Freitag, 17. September 2021

Der Kampf um Titel und Aufstieg: DTM Trophy als Leistungszentrum für den Nachwuchs

  • Heißes Titel-Duell zweier Briten: Green gegen Tregurtha
  • Aufstieg aus dem BMW M2 Cup und aus der DTM Esports Championship powered by MediaMarkt
  • Heimrennen für Stéphane Kox und Gaststarterin Sandra van der Sloot in Assen
  • Live aus Assen: SPORT1 und DTM Grid zeigen beide Rennen

William Tregurtha (GBR), Mercedes-AMG, CVPG © DTM

Es ist gerade erst die zweite Saison der DTM Trophy, doch die Nachwuchsserie ist als Leistungszentrum bereits etabliert. Die Rennen mit den seriennahen GT-Sportwagen stehen im professionellen Umfeld der DTM ganz besonders im Fokus, sowohl der Teamchefs aus der DTM als auch der Medien. Zudem sorgt SPORT1 seit Saisonbeginn neben der Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) für zunehmende Beachtung auch bei den Fans weltweit. Es geht um den Aufstieg, am liebsten von der DTM Trophy direkt in die DTM. Es geht aber auch um den Aufstieg aus dem BMW M2 Cup und aus der DTM Esports Championship powered by MediaMarkt. Wenn am Wochenende (17. bis 19. September) im niederländischen Assen der fünfte von sieben Wertungsläufen ausgetragen wird, steht vor allem der Titelkampf im Brennpunkt. Ben Green im BMW und William Tregurtha im Mercedes-AMG dominieren aktuell das Duell um den Gewinn der DTM Trophy 2021.

Zuletzt am Red Bull Ring hat sich das Duell der beiden Briten sogar verschärft. Green, der beste Junior der DTM Trophy des Vorjahres, siegte im BMW von FK Performance Motorsport am Samstag zum dritten Mal und übernahm die Tabellenführung vor Tregurtha, der im Mercedes-AMG der CV Performance Group erstmals leer ausging. Im Sonntagrennen drehte Tregurtha den Spiess um und erzielte Saisonsieg Nummer zwei, doch Green verteidigte als Zweiter die Spitzenposition im Titelrennen. Nur zehn Punkte trennen Green und Tregurtha, die gute Freunde sind und meist gemeinsam zu den Rennen anreisen – eine eher ungewöhnliche Situation. Der Deutsche Michael Schrey liegt mit dem BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport 38 Punkte hinter Green auf Rang drei und 42 Zähler vor dem Schweizer Yann Zimmer im zweiten FK-BMW. Spannung und Anspannung steigen. Allerdings: Entschieden ist rein gar nichts, denn in Assen, Hockenheim und am Norisring können noch maximal 168 Punkte eingefahren werden.

Gaststart von Sandra van der Sloot: eine weitere Rennfahrerin in der DTM Trophy

Der 4,555 Kilometer lange TT-Circuit in Assen südlich von Groningen bedeutet gleich für zwei Rennfahrerinnen ein Heimspiel. Stéphane Kox ist zu Saisonbeginn in die DTM Trophy eingestiegen und hat mit dem Toyota von Ring-Racing, dem Team aus der Nähe des Nürburgring, bereits zweimal Punkte eingefahren. Damit ist sie aktuell die bestplatzierte Rennfahrerin im Feld, vor KTM-Pilotin Laura Kraihamer (AUT, True Racing by Reiter Engineering) und Audi-Fahrerin Sophie Hofmann (GER, Heide-Motorsport). Während Kraihamer das Rennen in Assen auslassen muss und durch ihren Landsmann Florian Janits ersetzt wird, geht mit Sandra van der Sloot eine weitere Rennfahrerin an den Start. Im BMW von Driverse Racing absolviert van der Sloot, mehrmalige Titelgewinnerin im niederländischen Rennsport, auf einer ihr sehr gut bekannten Rennstrecke einen Gaststart in der DTM Trophy.

DTM Trophy als Sprungbrett für junge Talente

Sich als junges Talent weiterentwickeln, Leistung zeigen und Erfolge feiern – dazu bietet die DTM Trophy auf der DTM-Bühne eine ideale und mittlerweile anerkannte Möglichkeit. Um in die DTM Trophy einsteigen zu können, gibt es zwei attraktive Angebote. So wird seit Saisonbeginn der BMW M2 Cup ausgetragen, exklusiv auf der DTM-Plattform. Mit dem fast 400 PS starken BMW M2 CS können bereits 16-Jährige auf ihr Talent aufmerksam machen. Als Krönung winkt dem Titelträger eine Saison im BMW in der DTM Trophy im Folgejahr.

Gemeinsam mit Partner MediaMarkt hat die DTM-Organisation ITR für die Zukunft ein neuartiges „DTM Youth Development Program“ aufgesetzt. Dabei geht es um den Aufstieg vom digitalen zum realen Motorsport. Aus einer eigenen Sim-Racing-Serie von MediaMarkt werden sich die Bestplatzierten für die DTM Esports Championship powered by MediaMarkt qualifizieren, und nach einem gezielten Förderprogramm wird das auserwählte Talent eine volle Saison in der DTM Trophy 2023 bestreiten.

Moritz Löhner macht gerade vor, wie es gehen kann. Er gewann im vergangenen Jahr die DTM Esports Championship powered by MediaMarkt und bestreitet aktuell mit einem BMW im markanten MediaMarkt-Design seine erste Saison im realen Motorsport in der DTM Trophy. Vor dem Gastspiel in den Niederlanden rangiert Sportwagen-Rookie Löhner an respektabler siebter Stelle der Meisterschaftstabelle. Das besondere Glücksgefühl, auf dem Siegerpodium zu stehen, hat der Sim-Racing-Profi auch schon erlebt – und die Sektdusche sichtlich genossen.


Mittwoch, 15. September 2021

Stimmen der Piloten vor dem DTM Wochenende in Assen

Christian Klien (AUT), McLaren, JP Motorsport © DTM


#63 Mirko Bortolotti (ITA), Lamborghini, T3 Motorsport

„In der DTM zu debütieren, das ist wirklich cool. Ich bin sehr gespannt auf Assen, ich war nie zuvor auf dieser Rennstrecke.“

„Ich bekam einen Anruf von Lamborghini, ob ich in Assen in der DTM starten möchte. Ich habe sofort ja gesagt. Es war immer mein Traum, in der DTM zu fahren. Ich verfolge die DTM schon seit ich fünf Jahre war. Ich freue mich auf diese neue Erfahrung.“

„Es ist für mich gleich, ob ich als permanenter Teilnehmer oder als Gaststarter ein Rennen bestreite: Ich versuche immer, das Maximale zu erzielen. So auch in Assen unser Ziel. Das Team von T3 Motorsport hat gezeigt, dass sie sich von Rennen zu Rennen weiterentwickelt haben, Sie haben eine gute Qualität.“

„Die DTM bedeutet für mich, zu den Wurzeln zurückzukehren. Ich fahre nun schon sieben Jahre GT-Rennen, aber davor bin ich Kart- und Formel-Rennen gefahren – da ging es auch nur um mich. Das ist nun in der DTM wieder so. Wir können uns auf ein Set-up für einen Fahrer konzentrieren. Aber es gibt auch Einiges zu lernen, wie beispielsweise den Boxenstopp auf Zeit.“


#57 Philip Ellis (SUI), Mercedes-AMG, Team WINWARD

„Ich bin mit dem Saisonverlauf ziemlich glücklich. Klar, es hätten ein paar Punkte mehr sein können, denn es gab beispielsweise den ärgerlichen Ausfall im ersten Rennen in Monza.“

„Wir testen aktuell in Hockenheim, um für die drei letzten Rennen noch ein paar Verbesserungen zu finden. Da es gerade regnet, testen wir Regenreifen.“

„Konstanz ist enorm wichtig, vor allem wenn es um die vorderen Plätze in der Meisterschaft geht. Jetzt kommen drei verschiedene Rennstrecken, das ist ein guter Mix. Ich werde mich jedenfalls auf mich und meine eigenen Rennen konzentrieren.“

„Zur Vorbereitung auf Assen habe ich mir viele Videos angeschaut und bin im Simulator gefahren. Es geht darum, schon mal den Rhythmus für die Strecke zu finden. Aber die Vorbereitung läuft doch bei fast allen gleich, da gibt es keine Magie.“ 


#99 Sophia Flörsch (GER), Audi, Team ABT

„Das ist ein hartes Jahr für mich, denn die DTM hat einen extrem hohen Level. Aber es geht besser und besser.“

„Kelvin van der Linde ist ein sehr guter GT3-Fahrer. Er ist in jedem Rennen schnell. Er lässt nichts unversucht, aber es ist noch ein langer Weg mit verschiedenen Strecken, bis die Meisterschaft entschieden ist.“

„Die Strecke von Assen sieht cool aus. Ich bereite mich auch mit Daten und Videos vor und hoffe, damit schneller meinen Rhythmus zu finden.“

„Es ist einfach faszinierend, dass endlich wieder Zuschauer kommen können, auch ins Fahrerlager. Fotos zu schießen, Selfies zu machen, Autogramme zu geben – das ist toll.“


#11 Marco Wittmann (GER), BMW, Walkenhorst Motorsport

„Meine Erwartungen waren am Saisonbeginn ziemlich niedrig. GT3 war Neuland für mich, und der BMW M6 ist in seinem letzten Jahr. Doch zuletzt hatten wir mehrere gute Wochenenden, und jetzt ist es sehr schön, wo wir stehen. Ich will weiter konstant punkten. Zuletzt war ich dreimal auf dem Podium, dieses Momentum will ich mitnehmen. Assen liegt uns.“

„Assen ist eine coole Strecke, keine typische Tourenwagen/GT-Strecke. Ich habe das erste DTM-Rennen in Assen gewonnen – das war ein Highlight. Ich mag diese schnellen und mittelschnellen Kurven wirklich sehr, die liegen mir. Gerade die schnelle und lange Ramshoek-Kurve ist richtig cool. Ich bin gespannt, wie diese Kurve mit unseren Autos zu fahren ist.“

„Die DTM ist anders als in den Jahren zuvor. Aber es ist gutes Racing mit verschiedenen Marken, und das ist gut für die Fans. Die DTM rund um Gerhard Berger hat einen guten Job gemacht, die DTM ist so interessant wie lange nicht mehr.“


#91 Stéphane Kox (NED), Toyota, Ring-Racing – DTM Trophy

„Nachdem ich aufgrund meines Studiums zwei Jahre mit dem Rennsport ausgesetzt habe, musste ich mich zuerst wieder herantasten. Aber das ging ziemlich gut und ich habe schnell den Rhythmus wiedergefunden, obschon ich mich auch an ein anderes Auto, meinen Toyota, gewöhnen musste. Bisher bin ich ziemlich zufrieden.“

„Die DTM Trophy ist sehr hartumkämpft. Die Serie ist gut für junge und erfahrene Piloten. Es gibt viele verschiedene Marken, doch mit unserem Toyota entwickeln wir uns immer weiter nach vorne.“

„Es ist immer schön, auf heimischem Terrain zu fahren und Fans aus dem eigenen Land auf den Tribünen und im Fahrerlager zu sehen. Das ändert aber nichts auf der Strecke, da will ich möglichst konkurrenzfähig sein. Und Ramshoek ist etwas besonderes, eine echt coole Kurve.“

„Ja, die DTM ist mein Ziel, schon immer gewesen. Ich konzentriere mich aber zunächst einmal auf die DTM Trophy, und dann sehen wir mal.“


Vor dem Gastspiel in Assen spitzt sich der DTM-Titelkampf weiter zu: Sextett verteilt die Punkte unter sich

  • Lawson, Götz, Wittmann, Ellis und Albon jagen Tabellenführer Kelvin van der Linde
  • DTM startet zum 21. Mal in Folge in den Niederlanden
  • Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti debütiert in der DTM
  • Tickets auf tickets.dtm.com und unter der DTM-Ticket-Hotline 01806 661199
  • Live aus Assen: weltweit in über 60 Ländern, SAT.1 im deutschsprachigen Raum

Maximilian Götz (l.) und Marco Wittmann © DTM

Der Kampf um den Titel in der DTM 2021 wird immer intensiver. Assen in den Niederlanden ist am Wochenende (17. bis 19. September) die sechste Station der internationalen Rennserie. Danach folgt der große Showdown mit dem Double-Header in Hockenheim (01. bis 03. Oktober) und der Final-Premiere auf dem Norisring (08. bis 10. Oktober). Ein Sextett dominiert das Geschehen um die Vergabe des wertvollen DTM-Titels. Doch auch in Assen ist es der Südafrikaner Kelvin van der Linde, der unverändert die Tabelle anführt. Die Luft ist allerdings viel dünner geworden, der Vorsprung im heißen Titelkampf deutlich geschmolzen. Der TT-Circuit von Assen stellt mit seinen schnellen und mittelschnellen Kurven die 21 Weltklassepiloten – inklusive den beiden Gaststartern Miko Bortolotti im Lamborghini und Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien im McLaren – auf eine hochkarätige Probe. Auch in Assen sind wieder Zuschauer erlaubt, sowohl auf den Tribünen als auch im Fahrerlager. Tickets gibt es via DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und DTM-Ticket-Hotline (01806 661199). Die Rennen der DTM werden am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr gestartet und in SAT.1 (jeweils ab 13:00 Uhr) sowie in über 60 Ländern live übertragen.

Kelvin van der Linde bringt 147 Punkte mit nach Assen, die er mit seinem Audi des Teams ABT Sportsline in den bisherigen zehn Saisonrennen eingefahren hat. Mit zwei Siegen und insgesamt 55 Punkten am Red Bull Ring hat sich der erst 19-jährige Liam Lawson aus dem Red Bull-AF Corse-Ferrari-Team bis auf zwölf Punkte an van der Linde herangesaugt. Dabei schien nach dem Nürburgring-Rennen, als der Neuseeländer leer ausging, der Zug im Titelkampf bereits abgefahren. Nur vier Zähler hinter Lawson folgt der beste Deutsche auf Rang drei, Maximilian Götz aus dem Mercedes-AMG Team HRT. Weitere zehn Punkte zurück liegt der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER) mit dem Walkenhorst-BMW auf Rang vier, gefolgt vom Schweizer Philip Ellis (Mercedes-AMG Team WINWARD, 99) und dem Thailänder Alex Albon (Ferrari, AlphaTauri AF Corse, 94). Dieses Sextett hat am Red Bull Ring die Punkte quasi unter sich aufgeteilt und fuhr 174 von möglichen 188 Punkten für die ersten sechs Plätze in den beiden Rennen in der Steiermark zusammen ein. Demzufolge wuchs der Abstand zu den nachfolgenden Piloten.

Nur der zweifache DTM-Champion Wittmann punktet bislang in allen Rennen

Wie ausgeglichen stark das Fahrerfeld ist, belegt auch die Statistik: Sieben verschiedene Fahrer eroberten die zehn Pole-Positions, sechs verschiedene Fahrer gewannen die zehn bisherigen Saisonrennen, und Rennwagen von vier verschiedenen Herstellern kreuzten die Ziellinie als Sieger.

Alle Fahrer sind schon das eine oder andere Mal ohne Punkte geblieben, außer: Marco Wittmann. Der Einzelkämpfer aus dem Team Walkenhorst Motorsport aus Melle bei Osnabrück hat in allen zehn Rennen bislang gepunktet – eine eindrucksvolle Konstanz. Der bestplatzierte Pilot früherer DTM-Jahre eroberte dabei einen Sieg und zwei Pole-Positions. Eine Leistung, die auch Wittmann verwundert, zumal es die letzte Saison des BMW M6 ist. Der Nachfolger BMW M4 feierte am vergangenen Wochenende auf der legendären Nordschleife des Nürburgring eine achtbare Rennpremiere und wird im kommenden Jahr auch in der DTM erwartet.

Der TT-Circuit – schnellste Kurve und längste Tribüne

Der TT-Circuit in Assen, der Grand-Prix-Kurs von Hockenheim und der ultrakurze Stadtkurs in Nürnberg – die DTM-Piloten müssen sich im Schlussspurt auf drei sehr unterschiedliche Rennstrecken einstellen. Assen jedenfalls fordert die Piloten vor allem mit der langgezogenen Ramshoek-Kurve heraus. Einmal abgesehen von Turn 1 als Teil des Trioval-Kurses am DEKRA Lausitzring, ist Ramshoek die schnellste Kurve der DTM-Saison. Etwa 235 km/h werden in dieser Passage erwartet, vor dem heiklen Richtungswechsel zur folgenden Schikane – und das alles in Front der mit 1,1 Kilometer Länge längsten Tribüne Europas. Einige DTM-Fahrer haben bereits ein Rennen in Assen absolviert, für etliche Teilnehmer ist Assen jedoch Neuland. Marco Wittmann jedenfalls kennt den Kurs, der 2019 erstmals von der DTM befahren wurde. Der damalige Sieger des ersten Rennens: Marco Wittmann.

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr mischt sich der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien mit dem McLaren von JP Motorsport ins DTM-Feld. Zuletzt am Nürburgring zeigte die Performance des Österreichers klar nach oben. Lamborghini schickt seinen Werkspiloten Mirko Bortolotti nach Assen. Der Italiener soll das Team von T3 Motorsport verstärken und erste Eindrücke von der DTM sammeln. Somit präsentiert sich die DTM mit 21 GT-Rennwagen in den Niederlanden.

Sieben Rennserien: DTM brennt ein Programm-Feuerwerk ab

Die Fans erwartet in Assen ein wahres Programm-Feuerwerk. Insgesamt bieten sieben Rennserien reichlich Spektakel. Neben dem Top-Event DTM sind die DTM Trophy mit den seriennahen GT-Sportwagen, die DTM Classic Tourenwagen Legenden mit DTM-Fahrzeugen vor allem aus den Neunzigern und der BMW M2 Cup am Start, darüber hinaus der Porsche Carrera Cup Benelux, der Mazda MX-5 Cup und die Supercar-Challenge. Das bedeutet drei Tage Motorsport pur mit der DTM als Hochgenuss.


Montag, 13. September 2021

DTM mit einzigartigem Fahrerfeld am Nürburgring

  •  Volles Starterfeld: DTM mit über 20 Rennwagen und bekannten Fahrern
  •  Volles Programm: Sechs Rennserien sorgen für knackige Action
  •  Zuschauer zugelassen, Tickets online verfügbar

Foto: dtm / Malte Christians

Die DTM am Nürburgring: Das verspricht ein beeindruckendes Starterfeld mit mehr als 20 Rennwagen und einer Vielzahl bekannter Fahrer. Vom 20. bis 22. August gastiert die Serie auf der besonders zuschauerfreundlichen Sprint-Variante des Nürburgrings. Neben der DTM sorgen fünf weitere Rennserien für Abwechslung im Rahmenprogramm. Und das Beste: Die Tribünen an der Start-Ziel-Geraden werden für Zuschauer geöffnet. Wochenend- und Tagestickets sind exklusiv über den DTM-Ticket-Shop unter tickets.dtm.com und die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) erhältlich. Wer erst einmal DTM-Luft schnuppern möchte, findet auch ein Angebot: Für nur zehn Euro gibt es die Eintrittskarte für den vollgepackten Trainingstag am Freitag.

Sechs Rennen, fünf unterschiedliche Sieger: Die DTM ist 2021 so spannend wie selten zuvor. Nach den aufsehenerregenden Läufen in Monza, am Lausitzring und zuletzt in Zolder gastiert die Serie nun am Nürburgring. Auf der kurzweiligen Sprintstrecke des Eifel-Kurses können sich Fans auf ein erstklassiges Starterfeld mit mehr als 20 Rennwagen von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie Ferrari, Lamborghini und McLaren freuen. Die Fahrer gehören zu den bekanntesten der Welt. Zum Starterfeld gehören Piloten wie Timo Glock, Mike Rockenfeller, die van der Linde-Brüder oder Formel 1-Star Alexander Albon.

Gleich zweimal gehen die Weltklassepiloten der DTM an den Start, jeweils um 13:30 Uhr starten am Samstag und Sonntag ihre Rennen. Es folgen 55 Minuten packende Renn-Action. Doch auch neben der DTM ist auf der Strecke einiges los: Die DTM Trophy sorgt mit seriennahen GT-Sportwagen für spannende Tür-an-Tür-Duelle. Bei der DTM Classic gehen Tourenwagen der vergangenen Jahre an den Start – pilotiert von Altstars wie Klaus Ludwig, Kurt Thiim und Klaus Niedzwiedz. Zudem im Programm: Die DTM Drift-Show mit viel verbranntem Gummi, der BMW M2 Cup sowie der Lotus Cup Europe und die Ferrari Club Deutschland Racing Series.

Die Reise zum Nürburgring lohnt sich, doch Motorsport-Enthusiasten sollten sich mit dem Ticketkauf beeilen, da nur noch eine limitierte Anzahl an Tickets verfügbar ist. Voraussetzung für den Zutritt ist die übliche 3G-Regel, also für negativ Getestete, Geimpfte (zwei Wochen nach der zweiten Impfung) und Genesene (bestätigte Infektion liegt nicht länger als sechs Monate zurück). Darüber hinaus sorgen personalisierte Sitzplätze, die ausschließlich online gebucht werden können sowie die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln (außerhalb des Sitzplatzes muss eine medizinische Maske getragen werden) für einen sicheren Event am Nürburgring. Das Fahrerlager muss aufgrund der Pandemie-Situation noch geschlossen bleiben.

Für den Nürburgring bedeutet die Austragung des vierten DTM-Rennwochenendes das Ende der Rennpause als Folge der Flutkatastrophe im Ahrtal. Dabei bleibt der Nürburgring weiterhin das Einsatzzentrum für die Hilfskräfte, die allerdings vom Fahrerlager auf angrenzende Areale der Rennstrecke umgezogen sind und somit durch die Veranstaltung nicht beeinträchtigt werden. Da die Region um den Nürburgring außerhalb des Ahrtals vom Unwetter am 14. Juli weitgehend verschont geblieben ist, freuen sich auch die Übernachtungsbetriebe und Gaststätten auf viele Gäste am Nürburgring. Über die uneingeschränkte Anreise zum Nürburgring informiert der Nürburgring über seine Webseite (nuerburgring.de).

Sonntag, 12. September 2021

Hyundai-Pilot Luca Engstler feiert Doppelsieg auf dem Lausitzring

  • Vierter Saisonsieg für Luca Engstler im Hyundai
  • Dominik Fugel fährt im Honda auf das Podium
  • Triumph in der Honda Junior Challenge für Nico Gruber

Luca Engstler holt vierten Saisonsieg am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) triumphiert im Hyundai i30 N TCR nach dem Samstagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring auch im Lauf am Sonntag und baut somit seine Tabellenführung weiter aus. Sein Hyundai Team Engstler-Teamkollege Martin Andersen (27, DNK) kommt auf Platz zwei. Das Podium komplettiert Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR. „Die Freude nach den zwei Siegen an diesem Wochenende ist riesig. Da wir aber noch eine lange Heimreise bis ins Allgäu haben, werden wir nur kurz feiern können“, meinte Engstler, der bereits beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben einen Doppelsieg verbuchen konnte.

Die rennentscheidende Situation ereignete sich direkt nach dem Rennstart. Der von Platz zwei gestartete Engstler kam besser aus seiner Position heraus als Pole-Setter Andersen. Engstler setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Ebenfalls in der ersten Kurve kam es zu einem Unfall im Mittelfeld, in den der Cupra Leon Competición TCR von Günter Benninger (60, AUT, Wimmer Werk Motorsport), der VW Golf GTI TCR von Szymon Ladniak (18, POL, JP Motorsport) und der Hyundai von Patrick Sing (29, Crailsheim, RaceSing) verwickelt waren. Für alle Drei war das Rennen vorzeitig beendet. Zur Bergung der Fahrzeuge brachte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke.

Als das Rennen rund elf Minuten vor Schluss wieder freigegeben wurde, behielt Engstler die Ruhe und verteidigte souverän die führende Position. Im weiteren Rennverlauf konnte er sich mit Martin Andersen an der Spitze leicht absetzen und zum Doppelsieg für das Hyundai Team Engstler fahren. Hinter den beiden entwickelte sich zunächst ein spannender Vierkampf um die weiteren Plätze mit Honda-Pilot Dominik Fugel, Nico Gruber (20, AUT, Hyundai Team Engstler) im Hyundai, Eric Scalvini (26, ITA, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición TCR und Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda.

Dominik Fugel und Gruber konnten sich jedoch kurz darauf etwas von den beiden Verfolgern absetzen und auf den Plätzen drei und vier ins Ziel fahren, was für Gruber auch den Triumph in der Honda Junior Challenge bedeutete. Zu Scalvini und Marcel Fugel gesellte sich dann noch Robin Jahr (30, Blankenfelde, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai. Zum Rennende konnte dieser noch am Italiener im Cupra vorbeifahren und hinter Marcel Fugel Platz sechs einnehmen. Achter wurde der Vortagesdritte Jonas Karklys (32, LTU, NordPass) im Hyundai vor Opel Astra TCR-Pilot Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit, Lubner Motorsport) und Christopher Röhner (23, Mülsen, Honda ADAC Sachsen) im Honda. Mit Platz elf sicherte sich Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler) im Hyundai den Sieg in der Trophy-Wertung.

Stimmen zur ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring

Luca Engstler (Hyundai Team Engstler - Sieger): 

„Ich wusste schon vor dem Rennen, dass der Start heute das A und O sein würde. Als es dann losging, habe ich gar nicht auf Martin geachtet. Mein Fokus lag nur auf dem perfekten Druckpunkt meiner Kupplung und auf der Ampel. Das habe ich sehr gut hinbekommen. Ich zweiten Rennteil ging es darum, zu attackieren aber trotzdem vorsichtig zu bleiben. Mir war es auch wichtig, meinen Teamkollegen Martin nicht in Gefahr zu bringen, sodass wir einen Doppelsieg einfahren konnten.“

Martin Andersen (Hyundai Team Engstler - Zweiter): 

„Zwei mal Platz zwei und eine Pole-Position. Mit diesem Ergebnis kann ich absolut zufrieden vom Lausitzring abreisen. Lediglich mein Start zu Lauf zwei war richtig schlecht. Meine Reaktionszeit war zwar in Ordnung, doch ich hatte durchdrehende Räder. Danach kamen wir recht einfach durch das Rennen. Wir hatten eine super Pace. Insgesamt haben wir an diesem Wochenende große Fortschritte gemacht. Ich freue mich nun auf das nächste Rennen in Hockenheim. Das ist die einzige Strecke im Kalender, die ich bereits kenne.“

Dominik Fugel (Honda ADAC Sachsen - Dritter): 

„Ich versuche natürlich immer zu gewinnen. Doch dieses Wochenende war Hyundai deutlich stärker. Ein Podium ist aber trotzdem immer schön, somit bin ich auch relativ zufrieden. Nach dem Safety-Car-Re-Start habe ich probiert, eine Attacke auf Martin Andersen zu fahren, aber es hat nicht ganz gereicht. Danach hatte ich nach vorne und hinten ein wenig Platz. So war die zweite Rennhälfte für mich eher unspektakulär.“