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Freitag, 19. Juni 2020

Formel E: Zweimaliger DTM-Champion Rast startet für Audi beim großen Finale in Berlin

  • Elektroserie bestreitet vom 5. bis 13. August sechs Rennen in Berlin
  • René Rast übernimmt bis Saisonende Cockpit von Daniel Abt
  • Zweimaliger DTM-Meister testet Anfang Juli erstmals Audi e-tron FE06
Renè  Rast ersetzt Daniel Abt beim Team Audi Sport ABT Schaeffler
Foto: Jens Hawrda

Die Formel E kehrt mit einem spektakulären Comeback auf die Rennstrecke zurück: Zwischen dem 5. und 13. August trägt die rein elektrische Rennserie gleich sechs Läufe in Folge auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof aus. An der Seite von Lucas di Grassi wird der zweimalige DTM-Champion René Rast die verbleibenden Rennen der aktuellen Saison im Team Audi Sport ABT Schaeffler absolvieren.

Nach 158 Tagen setzt die Formel E am 5. August ihre sechste Saison fort. Noch nie lag zwischen zwei Rennen eine so lange Zeitspanne. Letzter Auftritt war der Marrakesch E-Prix am 29. Februar als fünfter Saisonlauf, dann verhinderte die COVID-19-Pandemie alle weiteren Events. Dafür geht es jetzt gebündelt weiter: Sechs Rennen trägt die Elektroserie innerhalb einer Woche auf dem ehemaligen Flughafen in Berlin aus. Die drei „Double-Header“ starten am 5./6., 8./9. sowie am 12./13. August und werden jeweils auf unterschiedlichen Streckenvarianten ohne Zuschauer ausgetragen. Um die Gesundheit aller Teams und Mitarbeiter zu gewährleisten und alle behördlichen Anforderungen zu erfüllen, hat die Formel E in Abstimmung mit den deutschen Behörden ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet.

Audi hat sich für die zweite Saisonhälfte neu aufgestellt: René Rast wird das Cockpit von Daniel Abt übernehmen. Rast ist seit 2009 Audi-Fahrer und gewann die DTM 2019 nach 2017 bereits zum zweiten Mal. Auch Formel-E-Erfahrung hat der 33 Jahre alte Deutsche bereits gesammelt: 2016 absolvierte er das Rennen in Berlin für ein anderes Team – damals allerdings auf einem Stadtkurs. Auf seine ersten Einsätze im Audi e-tron FE06 bereitet sich Rast bei Testfahrten Anfang Juli gemeinsam mit Teamkollege Lucas di Grassi auf dem Lausitzring vor.

„Ich verfolge die Formel E schon lange ganz genau und freue mich jetzt auf diese neue Herausforderung“, sagt René Rast, der aber auch Respekt vor dem Sprung in die neue Serie hat. „Die Anforderungen an die Fahrer in der Formel E sind groß: Neben dem puren Speed geht es auch um Effizienz, Batteriemanagement und die perfekte Strategie – und das alles noch auf engen Stadtkursen, auf denen es meist ganz schön turbulent zugeht. Mit den Testfahrten Anfang Juli und meinen Erfahrungen im Simulator werde ich aber gut vorbereitet nach Berlin kommen“, sagt René Rast und schmunzelt: „Und bei sechs Rennen in neun Tagen habe ich ja reichlich Gelegenheit, schnell zu lernen …“

Für Audi-Motorsportchef Dieter Gass ist René Rast die optimale Besetzung des vakanten Audi e-tron FE06. „René war als zweimaliger DTM-Champion und langjähriger Audi-Pilot natürlich von Anfang an in der engeren Auswahl. Er hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, wie schnell er auch ohne lange Eingewöhnung in einer neuen Serie ist“, sagt Gass. „Schön, dass es bei DTM und Formel E keine Überschneidungen gibt, sodass René in beiden Serien für uns an den Start gehen kann. Mit sechs finalen Rennen in Berlin ist für unser Team mit Blick auf die Meisterschaft noch alles drin.“

Dienstag, 3. März 2020

Magere Ausbeute für Audi in Marrakesch

  • Lucas di Grassi beim Formel-E-Rennen in Marokko auf Platz sieben
  • Teamchef Allan McNish: Wir haben Arbeit vor uns
Lucas di Grassi, Audi e-tron FE06 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Lucas di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler hat auch im fünften Saisonrennen der Formel E wertvolle Punkte gesammelt. Mit einem hart erkämpften siebten Platz in Marrakesch (Marokko) behauptete der Brasilianer Rang fünf in der Fahrerwertung der Elektrorennserie.

Als Drittschnellster der ersten Qualifyinggruppe musste sich di Grassi als bester Fahrer eines Audi e-tron FE06 mit Startplatz 13 begnügen. Im Rennen zeigte der Formel-E-Champion der Saison 2016/2017 einmal mehr eine kämpferische Leistung. Mit sehenswerten Überholmanövern machte der Audi-Pilot insgesamt sieben Positionen gut. Dabei schnappte er sich in der letzten Runde noch den von Startplatz drei ins Rennen gegangenen Porsche von André Lotterer.

„Danke an das gesamte Team, mein Auto war im Rennen richtig gut“, sagte Lucas di Grassi. „Mehr ist im Augenblick mit unserem Package von einer solchen Startposition nicht möglich. Dafür ist die Konkurrenz in der Formel E zu stark.“

Teamkollege Daniel Abt kämpfte im Freien Training und im Qualifying mit einem unberechenbaren Fahrverhalten seines Autos. Das Team wechselte daraufhin zum Rennen den kompletten Hinterwagen seines Audi e-tron FE06. Von Startplatz 18 kam der Deutsche auf Rang 14 nach vorn. „Trotzdem war es ein extrem frustrierendes Rennen“, sagte Abt. „Wir waren hier einfach viel zu langsam.“

„Es ist offensichtlich, dass wir etwas Arbeit vor uns haben“, bilanzierte Teamchef Allan McNish. „Zum Glück haben wir bis zum nächsten Rennen etwas Zeit, um uns Gedanken zu machen, wie wir uns verbessern können. Daniel hatte schon im Qualifying Probleme. Mit Lucas haben wir zumindest Punkte geholt und Platz fünf in der Fahrermeisterschaft verteidigt.“

Vorjahressieger Sam Bird holte als Zehnter einen Punkt für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Teamkollege Robin Frijns musste nach einem Mauerkontakt im Qualifying aus der vorletzten Startreihe ins Rennen gehen. Der Niederländer machte zehn Positionen gut und wurde Zwölfter.

Montag, 2. März 2020

Formel E Marrakesch: Felix da Costa siegt vor Günther und Vergne

Maximilian Günther, Antonio Felix da Costa und Jean-Eric Vergne
Foto: FIA Formula E-Media

Im fünften Rennen der Saison in Marrakesch ging der Sieg an Antonio Felix da Costa. Er ging von der Pole ins Rennen und holte einen souveränen Sieg mit mehr als 11 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Maximilian Günther. Der Deutsche BMW-Pilot konnte sich den zweiten Platz in der letzten Runde kurz vor dem Ziel sichern indem er nach erbittertem Kampf Vergne überhohlen konnte.

Dieser Kampf zwischen den beiden war auch der Grund dafür das sich da Costa an der Spitze soweit absetzen konnte. Für Andre Lotterer lief es bis fast zum Schluss des Rennens gut, er kämpfte zeitweise um einen Praktikumsplatz und lag kurz vor Schluss auf Platz vier, musste dann aber Energie sparen und fiel bis ins Ziel auf Platz acht zurück. Der Dritte Deutsche im Feld, Pascal Wehrlein, spielte aufgrund eines Reifenschadens im Rennen keine Rolle.

Ergebnis E-Prix Marrakesch (Top-Five):

1. Antonio Felix da Costa, DS TECHEETAH,
2. Maximilian Guenther, BMW i Andretti Motorsport,
3. Jean-Eric Vergne, DS TECHEETAH,
4. Sebastien Buemi, Nissan e.dams,
5. Edoardo Mortara, ROKiT Venturi Racing,

Fahrerwertung nach 5 Rennen (Top-Five):

1. Antonio Felix da Costa, DS TECHEETAH, 67. Pkt.

2. Mitch Evans, Panasonic Jaguar Racing, 56. Pkt.
3. Alexander Sims, BMW i Andretti Motorsport, 46. Pkt.
4. Maximilian Guenther, BMW i Andretti Motorsport, 44. Pkt.
5. Lucas di Grassi, Audi Sport ABT Schaeffler, 38. Pkt.

Teamwertung nach 5 Rennen (Top-Five):

1. DS TECHEETAH, 98. Pkt.
2. BMW i Andretti Motorsport, 90. Pkt.
3. Panasonic Jaguar Racing, 66. Pkt.
4. Nissan e.dams, 57. Pkt.
5. Mercedes-Benz EQ, 56. Pkt.





Dienstag, 25. Februar 2020

Jake Hughes und Daniel Juncadella absolvieren Rookie-Test für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team

Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzt beim Rookie-Test der ABB FIA Formel E Meisterschaft auf Jake Hughes und Daniel Juncadella

  • Rookie-Test am 1. März einen Tag nach dem Marrakesch E-Prix
  • Ian James: „Mit Jake und Dani haben wir eine gute Mischung aus einem aufstrebenden Youngster sowie einem erfahrenen Allrounder für den Rookie-Test gefunden.“
  • Jake Hughes: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich jetzt die Chance bekomme, herauszufinden, was ich im echten Auto kann.“
  • Daniel Juncadella: „Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meiner bisherigen Erfahrung einen Beitrag für das Team leisten kann.“
Daniel Juncadella
Foto: Jens Hawrda

Gut eine Woche vor dem fünften Saisonrennen der ABB FIA Formel E Meisterschaft hat das Mercedes-Benz EQ Formel E Team seine Fahrerpaarung für den Rookie-Test der Serie in Marrakesch bekanntgegeben. Neben Jake Hughes nimmt Daniel Juncadella am 1. März im Auto Platz.

„Mit Jake und Dani haben wir eine gute Mischung aus einem aufstrebenden Youngster sowie einem erfahrenen Allrounder für den Rookie-Test gefunden“, sagte Teamchef Ian James. „Beide kennen das Team und dessen Arbeitsweise gut- Sie werden uns sicher im Verlauf des Testtages in Marrakesch mit gutem und wertvollem Feedback versorgen. Unsere Ingenieure sind bereits gespannt auf ihre Rückmeldung.“

„Ich bin sehr stolz darauf, dass ich beim Rookie-Test in Marrakesch für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team fahren darf“, sagte Jake. „Bisher habe ich das Team bei der Rennvorbereitung in Affalterbach im Simulator unterstützt. Ich habe sehr viel davon gelernt, wie das Team seine Debütsaison in einer so herausfordernden Rennserie wie der Formel E angeht. Ich freue mich sehr, meinen Teil zur Entwicklung und im Simulator beizutragen.“

„Umso glücklicher bin ich darüber, dass ich jetzt die Chance bekomme, herauszufinden, was ich im echten Auto kann“, fügte Jake an. „Beim Test möchte ich ihnen helfen, ihren Entwicklungsweg fortzusetzen und die Liste an Testaufgaben abzuhaken. Darauf bin ich wahnsinnig gespannt.“

„Ich freue mich sehr darauf, wieder am Steuer eines Formel-E-Autos zu sitzen“, sagte Daniel. „Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meiner bisherigen Erfahrung einen Beitrag für das Team leisten kann. Ich kenne die Formel E bereits von Tests aus den vergangenen Jahren und habe in der Saison fünf als Test- und Ersatzfahrer von HWA RACELAB viel gelernt. Zudem ist es großartig, mit Mercedes-Benz zusammenzuarbeiten. Ich kenne das Team sehr gut und weiß, dass es viel Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten!“

Der Rookie-Test findet einen Tag nach dem fünften Saisonlauf in Marrakesch statt, der am 29. Februar auf dem Circuit International Automobile Moulay El Hassan ausgetragen wird.

Über Jake Hughes

Jake Hughes ging in den vergangenen vier Jahren in der GP3 Serie (2016 und 2018), der FIA Formel-3-Europameisterschaft (2017) sowie der FIA Formel 3 Meisterschaft (2019) an den Start und konnte in jeder Saison mindestens ein Rennen gewinnen. In dieser Saison tritt der 25-jährige Brite wie im Vorjahr für HWA RACELAB in der FIA Formel 3 Meisterschaft an, in der er in Spielberg 2019 den ersten Sieg des Teams einfuhr.

Über Daniel Juncadella

Der 28-jährige Katalane trat zwischen 2013 und 2018 in 76 DTM-Rennen für das Mercedes-AMG DTM Team an. In dieser Zeit gelangen ihm unter anderem drei Pole Positions und sein erster Sieg 2018 in Brands Hatch. Bereits vor seinem DTM-Einstieg gewann er den Formel 3 Grand Prix in Macau, die FIA Formel 3 Europameisterschaft sowie die Formel 3 Euroserie mit Mercedes-Power im Heck seines Rennwagens.

Zwei Youngster testen für Audi in der Formel E

  • Kelvin van der Linde und Mattia Drudi starten bei Rookie-Test in Marrakesch
  • Wichtige Aufgaben bei einzigem Test während der aktuellen Saison
  • Drudi und van der Linde freuen sich „auf völlig neue Herausforderung“
Foto: Audi-Motorsport

Kelvin van der Linde und Mattia Drudi gehen für Audi beim Rookie-Test der Formel E in Marrakesch an den Start. Einen Tag nach dem fünften Saisonlauf der Serie am 29. Februar haben die beiden Youngster aus Südafrika und Italien einen Tag lang die Möglichkeit, Erfahrungen in der rein elektrischen Serie zu sammeln und gleichzeitig das Team Audi Sport ABT Schaeffler bei der Entwicklungsarbeit zu unterstützen.

Sowohl Kelvin van der Linde als auch Mattia Drudi gehören schon länger zur Audi-Familie – allerdings in einer anderen Disziplin. Der 21 Jahre alte Drudi gehört seit Februar 2019 zum Fahrerkader von Audi Sport customer racing und startete mit einem Audi R8 LMS unter anderem bei den 24 Stunden von Spa. Drudi hat die beiden Formel-E-Stammpiloten Daniel Abt und Lucas di Grassi schon in den vergangenen Monaten bei der Arbeit im Simulator unterstützt. Kelvin van der Linde (23) – seit 2015 im Kader von Audi Sport customer racing – hat mit Audi schon zweimal das ADAC GT Masters, die 24 Stunden auf dem Nürburgring sowie weitere Langstreckenrennen gewonnen.

„Der Test ist eine völlig neue Herausforderung, auf die ich mich extrem freue. Ich bin noch nie ein Formelauto gefahren, also gibt es jede Menge zu lernen, denn in der Formel E sind die Anforderungen an den Fahrer besonders komplex und vielfältiger als im GT-Sport“, sagt Kelvin van der Linde. „Ich verfolge die Serie schon lange und bemerke, wie sie auch im Zuge der Klimadiskussionen immer mehr Bedeutung bekommt. Obwohl ich aus Südafrika komme, wird es tatsächlich mein erster Besuch in einem anderen afrikanischen Land sein.“

Nach vielen Stunden in der virtuellen Welt geht es für Mattia Drudi jetzt ins „echte“ Formel-E-Leben. „Ich habe das Formel-E-Projekt bisher schon mit Einsätzen im Simulator unterstützt. Cool, jetzt auch an einem Rennwochenende zur Mannschaft von Audi gehören zu dürfen. Ich freue mich darauf, mit diesem Team zusammenzuarbeiten“, sagt Drudi. „Ich werde das ganze Wochenende dabei sein und bin schon gespannt, wie die ganzen Abläufe und die Atmosphäre vor Ort sind. Schon am Fernseher sehen die Rennen megaspannend und nach einer Menge Spaß für Fahrer und Zuschauer aus. Die Erfahrung im Rennauto wird mir sicher auch bei der Arbeit im Simulator helfen.“

Für das Team Audi Sport ABT Schaeffler, das am Vortag des Tests in Marrakesch mit seinen Stammpiloten Daniel Abt und Lucas di Grassi den fünften Saisonlauf der Formel E absolviert, bedeutet der Einsatz der beiden Rookies eine wertvolle Unterstützung. „Wir freuen uns sehr, Mattia und Kelvin in unseren Autos auf der Strecke zu haben. Sie waren beide schon im Simulator und werden sich gemeinsam mit unseren Ingenieuren auf den Test vorbereiten“, sagt Teamchef Allan McNish. „Sie werden viel Zeit im Auto bekommen – sogar mehr als Daniel und Lucas an einem ganzen Renntag. Dabei sollen sie ein Gefühl für die Formel E bekommen, uns aber gleichzeitig auch bei der Vorbereitung auf die nächsten Rennen unterstützen.“

Der Rookie-Test am Sonntag, 1. März 2020, ist in eine Vormittags- und eine Nachmittagssitzung unterteilt. Teilnehmen dürfen nur Piloten, die bisher noch kein Formel-E-Rennen absolviert haben und nicht im Besitz einer E-Lizenz sind.

Montag, 24. Februar 2020

BMW DTM-Fahrer Lucas Auer testen den BMW iFE.20 in Marrakesch

Lucas Auer beim Formel-E Simulator Test
Foto: BMW-Motorsport
Beim Rookie-Test der ABB FIA Formel E-Meisterschaft, der am 1. März 2020 in Marrakesch (MAR) stattfinden wird, bietet BMW i Andretti Motorsport zwei Fahrern die Möglichkeit, sich mit dem BMW iFE.20 auseinanderzusetzen. BMW DTM-Fahrer Lucas Auer (AUT) wird am Steuer des vollelektrischen Formel-Autos debütieren, ebenso wie Andretti Autosport-Fahrer Kyle Kirkwood (USA).  Die beiden Fahrer haben bereits BMW Motorsport in München (GER) besucht, um sich auf ihren Test im Simulator vorzubereiten.

Auer nutzt die Zeit bis zu den offiziellen DTM-Testfahrten in Monza (ITA), wo er vom 16. bis 18. März die BMW M4 DTM zum ersten Mal hautnah erleben wird, um einen ersten Eindruck von der Formel E und zu bekommen der BMW iFE.20.  Der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann (GER) hat im vergangenen Jahr einen vergleichbaren Test absolviert.

"Es versteht sich von selbst, dass meine oberste Priorität die DTM ist, und ich kann es kaum erwarten, in der BMW M4 DTM in Monza zum ersten Mal auf die Strecke zu fahren", sagte Auer. „Bis dahin ist der Formel-E-Test eine fantastische Gelegenheit, etwas völlig Neues für mich zu lernen. Die Vorbereitung im Simulator hat mich schon sehr neugierig gemacht. Ich bin gespannt, wie sich das Auto auf der Strecke in Marrakesch anfühlt.“

Der Rookie-Test findet am Tag nach dem E-Prix von Marrakesch statt, dem fünften Rennen der Formel-E-Saison. 

Donnerstag, 20. Februar 2020

Porsche reist nach Pole Position mit gemischten Gefühlen aus Mexiko ab

Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team hat beim Mexico City E-Prix nach der ersten Pole Position in seiner noch jungen Geschichte eine Punkteplatzierung im Rennen verpasst.

Neel Jani Porsche 99X Electric
Foto: Richard Pardon, Porsche Motorsport
Mit der schnellsten Runde in der Super Pole konnte sich André Lotterer (DE) den ersten Startplatz beim vierten Lauf der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft in Mexiko-Stadt (MX) sichern und für Porsche ein weiteres Highlight in der vollelektrischen Rennserie setzen. Er sicherte sich drei Zähler für die Fahrer-Meisterschaft.

Das Rennen selbst verlief dann unglücklich für Lotterer: Nachdem er am Start mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen hatte, wurde er eingangs der ersten Kurve vom späteren Rennsieger Mitch Evans (Jaguar Racing, NZ) touchiert und verlor drei Plätze. Weitere Zweikämpfe führten zu starken Beschädigungen an der Karosserie des Porsche 99X Electric und einem vorzeitigen Rennende.

Im zweiten Porsche 99X Electric mit der Startnummer 18 beendete Neel Jani (CH) das Rennen auf dem 14. Platz. Der Schweizer war nach dem Qualifying vom 14. Startplatz ins Rennen gegangen und konnte in der Anfangsphase einen Platz gutmachen, ehe er nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund eines technischen Regelverstoßes zurückfiel. Wie schon in den ersten beiden Saisonrennen in Diriyah (SA) landete Lotterer in der Fanboost-Abstimmung in den Top 5, konnte von der zusätzlichen Energie aber keinen Gebrauch machen.

In der Fahrerwertung liegt Lotterer auf Platz zehn, während Jani aktuell den 23. Platz einnimmt. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team belegt nach vier Rennen Platz neun in der Teamwertung. Der fünfte Lauf zur ABB FIA Formel-E-Meisterschaft 2019/2020 wird am 29. Februar 2020 in Marrakesch (MA) ausgetragen.

Stimmen der Piloten nach dem Rennen in Mexico:

Neel Jani (Porsche 99X Electric, #18): 
„Der Start lief eigentlich gut, obwohl ich auf der schmutzigen Seite war. Danach war ich in zahlreiche Zweikämpfe verwickelt und wurde mehrmals vorne und hinten getroffen. Es ist schade, dass dann noch eine Durchfahrtsstrafe gegen mich verhängt wurde. Sonst wäre nach vorn sicher noch etwas möglich gewesen. Ich bin froh, dass ich das Rennen beenden und weitere Erfahrung sammeln konnte. Die Pole Position von André hat gezeigt, was das Auto kann. Das stimmt uns zuversichtlich für Marrakesch.“

André Lotterer (Porsche 99X Electric, #36): 
„Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht habe. Beim Start hatte ich mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen und wurde dann in der ersten Kurve von Mitch (Evans) getroffen. Dadurch habe ich ein paar Plätze verloren. Es war ein hartes Rennen mit vielen Zwischenfällen. Nach etlichen Kollisionen war mein Auto so stark beschädigt, dass ich letztlich aufgeben musste. In Marrakesch werde ich erneut angreifen.“

Montag, 17. Februar 2020

Charakterbildendes Rennen für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team in Mexiko

Schmerzhafte, aber lehrreiche Erfahrung: Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries sehen die Zielflagge in Mexiko nicht

Nyck de Vries, Mercedes-Benz EQ
Foto: Mercedes-Motorsport
  • Stoffel Vandoorne kämpfte in den Schlussrunden des Rennens um Platz fünf, musste sein Auto jedoch nach einem Mauerkontakt abstellen
  • Nyck de Vries lag lange in den Top 5, bis er nach einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug vorzeitig ausschied
  • Ian James: „Wir verbuchen das als charakterbildende Erfahrung für das gesamte Team, das an diesem Wochenende eine starke Leistung abgeliefert hat.“
  • Stoffel Vandoorne: „Ich bin nach diesem Rennen natürlich super enttäuscht. Es tut mir für das Team unheimlich leid, da wir an einem Tag wie diesem in die Punkte hätten fahren müssen.“
  • Nyck de Vries: „Leider endete mein Rennen heute in der Wand. Für mich fühlte es sich wie ein technisches Problem an, weshalb ich nur noch ein Passagier in meinem Auto war.“


Der vierte Saisonlauf der ABB FIA Formel E Meisterschaft führte das Mercedes-Benz EQ Formel E Team an diesem Wochenende zum mit 40.000 Zuschauern ausverkauften CBMM Niobium Mexico City E-Prix 2020.

Dem Mercedes-Benz EQ-Duo Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries brachte das Rennen in Mexiko-Stadt jedoch kein Glück. Auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez sah zum ersten Mal in der noch jungen Teamgeschichte keiner der beiden Piloten die Zielflagge, sodass die Mannschaft erstmals ohne Punkte von einem E-Prix abreisen muss. Nichtsdestotrotz konnte das Team im Laufe seines erst vierten Renntages in der Elektrorennserie wertvolle Erfahrung für die weiteren Rennen in seiner Debütsaison sammeln.

Bis zu seinem Ausfall hatte sich Stoffel im Rennverlauf um fünf Positionen nach vorne gekämpft und lag auf Kurs zu seiner vierten Punkteankunft in dieser Saison. Kurz vor Rennende versuchte er seine fünfte Position zu verteidigen und berührte dabei die Mauer, was schließlich zu seinem Ausfall führte.

Sein Teamkollege Nyck de Vries übernahm am Start zwischenzeitlich den zweiten Platz und fuhr nach einer frühen Safety-Car-Phase innerhalb der Top 5. In der Folge verteidigte sich Nyck im Zweikampf um Rang fünf gegen António Félix da Costa (DS Techeetah). Dabei kam es zu einer Berührung mit Robin Frijns (Envision Virgin Racing), nach der Nyck sein Fahrzeug am Streckenrand abstellen musste.

Nyck ging in der zweiten Qualifying-Gruppe an den Start und sicherte sich die zweitschnellste Zeit der Gruppenphase. Damit gelang ihm zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison der Sprung in die Super Pole der besten Sechs. Dort sicherte er sich Startplatz vier, rückte in Folge einer Strafe für Pascal Wehrlein jedoch auf die dritte Startposition nach vorne.

Stoffel fuhr bei noch nicht idealen Streckenbedingungen die zweitschnellste Zeit der ersten Qualifying-Gruppe, was aber nicht zum Einzug in die Super Pole reichte. Er ging vom zehnten Startplatz ins Rennen.

Wie schon bei den vorherigen drei Rennen erhielten Stoffel und Nyck auch in Mexiko-Stadt jeweils Unterstützung durch den Fanboost (Stoffel: 20% / Nyck: 8%). Stoffel lag dabei im vierten Saisonlauf zum vierten Mal in der Gunst der Fans ganz vorne.

Stimmen der Piloten nach dem Rennen in Mexiko-Stadt:

Stoffel Vandoorne:
„Ich bin nach diesem Rennen natürlich super enttäuscht. Wir haben heute viele Punkte liegen gelassen. Ich war auf Platz fünf, als ich in Kurve drei ein bisschen von der Linie abgekommen bin. Danach hatte ich keine Chance mehr, der Mauer zu entkommen. Das tut mir für das Team unheimlich leid, da wir an einem Tag wie diesem in die Punkte hätten fahren müssen. Aber wir geben nicht auf und werden in Marrakesch gestärkt zurückkommen.“

Nyck de Vries:
„Leider endete mein Rennen heute in der Wand. Nach Rennende war ich wegen des Zwischenfalls bei den Rennkommissaren. Für mich fühlte es sich wie ein technisches Problem an, weshalb ich nur noch ein Passagier in meinem Auto war. Ich möchte mich natürlich trotzdem dafür entschuldigen, aber ich konnte das Auto einfach nicht mehr abbremsen. Jetzt richte ich meinen Blick nach vorne auf das nächste Rennen in Marrakesch.“

Alexander Sims beendet den E-Prix von Mexiko-Stadt nach einer starken Aufholleistung auf dem fünften Platz

Maximilian Günther (GER) Nr. 28 BMW iFE.20 und Alexander Sims (GBR) Nr. 27
 BMW BMW i , Andretti Motorsport
Foto: BMW-Motorsport
Eine clevere Rennstrategie und eine ebenso effiziente Leistung des BMW i-Antriebsstrangs verhalfen Alexander Sims (GBR) beim E-Prix (MEX) in Mexiko-Stadt um 13 Plätze und beendeten das vierte Rennen der ABB FIA Formel E-Meisterschaft als Fünfter Position. Er holte sich auch einen Extrapunkt für die schnellste Runde des Rennens. Sims ist jetzt mit 46 Punkten Zweiter in der Fahrerwertung, nur einer hinter dem neuen Spitzenreiter Mitch Evans (NZL, Jaguar), der das Rennen in Mexiko gewann. BMW i Andretti Motorsport bleibt mit 71 Punkten an der Spitze der Teamwertung.

Niemand hatte nach dem Ende des Qualifyings ein so starkes Ergebnis erwartet. Sims und Maximilian Günther (GER) hatten Mühe, das perfekte Setup zu finden, und mussten sich damit zufrieden geben, von den 18. und 16. Startplätzen zu starten. Sims fuhr von Anfang an ein cleveres Rennen und verwaltete seine Energiereserven sehr gut, während er sich schrittweise durch das Feld bewegte. Der fünfte Platz und die schnellste Runde des Rennens waren seine gerechte Belohnung für eine fehlerfreie Fahrt und eine hervorragende Strategie. Günther hatte mehr Probleme, als er sich im Mittelfeld durchsetzte und das Rennen auf dem elften Platz beendete.

Stimmen der Fahrer zum Rennen:

Alexander Sims (2. Platz):

„Nach diesem Qualifying war das Rennen selbst eine große Herausforderung für uns. Im ersten Abschnitt des Rennens konnten wir jedoch viel mehr Energie sparen als unsere Konkurrenten, die wir später für die Verfolgung nutzen konnten. Ich hatte während des Rennens ein wirklich starkes Auto. Insgesamt ist es fantastisch, einen so enttäuschend gestarteten Renntag mit einem so guten Ergebnis zu beenden. “

Maximilian Günther (8. Platz):

„Das war nicht unser Tag. Zunächst müssen wir uns ansehen, was schief gelaufen ist. Aus irgendeinem Grund hatten wir einfach nicht die Geschwindigkeit, die für das Qualifying erforderlich war. Im Rennen hat sich für mich nichts verbessert - im Gegensatz zu Alexander, der wirklich eine großartige Nachholleistung erbracht hat. Im Moment kann ich nur über die Grundursache spekulieren, aber es macht keinen Sinn, das zu tun. Wir werden alles im Detail analysieren und sehen, was wir besser machen können. “

Sonntag, 16. Februar 2020

Turbulenter Tag für Audi bei der Formel E in Mexiko

  • Daniel Abt wenige Stunden nach schwerem Trainingsunfall wieder im Cockpit
  • Lucas di Grassi fährt von Startplatz 15 auf Rang sechs nach vorn
  • Kundenteam Envision Virgin Racing nach starkem Qualifying ohne Punkte
Daniel Abt, Audi e-tron FE06 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Nach drei Siegen in Folge musste sich Audi Sport ABT Schaeffler beim Formel-E-Rennen in Mexiko-Stadt 2020 mit Platz sechs für Lucas di Grassi begnügen. Dass Teamkollege Daniel Abt nach einem schweren Trainingsunfall an den Start gehen konnte, verdankte er einer starken Teamleistung.

2018 hatte Daniel Abt im Autódromo Hermanos Rodríguez seinen ersten Sieg in der Formel E gefeiert. Dieses Mal schien der Renntag für den Deutschen schon um 8 Uhr morgens beendet: Wegen eines technischen Problems prallte Abt im ersten freien Training am Ende einer Geraden gegen die Streckenbegrenzung. „Das war der heftigste Aufprall meiner Karriere“, sagte Abt, der vorsorglich mit einem Hubschrauber zu Untersuchungen in ein Krankenhaus geflogen wurde. „Ich bin froh, dass die Autos so sicher sind und ich den heutigen Tag relativ unbeschadet überstanden habe. Es war eine tolle Leistung meiner Crew, das Auto überhaupt wieder rennfertig zu bekommen. Aber natürlich war klar, dass es von fast ganz hinten und praktisch ohne Training ein sehr schwieriges Rennen für mich werden würde. Jetzt geht es darum, bis Marrakesch wieder richtig fit zu werden.“

Lucas di Grassi kämpfte sich in einem weiteren spektakulären Formel-E-Rennen vor einer traumhaften Zuschauerkulisse vom 15. Startplatz auf Rang sechs nach vorn. Damit verteidigte der Brasilianer seinen fünften Platz in der Fahrerwertung der Elektrorennserie. „Das war ein hartes Rennen“, sagte di Grassi. „Obwohl wir gute Punkte gesammelt haben, bin ich nicht 100 Prozent glücklich. Wir waren im Rennen nicht schnell genug, um noch weiter nach vorne zu kommen. Wir müssen hart arbeiten, um im Qualifying, aber auch im Rennen stärker zu werden.“

„Das war ein turbulenter Tag für uns“, sagte Teamchef Allan McNish. „Für Daniel begann er mit dem Unfall auf eine denkbar schlechte Art und Weise und für Lucas mit dem schwierigen Qualifying auch nicht besonders gut. Aber wir haben uns noch wichtige Punkte erkämpft. Dass Lucas von Startplatz 15 auf Rang sechs nach vorn gekommen ist, hält ihn im Titelkampf. Dass Daniel überhaupt starten konnte, war eine tolle Teamleistung. Es war kein einfacher Tag für uns, aber wir fokussieren uns schon jetzt voll auf das nächste Rennen in Marrakesch.“

Enttäuschend endete der E-Prix in Mexiko-Stadt für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Nach einer starken Leistung im Qualifying mit den Startplätzen fünf und sechs blieb das Team im Rennen ohne Punkte. Sam Bird hatte ein Podiumsergebnis vor Augen, als er in einem intensiven Zweikampf kurz vor Rennende von der Strecke rutschte. Robin Frijns lag ebenfalls in der Spitzengruppe, ehe er unverschuldet in eine Kollision verwickelt wurde und aus den Punkterängen herausfiel.

Dienstag, 11. Februar 2020

Audi will Erfolgsserie in Mexiko fortsetzen

  • Formel E startet Samstag auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez
  • Daniel Abt und Lucas di Grassi in Mexiko seit drei Jahren ungeschlagen
  • Rennfahrer besuchen vor dem Rennen das Audi-Werk nahe der Hauptstadt
Lucas di Grassi, Audi e-tron FE06 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Audi Sport ABT Schaeffler ist in Mexiko bisher erfolgreicher als jedes andere Formel-E-Team. Ein perfekter Ort also für Daniel Abt und Lucas di Grassi, um am kommenden Samstag (15. Februar) den ersten Sieg der sechsten Saison einzufahren. Die beiden Rennfahrer können dabei auf die Unterstützung der Fans bauen.

Das Rennen in Mexiko zählt zu den absoluten Höhepunkten im Kalender. Obwohl es die einzige echte permanente Rennstrecke der Saison ist, lieben die Fahrer den Kurs – besonders wegen der einzigartigen Atmosphäre in dem stadionähnlichen Abschnitt, wo sie den Jubel der enthusiastischen Fans sogar während des Rennens im Cockpit mitbekommen. Rund 40.000 Zuschauer verfolgen Jahr für Jahr das Gastspiel der rein elektrischen Rennserie auf den Tribünen.

Auch sportlich erwies sich der Kurs in der Vergangenheit als erfolgreiches Terrain für Audi Sport ABT Schaeffler. Nach einem spannenden Rennen und mit einem spektakulären Überholmanöver wenige Meter vor der Ziellinie sicherte sich Lucas di Grassi in der zurückliegenden Saison seinen zweiten Sieg nach 2017. Teamkollege Daniel Abt feierte 2018 in Mexiko seinen ersten Formel-E-Sieg überhaupt – ein prägendes Erlebnis, zu dessen Erinnerung sich der 27 Jahre alte Deutsche sogar einen mexikanischen Totenkopf als Erinnerungstattoo auf den Oberarm stechen ließ.

„Mexiko ist für mich ein besonderer Ort – nicht nur, weil ich dort meinen ersten Sieg gefeiert habe, sondern weil die Begeisterung der Menschen einfach jedes Jahr für eine fantastische Stimmung sorgt“, sagt Daniel Abt. „Ich nehme mir immer viel Zeit für die Fans und lasse mich ein bisschen von ihrer Euphorie tragen. Mein erster Pokal in dieser Saison ist überfällig und es wäre toll, das am Samstagnachmittag auf dem Podium in Mexiko feiern zu können.“

Was die Strecke angeht, werden die Karten in diesem Jahr für den fünften Auftritt der Formel E in Mexiko neu gemischt: Der Kurs ist um 25 Prozent verlängert worden, biegt nach den ersten beiden Kurven in einen völlig neuen Abschnitt ab. Die jetzt 2,606 Kilometer lange Strecke verspricht noch mehr Spannung und eine zusätzliche gute Überholmöglichkeit. Schon im Vorjahr war das Energiemanagement ein entscheidender Faktor und wird dieses Mal noch wichtiger sein.

„Das neue Layout bringt ein zusätzliches Spannungsmoment ins Spiel, denn es wird erneut wichtig sein, sich schnell auf die neue Strecke einzuschießen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Gefühlt sind wir in den ersten drei Rennen ein wenig unter Wert geschlagen worden: Unsere Performance war zwar da, aber nach schwierigen Qualifyings haben wir zu wenig Zählbares mitgenommen. In Mexiko haben sich Team, Fahrer und Auto bisher immer sehr wohlgefühlt. Unser Ziel ist es, dort alles konzentriert zusammenzubringen und erfolgreich zu sein.“

Bevor es in den gewohnt komprimierten Renntag mit freien Trainings, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden geht, erfüllen Daniel Abt und Lucas di Grassi einen ganz besonderen Wunsch: Sie besuchen zwei Tage vor dem Rennen das Audi-Werk in San José Chiapa, vor den Toren Pueblas. Knapp 5.500 Mitarbeiter produzieren hier den Audi Q5 und den Audi SQ5. Auf dem Programm stehen neben einer Führung durch das Werk auch Gespräche und Fotos mit Mitarbeitern, Interviews und eine Autogrammstunde.

„Events in Mexiko sind ein Höhepunkt für jeden Rennfahrer – das war schon zu meiner Zeit mit Audi in der Sportwagen-WM so und hat sich mit der Formel E noch gesteigert“, sagt Lucas di Grassi. „Wenn ich an das Rennen in der vergangenen Saison denke, muss ich immer noch lächeln – so etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal, das war Adrenalin pur.“ Nach einem intensiven Zweikampf überholte di Grassi 2019 den lange führenden Pascal Wehrlein erst zehn Meter vor der Ziellinie mit einem tollen Manöver. Für das ganze Team der verdiente Triumph nach einem strategisch perfekten Rennen. „Wir wissen um unsere Stärke und wollen um den Sieg kämpfen – auch wenn es ja nicht unbedingt wieder so eng sein muss.“

Das Rennen in Mexiko startet Samstag um 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ) und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Das ZDF zeigt den Lauf im Livestream unter zdf.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden. Audi berichtet unter dem Namen AudiSport auf Twitter, Facebook und Instagram von der Formel E und aus Mexiko.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten drei Rennen in der Teamwertung auf Platz drei.


Montag, 10. Februar 2020

Audi zeigt Studie für Formel-E-Auto der Zukunft

Audi e-tron FE07 Konzeptdesign
Copyright: AUDI AG

Aggressive Heckflügel, eine markante Finne hinter dem Cockpit und eine neue Front mit frei stehenden Rädern – mit dem Gen2 EVO wirft die Formel E schon jetzt einen Blick in die Zukunft der rein elektrischen Rennserie. Noch vor der offiziellen Präsentation des Autos auf dem Genfer Automobilsalons Anfang März zeigt Audi jetzt sein Konzeptdesign für den Audi e-tron FE07, der ab der nächsten Saison zum Einsatz kommt. Ende 2020 startet die Formel E in ihre siebte Saison und wird dann erstmals als offizielle Weltmeisterschaft der FIA ausgetragen. Neben den für alle Teams einheitlichen optischen Veränderungen bleibt die Entwicklung des Antriebsstrangs den Herstellern vorbehalten. Für Audi bietet die Formel E damit auch künftig die Möglichkeit, Kompetenz bei elektrifizierten Antrieben unter Beweis zu stellen.

Montag, 20. Januar 2020

Formel-E: Doppelte Punkte für Mercedes in Santiago

Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne in den Top-6

Nyck de Vries,  Mercedes-Benz EQ
Foto: Mercedes-Motorsport
Drei Rennen, drei Mal in den Punkterängen: Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team punktet auch im dritten Lauf seiner Debütsaison

  • Nyck de Vries verbesserte sich im Rennverlauf um fünf Positionen und überquerte die Ziellinie im Endspurt auf Platz drei – durch eine nachträgliche Zeitstrafe belegte er schlussendlich Rang fünf
  • Stoffel Vandoorne kam hinter seinem Teamkollegen auf dem sechsten Platz ins Ziel
  • Ian James: „Ich freue mich über die Plätze fünf und sechs, die genau innerhalb unserer Zielsetzung liegen. Wir befinden uns als Team weiter auf dem richtigen Weg.“
  • Nyck de Vries: „Meine Pace war gut und ich konnte mich durch das Feld nach vorne kämpfen. Leider habe ich dann noch eine Strafe erhalten, aber insgesamt war es ein gutes Rennen.“
  • Stoffel Vandoorne: „Das war ein hartes, sehr ereignisreiches Rennen für mich. Es ist wichtig für uns, erneut eine gute Punkteausbeute mitzunehmen. Darauf kommt es in dieser Meisterschaft an.“


Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzte an diesem Wochenende den erfolgreichen Start in seine Debütsaison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft in Chile fort. Nach zwei Podestplätzen am Auftaktwochenende in Saudi-Arabien fuhren die beiden Fahrer Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne beim Antofagasta Minerals Santiago E-Prix 2020 beide in die Top-6.

Nyck ging vom achten Startplatz in eines der heißesten Rennen der Saison. Der Niederländer verbesserte sich im Laufe der 40 Rennrunden um fünf Positionen und überquerte die Ziellinie nach einem spannenden Finish auf Platz drei. In Folge einer nachträglichen Zeitstrafe fiel er auf den fünften Rang zurück. Die Ursache hierfür war ein Verstoß bei der Batterietemperatur. Trotzdem erzielte der Rookie damit das bislang beste Ergebnis in seiner noch jungen Formel-E-Karriere.

Direkt hinter Nyck belegte sein Teamkollege Stoffel Vandoorne den sechsten Platz. Für Stoffel war es nach zwei dritten Plätzen in Diriyah die dritte Punkteankunft im dritten Saisonrennen.

Nyck und Stoffel qualifizierten sich für die vierte respektive fünfte Startreihe. Nach dem unerwartet erfolgreichen Debüt des Teams in Saudi-Arabien mussten sie in Qualifying-Gruppe eins respektive zwei antreten, in denen die Streckenbedingungen herausfordernd waren. Mit den Plätzen eins und zwei in ihrer jeweiligen Gruppe verpassten Stoffel und Nyck den Einzug in die Super-Pole der besten sechs Fahrer nur knapp.

Im Rennen gab es zum dritten Mal in Folge für beide Fahrer zusätzliche Leistung über den Fanboost (VAN: 18,6% / DEV: 7,7%). Stoffel gelang sogar ein Hattrick im Fan-Voting: der Belgier lag nach den ersten beiden Saisonläufen in Diriyah auch in Santiago in der Gunst der Fans ganz vorne.

Nach drei von 14 Saisonrennen führt Stoffel (38 Punkte) die Fahrerwertung mit drei Zählern Vorsprung vor Alexander Sims (35 Punkte) an. Nyck liegt mit 18 Punkten auf dem elften Gesamtrang. In der Teamwertung belegt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team (56 Punkte) mit vier Zählern Rückstand auf BMW i Andretti Motorsport (60 Punkte) den zweiten Platz.

Aus Chile geht es weiter nach Mexiko-Stadt. Dort bestreitet das Team am 15. Februar auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez den vierten E-Prix in seiner Debütsaison in der Formel E.

Audi-Pilot di Grassi begeistert mit Aufholjagd

  • Spektakulärer E-Prix in der chilenischen Hauptstadt Santiago
  • Lucas di Grassi macht nach Pech im Qualifying im Rennen 15 Plätze gut
Lucas di Grassi von Startplatz 22 auf Platz 7 im Ziel
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Die Formel E ist in Santiago de Chile mit einem spektakulären Rennen in das Jahr 2020 gestartet. Lucas di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler begeisterte die südamerikanischen Fans mit einer Aufholjagd von Startplatz 22 auf Rang sieben.

Packende Duelle, jede Menge Überholmanöver, Kollisionen und Spannung bis zur letzten Runde: Der E-Prix im Parque O'Higgins der chilenischen Hauptstadt lieferte ein typisches Formel-E-Rennen, das die Zuschauer von ihren Sitzen riss. „Es war absolut fantastisch“, sagte Lucas di Grassi. „Ich bin völlig erschöpft, aber überglücklich, aus der vorletzten Startreihe noch auf Platz sieben nach vorne gefahren zu sein. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team und Audi.“

Der Brasilianer hatte das große Pech, dass im Qualifying direkt vor ihm ein Unfall passierte und er nur vom Startplatz 22 ins Rennen gehen konnte. Mit seiner Aufholjagd unterstrich er, dass der Audi e-tron FE06 eines der schnellsten Autos im Starterfeld ist.

Teamkollege Daniel Abt hatte im Qualifying mit Verkehr zu kämpfen. Der Deutsche arbeitete sich von Startplatz 13 auf Rang acht nach vorn. Eine nachträglich gegen ihn verhängte 30-Sekunden-Zeitstrafe infolge einer Kollision warf ihn auf Platz 14 zurück.

„Es ging heute mächtig zur Sache“, sagte Teamchef Allan McNish. „Nach dem schwierigen Qualifying wussten wir alle, dass es für uns ein hartes Rennen werden würde. Aber das Team hat sich wieder einmal zurückgekämpft. Dass Lucas bis auf Platz sieben nach vorne fahren konnte, war eindrucksvoll. Dass Daniel für einen der vielen Zwischenfälle, die es heute gab, nachträglich eine Strafe bekommen hat, ist sehr schade. Es war ein hartes Rennwochenende für uns, aber wir nehmen wichtige Punkte mit aus Santiago und freuen uns schon auf das nächste Rennen in Mexiko.“

Sam Bird holte trotz eines Drehers mit Platz zehn einen Punkt für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Robin Frijns wurde nach einer Berührung im Startgetümmel 15.

Sonntag, 19. Januar 2020

Maximilian Günther holt beim Santiago E-Prix den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere

Sieger beim Santiago E-Prix: Maximilian Günther BMW iFE.20
Foto: BMW-Motorsport
In einem spannenden Finale gelang Maximilian Günther (GER) in der letzten Runde ein Überholmanöver und damit der Sieg im Santiago E-Prix. Der 22-Jährige holte den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere in seinem dritten Rennen für das Team. Auf diese Weise wurde er auch der jüngste Gewinner aller Zeiten in der Serie. Die 25 erzielten Punkte brachten BMW i Andretti Motorsport an die Spitze der Teamwertung. Alexander Sims (GBR) fiel leider in Santiago aus.

Im Qualifying kämpften Sims mit einer Strecke, die für die erste Gruppe noch rutschig war. Nach drei Pole-Positionen in Folge musste er sich mit dem 15. Startplatz begnügen. Günther nutzte die besseren Streckenbedingungen in der dritten Gruppe perfekt aus und stieg in die Super Pole auf, wo er mit dem zweiten Platz zum vierten Mal in Folge einen Startplatz in der ersten Startreihe einnahm.

Während Sims zu Beginn des Rennens in viele heftige Zweikämpfe im Mittelfeld verwickelt war und sich nach Kontakt mit den Leitplanken endgültig aufgeben musste, konnte sich Günther in den Top 3 behaupten. Gegen Ende des Rennens profitierte er von der Energieeffizienz seines BMW iFE.20 und der herausragenden Strategie des Teams. In einem fesselnden Kampf um die Führung konnte er António Félix da Costa (POR) in der letzten Runde überholen und als Sieger die Zielflagge sehen.

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.20, Qualifying-Ergebnis: 15. Platz, Rennergebnis: DNF, Punkte: 35, Fahrerwertung: 2. Platz):

„Erstens freue ich mich unglaublich über Max und das Team. Max hatte ein hervorragendes Qualifying und er und das Team haben im Rennen alles richtig gemacht. Ich hatte auch im Training ein gutes Tempo, aber in der ersten Qualifikationsgruppe konnte ich nicht viel machen. Die ersten Runden meines Rennens waren ziemlich gut. Es war ein typisches Formel-E-Rennen im Mittelfeld. hart, aber gut. Ich kam dann leicht mit der Wand in Berührung, beschädigte aber mein Auto so sehr, dass ich mich vom Rennen zurückziehen musste. Daher ist das Ergebnis offensichtlich enttäuschend.“

Maximilian Günther (# 28 BMW iFE.20, Qualifying-Ergebnis: 2. Platz, Rennergebnis: 1. Platz, Punkte: 25, Fahrerwertung: 4. Platz):

„Heute ist ein Traum wahr geworden. Ich bin unglaublich glücklich, hier in Santiago den ersten Sieg meiner Formel-E-Karriere zu feiern. Der zweite Platz im Qualifying war hervorragend. Nachdem wir auf der schmutzigen Seite der Strecke keinen guten Start hingelegt hatten, was mich eine Position gekostet hat, haben wir den ATTACK MODE sehr geschickt eingesetzt, um die Führung zu übernehmen. Bei der Hitze war es auch wichtig, die Temperatur der Batterien im Auge zu behalten. Das haben wir wirklich gut gemacht. In der letzten Runde musste António auf der Geraden etwas früher als ich rollen. Ich dachte bei mir 'jetzt oder nie' und ging zum Überholen. Zum Glück ist es gelungen. “

Donnerstag, 16. Januar 2020

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem E-Prix in Santiago

Stoffel Vandoorne, Nyck de Vries
Foto: Mercedes-Motorsport
Stoffel Vandoorne:

„Hinter uns liegt eine recht lange Pause seit den ersten beiden Saisonrennen in Saudi-Arabien. Es fühlt sich fast so an, als ob sie schon vor einer kleinen Ewigkeit gewesen wären. Deshalb freue ich mich riesig darauf, endlich wieder Rennen zu fahren. Santiago wird eine enorme Herausforderung für uns. Im vergangenen Jahr war es dort extrem heiß und diesmal dürfte es genauso sein. Es ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze. Dadurch werden die Fahrer, die Autos und die Batterien sehr stark belastet. Ich hoffe, dass wir an diesem Wochenende an unsere Leistung aus Diriyah anknüpfen können. Das war ein fantastisches Debüt für unser Team.“

Nyck de Vries:

„Zum Auftakt des Jahres geht es für uns zum zweiten Rennwochenende der Saison nach Santiago. Wir hatten seit dem Saisonstart in Diriyah eine kleine Pause, wobei ich es lieber gehabt hätte, wenn diese nicht ganz so lang gewesen wäre. Ich hatte das Gefühl, dass wir für Saudi-Arabien gut vorbereitet waren und ein gutes Wochenende hatten. Deshalb hätte ich gerne weiter gemacht und direkt daran angeknüpft. Gleichzeitig war es aber auch schön, mich nach einem anstrengenden Jahr ein bisschen zu erholen. Jetzt möchte ich den Schwung des guten Auftaktwochenendes in den Rest der Saison mitnehmen. Uns ist bewusst, welche Herausforderungen uns erwarten und wie stark die Konkurrenz ist. Deshalb gehen wir es Schritt für Schritt an und bleiben mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten.”

Mittwoch, 15. Januar 2020

Mercedes-Benz EQ Formel E Team reist hochmotiviert zum heißesten Rennen der Saison

Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzt seine Debütsaison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft beim dritten Saisonlauf in Santiago fort
Foto: Mercedes-Motorsport
  • Neuer Streckenverlauf und hohe Temperaturen: der Antofagasta Minerals Santiago E-Prix 2020 stellt das Team vor neue Herausforderungen
  • Ian James: „Unser Debüt in der Formel E hat dem Team einen enormen Motivationsschub verschafft.”
  • Stoffel Vandoorne: „Santiago ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze.”
  • Nyck de Vries: „Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten.”


Das zweite Rennwochenende in der noch jungen Teamgeschichte führt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team am kommenden Wochenende zum Santiago E-Prix nach Chile.

Die chilenische Hauptstadt ist seit der Saison vier Bestandteil des Rennkalenders und somit in diesem Jahr zum dritten Mal Austragungsort eines E-Prix. Nachdem das Debüt im Februar 2018 noch auf einer Strecke am Parque Forestal stattgefunden hat, treten die Teams seit dem Vorjahr auf einem Kurs im Parque O’Higgins an.

Für die dritte Ausgabe in diesem Jahr wurde die Strecke in allen Sektoren erheblich umgebaut und leicht verkürzt. In diesem Zuge wurde unter anderem die Schikane entfernt. Insgesamt erwarten die Piloten elf Kurven, darunter acht Links- sowie drei Rechtskurven. Die neue Streckenlänge beträgt 2,287 km, der Vollgasanteil beträgt 50%. Der geänderte Streckenverlauf sollte zudem zu den höchsten Topspeeds der Saison führen.

Besondere Beachtung kommt in Santiago den erwarteten hohen Temperaturen zu, die bereits in der vergangenen Saison für eine riesige Herausforderung sorgten. Während des Rennens erreichten die Luft- und die Streckentemperatur im Vorjahr Spitzenwerte von knapp 38°C respektive mehr als 46°C. Damit war Santiago 2019 der bislang heißeste E-Prix in der Geschichte der Formel E.

Nach den unerwarteten Erfolgen beim Saisonstart in Diriyah reist das Mercedes-Benz EQ Formel E Team als Führender in der Teamwertung zum dritten Saisonrennen nach Chile. Nach zwei von 14 Saisonläufen belegen die Fahrer Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries die Plätze zwei und neun in der Fahrerwertung. Der Start zum Santiago E-Prix erfolgt am kommenden Samstag, 18. Januar um 16:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MEZ).

BMW i Andretti Motorsport vor dem Santiago E-Prix

Der Santiago E-Prix (CHI) am kommenden Wochenende ist das erste Rennen des Jahres 2020 in der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. Alexander Sims (GBR) reist nach seinem Sieg und zwei Pole-Positionen in Diriyah (KSA) an die Spitze der Fahrerwertung nach Chile. 
BMW i Andretti Motorsport, BMW iFE.20, Maximilian Günther, Alexander Sims
Foto: BMW-Motorsport

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.20):

„Die Pause nach Diriyah hat mir sehr gut getan und ich fühle mich erholt, als ich in Santiago ins Rennen ging und bereit für die Herausforderung bin. Natürlich fahre ich nicht nach Santiago, weil ich denke, dass ich automatisch die Pole Position und den Sieg wieder erhalte, aber ich bin ehrgeizig genug, um einen weiteren Sieg anzustreben. Das BMW i Andretti Motorsport Team war in Saison 5 sowohl in Diriyah als auch in Santiago stark. Ich hoffe, dass wir diesmal wieder dasselbe schaffen. Alle Fahrer müssen zuerst das neue Streckenlayout verinnerlichen. Das Training im Simulator hat mir schon sehr geholfen. Die Tatsache, dass ich zum ersten Mal in der Qualifikationsgruppe 1 antreten muss, ist eine Herausforderung, aber ich hoffe, dass wir gut zurechtkommen und ein weiteres starkes Ergebnis erzielen können. “


Maximilian Günther (# 28 BMW iFE.20):

„Nach der langen Pause habe ich mehr als nur meine Batterien aufgeladen, und ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu kommen. Ich hatte in der letzten Saison viel Spaß in Santiago und hoffe, dass das neue Layout der Strecke genauso cool ist, um weiterzufahren. Besonders mit meiner Leistung im zweiten Rennen in Diriyah war ich sehr zufrieden. Mein Tempo war vielversprechend, auch wenn wir am Ende keine Punkte gesammelt haben. Dies gibt uns allen noch mehr Motivation, in Santiago noch besser zu werden. Die Chemie im Team ist hervorragend. Ich fühle mich sehr zu Hause. "

Montag, 13. Januar 2020

Formel E startet in Santiago ins neue Jahr

  • Audi-Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi wollen in Chile Pokale holen
  • Audi Sport ABT Schaeffler nach 60 Formel-E-Rennen erfolgreichstes Team
  • Teamchef Allan McNish: „Wollen Schwung aus Riad mitnehmen

Daniel Abt, Audi e-tron FE06 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Die Weihnachtspause ist vorbei: Am kommenden Samstag (18. Januar) startet die Formel E zu ihrem dritten von insgesamt 14 Saisonrennen in Santiago de Chile. Nach einem ersten Pokal am Auftaktwochenende der rein elektrischen Rennserie im November nimmt das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit seinen beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi wieder das Podium ins Visier.

Austragungsort am Samstagnachmittag ist wie im Vorjahr der 2,287 Kilometer lange Kurs im Parque O'Higgins, der südlich des Stadtzentrums liegt. Die Strecke wurde in einigen Bereichen neu gestaltet, die Boxengasse verlegt und eine Schikane entfernt. In der vergangenen Saison erlebten Fahrer, Teams und Fans mit 37 Grad die bis heute höchste Temperatur während eines Formel-E-Rennens.

„Wir alle haben unsere Akkus über die Feiertage aufgeladen und freuen uns, dass die Saison jetzt endlich weitergeht. Den Schwung aus Riad wollen wir natürlich mit ins neue Jahr nehmen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Im Vorjahr waren wir stark in Santiago: Lucas ist die schnellste Runde in der Super Pole gefahren und Daniel stand auf dem Podium. Aber jetzt sind die Voraussetzungen anders, denn das Streckenlayout hat sich geändert. Was das bedeutet, werden wir trotz aller Simulationen erst nach dem ersten freien Training genau wissen.“

Für Audi Sport ABT Schaeffler war es im Vorjahr ein E-Prix mit gemischten Emotionen. Daniel Abt sicherte sich mit dem dritten Rang den ersten Podiumsplatz der Saison 2018/19 und fuhr außerdem die schnellste Runde. Lucas di Grassi erlebte einen gebrauchten Renntag: klare Bestzeit im der Super Pole, Strafversetzung von der Pole-Position auf den letzten Startplatz, Aufholjagd zurück in die Punkte, Kollision mit anschließender Zeitstrafe – keine Punkte. 

Die Erinnerungen des Brasilianers an Santiago sind trotzdem positiv: „In der vergangenen Saison war ich in der Super Pole mit einer halben Sekunde Vorsprung Schnellster. Jeder in unserer Mannschaft ist hoch motiviert und möchte unbedingt mit einem guten Ergebnis in das neue Jahr starten. Spätestens seit dem Podiumsplatz in Riad wissen wir, dass wir mit dem e-tron FE06 auch in dieser Saison ein Auto haben, mit dem wir um Siege fahren können.“

Teamkollege Daniel Abt würde den Erfolg aus dem Vorjahr am liebsten wiederholen. Mindestens. „Ich bin heiß auf Santiago und froh, dass ich endlich wieder im Rennauto sitze“, sagt der 27 Jahre alte Deutsche. „Auch, wenn der Auftakt in Riad nicht leicht war, hat er doch noch mehr Lust auf die neue Saison gemacht. Schön, dass es jetzt in den nächsten Monaten Schlag auf Schlag geht. Jeder im Team hatte Zeit, die ersten beiden Rennen zu analysieren und an allen Details zu arbeiten. Für diese harte Arbeit wollen wir uns jetzt belohnen.“

Das Rennen in Santiago startet Samstag um 16 Uhr Ortszeit (20 Uhr MEZ) und ist der 61. E-Prix in der noch jungen Formel-E-Geschichte. Audi Sport ABT Schaeffler führt mit 41 Podiumsplätzen und 1.127 Punkten die Bestenliste an. Der Lauf geht wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Die ARD zeigt den Lauf im Livestream unter www.daserste.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden. Audi berichtet unter dem Namen AudiSport auf Twitter, Facebook und Instagram von der Formel E und aus Santiago.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten beiden Rennen in der Teamwertung auf Platz zwei.