| #11 Marco Wittmann (DEU / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport) Foto: ADAC-Motorsport |
Das DTM-Wochenende auf dem Norisring vom 3. bis 5. Juli 2026 verlief für Schubert Motorsport anders als erhofft. Nach einem schwierigen Qualifying und zwei Ausfällen im Samstagsrennen konnte das BMW-Team am Sonntag zumindest einen versöhnlichen Abschluss feiern: Marco Wittmann kämpfte sich bei seinem Heimrennen von Startplatz 18 auf Rang zehn nach vorne und sicherte dem Team vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als 100.000 Zuschauern mit wichtigen Meisterschaftspunkten.
Bereits am Freitag deutete sich für Schubert Motorsport ein herausforderndes Wochenende an. Die Einstufung im Rahmen der Balance of Performance (BoP) erschwerte es dem Team, auf dem kurzen Stadtkurs um Spitzenplätze zu kämpfen. Entsprechend schwierig gestalteten sich die Qualifyings, in denen sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde nur hintere Startpositionen erreichten.
Der Samstag endete schließlich für beide BMW M4 GT3 EVO vorzeitig. Sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde schieden nach Unfällen aus und konnten keine Punkte mitnehmen. Besonders der schwere Unfall von Kelvin van der Linde überschattete das gesamte Rennwochenende. Aufgrund der Folgen des Crashs konnte der Südafrikaner am Sonntag nicht mehr an den Start gehen.
Marco Wittmann zeigte hingegen im Sonntagsrennen eine starke kämpferische Leistung. Der zweimalige DTM-Champion arbeitete sich auf dem traditionsreichen Stadtkurs Position um Position nach vorne und belohnte sich bei seinem Heimspiel mit Rang zehn und wichtigen Meisterschaftspunkten. Angesichts der schwierigen Ausgangslage war dies das maximal mögliche Ergebnis.
„Bereits nach der Veröffentlichung der Balance of Performance am Freitag war absehbar, dass wir an diesem Wochenende keine optimalen Voraussetzungen hatten, um im Kampf um die Spitzenplätze mitzumischen. An dieser Ausgangslage hat sich im weiteren Verlauf des Wochenendes nichts mehr geändert. Umso höher ist die Leistung von Marco einzuschätzen, der sich von Startplatz 18 noch bis auf Rang zehn vorgearbeitet und damit das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt hat“, erklärt Teamchef Torsten Schubert.
Mit Blick auf den schweren Unfall seines Fahrers richtet Schubert den Fokus nun auf die kommenden Tage: „Der schwere Unfall von Kelvin hat das Wochenende natürlich überschattet. Jetzt hoffen wir, dass er in den kommenden Tagen vollständig genesen wird und rechtzeitig zu den nächsten Testfahrten wieder fit ist. Dafür wünschen wir ihm alles Gute. Gleichzeitig wartet auf unsere Mannschaft eine große Aufgabe, denn das Fahrzeug muss umfangreich wieder aufgebaut werden. Nach derzeitigem Stand wird dafür eine neue Karosserie erforderlich sein.“
Trotz des schwierigen Wochenendes bleibt Schubert Motorsport in der Spitzengruppe der DTM-Saison vertreten. Während Marco Wittmann mit seinem Punktgewinn den Anschluss im Titelkampf wahrt, richtet sich der Fokus des Teams nun auf die kommenden Testfahrten und die Vorbereitung auf das nächste Rennwochenende. Parallel arbeitet die Mannschaft mit Hochdruck daran, den BMW M4 GT3 EVO von Kelvin van der Linde rechtzeitig wieder einsatzbereit zu machen.