Samstag, 6. Mai 2017

Lucas Auer eröffnet neue DTM-Ära mit Auftaktsieg in Hockenheim

  • Erfolgreicher Saisonauftakt für Mercedes-AMG Motorsport: Vier Mercedes-AMG C 63 DTM in den Top-8
  • Lucas Auer (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) erzielte im ersten Saisonrennen 2017 seinen zweiten DTM-Sieg
  • Edoardo Mortara (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) beendete sein erstes Rennen für Mercedes-AMG Motorsport auf Rang vier
  • Gary Paffett (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) und Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) belegten die Plätze sieben und acht
  • Lucas Auer: „Ich musste mich verteidigen, aber gleichzeitig schnell fahren und durfte keinen Fehler machen. Das war wirklich mit Abstand das härteste Rennen meiner Karriere.“
  • Ulrich Fritz: „Heute hat man gesehen, wie hart und eng die DTM ist. Das war spannendes Racing vom Feinsten.“
Lucas Auer holt ersten Sieg der DTM-Saison 2017
Foto: Jens Hawrda
Sieg zum Beginn der neuen DTM-Ära: Lucas Auer (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) gewann am Samstag in Hockenheim das erste Rennen mit der neuen DTM-Fahrzeuggeneration. Für den Österreicher war es sein zweiter Sieg in der DTM. Seinen ersten Erfolg feierte er vor einem knappen Jahr auf dem Lausitzring. Auer startete in seinem „Pink Panther“ von der Pole Position in das 399. DTM/ITC-Rennen von Mercedes-AMG Motorsport und erzielte den 176. Sieg für die Marke mit dem Stern.

Neuzugang Edoardo Mortara (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) beendete sein erstes Rennen für das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team knapp hinter dem Podium auf Platz vier. Gary Paffett (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) und Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) belegten die Ränge sieben und acht. Damit fuhren vier der sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Piloten in die Top-8.

Keine Punkte gab es zum Saisonauftakt für Robert Wickens (Mercedes-AMG C 63 DTM) und Maro Engel (Mercedes-AMG C 63 DTM SILBERPFEIL Energy). Der Kanadier erhielt nach einer Berührung mit dem BMW von Tom Blomqvist eine Durchfahrtsstrafe und belegte im Ziel Platz 15. Engel wurde seinerseits von Jamie Green (Audi) angeschoben und fiel dadurch weit zurück. Er beendete das Rennen vor Green auf Position 17. Der Audi-Pilot wurde für die Aktion von der Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.

Lucas Auer nach seinem Sieg:

„Das war das schwierigste Rennen meines Lebens. Am Ende musste ich bis zum Schluss auf die Reifen achten. Ich musste mich verteidigen, aber gleichzeitig schnell fahren und durfte keinen Fehler machen. Wir hatten uns eine Strategie zurechtgelegt, aber durch die neuen Regeln bist du ohne Boxenfunk auf dich allein gestellt. Niemand kann dir sagen, ob du die Reifen schonen solltest – du musst alles selbst herausfinden. Als Timo in den Schlussrunden näher kam, wusste ich: Wenn ich seine ersten Angriffe abwehren kann, habe ich eine Chance, denn dann waren seine Reifen auch abgenutzt. Das war wirklich ein hartes Stück Arbeit. Aber ich bin super happy, dass es so ausgegangen ist. Ein riesiges Dankeschön an mein Team. Sie haben im Winter 24/7 gearbeitet - das hat sich jetzt ausgezahlt.“

Lucas Auer holt Pole für das erste Rennen des Jahres

Lucas Auer holt erste Pole des Jahres
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer holt sich die erste Pole der neuen Saison und damit die ersten drei Punkte der Saison, denn in diesem Jahr wird die Leistung im Qualifying mit Punkten für die Wertungen belohnt. Neben Auer in der ersten Startreihe steht im Samstagsrennen sein Teamkollege Gary Paffett, dem 0,193 Sekunden auf die Bestzeit fehlten. Mercedes-Neuzugang Edoardo Mortara startet von Platz drei und zeigt das er ohne große Probleme den Umstieg von seinem letztjährigem Dienstfahrzeug gemeistert hat.

Hinter den drei schnellsten Mercedes-AMG-Piloten steht in der Startaufstellung BMW-Pilot Timo Glock, der das Qualifying als Vierter beendete. Auf den weiteren Positionen: Maxime Martin (Platz 5), Paul Di Resta (Platz 6) und Maro Engel (Platz 7). Bester Audi-Pilot war Nico Müller auf Platz acht. Die Top 10 komplettierten Tom Blomqvist und Robert Wickens. Der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann steht in der Startaufstellung für das erste Rennen nur auf Platz elf.

Stimmen der drei bestplatzierten Fahrer

Lucas Auer (Mercedes-AMG, Startplatz 1):
„Das war Weltklasse. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass wir so stark sind. Jetzt muss der Start noch gut funktionieren und dann ist eigentlich alles möglich Im Rennen kann natürlich noch vieles dazwischenkommen, das Reifenmanagement wird von Bedeutung sein.“

Gary Paffett
(Mercedes-AMG, Startplatz 2):

Wir sind sehr fleißig gewesen über den Winter. Das Auto war überragend. Ich habe leider im zweiten Versuch nicht meinen beste Runde geschafft. Ich muss mich bei meinem Team bedanken. Sie haben einen tollen Job gemacht. Ich denke, das Auto wird auch im Long-Run perfekt funktionieren.“

Edoardo Mortara
(Mercedes-AMG, Startplatz 3):

„Das war ein wichtiges Qualifying für mich – ich musste ja erstmal zeigen, was ich im Mercedes-AMG kann. Wir haben viel gearbeitet in den letzten Wochen. Wir hatten im Training Schwierigkeiten in Sektor 1, das war dieses Mal viel besser. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl im Auto, das war sehr positiv. Audi ist ein starker Gegner, aber wir sind auf den Plätzen eins, zwei, drei.“

Freitag, 5. Mai 2017

DTM Hockenheim: Erste Bestzeit holt Mercedes

Foto: DTM-Media
Nach der langen Winterpause ging es heute endlich los. Pünktlich um 17.00 Uhr startet die DTM in Hockenheim mit dem ersten freien Training in die neue Saison.

Die schnellsten Piloten kommen nach diesem ersten Kräftevergleich von Mercedes. Paul Di Resta und Gary Paffett teilen sich Platz eins und zwei.Dahinter folgen mit Mike Rockenfeller und Jamie Green zwei Audi-Piloten. Bester BMW-Pilot auf Platz acht war Tom Blomqvist.

Das war noch nicht so aussagekräftig“, bilanzierte Mike Rockenfeller das erste Training. „Wir werden jetzt Mal die Köpfe zusammenstecken und schauen, was wir noch verbessern können. Ich bin happy, dass ich vorne mit dabei bin. Die Basis ist gut“, sagte „Rocky“ in der Boxengasse unmittelbar nach dem Freien Training.

Weiter geht es morgen am Hockenheimring mit der DTM um 9.55 Uhr mit dem zweiten Freien Training. Um 11.35 Uhr schließt sich das Qualifying für Rennen eins an. Höhepunkt des Samstags wird das erste Rennen sein, das um 14.45 Uhr beginnt.

Doppelter Einsatz für Ekström in Hockenheim

  • Mattias Ekström mit perfektem Saisonstart nach zwei Siegen bei zwei Rennen
  • Rallycross-Weltmeister tritt in Hockenheim erneut in World RX und DTM an
  • Ekström: „Beim Gedanken an die Stimmung bekomme ich Gänsehaut“
Mattias Ekström ist in Hockenheim Doppelstarter
Foto: Audi-Motorsport
Die FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft ist am Wochenende 5. bis 7. Mai auf dem Hockenheimring zu Gast. Für Mattias Ekström ist der dritte Saisonlauf etwas ganz Besonderes: Wie im Vorjahr geht der amtierende Rallycross-Weltmeister nicht nur in seinem Audi S1 EKS RX quattro an den Start, sondern bestreitet im Audi RS 5 DTM auch beide Rennen beim Saisonauftakt der DTM.

Ekström blickt dem Doppeleinsatz mit Vorfreude entgegen: „Das Wochenende im vergangenen Jahr war eine unglaubliche Erfahrung“, sagt der Schwede. „Wenn ich an die voll besetzten Tribünen und die Stimmung im Motodrom zurückdenke, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.“ 2016 fuhr Ekström zum ersten Mal in seiner mehr als 20-jährigen Karriere an einem Wochenende in zwei verschiedenen Serien. In der Rallycross-WM feierte er beim „Heimspiel“ von Audi mit seinem Teamkollegen Toomas Heikkinen einen umjubelten Doppelsieg. „Ehrlich gesagt war das weniger stressig als ein normales DTM-Wochenende, weil ich einige Meetings verpassen durfte“, freut sich Ekström.

2017 ist der ohnehin schon enge Zeitplan für Ekström noch kompakter. „Offenbar waren die Organisatoren der Meinung, dass ich im vergangenen Jahr nach meinem Sieg zu viel Zeit hatte“, merkt der Weltmeister mit einem Augenzwinkern an. Nach der Siegerehrung der World RX am Sonntag würden Ekström nur 20 Minuten Zeit bleiben, bis das Qualifying für das zweite DTM-Rennen startet. „Das ist erst einmal nur Theorie. Es ist ein weiter Weg, bis man in der Rallycross-WM einen Pokal in der Hand hält. Die Konkurrenz ist in diesem Jahr noch härter und ein Sieg erfordert vollen Einsatz und eine perfekte Teamleistung.“ Mit seinem zweiten Saisonsieg in Portugal hat der 38-jährige Routinier seine Führung in der Fahrerwertung ausgebaut. Nach zwei von zwölf Läufen beträgt der Vorsprung auf Johan Kristoffersson 14 Punkte.

Neben Ekström gehen für Audi und EKS der Finne Heikkinen und Reinis Nitišs aus Lettland ins Rennen. Der 26-jährige Heikkinen kämpft zusammen mit Ekström auch um Punkte für die Teamwertung. Darin liegt EKS derzeit mit neun Zählern Rückstand auf das Team PSRX Volkswagen Sweden auf Rang zwei. Nitišs erreichte beim vergangenen Lauf in Portugal bei seinem erst zweiten Start für EKS gleich das Finale der besten sechs Fahrer, kann im dritten Audi S1 EKS RX quattro des Teams aber nur Punkte für die Fahrerwertung sammeln.

Stimmen der Audi-Piloten vor dem Saisonstart in Hockenheim

Loïc Duval
„Ich möchte eine Menge Spaß haben, dann sind auch die Resultate gut. Je schneller ich mich an die DTM anpasse, umso früher kann man gute Ergebnisse erwarten. Ich möchte in der Saison 2017 gerne aufs Podium. Mit dem Audi Sport Team Phoenix weiß ich ein starkes Team hinter mir. Schließlich ist es jenes Team, das für Audi die letzten beiden DTM-Titel geholt hat.“
Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda
Mattias Ekström
„Mein Hauptziel ist der dritte DTM-Titel. Im vergangenen Jahr war mein großer Traum, Rallycross-Weltmeister zu werden. Das hat geklappt. Es wäre toll, wenn es dieses Jahr mit der DTM funktionieren würde. In der DTM ist 2017 vieles neu und das meiste davon wird mir helfen. Ziel sind bessere Ergebnisse im Qualifying und in den Samstagsrennen, dann könnte es mit dem dritten Titel klappen.“
Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Jamie Green
„Zweimal in Folge in der DTM in die Top Drei zu kommen ist eine starke Leistung und ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass wir immer die Chance hatten, Meister zu werden. Deshalb kann für 2017 nur der Titel das Ziel sein. Ich bin weiter voll motiviert, arbeite hart dafür und bin derzeit generell sehr zufrieden mit meinem Leben, auch abseits des Motorsports.“
Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Nico Müller
„Ich habe 2016 gezeigt, dass der Speed grundsätzlich da ist, aber es wäre durchaus mehr möglich gewesen. Das Ziel für 2017 ist, konstanter zu werden und den Speed auch dann umzusetzen, wenn es zählt – nämlich im Qualifying. Dafür habe ich im Winter konsequent gearbeitet.“
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
René Rast
„Mein Ziel ist, bester Rookie zu werden, auch wenn es mit Loïc (Duval) und mir nur zwei gibt. Ich möchte lernen, regelmäßig Punkte sammeln, immer gut durchkommen. Mich einfach in die DTM einfinden und integrieren, das meiste herausholen. Man muss sehen, wozu das reicht. Die DTM ist extrem schwankend. Niemand kann sagen, wo er am Ende des Jahres steht. In der DTM starten einfach 18 extrem gute Fahrer.“

Mike Rockenfeller
„Keine Frage: Die letzten beiden Jahre waren frustrierend. Ich bin guter Dinge, dass wir es zurück an die Spitze schaffen. Das Team und ich müssen beide aus dem Loch heraus. Wir müssen ein paar Dinge ändern und sind bereit dafür. Wir hoffen, dass wir wieder anders auftreten können als in den letzten beiden Jahren, vor allem besser als 2016.“