Freitag, 1. Oktober 2021

Mercedes-AMG-Pilot Jules Gounon glänzt mit erster Bestzeit auf dem Sachsenring

  • Ex-Meister fährt Bestzeit im 1. Freien Training der deutschen GT-Meisterschaft
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
  • Zahlreiche Fahrerwechsel im Starterfeld

Schnellster im ersten Freien Training: Jules Gounon
Foto: ADAC-Motorsport

Ex-Meister Jules Gounon (26/F, Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) fuhr im ersten Freien Training der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Sachsenring die Bestzeit und knüpfte damit an seine Leistung beim vorangegangenen Lauf auf dem Lausitzring an. Dort gelang dem Franzosen zuletzt die Pole-Position, der Sieg und die schnellste Rennrunde. Hinter dem Mercedes-AMG-Werksfahrer platzierten sich Porsche- und Audi-Fahrer. Die beiden Rennen auf dem Traditionskurs werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Jules Gounon setzt erste Bestzeit am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

1.18,887 Minuten betrug am Ende die Bestzeit von Gounon, der sich das Fahrzeug mit Igor Waliłko (24/PL) teilt. Damit war er der einzige Pilot, der unter 1.19 Minuten fuhr. „Die Zeit bedeutet eigentlich nicht wirklich etwas. Wir sind mit neuen Reifen rausgefahren, was nicht alle Teams gemacht haben“, so der Meister von 2017. „Ich freue mich immer, zum Sachsenring zurückzukehren. Denn hier begann eigentlich meine GT3-Karriere, als ich 2016 meinen ersten Sieg im ADAC GT Masters eingefahren habe. Daher ist es immer sehr emotional für mich, hier zu fahren. Ich fühle mich immer besser im Mercedes-AMG, den ich in diesem Jahr das erste Mal fahre. Wir wollen natürlich auch diesmal ein gutes Ergebnis einfahren, aber wir müssen bescheiden bleiben, hart arbeiten und kämpfen. Im Qualifying werden wir dann sehen, wo wir stehen.“

0,285 Sekunden hinter Gounon platzierte sich Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet (26/F, SSR Performance), der sich den 911 GT3 R mit Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) teilt. Rang drei ging in der einstündigen Sitzung mit 1.19,196 Minuten an den Audi R8 LMS von Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece). Platz vier holte sich ein weiterer Porsche: Thomas Preining (23/A) und Christian Engelhart (34/Starnberg, beide Küs Team Bernhard) gelang eine persönliche Bestzeit von 1.19,219 Minuten, die Top fünf vervollständigten Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) im besten Lamborghini Huracán GT3 Evo mit 1.19,242 Minuten.

Audi-Werksfahrer bei Rutronik Racing by Tece

Der Italiener Mattia Drudi (23) vertritt auf dem Sachsenring bei Rutronik Racing by Tece Pierre Kaffer (44/Schlieren). Der Audi-Werkspilot teilt sich den Audi R8 LMS mit der Startnummer 11 mit Stammpilot Elia Erhart (33/Röttenbach). Für Drudi ist es der erste Auftritt auf der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn. „Es ist keine einfache Strecke“, so Drudi. „Sie ist sehr herausfordernd, da sie bergab und bergauf geht und die Reifen sehr beansprucht. Sie macht aber viel Spaß. Es ist schön, nach zwei Jahren wieder zurück im ADAC GT Masters zu sein. Ich möchte Elia im Kampf um den Titel in der Pirelli-Trophy-Wertung helfen, aber natürlich möchten wir auch in der Gesamtwertung gut aussehen.“

Rennsieger wieder bei MRS GT-Racing

Mit dem Schweden Erik Johansson kehrt ein ehemaliger Rennsieger in das ADAC GT Masters zurück. Der 24-Jährige startet für den Rest der Saison im Porsche 911 GT3 R von MRS GT-Racing. Für den Rennstall aus Lonsee ist Johansson ein alter Bekannter: 2020 gewann er mit dem Team von Karsten Molitor und Iris Dorr das Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring. In dieser Saison startete er bisher für MRS im nordamerikanischen Porsche Carrera Cup.

Fahrerrochade bei Lamborghini-Teams

Die sächsische Mannschaft T3 Motorsport startet an diesem Wochenende mit einem neuen Line-up: Stammpilot Maximilian Paul (21/Dresden) teilt sich beim Heimspiel des Teams den Lamborghini Huracán GT3 Evo mit Werksfahrer Marco Mapelli (34/I). Pauls bisheriger Partner Hugo Sasse (17/Aschersleben) wechselte dagegen zum GRT Grasser Racing Team, mit dem er auch die verbleibenden Rennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring bestreiten wird. Dort teilt er sich den Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 82 mit Tim Zimmermann (24/Lochau).

Donnerstag, 30. September 2021

Interview mit Ralf Schumacher

Vom Rennfahrer zum Winzer und Serienpartner der Deutschen GT-Meisterschaft

  •     Schumacher Selection seit zwei Jahren Partner des ADAC GT Masters
  •     Schumacher: „Ideale Rennserie, um Marke bekannt zu machen“
  •     Ex-Formel-1-Star leitet Team in der ADAC Formel 4

Vom Rennfahrer zum Winzer: Ralf Schumacher
Foto: ADAC-Motorsport


Beim schönsten Moment eines jeden Rennens der Deutschen GT-Meisterschaft kommt Ex-Formel-1-Star Ralf Schumacher (46) ins Spiel. Wenn die Sieger des ADAC GT Masters nach der Pokalübergabe mit der traditionellen Champagnerdusche feiern, machen sie das mit Schumacher Selection – einem Schaumwein vom siebenfachen Grand-Prix-Sieger. Bereits seit 2019 werden Siege im ADAC GT Masters mit Schumacher Selection gefeiert, so auch am kommenden Wochenende (1.–3. Oktober) bei den Rennen auf dem Sachsenring. Im Interview erzählt Schumacher, wie seine Leidenschaft zum Wein entstand und spricht über den Nachwuchs im Motorsport, den er mit einem eigenen, sehr erfolgreichen Team in der ADAC Formel 4 fördert. Die beiden Rennen auf dem Traditionskurs werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Wie wird man vom Rennfahrer zum Winzer?

Ralf Schumacher: „Im Motorsport kommt man auf dem Podium ja immer mit Champagner in Verbindung. Hinzu kommt, dass ich schon immer eine Leidenschaft für guten Wein hatte. Als ich für mein Restaurant Schumacher’s in Bergheim einen guten Wein brauchte, bin ich auf das Weingut Klet Brda in Slowenien gestoßen. Man gab mir zum Probieren einen Weißwein der Sorte Ribolla Gialla. Ich war überrascht, wie gut er war, denn ich hatte von der Sorte vorher noch nie wirklich etwas gehört. Auch die anderen Sorten des Weinguts waren hervorragend und ich entschied, den Wein bei mir im Restaurant zu listen. Nach ein paar weiteren Besuchen beschloss ich, die Zusammenarbeit zu vertiefen. So entstand meine eigene Weinmarke Schumacher Selection.“

Was für Weine haben Sie im Sortiment?

„Die Palette erweitert sich Stück für Stück. Mittlerweile habe ich frische Weißweine, in Eichenfässern gereifte Rotweine, aber auch einen traditionellen Schaumwein und einen Süßwein zur Abrundung des Sortiments im Programm. Wichtig ist mir vor allem, dass ich qualitativ hochwertigen Wein zu einem fairen Preis anbieten kann. Wobei vor allem die Gastronomie im Fokus steht, mein Wein soll etwas exklusives haben und nicht bei jedem Internethändler gelistet sein.“

Mit Ihrem Schaumwein sind Sie Partner des ADAC GT Masters, warum?

„Wie ich schon sagte, im Motorsport gehört die Champagnerdusche bei der Siegerehrung dazu. Ich bin der ADAC GT Masters-Plattform seit Langem verbunden, auch weil dort mein Formel-4-Team, das ich zusammen mit Gerhard Ungar betreibe, an den Start geht. So kamen wir ins Gespräch und die Idee entstand, dass man den Sieg doch eigentlich mit Schumacher’s Selection feiern kann – was mittlerweile seit zwei Jahren passiert. Abgesehen davon hilft es natürlich, die Marke bekannt zu machen, außerdem können VIP-Gäste meine Weine in der Hospitality genießen. Ein stimmiges Konzept also.“

Kommen wir vom Wein zum Motorsport, wie schätzen Sie Ihr Team US Racing in dieser Formel-4-Saison ein?

„Wir sind insgesamt gut in die Saison gestartet. Tim Tramnitz hat zuletzt in Hockenheim den ersten Saisonsieg gefeiert und ist nun Tabellenzweiter. Mit Luke Browning auf Tabellenplatz drei haben wir ein weiteres Eisen im Feuer.“

Welche Ziele haben Sie sich bei US Racing für diese Saison gesteckt?

„Natürlich wollen wir Meister werden, sonst bräuchten wir nicht anzutreten. Aber genauso wichtig ist es, dass wir die jungen Nachwuchstalente gut ausbilden. In der ADAC Formel 4 lernen sie das Handwerkszeug für höhere Serien, die den einen oder anderem hoffentlich in die Formel 1 führen.“

Was ist für einen Nachwuchspiloten wichtig, wenn er das Ziel Formel 1 hat?

„Disziplin, Willenskraft und harte Arbeit. Man muss bereit sein, ständig dazuzulernen, alles aufzusaugen und darf nie satt sein. Natürlich spielt aber auch das Budget eine Rolle.“

Ihr Sohn David ist in Ihre Fußstapfen getreten und hat am Wochenende in Sotchi seine zweite Saison in der FIA-Formel-3-EM beendet, wie zufrieden sind sie mit ihm?

„Es freut mich, dass David seinen Weg im Motorsport macht. In der Formel 3 hat er sich anfangs etwas schwergetan, was aber normal ist. In Spielberg hat er dann seinen ersten Sieg eingefahren, was mich wahnsinnig stolz gemacht hat.“

Ben Green und William Tregurtha kämpfen beide um den Titel der DTM Trophy

  •     171 zu 163 Punkte: Green liegt nur acht Punkte vor Tregurtha
  •     Die beiden Briten haben ein gemeinsames Ziel: die DTM
  •     Was auf der Rennstrecke zählt: Respekt ist der Schlüssel
  •     Live aus Hockenheim: SPORT1 und DTM Grid zeigen beide Rennen

Das britische Titelduell in der DTM Trophy: Ben Green (l.) versus William Tregurtha  © DTM

Der Titel in der DTM Trophy geht ziemlich sicher an einen Briten. Aber an welchen? An Ben Green oder William Tregurtha? Nur acht Punkte trennen die beiden nach zehn Rennen vor dem Double-Header in Hockenheim und am Norisring. 171 zu 163 – so der Punktestand von Green und Tregurtha. Es sind aber nicht einfach zwei Briten, die sich in der hochkarätigen Nachwuchsserie mit seriennahen GT-Sportwagen duellieren, sondern es sind zwei Briten, die im wahren Leben befreundet sind.

Oft reisen Ben Green, der aus Waltham Abbey in Essex stammt, und William Tregurtha, in Bedford zuhause, sogar gemeinsam zu den Events der DTM Trophy an. „Nicht immer, aber immer wenn es Sinn macht“, sagt Green, der einen BMW aus dem Team von FK Performance Motorsport steuert. „Wir reisen zusammen, wenn es günstiger oder einfacher ist, einfach wenn es passt“, so Tregurtha, der mit dem Mercedes-AMG des neuen Teams CV Performance Group auf Punktejagd geht. Die beiden kennen sich ziemlich gut,  sind bereits 2015 gemeinsam in einer Rennserie gefahren, in der britischen Ginetta-Junior-Meisterschaft. „Damals haben wir sogar Daten ausgetauscht“, erinnert sich Tregurtha. Und dann wohnten die beiden sogar gemeinsam in einem Apartment. „Wir haben damals ein großes Apartment für sechs Fahrer gemietet, darunter auch Will und ich, weil wir gemeinsam in Loughborough das Programm der britischen Motorsport-Akademy besucht haben“, erzählt 23-jährige Green, der zwei Jahre älter als sein Widersacher ist. Seit den Anfängen sind die beiden nicht mehr gegeneinander gefahren, erst in dieser Saison wieder in der DTM Trophy. Aus den Augen verloren haben sich die beiden jedoch nie wirklich.

Ben Green war schon im Premierenjahr der DTM Trophy 2020 dabei. Er gewann das zweite Rennen der neuen Serie in Spa-Francorchamps, stand weitere vier Mal auf dem Podium und beendete die Saison als Vierter. Außerdem gewann er die Junior-Trophy und durfte als Lohn dafür in Barcelona einen Test im Audi R8 LMS GT3 absolvieren. „Ich konnte fast zwei Stunden fahren, insgesamt rund 50 Runden“, erzählt Green. „Das war eine tolle Chance, die ich sehr genossen habe.“

Green und Tregurtha fast im Gleichschritt durch die Saison

„Die DTM Trophy ist sehr hart umkämpft, und der Titelkampf wird wohl bis zum Schluß offen bleiben“, rechnet Green damit, dass die Entscheidung erst am Norisring fällt, und dann eher im Sonntag- als im Samstagrennen. Beide, Green und Tregurtha, marschieren beinahe im Gleichschritt durch die Saison: Beide haben zwei Pole-Positions erzielt, beide standen bisher sieben Mal in zehn Rennen auf dem Podium, nur bei den Siegen gibt es einen Unterschied, denn Green gewann bislang dreimal und Tregurtha zweimal. Der drittplatzierte Fahrer, Michael Schrey (GER), hat mit dem BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport bereits einen Rückstand von 59 Punkten. Derzeit sieht alles danach aus, dass die Trophäe ins Vereinigte Königreich entführt werden wird.

„Der Titel wäre unglaublich wertvoll für mich“, so Green, „und ich fühle, dass ich eine große Chance habe, meinen Traum zu verwirklich.“ Tregurtha sieht sich auch dem Team gegenüber verpflichtet: „Der Titel würde die Welt für mich bedeuten, auch für mein Team, das so viel Vertrauen in mich steckt. Es geht nicht nur um mich, es geht auch darum, dem Team etwas zurückzugeben, weil sie mich überhaupt erst hier hin gebracht haben. Ich glaube, meine Chancen sind besser denn jemals zuvor.“

Und danach? Beide lechzen förmlich nach der DTM. „Seit ich in den Rennsport eingestiegen bin, ist es mein Traum, in der DTM und in Le Mans zu fahren. Ich arbeite so hart ich kann, um es möglich zu machen“, sagt Ben Green. Nicht anders sieht es Tregurtha: „Es würde die Welt für mich bedeuten, und jeder Tag harter Arbeit, den ich bis jetzt in diesen Sport investiert habe, würde sich auszahlen.“

Dass die beiden, die ziemlich aktiv auf Instagram (@BenGreen, @willtregurtha) unterwegs sind,  sich gegenseitig ins Auto fahren, halten die beiden für ziemlich unwahrscheinlich. „Ich fühle, dass wir gegenseitig einen großen Respekt haben“, betont Green und erinnert sich an das Rennen am Lausitzring: „Da sind wir über mehrere Kurven, inklusive Turn 1, nebeneinander hergefahren und haben uns nicht berührt.“ Und auch Tregurtha lässt keinen Zweifel aufkommen: „Wir puschen uns gegenseitig sicher hart, trotzdem gilt: Respekt ist der Schlüssel!“

Das Duell zwischen Green und Tregurtha steht im Mittelpunkt der Saisonrennen elf und zwölf in Hockenheim. Wie in der DTM Trophy üblich, wird auch um jede andere Position im Feld überaus hart gekämpft. SPORT 1 und die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) zeigen am Samstag und Sonntag beide Rennen live. Der Start ist jeweils um 15:10 Uhr.

DTM: Stimmen vor dem Rennwochenende in Hockenheim

 

Lucas Auer (AUT), Mercedes-AMG, Team WINWARD © DTM

 Lucas Auer (AUT), Mercedes-AMG, Team WINWARD

„Assen war großartig. Vor allem das Team hat einen tollen Job gemacht, um das Auto nach dem Schaden am Samstag wieder so perfekt vorzubereiten.“ 

„Hockenheim ist eine tolle Rennstrecke, einer meiner Favoriten. Das Racing ist sehr anspruchsvoll, vor allem das harte Bremsen.“

„Ich fühle keinen Druck, ich werde alles geben und habe eine Podiumsplatzierung im Visier.“

„Ich gehe davon aus, das Liam (Lawson) und Marco (Wittmann) den Titel unter sich ausmachen.“

Timo Glock (GER), BMW, ROWE-Racing © DTM


Timo Glock (GER), BMW, ROWE-Racing

„Das ist eine harte Saison für mich. Leider hatten wir oft nicht die erforderliche Pace. Ich hatte immer wieder solche Jahre in meiner Karriere, die nicht so toll waren. 2019 war auch ein schwieriges Jahr für mich, 2020 war ich der bestplatzierte BMW-Fahrer. Also schauen ich mal, was 2022 bringen wird. Jetzt aber versuche ich erst einmal, in Hockenheim ein gutes Einzelergebnis zu erzielen.“

„Kelvin (van der Linde) war zuletzt etwas unglücklich. Jetzt kommt es darauf an, wessen Auto auf den kommenden Strecken am besten funktioniert. Liam (Lawson) ist überall stak. Ich wünsche mir, dass Marco am Ende den Titel holt.“

Lucas di Grassi (BRA), Audi, ABT Sportsline © DTM

 Lucas di Grassi
(BRA), Audi, ABT Sportsline

„Ich hatte schon mehrere Tests in früheren DTM-Autos, zusammen mit Nico (Müller), und mein letztes GT-Rennen habe ich in Macao mit einem Crash oben beendet, aber nicht oben in den Ergebnislisten. Macao war ein Desaster, daher habe ich im GT-Auto noch eine Rechnung offen.“

„Ich freue mich sehr über dieses Abschiedsgeschenk. Als ABT-Teamchef Thomas Biermaier mir diese Idee in Berlin erzählt hat, dachte ich, er macht einen Witz. Doch dann wurde aus dieser verrückten Idee mehr und mehr Wirklichkeit. Das ABT-Team und ich haben eine sehr gute Verbindung, und ich bin sehr glücklich, mit ABT in der DTM starten zu dürfen.“

„In Hockenheim bin ich zuletzt im Legenden-Rennen des Audi Sport TT Cups gefahren. Beim Test in der vergangenen Woche war jede Runde wertvoll, um die Strecke und das Auto zu lernen. Aber es war nicht genug, denn die Fahrer-Qualität in der DTM schätze ich als sehr stark ein. Da ist es extrem schwierig, mal eben in das Feld zu springen. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben und die Rennen zu genießen.“

Nico Müller (SUI), Audi, Team Rosberg

„Ich bin mit einem neuen Auto und mit einem neuen Team in die Saison gestartet – daran muss man sich erst etwas gewöhnen. Monza war gut, dann kamen etwas härtere Zeiten, dann haben wir uns wieder zurück gekämpft und kommen wieder näher an die Spitze heran. Ich will die Saison auf einem Hoch beenden und peile einen Rennsieg an.“

„Ja, Hockenheim ist ein Heimrennen, vor allem für mein Team Rosberg, aber auch für mich. Am meisten freue ich mich, dass für die Fans wieder alle Türen offen sind. Auch viele meiner Freunde werden kommen. Und ich bin sicher, wir werden gutes Racing sehen.“

„Hockenheim und Norisring sollten Audi liegen, also hat Kelvin (van der Linde) gute Chancen. Auch Liam (Lawson) und Marco (Wittmann) sind auf allen Strecken stark. Ich hoffe aber, dass Kelvin Champion wird.“

Ben Green (GBR), BMW, FK Performance Motorsport – DTM Trophy

„Ich habe in der vergangenen Saison in der DTM Trophy gelernt, wie man regelmäßig punktet. Jetzt habe ich drei Siege erzielt und in jedem Rennen gepunktet. Ich hoffe, dass sich das am Ende auszahlt.“

„Ich war schon vor vielen Jahren, als ich 12, 13 Jahre alt war, bei einem Formel-1-Rennen in Hockenheim. Schon damals hat mir diese Stadion-Atmosphäre sehr gut gefallen.“

„In der DTM geht es im Titelkampf genauso eng zu wie in der DTM Trophy. Liam (Lawson) und ich sind gute Freunde, und ich hoffe, er holt den Titel.“

„William (Tregurtha) und ich haben einen großen Respekt voreinander. Das ist wichtig und gut für den Sport.“

DTM: Wichtige DTM-Meisterschaftspunkte in Hockenheim zu holen

  • Lawson Tabellenführer vor Wittmann, Kelvin van der Linde und Götz
  • DTM mit 21 GT-Rennwagen im badischen Motodrom – Di Grassi und Haupt als Gaststarter
  • Nur eine Woche nach Hockenheim: das große Finale auf dem Norisring
  • Fan-Festival mit offenem Fahrerlager, offener Innentribüne, Action im Fan-Village und in der VIP Power Lounge mit Kultmoderator Kai Ebel
  • Tickets auf tickets.dtm.com und unter der DTM-Ticket-Hotline 01806 991166
  • Live aus Hockenheim: weltweit in über 60 Ländern, SAT.1 im deutschsprachigen Raum

 

Vorentscheidung in Hockenheim: DTM Mit 21 GT-Rennwagen am Start © DTM

Wer wird DTM-Champion 2021? Diese Frage steht im Fokus, wenn die DTM am Wochenende (01. bis 03. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg antritt. Waren es vor zwei Wochen in Assen noch sechs Fahrer, die zum Favoritenkreis gehörten, so sind es vor Hockenheim nur noch vier: Liam Lawson, Marco Wittmann, Kelvin van der Linde und Maximilian Götz. Die Zuschauer, die auch in Hockenheim wieder zugelassen sind und denen auch das Fahrerlager samt Pitwalk, Fan-Village, Innentribüne und VIP Power Lounge offen steht, können sich auf einen offenen Schlagabtausch gefasst machen. Die DTM ist so hart umkämpft wie schon lange nicht mehr. Es brodelt förmlich im Titelkampf, doch in Hockenheim wird allenfalls eine Vorentscheidung fallen. Das große DTM-Finale findet nur eine Woche später auf dem Stadtkurs von Nürnberg statt, auf dem traditionsreichen Norisring.

Der jüngste Fahrer in der DTM, der erst 19-jährige Liam Lawson, hat zuletzt in den Niederlanden die Führung von Kelvin van der Linde übernommen. Seit dem Auftaktrennen in Monza lag der Südafrikaner aus dem Kemptener Team ABT Sportsline (Audi) an der Tabellenspitze. Jetzt aber hat Lawson die meisten Punkte auf dem Konto, exakt 175. Wenn der Neuseeländer mit dem Red Bull-Ferrari der italienischen Mannschaft von AF Corse auch am Sonntagnachmittag am Norisring noch die meisten Punkte hat, wäre er der jüngste Champion der DTM-Geschichte, die immerhin schon 1984 begann. Vor allem Marco Wittmann, der nur zehn Zähler (165) zurück liegt, würde ihm gerne einen Strich durch die Rechnung machen. Er war bereits zweimal DTM-Champion, und er würde es auch gerne ein drittes Mal werden. Der BMW-Pilot aus dem Meller Team von Walkenhorst Motorsport setzt auf Konstanz, punktete als einziger Fahrer in allen zwölf bisherigen Rennen. Zwei Siege fuhr Wittmann in Zolder und in Assen ein, Lawson und van der Linde jeweils drei. Kelvin van der Linde hat aktuell 160 Punkte auf dem Konto, Maximilian Götz aus dem Mercedes-AMG Team HRT 155. Ergo trennen nur 20 Zähler das Titel-Quartett bei noch 112 zu holenden Punkten. Rein rechnerisch könnten auch der Schweizer Philip Ellis (Mercedes-AMG Team WINWARD, 109), der Thailänder Alex Albon (AlphaTauri AF Corse, 104) und Assen-Sieger Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG Team WINWARD, 96), in der Meisterschaft auf den Positionen fünf bis sieben liegend, auch noch den Titel erringen. Möglich ist alles in einer so ausgeglichenen Meisterschaft wie der DTM 2021.

DTM-Rennen zum Abschied: Di Grassis Audi in den Farben seines Formel E-Meisterautos

Auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Hockenheim sorgen 21 GT-Rennwagen für reichlich Action. Nur bei den ersten beiden Rennwochenenden in Monza und am Lausitzring waren weniger als 20 Autos am Start. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg tritt der Münchner Hubert Haupt, der schon 1991/1992 und 2001 in der DTM mitmischte, zum zweiten Gaststart an. Haupt steuert den dritten Mercedes-AMG seines eigenen Teams HRT mit Sitz am Nürburgring. Außergewöhnlich ist die Geschichte hinter dem DTM-Debüt von Lucas di Grassi. Der Audi-Werksfahrer aus der Formel E erhält die Gaststarts in Hockenheim und am Norisring als Abschiedsgeschenk von ABT Sportsline, da der Brasilianer nach den Jahren mit ABT und nach dem Ausstieg von Audi aus der Formel E zum Team Venturi von Susie Wolff wechselt. Mit dem bunten Audi R8 LMS in den Farben seines Formel E-Rennwagens aus dem Meisterjahr 2016/2017 wird Di Grassi mehr als nur ein Farbtupfer im Feld der Weltklassepiloten sein.

Seit 1984 startet die DTM in Hockenheim, 97 DTM-Rennen wurden bisher im badischen Motodrom ausgetragen, fast immer auch das Finale. Diese Tradition sollte eigentlich auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Das Rennen am Norisring konnte Corona-bedingt im Sommer nicht stattfinden, der nur 2,3 Kilometer lange Stadtkurs rund um die geschichtsträchtige Steintribüne wird nun nur eine Woche später (08. bis 10. Oktober) zum Schauplatz des alles entscheidenden Finales.

Wie schon am Red Bull Ring und in Assen, können auch in Hockenheim und am Norisring die Fans die DTM wieder in vollen Zügen genießen. Die mitreißende Atmosphäre gerade in der Startaufstellung in Assen hat jeden angesteckt. Zu den offenen Zuschauerplätzen zählt in Hockenheim auch die Innentribüne eingangs Motodrom – Plätze, die einen Stadion-ähnlichen Rundumblick ermöglichen. Auch das Fahrerlager wird am kommenden Wochenende mit zwei DTM-Rennen und vielen Rahmenrennen wieder offen sein, mitsamt dem beliebten Pitwalk und der Möglichkeit, heißbegehrte Autogramme und Fotos zu ergattern. Auch die VIP Power Lounge mit Stage-Talks von und mit Kultmoderator Kai Ebel und tollen Programmpunkten wird in Hockenheim aufgebaut sein. Sowohl in Hockenheim als auch in Nürnberg sorgten das Fan-Village für ein besonderes DTM-Erlebnis, mit jeder Menge Action und Entertainment.

Die DTM als Top-Event sowie die Nachwuchsserie DTM Trophy mit seriennahen GT-Sportwagen, die DTM Classic mit den Tourenwagen-Legenden aus den Achtziger- und Neunzigerjahren sowie der Porsche Carrera Cup Benelux sorgen für reichlich Action auf dem GP-Kurs von früh bis spät. Eintrittskarten gibt es bis zum Renntag online über den DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und via DTM-Ticket-Hotline (01806 991166). Wie üblich werden die DTM-Rennen am Samstag und Sonntag – Start jeweils um 13:30 Uhr – ab 13:00 in SAT.1 und in über 60 Ländern live übertragen.