Freitag, 12. August 2022

DTM-Trophy-Talent Theo Oeverhaus absolviert Gaststart in der DTM

  • DTM: 17-jähriger Theo Oeverhaus geht am Nürburgring an den Start
  • Dreier-Team: Oeverhaus wird Kollege von Muth und Wittmann bei Walkenhorst Motorsport
  • Doppelter Einsatz: Der Osnabrücker startet sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy

Vorfreude auf den DTM Einsatz bei Theo Oeverhaus
Foto: dtm.com

Theo Oeverhaus absolviert vom 26. bis 28. August bei der DTM auf dem Nürburgring powered by Mercedes-AMG einen Gaststart in der DTM und damit sein erstes Rennen in der Top-Liga. Oeverhaus, bereits seit 2021 in der Talentschmiede DTM Trophy etabliert, pilotiert bei seinem Gaststart einen BMW M4 des Teams Walkenhorst Motorsport aus Melle bei Osnabrück, wird Teamkollege von Esteban Muth (BEL) und Marco Wittmann (GER). Damit schreibt Oeverhaus in der 36. Saison der DTM als jüngster Fahrer der Traditionsserie Geschichte. Folglich löst er Pascal Wehrlein ab, der 2013 in Hockenheim als 18-Jähriger seine DTM-Premiere erlebte.

„Ich freue mich sehr über die Chance und das Vertrauen der DTM als jüngster Fahrer der Geschichte an den Start gehen zu dürfen“, sagt der Osnabrücker. „Es wird ein hartes Wochenende für mich, da ich auch in der DTM Trophy starten werde. Dennoch freue ich mich sehr darauf zu zeigen, wie gut man über die Nachwuchsserien BMW M2 Cup und DTM Trophy in die hochkarätige DTM aufsteigen kann. Ein großes Danke geht an Walkenhorst Motorsport, die mich sowohl in der DTM Trophy als auch in der DTM unterstützen.“

Seinen ersten Sieg in der DTM Trophy feierte Theo Oeverhaus im Oktober 2021 in Hockenheim im Walkenhorst BMW. Auch in der laufenden Saison gelang Oeverhaus bereits ein zweiter Platz am Lausitzring sowie ein Sieg am Norisring. Das Nachwuchstalent belegt in der Fahrerwertung aktuell mit 76 Punkten den dritten Platz. Auch im Markenpokal BMW M2 Cup, der regelmäßig auf der DTM-Plattform ausgetragen wird, geht Oeverhaus immer wieder erfolgreich an den Start. Erste GT3-Erfahrung konnte er bereits bei einem Rennen sowie Tests sammeln. Auch ein DTM-Test steht vor dem DTM-Debüt noch an.

Martin Tomczyk, Representative Brand & Sports: „Für einen Gaststart war uns wichtig, dass Theo etwas Erfahrung auf dem Auto mitbringt. Dies hat er kürzlich beim Langstreckenklassiker in Spa bewiesen. Es gefällt mir gut, wie er sich entwickelt. Theo hat sich in kurzer Zeit in Kombination mit dem BMW M2 Cup in der DTM Trophy bewährt und bekommt nun die Chance, sein Können in der DTM zu zeigen. Das ist genau die Entwicklung, die ich mir für junge Fahrer wünsche. Auch die Synergien, die das Team auf der DTM-Plattform nutzt, finde ich klasse.“

Walkenhorst Motorsport-Team-Manager Niclas Königbauer ergänzt: „Es macht uns als Team stolz und bringt uns große Freude Theo vom Kartsport bis in die DTM so erfolgreich begleiten zu können. Ich bin sehr gespannt, wie er sich in seinem ersten GT3-Sprintrennen schlagen wird. Und natürlich hoffe ich, dass wir auch in Zukunft weitere junge Talente auf der einmaligen DTM-Plattform sehen und wir ein Teil der Erfolgsgeschichte sein dürfen.“

Nach dem Kartsport wechselte Oeverhaus in die Einsteiger-Rennserie BMW 318i Cup, wurde 2020 Junior-Meister. Unterstützt wird der 17-Jährige bei seinem DTM-Debüt wie auch in der DTM Trophy von Rennfahrer-Legende Jörg Müller.  


Sonntag, 7. August 2022

Mercedes-AMG dominiert am Nürburgring im ADAC GT Masters

  • Jules Gounon und Fabian Schiller feiern auf dem Nürburgring zweiten Saisonsieg
  • Sven Müller und Joel Sturm krönen tolle Aufholjagd mit Platz drei
  • 23.500 Fans am Nürburgring sorgen für vierten Besucherrekord in Folge

Schiller (l.) und Gounon siegen am Sonntag am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Das Drago Racing Team ZVO mit Jules Gounon (27/F) und Fabian Schiller (24/Troisdorf) hat am Sonntag einen spannenden achten Lauf im ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gewonnen. Schlussfahrer Fabian Schiller überquerte im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4 nach 42 Runden als Erster die Ziellinie und sorgte damit für den zweiten Sieg von Mercedes-AMG an diesem Rennwochenende des ADAC GT Masters. „Es war ein tolles Rennen. Unser Wagen lief fantastisch und wir hatten eine gute Pace. Am Samstag waren wir Dritter, jetzt der Sieg – ich bin total glücklich“, so der 24-Jährige. 23.500 Fans sahen spektakulären und spannenden Motorsport, erlebten actionreiche Rahmenserien und sorgten für einen weiteren Besucherrekord in der Deutschen GT-Meisterschaft am Nürburgring.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 8 von 14

Streckenlänge: 3.629 Meter

Wetter: 20,4 Grad, sonnig

Pole-Position: Maro Engel (Mann-Filter Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 Evo #48), 1:25,621 Min.

Sieger: Gounon/Schiller (Drago Racing Team ZVO, Mercedes-AMG GT3 Evo #4)

Schnellste Rennrunde: Ben Green (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #10), 1:26,868 Min.

In der ersten Hälfte des Rennens sah es nach einer Kopie vom Samstag aus. Pole-Setter Maro Engel (36/Monte Carlo) lag wie Raffaele Marciello (27/I) am Vortag im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf in Führung. Jules Gounon hielt jedoch Tuchfühlung zu seinem Markenkollegen, der zweite Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team Landgraf mit Frank Bird (22/GB) am Steuer folgte auf Platz drei. Auch nach dem Pflicht-Boxenstopp blieb diese Reihenfolge vorerst bestehen. Dann erwischte es den führenden Raffaele Marciello. Wegen Blockierens von Verfolger Schiller in der Boxengasse wurde der Mercedes-AMG-Werksfahrer mit einer Penaltylap bestraft und musste Fabian Schiller, der das Steuer von Jules Gounon übernommen hatte, vorbeiziehen lassen. Dieser kontrollierte an der Spitze das Rennen und fuhr nach einer fehlerlosen Vorstellung mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den zweiten Saisonsieg für sein Team sicher vor Marciello nach Hause.

Joel Sturm (20/Brühl) von Allied-Racing krönte im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 22 erneut eine taktische Meisterleistung mit Platz drei. Sein Fahrerkollege Sven Müller (30/Bingen) hatte sich nach einem Blitzstart schon in der ersten Runde vom zwölften auf den fünften Rang vorgekämpft. Ein früher Boxenstopp und die Strafe des vor ihm liegenden Mercedes-AMG sicherten dem Porsche-Duo den letzten Podiumsplatz.

Des einen Glück war des anderen Pech. Auf Platz drei liegend erhielt Elias Seppänen (18/FIN), der das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 Evo #84 mit Frank Bird getauscht hatte, wegen einer zu kurzen Boxen-Standzeit ebenfalls eine Strafe und musste sich schließlich mit Rang vier begnügen. Dagegen lief es für die Kombination Maximilian Götz (36/Uffenheim) und Ezequiel Perez Companc (27/RA) im Mercedes-AMG GT3 Evo #90 sehr gut. Das Duo von Madpanda Motorsport konnte neun Plätze gut machen und wurde Fünfter – das bisher beste Ergebnis für das Team aus Spanien im ADAC GT Masters. Beste Lamborghini-Piloten waren Konsta Lappalainen (20/FIN) und Mick Wishofer (22/A) von Emil Frey Racing auf Rang sechs. Dahinter kamen Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) von Rutronik Racing im schnellsten Audi R8 LMS GT3 Evo II als Siebte ins Ziel. Tollen Kampfgeist zeigten Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) von Emil Frey Racing, die mit ihrem Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 zehn Plätze gut machten und den Sonntagslauf auf Platz acht beendeten. Auch die Paarung Jesse Krohn (31/FIN) und Nicky Catsburg (34/NL) von Schubert Motorsport zeigte Biss und kämpfte sich im BMW M4 GT3 #20 vom vorletzten Platz auf Rang neun vor. Die Top-Ten komplettierten Maximilian Paul (22/Dresden) und Marco Mapelli (35/I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #71 von Paul Motorsport.

Stimmen der Sieger

Jules Gounon: 

„Meine Karriere hat am Nürburgring begonnen. Deshalb ist es umso schöner, hier meinen insgesamt zehnten ADAC GT Masters-Sieg feiern zu können. Wir hätten lieber auf der Strecke im Zweikampf gewonnen, aber so ist Motorsport, da gibt es eben Regeln. Diesen Erfolg nehme ich gern mit.“

Fabian Schiller: 

„Natürlich war es für den vor uns liegenden Raffaele Marciello bitter, eine Strafe zu bekommen. Er ist vor mir aus der Box gefahren und sehr langsam geworden. Warum, weiß ich nicht, aber so etwas wird eben bestraft.“


Dritter Saisonsieg für Honda-Pilot Andersen

  • Andersen führt die Gesamtwertung mit 29 Punkten Vorsprung an
  • Kircher schnellster Junior, Radermecker bester Trophy-Pilot


Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) feiert auf dem Nürburgring das perfekte Wochenende. Nach zwei Pole-Positions und dem Sieg im Samstagsrennen, hat der Däne auch das ADAC TCR Germany Rennen am Sonntag gewonnen und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Nach acht von 14 Rennen führt der 27-jährige die Tabelle mit 29 Punkten Vorsprung an. Zweite im Klassement ist Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau), die 1,944 Sekunden hinter Andersen als Zweite ins Ziel kam. Junior-Pilot René Kircher (21, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) komplettiert das Podest auf dem dritten Platz.

„Es war ein perfektes Wochenende, mehr geht nicht. Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht und das Auto war richtig gut“, freut sich Andersen über seinen dritten Saisonsieg. „Jessica hatte einen guten Start, aber ich bin wieder vorbeigekommen und konnte das Rennen kontrollieren. Es war ein wirklich guter Tag.“

Bäckman gewinnt den Start – Andersen schlägt zurück

Auf den ersten Metern war Bäckman die schnellere Pilotin und so schnappte sich die Schwedin Andersen noch vor der ersten Kurve. Der Däne ließ sich davon jedoch nicht beirren und holte sich seinen Platz nur eine Runde später zurück. Von da an kontrollierte der Führende der Gesamtwertung das Geschehen und fuhr seinem dritten Saisonsieg ungefährdet entgegen. Auch Bäckman auf Position zwei zeigte ein gutes Rennen, sodass sie ihren Hyundai Veloster als Zweite ins Ziel brachte.

„Das Auto fühlte sich heute besser an als gestern. Ich hatte einen guten Start, habe aber zu Beginn ein wenig nach dem Grip gesucht“, beschreibt Bäckman das Geschehen in den ersten Runden. „Ich bin glücklich mit den beiden Podestplätzen an diesem Wochenende. Auch wenn Martin nicht zu schlagen war, habe ich gute Punkte eingefahren.“

Weiter hinten war beim Start eine Menge los. Während Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler) beim Start zunächst stehen blieb, gab es zwischen Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) eine Berührung, die zu einem Dreher des Audi-Piloten führte.

Sing schnappt sich Jahr - Junioren müssen das Auto abstellen

In den folgenden Runden beruhigte sich das Renngeschehen ein wenig, aber dennoch blieb es weiterhin spannend. Hinter den besten drei steuerte Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) seinen Hyundai i30 als vierter ins Ziel. Für den Litauer war es ein insgesamt erfolgreiches Wochenende. Auf den Plätzen fünf und sechs ging es lange hin und her, ehe Patrick Sing vor der Schikane an Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) vorbeizog und sich den fünften Platz sicherte. Jahr kam in seinem Hyundai Veloster als siebter ins Ziel.

Zwischen die beiden Hyundai-Piloten schob sich kurz vor Schluss noch Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR, der erneut bester Pilot der Trophy-Wertung war. Roland Hertner kam als neunter ins Ziel und Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi RS3 sah als neunter die Ziellinie.

Die drei Junioren Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) mit einem defekten Getriebe und Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) und Marco Butti (17, Italien, Elite Motorsport) mit defekten Antriebswellen kamen nicht ins Ziel.

Bereits ins zwei Wochen geht es in der ADAC TCR Germany weiter. Am Wochenende vom 19. bis zum 21. August gastiert die Tourenwagenserie des ADAC im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem DEKRA Lausitzring.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

René Kircher (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau, Dritter): „Der dritte Platz ist ein super Ergebnis. Es war ein hartes Rennen, da ich ein paar Probleme hatte die Reifen und die Bremsen zu managen, aber ich bin sehr zufrieden. Mit dem zweiten Platz von Jessica war es auch für das Team ein super Ergebnis.“

Maro Engel feiert erste Pole-Position im ADAC GT Masters

Maro Engel holt Pole für's Sonntagsrennen am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Doppel-Pole für die Mamba auf dem Nürburgring. Am Samstag war Halbzeitmeister Raffaele Marciello (27/I) vom Mann-Filter Team Landgraf mit einem neuem Qualifyingrekord Schnellster des Zeittrainings. Sein Fahrerkollege Maro Engel (36/Monte Carlo) holte sich am Sonntag im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 48 den Pirelli Pole Position Award. In der zehnten Runde gelang dem Mercedes-AMG-Werkspilot mit 1:25,621 Minuten die Bestzeit, die von keinem anderen Fahrer mehr getoppt werden konnte.

„Ich fühle mich auf dem Nürburgring einfach wohl und bin glücklich über diese Pole-Position. Das Auto läuft seit Donnerstag fantastisch, das Team hat einen tollen Job gemacht. Es war sehr eng an der Spitze, aber der Reifen hatte zum Schluss seinen Peak und ich konnte meine schnelle Runde fahren“, so Maro Engel, der damit die erste Pole-Position im ADAC GT Masters feierte.

Nur 0,075 Sekunden langsamer als der Pole-Setter war Ben Green (24/GB) von Schubert Motorsport. Mit dieser hervorragenden Leistung betrieb der junge Brite Schadensbegrenzung, denn wegen drei Verwarnungen wird der BMW M4 GT3 #10 um fünf Startplätze zurückversetzt. Nutznießer sind Jules Gounon (27/F) und Fabian Schiller (24/Troisdorf) im Mercedes-AMG GT3 Evo #4 vom Drago Racing Team ZVO und das Duo Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (22/GB) vom Mann-Filter Team Landgraf in der Junioren-Mamba. Die Dritten und Vierten des Zeittrainings rücken je einen Platz auf. Auch Christopher Haase (34/Kulmbach), der sich kurz vor Schluss im Audi R8 LMS GT3 Evo II #28 von Montaplast by Land-Motorsport Rang fünf sicherte, konnte sich nicht über seine Platzierung freuen, sondern muss das Rennen wegen einer Strafe im Samstagslauf als Zehnter aufnehmen. Damit stehen Jan Marschalkowski (19/Inning) und Luca Stolz (27/Brachbach) im Mercedes-AMG GT3 Evo #8 sowie Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) im Lamborghini Huracán GT3 Evo # auf den Startplätzen vier und fünf.

Bei Streckentemperaturen von 18 Grad dauerte es am Sonntagmorgen auf dem Nürburgring mehrere Runden lang, ehe die Reifen angewärmt waren und die Zeitenjagd beginnen konnte. Ben Green setzte als erster Fahrer Akzente und fuhr nach der Hälfte des Qualifyings Spitzenzeiten. Danach wechselte die Führung mehrfach, ehe sich Maro Engel mit der Mamba endgültig die Pole-Position sicherte.

Quelle: adac-motorsport.de

Samstag, 6. August 2022

Andersen siegt und ist Halbzeitmeister der ADAC TCR Germany

  • Start-Ziel-Sieg für Honda-Pilot Andersen
  • Karklys und Bäckman komplettieren das Podium
  • Ladniak bester Junior, Radermecker schnellster Trophy-Pilot

Martin Andersen krönt sich zum Halbzeitmeister der ADAC TCR Germany
Foto: ADAC-Motorsport

Grund zur Freude bei Martin Andersen (27, Dänemark) und dem Liqui Moly Team Engstler. Der Vizemeister des Vorjahres hat das Samstagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring gewonnen und sich zum Halbzeitmeister der Serie gekrönt. Der Däne führt die Gesamtwertung nach sieben Rennen mit 22 Punkten Vorsprung an. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich Andersen knapp gegen Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) durch, der 0,274 Sekunden hinter dem Honda-Piloten die karierte Flagge sah und das Rennen in seinem Hyundai i30 auf dem zweiten Platz beendete. Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) kam 2,023 Sekunden nach Karklys ins Ziel und machte das Podium der ADAC TCR Germany perfekt.

„Es war ein super hartes Rennen, da Jonas Karklys bis zum Ende alles gegeben hat. Wir mussten um jeden Zentimeter kämpfen, deshalb fühlen sich die 25 Punkte nochmal besser an. Wir haben den Speed und sind glücklich mit der bisherigen Saison“, freut sich Andersen über seinen zweiten Saisonsieg. „Am Ende haben meine Reifen etwas nachgelassen, weshalb Karklys immer näher kam und wir nochmal kämpfen mussten. Es war ein cooles Rennen.“

Andersen setzt sich ab – Bäckman kämpft gegen Ladniak

Vom Start weg war Martin Andersen der schnellste Pilot auf der Strecke. Dahinter konnte Jonas Karklys beim Start ein missglücktes Überholmanöver von Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) ausnutzen. Der Pole, der das Rennen als bester Junior auf P4 beendete, wollte seinen Teamkollegen Andersen angreifen, der aber wiederum die Tür zumachte. Karklys war der lachende Dritte und schob sich an Ladniak vorbei. Für Karklys war es der erste Podestplatz seit dem zweiten Saisonrennen in Oschersleben. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Litauer nach dem Rennen: „Ich hatte einen sehr guten Start und auch insgesamt ein gutes Rennen. Am Ende hatte ich die bessere Pace, aber ich wollte nichts riskieren. Der zweite Platz ist ein sehr gutes Ergebnis. Wir hatten zuletzt nicht die Pace, aber heute war sie da und wir können endlich wieder ganz vorne mitfahren.“

Hinter Andersen und Karklys kämpften Ladniak und Bäckman lange um den dritten Platz. Nachdem es sechs Runden lang hin und her ging konnte sich die Schwedin durchsetzen und machte Jagd auf die ersten zwei. Am Ende ging Bäckman jedoch die Zeit aus, sodass sie zwei Sekunden hinter der Spitze als Dritte ins Ziel fuhr. „Es war ein gutes Rennen. Ich hatte viele Duelle und musste viel kämpfen. Ich war am Ende sehr schnell, aber es war zu wenig Zeit übrig. Ich hatte auf ein paar Runden mehr gehofft, aber so funktioniert Racing nicht. Morgen will ich unbedingt ein besseres Qualifying fahren, sodass ich von Beginn an vorne mit dabei bin.“

Teamkollegen kommen sich in die Quere

Weiter hinten im Feld kam es zu einem Duell zwischen den beiden ROJA-Fahren Robin Jahr (31, Potsdam) und René Kircher (21, Hünfeld). Beide kamen sich im Zweikampf zu nah, was für das Team schlecht endete. Robin Jahr erhielt für den Zwischenfall eine Durchfahrtsstrafe und Kircher musste mit einem Platten an die Box. Jahr beendete das Rennen schließlich als achter, Kircher wurde Zwölfter.

Ein überzeugendes Rennen absolvierte Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30. Der 30-jährige, der bereits in den Trainingssession gute Zeiten fuhr, beendete das Rennen auf dem fünften Platz und fuhr damit sein zweitbestes Ergebnis der laufenden Saison ein. Hinter Sing kam Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR als sechster und bester Trophy-Pilot ins Ziel. Der siebte Platz ging an Junior-Gaststarter Marco Butti (17, Italien, Elite Motorsport) im Audi RS3. Hinter Robin Jahr auf dem achten Platz komplettierten Audi-Pilot Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) und Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) die Top-10.