Wie schon vor der Veranstaltung bekannt war, kam Patrick „Pax“ Hobelsberger gesundheitlich nicht völlig auskuriert zur zweiten Saisonveranstaltung in der EURO MOTO Superbike. Mit viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen holte der Honda-Fahrer in Brünn vier Punkte. Es hätten mehr sein können.
Vor fünf Jahren holte der 29-Jährige Bayer aus Landau an der Isar den Titel in der IDM Supersport. Zwei Jahre später später stieg er als Gesamt-Dritter bei den Superbikes aufs Treppchen. Danach ging die Erfolgskurve in die verkehrte Richtung. Hobelsberger setzt dennoch alles daran, um in seinem privaten Team wieder vorwärts zu kommen.
In Brünn nahm Pax die Möglichkeit eines zusätzlich angebotenen Trainingstages war. „Ich hatte die Chance, um in Ruhe zu sehen, wo ich gesundheitlich stehe und wie viel Intensität wir in die freien Trainings legen können.“ Da die 4,5403 km lange Strecke als Reifenfresser gilt, lag der Fokus darauf, die Haltbarkeit der Reifen so gut es geht mit dem Setup zu verbessern. Nach dem mehrteiligen Qualifikationsverfahren über das Superbike Pre Practice und die Superpole stand Hobelsberger auf dem siebten Startplatz, direkt hinter dem ehemaligen Moto2-Weltmeister Marcel Schrötter sowie Shootingstar Leon Orgis. In seinem Rücken hoffte Titelverteidiger und Auftaktsieger Lukas Tulovic auf Schadensbegrenzung.
Bei Pax blieb das Qualifying der größte Erfolg des Wochenendes. Ein Fehler im Dashboard zum Rennbeginn kostete im ersten Lauf etliche Plätze. Seine Aufholjagd begann gleich in der ersten Runde. Am Ende überquerte er die Ziellinie als Elfter. Der zweite Lauf endete vorzeitig durch einen Sensor-Defekt. Nur vier Punkte aus Brünn mitzunehmen, das war ein Debakel. Ein frustrierter Pax lässt dennoch wissen: „Wir kämpfen weiter.“ Und das mit zwei Ausrufezeichen.
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek