Samstag, 4. Mai 2019

Doppelpodium für den neuen Audi RS 5 DTM

  • Regen und Kälte beim Saisonstart der DTM in Hockenheim
  • Mike Rockenfeller und Robin Frijns auf den Plätzen zwei und drei
  • René Rast kämpft bis kurz vor Rennende um den Sieg

Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda
Audi ist auf dem Hockenheimring mit einem Doppelpodium in die neue Turbo-Ära der DTM gestartet. Bei Regen und Kälte belegten Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) und Robin Frijns (Audi Sport Team Abt Sportsline) die Plätze zwei und drei. Der große Pechvogel beim ersten Renneinsatz des neuen Audi RS 5 DTM war René Rast (Audi Sport Team Rosberg).

Vom vierten Startplatz kämpfte sich der DTM-Champion des Jahres 2017 bei den nasskalten Bedingungen auf Platz zwei nach vorn und machte anschließend Jagd auf den Führenden Marco Wittmann im BMW. Der Audi-Pilot schien gute Karten zu haben, seinen siebten DTM-Sieg in Folge zu feiern, als er sechs Runden vor Schluss mit einem Defekt am Antriebsstrang seines Audi RS 5 DTM ausrollte.

„Das war natürlich extrem schade“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „René hat um den Sieg gekämpft und Marco (Wittmann) ordentlich unter Druck gesetzt. Wir müssen damit leben und werden morgen neu angreifen. Heute war es ein Rennen unter sehr schwierigen Bedingungen vom Anfang bis zum Ende. Wir haben mit Mike und Robin zwei Fahrer auf das Podium gebracht, dazu Loïc (Duval) auf Platz fünf. Das ist insgesamt ein gutes Ergebnis.“

Mike Rockenfeller startete mit seinem Audi RS 5 DTM neben Marco Wittmann aus der ersten Reihe, nachdem er die Pole-Position nur um 66 Tausendstelsekunden verpasst hatte. Im Rennen haderte er mit seinem ersten Reifensatz. „Anders als im Qualifying hatte ich kaum Grip“, sagte Rockenfeller. „Woran das lag, weiß ich nicht. Mit dem zweiten Reifensatz war wieder alles okay, aber zu diesem Zeitpunkt war der Sieg schon verloren. Es war trotzdem ein guter Saisonstart. Es ist schön, auf dem Podium zu stehen, und ich freue mich über gute Punkte.“

Robin Frijns gelang mit seinem Audi RS 5 DTM ein Blitzstart, mit dem er sich vom fünften auf den zweiten Platz verbesserte, dann aber hinter Rast und Rockenfeller zurückfiel. „Die Bedingungen waren speziell am Anfang wirklich extrem“, sagte Frijns. „Umso mehr freue ich mich über das Podium.“

Loïc Duval und Nico Müller holten mit den Plätzen fünf und acht ebenfalls Punkte für Audi. Jamie Green musste sich nach einem Kupplungsproblem mit Rang zwölf begnügen.

Das Kundenteam WRT Team Audi Sport holte beim ersten Einsatz in der DTM gleich einen Punkt: Pietro Fittipaldi beendete sein DTM-Debüt auf Platz zehn.

Geschichtsträchtiger Sieg in Hockenheim: Marco Wittmann gewinnt für BMW das erste Rennen der neuen Turbo-Ära in der DTM

Marco Wittmann holt ersten Sieg der neuen DTM-Ära
Foto: BMW-Motorsport
BMW Motorsport hat erneut DTM-Geschichte geschrieben: Marco Wittmann (GER) vom BMW Team RMG konnte auf dem Hockenheimring (GER) am Samstag das erste Rennen der Saison 2019 und damit zugleich das erste Rennen der neuen Turbo-Ära der DTM gewinnen. Im Schaeffler BMW M4 DTM zeigte der zweimalige Champion bei nassen Bedingungen eine fehlerfreie Vorstellung und sicherte sich nach der Poleposition auch den Sieg im Rennen. Für Wittmann war es der insgesamt zwölfte Triumph seiner Karriere, zum 82. Mal überquerte ein BMW in der DTM auf Platz eins die Ziellinie. Zugleich war es der perfekte Auftakt für das Jubiläum zu 50 Jahren BMW Turbo Power im Motorsport.  

Timo Glock (GER) verpasste im JiVS BMW M4 DTM als Vierter nur knapp eine weitere Podiumsplatzierung für BMW. In der ersten Runde war er von einem Konkurrenten umgedreht worden, bewies danach aber Kampfgeist und machte Platz um Platz gut. Auch BMW Neuzugang Sheldon van der Linde (RSA) konnte bei seinem Debüt auf Anhieb Punkte sammeln. In seinem Shell BMW M4 DTM sicherte er sich Position sechs. Direkt dahinter auf Platz sieben folgte der BMW Bank M4 DTM von Bruno Spengler (CAN). 

Joel Eriksson (SWE) kam im CATL BMW M4 DTM auf dem 13. Rang ins Ziel. Philipp Eng (AUT) wurde 14., nachdem er aufgrund eines Sensorikproblems in der Motorperipherie seines ZF BMW M4 DTM keine gezeitete Runde im Qualifying hatte absolvieren können und von Platz 17 ins Rennen gegangen war.

Donner im Regen – Wittmann und die DTM starten spektakulär in neue Ära

  • Spektakulär: Wittmann gewinnt Saisonauftakt 2019 in Hockenheim, zwölfter Karriere-Sieg
  • Donner: 18 DTM-Fahrzeuge mit rund 10.000 PS beginnen neue Ära lautstark
  • Regen: Wetter bildet mit kniffligen Bedingungen das Tüpfelchen auf dem i

Marco Wittman holt ersten Sieg der neuen DRTM-Ära für BMW
Foto: dtm.com
Die schnellste DTM aller Zeiten, so spektakulär wie eh und je: Marco Wittmann (GER, BMW) hat den nervenaufreibenden Saisonauftakt 2019 in Hockenheim für sich entschieden. Beim Start in eine neue Ära der DTM, die mit rund 610 PS und Zwei-Liter-Turbo-Motoren die schnellste aller Zeiten ist, sorgte eine zunächst regennasse, später abtrocknende Rennstrecke für schwierige Bedingungen. Wittmann, 2014 und 2016 Titelträger der DTM, setzte sich am Start an die Spitze, die er durchgängig bis ins Ziel verteidigte, obwohl er gegen Rennmitte unter starken Druck von René Rast (GER, Audi) geriet. Rang zwei ging dennoch nicht an Rast – Champion von 2017 –, sondern an dessen Audi-Markenkollegen Mike Rockenfeller (GER), der Rang zwei nach einem technischen Problem Rasts übernahm. Rang drei feierte Robin Frijns (NED, Audi) vor Timo Glock (GER, BMW), der sich nach einem Dreher am Start mit einer starken Fahrt und der schnellsten Rennrunde zurück nach vorn arbeitete. Aston Martin erreichte beim bemerkenswerten DTM-Debüt mit Daniel Juncadella (ESP) Rang neun. Die Marke war mit Paul Di Resta (GBR) vom dritten Startplatz ins Rennen gegangen.

Für Marco Wittmann war es der zwölfte Karriere-Sieg. Auch im Jahr seines ersten DTM-Titels, 2014, feierte er beim Auftaktrennen einen Triumph.

Starke Rookies: van der Linde, Dennis und Fittipaldi

Einen mehr als starken Eindruck hinterließen die DTM-Rookies Sheldon van der Linde (RSA, BMW), Jake Dennis (GBR, Aston Martin) und Pietro Fittipaldi (BRA, Audi). Für van der Linde und Fittipaldi bedeuteten die Ränge sechs und zehn beim Debüt prompt die ersten Punktresultate, das Dennis als Elftplatzierten nur knapp verwehrt blieb. Ebenfalls stark aber unbelohnt blieb die couragierte Leistung von Jonathan Aberdein (RSA, Audi), der lange in den Top Ten rangierte, jedoch mit einer zu mutigen Reifenstrategie die Chance auf Punkte einbüßte. Aberdein wechselte früh auf profillose Slicks, während die Top-Platzierten konservativ von Regenreifen auf Regenreifen wechselten.

Stimmen nach dem Rennen:

Marco Wittmann, Sieger
"Der perfekte Einstand! Der erste Sieg der Saison, der erste Sieg der neuen Turbo-Ära, dazu im neuen Design meines Sponsors Schaeffler – besser geht es nicht. Zuerst hat mir Mike Rockenfeller mächtig Druck gemacht, dann war es René Rast. Erst nach Renés Ausfall konnte ich dem Sieg sicher entgegenfahren." 

Mike Rockenfeller, 2. Platz
"Der zweite Platz zwei ist gut, und ich bin glücklich über die wertvollen Punkte. Zu Beginn lief es nicht ganz perfekt. Wir hatten neue Reifen aufgezogen und die gebrauchten Reifen aus dem Qualifying für den Schlussspurt aufgehoben. Die neuen Reifen hab sich im Regen komisch verhalten. Mit dem zweiten Satz ging es dann wieder besser. Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden, die Saison ist lang und man muss konstant punkten, um erfolgreich zu sein. Das ist uns gelungen." 

Robin Frijns, 3. Platz
"Mein Start war gut, die ersten vier Runden waren wir schnell unterwegs. Danach habe ich es nicht geschafft, die Reifen ans Arbeiten zu bekommen und habe Zeit verloren. Ich habe Mike Rockenfeller vorbeigelassen und René Rast. Erst mit dem zweiten Reifensatz lief es besser – doch dann waren nur noch sechs Runden zu fahren."

Marco Wittmann holt Pole-Position. Paul di Resta mit Ausrufezeichen

Die Schnellsten aus dem ersten Qualifying in Hockenheim
Foto: dtm.com
Es regnete zwar nicht mehr, aber die Strecke war nass und rutschig. Somit wurden die schnellsten Zeiten erst am Ende des Qualifyings gefahren, als zumindest die Rennlinie einigermaßen trocken war. BMW-Fahrer Marco Wittmann zeigte seine Fähigkeiten im Nassen und fuhr etwa zwei Minuten vor Schluss mit 1:48.215 Minuten die Bestzeit, die bis zum Fallen der Zielflagge Bestand hatte.

Für den zweimaligen DTM-Champion war es die elfte Pole-Position in der Serie. Mit nur 0,066 Sekunden Rückstand qualifizierte sich Audi-Fahrer Mike Rockenfeller als Zweiter. Mit einigen schnellen Runden in der Schlussphase sicherte sich Paul Di Resta Rang drei für das R-Motorsport-Aston-Martin-Team. Dank der Leistung des Schotten schafften es alle drei Marken auf die ersten drei Positionen. 

Vorher hatte es eine Unterbrechung mit der roten Flagge gegeben, nachdem Philipp Engs BMW Ausgangs der Boxengasse ausgerollt war. Danach kam er nicht mehr zum Einsatz. Bereits gestern musste er wegen Elektronikprobleme das gesamte zweite Freie Training in der Box verbringen. Bislang war es für den Österreicher ein durchwachsenes Wochenende.
Nachdem der Wiederaufnahme des Zeittrainings wechselten sich Wittmann und Rockenfeller mehrere Male an der Spitze der Zeitenmonitore ab, bis Wittmann etwa zwei Minuten vor  chluss die Zeit fuhr, die ihm letztendlich die Pole-Position sicherte. „Bereits gestern hattenwir im Regen ein gutes Gefühl, aber dass es nun für die Pole-Position gereicht hat, ist natürlich gigantisch“, schwärmte Wittmann.

Auch die DTM-Rookies überzeugten im Qualifying: Di Restas Aston-Martin-Teamkollege belegte Rang sechs, BMW-Fahrer Sheldon van der Linde fuhr auf Position sieben.

Für die WRT-Audi-Fahrer Pietro Fittipaldi und Jonathan Aberdein war es etwas schwieriger: Fittipaldi qualifizierte sich als 15., sein Teamkollege folgte auf Rang 16. Aberdein drehte sich einmal ausgangs der letzten Kurve und touchierte mit der Frontpartie seines Fahrzeugs die Boxenmauer.Nachdem das WRT Team allerdings die Parc Fermé Bestimmungen beim Audi RS5 DTM Nummer #27 von Jonatahn Aberdein verletzte, wurde seine Zeit gestrichen. Der junge Südafrikaner muss daher sein erstes DTM Rennen vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen.

Quelle: dtm.com

Freitag, 3. Mai 2019

Müller (Audi) und Spengler (BMW) fahren die Bestzeiten in den freien Trainings am Freitag

Nico Müller fährt schnellste Zeit im ersten Freien Training
Bild: Audi-Motorsport
Müller schnellster im ersten freien Training

Zum Ende des ersten freien Trainings lagen die Zeiten der ersten 17 Fahrer zwei Sekunden auseinander. Nico Müller führte mit einer Zeit von 1:30.746 Minuten die Rangliste an. Mit René Rast, Robin Frijns und Jonathan Aberdein auf den Positionen zwei bis vier belegten Audi-Fahrer die ersten vier Positionen.

Aberdein war damit bestplatzierter Rookie im DTM-Training, das sowohl für ihn als Fahrer als auch für sein Team WRT das erste in der Geschichte war. Marco Wittmann war schnellster BMW-Fahrer auf Platz fünf; auch seine BMW-Kollegen Timo Glock und Philipp Eng schafften es in die Top Ten. R-Motorsport-Fahrer Daniel Juncadella war schnellster der vier Aston Martin-Fahrer auf Rang 14 mit 1,751 Sekunden Rückstand auf Müllers Bestzeit.


Bruno Spengler Schnellster im zweiten Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Spengler fährt Bestzeit im zweiten Training

Das 30-minütige zweite Freie Training fand auf abtrocknender Strecke statt. Nachdem die Anzahl der gefahrenen Runden anstieg, fielen auch die Rundenzeiten immer mehr. Bruno Spengler, der DTM-Champion des Jahres 2012, belegte letztendlich mit einer Zeit von 1:43,780 Minuten Platz eins. Er war 0,014 Sekunden schneller als Jake Dennis im schnellsten der vier R-Motorsport-Aston Martin auf Rang zwei. Mit Marco Wittmann (BMW) und René Rast (Audi) wurden zwei weitere Ex-Champions auf den Positionen drei bzw. vier gewertet.

Mit Timo Glock und Nico Müller wechselten sich BMW- und Audi-Fahrer auch auf den nächsten Positionen ab. Dani Juncadella sorgte mit Platz sieben dafür, dass es zwei Aston Martin in die Top Ten schafften. Die Audi-Fahrer Robin Frijns, Loïc Duval und Mike Rockenfeller folgten auf den Positionen acht bis zehn.

Quelle: dtm.com