Sonntag, 26. April 2026

Aston Martin-Erfolg im Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring

  • Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok gewinnen in der ADAC GT4 Germany
  • Mit Aston Martin, BMW und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson reisen als Tabellenführer ab

Große Freude bei Philipp Gogollok (li.) und Jan Philipp Springob
Foto: ADAC-Motorsport

Britischer Triumph beim Auslandsgastspiel der ADAC GT4 Germany in Österreich: Mit einem souveränen Start/Ziel-Sieg gewannen Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo von COSY Racing by ESM das Sonntagrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring. Durch Platz zwei der BMW M4 GT4 Evo-Piloten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) und Rang drei für das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) konnten Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Herstellern auf die ersten drei Positionen fahren. Für Sieger Gogollok ist es nach 2024 und 2025 bereits der dritte Sieg in Folge auf der Rennstrecke in Österreich.

Bereits in der Qualifikation konnte Gogollok glänzen und sich die Pole-Position sichern. Die gute Ausgangslage wandelte der Hesse direkt in die Rennführung um. Bis zur Rennmitte baute er den Lead auf rund vier Sekunden aus. Hinter dem Aston Martin ging es jedoch mächtig zur Sache. Alon Gabbay (22/ISR) im Porsche, sein AVIA W&S Motorsport-Teamkollege Berndt und BMW-Pilot Sylvestersson kämpften sehenswert um die zweite Position, wobei Gabbay in der ersten Rennhälfte die Oberhand behielt.

In der Phase der Boxenstopps wechselte die Reihung jedoch signifikant. Mit einem perfekt getimten Stopp übernahm Robinsons Partner Berndt den zweiten Rang vor Gabriele Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, und Gabbays Partner Maximilian Schreyer (17/Marburg). An der Spitze drehte derweil Springob, der für Gogollok in den Aston Martin stieg, souverän seine Runden. Piana machte im weiteren Rennverlauf ordentlich Druck auf Robinson und konnte den Australier rund zehn Minuten vor Rennende überholen - und so Platz zwei klarstellen. Somit reisen Piana/Sylvestersson als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende auf dem Norisring. Unbeeindruckt von allem fuhr Springob zum Tagessieg, der für Gogollok zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Um Platz drei gab es zu Rennende nochmals einen spannenden Zweikampf zwischen Robinson und BMW-Pilot Luca Link (22/Günzburg, FK Performance Motorsport), in dem sich der Porsche-Fahrer aber durchsetzte. Link und Partner Luis Moser (17/AUT) belegten somit die vierte Position. Fünfte wurden Gabbay/Schreyer vor den beiden BMW von Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport). Rang acht ging an Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor deren Mercedes-AMG GT4-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid gewann somit die Rookie-Wertung. Die Top Zehn komplettierten die PRO-AM-Sieger Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM: „Vielleicht sah es von außen langweilig aus, doch wir haben jede Runde maximal gepusht. Denn wir wussten, dass der BMW zum Rennende immer stark ist. Somit galt es, konstant die Runden abzuspulen und keine Fehler zu machen. Das ist uns gelungen. Insgesamt sind wir extrem happy über den Sieg.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM: „Der Start war recht turbulent, doch wir konnten uns aus allem heraushalten und vorne ein wenig wegfahren. Es war ein solider Stint von meiner Seite. Jan Philipp hat dann dafür gesorgt, dass die Lücke groß blieb. Somit können wir mit dem Rennwochenende sehr zufrieden sein.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Der zweite Platz ist sicherlich ein wenig süßsauer, denn wir hatten das Potenzial, nach dem Samstagsrennen auch am Sonntag zu gewinnen. Wir steckten im Rennen aber irgendwie immer im Verkehr und verloren dadurch Zeit. Auf jeden Fall ist es schön, die Tabellenführung inne zu haben - noch besser wäre es jedoch, nach dem letzten Saisonrennen in der Tabelle ganz oben zu stehen.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Mit einem ersten und zweiten Platz vom Red Bull Ring abzureisen, ist natürlich klasse. Das war ein richtig guter Saisonstart. Hoffentlich können wir am Norisring genauso weitermachen. In meinem Stint hatte ich ein paar ganz gute Zweikämpfe, die wirklich Spaß machten.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Wir standen hier zweimal auf dem Podium und fuhren dadurch viele Punkte im Titelrennen ein. Beide Rennen waren für mich sehr actionreich mit vielen Zweikämpfen. Es war exzellentes Racing und alles lief sauber ab. Das war großartig.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Es war ein guter Tag und wir sind mit dem Podium natürlich sehr zufrieden. Wie Lachlan schon erwähnte, gab es gute Kämpfe, denn die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist extrem stark. Danke auch an das Team, da unser Boxenstopp super funktionierte. Wir freuen uns nun bereits auf den Norisring.“

ADAC GT Masters: Erste Startreihe für Lokalmatador Razoon am Red Bull Ring

#14 Pavel Lefterov / Mark Kastelic / Porsche 911 GT3 R (992) / razoon - more than racing
Foto: ADAC-Motorsport

Mark Kastelic (18/SLO) hat sich am Sonntag die Pole-Position für das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring gesichert. In seinem Porsche 911 GT3 R fuhr er eine Zeit von 1:28.954 Minuten und bescherte damit seinem Team Razoon – more than Racing die erste Startposition beim Heimspiel in Österreich. Teamkollege Leo Pichler (24/AUT) machte mit 0,213 Sekunden Rückstand die erste Startreihe für die Lokalmatadoren perfekt.

„Es hätte einfach nicht besser laufen können. Ich habe mir das die ganze Zeit gewünscht“, jubelte der 18-jährige Rookie, der sich seinen Porsche mit Pavel Lefterov (28/BGR) teilt. „Die Rundenzeiten waren heute etwas langsamer als gestern und ich hatte zuerst das Gefühl, sehr langsam zu sein. In meine letzte Runde habe ich alles reingelegt und die Rundenzeit war in Ordnung. Als sie mir am Funk sagten, dass ich die Pole habe, konnte ich es nicht fassen. Jetzt heißt es gewinnen. Wir haben die beste Ausgangslage und es gibt keine Ausreden mehr.“

Mit knapp sieben Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein gingen die Piloten ins zweite Qualifying der Saison 2026. Erneut wechselten die Bestzeiten an der Spitze im Sekundentakt, bis sich ganz zum Schluss die beiden Razoon-Porsche vorne platzierten. Vom dritten Startplatz aus gehen die Sieger des Vortages ins Rennen. Felix Hirsiger (27/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) kam in seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 0,249 Sekunden hinter der Bestzeit über die Linie.

Die zweite Startreihe komplettiert Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport) im besten BMW M4 GT3 Evo vor seinem Markenkollegen Sandro Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport), der von Startplatz fünf aus ins Rennen geht.

Quelle: adac-motorsport.de

Kelvin van der Linde holt seine erste BMW-Pole in der DTM

#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

DTM-Rückkehrer Kelvin van der Linde hat beim zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Südafrikaner fuhr am Sonntagvormittag am Steuer des BMW M4 GT3 Evo mit 1:27,575 Minuten die schnellste Runde und sicherte sich damit die zehnte Pole-Position in seiner DTM-Karriere.

"An meinem ersten DTM-Rennwochenende für BMW direkt auf der Pole-Position zu stehen, macht mich unglaublich stolz. Nach meinem Ausfall im Samstagsrennen hat das Team an einem langen Abend einen super Job gemacht. Das Auto war im Qualifying wie eine Rakete. Der Druck in der DTM ist enorm hoch, aber ich freue mich riesig auf das Rennen", sagte der Gewinner des Pirelli Pole Position Award.

Neuling Finn Wiebelhaus überraschte mit einem starken zweiten Platz und hatte im Ford Mustang GT3 einen Rückstand von nur 0,085 Sekunden auf den Pole-Setter. Lokalmatador Lucas Auer belegte Rang drei und hat damit im zweiten Meisterschaftslauf gute Chancen, seinen ersten Heimsieg in der Steiermark einzufahren. Jules Gounon steuerte seinen Mercedes-AMG GT3 auf Position vier, Markenkollege Maro Engel komplettierte dahinter das Mercedes-AMG-Trio unter den Top Fünf.

m zweiten Zeittraining auf der Alpen-Achterbahn war van der Linde am Sonntagvormittag einer der aktivsten und aggressivsten Fahrer. Der BMW-Pilot setzte gut dreieinhalb Minuten vor Ende des Qualifyings die erste Bestmarke, die er danach mehrfach unterbot. In seinem neunten Umlauf gelang ihm kurz vor Schluss die Top-Zeit. Wiebelhaus schob sich in seiner sechsten Runde auf Rang zwei vor und lag damit nur 0,008 Sekunden vor Auer.

Ergebnis Qualifikation, 2. Saisonlauf, Red Bull Ring (Top-Five) 

  1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 1:27.575 Minuten
  2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0.085 Sekunden
  3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,093 Sekunden
  4. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,105 Sekunden
  5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +0.134 Sekunden

Quelle: dtm.com


Samstag, 25. April 2026

ADAC GT4 Germany Red Bull Ring: Triumph für BMW-Duo Piana/Sylvestersson

Strahlender Gesichter bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Debütsieg für Benjamin Sylvestersson und 18. Erfolg für Partner Gabriele Piana. Mit BMW und Porsche zwei Marken auf dem Podium der ADAC GT4 Germany. Hendrik Still/Tim Horrell gewinnen PRO-AM-Wertung.

Spannende Rad-an-Rad-Duelle, sehenswerte Überholmanöver und klasse Aufholjagden. Die ADAC GT4 Germany ist auf dem Red Bull Ring fulminant in die Saison 2026 gestartet. In einem packenden Rennen siegten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 Evo, nachdem sie das Rennen von der zehnten Position aus begonnen hatten. Mit Platz zwei für Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS) sowie Rang drei für die Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) erlebte auch der Porsche-Rennstall AVIA W&S Motorsport einen Saisonauftakt nach Maß.

Bei Kaiserwetter mit blauem Himmel, Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hatte Robinson das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen. In der ersten Rennhälfte kämpfte der Australier sehenswert mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo von COSY Racing by ESM um die Spitze. Mehrere Male wechselte die Führung, doch letztendlich setzte sich Robinson durch. Pilot der ersten Rennhälfte war aber zweifelsohne auch Gabriele Piana. Der Italiener kämpfte sich von Startplatz zehn auf die dritte Position vor und legte damit den Grundstein für seinen insgesamt bereits 18. Sieg in der ADAC GT4 Germany. Richtig stark aufgelegt präsentierte sich zudem Youngster Schreyer, der die erste Rennhälfte auf der vierten Position beendete.

Zu Rennmitte fanden die Fahrerwechsel statt. Für Springobs Teamkollege Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) begann sein Einsatz aber gleich mit einer Enttäuschung. Mit einem technischen Problem musste er seinen Aston Martin kurzzeitig auf der Start/Ziel-Geraden parken. Damit war die Chance auf den Sieg gelaufen. Das Duo beendete das Rennen auf Rang zehn.

An der Spitze kam es somit zu einem Zweikampf um den Sieg zwischen Robinsons Partner Denny Berndt und Benjamin Sylvestersson, der für Piana in den FK Performance-BMW stieg. Sylvestersson setzte sich final durch und feierte seinen Debütsieg, der gleichzeitig auch den Triumph in der Juniorwertung bedeutete. Hinter Berndt komplettierte Schreyers Partner Alon Gabbay die Top Drei. Rang vier ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (16/USA, beide CRT), die im Toyota GR Supra GT4 Evo2 von Rang 19 ins Rennen gingen - und somit bei ihrer ADAC GT4 Germany-Premiere ebenfalls eine fulminante Aufholjagd hinlegten.

Fünfte wurden Lokalmatador Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) vor ihren BMW-Markenkollegen Lukas Stiefelhagen (18/NED) und Leon Bauchmüller (18/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen gewann damit die Rookie-Wertung. Platz sieben belegten Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4. Das Porsche-Duo Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) konnte mit Platz acht die PRO-AM-Wertung für sich entscheiden. Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) beendeten das Rennen auf der neunten Position.

Stimmen nach dem Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Jeder Sieg ist wie der erste für mich. Es wird in der ADAC GT4 Germany nie langweilig, zu gewinnen. Nach der Qualifikation war ich zunächst etwas enttäuscht, da der Abstand zur Spitze doch recht groß war. Im Rennen hat sich die Strecke aber zu unseren Gunsten entwickelt. Wir sind super glücklich über den Sieg.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Meinen ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany werde ich nie mehr vergessen. Danke an das Team und an Gabriele, die heute alles gegeben haben. Es war ein richtig klasse Rennen. In meinen Stint ging es ordentlich zur Sache – aber letztendlich konnte ich mich durchsetzen und einen kleinen Vorsprung herausfahren. Morgen ist der zweite Sieg das Ziel.“

Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Aber auch mit Platz zwei bin ich zufrieden. Wir holten das Maximum heraus, da wir ein schwieriges Rennen hatten. Denn ich denke, die Bedingungen heute kamen eher der Konkurrenz entgegen. Morgen starten wir von Platz drei. Mal sehen, was wir dann erreichen können.“

Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport: „Insbesondere mit Blick auf die gesamte Saison ist Platz zwei ein gutes Ergebnis, da wir viele Punkte einfahren konnten. Ich hatte einen interessante Zweikampf mit dem BMW. Es war ein schönes Rennen und im Allgemeinen ein guter Tag.“

Alon Gabbay – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich will man als Rennfahrer mehr als Platz drei, doch mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Ich freue mich natürlich auch für Maximilian und das Team, die klasse gearbeitet haben. Wir sind auf einem guten Weg und können das Sonntagsrennen schon gar nicht mehr abwarten.“

Maximilian Schreyer – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Mit dem Podium geht es mir richtig gut. Für uns ist das ein super Start in die Saison 2026. Mir gefällt der Red Bull Ring wirklich gut. Das Layout liegt mir. Ich denke, dass wir im zweiten Rennen erneut attackieren können, sodass vielleicht ein noch besseres Ergebnis möglich ist.“

Quelle: adac-motorsport.de


Hirsiger/Zulauf gewinnen im Fotofinish auf dem Red Bull Ring

  • Felix Hirsiger/Finn Zulauf siegen im Lamborghini beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters
  • Herzschlagfinale: Duell um den Sieg entscheidet sich in der letzten Kurve
  • Pro-AM Cup Sieg für Gaststarter Baron Motorsport mit Kirchmayr/Jefferies im Ferrari

Herzschlagfinale: 0,143 Sekunden trennten den siegreichen Lamborghini und den zweitplatzierten Ford
Foto: ADAC-Motorsport

Unfassbares Finale beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring: In letzter Sekunde haben sich Felix Hirsiger (27/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 den Sieg gesichert. Ein rundenlanges Duell mit dem zweitplatzierten Ford Mustang GT3 von Niklas Kalus (20/Duisburg)/Kiano Blum (18/AUT/beide Haupt Racing Team) endete mit lediglich 0,143 Sekunden Differenz. „Ich habe mich noch nie so sehr gefreut und glaube, das war die beste letzte Runde meines Lebens. Im Auto waren so viele Jubelschreie, die Onboard-Aufnahmen wären sicher lustig“, strahlte Hirsiger nach seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters und dem ersten für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport seit 2011. Teamkollege Zulauf ergänzte: „Ich hatte zuerst Ruhepuls, aber die letzten beiden Runden waren einfach unglaublich. Sowas habe ich noch nie erlebt. Wir haben in der Box mindestens genauso geschrien wie Felix im Auto. Vielen Dank ans Team, das Auto war mega.“ Das Podium komplettierten Max Cuccarese (19/ITA)/Alain Valente (29/CHE/beide Haupt Racing Team) in einem weiteren Ford.

Bei strahlendem Sonnenschein und 22 Grad ging Zulauf von der Pole-Position ins Rennen und hielt zunächst seine Position, bis er sich dem herannahenden Blum geschlagen geben musste. „Ich habe gesehen, dass ich die Pace des Ford nicht mitgehen konnte und ihn passieren lassen. Ich wusste, dass unsere Longrun-Pace gut ist und habe darauf gebaut, dass Felix am Ende nochmal angreift“, schildete Zulauf. Konkurrent und Lokalmatador Blum war von Rang drei gestartet, bereits nach der ersten Runde hinter dem Engstler-Lamborghini und setzte sich kurze Zeit später an die Spitze. „Ich hatte einen Mega-Start und konnte den Abstand nach dem Führungswechsel gut halten“, so Blum. „In den letzten beiden Runden ging mein Puls nochmal hoch. Es war spannend zuzuschauen. Leider haben wir nicht gewonnen, aber morgen ist nochmal ein Tag.“

Nach der Übergabe von Blum auf Teamkollege Kalus schien es zunächst so, als könne sich der Ford vorne behaupten, obwohl Hirsiger, der von Zulauf übernommen hatte, immer in Schlagdistanz blieb. „Die Leistungsunterschiede zwischen den Autos machen das Überholen nicht einfacher. Im Mittelsektor ist der Lamborghini etwas stärker, in den anderen beiden der Ford“, erklärte Hirsiger. „Mir war klar, ich muss mein Auto richtig managen, um am Ende nochmal Druck aufzubauen. Das hat sehr gut funktioniert.“ Kalus hatte in Front seinen Vorsprung gehalten und schon etwas durchgeatmet, als sich das Blatt in der vorletzten Runde nochmals wendete. „Ich sah, dass er näherkam. Plötzlich war er direkt hinter mir und ich musste verteidigen. Ich hatte gehofft, mich nochmal freischwimmen zu können, aber er hat das sehr gut gemacht und in der letzten Kurve hatte ich keine Chance mehr.“ Kalus kam etwas zu weit nach außen und Hirsiger schlüpfte innen an ihm vorbei zum spektakulären Last-Minute-Sieg auf dem Red Bull Ring.

Im Windschatten dieses spannenden Duells fuhren Valente und Rookie Cuccarese in einem weiteren Ford auf Platz drei. Für den Italiener Cuccarese das erste Podium in seinem ersten ADAC GT Masters-Rennen. „Ich freue mich sehr über dieses großartige Ergebnis. Alain hat in seinem Stint einen super Job gemacht und viele Positionen gewonnen. Ich musste dieses Ergebnis sicher ins Ziel fahren und das ist mir gelungen“, schilderte der Ford-Pilot.

Einen sehr starken Einstand in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC zeigte HGL Racing. Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirna) waren im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 von Rang 13 ins Rennen gestartet und arbeiteten sich durch eine fehlerfreie Leistung bis auf Rang vier nach vorne. Die Top-5 wurden vom dritten Ford mit Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) komplettiert. Dahinter kam mit Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) das bestplatzierte BMW-Duo auf Rang sechs ins Ziel. Platz sieben und den Sieg im Pro-AM Cup feierten die Gaststarter von Baron Motorsport mit Ernst Kirchmayr (70/AUT)/ Axcil Jefferies (34/ZWE) am Steuer des Ferrari 296 GT3. Die aus der ersten Startreihe losgefahrenen Neueinsteiger Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA) von Comtoyou Racing fielen im Laufe des Rennens mit ihrem Aston Martin Vantage GT3 bis auf die achte Position zurück. Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) wurden Neunte im zweiten BMW. Die Top-10 wurden vom österreichischen Team Razoon – more than Racing komplettiert, die viel Pech hatten. Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR) wurden gleich zu Beginn des Rennens gedreht und kämpften sich noch auf Rang zehn zurück, ihre Teamkollegen Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen) schieden auf Rang vier liegend nach einem Defekt aus.

Das Qualifying für das zweite Rennen des Wochenendes findet am Sonntag um 8:10 Uhr statt.