Eigentlich hatte Luis Rammerstorfer das Saisonfinale der EURO MOTO Sportbike am Hockenheimring schon fast abgehakt. Nach seinem Sturz am Nürburgring war seine Maschine ein Totalschaden. Bis zum Finale blieben gerade einmal drei Wochen und in dieser kurzen Zeit ließ sich das Motorrad zu Hause in Österreich nicht wieder aufbauen. Nun ergab sich kurzfristig eine andere Möglichkeit: Rammerstorfer fährt an diesem Wochenende für RT Motorsports rund um Teammanager Rob Vennegoor.
Eine schnelle und unkomplizierte Lösung, durch die der Österreicher seine Saison doch noch auf der Rennstrecke beenden kann. Mit einem Wechsel weg von Freudenberg RoRa Paligo Racing hat der Einsatz allerdings nichts zu tun. Ausschlaggebend ist einzig das nach dem Nürburgring fehlende einsatzfähige Motorrad. „Ich bin einfach froh, dass ich an diesem Wochenende doch noch fahren kann. Nach dem Nürburgring hatte ich schon damit gerechnet, dass das Saisonfinale ohne mich stattfinden würde. Umso dankbarer bin ich RT Motorsports, dass sie mir diese Möglichkeit geben. So kann ich die Saison doch noch auf der Strecke beenden“, sagt Rammerstorfer.
Rosenthaler muss beim Finale zuschauen
Dass bei RT Motorsports überhaupt ein Platz frei geworden ist, hat allerdings einen weniger schönen Grund. Jakob Rosenthaler kann beim Saisonfinale nicht antreten. Der aktuell Viertplatzierte der Meisterschaft hatte sich bei seinem Sturz am Nürburgring an der Hand verletzt. Die Verletzung ist noch nicht vollständig ausgeheilt und ein Start in Hockenheim kommt deshalb für ihn nicht infrage.
Damit wurde bei RT Motorsports ein Motorrad frei und Teammanager Rob Vennegoor zögerte nicht lange, Rammerstorfer unter die Arme zu greifen. „Wir hatten an diesem Wochenende die Möglichkeit, Luis zu helfen, weil Jakob leider nicht fahren kann. Wenn wir ihm damit ermöglichen können, beim Saisonfinale doch noch am Start zu stehen, machen wir das natürlich gerne“, erklärt Vennegoor.
So kommt Rammerstorfer nach dem Rückschlag am Nürburgring doch noch zu seinem Saisonabschluss. Zwar in einer anderen Box und auf einem anderen Motorrad als ursprünglich geplant, aber vor allem mit der Chance, die Saison noch sportlich und auf der Rennstrecke zu beenden.
Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann