Montag, 13. April 2026

ADAC GT Masters: FK Performance präsentiert eines der jüngsten Fahrerduos der Serien-Historie

Jugend voraus bei FK Performance Motorsport. Das Team aus Bremen setzt 2026 einen zweiten BMW M4 GT3 Evo im ADAC GT Masters ein und am Steuer werden Storm Gjerdrum (16/NOR) und Fabio Rauer (19/Stolberg) Platz nehmen. Mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren, drei Monaten und 27 Tagen beim ersten Saisonrennen sind die beiden Youngsters das drittjüngste Fahrerduo in der Geschichte des ADAC GT Masters. Nur einen Hauch davor liegen Tom Kalender und Elias Seppänen, die bei ihrem ersten Rennen 2024 13 Tage jünger waren. Spitzenreiter dieser Statistik sind Martin Matzke und Jiri Skula. Bei ihrem Debüt im ADAC GT Masters 2007 wiesen sie ein Durchschnittsalter von 17 Jahren, vier Monaten und einem Tag auf.

FK Performance Motorsport geht in seine vierte Saison im ADAC GT Masters. In den vergangenen beiden Jahren war das BMW-Team jeweils Vizemeister bei Fahrern und Teams. Die Mannschaft hat bisher sechs Rennsiege sowie zwei Pole-Positions erzielt und wurde 2025 von BMW zum weltbesten Kundenteam der Marke gekürt.

Mit Storm Gjerdrum kehrt ein alter Bekannter ins ADAC GT Masters zurück. Der 16-Jährige hatte bereits in der abgelaufenen Saison einen Gaststart am Salzburgring und wird nun seine erste volle Saison bestreiten. Er erzielte in der Vergangenheit Erfolge im ADAC Tourenwagen Junior Cup sowie in der ADAC GT4 Germany und trifft nun auf seinen großen Bruder Emil, der ebenfalls im ADAC GT Masters startet. „Der Wechsel in die GT3-Klasse in meinem Alter ist eine große Chance und ein Traum, der wahr wird“, so Gjerdrum. “Mein Ziel für diese Saison ist, ganz vorne mitzukämpfen und regelmäßig gute Ergebnisse für das Team einzufahren.“

Sein Teamkollege Fabio Rauer begann seine Karriere ebenfalls im ADAC Tourenwagen Junior Cup und arbeitete sich über verschiedene GT4-Serien nach oben. Im vergangenen Jahr gelang ihm der bisher größte Triumph: In seiner Debütsaison in einer nationalen GT3-Serie in Italien feierte er direkt die Meisterschaft. „Nach dem Titelgewinn in Italien ist das für mich der nächste große Schritt - jetzt möchte ich auch hier vorne mitfahren“, so Rauer über seine Ziele im ADAC GT Masters. „Besonders schön ist es, in Deutschland im Rahmen der DTM an den Start zu gehen.“ 

Bereits vor einigen Wochen hatte FK Performance Motorsport bestätigt, dass sich erneut Tim Zimmermann (29/Langenargen) und Leyton Fourie (20/ZAF) einen BMW M4 GT3 Evo teilen werden. Das Duo war 2025 bis zum Finalwochenende im Titelkampf und wurde schließlich Vizemeister.

Quelle: adac-motorsport.de

Manthey startet DTM-Titelverteidigung im Kult-Look

Wenn vom 24. bis 26. April auf dem Red Bull Ring der Startschuss für die neue DTM-Saison fällt, schickt Manthey zwei Porsche 911 GT3 R Evo in legendären Farben ins Meisterschaftsrennen. Die Mannschaft aus Meuspath am Nürburgring möchte in der DTM 2026 an die erfolgreiche Vorsaison anknüpfen und setzt bei der Mission Titelverteidigung auf den ikonischen Grello-Look.

Neuzugang Feller startet in der DTM erstmals für Porsche und übernimmt das Meisterauto der vergangenen Saison: Im strahlend grünen Fahrzeug mit der Nummer 90 will der Schweizer in seiner Premierensaison für Manthey vorne angreifen. Teamkollege Preining bleibt seinem markanten Look treu. Der DTM-Champion von 2023 vertraut beim Porsche mit der Startnummer 91 auf das beliebte gelb leuchtende Design.

Den ersten DTM-Auftritt haben die beiden neuen Porsche 911 GT3 R Evo von Manthey bereits kommende Woche beim Pre-Season-Test (14. April) auf dem Red Bull Ring.

Quelle: dtm.com


Sportbike: Debüt für van Kalkeren und seine 25 Schlangen

Julian van Kalkeren wird in 2026 von der Internationalen Dutch Championship
in der Sportbike-Klasse der EURO MOTO starten.
Foto: SRTD Pearle Gebben Racing

Für Julian van Kalkeren beginnt in wenigen Wochen zum Saisonstart am Sachsenring, vom 08.-10. Mai 2026, ein neues Kapitel. Der 17-jährige Niederländer aus Erica wechselt ins Team SRTD Pearle Gebben und geht dort erstmals in der EURO MOTO an den Start. An seiner Seite steht Teamkollege Rick Kooistra, der bereits im letzten Jahr in der Sportbike-Klasse mitmischte. Nach dem Titelgewinn der Supersport-Klasse in der International Dutch Championship (IDC) in 2025 geht es für ihn nun auf neuen Rennstrecken weiter.

Erste Tests im neuen Team

Die ersten Eindrücke auf dem neuen Bike sammelte van Kalkeren bereits bei Testfahrten im spanischen Andalusien. Der Umstieg verlangte ihm einiges ab. „Der Wechsel auf die Triumph Daytona 660 war schon krass“, erklärt der 17-Jährige. Nach zwei Jahren auf der Yamaha YZF-R6 musste er seinen Fahrstil grundlegend anpassen. Statt reiner Leistung steht nun die Kurvengeschwindigkeit stärker im Fokus. Doch der Niederländer ist anpassungsfähig. Am zweiten Testtag konnte er sich bereits um mehr als eine halbe Sekunde steigern. Ein klares Zeichen dafür, dass es in die richtige Richtung für ihn geht.

Neben den sportlichen Fortschritten spielt auch die Mannschaft eine wichtige Rolle. „Das Team kannte ich schon aus der Dutch Championship. Sie haben mir damals schon bei der einen oder anderen Sache geholfen“, sagt van Kalkeren und weiter: „Das Miteinander passt einfach“, und sorge dafür, dass er sich schnell im neuen Umfeld zurechtfindet.

Bevor die EURO MOTO Saison beginnt, steht Ende April noch ein wichtiger Termin an. Van Kalkeren wird mit einer Wildcard wieder in der IDC in Assen starten. Dort will er weitere Rennkilometer sammeln und sich noch besser an das Bike gewöhnen. „Mehr Runden, mehr Gefühl, mehr Erfahrung. Genau das, was ich brauche.“

Realistische Ziele mit klarer Richtung

Mit Blick auf seine erste Saison bleibt van Kalkeren bewusst realistisch. Der Lernprozess ist noch nicht abgeschlossen. „Zum Saisonstart peile ich auf jeden Fall die Top 10 an“, sagt er. Sobald er seinen Fahrstil vollständig gefunden hat, will er weiter nach vorne. „Das kann auch die erste Saisonhälfte dauern. Danach will ich Richtung Top 5 und Podium.“ Langfristig denkt der 17-Jährige ohnehin größer. Van Kalkeren möchte den Sprung in die Weltmeisterschaft schaffen. Die EURO MOTO sieht er als ideale Vorbereitung. „Das Niveau ist hoch. Hier muss man die Krallen und Ellbogen ausfahren.“

Ein ungewöhnliches Hobby als finanziellen Support

Vor wenigen Tagen hat der Schüler, der kurz vor seinen Abschlussprüfungen steht, auf Anhieb seine Führerscheinprüfung bstanden . Finanziert hat er sich die Kosten für die Fahrschule unter anderem mit einem besonderen Hobby. „Ich habe zuhause 25 Schlangen und verkaufe die Jungtiere“, erzählt er. Zweimal im Jahr zieht er Nachwuchs auf und verdient sich damit Geld für seinen Rennsport dazu. Aktuell warten seine Schlangen noch auf das Ende ihres Winterschlafs. Genauso wie van Kalkeren auf das Ende der Winterpause wartet und er in seine erste EURO MOTO Saison starten kann. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann



Freitag, 10. April 2026

ADAC GT4 Germany: ME Motorsport setzt 2026 auf zwei BMW M4 GT4 Evo

Rennstall von Markus Eichele mit dritter voller Saison in ADAC GT4 Germany. Alle vier Piloten stehen bereits fest. Aufstieg ins ADAC GT Masters als Ziel.

  • Rennstall von Markus Eichele mit dritter voller Saison in ADAC GT4 Germany
  • Alle vier Piloten stehen bereits fest
  • Aufstieg ins ADAC GT Masters als Ziel

Die beiden BMW von ME Motorsport in der ADAC GT4 Germany
Foto: Berzerkdesign/ME Motorsport

Alles fix bei ME Motorsport: Das Team aus Schwäbisch Gmünd wird auch die Saison 2026 in der ADAC GT4 Germany bestreiten. Mit den erfahrenen Philip Wiskirchen und Linus Hahne sowie den Serien-Neueinsteigern Lukas Stiefelhagen und Leon Bauchmüller stehen auch die Besatzungen der beiden BMW M4 GT4 Evo fest. „Alle im Team freuen sich auf die anstehende Saison der ADAC GT4 Germany. Wir fühlen uns in der Serie sehr wohl“, erklärt Teamchef Markus Eichele. „Die Veranstaltungen mit den vielen Fans vor Ort sind immer hochwertig und das Fahrerfeld ist klasse. Es kann also losgehen.“

ME Motorsport stieg zum Finale 2023 in die ADAC GT4 Germany ein und hat in den beiden Folgejahren jeweils die volle Saison bestritten. Von Anfang an am Steuer saß Philip Wiskirchen. Sein neuer Partner Linus Hahne ist seit 2025 für ME Motorsport in der Serie am Start. Beide Piloten standen im Vorjahr bereits auf dem Podium. „Mit diesem Duo wollen wir versuchen, in die Top Fünf der Gesamtwertung zu kommen“, so Eichele. 

Stiefelhagen und Bauchmüller geben beim Saisonauftakt vom 24. bis 26. April auf dem Red Bull Ring in Österreich hingegen ihr ADAC GT4-Germany-Debüt. Stiefelhagen kennt das DTM-Veranstaltungspaket bestens. Er sicherte sich 2025 den Titel im NXT Gen Cup. Bauchmüller gewann 2025 die Porsche Endurance Challenge Deutschland. Den M4 GT4 Evo von ME Motorsport lernten beide bei einem Test Ende März auf dem Hockenheimring kennen. „Natürlich wäre es schön, wenn Lukas und Leon ebenfalls mit um Podiumsplätze kämpfen könnten“, blickt Teamchef Eichele voraus.

Insbesondere der motorsportliche Nachwuchs nimmt bei ME Motorsport eine elementare Rolle ein. Über eine Kooperation ist der Rennstall 2025 in den ADAC Tourenwagen Junior Cup eingestiegen; 2026 folgt zudem der Schritt in den neuen BMW M2 Cup. „Auf diese Weise können wir Talenten einen Weg in den professionellen Motorsport bieten“, erläutert Eichele und verrät gleich schon ein neues spannendes Projekt: „Mitte des Jahres bekommen wir ein GT3-Auto. Es ist das Ziel, damit dann irgendwann einmal im ADAC GT Masters zu starten.“


Sportbike: RT Motorsports wird mit Jakob Rosenthaler fündig

Jetzt ist das Puzzle komplett. Nach knapp dreiwöchiger Suche nach einem weiteren Fahrer, hat das Team RT Motorsports die letzte offene Position endgültig besetzt: Mit Jakob Rosenthaler geht für das niederländische Team ein neues Gesicht an den Start, das im internationalen Nachwuchs jedoch längst kein Unbekanntes mehr ist.

Mit dem Österreicher Jakob Rosenthaler stößt ein Fahrer in der Sportbike-Klasse der EURO MOTO
dazu, der im internationalen Nachwuchs längst Spuren hinterlassen hat.
Foto: RT Motorsports

Die Entscheidung fiel nicht am Schreibtisch, sondern vor wenigen Tagen auf der Strecke. Beim Test letzte Woche in Assen überzeugte der 19-jährige Österreicher auf Anhieb und ließ keine Zweifel offen, dass er der richtige Mann ist. „Am Ende haben wir unsere Zusammenarbeit mit einem Handschlag besiegelt“, erklärt Teammanager Rob Vennegoor, der in rund vier Wochen mit zwei Fahrern in die bevorstehende Saison geht. Denn Rosenthaler rückt an die Stelle von Hudson Thompson und startet nun gemeinsam mit dem Niederländer Tom Kuil in der EURO MOTO Sportbike-Klasse. Zum Einsatz kommt dabei die Triumph Daytona 660, mit dem RT Motorsports im vergangenen Jahr bereits den Titel einfahren konnte.

Vom Supermoto bis zur WM-Bühne

Als Teil des KTM-Nachwuchsprogramms stand der Österreicher früh im Fokus: Angefangen im Supermoto, führte ihn sein Weg über den Northern Talent Cup und den Red Bull Rookies Cup bis in die JuniorGP, wo er als erster Österreicher aufs Podium fuhr. Der nächste Schritt ließ nicht lange auf sich warten: Es folgten Einsätze in der Moto3-Weltmeisterschaft und der Supersport-300-WM.

Brandkatastrophe bringt Karriere ins Wanken

Gleich zu Jahresbeginn traf die Familie Rosenthaler allersdings überraschend ein harter Schlag. Während sie über Silvester mit dem Wohnmobil in Spanien unterwegs war, erreichte sie ein Anruf der heimischen Feuerwehr. Ihr Bauernstadl, in dem nahezu das gesamte Equipment für Jakobs Motorsport-Karriere gelagert war, stand lichterloh in Flammen. Insgesamt elf Feuerwehren waren im Einsatz.

Die Brandkatastrophe hinterließ nicht nur einen enormen finanziellen Schaden. Sie zerstörte auch den Großteil seiner kompletten Rennausstattung. Plötzlich stand Rosenthalers weitere Motorsport-Zukunft auf der Kippe. Die Fahrersuche von RT Motorsports und das Angebot für einen Platz im Team kam für den Österreicher wie gerufen, um weiterhin fest im Rennsport verankert zu bleiben.

Der Lohn war ein Einstand nach Maß. Beim ersten gemeinsamen Test in Assen passte es sofort zwischen Fahrer, Bike und Team. Rosenthaler fand schnell seinen Rhythmus, auch die Abstimmung mit Teamkollege Kuil funktionierte auf Anhieb.

Dass dieses Gesamtpaket alles andere als selbstverständlich ist, betont auch Teammanager Rob Vennegoor: „Zu diesem späten Zeitpunkt vor dem Saisonbeginn noch einen Fahrer zu finden, der das nötige Niveau hat und gleichzeitig die Mittel mitbringt, um in der EURO MOTO konkurrenzfähig zu sein, war alles andere als einfach. Mit Jakob haben wir genau diesen Fahrer gefunden. Er bringt nicht nur fahrerisch extrem viel mit, sondern auch bereits enorm viel Erfahrung. Mit ihm wollen wir erneut um den Titel für RT Motorsports kämpfen.“

Volle Konzentration auf den Saisonstart

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Mit zwei weiteren Testtagen in Oschersleben arbeitet das Team aktuell weiter am Feinschliff. Der Fokus ist klar gesetzt: Zum Saisonauftakt vom 8. bis 10. Mai auf dem Sachsenring direkt auf Betriebstemperatur sein.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann