Donnerstag, 13. Februar 2020

Jetzt ist es offiziell: Robert Kubica startet 2020 in der DTM

ART Grand Prix und Robert Kubica bündeln ihre Kräfte in der DTM 2020

Robert Kubica startet im privat finanziertem Kundenteam von BMW mit ART Grand Prix in der DTM
Foto: BMW-Motorsport

In der Saison 2020 tritt erstmals ein Privatkundenteam mit BMW Turbo Power in der DTM an. Das französische Team ART Grand Prix kehrt in die Serie zurück und wird einen BMW M4 DTM fahren. Damit steigt die Zahl der BMW Rennwagen auf sieben. Am Steuer des privat geführten BMW M4 DTM für die DTM-Saison 2020 wird ein bekannter Fahrer stehen. Robert Kubica (POL) feiert sein Debüt in der Tourenwagenserie. Bei den DTM Young Driver Tests in Jerez de la Frontera (ESP) im Dezember ging der 35-Jährige erstmals im BMW M4 DTM auf die Strecke.

"Das sind wirklich gute Nachrichten für die DTM", sagte BMW Group Motorsportchef Jens Marquardt. „Wir freuen uns, ART Grand Prix als Privatkundenteam in der DTM begrüßen zu dürfen. Es war schon immer unser Ziel, das DTM-Feld mit privat geführten BMW M4 DTMs noch größer und attraktiver zu machen. Es gab mehrere Optionen und wir haben in den letzten Monaten viele Diskussionen mit potenziellen Teams geführt. Unter Berücksichtigung aller Aspekte haben wir uns für das Paket von ART Grand Prix entschieden. Nach dem Test in Spanien im vergangenen Dezember machte Robert Kubica kein Geheimnis daraus, dass er sich eine Zukunft in der DTM vorstellen konnte. Es ist großartig, dass ihm der ART Grand Prix jetzt die Gelegenheit bietet, die Saison 2020 in einem BMW M4 DTM zu bestreiten. Robert hat im Test gezeigt, dass es in einem DTM-Auto sehr gut ist. Er ist eine echte Bereicherung für die Serie.

„Keine Notwendigkeit, BMW, Robert Kubica oder die DTM vorzustellen! Ihre großartigen Karrieren sprechen für sich selbst “, sagte ART Grand Prix-Teamchef Sébastien Philippe. „Dieses Projekt ist uns wichtig und wir haben im Winter viel Energie in das Projekt gesteckt. Mit großem Stolz werden wir es uns zum Ziel setzen, einen historischen Automobilhersteller, BMW, zu ehren, der in der anspruchsvollsten Pkw-Meisterschaft mehrere Titel gewonnen hat. Unser Ziel wird es auch sein, Robert Kubica zu begleiten, der im Begriff ist, eine neue Seite in seiner bereits unglaublich reichen Motorsportkarriere zu schreiben. Unsere letzte Teilnahme an der DTM-Serie reicht bis in das Jahr 2015/16 zurück, daher muss der ART Grand Prix das Innenleben dieser hochrangigen Meisterschaft neu erlernen. Unsere Ziele werden zu Beginn der Saison bescheiden sein,

"Die DTM hat mich schon lange angesprochen - und der Test im Dezember in Jerez de la Frontera hat mir wirklich Lust auf mehr gemacht", sagte Kubica. „Ich freue mich sehr darauf, dieses neue Kapitel meiner Motorsportkarriere zu beginnen. Ich glaube, die DTM ist eine der stärksten und besten Rennserien der Welt. Beim Test habe ich mich im BMW M4 DTM sofort wohl gefühlt. Der ART Grand Prix ist seit Jahren ein Begriff in der internationalen Motorsportszene. Ich bin sicher, dass wir in der DTM gemeinsam viel erreichen können. Im Vergleich zu den etablierten DTM-Teams müssen wir natürlich noch Erfahrungen sammeln, aber wir werden hart daran arbeiten, dass wir uns ständig verbessern. Ich kann es kaum erwarten, in der DTM zu fahren. “

Das Team aus Villeneuve-La-Guyard (FRA) wurde 2005 gegründet. Der ART Grand Prix ist ein etablierter Name in der internationalen Motorsportszene. Das Team ist vor allem für seine vielen Erfolge in verschiedenen Formel-Serien bis hin zu GP2 und Formel 2 bekannt. Die Crew von Teamchef Sébastien Philippe hat vielen renommierten Rennfahrern auf ihrem Weg nach oben geholfen. Der ART Grand Prix hat bereits in den Jahren 2015 und 2016 in der DTM mit insgesamt vier Podestplätzen teilgenommen.

In Vorbereitung auf die Saison werden ART Grand Prix und Kubica vom 16. bis 18. März am ITR-Test in Monza (ITA) teilnehmen. Die Saison 2020 beginnt vom 24. bis 26. April in Zolder (BEL). 

Mittwoch, 12. Februar 2020

Startet Robert Kubica 2020 doch in der DTM ?

Sehen wir Robert Kubica 2020 doch in der DTM ?
Foto: BMW-Motorsport
Wie das Onlineportal "Motorsport.com" berichtet gilt es als relativ sicher das Robert Kubica 2020 in der DTM in einem BMW M4 an den Start gehen wird, obwohl die sechs Werksfahrer von BMW bereits fest stehen. Der staatliche polnische Mineralölkonzern hat für morgen Donnerstag um 10:00 Uhr in Warschau zu einer Pressekonferenz geladen. Der Titel: "Robert Kubicas sportliche Pläne für 2020". Es wird spekuliert das dort der Start von Robert Kubica in einen BMW-Kundenteam das von seinem Sponsor finanziert ist, bekanntgegeben wird.

Als Auto soll der BMW Testträger dienen, der bereits beim Young-Driver-Test in Jerez zum Einsatz kam. Die polnische Website 'Powrotroberta.pl' spekuliert sogar, dass es zum Einsatz eines weiteren Autos kommen könnte und sich BMW an den Kosten des Kundenteams beteiligt. Ob also Robert Kubica dann sogar noch einen Teamkollegen in einem zweiten Auto bekommt ist also eine weitere Spekulation die verbreitet wurde. 

Schön wären zwei Kundenautos von BMW auf alle Fälle, einmal für die Größe des Starterfeldes und einmal auch gegenüber Audi, die ja auch ein Kundenteam mit zwei Fahrzeugen ausstatten. Wir müssen abwarten, spätestens morgen nach der Pressekonferenz wissen wir mehr.

DTM: Audi-DTM-Piloten gewappnet für die neue Saison

René Rast, Loïc Duval, Jamie Green, Mike Rockenfeller, Nico Müller, Robin Frijns (v.links)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Die Mission heißt Titelverteidigung. Seit der Einführung des neuen Fahrzeugkonzepts mit Kohlefaser-Monocoque und Einheitsbauteilen im Jahr 2012 ist das keinem Hersteller mehr gelungen – Audi will der Erste sein. Entscheidend für den Erfolg ist aber nicht nur das Auto. Fitness, Teamgeist und Konzentration sind im Rennsport extrem wichtig. Deshalb ist das Trainingscamp auf Lanzarote für die DTM-Mannschaft von Audi ein entscheidender Baustein bei der Vorbereitung auf die neue Saison. Die sechs Audi-Werksfahrer Loïc Duval, Robin Frijns, Jamie Green, Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller absolvieren aber nicht nur ein anspruchsvolles Sportprogramm. Im Fokus steht auch der Zusammenhalt im Audi-DTM-Team, der für Audi-Motorsportchef Dieter Gass essenziell ist. „Nur mit dem gewissen Teamgeist haben wir eine Chance, an die Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen“, sagt Gass. „Daher ist die Woche hier auf Lanzarote für uns sehr wichtig.“ Geleitet hat das Trainingsprogramm auf der kanarischen Vulkaninsel der Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen, unterstützt von Teamarzt Dr. Vincenzo Tota und Mentalcoach Adrian Dunskus.

Dienstag, 11. Februar 2020

Audi Sport Team Rosberg mit neuer Leitung

Arno Zensen (links) und Kimmo Liimatainen
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Kimmo Liimatainen ist seit dem 1. Februar neuer Geschäftsführer und Teamchef des Audi Sport Team Rosberg. Der in Deutschland lebende Finne löst Arno Zensen ab, der nach 25 Jahren an der Spitze des erfolgreichen Rennstalls in den Ruhestand geht. Liimatainen fungierte bisher als sportlicher Leiter. „Audi Sport arbeitet in der DTM seit 2006 mit dem Team Rosberg zusammen und Arno Zensen war in all den Jahren stets ein verlässlicher Partner“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Er wird uns fehlen – auch als Mensch. Aber nach einer so langen Zeit hat er sich den Ruhestand redlich verdient. Wir wünschen Arno und seiner Frau alles Gute für die Zukunft und freuen uns auf die nun noch intensivere Zusammenarbeit mit Kimmo Liimatainen. Er kennt das Team in- und auswendig und war daher eine logische und gute Wahl.“

Audi will Erfolgsserie in Mexiko fortsetzen

  • Formel E startet Samstag auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez
  • Daniel Abt und Lucas di Grassi in Mexiko seit drei Jahren ungeschlagen
  • Rennfahrer besuchen vor dem Rennen das Audi-Werk nahe der Hauptstadt
Lucas di Grassi, Audi e-tron FE06 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Audi Sport ABT Schaeffler ist in Mexiko bisher erfolgreicher als jedes andere Formel-E-Team. Ein perfekter Ort also für Daniel Abt und Lucas di Grassi, um am kommenden Samstag (15. Februar) den ersten Sieg der sechsten Saison einzufahren. Die beiden Rennfahrer können dabei auf die Unterstützung der Fans bauen.

Das Rennen in Mexiko zählt zu den absoluten Höhepunkten im Kalender. Obwohl es die einzige echte permanente Rennstrecke der Saison ist, lieben die Fahrer den Kurs – besonders wegen der einzigartigen Atmosphäre in dem stadionähnlichen Abschnitt, wo sie den Jubel der enthusiastischen Fans sogar während des Rennens im Cockpit mitbekommen. Rund 40.000 Zuschauer verfolgen Jahr für Jahr das Gastspiel der rein elektrischen Rennserie auf den Tribünen.

Auch sportlich erwies sich der Kurs in der Vergangenheit als erfolgreiches Terrain für Audi Sport ABT Schaeffler. Nach einem spannenden Rennen und mit einem spektakulären Überholmanöver wenige Meter vor der Ziellinie sicherte sich Lucas di Grassi in der zurückliegenden Saison seinen zweiten Sieg nach 2017. Teamkollege Daniel Abt feierte 2018 in Mexiko seinen ersten Formel-E-Sieg überhaupt – ein prägendes Erlebnis, zu dessen Erinnerung sich der 27 Jahre alte Deutsche sogar einen mexikanischen Totenkopf als Erinnerungstattoo auf den Oberarm stechen ließ.

„Mexiko ist für mich ein besonderer Ort – nicht nur, weil ich dort meinen ersten Sieg gefeiert habe, sondern weil die Begeisterung der Menschen einfach jedes Jahr für eine fantastische Stimmung sorgt“, sagt Daniel Abt. „Ich nehme mir immer viel Zeit für die Fans und lasse mich ein bisschen von ihrer Euphorie tragen. Mein erster Pokal in dieser Saison ist überfällig und es wäre toll, das am Samstagnachmittag auf dem Podium in Mexiko feiern zu können.“

Was die Strecke angeht, werden die Karten in diesem Jahr für den fünften Auftritt der Formel E in Mexiko neu gemischt: Der Kurs ist um 25 Prozent verlängert worden, biegt nach den ersten beiden Kurven in einen völlig neuen Abschnitt ab. Die jetzt 2,606 Kilometer lange Strecke verspricht noch mehr Spannung und eine zusätzliche gute Überholmöglichkeit. Schon im Vorjahr war das Energiemanagement ein entscheidender Faktor und wird dieses Mal noch wichtiger sein.

„Das neue Layout bringt ein zusätzliches Spannungsmoment ins Spiel, denn es wird erneut wichtig sein, sich schnell auf die neue Strecke einzuschießen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Gefühlt sind wir in den ersten drei Rennen ein wenig unter Wert geschlagen worden: Unsere Performance war zwar da, aber nach schwierigen Qualifyings haben wir zu wenig Zählbares mitgenommen. In Mexiko haben sich Team, Fahrer und Auto bisher immer sehr wohlgefühlt. Unser Ziel ist es, dort alles konzentriert zusammenzubringen und erfolgreich zu sein.“

Bevor es in den gewohnt komprimierten Renntag mit freien Trainings, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden geht, erfüllen Daniel Abt und Lucas di Grassi einen ganz besonderen Wunsch: Sie besuchen zwei Tage vor dem Rennen das Audi-Werk in San José Chiapa, vor den Toren Pueblas. Knapp 5.500 Mitarbeiter produzieren hier den Audi Q5 und den Audi SQ5. Auf dem Programm stehen neben einer Führung durch das Werk auch Gespräche und Fotos mit Mitarbeitern, Interviews und eine Autogrammstunde.

„Events in Mexiko sind ein Höhepunkt für jeden Rennfahrer – das war schon zu meiner Zeit mit Audi in der Sportwagen-WM so und hat sich mit der Formel E noch gesteigert“, sagt Lucas di Grassi. „Wenn ich an das Rennen in der vergangenen Saison denke, muss ich immer noch lächeln – so etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal, das war Adrenalin pur.“ Nach einem intensiven Zweikampf überholte di Grassi 2019 den lange führenden Pascal Wehrlein erst zehn Meter vor der Ziellinie mit einem tollen Manöver. Für das ganze Team der verdiente Triumph nach einem strategisch perfekten Rennen. „Wir wissen um unsere Stärke und wollen um den Sieg kämpfen – auch wenn es ja nicht unbedingt wieder so eng sein muss.“

Das Rennen in Mexiko startet Samstag um 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ) und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Das ZDF zeigt den Lauf im Livestream unter zdf.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden. Audi berichtet unter dem Namen AudiSport auf Twitter, Facebook und Instagram von der Formel E und aus Mexiko.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten drei Rennen in der Teamwertung auf Platz drei.