Sonntag, 24. Juli 2016

Erster Sieg in der ADAC TCR Germany für Honda-Pilot Kirsch

  • Steve Kirsch gewinnt am Red Bull Ring vor Lokalmatador Proczyk und Buri
  • Sechs Seat in den Top Ten – Lautenschlager als Fünfter bester VW-Pilot
  • Happy End für Kirsch nach Technik-Problem in Rennen eins
erster Saisonsieg für Steve Kirsch
Foto: Jens Hawrda
Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC) hat sein starkes Wochenende auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg mit seinem ersten Sieg in der ADAC TCR Germany gekrönt. Der 36-Jährige gewann ein ereignisreiches Rennen im Honda Civic TCR vor Lokalmatador Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing) im Seat Leon Cup Racer und Pole-Setter Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) in einem weiteren Seat. „Heute waren wir endlich mal dran. Es war nicht ganz einfach, der Start war ein bisschen durcheinander, mit der anschließenden Safety-Car-Phase“, sagte Kirsch: „Wir sind heute einfach glücklich. Das ist Balsam auf die Wunde von gestern mit meinem Ausfall und einfach eine richtig gute Wiedergutmachung, auch für das Team.“
 
Nach der Honda-Dominanz im Rennen am Vortag bestimmte am Sonntag Seat das Geschehen. Insgesamt landeten sechs Leon in den Top Ten. Auch der Vierte Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria) sowie Ronny Jost (28, Schweiz, TOPCAR Sport), Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport) und Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport), die die Ränge sechs bis acht belegten, waren in einem Seat unterwegs.
 
Fünfter und damit bester Junior war Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR. Die Punkteränge komplettierten Kai Jordan (47, Wolfsburg, JBR Motorsport) in einem weiteren VW und Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition) im Honda.
 
Der Meisterschaftsführende und Samstagssieger Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) blieb in diesem Rennen ohne Punkte, er schied nach einer Startkollision aus. Damit rückt die Spitze der ADAC TCR Germany noch enger zusammen. Hinter Files (124 Punkte) folgen Proczyk mit 118 Zählern und Kirsch (94).
 
Nach der frühen Kollision beim Start, bei der neben Files auch Junior Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC) ausschied, kam für etwa zwölf Minuten das Safety Car auf die Strecke. Als der Neustart erfolgte, übernahm zunächst Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) im VW Golf GTI TCR die Führung, die er jedoch knapp neuneinhalb Minuten vor dem Ende wieder an Kirsch verlor. Der Chemnitzer, der im Rennen am Samstag noch von einem technischen Problem an seinem Honda Civic TCR ausgebremst worden war, ließ sich den Sieg letztlich nicht mehr nehmen.
 
Stimmen zum Rennen:  
 
Harald Proczyk (Zweiter, HP Racing):
„Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber der Honda war hier etwas zu stark. Deshalb ist der zweite Platz für mich wie ein Sieg. In der Gesamtwertung sind wir weiter gut dabei. Ich freue mich wahnsinnig für den Steve, wir kennen uns sehr lange, den Sieg hat er sich echt verdient.“
 
Antti Buri (Dritter, LMS Racing):
„Nach dem schlechten Start musste ich zusehen, dass ich mich aus dem Verkehr etwas raushalte und gleichzeitig meine Position im Feld halte. Das hat geklappt, am Ende konnte ich von den Zweikämpfen vor mir profitieren und noch aufs Podium vorfahren. Insgesamt war es aber nicht das, was wir uns an diesem Wochenende versprochen haben.“
 
Tom Lautenschlager (Als Fünfter bester Junior, Liqui Moly Team Engstler):
„Der Start war perfekt, ich konnte mich sehr gut halten und bin insgesamt sehr zufrieden. Ich habe das Auto immer besser im Griff, das Tempo passt. In der Rookie-Wertung rechne ich mir einiges aus, so kann es weiter nach vorne gehen.“

Keilwitz stellt Corvette auf Pole-Position beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

  • Corvette, Audi, Bentley und BMW in den ersten beiden Startreihen
  • SPORT1 überträgt das zweite Rennen heute live ab 12 Uhr
Daniel Keilwitz holt die Pole für Corvette am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda
Die Pole-Position für das zweite Rennen des ADAC GT Masters am Red Bull Ring sicherte sich Tabellenführer Daniel Keilwitz (26, Villingen/Callaway Competition). Neben der Corvette C7 qualifizierte sich Laurens Vanthoor (25, B/kfzteile24 APR Motorsport) im Audi R8 für die erste Startreihe. Die Leistungsdichte im zweiten Zeittraining war enorm hoch: Die ersten 23 Fahrzeuge lagen innerhalb von nur einer Sekunde. Für alle Fans vor den Fernsehgeräten heißt es heute: früher einschalten. SPORT1 überträgt das achte Saisonrennen schon ab 12 Uhr (Start 12:15 Uhr) live im Free-TV.
 
„Bis zu diesem Zeitpunkt sieht es so aus, als wäre das unser Wochenende“, so Keilwitz nach seiner sechsten Pole-Position im ADAC GT Masters. „Vorn zu stehen, ist natürlich immer ein großer Vorteil. Die Zeiten im Qualifying lagen aber extrem dicht beieinander. Nun müssen wir abwarten, wie das Rennen läuft. Wir müssen heil durch die ersten Kurven kommen, anschließend ein sauberes Rennen ohne Fehler fahren und dann sind die Chancen auf eine Topplatzierung sicherlich gegeben. Die anderen Teams wollen aber auch gewinnen.“
 
Bei sommerlichen 25 Grad am frühen Sonntagmorgen traten die Teams und Fahrer zum zweiten Qualifying an, das über die Startaufstellung für das zweite Rennen entschied. Bis zum Ablauf der 20 Minuten hatte Daniel Abt (23, Kempten/Bentley Team ABT) die Bestzeit inne. Auf ihren letzten gezeiteten Runde gingen dann aber noch zwei Fahrer am Bentley-Piloten vorbei. Der schnellste Umlauf gelang Daniel Keilwitz, der zusammen mit Callaway-Teamkollege Jules Gounon (21, F) im Samstagsrennen die Tabellenführung im ADAC GT Masters übernommen hatte, mit einer Zeit von 1.27,949 Minuten.
 
Für den besten Saisonstartplatz des Teams kfzteile24 APR Motorsport sorgte Laurens Vanthoor, der zusammen mit Florian Stoll im Audi R8 von Rang zwei starten wird. Die drittschnellste Zeit wurde schließlich für den Bentley von Daniel Abt/Jordan Pepper (19, ZA) notiert. Eine starke Leistung zeigte BMW-DTM-Pilot António Félix da Costa (24, P/Schubert Motorsport). In seinem ersten Qualifying im ADAC GT Masters stellte der Portugiese seinen BMW M6 auf Anhieb auf Startplatz vier. Dahinter sorgen die Corvette von Dominik Schwager (39, Eisenhofen/Callaway Competition), der Lamborghini von Christian Engelhart (29, Kösching/GRT Grasser-Racing-Team) und Titelverteidiger Luca Ludwig (27, Bonn/AMG-Team Zakspeed) im Mercedes-AMG für Vielfalt in den vorderen Startreihen.

Samstag, 23. Juli 2016

Honda-Pilot Files siegt auf dem Red Bull Ring

  • Der 25-Jährige Brite baut seine Führung in der ADAC TCR Germany aus
  • Doppelsieg für Target Competition in Österreich
  • Vier Honda an der Spitze – Seat und VW folgen auf den Rängen fünf und sechs
Josh Files holt seinen vierten Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda
Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) hat sich mit einer fehlerfreien Vorstellung seinen vierten Saisonsieg in der ADAC TCR Germany gesichert. Der Brite gewann das siebte Saisonrennen der neuen Tourenwagenserie des ADAC auf dem Red Bull Ring im Honda Civic TCR vor Neuzugang Andrea Belicchi (40, Italien, Target Competition) und Junior Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC). Auch der Vierte, Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition), war in einem Honda Civic TCR unterwegs. „Nach drei Kurven war ich Erster – obwohl ich von Rang sieben gestartet bin. Das war der perfekte Start, wie ein Traum“, sagte Files: „Ich liebe diese Strecke. Ich liebe es zu gewinnen. Das Ergebnis ist perfekt für mein Team Target Competition. Ich freue mich wahnsinnig für meinen neuen Teamkollegen Andrea Belicchi.“
 
Files baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus und hat dort nun 124 Punkte auf dem Konto. Sein engster Verfolger, Lokalmatador Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing), wurde im Seat Leon Cup Racer Fünfter und weist nun 100 Punkte auf. Bester VW Golf TCR-Pilot war Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) als Sechster. Die beiden Seat-Piloten Ronny Jost (28, Schweiz, TOPCAR Sport) und Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler) belegten die Ränge sieben und acht vor Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR und Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport) im Seat.
 
Files erwischte bei strahlendem Sonnenschein einen Traumstart, schon vor der ersten Kurve hatte er sich von Rang sieben auf drei verbessert. Mit einem weiteren sehenswerten Manöver überholte er dann auch noch die beiden Spitzenreiter Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC) und dessen Teamkollegen Fugel, die sich anschließend ein spannendes Duell um Rang zwei lieferten. Auch Newcomer Belicchi mischte kräftig mit, wohingegen schließlich ein technischer Defekt Kirsch in der neunten Runde zur Aufgabe zwang.
 
Etwa zwölf Minuten vor dem Ende rutschte Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport) in den Kies, und das Safety-Car kam auf die Strecke. Das Feld rückte so wieder enger zusammen, doch auch nach dem Restart behauptete Files bei noch knapp drei Minuten verbleibender Renndauer die Führung vor Belicchi. Hinter dem Führungsduo lieferten sich Fugel, Proczyk und Schmarl ein intensives Duell um den dritten Podiumsplatz, in dem sich Fugel schließlich durchsetzte.
 
 Am Sonntag steigt ab 10.40 Uhr (live bei SPORT1) das achte Saisonrennen der ADAC TCR Germany. Die Top Ten des Qualifyings startet dabei in umgekehrter Reihenfolge. Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) startet von der Pole Position vor Leuchter und Proczyk. Der Meisterschaftsdritte Kirsch, Schnellster im Qualifying, geht von Rang zehn ins Rennen. „Da will ich Wiedergutmachung“, sagte er nach seinem Aus am Samstag.
das Podium des ersten Rennens
Foto: ADAC-Motorsport
Stimmen nach dem Rennen:
 
Josh Files (Sieger, Target Competition):
„Steve Kirsch war sehr schnell, hätte er nicht dieses Problem gehabt, wäre es wohl bis zum Ende richtig eng zugegangen zwischen uns. Morgen möchte ich den nächsten Sieg – auch wenn es richtig schwierig wird.“
 
Andrea Belicchi (Zweiter, Target Competition):
„Mein Debüt hätte kaum besser verlaufen können. Mein Start war zwar nicht optimal, aber ich konnte mich dennoch gut halten und wieder nach vorne arbeiten. Ich hatte viel Spaß, die Strecke ist toll, das Auto auch. Morgen möchte ich besser starten als heute und meine Leistung auf der Strecke bestätigen.“
 
Dominik Fugel (Dritter und bester Junior, Team Honda ADAC):
„Das Rennen war echt anstrengend, es war richtig heiß. Aber trotzdem: Die Honda gehen ganz gut, auch wenn das mit Steve natürlich sehr ärgerlich war. Aber das kann allen anderen, auch mir, passieren. That's racing. Wie dominant die Honda hier sind, hat man mit vier Honda unter den Top Fünf gesehen. Für morgen heißt das Ziel, ganz oben auf dem Podium zu stehen.“

Jahn/Estre holen für Porsche-Sieg auf dem Red Bull Ring

  • Jules Gounon/Daniel Keilwitz neue Tabellenführer und Halbzeitchampions
  • Erster ADAC GT Masters-Sieg für KÜS TEAM75 Bernhard
  • Erster Podestplatz der Saison für Bentley Team ABT
Jahn/Estre holen Sieg für Porsche
Foto: Jens Hawrda


David Jahn (25, Speyer) und Kévin Estre (27, F/beide KÜS TEAM75 Bernhard) lassen Sportwagenweltmeister Timo Bernhard und seinen Vater Rüdiger jubeln: Im Porsche 911 fuhren Jahn/Estre auf dem Red Bull Ring zum ersten ADAC GT Masters-Sieg für das KÜS TEAM75 Bernhard. „Das war ein perfektes Rennen. Danke an das Team, das uns ein perfekt abgestimmtes Auto vorbereitet hat“, jubelte Jahn, der in Österreich seinen zweiten Laufsieg in der „Liga der Supersportwagen“ feierte. Fabian Hamprecht (21, Hagen) und Christer Jöns (28, Ingelheim) bescherten ihrem Bentley Team ABT im Bentley Continental mit Rang zwei den ersten Podestplatz der Saison. Mit Rang drei übernahm das Corvette-Duo Jules Gounon (21, F)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) zu Saisonmitte die Tabellenführung.
 
Porsche-Pilot Jahn übernimmt Spitze
 
Beim Start zum „Halbzeitrennen“ der ADAC GT Masters-Saison 2016, dem siebten von 14 Läufen, verteidigte Hamprecht im Bentley Continental von der Pole-Position zunächst seine Führung. Der Deutsche hatte den besten Startplatz von seinen Teamkollegen Jordan Pepper (19, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten) geerbt, die aufgrund eines technischen Problems nicht antreten konnten. Hamprecht konnte die Spitze aber nicht lange verteidigen. Noch in der Startrunde übernahm der von Position drei gestartete Jahn im Porsche 911 auf der Gegengeraden die Spitze und führte souverän bis zum Fahrerwechsel vor Hamprecht und Corvette-Pilot Gounon
 
Nach der Phase der obligatorischen Boxenstopps mit Fahrerwechsel blieb die Reihenfolge des Spitzen-Duos identisch: Estre übernahm von Jahn und führte knapp vor Hamprechts Teamkollegen Jöns. Auf den Rängen drei und vier gab es einen Positionstausch: Audi-Pilot Laurens Vanthoor (25, B/kfzteile24 APR Motorsport) kam vor der Corvette von Daniel Keilwitz zurück auf die Strecke, musste aber eine Viertelstunde vor Rennende eine Durchfahrtsstrafe nach einem Tempoverstoß in der Boxengasse antreten. Im Ziel feierten David Jahn und Kévin Estre, der zum ersten Mal in diesem Jahr im ADAC GT Masters antrat, den Debütsieg ihres KÜS TEAM75 Bernhard. Estre setzte dabei eine eindrucksvolle Bilanz fort: Der in Österreich lebende Franzose gewann in seinem fünften ADAC GT Masters-Rennen bereits zum dritten Mal.
 
Christer Jöns hielt seinen zweiten Rang bis zur Ziellinie und sorgte damit für das erste Podestergebnis des Bentley Team ABT. Mit Rang drei übernahmen Gounon/Keilwitz die Tabellenführung von den bisherigen Spitzenreitern Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport). Mies war in seinem Audi R8 in eine Kollision mit dem Porsche 911 von Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) verwickelt und schied aus. Mit Rang vier erreichte die Corvette C7 von Patrick Assenheimer (24, Heilbronn) und Dominik Schwager (39, Eisenhofen/beide Callaway Competition) zum dritten Mal in Folge eine Spitzenplatzierung.
 
Auch die beiden Verfolger-Duos in der Fahrerwertung, Sebastian Asch (30, Ammerbuch)/Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed) im AMG-Mercedes sowie Rolf Ineichen (38, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán fuhren mit Rang fünf und Rang sechs zu einem guten Ergebnis. Der zweite Zakspeed-Mercedes mit den Youngstern Nikolaj Rogivue (20, CH) und Nicolai Sylvest (19, DK/beide AMG-Team Zakspeed) am Steuer sammelte auf Rang sieben zum viertem Mal in diesem Jahr Punkte.
 
Die Top Ten komplettierten Daniel Dobitsch (32, A)/Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 APR Motorsport) im besten Audi R8, Remo Lips (33, CH) und Sven Barth (35, Weinheim/beide RWT Racing), die in ihrer Corvette Z.06 erstmals in dieser Saison in die Punkte fuhren, sowie die dritte Callaway-Corvette von den beiden Amerikanern Boris Said (53, USA)/Eric Curran (41, USA/beide Callaway Competition).
 
Der zweite Gesamtplatz für Hamprecht/Jöns war gleichbedeutend mit dem Sieg in der Junioren-Wertung. Platz eins in der Trophy-Wertung belegten Ineichen/Engelhart.
 
die Sieger David Jahn und Kèvin Estre nach der Zieldurchfahrt
Foto: ADAC-Motorsport
Stimmen der Sieger
 
David Jahn (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Das war ein perfektes Rennen. Ich bin gleich beim Start an der Corvette dran geblieben und konnte sie in der ersten Kurve überholen. Danach habe ich Druck auf den Bentley gemacht und bin ebenfalls noch in der ersten Runde an ihm vorbeigegangen. Ich bin dabei leicht auf das Gras geraten, aber es hat gereicht. So muss Racing sein. Danach konnte ich meinen Vorsprung gut verwalten. Danke an das Team, das uns ein perfekt abgestimmtes Auto vorbereitet hat.“
 
Kévin Estre (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Ich konnte die Position, die David für uns herausgefahren hat, verteidigen. Wenn man an der Spitze fährt, sieht es vielleicht einfach aus ¬– das ist es aber nicht. Der Boxenstopp ist uns ein bisschen besser gelungen als dem zweitplatzierten Bentley, von daher hatte ich nach dem Fahrerwechsel einen kleinen Vorsprung. Mein erster Einsatz in diesem Jahr im ADAC GT Masters und gleich ein Sieg, dazu noch der erste Sieg für unser Team … was will man mehr. Ich hoffe, so geht es weiter.“

Pole Position auf dem Red Bull Ring für Honda-Pilot Kirsch

  • Der 36-Jährige landet in der ADAC TCR Germany vor Files und Fugel
  • Italiener Belicchi beim Debüt prompt Vierter
  • Antti Buri sichert sich die Pole für Rennen zwei
Steve Kirsch
Foto: Jens Hawrda
Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC) hat die starken Eindrücke aus den ersten Einheiten auf dem Red Bull Ring bestätigt und sich in seinem Honda Civic TCR die Pole Position für das erste Rennen der ADAC TCR Germany am Samstagnachmittag (ab 15.40 Uhr, live bei SPORT1) gesichert. Der 36-Jährige, bereits in den ersten beiden Freien Trainings ganz vorne, setzte im Qualifying am Samstagvormittag in 1:37.093 Minuten die Bestzeit und landete vor dem Meisterschaftsführenden Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) und seinem Teamkollegen Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC). Insgesamt gingen die ersten fünf Plätze an Honda-Piloten.
 
„Für das Team ist das ein gutes Gesamtergebnis. Ich auf eins, Dominik auf drei. Damit können wir positiv auf das heutige Rennen schauen. Die Strecke hier kommt dem Honda sehr entgegen, aber es werden sicher auch wieder andere Strecken kommen, die den anderen Autos entgegenkommen. Jetzt müssen wir erst einmal das Rennen fahren und dann gucken wir, was am Ende dabei rauskommt“, sagte Polesetter Kirsch.
 
Auch sein Teamkollege Fugel zog ein positives Fazit. „Alles super, alles perfekt. Das Auto lief einwandfrei, es gab keine Probleme und hat viel Spaß gemacht. Mal sehen, was möglich ist, wenn ich einen guten Start erwische und gut durch die ersten Kurven komme. Auf dieser Strecke sind die Hondas echt stark, aber das ist immer unterschiedlich“, sagte der 19-Jährige.
 
Bei seinem Debüt in der neuen Tourenwagenserie des ADAC landete Andrea Belicchi (40, Italien, Target Competition) in einem weiteren Honda prompt auf Rang vier vor Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition, Honda). Hinter dem Honda-Quintett wurde Junior Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf TCR Sechster vor dem ehemaligen ADAC Formel 4-Fahrer Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) in einem weiteren Golf.
 
Bester Seat Leon Cup Racer war Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing). Der Meisterschaftszweite und Lokalmatador wurde vor VW-Pilot Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) und Seat-Fahrer Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) Achter.
 
Im zweiten Rennen der ADAC TCR Germany am Sonntag (ab 10.40 Uhr, live bei SPORT1 und SPORT1+) startet die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Damit wird der Finne Buri von der Pole Position starten, und der Meisterschaftsdritte Steve Kirsch wird von Position zehn aus ins Rennen gehen. Hinter Buri reihen sich Leuchter und Proczyk ein.
 
„Ich hoffe natürlich auf die maximale Punktzahl. Die Pole Position im zweiten Rennen ist klasse, aber natürlich wird das erste Rennen schwer. Dort starte ich eben von weiter hinten. Die Strecke hier ist super, ich fühle mich sehr wohl und komme gut zurecht“, sagte Antti Buri.