weiter. Am Wochenende vom 19. bis zum 21. August gastiert die Tourenwagenserie des ADAC im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem DEKRA Lausitzring.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

René Kircher (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau, Dritter): „Der dritte Platz ist ein super Ergebnis. Es war ein hartes Rennen, da ich ein paar Probleme hatte die Reifen und die Bremsen zu managen, aber ich bin sehr zufrieden. Mit dem zweiten Platz von Jessica war es auch für das Team ein super Ergebnis.“

Samstag, 6. August 2022

Andersen siegt und ist Halbzeitmeister der ADAC TCR Germany

  • Start-Ziel-Sieg für Honda-Pilot Andersen
  • Karklys und Bäckman komplettieren das Podium
  • Ladniak bester Junior, Radermecker schnellster Trophy-Pilot

Martin Andersen krönt sich zum Halbzeitmeister der ADAC TCR Germany
Foto: ADAC-Motorsport

Grund zur Freude bei Martin Andersen (27, Dänemark) und dem Liqui Moly Team Engstler. Der Vizemeister des Vorjahres hat das Samstagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring gewonnen und sich zum Halbzeitmeister der Serie gekrönt. Der Däne führt die Gesamtwertung nach sieben Rennen mit 22 Punkten Vorsprung an. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich Andersen knapp gegen Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) durch, der 0,274 Sekunden hinter dem Honda-Piloten die karierte Flagge sah und das Rennen in seinem Hyundai i30 auf dem zweiten Platz beendete. Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) kam 2,023 Sekunden nach Karklys ins Ziel und machte das Podium der ADAC TCR Germany perfekt.

„Es war ein super hartes Rennen, da Jonas Karklys bis zum Ende alles gegeben hat. Wir mussten um jeden Zentimeter kämpfen, deshalb fühlen sich die 25 Punkte nochmal besser an. Wir haben den Speed und sind glücklich mit der bisherigen Saison“, freut sich Andersen über seinen zweiten Saisonsieg. „Am Ende haben meine Reifen etwas nachgelassen, weshalb Karklys immer näher kam und wir nochmal kämpfen mussten. Es war ein cooles Rennen.“

Andersen setzt sich ab – Bäckman kämpft gegen Ladniak

Vom Start weg war Martin Andersen der schnellste Pilot auf der Strecke. Dahinter konnte Jonas Karklys beim Start ein missglücktes Überholmanöver von Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) ausnutzen. Der Pole, der das Rennen als bester Junior auf P4 beendete, wollte seinen Teamkollegen Andersen angreifen, der aber wiederum die Tür zumachte. Karklys war der lachende Dritte und schob sich an Ladniak vorbei. Für Karklys war es der erste Podestplatz seit dem zweiten Saisonrennen in Oschersleben. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Litauer nach dem Rennen: „Ich hatte einen sehr guten Start und auch insgesamt ein gutes Rennen. Am Ende hatte ich die bessere Pace, aber ich wollte nichts riskieren. Der zweite Platz ist ein sehr gutes Ergebnis. Wir hatten zuletzt nicht die Pace, aber heute war sie da und wir können endlich wieder ganz vorne mitfahren.“

Hinter Andersen und Karklys kämpften Ladniak und Bäckman lange um den dritten Platz. Nachdem es sechs Runden lang hin und her ging konnte sich die Schwedin durchsetzen und machte Jagd auf die ersten zwei. Am Ende ging Bäckman jedoch die Zeit aus, sodass sie zwei Sekunden hinter der Spitze als Dritte ins Ziel fuhr. „Es war ein gutes Rennen. Ich hatte viele Duelle und musste viel kämpfen. Ich war am Ende sehr schnell, aber es war zu wenig Zeit übrig. Ich hatte auf ein paar Runden mehr gehofft, aber so funktioniert Racing nicht. Morgen will ich unbedingt ein besseres Qualifying fahren, sodass ich von Beginn an vorne mit dabei bin.“

Teamkollegen kommen sich in die Quere

Weiter hinten im Feld kam es zu einem Duell zwischen den beiden ROJA-Fahren Robin Jahr (31, Potsdam) und René Kircher (21, Hünfeld). Beide kamen sich im Zweikampf zu nah, was für das Team schlecht endete. Robin Jahr erhielt für den Zwischenfall eine Durchfahrtsstrafe und Kircher musste mit einem Platten an die Box. Jahr beendete das Rennen schließlich als achter, Kircher wurde Zwölfter.

Ein überzeugendes Rennen absolvierte Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30. Der 30-jährige, der bereits in den Trainingssession gute Zeiten fuhr, beendete das Rennen auf dem fünften Platz und fuhr damit sein zweitbestes Ergebnis der laufenden Saison ein. Hinter Sing kam Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR als sechster und bester Trophy-Pilot ins Ziel. Der siebte Platz ging an Junior-Gaststarter Marco Butti (17, Italien, Elite Motorsport) im Audi RS3. Hinter Robin Jahr auf dem achten Platz komplettierten Audi-Pilot Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) und Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) die Top-10.

Freitag, 5. August 2022

ADAC TCR Germany gastiert in der Eifel

Der Kampf um die Wertungen geht weiter

  • Andersen und Bäckman trennen an der Tabellenspitze nur acht Punkte
  • Gast aus Italien: Elite Motorsport bringt einen Audi RS3 für Nachwuchstalent
  • Rennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Die Sommerpause in der ADAC TCR Germany ist vorbei. Nach der Premiere auf dem Salzburgring und der darauffolgenden fünfwöchigen Pause, finden sich die TCR-Piloten an diesem Wochenende auf gewohntem Terrain wieder – dem Nürburgring. Besonders im Fokus steht dabei das Duell zwischen dem Liqui Moly Team Engstler und ROJA Motorsport. Aktuell führt das Engstler-Team alle vier Wertungen an, aber vor allem in der Fahrer- und Teamwertung erleben die Zuschauer ein offenes Duell gegen die starke ROJA-Konkurrenz. Der Nürbrugring ist seit dem Debüt der Tourenwagenserie des ADAC 2016 im Rennkalender vertreten und bot jeher spannende Action auf dem Asphalt. Für Fans, die nicht live dabei sein können, sind die beiden Rennen (Samstag 16.50 Uhr und Sonntag 11.35 Uhr) live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

„Es ist eine sehr knappe Saison, gerade in der Team- und Fahrerwertung. Diese engen Duelle machen natürlich sehr viel Spaß“, freut sich Hyundai-Pilot Robin Jahr (31, Potsdam) Fahrer und Teamchef von ROJA Motorsport auf das Wochenende in der Eifel. „Das Niveau des Engstler-Teams ist enorm hoch und sie werden uns nicht schenken. Dennoch haben wir klare Ziele. Wir wollen das Blatt wenden und die Tabellenführung zurückerobern. Ich bin auf die beiden Rennen sehr gespannt. Ich will so viele Punkte wie möglich holen und ein weiteres mal auf dem Treppchen stehen“, zeigt sich Jahr angriffslustig.

In der Teamwertung haben die Engstler-Honda 233 Punkte auf dem Konto. ROJA Motorsport steht mit 218 Punkten gerade einmal 15 Zähler dahinter. Dementsprechend hoch ist der Respekt beider Teams voreinander. „Die Saison ist für uns bisher gut verlaufen und die Konkurrenz ist so stark wie erwartet“, lobt Engstler-Teammanger Kurt Treml die ROJA-Hyundais.

Ähnlich eng ist es in der Fahrerwertung. Diese führt Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) mit acht Punkten vor Jessica Bäckman (24, Schweden, Roja Motorsport) an. Dabei haben beide ihre ganz eigenen irren Statistiken. Während Andersen alle bisherigen sechs Rennen auf dem Podium beendete, fuhr Bäckman bereits vier Siege ein. Immer, wenn die Schwedin keine technischen Probleme hatte, gewann sie das Rennen letztlich auch. Das Ziel des dänischen Tabellenführers ist vor den Rennen aber klar: „Wir wollen unseren Speed in die nächsten beiden Rennen auf dem Nürburgring mitnehmen, eine Strecke, die ich wirklich liebe.“

Auch in der Junior-Wertung wird es in der zweiten Saisonhälfte einen harten Kampf geben. Diese führt Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) vor René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi an. Der Pole hat dabei sein Ziel bereits deutlich geäußert: „Mein Ziel ist es, die Junior-Wertung zu gewinnen!“

In der Trophy-Wertung führt Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler), der die Wertung bereits im letzten Jahr gewinnen konnte, mit 24 Punkten vor Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport), der sich im Laufe der Saison immer weiter steigern konnte. Gemeinsam mit Michael Maurer (29, Schweiz) belegen Radermecker und Maurer Motorsport den dritten Platz in der Teamwertung.

Hinter den beiden Top-Teams wartet der letztjährige Nürburgring-Sieger Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) im Hyundai i30 N TCR auf seine Chance. Der Litauer, der zuletzt vom Pech verfolgt war, hofft auf seine nächste Podestplatzierung in der TCR. Auf ihren ersten Podestplatz in der TCR Germany hoffen indes Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing).

Zudem begrüßt die ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring einen Gaststarter. Der 17-jährige Italiener Marco Butti startet für das Team Elite Motorsport in einem Audi RS3 LMS TCR.


Montag, 20. Juni 2022

Start-Ziel-Sieg für Jessica Bäckman in Österreich

  •  Die Schwedin feiert auf dem Salzburgring ihren vierten Saisonsieg
  •  Martin Andersen beendet jede Session des Wochenendes auf Platz zwei
  •  Szymon Ladniak bester Junior, Roland Hertner schnellster Trophy-Pilot

Sieg am Sonntag für Jessica Bäckmann -Die Schwedin hat bereits vier Saisonsiege auf dem Konto
Foto: ADAC-Motorsport


Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) führt ihre irre Statistik fort: Muss sie nicht aufgrund eines Problems von ganz hinten starten, gewinnt sie das Rennen auch. So auch beim zweiten Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Salzburgring. Die Schwedin war die schnellste Pilotin auf der Strecke und fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Mit fünf Sekunden Vorsprung auf Honda-Fahrer Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) auf dem zweiten Platz, steuerte sie ihren Hyundai Veloster zum vierten Saisonsieg. Dritter wurde Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass), der sich im Hyundai i30 N TCR von P5 auf das Podium vorkämpfte.

„Am Ende war ich ein wenig ängstlich, da ich die Befürchtung hatte, dass meine Reifen nicht halten würden. Daher bin ich sehr glücklich, dass ich als erste über die Ziellinie gekommen bin,“ freut sich die 24-jährige über ihren Sieg. „Es ist ein sehr guter Abschluss für ein schwieriges Wochenende, auch wenn Martin seinen Vorsprung ein wenig ausbauen konnte. Nach der Sommerpause gebe ich alles dafür, diesen Rückstand wieder einzuholen.“

Andersen sichert sich erneut P2 – Junioren auf Abwegen

Ein erfolgreiches Wochenende war es auch für Martin Andersen, der alle sechs Sessions des Wochenendes auf dem zweiten Platz beendete. Auch wenn das letzte Bisschen gefehlt hat, konnte er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausbauen. „Ich habe über das Wochendende die meisten Punkte aller Fahrer geholt, dafür sind wir hergekommen. Es sind wichtige Punkte und ein tolles Ergebnis für das Team. Es war ein gutes Wochenende,“ sagt Andersen, der die Gesamtwertung nun mit acht Punkten vor Bäckman anführt.

Als dritter kam Jonas Karklys ins Ziel. Der Litauer, der gestern noch mit Problemen zu kämpfen hatte, ging von Platz fünf ins Rennen und schob sich schon in der ersten Kurve auf den Podestplatz vor. „Es fühlt sich richtig gut an auf dem Podium zu stehen. Ich war beim Start sehr fokussiert und wollte so schnell wie möglich sein. Super, dass es so gut geklappt hat,“ zeigte sich Karklys sehr zufrieden mit seinem Rennen.

Hinter Karklys kämpften die Junioren der TCR Germany um Meisterschaftspunkte. Jedoch hatte alle ihre Probleme mit der ersten Kurve. Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) verpasste im Honda Civic die Schikane einmal und musste den Audi RS3 LMS von Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) ziehen lassen. Später im Rennen unterlief Gruhn derselbe Fehler, sodass Ladniak wieder am Audi-Piloten vorbeizog. Ladniak beendete das Rennen im Honda Civic auf Platz vier, Gruhn kam als fünfter ins Ziel.

Hertner bester Trophy-Pilot – Jahr fällt zurück

Bester Fahrer der Trophy-Wertung wurde erneut Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler). Der Honda-Pilot zeigte eine gute Leistung und sah schließlich als sechster die karierte Flagge. Drei Sekunden hinter Hertner kam mit Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR der zweite Trophy-Pilot auf Platz sieben ins Ziel.

Weniger gut lief es für Robin Jahr. Der Veloster-Fahrer startete von P9 ins Rennen und war schon nach wenigen Runden vierter und kämpfte mit Karklys um den dritten Platz. Danach fiel der ROJA-Pilot mit Reifenproblemen aber immer weiter zurück und beendete das Rennen auf dem achten Platz. Die Plätze neun und zehn sicherten sich Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR und Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi RS3.

Die ADAC TCR Germany verabschiedet sich in eine sechswöchige Sommerpause, ehe es am Wochenende vom 5. bis zum 7. August auf dem traditionsreichen Nürburgring weitergeht.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Gruhn (Gruhn Stahlbau Racing, Fünfter): „Es war ein gutes Rennen von uns. Leider habe ich mich einmal zu häufig verbremst, aber es hat alles gehalten und wir sind als fünfter ins Ziel gekommen. Ich bin zufrieden mit meinem Rennen.“

Sonntag, 19. Juni 2022

Debütsieg: Ladniak feiert auf dem Salzburgring seinen ersten Saisonsieg

  • Szymon Ladniak holt im Honda seinen ersten Rennsieg in der ADAC TCR Germany
  • Martin Andersen wird zweiter, Roland Hertner bester Trophy-Pilot

Szymon Ladniak im Honda siegt am Samstag am Salzburgring
Foto: Jens Hawrda

Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) ist im Honda Civic der erste Sieger bei der Premiere der ADAC TCR Germany auf dem Salzburgring in Österreich. Für den jungen Polen ist es gleichzeitig der erste Sieg in der Tourenwagenserie des ADAC. Bei heißen Temperaturen setzte sich Ladniak mit über zehn Sekunden Vorsprung gegen seinen Teamkollegen Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) durch, der den Doppelsieg für das Team Engstler perfekt machte. Junior-Pilot René Kircher (21, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) steuerte seinen Hyundai i30 im Salzburger Land auf den dritten Platz.

„Der Sieg fühlt sich wundervoll an. Als ich mit so viel Vorsprung auf Platz eins fuhr, gingen mir ein paar schlechte Dinge durch den Kopf, aber ich habe es geschafft. Jetzt hier mit der Trophäe zu stehen, ist sensationell“, freut sich Ladniak im Anschluss an die Siegerehrung und fügt hinzu: „Morgen steht ein weiteres Qualifying und ein weiteres Rennen an. Das Ziel bleibt der Sieg.“

Ladniak setzt sich ab – Andersen verteidigt gegen die ROJA-Hyundais

Den Start konnte Martin Andersen für sich entscheiden, aber Ladniaks Pace war weiterhin stark und der schnellste Mann des Wochenendes konnte sich seine Positionierung nur wenig später zurückerkämpfen. Von da an war es an der Spitze eine One-Man-Show. Ladniak erweiterte seinen Vorsprung kontinuierlich und kam letztendlich mit 11,407 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen im Ziel an.

Sehr viel spannender war der Kampf um Platz zwei, den Martin Andersen für sich entschied. Über nahezu die gesamte Renndistanz lieferte sich der Däne ein Duell mit den ROJA-Hyundais von René Kircher und Robin Jahr (31, Teltow, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau). Immer wieder klopfte Kircher beim Dänen an, aber dieser konnte die Tür jedesmal schließen und war mit seinem Ergebnis sichtlich glücklich. „Es war ein sehr hartes Rennen. Ich hatte einen guten Start, konnte aber dann die Pace von Szymon nicht mitgehen. Die letzten fünf Runden haben sich dann wie eine Ewigkeit angefühlt, da Kircher sehr schnell war. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und konnte wichtige Punkte für die Meisterschaft mitnehmen“, bilanzierte Andersen sein Rennen.

Trotz der Tatsache, dass er es nicht an Andersen vorbeigeschafft hat, war auch René Kircher nach dem Rennen sehr glücklich. „Ich bin super happy mit P3. Ich hatte zu Beginn ein paar Probleme, weil ich noch nie hier war, aber es hat gut funktioniert. Es war ein harter Fight mit Andersen. Es hat leider nicht gereicht, aber ich bin zufrieden. Auch morgen will ich wieder aufs Podium.“ Robin Jahr kam hinter Kircher als vierter ins Ziel.

Bäckman kämpft sich nach vorne – Hertner bester Trophy-Pilot

Von ganz hinten musste Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) in Folge eines Motorwechsels ins Rennen starten. Die Schwedin zeigte aber erneut eine gute Leistung und kämpfte sich bis auf den fünften Platz nach vorne. Auch Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler) zeigte ein starkes Rennen und fuhr von P11 bis auf den sechsten Platz vor. Diese Aufholjagd machte Hertner zudem zum besten Trophy-Piloten des Rennens.

Die Plätze sieben und acht gingen an Trophy-Fahrer Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR und Junior Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi RS3. Auch Audi-Pilot Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) fuhren unter die ersten Zehn.


Freitag, 17. Juni 2022

ADAC TCR Germany debütiert auf dem Salzburgring in Österreich

  •  Anspruchsvoller Kurs: Zwölf Kurven auf 4,25 Kilometern
  •  Andersen und Bäckman kämpfen um die Spitze der Gesamtwertung
  •  Karklys will nach Rückschlägen zurück aufs Podium
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC TCR Germany feiert auf ihrer dritten Station der diesjährigen Saison ihr Debüt auf dem Salzburgring in Österreich. In der siebten Saison der Tourenwagenserie des ADAC ist die Strecke, die nur wenige Kilometer außerhalb von Salzburg liegt, erstmals im Rennkalender vertreten. Zwei lange Geraden und zwölf schnelle Kurven werden die Piloten der Serie auf den 4.255 Metern so richtig ins Schwitzen bringen. Besonders im Fokus werden dabei Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Jessica Bäckman (24, Schweden, Roja Motorsport) stehen, die an der Tabellenspitze nur ein Punkt voneinander trennt. Die beiden Rennen nahe der österreichischen Festspielstadt können am Samstag um 14.15 Uhr und am Sonntag um 13.45 Uhr live bei sport.de und auf adac.de/motorsport verfolgt werden.

„Ich freue mich auf den Salzburgring. Wir haben beim Test gute Erkenntnisse erhalten und hoffen es auch im Rennen umsetzen können. Die Konkurrenz ist sehr stark aber ich werde mein bestes geben“, freut sich Andersen auf die Premiere auf dem Salzburgring und fügt hinzu: „Mein klares Ziel ist es, die Führung in der Meisterschaft zu verteidigen.“

Neben dem Dänen an der Tabellenspitze, will auch Jessica Bäckman, die drei der vier bisherigen Saisonrennen gewann, auf dem Salzburgring wieder angreifen. „Mein Ziel ist es, das gleiche Tempo wie in Oschersleben und am Red Bull Ring zu halten und um die vorderen Plätze zu kämpfen“, sagt die junge Schwedin, die zuletzt auf dem Red Bull Ring zweimal siegte und noch keine Erfahrungen auf dem Salzburgring sammelte. „Die Strecke ist neu für mich, ich bin dort noch nie gefahren, was eine Herausforderung für mich darstellt. Es ist eine sehr schnelle Strecke mit nicht allzu vielen Kurven. Ich denke, es wird ein sehr enges Rennen werden.“

Aber nicht nur in der Fahrerwertung geht es heiß her. Auch in der Teamwertung geht es zur Sache. Hier führt ROJA Motorsport das Geschehen mit acht Punkten vor dem Liqui Moly Team Engstler an. Robin Jahr (31, Potsdam), Pilot und Roja-Teamchef in Personalunion, will die Tabellenspitze für den Magdeburger Rennstall in Salzburg verteidigen. „Ich mag Strecken, die mich vor neue Aufgaben stellen und mich so weiterbringen. Der Salzburgring hat seine eigenen sehr speziellen Ansprüche und natürlich werde ich versuche diese zu meistern um wieder auf dem Podium zu stehen. Ich freue mich, dass wir die Teamwertung anführen und wir werden alles dafür geben, den Vorsprung auszubauen.“ Neben Jahr und Bäckman will Junior-Pilot René Kircher (21, Hünfeld) als dritter Fahrer für das ROJA-Team Punkte sammeln.

In der Junior-Wertung bekommt es Kircher mit Audi-Pilot Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) und dem Führenden der Wertung Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) zu tun. Auch der junge Pole hofft auf ein gutes Ergebnis in der Mozartstadt: „Nach dem wirklich erfolgreichen Rennwochenende in Spielberg kann ich das Rennen auf dem Salzburgring kaum erwarten. Ich habe vor der Saison bereits Runden auf der Strecke gedreht und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich erwarte eine ähnlich gute Pace wie beim letzten Rennen auf dem Red Bull Ring.“ Roland Hertner, der Führende der Trophy-Wertung, komplettiert das Engstler-Trio.

Hinter Andersen und Bäckman lauert der Gesamtdritte Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) auf seine Chance. Der Litauer liegt 21 Punkte hinter Andersen und ist nach dem enttäuschenden Wochenende in Spielberg auf Wiedergutmachung aus: „Die Ereignisse vom Red Bull Ring motivieren uns, noch besser zu werden. Ich freue mich sehr auf den Salzburgring.“ Angreifen will auch Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing), der seinen Hyundai in Spielberg auf den vierten Platz steuerte und damit sein bisher bestes Saisonergebnis einfuhr.

Auch Audi-Pilot Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) sowie die beiden Holden Astra TCR vom Schweizer Rennstall Maurer Motorsport kämpfen auf dem Salzburgring um Punkte. Für die Schweizer sitzen Michael Maurer (29, Schweiz) und Trophy-Pilot Vincent Radermecker (55, Belgien) hinter dem Steuer.

Montag, 23. Mai 2022

Perfektes Wochenende: Jessica Bäckman mit Doppelsieg in Österreich

  • Die Schwedin feierte auf dem Red Bull Ring ihre Saisonsiege drei und vier
  • Robin Jahr und Martin Andersen belegen die Plätze zwei und drei
  • Vincent Radermecker als bester Trophy-Pilot auf Platz fünf

Doppelsieg für Jessica Bäckman am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Die Bäckman-Show geht weiter. Die Schwedin von ROJA Motorsport hat auch das zweite Rennen der ADAC TCR Germany in Spielberg gewonnen und damit bereits drei Saisonsiege auf dem Konto. Die 24-jährige setzte sich bei strahlendem Sonnenschein in ihrem Hyundai Veloster mit knapp einer Sekunde gegen ihren Teamkollegen Robin Jahr (31, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) durch, der den Doppelsieg für ROJA Motorsport perfekt machte. Bei Bäckman sah es lange Zeit nach dem dritten Platz aus, jedoch profitierte sie dann von einer Kollision zwischen Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler). Die Schwedin schlüpfte an beiden Honda-Piloten vorbei und der Weg zum Sieg war frei.

„Ich bin sehr glücklich, da ich im Qualifying noch ein paar Probleme hatte. Natürlich hatte ich auch ein wenig Glück, aber ich bin super glücklich.“, freut sich Bäckman über den Sieg: „Es bedeutet mir unglaublich viel, dass wir als Team einen Doppelsieg eingefahren haben.“

Jahr fährt auf Platz zwei – Andersen und Ladniak kommen sich in die Quere

Robin Jahr ging als sechster ins Rennen und erwischte einen tollen Tag. Während sich beim Start nicht viel im Feld änderte, konnte Jahr mit seiner Pace Runde für Runde aufholen und profitierte dabei von Fehlern und Problemen bei anderen Autos. In Runde sieben musste Polesetter Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) einen Boxenstopp einlegen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Vor Jahr kollidierten dann zudem die beiden Honda-Fahrer Martin Andersen und Szymon Ladniak. Jahr konnte dieses Duell nutzen, um auf Platz zwei zu fahren.

„Es war von allen Fahrern eine mega Leistung. Das Niveau in der TCR ist sehr hoch. Ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu, aber hier nun einen Doppelsieg zu feiern ist ein unglaubliches Gefühl. Dank meines Teams habe ich es geschafft hier zu stehen“, fasst Jahr sein Rennen zusammen.

Dahinter folgen Andersen und Ladniak. Nachdem es lange nach einem Doppelsieg für das Engstler-Team aussah, müssen sich beide nach ihrer Kollision nun mit den Plätzen drei und vier begnügen. Ein kleiner Trostpreis: Ladniak beendete das Rennen als bester Junior-Pilot.

Radermecker bester Trophy-Fahrer – Rosowski fährt auf P7

Als bester Trophy-Pilot kam Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) auf Platz fünf ins Ziel. Für den Belgier war es zugleich das beste Ergebnis der noch jungen Saison. Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) steuerte seinen Audi RS3 LMS TCR auf den sechsten Platz. Die Plätze sieben, acht und neun gingen an Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi, Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler) im Honda Civic und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR. Jonas Karklys beendete sein Rennen nach Problemen noch auf Platz zehn.

Weiter geht es in der ADAC TCR Germany am Wochenende vom 17. bis 19. Juni auf dem Salzburging in Österreich. Dann geht es im dritten Meisterschaftslauf um die nächsten wichtigen Punkte.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Martin Andersen (Liqui Moly Team Engstler, Dritter): „Das nächste Podium für uns ist super, aber es war ein hartes Rennen. Ich hatte viele enge Duelle und habe dann leider Szymon Ladniak getroffen. Ich musste den Platz abgeben, aber konnte ihn mir dann zurückholen. Alles in allem war es ein gutes Wochenende für uns.“

Jessica Bäckman holt im Hyundai zweiten Saisonsieg

  • Schwedin siegt auf dem Red Bull Ring im Hyundai Veloster
  • Szymon Ladniak wird bester Junior, Roland Hertner schnellster Starter der Trophy-Wertung

Jessica Bäckmann (Hyunday Veloster)
Foto: Jens Hawrda

Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) schlägt auf dem Red Bull Ring zu: Die Schwedin holte im dritten Lauf der ADAC TCR Germany auf dem Red Bull Ring in Österreich ihren zweiten Saisonsieg. In der Steiermark feierte Bäckmann den Sieg trotz einer 5-Sekunden-Strafe aufgrund eines Fehlstartes. Die 24-jährige setzte sich im Hyundai Veloster N TCR bei guten äußeren Bedingungen von Startplatz eins mit über sieben Sekunden Vorsprung gegen Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) durch. Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) steuerten ihre Boliden auf die Plätze drei und vier.

„Nach der Strafe wusste ich, dass ich pushen musste. Als mein Renndirektor mir dann gesagt hat, dass ich sieben Sekunden vorne bin, konnte ich es zunächst gar nicht glauben. Morgen will ich mir die Pole und den Sieg holen, da ich heute ja nur wegen eines Motorenwechsels bei Jonas Karklys von P1 gestartet bin.“, so Bäckman im Anschluss der Siegerehrung.

Bäckman trotzt Zeitstrafe – Team Engstler komplettiert das Podium

Nach dem Frühstart baute Bäckman ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die Schwedin von ROJA Motorsport präsentierte sich in der Steiermark in absoluter Topform. Bereits im zweiten freien Training manövrierte die 24-jährige ihren Hyundai am schnellsten über die Strecke. Im Qualifying folgte dann der zweite Platz, der aber aufgrund des Motorenwechsels bei dem Qualifyingschnellsten Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) für Startplatz eins reichte. Die Schwedin ist nun die erste Frau in der ADAC TCR Germany, die bereits zwei Rennen für sich entscheiden konnte.

Junior Pilot Ladniak hatte in diesem Rennen keine Chance an Bäckman vorbeizukommen und landete am Ende auf Rang zwei. Der Sieger der Junior-Challenge zeigte sich nach dem Rennen dennoch sehr zufrieden. „Es ist ein großer Moment für mich. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Meine Pace war sehr gut, aber leider nicht gut genug für Platz eins“, sagte Ladniak.

Hinter Ladniak beendete dessen Teamkollege Martin Andersen das Rennen auf dem dritten Platz. „Die Hyundai waren sehr schnell im Rennen und ich hatte viele spannende Kämpfe im Rennen. Platz drei ist gut und sichert mir wichtige Punkte in der Meisterschaft“, fasst der Däne sein Rennen zusammen.

Sing sichert sich Platz vier – Polesetter Karklys startet wegen Motorwechsel als Letzter

Ein starkes Rennen fuhr auch Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing). Der Hyundai-Pilot ging als achter ins Rennen und steuerte seinen Wagen bis auf Platz vier vor. Für Sing ist es das beste Ergebnis der noch jungen Saison. Fünfter wurde Jonas Karklys, der sich schon nach einer Runde auf Platz sechs wieder fand. An Sing kam er jedoch nicht vorbei, sodass seine starke Aufholjagd auf Rang fünf endete.

Die Plätze sechs, sieben und acht gingen an Robin Jahr (31, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai, Junior Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi und Junior René Kircher (21, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai, der im Qualifying aufgrund von Problemen keine Runde fahren konnte. Bester Trophy-Pilot war Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler). Hertner steuerte seinen Honda Civic TCR auf Platz neun. Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) machte die Top-10 komplett.