Mittwoch, 16. September 2015

DTM: Drei Fragen an… Tom Blomqvist

Starker Auftritt in der „Magdeburger Börde“: In den Saisonrennen 13 und 14 der DTM konnten die BMW Teams zwei beeindruckende Vierfachsiege feiern. Am Samstag führte Timo Glock (DE) vom BMW Team MTEK die Phalanx der erfolgreichen BMW Piloten auf Platz eins an. Im Sonntagsrennen erwies sich Tom Blomqvist (GB) vom BMW Team RBM als der dominierende Fahrer – und sicherte sich als jüngster BMW Sieger in der DTM einen Platz in den Geschichtsbüchern. Für den Rookie war es der bisherige Höhepunkt in seiner ersten DTM-Saison und Anlass für das folgende Kurzinterview.
Tom Blomqvist
Foto: Jens Hawrda
Tom, hatten Sie damit gerechnet, gleich in Ihrer ersten DTM-Saison ein Rennen zu gewinnen?

Tom Blomqvist: „Natürlich hofft man immer darauf. Der Beginn der Saison war recht hart für mich. Ich habe gemerkt, dass es in dieser Serie alles andere als einfach ist, nach vorn zu fahren. Das Wettbewerbsniveau ist enorm hoch. Wenn alles passt, dann muss man seine Chance nutzen – und heute war ein solcher Tag. Nun möchte ich natürlich mehr.“

Sprechen wir über das Rennen: Sie haben gleich nach dem Start die Führung übernommen. Danach sind Sie an der Spitze einfach davongezogen...

Blomqvist: „Der Start war entscheidend. Ich wusste: Wenn ich in Führung gehen kann, wird es einfacher für mich. Denn ich fühle mich wesentlich wohler, wenn ich vorne weg fahren kann – so wie ich es aus dem Formelsport gewöhnt bin. In Formelrennwagen kann man nicht so dicht auffahren wie in der DTM. Sobald ich vorn war und damit freie Fahrt hatte, wusste ich, dass ich jede Runde wie eine Qualifikationsrunde fahren muss. Das Auto war sehr gut, ich konnte einen Vorsprung auf Augusto herausfahren und nach dem Boxenstopp mit einer guten Führung auf die Strecke zurückkommen. Ich stand eigentlich zu keinem Zeitpunkt allzu sehr unter Druck. Aber es war ein langes Rennen.“

Stecken Sie sich nun für die letzten Rennen der Saison neue, höhere Ziele als bisher?

Blomqvist: „Das muss man tun. Es ist großartig, diesen ersten Sieg eingefahren zu haben. Damit ist dieses Ziel erreicht. Es ist einfach wunderbar, rauszugehen und diesen Sieg zu holen, nachdem ich zuvor nicht allzu viele Punkte gesammelt habe. Im Saisonendspurt möchten wir nun ähnliche Erfolge feiern.“

DTM: Stimmen der Audi-Piloten zum DTM Rennen in Oschersleben

Audi erlebte in Oschersleben aufgrund der hohen Performance-Gewichte ein schwieriges DTM-Wochenende. Die Stimmen der Audi-Piloten:
Jamie Green in anbetracht des hohen Zusatzgewichtes zufrieden mit dem Ergebnis am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Ausfall / Platz 8
„Auch wenn ich etwas abseits des Rampenlichts fuhr, war das Sonntagsrennen eines der besten Rennen meiner Karriere. Wie alle Audi-Piloten hatte ich mit dem hohen Performance-Gewicht an Bord zu kämpfen. Trotzdem habe ich mich durch das Feld gearbeitet und von Rang 13 kommend fünf Plätze gutgemacht. Obwohl ich beim Startgerangel einen der vorderen Zusatzflügel verlor und dadurch etwas Abtrieb an der Vorderachse eingebüßt habe, sind mir zwei erfolgreiche Manöver gegen Spengler und Vietoris gelungen. Außerdem hat mein Team einen super Boxenstopp abgeliefert, was sicherlich mit entscheidend für den Punktegewinn war. Jetzt können wir etwas Gewicht abbauen, was uns im Titelendspurt helfen sollte.“
Miguel Molina
Foto: Jens Hawrda
Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17) Platz 9 / Ausfall
„Für mich persönlich war es natürlich ein schönes Gefühl, in beiden Zeittrainings der beste Audi-Pilot zu sein. Die Ausbeute in den Rennen hätte besser sein können, mehr Punkte waren möglich. Besonders der schnelle Ausfall am Sonntag durch das Gerangel der Konkurrenz in der ersten Kurve war schade. Aber ich blicke voraus: Ich mag den Nürburgring und bin bereit, dort wieder anzugreifen.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Platz 14 / Platz 11
„Ich erlebe auch in meinem 15. Jahr in der DTM immer wieder neue Dinge: Hier in Oschersleben zum Beispiel kann ich zum ersten Mal in meiner Karriere etwas Positives daran finden, dass ich keinen einzigen Punkt geholt habe. Denn es bedeutet, dass ich für das nächste Wochenende zehn Kilo Erfolgsballast ausladen darf und damit wieder die Möglichkeit habe, die Konkurrenz zu attackieren. Unser RS 5 DTM ist ein starkes Auto und auf allen Strecken schnell. Wir haben also alles, um auf dem Nürburgring zurückzuschlagen. Wir werden cool und konzentriert bleiben und hoffen auf zwei Renntage ohne besondere Zwischenfälle oder Wetterkapriolen.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM #10) Platz 12 / Platz 12
„Oschersleben war für mich ja ein Mini-Comeback, das mir nach den schwierigen Wochen natürlich etwas unter den Fingernägeln gebrannt hat. Ich bin froh, dass ich das Wochenende so gut über die Bühne bekommen habe. Nicht perfekt waren die beiden Qualifyings, daran müssen wir arbeiten. Positiv ist, dass ich in beiden Rennen schnell war. Darauf können wir aufbauen und schauen, was wir noch besser machen können, um die beiden letzten DTM-Wochenenden des Jahres erfolgreich abzuschließen.“

Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM #27) Platz 17 / Platz 14
„Mein Oschersleben-Wochenende ist schnell erzählt: Ich hatte zwei Rennen ohne besondere Vorkommnisse und einen guten Boxenstopp am Sonntag – einzig der Speed hat zu jeder Zeit gefehlt. Ich hoffe, dass wir bis zum Nürburgring etwas finden und wieder besser zurechtkommen.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Ausfall / Platz 19
„Das Wochenende ist schnell resümiert: abhaken und nach vorne schauen. Wir wussten schon vorher, dass es in Oschersleben mit unserem Gewicht schwer werden würde. Mein Auto war ganz gut, aber mit so hohem Gewicht ist man in Oschersleben einfach chancenlos. Positiv waren meine Qualifying-Leistung am Sonntag und der schnellste Boxenstopp im zweiten Rennen. Nun freue ich mich auf unser Heimspiel am Nürburgring.“
Edoardo Mortara,  Rückschlag im Titelkampf
Foto: Audi-Motorsport
Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48) Ausfall / Ausfall
„Es fällt natürlich schwer, nach einem Wochenende mit zwei Ausfällen noch positive Aspekte zu finden. Diese beiden Renntage waren sicherlich eine Ausnahmesituation, bevor wir am Nürburgring wieder zu einigermaßen normalen Verhältnissen zurückkehren. Ich erwarte, dass dort alle drei Marken dicht beisammen liegen werden und die Fans sich auf spannende Duelle freuen können. Die Strecke hat mir schon immer gut gelegen, deshalb will ich auf jeden Fall vorn dabei sein.“
Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #51) Ausfall / Ausfall
„Wir sind wegen der Gewichtssituation nicht gerade mit hohen Erwartungen nach Oschersleben gereist – aber ins Ziel wäre ich schon gern gekommen. Stattdessen bin ich durch zwei unverschuldete Ausfälle früh ausgeschieden. Am Sonntag war das besonders ärgerlich, weil ich einen guten Start erwischt hatte. Aber solche Tage gibt es nun einmal. Wir haken das jetzt ab und wollen im Endspurt nochmal angreifen.“

Dienstag, 15. September 2015

DTM: Stimmen aus dem Mercedes-Lager zum Rennen am Sonntag in Oschersleben

Pascal Wehrlein übernimmt Tabellenführung
Foto: Jens Hawrda
Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
5. Platz
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Mein Start war bis zur ersten Kurve okay. Dann war ich auf der Außenbahn und wenn ich die Tür nicht offen gelassen hätte, wäre ich eventuell gedreht worden. Deswegen habe ich dort eine weitere Position verloren. Grundsätzlich dachte ich, dass wir vielleicht im Rennen ein bisschen stärker sein würden. Aber am Ende reichte es nur zu Platz fünf. Mit Blick auf die Gesamtwertung kann ich jedoch zufrieden sein.“

Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
6. Platz
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das ist ein vernünftiges Ergebnis. Ich muss mit einem Punkteresultat zufrieden sein. Es ist natürlich immer schade, wenn man als Fünfter startet und sich nicht verbessern kann. Aber unter Rennbedingungen war die Pace heute leider nicht ganz wie sie hätte sein sollen. Das Qualifying war gut. Deshalb können wir zufrieden abreisen. Hoffentlich läuft es am Nürburgring noch etwas besser.“
 
 
Gary Paffett (34 Jahre, England):
13. Platz
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Von Startplatz elf war klar, dass es schwierig werden würde. Zudem hatte ich Pech am Start. Molina hat sich vor mir gedreht und ich musste durch das Kiesbett ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Dadurch habe ich viele Plätze verloren. Später hat sich Mortara verbremst und mich erneut aus dem Rennen geworfen. Dabei habe ich wiederum viele Positionen verloren.“
Daniel Juncadella
Foto: Jens Hawrda
Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):
15. Platz
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Nach den Zwischenfällen in der ersten Runde war ich Letzter. Danach war meine Pace richtig gut. Ich war viel schneller als meine Vorderleute und konnte sie überholen. Diese Pace konnte ich weitergehen und zu einem Zeitpunkt war ich so schnell wie der Führende. Deshalb bin ich enttäuscht, dass ich mich heute Morgen nicht besser qualifiziert habe. Wir müssen noch analysieren, was da schief gelaufen ist. Wenn man vom 22. Platz startet, kann man nicht viel mehr ausrichten.“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
16. Platz
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich hatte einen relativ guten Start und dachte, dass ich vielleicht eine Chance auf Punkte haben könnte. Aber leider wurde ich auf einer der Runden nach dem Re-Startz von hinten getroffen. Danach war mein Auto zu stark beschädigt. Damit war es wieder ein Wochenende zum Vergessen. Auf geht’s zum Nürburgring.“

Lucas Auer (21 Jahre, Österreich):
17. Platz
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Natürlich hatte ich mir das zweite Rennen anders vorgestellt. Mit Startplatz 17 war ich halbwegs zufrieden, zumal ich ja gestern auch einige Plätze gutmachen konnte. Jetzt wurde ich allerdings in der ersten Kurve schon in eine Kollision verwickelt und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Im Rennen konnte ich dann wieder etwas aufholen, aber leider kam ich in der Schlussphase von der Strecke ab. Was genau die Ursache war, müssen wir jetzt zusammen mit dem Team analysieren. Beim Anbremsen haben die vorderen Räder blockiert, und dann war ich nur noch Passagier. Es geht mir soweit gut, die Sicherheitskräfte haben sich sehr gut um mich gekümmert, aber wir haben entschieden, dass es besser ist, mich im Krankenhaus noch einmal durchchecken zu lassen.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
18. Platz
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Bis zu meinem Boxenstopp war es ein gutes Rennen. Ich lag auf Position 14 und hatte eine gute Pace. Leider habe ich dann beim Losfahren den Motor abgewürgt. Deswegen kam ich hinter Timo Scheider auf die Strecke zurück. Ich dachte jedoch, dass es so weitergehen würde wie vor dem Stopp. Da fühlte ich mich sehr gut und habe einige Autos überholt. Leider lief es auf dem gebrauchten, zweiten Reifensatz nicht mehr optimal. Daher konnte ich nicht mehr attackieren und habe einige Positionen verloren. Am Ende habe ich meinen Platz gegen Mike Rockenfeller verteidigt. Das war ein harter Kampf.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
21. Platz
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Der Tag hat eigentlich ganz gut angefangen. Im Qualifying haben wir einen Schritt nach vorne gemacht und ich habe mich im Auto wohl gefühlt. Im Rennen ist dann aber leider von der ersten Runde an nichts richtig gelaufen. Ich war einfach zu langsam. Ein Wochenende zum Vergessen.“

DTM: Reaktionen der BMW-Piloten nach dem Rennwochenende von Oschersleben

Tom Blomqvist jüngster Sieger eines DTM Rennens in der Geschichte
Foto: Jens Hawrda
Tom Blomqvist (BMW Team RBM, So.: 1. Platz, Sa.: 7. Platz):
„Ich bin unglaublich glücklich. Das ist der vielleicht größte Tag meiner bisherigen Karriere. Bereits in meiner Rookie-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist fantastisch. Ich habe zu Beginn der Saison schnell gemerkt, wie hart es ist, in der DTM erfolgreich zu sein. Nun hat an diesem Wochenende einfach alles zusammengepasst, und ich habe es geschafft, das auszunutzen. Das hat Lust auf mehr gemacht.“

Augusto Farfus (BMW Team RBM, So.: 2. Platz, Sa.: 4. Platz):
„Ich bin sehr glücklich mit diesem Wochenende: Ich konnte 30 Punkte sammeln und in der Fahrerwertung einen großen Sprung nach vorn machen. Ich freue mich auch sehr für Tom Blomqvist. Er ist heute buchstäblich geflogen und hat sich seinen ersten Sieg verdient. Ich hatte am Start leichte Probleme mit der Kupplung und musste ihn ziehen lassen. Dass es am Ende sogar mit dem Doppelsieg für unser Team geklappt hat, ist fantastisch.“

Marco Wittmann (BMW Team RMG, So.: 3. Platz, Sa.: 6. Platz):
„Das war ein Traumergebnis heute für mich. Ich hatte einen super Start, bei dem ich gleich an zwei vor mir platzierten Autos vorbeigehen konnte. Nach dem Boxenstopp habe ich António Félix da Costa unter Druck setzen und überholen können. Unser Ziel war es, auf das Podium zu fahren. Das haben wir mit Platz drei geschafft. Heute haben wir nach dem zweiten Vierfachsieg von BMW Grund zu feiern. Glückwunsch auch an Tom Blomqvist zum ersten DTM-Erfolg. Das war einen tolle Leistung von ihm.“
Antònio Felix da Costa
Foto: Jens Hawrda
António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, So.: 4. Platz, Sa.: 3. Platz):
„Das war eines meiner schwierigsten Rennen in dieser Saison. Es ist nicht leicht, einen so schnellen Mann wie Pascal Wehrlein hinter sich zu halten, aber ich habe keinen Fehler gemacht und so meine Position verteidigt. Leider hatte ich diesmal nicht ganz den Speed meiner BMW Fahrerkollegen an der Spitze und konnte deshalb nicht auf das Podium fahren. Insgesamt war das aber für mich ein sehr gutes und konstantes Wochenende. Darauf kann ich aufbauen. Glückwunsch an Tom Blomqvist zum Sieg in seiner Rookie-Saison.“
Timo Glock siegte am Sonnabend
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (BMW Team MTEK, So.: 7. Platz, Sa.: 1. Platz):
„Unsere Pace am Samstag war besser als am Sonntag, doch wir haben erneut Punkte gesammelt. Das war eine gute Leistung. Der Sieg am Samstag war aber natürlich sensationell. Vielen Dank an mein Team für dieses großartige Wochenende. Glückwunsch an Tom Blomqvist zu seinem Sieg. Er war heute wie vom anderen Stern unterwegs. Generell hat BMW wieder das Maximum aus seinen Möglichkeiten gemacht. Nun hoffe ich, dass wir auch am Nürburgring gut unterwegs sein werden. Wir geben auf jeden Fall alles.“

Maxime Martin (BMW Team RMG, So.: 9. Platz, Sa.: 11. Platz):
„Am Sonntag hatten wir die Pace, um weiter vorn zu fahren, aber leider steckte ich nach einem guten Start im Mittelfeld fest. Außerdem habe ich beim Boxenstopp eine Position verloren. Trotzdem ist es ein gutes Ergebnis, wenn man von Startplatz 14 noch in die Punkteränge fährt. Der Speed des Autos scheint wieder da zu sein. Glückwunsch an meine BMW Fahrerkollegen auf dem Podium.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK, So.: 10. Platz, Sa.: 2. Platz):
„Das Sonntagsrennen habe ich eigentlich schon im Qualifying verloren, als ich aufgehalten wurde und deshalb nur den zehnten Startplatz holen konnte. Von dort ist es auf so einer Strecke, auf der man kaum überholen kann, unmöglich, noch weit nach vorn zu kommen. Zudem war der Speed meines Autos am Sonntag auch nicht so gut wie am Samstag. Wir müssen also mit Blick auf den Rest der Saison schauen, dass wir unseren Speed konstanter zeigen können.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, So.: 20. Platz, Sa.: 8. Platz):
„Das war natürlich ein enttäuschendes Ende dieses Rennens. Ich hatte einen fantastischen Start und hätte heute viele Punkte holen können. Das hat die Durchfahrtsstrafe dann leider zunichte gemacht. Insgesamt war das für mich erneut ein hartes Wochenende. Glückwunsch an BMW und meine Fahrerkollegen zu den beiden Vierfachsiegen an diesem Wochenende.“

Montag, 14. September 2015

DTM: Nachgefragt bei ... Hans-Joachim Stuck

Der DTM-Champion des Jahres 1990 über seine Erlebnisse am Steuer des Audi-RS-5-DTM-Renntaxis.
H.-J. Stuck beeindruckt von den aktuellen DTM-Rennautos
Foto: Audi-Motorsport
Sie durften im Rahmen des DTM-Wochenendes in Oschersleben erstmals ein modernes DTM-Rennauto fahren. Ihre Eindrücke?

Es war einfach unglaublich. Wenn ich hundert Daumen hätte, würden alle hundert nach oben zeigen. So eindrucksvoll hätte ich mir ein modernes DTM-Auto nicht vorgestellt. Am Freitag bin ich ein paar Runden gefahren, um mich einzuschießen. Da waren die Reifen und die Bremsen noch nicht richtig auf Temperatur. Richtig klasse war es am Sonntag: Je länger du fährst, desto besser funktionieren die Bremsen und auch die Reifen kommen auf Betriebstemperatur. Du bekommst noch mehr Grip und kannst noch früher aufs Gas gehen. Ich habe sogar ein paar coole Drifts hinbekommen. Aber klar ist auch, dass sich ein Rennfahrer immer mehr Leistung wünscht. So 100 PS mehr würden einem DTM-Auto nicht schaden.
Hans-Joachim Stuck gemeinsam mit Mattias Ekström bei einer Autogrammstunde im Fahrerlager
Foto: Audi-Motorsport
Sehen Sie die DTM nach dieser Erfahrung mit anderen Augen?

Was das Fahren angeht mit Sicherheit: Das ist extrem hart für die Fahrer. Es gibt nicht viel Raum, um sich persönlich zu profilieren. Hier geht es um das berühmte Tausendstel. Du darfst keinen einzigen Fehler machen, sonst bist du schon Fünfter. Chapeau vor all den jungen Burschen, die da ´rumpfeifen. Das sind tolle Jungs! Aber ich muss sagen: Mir hat es auch getaugt!

Sie mussten am Wochenende in Oschersleben auch viele Autogramme schreiben. Hat Sie die Resonanz gefreut?

Ich weiß das sehr zu schätzen, dass meine Fans da waren – Danke an alle! Man sagt ja: Applaus ist des Künstlers Brot.

Würden Sie das Audi RS 5 DTM Renntaxi wieder fahren?

Auf jeden Fall! Immer gerne! Audi braucht mich nur anzurufen. In diesem Jahr geht es leider nicht mehr, aber im nächsten Jahr gerne, gerne, gerne!