Mittwoch, 6. April 2016

Audi mit Bestzeit bei ADAC GT Masters-Generalprobe in Oschersleben

  • Christopher Mies setzt Testbestzeit im Audi R8
  • Neue Supersportwagen überzeugen in der Motorsport Arena Oschersleben
  • Saison 2016 des ADAC GT Masters startet in zehn Tagen an gleicher Stelle
Christopher Mies im Audi R8 setz die Bestzeit beim Test in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
Generalprobe erfolgreich absolviert – der Ernst kann beginnen: Beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben hatten Teams und Fahrer an zwei Tagen die Gelegenheit, sich auf das erste Rennwochenende, das vom 15. bis 17. April an gleicher Stelle die Saison 2016 einläutet, vorzubereiten. Neben dem Testschnellsten Christopher Mies (26, Heiligenhaus/Montaplast by Land Motorsport) im Audi R8 überzeugten auch die weiteren neuen Supersportwagen. Schon beim Test wies das Feld eine hohe Leistungsdichte auf: In der finalen Session am Dienstagnachmittag lagen die schnellsten 21 Fahrzeuge innerhalb von nur einer Sekunde.

Die Teilnehmerliste des Tests in Oschersleben war gut gefüllt: 19 der 20 eingeschriebenen Teams rückten mit insgesamt 31 Fahrzeugen und 69 Fahrern zur Generalprobe an. Am ersten Testtag erstrahlte die Motorsport Arena Oschersleben bei schönstem Frühlingswetter. Entsprechend schnell waren gleich zu Beginn die Rundenzeiten. In der ersten von drei Sessions gelang Neueinsteiger Laurens Vanthoor (24, B/Kfzteile24 - APR Motorsport) im neuen Audi R8 der beste Umlauf des Tages. „Das war ein guter Test“, so Vanthoor, der 2016 in seine erste Saison im ADAC GT Masters starten wird. „Ich habe Gas gegeben. Ansonsten fühle ich mich bei meinem neuen Team sehr wohl. Mit Audi habe ich im vergangenen Jahr bereits das ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen und kenne das neue Auto so schon sehr gut. Auch die Strecke von Oschersleben war mir aus der Formel 3 nicht unbekannt. Ich freue mich auf den Saisonstart."

Der erste Testtag stand ganz im Zeichen der Rookies: Die schnellsten Zeiten wurden von Fahrern erzielt, die 2016 erstmals im ADAC GT Masters antreten: Jules Gounon (21, F/Callaway Competition), Sohn von Ex-Formel-Pilot Jean-Marc Gounon, in der neuen Corvette C7, Marco Bonanomi (31, I/Aust Motorsport) im Audi R8 und Connor De Philippi (23, USA) in einem weiteren R8 des Teams Montaplast by Land-Motorsport.
der neue BMW M6 GT3
Foto: Jens Hawrda
Teamkollege von Gounon und ADAC GT Masters-Rekordsieger Daniel Keilwitz (26, Villingen/Callaway Competition) über den ersten Wettbewerbseinsatz der Corvette: „Die Basis ist gut. Das Potenzial ist da. Allerdings müssen wir bis zum Saisonauftakt noch die eine oder andere Kinderkrankheit ausmerzen. Das Auto wurde hier erst kurz vor dem Test fertiggestellt.“ Wurden die ersten beiden Sessions noch von Piloten der neuen Supersportwagen dominiert, drängten in der dritten Session am Montag auch die arrivierten Modelle in den Vordergrund: Ex-Le-Mans-Sieger Guy Smith (41, GB) setzte im Bentley Continental des neu formierten Bentley Team ABT die zweitschnellste Runde, Marc Gassner (25, Kempen) belegte im Nissan GT-R von MRS GT-Racing Rang drei.

Am Morgen des zweiten Testtages hielt die Magdeburger Börde einen kurzen aber kräftigen Schauer für die Teilnehmer des ADAC GT Masters-Tests bereit. Die Zeiten der ersten Session blieben auf zunächst feuchtem Asphalt deutlich unter jenen des Vortages. Die Bestzeit gelang Robert Renauer (31, Jedenhofen/Precote Herberth Motorsport) im Porsche 911. Dann begann die Strecke abzutrocknen und wurde deutlich schneller. In der zweiten Session erzielte Christopher Mies im Audi R8 die schnellste Zeit des Tests. Seine 1.27,244 Minuten war nur knapp vier Zehntelsekunden langsamer als die schnellste Qualifying-Zeit beim Saisonauftakt der „Liga der Supersportwagen“ 2015 in Oschersleben. „Natürlich fühlt sich die Bestzeit gut an“, so Mies. „Aber man weiß nicht, in wieweit die anderen Teams die Karten offengelegt haben. Wir haben hier unser Testprogramm ohne Probleme abgespult und am Set-up gearbeitet. Der Vorteil aller Audi-Teams ist natürlich, dass der R8 schon im vergangenen Jahr einige Rennen absolviert hat. Ich wünsche mir für den Auftakt ein enges Feld und viel Spannung.“

In der finalen Testsession fuhr mit Peter Hoevenaars (20, NL/Montaplast by Land-Motorsport) ein weiterer Fahrer eines Audi R8 an die Spitze des Zeitentableaus. Die beiden Titelverteidiger Luca Ludwig (27, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch), im neuen Mercedes-AMG GT3 des AMG - Team Zakspeed unterwegs, hielten sich bei den Sessions eins bis fünf im Mittelfeld, bei der finalen Session schaffte Ludwig die drittbeste Zeit.

Schon in zehn Tagen kommen Teams und Fahrer erneut in Oschersleben zum ersten von insgesamt sieben Rennwochenenden der Saison 2016 zusammen. Dann geht es zum ersten Mal um Punkte in der Fahrerwertung, in der Teamwertung, in der Trophy für nicht-professionelle Piloten und im neuen Junior Cup für Fahrer unter 25 Jahren.


Bestzeiten beide Testtage kombiniert (Top-Five):

1. Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8), 1.27,244 Min.
2. Laurens Vanthoor (kfzteile24 - APR Motorsport, Audi R8), 1.27,294 Min.
3. Markus Winkelhock (Phoenix Racing, Audi R8), 1.27,702 Min.

4. Marc Basseng (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8), 1.27,757 Min.
5. Jules Gounon (Callaway Competition, Corvette C7), 1.27,758 Min.

DTM: Erster Testtag in Hockenheim - Stimmen einiger Piloten

Nico Müller am ersten Testtag in Hockenheim zufrieden
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi Sport Audi RS 5 DTM):
„Ich bin recht zufrieden, wie es heute gelaufen ist. Natürlich hätten die Bedingungen etwas besser sein können. Im Regen zu fahren, war gut. Aber leider hatten wir häufig Mischbedingungen und eine feuchte Strecke, das war verlorene Zeit. Bei konstanten Bedingungen war es ein guter Test. Wir haben auf nasser und trockener Strecke viel gelernt. Das ist positiv. Und wir waren auch recht schnell. Ich würde sagen, das war ein guter Start in die Saison 2016.“
Lucas Auer
Foto: Mercedes-Motorsport
Lucas Auer (Mercedes-AMG DTM):
„Das war ein guter erster Testtag mit meinem neuen Team Mücke. Wir sind viele Runden gefahren und hatten keinerlei Probleme. Leider war das Wetter recht wechselhaft, weswegen es wichtig war, zum richtigen Zeitpunkt auf der Strecke zu sein. Insgesamt bin ich aber mit dem Tag zufrieden. Jetzt freue ich mich auf morgen. Dann soll das Wetter besser sein.“

Daniel Juncadella (Mercedes-AMG DTM):
„Es war cool, wieder im Auto zu sitzen. Die Winterpause war lang und es hat viel Spaß gemacht, wieder zu fahren. Die Rundenzeiten sind bei den Testfahrten und so einem Wetter nicht wirklich repräsentativ. Trotzdem konnten wir einiges ausprobieren und viel über das neue Auto lernen. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser.“

Farfus setz Bestzeit am ersten Testtag in Hockenheim

Augusto Farfus (BMW) setzt Bestzeit am ersten Testtag
Foto: BMW-Motorsport
Die heiße Testphase in der DTM hat begonnen. Von Dienstag bis Freitag (5. bis 8. April) testen die DTM-Piloten ihre Fahrzeuge bei den einzigen offiziellen ITR-Testtagen der Saison – jeweils zwischen 9 Uhr und 12 Uhr sowie 14 Uhr und 18 Uhr. Am Dienstag schickten BMW, Audi und Mercedes-Benz jeweils vier ihrer Fahrer auf die Strecke. Und wie es bei Testeinheiten nun mal so üblich ist, tasteten sich die Piloten nach und nach an das maximal Mögliche heran. So waren die Zeiten des Nachmittags deutlich schneller als die des Vormittags. Besonders bei den BMW-Piloten: Benötigte Augusto Farfus noch in der ersten Session für seine beste Runde 1:35.700 Minuten, steigerte er sich in der zweiten Session auf 1:33.326 Minuten - es war gleichzeitig die beste Zeit des Tages.

Die zweitschnellste Runde gelang seinem Markenkollegen Maxime Martin (1:33.652 Minuten), Audi-Pilot Nico Müller lieferte die drittbeste Leistung des Tages (1:33.729 Minuten). Bester Mercedes-Benz-Fahrer war Maximilian Götz (1:34.580 Minuten), der sich mit 113 Runden (knapp 517 Kilometer) zugleich als fleißigster Fahrer fleißigster Pilot des ersten Testtages entpuppte.

Für Timo Glock fand die Vormittagssession ein unsanftes Ende. Der BMW-Pilot verlor in der ersten Kurve die Kontrolle über seinen M4 DTM. Ein Unfall, der für Glock ohne schwerwiegende Folgen blieb. Nach einer Routine-Untersuchung im Krankenhaus kehrte er unverletzt zu seinem Team an den Hockenheimring zurück. An einen Einsatz am Nachmittag war jedoch nicht zu denken - die Schäden am Fahrzeug waren zu groß. Die Münchener hoffen nun, dass die Mechaniker den BMW bis zum Mittwochmorgen wieder vollständig reparieren können.


Die schnellsten Runden des ersten Testtages (Top-Five):


1. Augusto Farfus, BMW, 1:33.326, 79 Runden
2. Maxime Martin, BMW, 1:33.652, 88 Runden
3. Nico Müller, Audi, 1:33.729, 101 Runden
4. Miguel Molina, Audi, 1:33.818, 106 Runden
5. Timo Scheider, Audi, 1:33.869, 109 Runden

Die Spannung steigt: Feld der ADAC TCR Germany ist komplett

  • Neue Tourenwagenserie vor der Debütsaison
  • Feld mit mehr als 6.000 PS, jede Menge Spannung und eine Dame mittendrin
Foto: Jens Hawrda

Das Warten hat ein Ende: Die ADAC TCR Germany, die neue Tourenwagenserie von Europas größtem Automobilclub, steht in den Startlöchern. Fahrer, Teams und Fans fiebern der Premiere der ADAC TCR Germany vom 15. bis 17. April im Rahmen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben entgegen. Bei einem Medientag stellte der ADAC am Montag in Oschersleben das Feld für die Debütsaison der Serie vor. Elf Teams mit bis zu 22 Tourenwagen gehen an sieben Rennwochenenden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden an den Start. Die Rennen der ADAC TCR Germany werden live von SPORT1 im Fernsehen sowie im Internet übertragen.
Foto: Jens Hawrda

Junge Nachwuchstalente und motorsportbegeisterte Privat-Fahrer treten an den Rennwochenenden in jeweils zwei Sprintrennen über eine Distanz von jeweils 30 Minuten an. Die 330 PS starken Kraftpakete Seat Leon, Opel Astra, Honda Civic und VW Golf lassen die Herzen der Fans höher schlagen und garantieren Spektakel.

„Die ADAC TCR Germany bietet optimale Möglichkeiten für den Nachwuchs, die Serie schließt eine Lücke zwischen Rallye- und Formelsport“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Ein Blick auf die Startliste für die erste Saison zeigt, dass viele junge Nachwuchstalente die Chance nutzen und in der ADAC TCR Germany starten.“

„Nach vielen Monaten sehr intensiver Arbeit freuen wir uns, dass die Saison in wenigen Tagen startet und wir ein interessantes Feld mit einer Mischung aus jungen Nachwuchsfahrern, erfahrenen Tourenwagenpiloten und einer Dame präsentieren können“, sagt ADAC Motorsportchef Lars Soutschka. „Vielen Dank an alle Beteiligten für ihr hohen Engagement in den vergangenen Monaten.“
Serienausrichter Franz Engstler auf der Pressekonferenz in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
„Wir stehen wenige Tage vor dem Saisonstart der ADAC TCR Germany. Die Teilnehmerliste, die wir heute veröffentlichen ist das tolle Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit dem ADAC, den Fahrern und Teams in den vergangenen Monaten“, sagt Franz Engstler von Engstler Motorsport, der die neue Serie gemeinsam mit dem ADAC ausrichtet. „Eine neue Rennserie aufzubauen ist immer spannend, nun läuft der Countdown zum ersten Rennen in Oschersleben in weniger als 14 Tagen.“

Internationales Teilnehmerfeld mit einer Dame

Die neue Serie ist durchaus international aufgestellt: Teams aus fünf Nationen (Deutschland, Finnland, Italien, Schweiz und Niederlande) mit Piloten aus sechs Ländern (Deutschland, Schweiz, Finnland, Österreich, Niederlande und Großbritannien) gehen in der Premierensaison an den Start.
Foto: Jens Hawrda
Das Team Target Competition aus Südtirol gewann im vergangenen Jahr den Titel in der internationalen TCR-Serie und setzt in der Premierensaison der ADAC TCR Germany auf drei neue Opel Astra. Die Fahrer Jürgen Schmarl (Österreich), Mike Beckhusen aus Berlin und der Brite Josh Files wollen an die Erfolge des Teams in der internationalen TCR-Serie anknüpfen. Schmarl ist der erfahrenste Pilot des Teams, der 42-Jährige blickt auf viele Jahre im Motorsport zurück und wird den jungen Talenten Files (25) und Beckhusen (16) mit seiner Erfahrung helfen.

Auf zwei Opel Astra vertraut auch Lubner Motorsport, der Rennstall wird ab dem dritten Rennwochenende in Oschersleben in das Geschehen eingreifen. Die Opel-Mannschaft geht mit einer schnellen Dame ins Rennen: Die Schweizerin Jasmin Preisig startet für den Rennstall aus Georgenthal. Die 24-Jährige ist bereits seit zwölf Jahren im Motorsport aktiv. Der Fahrer des zweiten Lubner-Astra ist noch offen.
Foto: Jens Hawrda
Mit drei VW Golf GTI TCR und einem SEAT Leon Cupracer stellt Liqui Moly Team Engstler gleich vier der bis zu 22 Tourenwagen. Die Nachwuchspiloten Daniel Conrad (Schweiz/19) und Tim Zimmermann (Langenargen/19) sitzen wie Tom Lautenschlager (Grafenau/17), dem amtierenden Fünften der Deutschen Kart Meisterschaft und Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, im VW Golf GTI TCR. Der 20 Jahre alte Mike Halder aus Messkirch, dessen Schwester Michelle in der ADAC Formel 4 startet, startet in einem Seat Leon.

Ebenfalls im Seat schickt LMS Racing die Finnen Antti Buri (27) und Kari-Peka-Laaksonnen ins Rennen. Auch ST Motorsport mit dem Niederländer Bas Schouten (21), Seat Austria mit Mario Dablander (28) aus Österreich, TOPCAR Sport mit dem Schweizer Ronny Jost (27), Steibel Motorsport um Pascal Eberle (Schweiz/25), Gesamtsieger im Renault ClioCup Central Europe 2015, und die letztjährige ADAC GT Masters-Mannschaft HP Racing von Hari Proczyk (40) setzen auf den 330-PS-starken Boliden aus Spanien.

Das Team Honda ADAC Sachsen mit Dominik Fugel (Chemnitz, 19) und Steve Kirsch (Chemnitz/37) vertraut auf den Honda Civic TCR. Der Duisburger Benjamin Leuchter (Racing One/28) und der erfahrene Kai Jordan aus Wolfsburg (JBR Motorsport/46) fahren im VW Golf GTI TCR.

Dienstag, 5. April 2016

Volles Starterfeld in der Jubiläumssaison des ADAC GT Masters

  • ADAC GT Masters 2016 vor Start in zehnte Saison
  • Mehr als 30 Supersportwagen von acht Marken eingeschrieben
  • Neue Teams, neue Fahrer und neue GT3-Modelle sorgen für Spannung
Corvette Z06.R und Audi R8 zwei von acht vertretenen Marken
Foto: Jens Hawrda
Im Rahmen des offiziellen Vorsaisontests in der Motorsport Arena Oschersleben präsentierte das ADAC GT Masters am Montag das Feld der Saison 2016. Der Saisonauftakt steigt vom 15. bis 17. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Es folgen sechs weitere Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Alle 14 Rennen werden auch 2016 live und in voller Länge von SPORT1 im Free-TV übertragen.
Das Starterfeld präsentiert sich umfangreich und abwechslungsreich: 20 Teams, darunter acht Neueinsteiger, bringen bis zu 34 Supersportwagen von acht Marken an den Start. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den sechs neuen Modellen Audi R8, BMW M6, Corvette C7, Lamborghini Huracán, Mercedes-AMG und Porsche 911, die sich mit den arrivierten Bentley Continental, Corvette Z06.R und Nissan GT-R messen werden. Nicht nur acht Teams sind 2016 neu im ADAC GT Masters, sondern auch viele Fahrer. Dazu zählen unter anderen Formel-E-Pilot und Ex-ADAC Formel Masters-Champion Daniel Abt (23, Kempten), Le-Mans-Sieger Guy Smith (41, GB) oder GT-Shootingstar Laurens Vanthoor (24, B).

„Das ADAC GT Masters geht 2016 mit einem würdigen Feld in die Jubiläumssaison“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Das ADAC GT Masters gilt längst als eine der bedeutendsten GT-Serien in Europa. Dies hätten wir 2007, als wir frühzeitig auf dies Konzept gesetzt haben, sicherlich nicht erwartet. In den vergangenen Jahren hat sich das ADAC GT Masters auch als Sprungbrett für Nachwuchsrennfahrer in den professionellen Motorsport etabliert. Ich freue mich sehr, dass wir diese Entwicklung durch die Einführung einer neuen Junior-Wertung weiter unterstützen können.“

„Das ADAC GT Masters startet mit den besten Voraussetzungen, neue Highlights zu setzen – das tolle Feld spricht für sich“, sagt ADAC Motorsportchef Lars Soutschka zum Saisonstart. „Der hohe Zuspruch von neuen Fahrern und Teams unterstreicht die unverändert hohe Attraktivität der Serie. Die Fans dürfen sich auf spannenden Rennen freuen, ob an der Rennstrecke oder bei unserem TV-Partner SPORT1, die wieder alle Rennen live und in voller Länge im Free-TV ausstrahlen.“

20 Teams kämpfen um vier Titel

Acht Teams sind neu im ADAC GT Masters 2016. Zu den hochkarätigen Neueinsteigern zählt auch das KÜS Team75 Bernhard von Sportwagen-Weltmeister und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard und seinem Vater Rüdiger. Das Team von Vater und Sohn Bernhard setzt auf die neuste Generation der deutschen Sportwagenikone Porsche 911, ebenso wie bigFM Racing Team Schütz Motorsport und Precote Herberth Motorsport, die nach einem Jahr Pause wieder in die Serie zurückkehren.

Gleich sieben Mannschaften haben sich für den Audi R8 entschieden, der mit insgesamt elf Exemplaren der unter den Teilnehmern beliebteste Supersportwagen im Feld ist. Ihre Premiere im ADAC GT Masters mit dem R8 geben Aust Motorsport, JBR Motorsport und Montaplast by Land Motorsport. Auch CarCollection Motorsport startet in die erste volle Saison im ADAC GT Masters. Gute Bekannte der vergangenen Jahre in der „Liga der Supersportwagen“ sind YACO Racing und kfzteile24 - APR Motorsport, die in ihre fünfte respektive sechste Saison gehen. Phoenix Racing bestreitet nach 2009 und 2011 das dritte volle Jahr.

Die Marke Bentley wird in Form des in der vergangenen Saison erstmals eingesetzten Modells Continental durch das Bentley Team Abt vertreten. Hinter der Truppe aus Kempten verbirgt sich der Zusammenschluss von ABT Sportsline und C. Abt Racing der Brüder Hans-Jürgen und Christian Abt. Schubert Motorsport vertraut weiterhin auf BMW und will dem neuen M6 nicht nur den Titel in der Teamwertung verteidigen.
Abt setz dieses Jahr drei Bentley Continental ein
Foto: Jens Hawrda
Callaway Competition steht für die Marke Corvette. Die Leingartener treten nicht nur seit der Debütsaison des ADAC GT Masters 2007 mit Supersportwagen der US-Marke an, sondern bauen diese auch in Eigenregie auf. Callaway plant den Einsatz von zwei neuen Corvette C7 und plant bei ausgewählten Rennen den Einsatz eines dritten Autos. RWT Racing vertraut wie in den vergangenen Jahren auf den Vorgänger Z06.R. Stark vertreten ist auch Lamborghini: Die Österreicher von HB Racing und dem GRT Grasser-Racing-Team starten ebenso mit dem neuen Huracán wie Attempto Racing aus Langenhagen und Bonaldi Motorsport aus Italien.

Viele Augen sind auf das AMG-Team Zakspeed gerichtet. 2015, in der zweiten vollen Saison im ADAC GT Masters, stellte die Mannschaft von Peter Zakowski mit Luca Ludwig (27, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch) die Fahrerchampions. 2016 setzt Zakspeed zwei neue Mercedes-AMG ein. MRS GT-Racing setzt weiterhin auf Nissan und zwei GT-R.

Fünf ADAC GT Masters-Champions im Starterfeld

Neben den beiden Titelverteidigern Luca Ludwig und Sebastian Asch, die erneut für das AMG-Team Zakspeed starten, peilen drei weitere Piloten im Starterfeld 2016 ihren nächsten Gesamtsieg an. Christopher Haase (28, Kulmbach), Champion im Debütjahr des ADAC GT Masters 2007, greift ebenso wie Teamkollege Kelvin van der Linde (19, ZA), Titelträger 2014, für Car Collection Motorsport in das Lenkrad. ADAC GT Masters-Rekordsieger und Champion von 2013, Daniel Keilwitz (26, Villingen), geht in seine sechste Saison mit Callaway Competition.
Luca Ludwig und Sebastian Asch wollen wieder um den Titel Kämpfen
Foto: Jens Hawrda
Die prall gefüllte Starterliste des ADAC GT Masters 2016 enthält aber auch noch viele weitere namhafte Piloten. Phoenix Racing weiß mit Markus Winkelhock (35, Berglen-Steinach) einen ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten in seinen Reihen. Ein Duell der Damen liefern sich die ehemalige DTM-Pilotin Rahel Frey (30, CH) von YACO Racing und Mikaela Åhlin-Kottulinsky (23, S), die ihre erste Saison im ADAC GT Masters für Aust Motorsport bestreitet. Gespannt sein darf man unter anderem auch auf die Serienpremiere von Marvin Dienst (19, Lampertheim), dem ersten Champion der ADAC Formel 4. Heiße Anwärter für Podiumsplätze und Siege sind auch GT-Asse wie Christopher Mies (26, Heiligenhaus), Jaap van Lagen (38, NL) und Norbert Siedler (33, A), Le-Mans-Pilot Marco Bonanomi (31, I) oder Porsche-Werksfahrer Kévin Estre (27, F).