Mittwoch, 4. Juni 2014

Lucy Glöckner gewinnt beide Superstock 1000 Rennen in Zolder

Gegen Lucy Glöckner hatte am Wochenende kein Konkurrent eine Chance. In beiden Superstock 1000 Rennen, die gemeinsam mit der Superbike gestartet aber getrennt gewertet werden, siegte die gebürtige Sächsin. Damit hat sie auch einen großen Sprung in der Meisterschaftstabelle gemacht und liegt nun mit 70 Punkten auf Platz zwei der Meisterschaft.

Lucy Glöckner hat in Zolder allen gezeigt wo der Hammer hängt
Foto: Jens Hawrda
Lucy Glöckner:

„Ich hatte im letzten Zeittraining einen Rennreifen benutzt und war mir eigentlich sicher, dass mein Tempo im Rennen gut sein würde. Ich freue mich total über meine Siege und möchte mich unbedingt bei meinem Team für die tolle Arbeit bedanken, denn die Jungs haben den Erfolg möglich gemacht, nachdem der Freitag so verhext war.“
 
Rennergebnis 1.Rennen Zolder (Top_Five):
1. Lucy Glöckner (BMW HP4),
2. Marko Nekvasil (BMW S1000 RR),
3. Dominik Vingon (BMW S1000 RR),
4. Leon Bovee (BMW S1000 RR),
5. Chriss Burri (BMW S 1000 RR).
 
Rennergebnis 2. Rennen Zolder (Top-Five):

1. Lucy Glöckner (BMW HP4),
2. Leon Bovee (BMW S1000 RR),
3. Marko Nekvasil (BMW S1000 RR),
4. Alexander Phillis (Kawasaki ZX110R),
5. Chriss Burri (BMW S 1000 RR).

 

Dienstag, 3. Juni 2014

Nachgefragt bei … Edoardo Mortara

fuhr in Budapest von Startplatz zwölf auf den vierten Platz: Edoardo Mortara
Foto: Audi-Motorsport
Sie haben das Podium in Budapest knapp verpasst. Fühlt sich der vierte Platz nach so einem aufregenden Rennen trotzdem wie ein kleiner Sieg an?
 
Nein, ein Sieg oder ein Podiumsplatz mit einem Pokal ist immer noch etwas ganz anderes. Aber natürlich freue ich mich, dass ich vom zwölften auf den vierten Platz nach vorn gefahren bin. Heute wäre mehr möglich gewesen – warum es nicht geklappt hat, werden wir uns jetzt in Ruhe anschauen.

Für Aufsehen hat besonders Ihr Duell mit Timo Glock gesorgt. Wie haben Sie den Zweikampf erlebt?
Mit Timo hatte ich in der Vergangenheit schon öfters harte Zweikämpfe. Meistens hat er angefangen und ich habe dagegen gehalten. Vielleicht war ich heute etwas aggressiver, aber immerhin haben wir um einen Podiumsplatz gekämpft. Wenn er nicht glücklich ist, dann stört mich das nicht besonders. Ich würde immer wieder genauso kämpfen.

Die ersten drei Rennen im Zwei-Wochen-Takt sind vorüber. Wie fällt Ihre erste Zwischenbilanz aus?
Sehr positiv, denn ich war an allen drei Wochenenden unter den Top Vier. Ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl, wir haben Spaß und sind erfolgreich. Trotzdem dürfen wir nicht nachlassen: Wir sehen, wie stark die Konkurrenz ist, und wollen diesen kleinen Rückstand so schnell wie möglich aufholen.

Jetzt gibt es eine vierwöchige Sommerpause bis zum Norisring. Haben Sie schon Pläne?
Eine ganze Menge. An meinem Haus gibt es viel zu tun, außerdem möchte ich mich wieder ein bisschen intensiver um mein Sushi-Restaurant in Genf kümmern. Nicht nur an den Rennwochenenden, sondern auch abseits des Motorsports bin ich im Moment rundum glücklich und genieße die Zeit. Vor allem, wenn man sich dabei auf einen Höhepunkt wie das Heimrennen von Audi freuen kann.

Superbike Zolder: Reiterberger hält gegen

Der Spanier Xavi Forés (Ducati) gewann auch das erste Rennen in Zolder, doch im zweiten Rennen konnte sein Teamkollege Max Neukirchner nach einem Fahrfehler von Forès den Sieg für sich verbuchen. Markus Reiterberger (VanZon Remeha BMW) konnte sich noch zwischen die beiden Ducati-Fahrer schieben und holte den zweiten Platz.
 
Markus Reiterberger schiebt sich in Zolder zwischen die beiden Ducatis
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Lauf ging Reiterberger von der Pole Position ins Rennen, hatte aber einen schlechten Start, so das Max Neukirchner in ausbeschleunigen konnte und in Führung ging.  Dahinter folgten sein Teamkollegen Forés, Reiterberger, Michael Ranseder (Honda), Bastien Mackels (BMW), Luca Hansen (Yamaha), Matej Smrz (Yamaha) und Damian Cudlin (Kawasaki).
 
Mit Problemen kämpfte Suzuki-Hoffnung Erwan Nigon. Er brachte die GSX-R 1000 in der zweite Runde in die Box zurück: die Kupplungsplatte war gebrochen. Mackels, Ranseder und Hansen stürzten während des Rennens, in dem Forés ab der vierten Runde die Führung übernommen hatte und auch nicht mehr abgab. Fast drei Sekunden später erreichte Neukirchner nach 17 Runden das Ziel. Reiterberger war als Dritter  einsam unterwegs gewesen. Der Hinterradreifen an der BMW S 1000 RR hatte immer mehr abgebaut und den 20-jährigen eingebremst. Smrz wurde Vierter, dem Tschechen folgte der BMW HP4-Fahrer Stefan Nebel, an dessen Superbike die zahlreichen Veränderungen an Elektronik, Gabel und Federbein endlich Wirkung zeigten.

Sieg im zweiten Lauf von Zolder für Neukirchner
Foto: Jens Hawrda
Im zweiten Lauf konnte Forés den Start gewinnen. In der zweiten Runde betrug der Vorsprung des spanischen Ducati-Piloten bereits 1,4 Sekunden vor dem Rest des 29 Fahrer umfassenden Feldes. Dahinter folgten Neukirchner, Reiterberger, Ranseder, Mackels, Smrz, Nigon und Cudlin.
 
Smrz und Ranseder stürzten. Dafür konnte Reiterberger nach Halbzeit des Rennens zum ersten Mal in diesem Jahr ganze vier Runden Führungskilometer sammeln. Dann konnte Forés die Führung wieder übernehmen. In der letzten Runde bog Forès mit Neukirchner in die Schikane vor dem Ziel ein. Der Spanier bremste zu spät, kam ins Straucheln, hatte einen Highsider und kreuzte daraufhin auch noch die Ideallinie. Dort kollidierte er leicht mit Neukirchner, der den Schalthebel an der Ducati einbüsste, aber sich die letzten zwanzig Meter im zweiten Gang ins Ziel retten konnte – als Erster. Der aus dem Konzept gebrachte Forés wurde Dritter. Markus Reiterberger konnte Forès also ach noch überholen.

Markus Reiterberger:
„Das war zum Schluss ein echter Rodeo-Ritt und ein Glücksspiel, wer die beste Linie bis ins Ziel bekommt. Wäre ich gerade auf der anderen Seite neben Neukirchner gewesen, hätte mich der Zwischenfall von Forés gar nicht betroffen und ich hätte vielleicht sogar gewinnen können. Aber ich war eben genau dort, wo ich beim Ausweichen noch einen Haken schlagen musste.“

Max Neukirchner:
„Es ist toll, die deutsche Nationalhymne zu hören. Der zweite Lauf war echt hart. Von der Gesamtzeit her sind wird noch schneller als im ersten gefahren. Ich hatte eigentlich gedacht, dass Markus Reifen wie im ersten Lauf abbaut, aber das passierte nicht. Markus klebte förmlich hinter mir.“

Rennergebnis Zolder 1.Rennen (Top-Five):

1. Xavi Forès (Ducati 1199 Panigale R),
2. Max Neukirchner (Ducati 1199 Panigale R),
3. Markus Reiterberger (BMW S 1000 RR),
4. Matej Smrz (Yamaha YZF R-1),
5. Stefan Nebel (BMW HP4).

Rennergebnis Zolder 2. Rennen (Top-Five):

1. Max Neukirchner (Ducati 1199 Panigale R),
2. Markus Reiterberger (BMW S 1000 RR),
3. Xavi Forès (Ducati 1199 Panigale R),
4. Bastian Mackels (BMW S 1000 RR),
5. Erwan Nigon (Suzuki GSX-R 1000).

Meisterschaftsstand nach 4 von 16 Rennen (Top-Five):

1. Xavi Forès (91 Pkt.),
2. Max Neukirchner (85 Pkt.),
3. Markus Reiterberger (68 Pkt.),
4. Stefan Nebel (39 Pkt.),
5. Matej Smrz (32 Pkt.).


Montag, 2. Juni 2014

Stimmen der BMW-Fahrer nach dem Rennen von Budapest

Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 1):
 Reifen: Option-Standard

„Ich bin stolz darauf, bei der DTM-Rückkehr auf den Hungaroring nach der Poleposition auch den Sieg geholt zu haben. Der Schlüssel war, dass ich den Start gewonnen habe. Anschließend ist es mir gelungen, einen Vorsprung herauszufahren und aus dem DRS-Fenster zu kommen. Auch der Boxenstopp war fehlerfrei. Meine BMW Team RMG Jungs haben fantastisch gearbeitet. Danach musste ich konzentriert bleiben und durfte keinen Fehler machen. Auch auf den Standard-Reifen konnte ich aber den Abstand zum Zweiplatzierten halten – und am Ende als Sieger die Ziellinie überqueren. Dies ist ein großartiges Gefühl.“

Bruno Spengler, dritter Platz nach grandioser Aufholjagd
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 3):
 Reifen: Standard-Option

„Endlich wieder auf dem Podium zu stehen, ist ein fantastisches Gefühl. Es hat großen Spaß gemacht, heute auf den Options-Reifen durch das Feld zu pflügen. Die Reifen waren konstant gut, so dass ich selbst gegen Rennende richtig pushen und auf einem Kurs, auf dem man nur schwer überholen kann, einige Plätze gut machen konnte. Schon am Start habe ich viele Positionen gewonnen. Nach dem Pech, das wir in Oschersleben hatten, ist dieses Mal alles perfekt gelaufen. Ich freue mich vor allem für mein BMW Team Schnitzer. Wir wurden für unsere harte Arbeit belohnt. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht.“
 
Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 6):
 Reifen: Standard-Option

„Es ist nicht gerade einfach, auf den Prime-Reifen loszufahren. Denn zunächst wird man von allen überholt und verliert ziemlich viel Zeit. Am Schluss haben wir uns aber wieder nach vorn gekämpft. Dies sind meine ersten DTM-Punkte. Ich bin zufrieden. Wir haben an diesem Wochenende einen richtig guten Job gemacht.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Platz 8):
 Reifen: Option-Standard

„Mein Auto war im ersten Stint auf den Options-Reifen sehr schwierig zu fahren. Ich habe einfach nur versucht, so wenig Zeit wie möglich zu verlieren. Nach dem Boxenstopp lief es dann auf den Prime-Reifen besser. Allerdings waren wir dann in einen Fight mit Edoardo Mortara verwickelt. Er bekam eine Strafe und hat uns aufgehalten. In der letzten Kurve der letzten Runde hat mich dann Jamie Green komplett von der Strecke geschoben. Trotzdem bin ich glücklich über die Punkte.“
 
Martin Tomczyk, unzufrieden mit dem Ergebnis in Budapest
Foto: BMW-Motorsport
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 13):
 Reifen: Option- Standard

„Es war ein schwieriger Tag. Die Performance meines Autos hat heute einfach nicht gepasst. Ich war sowohl auf Options- als auch auf Prime-Reifen viel zu langsam und hatte keine Chance. Mit stumpfen Waffen zu kämpfen, funktioniert in der hart umkämpften DTM nicht.“
 
Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 15):
 Reifen: Option- Standard

„Leider hatte ich einen schlechten Start und mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen. Ich weiß nicht, woran das lag, das müssen wir analysieren. Aber die Startboxen waren nach den zuvor ausgetragenen Rennen recht schmutzig. Das Auto wurde am Start in Mitleidenschaft gezogen, als ich einen Schlag rechts vorn abbekam. Die Aufhängung wurde beschädigt, und ganz sicher sind auch einige Aero-Teile weggeflogen. Ich war überrascht, was für ein hohes Tempo ich auf den Options-Reifen trotzdem gehen konnte. Die Schäden am Auto hatten mehr Auswirkungen auf das Fahrverhalten mit Prime-Reifen als auf die Options.“
 
Timo Glock, hadert mit sich und Edoardo Mortara
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 19):
 Reifen: Option-Standard

„Es war ein enttäuschendes Rennen für mich und das Team. Leider haben wir unser Rennen nach dem Boxenstopp hinter Edoardo Mortara verloren, der mir zweimal ins Auto gefahren ist und mich einmal überholt hat, indem er mich von der Strecke drückte. Die Position musste er zurückgeben. Er hat es dann gleich wieder versucht. In Kurve zwei habe ich mich ein bisschen verbremst, er fuhr innen rein, ist mir seitlich ins Auto gefahren und hat mich von der Strecke gedrückt. Danach lag ich hinter ihm, kam aber nicht vorbei. Als dann alle mit den Options-Reifen von hinten kamen, haben uns alle Audis mit relativ viel Kontakt überholt. Ich habe dagegengehalten, und in der letzten Runde ging es schief. Ich freue mich für Marco Wittmann, dass er seinen zweiten Sieg eingefahren hat. Bruno Spengler ist mit einer starken Aufholjagd noch auf das Podium gekommen, und es war ein gutes Gesamtergebnis für BMW.“
 
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, Platz 21):
 Reifen: Standard-Option

„Wir hatten vom Start weg mit technischen Problemen zu kämpfen. Ich habe alles versucht, aber es war einfach nicht möglich, etwas Zählbares herauszuholen. Wir konnten nichts ausrichten. Das ist sehr schade. Es ist frustrierend, wenn man keine Punkte holt.“

Sonntag, 1. Juni 2014

Marco Wittmann gewinnt für BMW des DTM-Rennen in Ungarn

Marco Wittmann und seine siegreiche Mannschaft
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann hat den dritten Saisonlauf der DTM auf dem Hungaroring souverän für sich entschieden. Wittmann, der von der Pole-Position gestartet war, überfuhr in seinem BMW M4 DTM nach 41 Runden mit einem Vorsprung von 6,615 Sekunden als Sieger die Ziellinie. Für den 24 Jahre alten Franken war es nach dem Erfolg beim Saisonstart in Hockenheim der zweite DTM-Sieg, durch den er als Gesamtführender zu seinem Heimspiel auf dem Norisring (27. bis 29. Juni) fährt.

Marco Wittmann übernimmt mit seinem Sieg die Meisterschgaftsführung
Foto: BMW-Motorsport
„Das ist ein toller Erfolg, denn man weiß am Ende nie, ob die Leute mit den Options-Reifen noch herankommen. Aber die Rechnung ist aufgegangen. Ich habe einen großen Vorsprung herausgefahren und diesen verwaltet, ohne Fehler zu machen. An den Titel verschwende ich keinen Gedanken, wir denken von Rennen zu Rennen“, sagte Wittmann.
 
Auf die Plätze zwei fuhr Miguel Molina  im Audi RS5 DTM.
auch Miguel Molina wurde mit Platz zwei endlich für seine Leistung belohnt
Foto: Audi-Motorsport

Ein grandioses Rennen fuhr auch Bruno Spengler. Im Mittelfeld mit Standartreifen gestartet, setzte er darauf nach dem Wechsel auf die Options-Reifen seinen Rückstand auf die Führenden wett machen zu können. Dieser Strategiepoker ging auf, nach seinem Wechsel auf die weicheren Optionsreifen ging Spengler wie ein heißes Messer durch die Butter durch das Feld. Sein Vortrieb wurde auf Platz drei liegend durch das Ende des Rennens gestoppt drei gestoppt. Die beiden Führenden Wittmann und Molina waren für Spengler uneinholbar enteilt.

Bruno Spengler holt nach grandioser Aufholjagd einen verdienten dritten Platz
Foto: BMW-Motorsport
 
Die Krise bei Mercedes scheint noch nicht überwunden, bester Mercedes-Pilot wurde Robert Wickens auf Platz 11.
 
Das erste Rennwochenende der DTM in Ungarn seit 26 Jahren verfolgten insgesamt 33.000 Zuschauer.

Rennergebnis Budapest (Top-Five):
 
1. Marco Wittmann (BMW),
2. Miguel Molina (Audi),
3. Bruno Spengler (BMW),
4. Edoardo Mortara (Audi),
5. Adrien Tambay (Audi).
 
Meisterschaftsstand nach drei Rennen (Top-Five):
 
1. Marco Wittmann (50 Pkt.),
2. Mike Rockenfeller (31 Pkt.),
3. Edoardo Mortara (27 Pkt.),
4. Miguel Molina (26 Pkt.),
5. Adrien Tambay (26 Pkt.).
 
Konstukteurswertung nach drei Rennen:
 
1. Audi  (144 Pkt.),
2. BMW  (118 Pkt.),
3. Mercedes ( Pkt.).