Sonntag, 21. Mai 2017

GMT94 wiederholt Vorjahresssieg beim Langstreckenrennen in Oschersleben

dritter Sieg in Oschersleben in Folge für das GMT94 Yamaha Team
Foto: Jens Hawrda
Das französische Team GMT94 Yamaha hat beim Deutschlandlauf der FIM Endurance Weltmeisterschaft den dritten Sieg in Folge in der Motorsport Arena Oschersleben eingefahren. Vor 12.500 Besuchern wurde das heimische Team Völpker NRT48 by Schubert Motors zweiter in der Stocksport Wertung.

David Checa (ESP), Niccolò Canepa (ITA) und Mike di Meglio (FRA) stellten bei ihrem Oschersleben-Hattrick am Ende mit 318 gefahrenen Runden einen neuen Rundenrekord für ein 8-Stunden-Rennen in der Motorsport Arena auf. Gefolgt wurden Sie vom österreichischen Yamaha Austria Racing Team um Broc Parkes (AUS), Marvin Fritz (GER) und Kohta Nozane (JPN). Das Podium komplettierte das Maco Racing Team mit Greg Junod (SUI), Anthony dos Santos (FRA) und Marko Jerman (SLO).

Das siegreiche Trio überzeugte nicht nur in den Zeittrainings mit der Pole Position, sondern ließ auch im Rennen gar nichts anbrennen. Selbst eine Stop-and-Go-Strafe aufgrund einer nicht ausgeschalteten Zündung beim Boxenstopp konnte die Truppe um Teamchef Christophe Guyot nicht aufhalten. Selbst die Markenkollegen aus Österreich konnten das Tempo nicht mitgehen und verloren im Verlauf des Rennens kontinuierlich an Boden, sodass am Ende eine halbe Runde Rückstand trotz zwei Boxendurchfahrten weniger zu Buche stand. Das Yamaha-Trio komplett machte die slowakische Maco-Racing Mannschaft, die mit viel Risiko und einem langen letzten Stint ihr Tankvolumen bis aufs Äußerste reizten. Ein Wagnis, das sich mit dem dritten Rang bezahlt machen sollte.

Spannend ging es auch in der Stocksport Kategorie zu. Das heimische Team Völpker NRT48 by Schubert Motors hielt von Rennbeginn an stark mit und wurde am Ende nur von einem technisch unsauberen Boxenstopp ausgebremst, der am Ende genau die 20 Sekunden kostete, die fehlten, um das siegreiche Team Moto AIN CRT mit Hugo Clere, Alexis Masbou (beide FRA) und Robin Mulhauser (SUI) zu überholen. Zum Schluss blieb für Jan Bühn (GER), Stefan Kerschbaumer (AUT) und die einzige Dame im Feld, Lucy Glöckner (GER) ein starker zweiter Platz sowie Gesamtrang sieben. Auf den dritten Rang in der Superstock schaffte es Yamaha Viltais mit Axel Maurin (FRA), Bastien Mackels (BEL) und Florian Alt (GER).

Samstag, 20. Mai 2017

DTM: Mercedes-Doppelsieg „Pink Panther“ Lucas Auer gewinnt vor Robert Wickens

Mit dem Sieg baut Lucas Auer seine Meisterschaftsführung aus
Foto: Mercedes-Motorsport
Zweiter Streich für den „Pink Panther“: Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer Lucas Auer (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) startete mit seinem zweiten Saisonsieg in das Motorsport Festival Lausitzring. Der Österreicher ging von der Pole Position in das dritte Saisonrennen und wiederholte seinen Vorjahrestriumph mit seinem dritten DTM-Sieg. Vor einem Jahr fuhr Auer an gleicher Stelle auf dem Lausitzring seinen Debütsieg in der DTM ein. Nach zwei Siegen und einem vierten Platz in den ersten drei Rennen 2017 führt Auer die Fahrerwertung mit 68 Punkten an. Auch in der Hersteller- und der Teamwertung liegt Mercedes-AMG Motorsport nach den ersten drei Saisonrennen auf dem ersten Platz.

Robert Wickens (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) startete neben Auer aus der ersten Reihe in den dritten Saisonlauf. Nachdem er seinen zweiten Platz in der Anfangsphase des Rennens zwischenzeitlich verloren hatte, arbeitete er sich mit einer starken kämpferischen Leistung sowie einem schnellen Boxenstopp wieder auf den zweiten Platz zurück. Nach einem schwierigen Auftaktwochenende in Hockenheim schlug der Kanadier in der Lausitz mit Platz zwei zurück.
Gary Paffett, Platz sechs im 150. DTM-Rennen
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) beendete sein 150. DTM-Rennen auf Position sechs und verteidigte damit den zweiten Platz in der Fahrerwertung. Der Brite nahm an 75% aller Rennen in der „neuen DTM“ seit dem Jahr 2000 teil. In der Geschichte der Rennserie haben nur neun Fahrer mehr Rennen absolviert als der Champion des Jahres 2005.

Edoardo Mortara (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) und Maro Engel (Mercedes-AMG C 63 DTM SILBERPFEIL Energy) belegten die Plätze sieben und neun. Damit fuhren fünf der sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer in die Punkteränge. Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) hatte in Runde 16 eine Berührung mit dem BMW von Tom Blomqvist und erhielt dafür eine Durchfahrtsstrafe. Er überquerte die Ziellinie auf Platz 16.


Anders als der Sieg, waren die Podestränge auf dem Lausitzring hart umkämpft. Durch teils unterschiedliche Strategien brachten sich gleich mehrere Piloten in gute Ausgangspositionen, nicht zuletzt Maxime Martin, der sich jedoch Wickens und Rast geschlagen geben musste, aber als Vierter bester BMW-Pilot war. Dahinter komplettierten Mike Rockenfeller (Audi), Gary Paffett, Edoardo Mortara (beide Mercedes-AMG), Mattias Ekström (Audi), Maro Engel (Mercedes-AMG) und Jamie Green (Audi) die Top-10-Positionen.

In der Tabelle liegt Auer nach drei von 18 Rennen mit 68 Punkten deutlich an der Spitze. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Paffett beträgt bereits 34 Punkte. Platz drei belegt Rockenfeller (31 Punkte). Jamie Green, der als Zweitplatzierter in die Lausitz reiste, hat 27 Punkte und ist auf Rang vier zurückgefallen.

Porsche-Duo Renauer/Müller gewinnt Samstagsrennen beim Motorsport Festival Lausitzring

  • Erster ADAC GT Masters-Saisonsieg für Precote Herberth Motorsport
  • Platz zwei für Luca Ludwig und Junior-Sieger Luca Stolz im Mercedes-AMG
  • Perez Companc/Bortolotti holen ersten Podestplatz 2017 für Lamborghini
Renauer/Müller siegen im Samstagsrennen für Porsche
Foto: ADAC-Motorsport
In einem actionreichen Samstagsrennen des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival Lausitzring fuhren Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche 911 GT3 R zu ihrem ersten Saisonsieg. Die in der ersten Rennhälfte führenden Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) retten im Mercedes AMG GT3 nach einem Kontakt beim Überrunden den zweiten Rang vor der Lamborghini-Paarung Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) ins Ziel. "Ein tolles Gefühl", jubelte ADAC GT Masters-Premierensieger Müller. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir an diesem Wochenende einen Sieg holen. Wir sind megahappy."

Zahlreiche Zweikämpfe sorgen für Spannung

Während Pole-Setter Luca Stolz beim Start den ersten Platz verteidigte, überholte dahinter Robert Renauer den ebenfalls aus der ersten Reihe gestarteten Mercedes-Piloten Indy Dontje (24/NL, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) und übernahm die Verfolgerposition. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase aufgrund einer Kollision zwischen dem Audi von Filip Salaquarda (33/CZ, BWT Mücke Motorsport) und dem Porsche von Klaus Bachler (25/A, Schütz Motorsport) setzten sich Stolz und Renauer an der Spitze stetig ab und bauten ihren Vorsprung auf knapp neun Sekunden aus. Doch in Runde 20 kollidierte Stolz beim Überrunden mit dem aus der Boxengasse kommenden Audi-Piloten Christopher Mies (27/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport) und rutschte kurzzeitig von der Strecke. Renauer nutzte die Chance und übernahm die Führung. Diese gab der Porsche auch nach dem Fahrerwechsel zu Sven Müller nicht mehr ab. Im Ziel hatte der Porsche-Werksfahrer einen Vorsprung von 1,5 Sekunden auf Luca Ludwig, der den Mercedes-AMG zur Rennmitte von Luca Stolz übernommen hatte und den Führenden in den finalen Runden noch einmal unter Druck setzte. Für Precote Herberth Motorsport war es der erste Saisonsieg, für Renauer bereits der dritte auf dem Lausitzring und für Teamkollege Müller der erste überhaupt in der "Liga der Supersportwagen".

Stolz und Ludwig mussten sich nach der Kollision mit Rang zwei zufriedengeben, Stolz durfte sich aber noch über einen Klassensieg in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren freuen. Dahinter fuhren Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) als Dritte den ersten Podestplatz der Saison für den Lamborghini Huracán GT3 ein. Das argentinisch-italienische Duo hatte zehn Runden vor dem Ziel die lange auf Platz drei liegenden Indy Dontje und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg) auf die vierte Position verwiesen. Die Top Fünf komplettierten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) in der besten Corvette C7 GT3-R.

Dahinter klassierten sich im besten Audi R8 LMS Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA, beide Aust Motorsport) vor dem Porsche 911 GT3 R von Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard). Rang acht ging an Lokalmatador Stefan Mücke (35/Berlin) und Sebastian Asch (30/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport). Das Mercedes-AMG-Duo war nach einer unverschuldeten Kollision in der Startphase von Platz sechs auf Rang 15 zurückgefallen und zeigte danach eine starke Aufholjagd.

Auf Platz neun landeten Florian Spengler (29/Schaffhausen) und Christopher Zanella (27/CH, beide Team HB Racing) in einem weiteren Lamborghini, den letzten Meisterschaftszähler sammelten als Zehnte ADAC Formel 4-Aufsteiger Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde) und Frank Stippler (42/Bad Münstereifel, beide BWT Mücke Motorsport) im Audi R8 LMS.

Stimmen der Sieger

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911): "Der Lausitzring ist eine Strecke, die uns zu liegen scheint. Auch wenn heute unter normalen Umständen wohl kein Sieg möglich gewesen wäre. Dazu war der Mercedes-AMG einfach zu stark. Aber wir haben die Kollision der Gegner dankend angenommen und danach den Sieg nach Hause gefahren. Wir haben viele Punkte geholt und die Tabellenführung übernommen. Ich hoffe, im Sonntagsrennen läuft es auch so gut, damit wir den Lausitzring als Spitzenreiter verlassen werden."

Sven Müller (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911): "Robert hat in seinem Stint einen super Job gemacht. Wir haben natürlich von dem Unfall des führenden Mercedes-AMG profitiert. Am Ende hat dieser noch einmal viel Druck gemacht. Ich musste noch einmal richtig pushen, aber es hat gereicht. Es war zum Ende hin schon ziemlich anstrengend, da ich eine leichte Erkältung habe. Ich bin sehr glücklich, denn es ist nicht nur mein erster Sieg im ADAC GT Masters, sondern auch mein erster im GT3-Sportwagen."

DTM: Lucas Auer holt Pole für Samstagsrennen

Lucas Auer holt am Lausitzring seine fünfte DTM-Pole
Foto: Jens Hawrda
Zum fünften Mal in seiner DTM-Karriere steht Lucas Auer in einem DTM-Rennen auf der Pole-Position: Im Qualifying für das Samstagsrennen beim Motorsport Festival Lausitz sicherte sich der Österreicher mit 1:16,193 Minuten den besten Startplatz. Neben ihm in der ersten Startreihe steht sein Mercedes-AMG-Teamkollege Robert Wickens, der auf seiner schnellsten Runde im 20-minütigen Qualifying 0,105 Sekunden langsamer war als Auer. 

Die zweite Startreihe teilen sich mit Maxime Martin auf Platz drei und René Rast auf Platz vier BMW und Audi. DTM-Rennsieger aus Hockenheim, Timo Glock, startet von Platz fünf.

DTM Zweites Freies Training geht an Mercedes

Lucas Auer setzt ein Zeichen im Training
Foto: Mercedes-Motorsport
Lucas Auer ist am Samstag im zweiten Freien Training auf dem Lausitzring die Bestzeit gefahren. Der Führende der DTM-Gesamtwertung lag 38 Hundertstelsekunden vor seinem Mercedes-AMG-Teamkollegen Robert Wickens, der am Vortag schon als Dritter überzeugt hatte. Als bester Audi-Pilot schob sich Jamie Green auf Rang drei vor den nächsten beiden Mercedes-AMG mit Gary Paffett und Maro Engel, der mit 22 Runden der trainingsfleißigste war. Die wenigsten Runden drehte Titelverteidiger Marco Wittmann. Der BMW-Pilot kam als Zehnter ins Ziel, nachdem er das Trioval zwölfmal absolviert hatte. Bester BMW-Fahrer war Tom Blomqvist als Neunter.

„Die Bedingungen waren sehr unterschiedlich. Gestern war es sehr warm, heute ist es deutlich kühler. Wir können sicher beim Qualifying noch etwas Zeit rausholen. Du musst hier gerade in den Kurven die Balance zwischen dem Maximum-Speed und einer nicht zu harten Fahrweise finden. Die Pole-Position ist hier wertvoller als in Hockenheim“, sagte der Viertplatzierte Gary Paffett.  „Warten wir das Qualifying ab. Wir sind noch nicht optimal unterwegs. Aber die Fahrer hatten ein besseres Gefühl als gestern. Es ist immer schön, wenn man von vorne weg starten kann. Aber das haben wir in Hockenheim gesehen, auch mit der richtigen Strategie kannst Du aus dem hinteren Feld startend ein gutes Ergebnis hinbekommen“, wollte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt das Resultat des zweiten Freien Trainings nicht überbewerten.