Mittwoch, 10. Juli 2013

DTM Norisring – Audi vor DTM-Heimspiel

  • Audi-Pilot Mike Rockenfeller kommt als Tabellenführer nach Nürnberg
  • Neuzugang Jamie Green mit bester Norisring-Bilanz aller Fahrer
  • In letzten zehn Jahren immer Mercedes siegreich
  • Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen unterstützt Audi-Team


"Mister Norisring" Jamie Green siegte 2012, damals noch für Mercedes
Foto: DTM-Media
Eine voll besetzte Steintribüne, tausende Audi-Fahnen und eine einmalige Atmosphäre zwischen Dutzendteich und Fahrerlager: Die Vorfreude des gesamten Audi-Teams auf das Heimspiel der DTM ist groß. Mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung wollen Piloten und Teams den ersten Audi-Sieg seit 2002 auf dem Norisring nach Ingolstadt holen.
 
Nur 75 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Audi-Stammsitz in Ingolstadt und der Rennstrecke im Herzen Nürnbergs. Entsprechend groß ist die Fangemeinde aus Mitarbeitern und Anhängern, die das Audi-Aufgebot Jahr für Jahr unterstützt. Auch 2013 setzen die Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg alles daran, für Audi endlich einen Sieg am Norisring zu holen.

Den letzten Audi-Sieg auf dem Norisring errang Laurent Aiello im Juni 2002, seit dem hat immer Mercedes gewonnen. Das Duell im Jahr 2002 zwischen Aiello und DTM-Rekordchampion Bernd Schneider über die gesamte Renndistanz von damals 44 Runden gilt aber immer noch als eines der spektakulärsten Rennen der DTM-Geschichte und endete mit einem Vorsprung von 0,197 Sekunden. Seitdem standen Mattias Ekström und Timo Scheider zwar sechsmal auf dem Podium – nur für einen weiteren Sieg reichte es bisher nicht.

Allerdings hat Audi in diesem Jahr  Jamie Green im Kader und der hat in den letzten Jahren vier Triumphe beim einzigen Stadtrennen im DTM-Kalender vorzuweisen. Der Brite gewann 2008, 2009, 2010 und 2012 und erwarb sich damit den Spitznamen „Mister Norisring“. Nachdem Wechsel von Mercedes zu Audi lief es Anfangs nicht rund für den Britten, doch zuletzt am Lausitzring war ein deutlicher Formanstieg zu vermelden. Jetzt soll Jamie Green am Norisring mit seiner Siegerfahrung für Audi endlich einen Triumph einfahren.
 
Ein wichtiger Faktor im Kampf um den Sieg wird gerade am Norisring das „Drag Reduction System“ (DRS) sein, mit dem der Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach gestellt werden kann. Besonders am Ende der langen Start-Ziel-Gerade haben die Rennfahrer beim Anbremsen der Grundig-Kehre eine ideale Überholmöglichkeit. Auch der Einsatz der Optionsreifen, die nur während des Rennens gefahren werden dürfen, gibt den Strategen ein spannendes taktisches Mittel an die Hand. Da die nur 2,3 Kilometer lange Strecke über sonst öffentliche Straßen mit unterschiedlichen Asphalt- und Betonbelägen führt, ist das Thema Reifen besonders interessant.

Prominente und freundschaftliche Unterstützung bekommt die Audi-Mannschaft von Tom Kristensen. Der Le-Mans-Rekordsieger, der gerade zum neunten Mal das legendäre 24-Stunden-Rennen in Frankreich gewonnen hat, besucht seine Markenkollegen am Norisring. Kristensen startete selbst von 2004 bis 2009 in der DTM und fuhr bei seinen sechs Rennen in Nürnberg immer in die Top Acht. Am Wochenende wird der Däne sein Le-Mans-Siegerauto, den Audi R18 e-tron quattro, für einige Demonstrationsrunden über die Rennstrecke pilotieren.

Alle Norisring-Sieger seit 2000

2000 Joachim Winkelhock (Opel), Bernd Schneider (Mercedes-Benz)
2001 Uwe Alzen (Mercedes-Benz)
2002 Laurent Aiello (Abt-Audi)
2003 Christijan Albers (Mercedes-Benz)
2004 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2005 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2006 Bruno Spengler (Mercedes-Benz)
2007 Bruno Spengler (Mercedes-Benz)
2008 Jamie Green (Mercedes-Benz)
2009 Jamie Green (Mercedes-Benz)
2010 Jamie Green (Mercedes-Benz)
2011 Bruno Spengler (Mercedes-Benz)
2012 Jamie Green (Mercedes-Benz)




DTM - Ekström überrascht bei Rallycross

Mattias Ekström kann auch in der vierwöchigen DTM - Pause zw. dem Rennen in der Lausitz und auf dem Norisring nicht ohne Motorsport.



Ekström in Siegerpose
Foto: Audi-Motorsport
Eine Woche vor dem fünften DTM-Rennen auf dem Norisring gab Mattias Ekström ein Gastspiel bei der FIA European Rallycross Championship. Der Schwede trat vor heimischem Publikum im Höljes Motorstadion in der Supercars-Klasse an.

Mit durchschlagendem Erfolg: In seinem Volkswagen Polo T16 erreichte er Platz zwei. Das war nicht der erste Ausflug in die Rallycross-Szene von Motorsport-Multitalent Ekström. Schon am vergangenen Wochenende beeindruckte der zweimalige DTM-Champion bei den X Games in München mit Top-Platzierungen.


zweiter Platz für Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Hut ab und herzlichen Glückwunsch für diese herausragenden Leistungen. Bleibt zu hoffen das Mattias Eckström seinen Audi am kommenden Wochenende am Norisring genauso erfolgreich bewegt.

Dienstag, 9. Juli 2013

DTM - Neues System zur Anzeige der Options-Reifen

Reifenwechsel
Foto: Jens Hawrda
Die DTM wird ab dem Rennen am kommenden Sonntag auf dem Norisring auf die zuletzt häufiger gestellte Frage „Options-Reifen oder nicht“ immer eine klare Antwort parat haben. Seit dem Rennen in Spielberg hatte bereits ein größerer gelber Firmen-Schriftzug auf den Flanken der Options-Reifen von Exklusivpartner Hankook dafür gesorgt, dass die Pneus für die Zuschauer auf den Tribünen und vor den Bildschirmen besser erkennbar sind. Jetzt wird die Situation noch einmal verbessert: Ab sofort ist durch ein neues technisches System gewährleistet, dass auch in den TV-Grafiken automatisch der aktuell verwendete Reifen angezeigt wird. Dafür werden Sensoren an den Felgen der DTM-Boliden von Audi, BMW und Mercedes-Benz verwendet.

Foto: Jens Hawrda
Neben dem Reifendruck übermitteln die schon seit Beginn der vorigen Saison verwendeten Sensoren ab sofort auch, ob ein Fahrzeug auf Options-Reifen unterwegs ist. Das funktioniert über einen individuellen Code des Sensors, der vor der Ausgabe der Options-Reifen an die Teams durch Vertreter des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) im Marshalling System hinterlegt wird. Sind Options-Reifen auf einem DTM-Auto im Einsatz, erkennt das ein Empfänger im Fahrzeug automatisch und schickt ein entsprechendes Signal mit der dazugehörigen Startnummer an die Schnittstelle für die TV-Grafik und das Informationssystem der Kommentatoren.

Die Options-Reifen sind in der DTM seit Beginn der Saison 2013 im Einsatz. Sie ermöglichen dank einer weicheren Gummimischung für eine bestimmte Zeit schnellere Rundenzeiten, bauen danach aber schnell ab. Jeder Fahrer erhält ausschließlich für das Rennen jeweils einen Satz dieser Reifen, der während des Rennens auch genutzt werden muss. Die Options-Reifen ermöglichen den Fahrern unterschiedliche Strategien und sorgen so für zusätzliche Spannung.

Montag, 8. Juli 2013

Formel-1: Sebastian Vettel gewinnt Deutschland Grand-Prix

Normalerweise berichten wir in diesem Blog nicht über die Formel-1. Heute machen wir aber eine Ausnahme, weil es um den Großen Preis von Deutschland geht und weil Sebastian Vettel ihn gewonnen hat.
 
Sieg am Nürburgring, Führung in WM ausgebaut
Foto: Jens Hawrda
Und es gibt gleich mehrere Gründe zur Gratulation an Sebastian Vettel. Er hat den deutschen Grand Prix zum ersten mal gewonnen und er hat damit auch zum ersten mal nach Monza 2011, wieder einen europäischen Grand Prix gewonnen. Und schließlich hat er sich selbst damit ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk gemacht. Sebastian ist am 03.07.2013  26 Jahre alt geworden, herzlichen Grlückwunsch nachträglich auch dazu.
 
Das Rennen selbst hat er aus der dritten Startposition aufgenommen und sofort am Start die Führung übernommen. Lewis Hamilton (Mercedes) der Pole-Setter konnte im Rennen aufgrund von Reifenproblemen nicht dauerhaft mit der Spitze mithalten. Nico Rosberg startete aufgrund eines Strategiefehlers des Teams beim Zeittraining nur von Platz 11 und war im Rennen dadurch gehandicapt.
 
Gegen Ende des Rennens geriet Sebastian Vettel nochmals von Lotus unter Druck. Kimi Raikkönen fuhr bis auf eine Sekunde auf Sebastian auf, konnte seinen ersten Sieg in Deutschland aber nicht mehr verhindern.
 
In der Weltmeistersschaft hat Sebastian Vettel seinen Vorsprung gegen über den Verfolgern Alonso und Raikönen weiter ausgebaut.
 
 

Sonntag, 7. Juli 2013

DTM präsentiert sich beim Moscow City Racing

Die drei Hersteller aus der DTM, Audi, BMW und Mercedes-Benz präsentieren sich am 20. und 21. Juli mit ihren Fahrzeugen im Rahmen des Moscow City Racing 2013. Der spektakuläre Event direkt vor den Mauern des Kreml ist in den letzten Jahren schon zu einer kleinen Tradition in der russischen Hauptstadt geworden. Die Veranstaltung ist ein Zuschauermagnet und alles was Rang und Namen im Rennsport hat war hier schon dabei, obwohl es keine wirklichen Rennen, sondern nur Demonstrationsfahrten gibt. Die sechste Auflage 2012 begeisterte 300.000 Zuschauer.

im Formel-1 Rennwagen mitten durch Moskau
Foto: Media Moscow City Racing
DTM-Spitzenreiter Mike Rockenfeller und sein Audi-Kollege Adrien Tambay, BMW-Pilot Andy Priaulx sowie der in Russland sehr populäre ehemalige Mercedes-DTM-Star Ralf Schumacher werden auf der 3,7 Kilometer langen Strecke beim Moscow City Racing im Audi RS 5 DTM, BMW M3 DTM und DTM Mercedes AMG C-Coupé Gas geben und den russischen Fans einen ersten Eindruck von der Faszination DTM vermitteln.

im Ferrari über den Roten Platz
Foto: Media Moscow City Racing
Vor den ersten Demonstrationsrunden am Samstag steht das Quartett bereits bei einer Pressekonferenz im noblen Baltschug Kempinski Hotel nur wenige Schritte entfernt vom Roten Platz den lokalen Medienvertretern Rede und Antwort und trifft Fans bei einer Autogrammstunde. Am Sonntag sind die DTM-Boliden noch einmal eines der Highlights im Programm – neben mehreren Formel-1-Rennern oder den mächtigen Kamaz-Racetrucks der Dakar-Rallye.

das Zuschauerinteresse ist gewaltig
Foto: Media Moscow City Racing
Zwei Wochen später, vom 2. bis 4. August wird dann zum ersten Mal in Russland, auf dem Moskau Raceway vor den Toren der russischen Hauptstadt, um Punkte für den DTM-Titel gekämpft.