Samstag, 25. April 2026

Traumstart für Österreicher: Preining jubelt vor Auer auf dem Red Bull Ring

  • Preining gewinnt ersten DTM-Saisonlauf vor Landsmann Auer
  • Pole-Setter Engel sichert sich im Mercedes-AMG dritten Podiumsplatz
  • Bestes McLaren-Ergebnis in der DTM für Ex-Formel-1-Pilot Glock

Thomas Preining jubelte über den Heimsieg in Spielberg
Foto: ADAC-Motorsport

Eine kluge Strategie und starke Nerven waren der Schlüssel zum Erfolg: Thomas Preining (A/Manthey) hat am Samstag nach einer fehlerlosen Vorstellung zum zweiten Mal sein DTM-Heimrennen auf dem Red Bull Ring gewonnen. Beim Auftaktrennen in der Steiermark überquerte der Porsche-Werksfahrer nach 38 Runden als Erster die Ziellinie und feierte damit seinen neunten DTM-Erfolg. Sein Landsmann Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) machte mit Platz zwei den österreichischen Doppelsieg auf dem Formel-1-Kurs perfekt. „Ich könnte nicht glücklicher sein, von genau solchen Momenten träumt man als Rennfahrer! Vor den Augen meiner Familie und vielen Freunden zu gewinnen, fühlt sich einfach großartig an. Es war ein sehr herausforderndes Rennen mit einer sehr schnellen Konkurrenz von Mercedes-AMG. Lucas Auer hat am Ende richtig Druck gemacht. Umso erleichterter war ich über die Zieldurchfahrt“, erklärte der Linzer, der von den Fans zum „Driver of the Day“ powered by PME Legend gewählt wurde. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) wurde in einem bis zum Schluss spannenden Rennen Dritter.

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 1 von 16

  • Streckenlänge: 4.326 Meter
  • Wetter: 20 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 1:27,403 Minuten
  • Sieger: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 R #91)
  • Schnellste Rennrunde: Bastian Buus (Land-Motorsport, Porsche 911 GT3 R #29), 1:28,739 Minuten

Der mit Spannung erwartete Start zum ersten DTM-Meisterschaftslauf war von der ersten Sekunde an hart umkämpft. Während Pole-Setter Engel seine Führung souverän verteidigte, schob sich Preining von Platz drei an Auer vorbei. Hinter diesem Trio folgte Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), der Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) überholen konnte, auf Rang vier. Dörr schlug mit seinem McLaren 720S GT3 Evo wenig später nach einer Berührung mit einem Konkurrenten in der Leitplanke ein und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Die Boxenstopps wirbelten die Spitzenplätze durcheinander: Gounon und Preining holten sich bereits in Runde 14 und 15 neue Pirelli-Slicks. Zwei Umläufe später steuerte Engel die Box an, verlor nach Problemen beim Reifenwechsel allerdings wertvolle Sekunden. Preining übernahm dadurch die Führung vor Gounon. Auer reihte sich nach seinem Pflichtstopp auf Position drei ebenfalls vor Engel ein. In Runde 33 kam es nach einem technischen Defekt zum plötzlichen Aus für Gounon. Das war die Chance für Auer, der nach einer Safety-Car-Phase in Schlagdistanz zur Spitze lag. Preining blieb jedoch eiskalt und ließ seinen Landsmann nicht mehr entscheidend herankommen. Der 27-Jährige fuhr hinter dem Safety-Car als Erster ins Ziel, nachdem Kelvin van der Linde (ZA) mit seinem BMW M4 GT3 Evo ausrollte. Die Plätze hinter Preining belegten Auer, Engel und Tom Kalender (Hamm/Sieg/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich nach einem starken Rennen vom zehnten auf den vierten Platz verbesserte.

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) wurde als bester BMW-Fahrer Fünfter, Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) steuerte den zweiten McLaren 720S GT3 Evo auf Position sechs. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) konnte neun Positionen gut machen und belegte Rang sieben. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) beendete sein erstes DTM-Rennen im Ferrari 296 GT3 Evo auf Platz acht vor Porsche-Pilot Ricardo Feller (CH/Manthey). Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) machte die Top-Ten komplett.

Lucas Auer: „Wir haben uns intensiv auf den Auftakt vorbereitet, der zweite Platz ist der Lohn für die harte Arbeit. In der Schlussphase habe ich auf einen Fehler von Thomas Preining gelauert, aber auch Rang zwei ist bei meinem Heimspiel ein Top-Ergebnis. Für das Rennen am Sonntag müssen wir analysieren, welche Strategie mit dem neuen Reifen die beste ist.“

Maro Engel: „Bis zum Boxenstopp war es ein perfekter Tag für uns. Wenn man so lange souverän in Führung liegt, fühlt sich der dritte Platz enttäuschend an. Die Crew in der Box hat in der Vergangenheit immer einen super Job gemacht, daher mache ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Wir haben ein starkes Paket und greifen am Sonntag wieder an.“

Ergebnis, 1. Meisterschaftslauf, Red Bull Ring (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey)

2. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,774 Sekunden

3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +1,620 Sekunden

4. Tom Kalender (D/Mercedes-AMG Team Landgraf), +2,544 Sekunden

5. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +2,763 Sekunden


ADAC GT4 Germany: Porsche und Aston Martin starten von Pole-Position

Lachlan Robinson und Philipp Gogollok waren in den beiden Qualifikationen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring nicht zu schlagen. Neben Porsche und Aston Martin auch BMW auf den Top-Positionen platziert.

Spannende Action in den beiden Qualifikationen der ADAC GT4 Germany beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring – und mit Porsche sowie Aston Martin konnten Fahrzeuge von zwei verschiedenen Herstellern die jeweilige Pole-Position erzielen. Lachlan Robinson (22/AUS) setzte sich im 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport in der Session für das Samstagsrennen durch. Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) wird im Vantage GT4 AMR Evo von COSY Racing by ESM das Sonntagsrennen vom ersten Platz aus beginnen.

„Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Qualifikation. Wir waren bereits über das gesamte Rennwochenende und auch beim Vortest stark. Jedoch mussten wir diese Performance auch in der Qualifikation zusammenbekommen. Das ist uns gelungen“, freute sich Robinson über seine Zeit von 1:35,207 Minuten. „Das Auto fühlt sich an, als ob es auf Schienen über die Strecke fahren würde. Wir freuen uns nun auf das Rennen. Der Sieg ist das Ziel.“

Hinter Robinson, der im Rennen gemeinsam mit Denny Berndt (21/Berlin) startet, belegte der Aston Martin von Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok Platz zwei in der Qualifikation für das Samstagrennen. Springob hatte die Session lange Zeit angeführt, wurde final aber um knappe 0,138 Sekunden geschlagen.

Rang drei ging an Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg), die in einem weiteren Porsche von AVIA W&S Motorsport 0,479 Sekunden zurücklagen. Die Top Vier komplettierten Nicolas Guillaume (19/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide ebenfalls AVIA W&S Motorsport).

Im Sonntagsrennen wird dann der Aston Martin von Philipp Gogollok ganz vorne im Grid stehen. „Die Saison 2026 beginnt für mich genauso wie 2025 aufgehört hat – mit einer Pole-Position“, jubelte Gogollok über die Zeit von 1:35,075 Minuten. „Damit bin ich natürlich zunächst einmal sehr zufrieden. Wir dürfen uns jedoch nicht auf dem Ergebnis ausruhen, sondern müssen fokussiert ins Rennen gehen. Hoffentlich nehmen wir dann eine Trophäe mit nachhause.“

Mit einem Rückstand von 0,220 Sekunden belegte der Porsche von Gabbay/ Schreyer Platz zwei vor deren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Robinson/Berndt. Vierte in der Qualifikation für das Sonntagsrennen wurden Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 Evo.

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT Masters: Finn Zulauf erzielt die erste Pole-Position der Saison am Red Bull Ring

Die erste Pole-Position der ADAC GT Masters-Saison 2026 auf dem Red Bull Ring geht an Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus) und das Liqui Moly Team Engstler Motorsport. Der 21-Jährige fuhr in seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 eine Zeit von 1:28.563 Minuten. Zulauf, der sich sein Auto mit Felix Hirsiger (27/CHE) teilt, sicherte sich die dritte Pole-Position seiner ADAC GT Masters-Karriere und wie bereits im Vorjahr die beste Ausgangsposition für das erste Saisonrennen, wo er ebenfalls Platz eins im Qualifying erzielte. 

„Ich hatte mit einem Top-5-Ergebnis spekuliert und bin sehr glücklich, dass es jetzt die Pole geworden ist. Es freut mich richtig fürs Team, das über den ganzen Winter einen so tollen Job gemacht hat. So ins Jahr zu starten, ist super“, strahlte Zulauf, der Engstler Motorsport die erste Pole-Position im ADAC GT Masters seit 2011 bescherte. „Das Auto hat sich sehr gut angefühlt, bei den kühleren Temperaturen habe ich allerdings ein paar Runden gebraucht, um mich anzupassen. Die Balance war etwas anders, aber zum Schluss hat es zum Glück geklappt und ich konnte die Pole nach Hause bringen. Während der Trainings am Freitag im Warmen hat sich unser Auto ebenfalls super angefühlt, deshalb bin ich sehr zuversichtlich für das Rennen.“

Mit lediglich 1,8 Grad Luft- und nur knapp 10 Grad Streckentemperatur präsentierte sich der Red Bull Ring zwar kalt, aber mit strahlendem Sonnenschein. Ein klarer Favorit kristallisierte sich in der 20-minütigen Qualifying-Session nicht heraus, da die Führung laufend wechselte. Bis kurz vor der karierten Flagge hatte Jamie Day (GBR/20/Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 wie der Pole-Setter ausgesehen, wurde aber in letzter Sekunde mit 0,020 Sekunden Rückstand auf Startplatz zwei verdrängt. „Ich bin recht happy mit dem Ergebnis. Es ist das erste Mal für das Team und mich im ADAC GT Masters und das Auto direkt in die erste Startreihe zu stellen, ist super“, freute sich Day. 

Startplatz drei für das Samstagsrennen sicherte sich Colin Bönighausen (21/Isernhagen). Beim Heimspiel seiner Mannschaft Razoon – more than Racing kam der Rookie im Porsche 911 GT3 R mit 0,091 Sekunden Rückstand über die Linie. Er wird mit Kiano Blum (18/AUT/Haupt Racing Team) einen weiteren Rookie neben sich in der zweiten Startreihe haben. Der Österreicher im Ford-Mustang GT3 lag 0,206 Sekunden hinter der Bestzeit. Die Top-5 werden von seinem Teamkollegen Max Reis (19/Ramstein) komplettiert. Dem Ford-Piloten fehlten 0,415 Sekunden zur Spitze.

Insgesamt präsentierte sich das Feld des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring sehr eng beisammen. 13 Piloten lagen im Qualifying innerhalb von einer Sekunde. Das verspricht ab 15:10 Uhr ein spannendes erstes Rennen mit vielen Positionskämpfen.

Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 24. April 2026

Lucas Auer startet stark in die DTM-Saison 2026

  • Mercedes-AMG-Pilot am Freitag Trainingsschnellster auf dem Red Bull Ring
  • McLaren-Duo Dörr und Glock mit Platz vier und sechs in Spielberg
  • Enge Abstände in den ersten Sessions der neuen DTM-Saison

Freut sich auf sein Heimspiel in Spielberg: Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer
Foto: ADAC-Motorsport

Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer (A) ist bereit für sein Heimspiel: Der Lokalmatador vom Mercedes-AMG Team Landgraf fuhr am Freitag beim Freien Training der DTM auf dem Red Bull Ring die schnellste Runde. Auer setzte mit 1:28,204 Minuten die Bestzeit in der zweiten von insgesamt drei Sessions. Diese 20-minütige zusätzliche Einheit diente als Qualifying-Simulation für den für die DTM neu entwickelten Pirelli-Slick. „Das war ein guter Auftakt bei meinem Heimspiel. Wir werden im ersten Qualifying am Samstag sehen, wo wir mit dem neuen Reifen stehen. Es ist für mich immer wieder etwas ganz Besonderes, auf diesem tollen Kurs zu fahren. Vor allem in den ersten drei Kurven wird es in den Rennen zur Sache gehen, denn dort kann man am besten überholen“, erklärte Auer.

Hinter dem 31-Jährigen belegten seine Markenkollegen Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) und Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) die Ränge zwei und drei – das Trio lag innerhalb von nur sechs Tausendstelsekunden. Viertschnellster Pilot auf dem Formel-1-Kurs war Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport), dem in der ersten Session am Vormittag mit 1:28,567 Minuten die Bestmarke gelang. „Wir haben viel gearbeitet und ich habe viel Zeit im Auto verbracht. Das hat sich ausgezahlt, ich bin weiter als im vergangenen Jahr. Der Streckenverlauf liegt mir, bei schönem Wetter könnte im Zeittraining am Samstag die 1:28,000-Minuten-Marke geknackt werden“, sagte der McLaren-Pilot. Tom Kalender (Hamm/Sieg/Mercedes-AMG Team Landgraf) steuerte einen weiteren Mercedes-AMG auf Position fünf. Dörrs Teamkollege Timo Glock (Kreuzlingen) folgte auf Platz sechs.

Alle drei Trainingsläufe fanden bei strahlendem Sonnenschein auf der 4,326 Kilometer langen Rennstrecke vor der imposanten Alpenkulisse in der Steiermark statt. Während in der Qualifikations-Simulation am Mittag die Top-Zeiten gefahren wurden, waren die beiden anderen Sessions etwas langsamer. Die schnellste Runde im dritten Freien Training am Nachmittag markierte mit 1:28,841 Minuten der 18-jährige Kalender.

Das erste Qualifying der DTM 2026 wird am Samstag um 9:40 Uhr gestartet.


ADAC GT4 Germany: Springob im Aston Martin im zweiten Training vorne

#4 Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok / Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo / EastSide Motorsport
ADAC-Motorsport

Jan Philipp Springob war der schnellste Pilot im zweiten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring. Ausgeglichenes Feld mit Aston Martin, Porsche und BMW in den Top Drei.

Souveräne Leistung von COSY Racing by ESM am Trainingstag der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring: Jan Philipp Springob (25/Olpe) war im zweiten freien Training auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs mit 1:36,375 Minuten nicht zu schlagen. Bereits in der ersten Session das Tages lag der Aston Martin Vantage GT4 AMR Evo des Rennstalls aus Sachsen ganz oben im Klassement, als Teamkollege Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) mit 1:35,881 Minuten die Tagesbestzeit aufstellte.

„Es war einfach der perfekte Freitag. Wir fühlen uns hier richtig wohl. Das Auto funktioniert super“, strahlte Springob. „Ich hatte eine perfekte Runde zusammenbekommen. Wir haben alles gegeben. Für heute sind wir sehr zufrieden. Am Samstag ist zunächst die Pole-Position mein Ziel - und dann schauen wir einmal, wie das Rennen verläuft. Ich denke, dass wir grundsätzlich recht gut aufgestellt sind.“

Mit einem Rückstand von 0,502 Sekunden ging Platz zwei der zweiten Session an Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Direkt dahinter folgte der BMW M4 GT4 Evo von Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport), die 0,629 Sekunden zurücklagen. Damit befanden sich Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten drei Positionen.

Platz vier sicherten sich Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 0,703 Sekunden Rückstand auf die Spitze hatten. Die Top Fünf rundeten Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport) im BMW ab.

Am Samstag geht es in der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring noch mehr zur Sache. Der Tag beginnt ab 8:45 Uhr mit den beiden Qualifikationen.

Quelle: adac-motorsport.de