Dienstag, 24. September 2024

IDM SSP: Kofler setzt in der Zerreißprobe noch einen drauf

Andreas Kofler, Yamaha YZF-R6, #19
Foto: Jens Hawrda

Meister Andreas Kofler (Yamalube Kofler Motorsport) präsentierte sich im letzten Supersport-Rennen des Jahres dort, wo er am liebsten ist: vorn. Der Kampf um die nachfolgenden Plätze wurde zu einer Zerreißprobe für die Nerven.


Eines war klar: Der Sieg im ersten Rennen hatte einiges ins Wanken gebracht und in den Boxen liefen die Hochrechnungen. Plötzlich war es nämlich eng für den Tabellen-Zweiten Luca de Vleeschauwer (MotoLife) geworden. Bei einem erneuten Sieg von Geiger musste der Belgier Siebter werden, um seinen Platz in der Gesamtwertung zu halten. Zu Beginn des Rennens wurde er als Zehnter gelistet und dann passierte auch noch ein Zwischenfall. An Lennox Lehmanns Yamaha platzte der Ölkühlerschlauch. Der Dresdner merkte es nicht sofort, aber hinter ihm stieg eine Rauchwolke auf.

Luca Göttlicher sah das und konnte seine Triumph vor einem Sturz gerade noch abfangen, de Vleeschauwer und Filip Feigl ihre Motorräder aber nicht. Rennabbruch. Weitere Stürze konnten verhindert werden. Die verunreinigte Strecke musste für einen Neustart mit Bindemittel behandelt und gesäubert werden. Das Problem für de Vleeschauwer und Feigl: Sie mussten samt ihrer Bikes innerhalb von fünf Minuten zurück in der Box sein, um beim zweiten Anlauf dabei sein zu dürfen. So verlangt es das Reglement. Geschafft.

Beim Neustart blieb der Platz von Lehmann leer. Dirk Geiger übernahm die Führung vor Andreas Kofler, Twan Smits (Team Apreco), Kas Beekmans (Team Apreco), Luca de Vleeschauwer, Daniel Blin (AF Racing) und Luca Göttlicher (Triumph Germany Supersport Racing). In der dritten Runde übernahm Kofler die Herrschaft. Danach kam Smits wie aus dem Nichts angeschossen und wirbelte alles durcheinander. Daraus folgte, dass Geiger wieder ganz vorne war. Göttlicher duellierte sich mittlerweile mit Blin. Smits hatte einen Rutscher und das Vorderrad seiner Yamaha war nur noch am Tanzen. Er musste aufmachen, sonst hätte er gelegen. De Vleeschauwer wurde ein paar Plätze nach hinten geschickt und war auf dem besten Weg, die Vizemeisterschaft zu verlieren. Aber Meister Kofler war vorne noch nicht fertig, setzte einen drauf und gewann das Rennen mit einer Zehntelsekunde vor Geiger und Smits. De Vleeschauwer kam als Achter ins Ziel, gönnte sich erst einmal einen großen Schluck Bier, und hatte dank der Konstellation an der Spitze noch 4,5 Punkte Vorsprung vor Geiger, der damit Gesamt-Dritter wurde. Der gebürtige Mannheimer erlebte einen Sonntag, den er nicht vergessen wird: Sieg im ersten Rennen, erster Honda-Sieg in der Klasse überhaupt, Gesamt-Dritter am Jahresende. 

Zum ersten Mal Punkte in beiden Rennen gab es für Till Belczykowski (LJ Racing) auf der MV Agusta. Zehn Meisterschaftszähler sicherte sich in Hockenheim der 18-jährige Julius Caesar Rörig (MCA Racing) auf der Honda. Es war sein bestes Event-Ergebnis in diesem Jahr. Luca de Vleeschauwer, Dirk Geiger und Filip Feigl kamen in allen Rennen der Saison ins Ziel und holten Punkte. Andreas Kofler hat die meisten Siege errungen, insgesamt fünf.

IDM Supersport, Rennen 2 (Top-Five)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha
2. Dirk GEIGER (DEU), Honda
3. Twan SMITS (NLD), Yamaha
4. Kas BEEKMANS (NLD), Yamaha
5. Luca GÖTTLICHER (DEU), Triumph

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM SBK: Der Meister siegt im letzten Rennen des Jahres

 

Der Meister Ilya Mikhalchik siegt im letzte Rennen der Saison
Foto:Jens Hawrda

Ilya Mikhalchik (Champion Alpha Van Zon-BMW) ließ es sich nach dem Gewinn seines vierten Titels in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) nicht nehmen, die Saison auch mit einem Laufsieg zu beenden.

Nach dem dritten Platz aus dem ersten Lauf musste er richtig Dampf ablassen. Die GERT56-Teamkollegen Patrick Hobelsberger und Toni Finsterbusch klärten, was mit den verbleibenden Podiumsplätzen passiert. Für andere Fahrer endete eine Ära. Für Marc Moser (Triple M Racing Ducati Frankfurt) und Björn Stuppi (RR SOCIA RACING CO2 compensated by BCI) war das zweite Superbike-Rennen das letzte in ihrer Karriere. Beide hören auf.

Nach einer extrem kurzen Rotphase auf der Startampel kam Ilya Mikhalchik in Führung liegend aus der ersten Runde zurück. Sein knallgelber Helm war von weitem sichtbar. Ihm folgten Jan-Ole Jähnig, Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), Patrick Hobelsberger, Bálint Kovács, Kevin Orgis (ORM Racing Management), Toni Finsterbusch, Maximilian Kofler (Yamalube Kofler Motorsport) und Lorenzo Zanetti (Triple M Racing Ducati Frankfurt). In der dritten Runde kam es zu einem Vorfall, der auch hätte anders ausgehen können. Jähnig ging zu weit und wurde nach außen getrieben. Alt empfand die Lücke als Einladung und stach hinein. Jähnig wiederum wollte das Ruder herumreißen, kehrte zurück auf seine alte Linie und kollidierte dabei mit Alt. Dieser reagierte dank seiner Erfahrung souverän und gefasst. Ansonsten hätten vermutlich beide Fahrer im Dreck gelegen. Der Zwischenfall förderte die Vergrößerung des Abstands zum Führenden BMW-Dominators Ilya Mikhalchik, der das Rennen zum Schluss mit 6,321 Sekunden Vorsprung gewann.

Jähnig, Hobelsberger, Alt und Zanetti sorgten für die Spannung dahinter. Vor allem bei Hobelsberger ging es ans Eingemachte. Vor dem Wochenende hatten ihn nur 11 Punkte von seinem GERT56-Teamkollegen Toni Finsterbusch in der Gesamtwertung auf dem dritten Platz getrennt. Das fand Hobelsberger, der die Saison mit einem Sieg begonnen hatte, gar nicht gut. Nach den Ambitionen, dieses Jahr Meister werden zu wollen, versuchte der 25-Jährige jetzt wenigstens den dritten Platz zu ergattern. Für Finsterbusch, der am Ende der Top Ten vor sich dümpelte, sah es teilweise gar nicht gut aus. Im Kampf um den neunten Platz leistete Kevin Orgis Gegenwehr. Als Jan Mohr später fehlte, rutschte Finsterbusch auf P8 und das reichte, um in der Gesamtwertung Dritter zu bleiben. Es handelte sich dabei um einen kleinen Punkt. In diesem Moment war er groß wie die Welt. Finsterbusch sowie auch Mikhalchik sind die einzigen Superbiker, die in der Saison 2024 in allen Rennen angekommen sind und gepunktet haben.

Jähnig hatte nach dem Rennen ein Rundum-Grinsen im Gesicht. Nach seiner Sturzserie in Assen auf dem Nürburgring hätte er nicht mehr gedacht, dieses Jahr noch einmal auf dem Podium zu stehen. „Nach der Begegnung mit Flo hatte ich jetzt auch schon mit dem Rennen abgeschlossen. Das war schon ein harter Einschlag.“ Patrick „Pax“ Hobelsberger schaffte es tatsächlich als Dritter aufs Siegerpodium. Auf den letzten Metern zockte er Alt ab, der daraufhin keine Chance mehr hatte, dazwischen zu kommen. Heißt: drei BMW-Fahrer auf dem Podium, aber dank Alt, Zanetti, Kofler und Mercado auch alle anderen vier Marken in den Top Ten. Honda, Ducati, Yamaha, Kawasaki.

Und was passiert jetzt weiter? Mikhalchik fährt morgen zurück nach Polen, wo er seit über einem Jahr wohnt. Am kommenden Wochenende nimmt er an einem Motocross-Rennen teil. Sein Team will der Meister zum Essen einladen. Ansonsten ist nichts geplant, auch noch nicht für die nächste Saison.

IDM Superbike, 2. Lauf (Top-Five)

1. Ilya MIKHALCHIK (UKR), BMW
2. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW
3. Patrick HOBELSBERGER (DEU), BMW
4. Florian ALT (DEU), Honda
5. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Montag, 23. September 2024

IDM SSP: Kofler hat den Titel, Geiger den ersten Honda-Sieg

Dirk Geiger, Hondo CBR 600 RR #60 holt den Sieg in Rennen 1 für Honda
Foto: Jens Hawrda

An allen Fronten wird gefeiert. Der Titelgewinn, der Rennsieg, alle Punkte. Und Andreas Kofler (Yamalube Kofler Motorsport) ist der neue Supersport-Champion in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM).


Schnellstarter Andreas Kofler gewann diesmal nicht den Holeshot. Stattdessen setzten sich Dirk Geiger (MCA Racing) und Twan Smits (Team Apreco) ab. Im Schlepptau brachten sie Kas Beekmans (Team Apreco) mit. Es war ungewöhnlich, den Teamkollegen des letztjährigen Vizemeisters so weit vorn zu sehen, doch um sich an den Anblick zu gewöhnen, war die Zeit zu kurz. Titelanwärter Kofler robbte sich heran und überholte. Auf dem dritten Platz war der 20-jährige Österreicher jetzt mehr als sicher. Er musste nur ins Ziel fahren, um den Titel in Empfang zu nehmen. In der Sachs-Kurve hatte er einen heftigen Rutscher. Das war ein Warnschuss, die Sache nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Von hinten nahte auch noch Luca de Vleeschauwer (MotoLife), der Hauptkonkurrent von Kofler im Kampf um die Meisterschaft. Den Rivalen im Rücken zu haben und nicht zu wissen, was er sich alles ausdenkt, ist keine einfache Sache.

In der elften Runde war der Yamaha-Fahrer plötzlich drei Sekunden langsamer unterwegs. „Ich habe mich im Rennen schwer getan und einen klassischen Verbremser gehabt“, resümierte er. Dass Kofler zum Schluss Sechster wurde und das ebenfalls locker zum Titelgewinn reichte, entschädigte ihn komplett. „Die Saison hätte nicht besser laufen können.“ Was er nächstes Jahr macht? „Keine Ahnung.“

Honda-Hoffnung Geiger und Yamaha-Stammbesetzung Smits lieferten sich derweil einen herzhaften Schlagabtausch an der Spitze, bei dem jeder hoffte, dass er bis zum Ende ohne Sturz blieb. Mit 0,071 Sekunden Vorsprung gewann Geiger vor den Toren seiner Heimatstadt Mannheim das vorletzte Rennen der Saison. Er konnte den Triumph über die Linie retten. Es war zugleich der erste Honda-Sieg in der Klasse Supersport Next Generation. „Es ist einfach unbeschreiblich ein Heimrennen zu gewinnen“, war er anschließend von den Gefühlen übermannt.

Um das Podium komplett zu machen, hätte rein optisch nur noch Lennox Lehmann gefehlt, denn hatte sich mit seinen beiden Kumpels die Haare strohblond gefärbt. Der Dresdner hatte satte 80,00 Euro und dreieinhalb Stunden beim Frisör für den Auftritt investiert. Aber im Gegensatz zu Geiger und Smits ging das Rennen für Lehmann nach hinten los. Er stürzte aus dem Geschehen.

Um den dritten Platz ging es letztlich zwischen Luca de Vleeschauwer, Kas Beekmans und Filip Feigl (Genius Racing Team) zur Sache. Erster hat auf der Triumph den Vize-Platz in der Meisterschaft fast so gut wie sicher, aber eben nur fast. Enger ist es um den dritten Platz in der Meisterschaft bestellt. Smits fehlen nach diesem Rennen nur 2,5 Punkte bis zum derzeitigen Dritten Geiger. Daniel Blin (AF Racing) fehlen zwei Punkte bis zu Smits und Lehmann trennen 6,5 Punkte von Blin. Im zweiten Rennen fällt die Entscheidung. Das Rennen dürfte ein echter Kracher werden, zumal dann Meister Kofler mit Sicherheit nochmal ans Limit geht.

IDM Supersport, 1. Rennen (Top-Five)

1. Dirk GEIGER (BEL), Triumph
2. Twan SMITS (NLD), Yamaha
3. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Triumph
4. Kas BEEKMANS (NLD), Yamaha
5. Filip FEIGL (CZE), Triumph

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM SBK: Florian Alt trägt die Nr. „1“ nochmal ganz hoch auf Treppchen

Florin Alt, Honda #1
Foto: Jens Hawrda

Jedes Rennen ist ein Spaß für ihn, hat Ilya Mikhalchik (Champion-Alpha-Van Zon BMW) in Hockenheim gesagt. Nach dem ersten Superbike-Lauf im Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) sah das anders aus. Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) war der Sieger und Zweiter wurde Jan-Ole Jähnig (GERT56). Sein dritter Platz passte Mikhalchik, der schon seit drei Wochen als nunmehr vierfacher Meister der Topklasse feststeht, nicht in den Kram.


Zum fünften Mal in diesem Jahr ging der 28-jährige Ukrainer von der Pole Position ins Rennen. Die BMW-Armada markierte ihre Stärke wie so oft mit einem gebündelten Auftritt an Fahrern. Bis zum achten Startplatz hatte sie den bayrischen Bestseller M 1000 RR flächendeckend verteilt mit einer Ausnahme: auf der dritten Startposition war Florian Alt anzutreffen.

Mikhalchik machte nach dem Start klar, wer Chef im Ring ist. Die Herrschaft dauerte nicht lange. Alt übernahm in der Bernie-Ecclestone-Kurve die Führung. Fast auf gleicher Höhe ließ sich Jähnig blicken. Mikhalchik wurde auf P5 durchgereicht. Dafür gab es mit Kevin Orgis (ORM Racing Team) einen Überraschungstäter, der im vergangenen Jahr noch im Pro Superstock Cup gefahren ist und nun plötzlich vorne bei den ganz Großen mitmischte. Der Privatier verteidigte seinen Platz auf der schwarzen BMW hart und herzlich, musste ihn in der dritten Runde aber trotzdem wieder an den heraneilenden Mikhalchik übergeben. Dort blieb dieser konstant am Ball. Mit Respektabstand folgten Orgis und Jan Mohr (Champion-Alpha-Van Zon BMW). War das Taktik oder konnte der neue Meister nicht schneller? In der elften Runde war er offensichtlich auf Krawall gebürstet, aber bei seinem Angriff viel zu spät auf der Bremse. Alt machte das nichts aus, Orgis schlüpfte innen durch. Jähnig verlor. Für Mikhalchik hatte das außer Unruhe im Endeffekt gar nichts gebracht, nur dass er jetzt ein anderes Motorrad vor und hinter sich hatte. In der 14. Runde stürzte Orgis aus dem Geschehen, Mikhalchik überholte Alt drei Mal in der Sachs-Kurve, doch der Engelskirchener war noch nicht fertig. Beim vierten Mal schlug er dem Ukrainer die Tür zu. Durch das Battle wurden allerdings beide langsamer und der herangerobbte Jähnig nutzte die Chance, wieder mitspielen zu dürfen. Der Thüringer war schließlich an Alt dran und Mikhalchik an Jähnig. So war es auch nach 18 Runden über jeweils 3,629 Kilometer. Mikhalchik, der am Ende keine Optionen mehr gefunden hatte, war stinksauer.

„Das war ein sehr harter Kampf, ich habe jede Runde gepusht. Die BMWs haben mittlerweile einen zu großen Vorteil. Ich hoffe, dass da nächstes Jahr was getan wird, denn dann ist es für den Zuschauer spannender. Ein Riesendank geht raus an Honda und mein Team, denn die Beiden machen so vieles im Hintergrund, dass wir irgendwie Grip kriegen. Die letzten Runden habe ich gekämpft wie ein Stier. Ich habe gegen die Konkurrenz in den Kurven heraus wenig Chancen, deshalb musste ich direkt auf der Bremse kontern. Den verletzten Finger habe ich einfach ignoriert.“ Florian Alt hat die „1“ im großen IDM-Finale noch einmal ganz hoch gehalten. Nach dem Finale gehört sie Mikhalchik.

Was sonst noch aufgefallen ist: Martin Vugrinec (Skach Motors Kawasaki Racing) musste aus der Boxengasse starten und dem Feld hinterher fahren. Das war die Strafe für den Sturz auf dem Nürburgring, bei dem er den ahnungslosen Rob Hartog (Team SWPN) mitgerissen hatte. Nach seiner Aufholjagd bekam der Kroate sogar noch einen Meisterschaftspunkt.
Thomas Gradinger (Eder Racing) fabrizierte einen Frühstart und musste eine doppelte Long Lap in Kauf nehmen. Luca Grünwald (BCC-Alpha-Ilmberger Racing Team) verzeichnete einen technischen Ausfall.

IDM Superbike, 1. Lauf (Top-Five)

1. Florian ALT (DEU), Honda
2. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW
3. Ilya MIKHALCHIK (DEU), BMW
4. Jan MOHR (AUT), BMW
5. Patrick HOBELSBERGER (DEU), BMW

 Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

EURO-NASCAR: 16.500 Fans feierten ein US-Spektakel in der Magdeburger Börde

Foto: Jens Hawrda

Es war ein Wochenende voller Emotionen und bleibender Erinnerungen. Die NASCAR Whelen Euro Series feiert zur zweiten Auflage in der Motorsport Arena Oschersleben einen erneuten Zuschauer-Rekord.

Los ging alles mit dem Pre-Event auf dem Marktplatz am Donnerstag vor der Veranstaltung. Hier fuhren als absolutes Highlight zwanzig NASCAR Boliden in die Innenstadt. Zahlreiche Besucher und auch der Landrat Martin Stichnoth und Bürgermeister Benjamin Kanngießer blickten damit schon euphorisch auf das Rennen mit amerikanischen Festival am Wochenende.

„Durch die tolle Unterstützung verschiedener US-Clubs konnte das Lebensgefühl Amerikas in die Magdeburger Börde einziehen.“, zeigt sich Sophie Haller, Projektleiterin der Motorsport Arena Oschersleben, begeistert. Von Walking Acts und Line Dance über Sportarten wie Football, Baseball und Basketball war hier für jeden Geschmack etwas dabei.

Regionale Sportler und politische Größen verliehen der Veranstaltung einen zusätzlichen Glanz. So stand der Samstag ganz im Zeichen „von Sportlern für Motorsportler“. Unter anderem als Gast vor Ort waren der ehemalige Kapitän des FC Magdeburg Marius Sowieslo, dazu die Leichtathleten Moritz Morstein (Speerwerfer), Alyssa John (Speerwurf-Vizemeisterin) und Olympia-Bobfahrer-Ikone Wolfgang Hoppe. Sie gaben sich die Ehre den NASCAR Fahrern Pokale zu übergeben und die Veranstaltung zu begleiten. Am Sonntag war Innenministerin Dr. Tamara Zieschang als Flaggenträgerin und Courtney Mazzone aus dem US-Konsulat Leipzig als Grand Marshals für die berühmten Worte „Start your engines“ vor Ort.

„Die NASCAR ist nun endlich in Deutschland und bei den Fans angekommen.“, erfreut sich Geschäftsführer Ralph Bohnhorst über die Zuschauer-Resonanz.

Unter den zahlreichen Fahrern aus insgesamt 14 Nationen war auch der Lokalmatador Dominique Schaak aus Magdeburg dabei. „Ich hatte so viel Unterstützung durch meine Gäste und Sponsoren an diesem Wochenende, es ist zwar immer mit viel Aufwand und Strapazen verbunden, aber es ist natürlich ein besonderes Highlight das einzige deutsche Rennen der Serie vor heimischer Kulisse zu absolvieren.“, erklärt er. Im ersten Lauf konnte Dominique vom 18. auf den 11. Platz vorfahren und dabei das Podium auf dem zweiten Platz seiner Klasse beenden. Damit ist die Grundlage für einen möglichen Titelgewinn beim kommenden Rennen in Zolder gelegt.