Mittwoch, 20. November 2019

Das „Dream Race“ in Fuji: Ein Traum wird Wirklichkeit

  • Meilenstein: 22 Fahrzeuge von fünf Marken beim „SUPER GT x DTM Dream Race“ am Start
  • Starpower: Audi und BMW schicken große Namen ins Rennen
  • Neue Regeln für alle: fliegender Start, kein DRS und kein Push-to-Pass, aber Pflicht-Boxenstopps
Nissan GT-R NISMO GT500
Foto: dtm.com

Die DTM überwindet Motorsport-Grenzen – sowohl wörtlich als auch im übertragenden Sinn: Am kommenden Wochenende steht die erste gemeinsame Rennveranstaltung mit der japanischen SUPER-GT-Serie auf dem Programm. Nach jahrelanger strategischer und technischer Vorarbeit wird das Meilenstein-Event auf dem legendären Fuji Speedway mit zwei Rennen über 55 Minuten plus eine Runde, jeweils eines am Samstag und Sonntag, ausgetragen.

Nach der Generalprobe auf dem Hockenheimring im Oktober, als drei japanische GT500-Autos beim DTM-Saisonfinale bereits erste Daten für das Dream Race sammelten, wird nun ein komplettes Starterfeld von 22 Autos zu bestaunen sein: sieben DTM-Boliden von Audi und BMW sowie 15 japanische Fahrzeuge von Lexus, Honda und Nissan.

Es verspricht ein aufregendes Wochenende zu werden – mit vielen interessanten Fragestellungen. In Fuji werden alle Autos ohne die in der DTM üblichen Überholhilfen Drag-Reduction-System (DRS) und Push-to-Pass (P2P) fahren – ein Vorteil für die SUPER-GT-Teams? Alle Teilnehmer gehen indes mit den aus der DTM bekannten Hankook-Einheitsreifen an den Start – ein Vorteil für Audi und BMW? Zu guter Letzt: Beide Rennen werden im SUPER-GT-Stil fliegend gestartet.

Große Namen vertreten DTM in Japan

Hinzu kommt das einzigartige Layout des Fuji Speedway, das Kurven mit langen Radien und eine mächtige Gerade von 1.475 km Länge enthält. Bei der Fahrzeugabstimmung ein zufriedenstellendes Gleichgewicht zwischen Topspeed und Anpressdruck zu finden, wird insbesondere für die DTM-Teams nicht einfach sein.

Während die Fahrer von Audi und BMW an beiden Renntagen an den Start gehen, wird die überwiegende Mehrheit der SUPER-GT-Teams am Sonntag einen anderen Fahrer stellen als am Samstag – mit Ausnahme des Raybrig-Honda-Teams, das ausschließlich mit Naoki Yamamoto (JPN) antritt. Audi schickt neben den DTM-Champions René Rast und Mike Rockenfeller (beide GER) mit dem französischen Duo Loïc Duval und Benoît Tréluyer auch zwei frühere SUPER-GT-Meister ins Rennen. BMW bietet neben dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (GER) zwei ehemalige Formel-1-Piloten auf: Motorsport-Legende Alessandro Zanardi (ITA) und Lokalmatador Kamui Kobayashi (JPN).

Stimmen zum Dream Race, Fuji Speedway

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Die gemeinsame Veranstaltung von DTM und SUPER GT an diesem Wochenende ist ein bahnbrechendes Ereignis. Seit langer Zeit hat es den Wunsch gegeben, gemeinsam ein Rennen auszurichten. Der Umsetzung sind viele Jahre harter Arbeit vorausgegangen. Die zwei deutschen Hersteller in der DTM, Audi und BMW, bringen einige ihrer größten Champions nach Japan: die zweimaligen Meister René Rast und Marco Wittmann, dazu Mike Rockenfeller. Loïc Duval und Benoît Tréluyer haben im Laufe ihrer langen und preisgekrönten Karrieren in Japan große Erfolge gefeiert. Dazu kommen noch Lokalmatador Kamui Kobayashi und der legendäre Alex Zanardi, dessen Erfolge keiner weiteren Erwähnung bedürfen. Während wir ein neues Kapitel in der Geschichte beider Rennserien schreiben, hoffe ich zugleich, dass wir eine sichere und erfolgreiche Veranstaltung erleben werden – und dass die Zuschauer den Spaß und den Nervenkitzel genießen, welcher durch die Kombination von DTM und SUPER GT zweifelsohne entstehen wird.“

René Rast, Audi, DTM-Champion 2017 & 2019
„Ich bin noch nie in Japan gewesen, insofern bin ich auf alles schon sehr gespannt. Ich habe mich gut anderthalb Tage lang im Simulator auf Fuji vorbereitet sowie einige Videos auf YouTube gesehen – hauptsächlich, um die Rennstrecke kennenzulernen und um wieder in den Rennmodus zu schalten. Aber es gibt keinen Druck: Meiner Meinung nach wird es für uns vor allem darum gehen, das Wochenende zu genießen und den Fans eine gute Show zu bieten. Aufgrund des einzigartigen Streckenprofils ist in Fuji eine besondere Fahrzeug-Abstimmung gefragt: Einerseits will man so viel Höchstgeschwindigkeit wie möglich auf der langen Geraden erzielen, andererseits benötigt man in den anderen Abschnitten möglichst viel Abtrieb, vor allem im letzten Sektor. Das wird nicht so einfach – vor allem, wenn man sich das starke Teilnehmerfeld ansieht. Da sind wirklich einige sehr bekannte Namen dabei. Praktisch alle haben schon Rennen gewonnen und jeder hat es absolut verdient, in Fuji am Start zu stehen.“

Marco Wittmann, BMW, DTM-Champion 2014 & 2016
„Es ist wirklich schön, dass wir nun endlich die ersten richtigen gemeinsamen Rennen mit der SUPER GT fahren werden. Da der Fuji Speedway Neuland für mich ist, war ich in meiner Vorbereitung ebenfalls auf den Simulator sowie die zahlreichen Onboard-Videos angewiesen, die es auf YouTube gibt. Im Grunde genommen unterscheidet sich da unsere Vorbereitung auf das Dream Race nicht besonders von unserem normalen Ablauf in der DTM – in der zurückliegenden Saison hatten wir es dort ja ebenfalls mit zwei für uns neuen Rennstrecken zu tun. Das Streckenlayout in Fuji sieht cool aus, insbesondere durch die extrem lange Start-Ziel-Gerade. Dort sollten hohe Topspeeds möglich sein. Ob wir aber die 300-km/h-Marke knacken werden, hängt vielleicht auch ein bisschen vom Windschatten ab. Es ist großartig, mit Kamui Kobayashi und Alex Zanardi als Teamkollegen sowohl einen Lokalmatador als auch eine absolute Sportlegende dabeizuhaben. Das ist eine gute Mischung. Alex kennt unser DTM-Auto von seinem Gaststart im vergangenen Jahr, auch wenn wir damals noch nicht mit den neuen Turbo-Motoren gefahren sind. Eine Ergebnisprognose traue ich mir nicht zu: Während die SUPER-GT-Teams die Rennstrecke deutlich besser kennen als wir, verfügen wir über deutlich mehr Erfahrung mit den Hankook-Reifen. Das Wichtigste ist, dass wir eine gute Show abliefern und damit die Grundlage schaffen für mehr Rennen dieser Art in der Zukunft.“

Dienstag, 19. November 2019

Vier Audi RS 5 DTM beim „Dream Race“ in Japan

  • Erste gemeinsame Rennen von DTM und SUPER GT in Fuji
  • 1,5 Kilometer lange Gerade als besondere Herausforderung
  • DTM-Champion René Rast: „Bin gespannt, was da auf uns zukommt“
Copyright: Audi Communications Motorsport / Andreas Dress and Johan Rydberg on Unsplash 

Fans der DTM dürfen sich zum Abschluss einer für Audi überaus erfolgreichen Saison noch auf einen ganz besonderen Leckerbissen zum Nachtisch freuen: Am Samstag und am Sonntag (23./24. November) finden am Fuße des berühmten Mount Fuji die ersten beiden gemeinsamen Rennen der DTM und der japanischen SUPER-GT-Meisterschaft statt. Fünf Automobilhersteller kämpfen in Fuji um den Sieg. Audi hat vier RS 5 DTM zum „Dream Race“ nach Japan geschickt.

Seit mehreren Jahren arbeiten die Verantwortlichen der DTM in Europa und der SUPER GT in Japan daran, ihre technischen Reglements anzupassen, um gemeinsame Rennen und eine Art „Champions League“ des Tourenwagen-Sports zu ermöglichen. Das Ergebnis sind die spektakulären Class-1-Rennwagen mit ihren mehr als 610 PS starken Vierzylinder-Turbomotoren, die in der Saison 2019 bereits in der DTM zum Einsatz kamen. In der SUPER GT gilt das Class-1-Reglement ab dem nächsten Jahr.

Beim „Dream Race“ in Fuji treten am Wochenende vier Audi RS 5 DTM und drei BMW M4 DTM gegen die aktuellen SUPER-GT-Rennwagen von Honda, Lexus und Nissan an, die sich technisch derzeit noch etwas von den DTM-Autos unterscheiden. „Ich erwarte trotzdem einen ausgeglichenen Wettbewerb und kann es gar nicht mehr erwarten, dass diese ersten gemeinsamen Rennen jetzt endlich stattfinden können, nachdem wir so viele Jahre darauf hingearbeitet haben“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Ich bin froh, dass wir es geschafft haben, dort mit einem Auto je Team vor Ort zu sein. Fuji ist immer ein ganz spezieller Ort – eine spannende Strecke mit einer extrem langen Geraden und einem interessanten kurvigen Teil. Es wird eine Herausforderung, dort das richtige Setup zu finden, um konkurrenzfähig zu sein. Ich erwarte einen deutlichen Vorteil der japanischen Fahrzeuge auf der langen Geraden.“

Die Start-Ziel-Gerade in Fuji ist rund 1,5 Kilometer lang und damit eine Besonderheit im internationalen Rennkalender, die Audi bereits von den Einsätzen mit dem Audi R18 in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und mit dem Audi R8 LMS kennt. Laut Computersimulationen wird der Audi RS 5 DTM am Ende der Geraden abhängig von der Heckflügeleinstellung bis zu 300 km/h schnell sein.

Die vier Audi RS 5 DTM haben für das „Dream Race“ zum Teil neue Designs bekommen. Nur das Auto von Mike Rockenfeller werden die Fans auf Anhieb wiedererkennen: Der DTM-Champion des Jahres 2013 startet im Audi Sport Team Abt Sportsline wie in der abgelaufenen DTM-Saison im gewohnten schwarzen Akrapovič Audi RS 5 DTM.

Der Audi Sport RS 5 DTM von René Rast bekommt für das Japan-Gastspiel den Look der japanischen Flagge mit einem großen roten Punkt auf der weißen Karosserie. Der amtierende DTM-Champion startet im Audi Sport Team Rosberg mit Unterstützung von Audi Japan und macht auf das 25-jährige Jubiläum der besonders sportlichen RS-Modelle der Marke Audi aufmerksam.

Loïc Duval fährt im Audi Sport Team Phoenix einen roten BMC Airfilter Audi RS 5 DTM. Das Unternehmen hatte Anfang des Jahres bereits den Gasteinsatz von MotoGP-Star Andrea Dovizioso in Misano unterstützt.

Last but not least startet Benoît Tréluyer im Audi-Kundenteam WRT Team Audi Sport mit Unterstützung von Audi Japan, Hitotsuyama Racing und der Audi driving experience mit einem weißen Audi Japan RS 5 DTM.

Für die vier Audi-Teams ist der Japan-Einsatz eine logistische Herausforderung. Ein großer Teil des Equipments und der Ersatzteile wurde schon vor Wochen auf dem Seeweg nach Asien geschickt. Die vier Audi RS 5 DTM wurden am 13. November von Frankfurt-Hahn aus nach Japan geflogen und kamen am gestrigen Montag (18. November) an der Rennstrecke an.

Die vier Audi-Piloten haben sich im Simulator in Neuburg an der Donau intensiv auf das „Dream Race“ vorbereitet. „Fuji hat eine brutal lange Gerade“, sagt René Rast. „Dann ist die Strecke teilweise sehr technisch, vor allem im letzten Teil. Die Kurvenradien sind alle sehr lang. Das wird sehr interessant für uns – speziell das Thema Reifenverschleiß. Ich war noch nie in Japan und bin gespannt, was da auf uns zukommt. Das wird mit Sicherheit noch einmal ein cooles Event zum Ende des Jahres, wo man ganz ohne Druck hinreisen und sehen kann, was die Japaner vielleicht besser machen als wir.“

Auch für Mike Rockenfeller ist Fuji Neuland. „Ich freue mich, in Japan zu fahren. Das habe ich noch nie gemacht. Ich habe viel Gutes über Japan, die Rennserie und die Fankultur dort gehört. Ich bin sehr gespannt darauf.“

Loïc Duval und Benoît Tréluyer kennen Fuji aus der WEC und ihrer Zeit in der japanischen SUPER GT und der heutigen Super Formula. „Ich hatte dort eine fantastische Zeit und freue mich darauf, wieder in Japan zu fahren“, sagt Loïc Duval. „Ich bin sicher, dass viele Menschen kommen werden, um die DTM-Autos und uns Fahrer zu sehen. Ich hoffe nur, dass das Wetter mitspielt – das ist im November in Fuji ein kleiner Risikofaktor.“

„Mit dem Einsatz in Fuji geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt Benoît Tréluyer. „Es kommen jene beiden Elemente zusammen, denen ich die größten Erfolge meiner Karriere zu verdanken habe: Japan und Audi. Natürlich wird es nach drei Jahren mit nur wenigen Renneinsätzen nicht leicht für mich. Aber ich werde mein Bestes geben und hoffe, WRT, Audi und meine japanischen Fans nicht zu enttäuschen.“

Am Donnerstag stehen in Fuji zwei 45-minütige Test-Sessions auf dem Programm. Analog zum normalen DTM-Format folgen am Freitag zwei freie Trainings und am Samstag und am Sonntag je ein Qualifying und ein Rennen. Die beiden Rennen starten jeweils um ca. 14.30 Uhr Ortszeit (6.30 Uhr MEZ). In Deutschland überträgt SAT.1 am Samstag und Sonntag jeweils ab 6.25 Uhr live aus Fuji.

Montag, 18. November 2019

Marco Wittmann, Alex Zanardi und Kamui Kobayashi starten für BMW beim Dream-Race in Fuji

Am kommenden Wochenende wird im japanische Fuji als besonderer Saisonabschluss das Dream-Race zw. der DTM und der japanischen Super GT stattfinden. 

Das "Dream Race" in Fuji markiert die Zusammenarbeit zwischen der DTM und der SUPER GT-Serie. Der Zeitplan für das Event ähnelt dem der DTM-Rennwochenenden. Am Freitag stehen zwei freie Trainingseinheiten auf dem Programm. Samstag und Sonntag finden jeweils morgens ein Qualifying statt, gefolgt von einem Rennen (55 Minuten plus eine Runde) am Nachmittag. Wie in der DTM muss jeder Fahrer im Rennen mindestens einen vorgeschriebenen Boxenstopp absolvieren, bei dem alle vier Räder gewechselt werden.

Für BMW gehen dabei folgende  drei Fahrer an den Start:

MARCO WITTMANN


Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Nationalität:   Deutsch

Alter:               29

DTM Historie:  Zwei Titel (2014 und ’16); 15 Siege


Nach einem raschen Aufstieg der Karriereleiter im Junioren-Formelsport, machte Marco Wittmann 2013 beim Einstieg in die DTM ähnlich schnelle Fortschritte. In seiner zweiten Saison ('14) holte er sich seinen ersten Titel und wiederholte das Kunststück zwei Saisons später, jedes Mal im BMW. 2019 erlebte der 29-Jährige mit vier Siegen eine weitere starke Saison, doch sein Titelkampf geriet ins Wanken, als sich das RS5-DTM-Bolide von Audi als konkurrenzfähigeres Paket herausstellte.

Marco Wittmann zum Dream-Race:

„Ich freue mich sehr, mit SUPER GT und der DTM in Fuji am Traumrennen teilzunehmen. Es war eine große Sache, als die japanischen Autos beim Saisonfinale  in Hockenheim zu Gast waren, und jetzt sind wir an der Reihe, nach Japan zu reisen. Ich werde zum ersten Mal in Fuji fahren. Die Strecke sieht sehr aufregend aus, besonders mit der langen Geraden. Ich freue mich schon auf die Veranstaltung und hoffe, dass wir ein gutes Wochenende haben und wettbewerbsfähig sind. 

Obwohl es kein Meisterschaftslauf ist, würde ich gerne ein gutes Ergebnis erzielen und damit meinen 30.Geburtstag am Sonntag feiern. Ein großer Geburtstag an einem Rennwochenende und in Japan - mehr kann man nicht verlangen. Das ist ein weiterer Grund für mich, mich auf dieses schöne und besondere Saisonende zu freuen. “

Alex Zanardi
Foto: Jens Hawrda

ALEX ZANARDI

Nationalitä:t    Italienisch

Alter:                53

DTM Historie:  BMW Gastfahrer in Misano 2018, (5. Platz)

Es gibt nur wenige, die die Geschichte von Alex Zanardi nicht kennen: Nachdem er sich im Champ Car den Weg bahnte und mit Rennkunst, Tapferkeit und seinem rasanten Tempo glänzte, konnte er sich in der Formel 1 für Williams keinen Namen machen und kehrte in die USA zurück. 2001 erlitt er auf dem Lausitzring einen schrecklichen Unfall, bei dem er beide Beine verlor. Ungebeugt vom Rückschlag kehrte er bald wieder ins Rennen zurück und holte sich als olympischer Handradfahrer vier Goldmedaillen. Seine positive Lebenseinstellung hat ihn zu einer inspirierenden Figur auf der Weltbühne des Sports gemacht.

Alex Zanardi zum Dream-Race:

„Ich freue mich sehr darauf, bei diesem besonderen Event mit dem BMW M4 DTM zu konkurrieren. Da ich ein Rennfahrer bin, kann ich natürlich nicht glücklich sein, einfach nur teilzunehmen. Ich möchte mein Bestes geben, aber ich muss auch realistisch sein und verstehen, dass ich heutzutage sehr selten Rennen fahre - anders als meine Gegner im Traumrennen. Aus diesem Grund kann ich nicht viel erwarten. Ich bin jedoch letztes Jahr mit dem gleichen Ansatz im DTM-Rennen in Misano gefahren und mit einem tollen Ergebnis nach Hause gekommen. 

Alles in allem hoffe ich, diesmal wieder zu überraschen. Ich fuhr schon 1990 in Fuji - das ist lange, lange her. Ich freue mich sehr darauf, dort im BMW M4 DTM zu fahren, was ein sehr gutes Rennauto ist. Ich bin mir sicher, dass es auf dem Kurs von Fuji viel Spaß machen wird. “

Kamui Kobayashi
Foto: BMW-Motorsport
KAMUI KOBAYASHI

Nationalität:    Japanisch

Alter :               33

DTM Historie:  


Bekannt für seine Formel-1-Karriere (er startete bei 75 GPs und holte 2012 in Suzuka einen emotionalen Podestplatz für Sauber), wurde der japanische Rennfahrer in jüngerer Zeit zu einer Hauptstütze der FIA WEC-Serie. Seit 2016 fährt er für Toyota und wurde in Le Mans dreimal Zweiter (2016, ’18 und ’19). Als Lokalmatador und Fanfavorit gibt er an diesem Wochenende im BMW sein DTM-Debüt.

Kamui Kobayashi zum Dream-Race:

„Ich freue mich sehr darauf, Teil des ersten gemeinsamen Rennens zwischen SUPER GT und der DTM in Japan zu sein und in einem BMW M4 DTM zu starten. Ich fühle mich sehr geehrt, dass BMW M Motorsport mir sein Vertrauen geschenkt hat, und gleichzeitig möchte ich Toyota dafür danken, dass ich diesen Auftritt bei Fuji ermöglichen durfte. Für mich wird es eine völlig neue Erfahrung, da ich noch nie ein DTM-Auto gefahren bin. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich den BMW M4 DTM sehr schnell in den Griff bekommen werde. Ich freue mich auch darauf, Teamkollegen von Marco Wittmann und Alex Zanardi zu sein, die ich bereits im Januar in Daytona getroffen habe. Es ist großartig, so eine Veranstaltung in Japan zu haben, und ich bin überzeugt, dass wir den Fans eine aufregende Show bieten. Ich kann es kaum erwarten, nach Fuji zu kommen und dieses besondere Wochenende zu beginnen. “





Audi startet ehrgeizig in neue Formel-E-Saison

  • Auftakt mit zwei Rennen am 22. und 23. November in Riad (Saudi-Arabien)
  • Daniel Abt und Lucas di Grassi gehen in sechste gemeinsame Saison 
  • Teamchef Allan McNish: „Wollen um beide Titel kämpfen“


Die neue Saison der Formel E beginnt mit einem Doppelschlag: Freitag und Samstag trägt die rein elektrische Serie vor den Toren Riads die ersten zwei von insgesamt 14 Saisonrennen aus. Daniel Abt und Lucas di Grassi aus dem Team Audi Sport ABT Schaeffler sind das erfolgreichste Duo im Feld und gehen mit ihrem Audi e-tron FE06 als Herausforderer auf die Welttournee über fünf Kontinente.

Mit zwölf Teams, 24 Fahrern und insgesamt zehn Herstellern – darunter die vier deutschen Premiummarken Audi, BMW, Mercedes und Porsche – erwartet die Fans die wohl spannendste Saison aller Zeiten. Als Gründungsmitglied der Formel E stellt sich Audi Sport ABT Schaeffler den alten und neuen Konkurrenten mit einem bewährten Team: Daniel Abt und Lucas di Grassi haben als einziges Duo alle bisherigen Rennen der Formel E in einem Team bestritten und gehen gemeinsam in die sechste Saison. „Diese Konstanz und die eingespielte Zusammenarbeit innerhalb unserer Mannschaft sind unsere großen Stärken in einer so dynamischen und lebhaften Meisterschaft wie der Formel E“, sagt Teamchef Allan McNish.

Audi war Ende 2017 als erster deutscher Automobilhersteller werkseitig in die Formel E eingestiegen und hatte in seiner ersten Saison mit dem Gewinn der Teamwertung und dem zweiten Platz in der Fahrermeisterschaft einen Traumstart in die rein elektrische Motorsport-Ära des Unternehmens hingelegt. Nach dem denkbar knappen zweiten Platz in der fünften Saison geht Audi Sport ABT Schaeffler jetzt als Herausforderer in die 14 Saisonrennen. Und formuliert ebenso klare wie ehrgeizige Ziele. „Unser Team gehört seit der ersten Minute zur Formel-E-Familie und kann eine beeindruckende Statistik vorweisen. Schön, dass jetzt mehr und mehr Marken folgen, denn der Wettbewerb auf und neben der Rennstrecke gehört zur DNA von Audi“, sagt Allan McNish. „Zu Beginn der neuen Saison starten alle bei null, aber unsere Ziele sind die gleichen wie immer: Wir wollen am letzten Rennwochenende in London um die Titel in Fahrer- und Teamwertung kämpfen.“

Das Engagement in der Formel E passt perfekt zur „Roadmap E“ von Audi auf der Straße: Bis zum Jahr 2025 will die Marke mehr als 30 elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen, den Großteil mit rein elektrischem Antrieb. Den Anfang machte 2018 der Audi e-tron, es folgt die Sportback-Variante und 2020 mit dem e-tron GT das spektakuläre sportliche Pendant.

„Die Fans können sich auf eine superaufregende Saison freuen. Mit Mercedes und Porsche haben wir zwei neue Hersteller, die sofort bei der Musik sein werden, und dazu 24 absolute Top-Piloten“, sagt Lucas di Grassi. „Es ist toll zu sehen, wie die Formel E immer professioneller und spannender wird. Es wird damit aber auch für jeden von uns schwieriger, Rennen zu gewinnen oder auch nur konstant gute Ergebnisse zu holen. Wir haben uns bestmöglich vorbereitet und sind bereit.“

Teamkollege Daniel Abt ist sich sicher: „Eines ist klar: Es wird die am härtesten umkämpfte Saison der Formel-E-Geschichte. Ich weiß, wir sagen das vor jeder neuen Saison – aber bis jetzt ist es auch immer so gekommen. Uns ist schon klar, dass die Jungs von Mercedes und Porsche nicht aus Spaß hier sind – wir aber auch nicht. Wir haben in den vergangenen Jahren schon viel erlebt in der Formel E und werden jetzt alles dafür geben, wieder ganz oben zu stehen. Jeder in unserem Team freut sich auf die Herausforderungen der nächsten Monate.“

Austragungsort des Saisonauftakts ist erneut der 2,494 Kilometer lange Kurs in Diriyah. Der nordwestlich gelegene Vorort der Hauptstadt Riad gilt als eines der kulturellen Zentren in Saudi-Arabien und als Ursprungszelle des Königreichs. Die Fans erleben am Freitag und Samstag zwei komplette Renntage mit freiem Training, Qualifying und dem Rennen innerhalb weniger Stunden – eine von vielen Einzigartigkeiten der Formel E. Im Vorjahr starteten Daniel Abt und Lucas di Grassi mit einem achten und neunten Platz in die Saison.

Die Rennen starten in Diriyah am Freitag und Samstag um 15 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) und führen wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Das ZDF zeigt beide Rennen im Livestream unter www.zdfsport.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Ein neues Gesicht in der Audi-Formel-E-Familie ist Mattia Drudi. Der 21 Jahre alte Audi Sport-Fahrer gehört seit Februar 2019 zum Fahrerkader von Audi Sport customer racing und startete mit einem Audi R8 LMS unter anderem bei den 24 Stunden von Spa. Drudi hat die beiden Stammpiloten Daniel Abt und Lucas di Grassi während der Saisonvorbereitung bei der Arbeit im Simulator unterstützt und wird in den nächsten Monaten als offizieller Simulatorfahrer verstärkt in das Formel-E-Engagement eingebunden.

Freitag, 15. November 2019

Der Countdown läuft: Noch eine Woche bis zum „Dream Race“ von DTM und SUPER GT

  • Zeitplan, Starterliste und Reglement stehen fest
  • Großes Aufgebot: 22 Autos von Audi, BMW, Honda, Lexus und Nissan
  • Anders als in der DTM: Fliegender Start, weniger Mechaniker beim Boxenstopp
Jenson Button (Honda)
Foto: dtm.com

Der Zeitplan steht, letzte Feinheiten des Reglements sind geklärt, und ein Blick auf die jüngst veröffentlichte Starterliste verspricht hochkarätigen Motorsport: Eine Woche vor den gemeinsamen Rennen der DTM und der SUPER-GT-Serie im japanischen Fuji steigt die Spannung. Insgesamt 22 Autos von Audi, BMW, Honda, Nissan und Lexus treten beim sogenannten „SUPER GT x DTM Dream Race“ am 23. und 24. November auf dem Fuji Speedway in Japan an.

Der Zeitplan entspricht weitestgehend dem DTM-Format: Zwei Rennen über jeweils 55 Minuten und eine Runde am Samstag sowie am Sonntag. Bei einem Pflicht-Boxenstopp werden die Einheitsreifen vom exklusiven Ausstatter des Dream Race, Hankook, gewechselt. Während in der DTM allerdings maximal neun Mechaniker für den Boxenstopp zugelassen sind, dürfen in Fuji jeweils nur sieben Profis Hand anlegen.

Eine weitere Abweichung vom bekannten DTM-Format erwartet die Fahrer beim Start. Während in der DTM die Autos, wie etwa in der Formel 1, stehend starten, wird beim Dream Race ein rollender Start durchgeführt – wie in der SUPER GT. Die aus der DTM bekannten Überholhilfen DRS (Drag Reduction System) und Push-to-Pass kommen nicht zum Einsatz. Möglichkeiten zum Überholen wird die ehemalige Formel-1-Rennstrecke mit seiner langen Start-Ziel-Geraden dennoch bieten.

Mehrere Ex-Formel-1-Fahrer in Fuji am Start

Die meisten Autos beim Dream Race stellt mit insgesamt sechs Fahrzeugen der Hersteller Lexus, der sich vor zwei Wochen den SUPER-GT-Titel der Saison 2019 gesichert hat. Honda bringt fünf Autos an den Start, Audi und Nissan jeweils vier, und BMW drei. Gleich mehrere ehemalige Formel-1-Fahrer treten in Fuji an, darunter Heikki Kovalainen (FIN, Lexus), Narain Karthikeyan (IND/Honda) oder die beiden BMW-Gaststarter Kamui Kobayashi (JPN) und Alessandro Zanardi (ITA).

Start der Rennen am Samstag und Sonntag ist jeweils um 14:26 Uhr Ortszeit (6:26 Uhr MEZ). Im deutschsprachigen Raum wird der TV-Sender SAT.1, TV-Partner der DTM, beide Rennen live übertragen. Die Sendungen beginnen jeweils um 6:25 Uhr MEZ. Darüber hinaus wird das Dream Race unter anderem in Japan, Russland, Nordamerika, Malaysia, Indonesien und in den Niederlanden live im TV gezeigt. Die OTT-Plattform Motorsport.TV streamt die Rennen ebenfalls live.

Zudem markiert das Dream Race den Beginn einer öffentlichen Beta-Phase der neuen OTT-Plattform der DTM. Nutzer können sich dort registrieren und bis zum Jahresende kostenfrei DTM-Inhalte genießen. So sind bei den Live-Übertragungen aus Fuji neben dem üblichen TV-Bild auch vier Onboard-Kanäle anwählbar – sowohl im Vollbild als auch in individuell anpassbaren Multiscreens.