Freitag, 28. August 2015

Erstes Freies Traing am Sachsenring dominiert Audi

Stefan Wackerbauer/Kelvin van der Linde, Schnellste im ersten Freien Training
Foto: ADAC-Motorsport
Gleich fünf Audis belegten die ersten Plätze nach dem im Regen ausgetragenen ersten Freien Training am Sachsenring.  Stefan Wackerbauer und Sachsenring-Vorjahressieger Kelvin van der Linde (C.Abt Racing) sicherten sich den ersten Platz vor Florian Stoll/Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING) die am  letzten Rennwochenende am Nürburgring siegreich waren.Drittschnellste waren Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim vor ihren Teamkollegen Andreas Weishaupt/Christer Jöns (alle C.Abt Racing). Mit dem fünften Platz komplettieren Lokalmatador Philip Geipel und die Schweizerin Rahel Frey (YACO Racing) die starke Audi Leistung.

Dahinter folgen mit der sechsbesten Zeit Hari Proczyk/Andreas Simonsen im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (HP Racing) vor den Tabellenführern Luca Ludwig/Sebastian Asch (Team Zakspeed) in einem weiteren Flügeltürer. Dann  folgten Claudia Hürtgen/Uwe Alzen im BMW Z4 GT3 (BMW Sports Trophy Team Schubert) auf Platz acht und Klaus Bachler im Porsche 911 GT3 R (GW IT Racing Team Schütz Motorsport) und Dominik Baumann/Jens Klingmann im BMW Z4 GT3  (BMW Sports Trophy Team Schubert) auf die Ränge neun und zehn.

BMW im ersten Freien Training stark

Schnellster im ersten Freien Training: Marco Wittmann (BMW)
Foto: Jens Hawrda
Wie schon erwartet war BMW im ersten freien Training in Moskau stark und hat seinen Gewichtsvorteil in vordere Plätze umgesetzt. Schnellster Pilot war der Vorjahresmeister Marco Wittmann in seinem BMW M4 DTM. Insgesamt fuhren sechs BMW-Piloten in die Top-Ten. Aber Audi hielt dagegen und  konnte mit Mattias Ekström den zweitschnellsten Fahrer stellen, Dritter  BMW-Pilot Bruno Spengler. Die Ränge hinter den schnellsten Drei belegten Edoardo Mortara (Audi), Augusto Farfus, António Félix da Costa (beide BMW), Miguel Molina (Audi), Martin Tomczyk und Timo Glock (beide BMW). Bester Mercedes-Benz-Fahrer war Daniel Juncadella mit der zehntbesten Zeit auf dem Moscow-Raceway. Der Zeitabstand zwischen dem Schnellsten und dem Letzten im ersten Freien Trainings, Maximilian Götz, betrug lediglich etwas mehr als eine Sekunde.

Audi ersetzt gesperrten Timo Scheider in Moskau durch Nachwuchsfahrer aus der Formel-3-EM

  • Nachwuchstalent Antonio Giovinazzi (21) vertritt Timo Scheider
  • Italiener gibt DTM-Debüt auf dem Moscow Raceway
  • Geburtsjahr „93“ als Startnummer auf dem AUTO TEST Audi RS 5 DTM

der Spitzenreiter der Formel-3 EM Antonio Giovinazzi ersetzt Timo Scheider in Moskau
Foto: Audi-Motorsport
Audi gibt in der DTM einmal mehr einem vielversprechenden Nachwuchsfahrer eine Chance: Der 21 Jahre junge Italiener Antonio Giovinazzi bestreitet die beiden DTM-Rennen auf dem Moscow Raceway (Russland) für das Audi Sport Team Phoenix.

Der Führende der Formel-3-Europameisterschaft startet mit dem AUTO TEST Audi RS 5 DTM, der sonst von Timo Scheider (D) pilotiert wird. Der DTM-Champion der Jahre 2008 und 2009 wurde vom Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) von der DTM-Veranstaltung in Moskau ausgeschlossen.

Passend zu seinem Geburtsjahr 1993 tritt der aus Martina Franca in Süditalien stammende Giovinazzi mit der Startnummer „93“ an. Der Italiener hatte Ende der vergangenen Saison bei einer DTM-Nachwuchssichtung von Audi Sport einen starken Eindruck hinterlassen und diesen im Juni bei DTM-Testfahrten auf dem Lausitzring bestätigt. Für das Russland-Gastspiel der DTM war Giovinazzi an diesem Wochenende erstmals als Fahrer eines Audi RS 5 DTM Renntaxis vorgesehen. Nun gibt der Italiener sein Debüt in der international populären Tourenwagen-Rennserie, das am Freitag um 12 Uhr Ortszeit (11 Uhr MESZ) mit dem „Roll-out“ beginnt.

Donnerstag, 27. August 2015

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen in Moskau

Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (34 Jahre, England):

„Die Strecke in Moskau ist ganz anders als die, auf denen wir zuletzt gefahren sind. Sie ist sehr flach und besteht aus vielen langsamen und mittelschnellen Kurven. Der Kurs ist technisch sehr anspruchsvoll und wir waren dort nicht besonders erfolgreich in der Vergangenheit. Die Pace der Mercedes und ganz besonders meines Autos war an den letzten Wochenenden sehr stark und ermutigend. Demnach reisen wir zuversichtlich nach Moskau und wollen wieder eine starke Performance zeigen, um an der Spitze des Feldes mitzumischen. Nach den Plätzen zwei und drei in der ersten Saisonhälfte möchte ich in der zweiten Hälfte versuchen, mehr Podestplätze zu erzielen und ganz oben auf dem Podium zu stehen. Wir müssen weiter Erfahrungen für ART aufbauen. Sie sind noch immer ein neues Team, aber sie leisten sehr gute Arbeit.“

Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):

„Ich hatte nach dem erfolgreichen Spielberg-Wochenende eine entspannte Sommerpause. Wir waren in Edinburgh und haben Familie und Freunde besucht, was wirklich schön war. Vor allem mit dem Gefühl zu wissen, dass das Auto in dieser Saison so wettbewerbsfähig ist. Ich freue mich sehr, in Moskau wieder ans Steuer zu dürfen. Das kommende Wochenende ist wichtig für uns und ich hoffe, dass wir in Russland wieder so gute Resultate wie in den letzten Rennen einfahren können.“
# 6 Mercedes-Pilot Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):

„Ich freue mich auf Moskau. Die Strecke hat uns in der Vergangenheit nicht ganz gelegen. Aber ich glaube, dass jeder bei Mercedes hart daran arbeitet. Wir sind voll darauf konzentriert, unsere Ergebnisse, die wir in den letzten Rennen dort erzielt haben, zu verbessern. Unser Auto ist in diesem Jahr viel besser als 2013 und 2014. Somit hoffe ich, dass wir an diesem Wochenende den Spieß umdrehen und an beiden Tagen eine gute Punkteausbeute mitnehmen können. Persönlich möchte ich einfach nur das Rennen beenden. Ich bin seit vier Rennen nicht mehr ins Ziel gekommen. Meistens aufgrund von Dingen, die außerhalb meiner Kontrolle lagen.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):

„Es wird Zeit, dass es nun wieder losgeht. Die Pause war relativ lang. Moskau ist natürlich eine anspruchsvolle Strecke. Dadurch liegt ein besonderes Rennwochenende vor uns und wir sind gespannt, was uns erwartet. Die letzten zwei Jahre haben wir deutliche Schritte in die richtige Richtung gemacht. Wir haben ein starkes Auto und ich freue mich sehr, dass es nun weiter geht.“
Daniel Juncadella
Foto: DTM-Media
Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):

„Ich habe die freie Zeit genutzt, um an einem Ironman in Budapest teilzunehmen und bin dort Dritter geworden. Es war schön, endlich mal wieder auf einem Podium zu stehen. Jetzt hoffe ich, dass ich dies bald auch in der DTM schaffe. Die letzten beiden Jahre lief es für mich in Moskau nicht gut, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das am kommenden Wochenende ändern wird.“

Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):

„Ich kenne die Strecke in Moskau durch meinen Einsatz in der Formel 3 im letzten Jahr. Ich freue mich auf das Wochenende, da es mal etwas anderes ist. Die Strecke hat das Potential, coole Rennen zu bieten. Es gibt lange Geraden, speziell vor der letzten Kurve, aber auch technisch anspruchsvolle Passagen. Mercedes und ich werden uns jedenfalls gut auf die Gegebenheiten vorbereiten. Dass ich in Spielberg im zweiten Rennen vor heimischen Publikum noch so ein gutes Ergebnis erzielen konnte, gibt natürlich noch einen zusätzlichen Motivationsschub für das kommende Rennwochenende.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):

„Ich bin nach dem letzten Rennwochenende einige Tage mit meinem Wohnmobil und meiner Freundin im Allgäu und am Tegernsee gewesen. Das war sehr entspannend. Natürlich habe ich die Sommerpause aber auch genutzt, um viel zu trainieren und mich auf die kommenden Rennen vorzubereiten. Moskau wird für mich auf jeden Fall spannend und eine große Herausforderung. Ich war noch nie an der Strecke und kenne diese bisher nur aus dem Fernsehen. Im letzten Rennen bin ich zum ersten Mal in die Punkte gefahren. Von Punkten will ich aber für das kommende Wochenende noch nicht reden. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt und lasse mich überraschen. Aber manchmal ist es ja so, dass diese Überraschungen ganz positiv ausfallen und man auf einer Strecke, die neu für einen ist, gut aussieht. Darauf hoffe ich natürlich. Wichtig wird jedenfalls sein, dass wir im Team ein gutes Basis-Setup finden und dann werde ich ganz locker an die Aufgabe herangehen.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):

„Ich freue mich, nach meinem Urlaub endlich wieder ins Auto zu steigen. Meine Ausgangslage in der Meisterschaft ist sehr vielversprechend. Dass macht die Vorfreude auf die zweite Saisonhälfte natürlich noch größer. Die Vorkommnisse in Spielberg habe ich gut verarbeitet und ich hoffe, dass ich die negativen Erlebnisse in positive Kraft für die nächsten Rennen umwandeln kann.“

Mittwoch, 26. August 2015

Harte Strafen im Funkspruchskandal gegen Audi

Das DMSB Sportgericht in Frankfurt hat in seiner heutigen Verhandlung harte Strafen gegen Audi und alle Beteiligten des Funkspruchskandals von Spielberg verhängt.
Timo Scheider für Moskau gesperrt
Foto: Jens Hawrda
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Dr. Wolfgang Ullrich in seiner Funktion als Audi-Motorsportchef in der letzten Runde des DTM-Rennens in Spielberg per Funk eine Aufforderung an Audi-Pilot Timo Scheider gesendet hat, einen anderen Fahrer in eine Kollision zu verwickeln. Da ein solches Verhalten dem Ansehen des Motorsports in der Öffentlichkeit massiv schadet, musste die Strafe entsprechend hart ausfallen.

Dr. Wolfgang Ullrich wurde bis Saisonende der Zutritt zur Boxengasse und zum Teamfunk verboten. Der betroffene Fahrer Timo Scheider, der ja bereits für das besagte Rennen in Spielberg nachträglich disqualifiziert wurde, ist für das Rennen in Moskau gesperrt worden. Dem Team Audi wurden alle im zweiten Renn von Spielberg erzielten 62 Meisterschaftspunkte aberkannt, zusätzlich muss Audi eine Rekordgeldstrafe von 200.000 Euro zahlen.

Unsere persönliche Meinung zum Urteil
Aus unserer Sicht ist es richtig das das Sportgericht hier hart durchgegriffen hat und drastische Strafen ausspricht. Nicht ganz nachvollziehen können wir allerdings die Aberkennung der 62 Meisterschaftspunkte gegen Audi. Was können Ekström, Mortara, Rockenfeller und Müller für das Versagen von zwei Leuten. Das riecht etwas nach Sippenhaft. Wir hätten es richtiger gefunden, wenn das Sportgericht statt dieser Punkteaberkennung gegen Audi das Rennergebnis eine Runde vor dem Vorfall als Endergebnis gewertet hätte. Damit hätten die o.g. Audi-Piloten für Ihre sportliche Leistung noch Punkte erhalten und auch Pascal Wehrlein und Robert Wickens hätten Punkte erhalten. So wie jetzt der Stand ist wurde das unsportliche Verhalten zwar bestraft die eventuell fehlenden Punkte im Titelkampf sind für Pascal Wehrlein trotzdem verloren. In diesem Punkt haben wir das Urteil des Sportgerichtes nicht verstanden.