Sonntag, 17. September 2017

TCR: Files siegt vor Halder – Entscheidung fällt am Hockenheimring

  • Fünfter Saisonsieg für den Titelverteidiger – nun 78 Punkte Vorsprung auf Halder
  • Luca Engstler wird Sechster und damit erneut bester Rookie
  • Großes Finale der ADAC TCR Germany am kommenden Wochenende in Hockenheim
Podium vom Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Entscheidung in der Meisterschaft der ADAC TCR Germany vertagt: Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat das zwölfte Rennen der Tourenwagenserie des ADAC auf dem Sachsenring gewonnen, weil sein Verfolger Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) aber Zweiter wurde, wird der Titelkampf erst am kommenden Wochenende inHockenheim entschieden. Honda Civic TCR-Fahrer Files hat nun 357 Punkte auf dem Konto undda mit 78 mehr als Seat Leon TCR-Pilot Mike Halder – beim Finale in Hockenheim kommt es zum Höhepunkt im spannenden Zweikampf um den Titel.

„Warum muss mir Mike das nur antun?“, sagte Files lachend: „Nein, im Ernst. Natürlich will er gewinnen, das möchte ich auch. Die Meisterschaft ist wichtig, aber am meisten Spaß habe ich, wenn ich Rennen gewinne. Das steht im Vordergrund. Das Auto war toll, der Kampf zwischen Mike und mir auch. Aber zum Ende hin hatte ich alles im Griff.“

Dritter wurde Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) vor Lokalmatador Steve Kirsch (38,Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) und Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V.), der am Vortag im Audi RS3 LMS seinen ersten Sieg überhaupt gefeiert hatte. Luca Engstler (17, WIggensbach, Liqui Moly Team Engstler) wurde im VW Golf GTI TCR Sechster, der Führende der Honda Rookie Challenge feierte damit einen weiteren Erfolg in der Nachwuchswertung der ADAC TCR Germany.

Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) folgte als Siebter vor Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) im VW sowie den beiden Audi-Fahrern Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) und Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V.). Files, der von der Pole Position ins Rennen gegangen war, startete stark und setzte sich zunächst von der Konkurrenz ab. Mike Halder allerdings machte sich prompt auf die Verfolgung: Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot arbeitete sich von Startplatz fünf aus erst auf drei vor, überholte dann auch noch Kris Richard und war zu Beginn der zweiten Runde Zweiter.

Und Halder, der bereits im Vorfeld angekündigt hatte, Files noch ärgern zu wollen, machte Druck auf den Champion. Runde für Runde kam der 21-Jährige dem Honda Civic TCR des Briten näher, doch auch der Gejagte hielt entschlossen dagegen. Das Duell, das die Fans der ADAC TCR Germany in diesem Jahr schon mehrfach beobachten durften, setzte sich zunächst fort: Halder machte Druck, Files versuchte, die Angriffe abzuwehren. Und das mit Erfolg: In der zweiten Phase des Rennens setzte sich der Mann aus Norwich wieder ab, Halder konzentrierte sich fortan darauf, seinen zweiten Platz zu verteidigen.

Dahinter fanden zahlreiche Positionskämpfe statt, und Steve Kirsch war schnell erster Verfolger des Spitzentrios. Für den Lokalmatador, der am Vortag ausgeschieden war, nahm das Heimspiel mit dem guten vierten Rang letztlich ein versöhnliches Ende. Van der Linde, der auch im ADAC GT Masters an der Seite seines Bruders Kelvin startet, wehrte die Angriffe von Luca Engstler stark ab und war erneut bester Audi, während Hari Proczyk seinen Aufwärtstrend aus den vergangenen Wochen auch am Sachsenring bestätigte.

Die Entscheidung in der Tourenwagenserie des ADAC fällt somit am kommenden Wochenende beim großen Finale in Hockenheim. Dort sind im Idealfall 85 Punkte zu vergeben, Halder hat somit weiterhin Chancen auf den Titel.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany:

Mike Halder
(Zweiter, Wolf-Power Racing): „Ich gebe nicht auf. Das war sehr gutes Rennen. Ich hatte einen super Start, konnte gleich Kris Richard überholen und mich an die zweite Stelle setzen. Ich habe stark gepusht, um Josh noch einzuholen, kam zwischendurch auch näher an ihn ran. Aber meine Vorderreifen haben ab der Hälfte des Rennens abgebaut und ich konnte zum Schluss nicht mehr ganz die Pace von Josh mitgehen. Ich habe Punkte gesammelt für die Meisterschaft, die ja immer noch nicht final entschieden ist. In der nächsten Woche werde ich wieder angreifen, denn natürlich wäre es noch schön, irgendwann mal Erster zu werden. Ich war bisher ziemlich oft auf dem Podium, immer Zweiter oder Dritter, nie Erster. Wir kämpfen hart und vielleicht gelingt es uns in Hockenheim.“


Kris Richard (Dritter, Target Competition): „Das war ein gutes Rennen, auch wenn ich anfangs das Tempo nicht ganz mitgehen konnte. Ich bin happy, dass es geklappt hat, und jetzt freue ich mich aufs Wochenende in Hockenheim.“

Luca Engstler (Sechster und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler): „Ich habe im Rennen nicht zu viel Harakiri gemacht, sondern Punkte mitgenommen für die Gesamtwertung. Mein Fokus liegt auf der Gesamtwertung. Jetzt ist das Ziel einfach, schnellster Golf zu sein und in der Gesamtwertung noch viele Punkte zu sammeln. Ich fahre heute noch nach Hause, gehe Montag, Dienstag noch in die Schule und dann geht's ab nach Hockenheim.“

Albert Deuring (Technischer Leiter Target Competition): „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Das war ein hartes Wochenende. Gut angefangen, Qualifying sehr schwierig, viel Glück gehabt, dass wir vorgerutscht sind. Toller Abschluss. Wenn es nach mir geht, hätten wir es hier schon klarmachen können.“

Mercedes-AMG dominiert zweites Qualifying auf dem Sachsenring

  • Erste Pole-Position im ADAC GT Masters für Yelmer Buurman
  • DTM-Star Edoardo Mortara startet von Rang drei
  • SPORT1 übertragt Rennen am Sonntag ab 13.00 Uhr live
Yelmer Buurmann holt die Pole für Merfcedes
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Mercedes-AMG war im zweiten Qualifying des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring das Maß der Dinge: Gleich vier GT3-Sportwagen mit Stern platzierten sich auf den ersten vier Positionen. Yelmer Buurman (30/NL, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) war in der erneut sehr engen Session nur 0,035 Sekunden schneller als Markenkollege Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) und sicherte sich seine erste Pole-Position in der "Liga der Supersportwagen". DTM-Pilot Edoardo Mortara (30/I, BWT Mücke Motorsport) fuhr bei seinem Debüt im ADAC GT Masters auf Platz drei. Das zwölfte Saisonrennen wird von SPORT1 ab 13.00 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Buurman, der sein erstes Rennwochenende für die Zakspeed-Mannschaft bestreitet, stellte mit 1.17,333 Minuten einen neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord auf dem Sachsenring auf. "Das habe ich nicht erwartet", so der Niederländer. "Ich dachte nicht, dass ich unter die ersten Drei fahren würde. Aber das Auto war phantastisch. Am Anfang war es recht schwierig, da der Asphalt sehr kalt war. Es hat etwas gedauert bis die Reifen auf Temperatur waren. Ich war zwar nur knapp schneller, aber Platz eins ist Platz eins. Wenn im Rennen alles gut läuft, sollten wir eine Chance auf den Sieg haben."

Mercedes-AMG-Markenkollege Maximilian Götz musste sich trotz zwei Sektorenbestzeiten am Ende mit dem zweiten Startplatz begnügen. Dahinter platzierte sich DTM-Pilot Edoardo Mortara, der in seinem ersten Zeittraining im ADAC GT Masters gleich auf Platz drei fuhr. Luca Ludwig (28/Bornheim, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) komplettierte das Mercedes-AMG-Quartett an der Spitze der Klassements.

Fünfter wurde Audi-Pilot Christopher Haase (29/Kulmbach, Montaplast by Land-Motorsport) vor Marco Mapelli (30/I, Team HB Racing) im schnellsten Lamborghini Huracán. 15 Fahrer qualifizierten sich auf der 3,645 Kilometer langen Berg-und-Tal-Bahn innerhalb von knapp einer Sekunde.

Samstag, 16. September 2017

Audi-Duo De Phillippi/Mies wahrt Titelchance mit Sachsenring-Sieg

  • Vorjahreschampions wahren mit Erfolg Chancen auf Titelverteidigung
  • Platz zwei und Rookie-Sieg für Sylvest/Buurman im Mercedes-AMG
  • Lokalmatador Kirchhöfer und Niederländer Dontje werden Dritte

Von der Pole-Position zum Sieg: Die Audi-Fahrer Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport waren auf dem Sachsenring im elften Rennen des ADAC GT Masters nicht zu schlagen. Dank ihres zweiten Saisonsiegs haben sie weiterhin Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der "Liga der Supersportwagen". Die weiteren Podestplätze gingen an die Mercedes-AMG-Duos Nicolai Sylvest (20/DK)/Yelmer Buurman (30/NL, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) und Indy Dontje (24/NL)/Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). "Wir sind wieder da, wo wir hingehören", jubelte Mies. "Ich freue mich für das ganze Team. Es hat zuletzt wirklich hart gearbeitet und uns diesen Erfolg ermöglicht."

Führungsduo setzt sich ab

Pole-Setter de Phillippi verteidigte beim Start die Führung, Mercedes-AMG-Pilot Nicolai Sylvest verbesserte sich auf den zweiten Platz und setzte den führenden Audi unter Druck. Im spannenden Kampf um die Spitze setzten sich De Phillippi und Sylvest bis zu den Pflichtboxenstopps um mehr als zehn Sekunden von ihren Verfolgern ab.
Das Führungsduo setze sich bereits in der Anfangsphase des Rennens deutlich vom Feld ab
Foto: Jens Hawrda
Nach den Fahrerwechseln bestimmte De Phillippis Partner Christopher Mies das Geschehen. Der Audi-Pilot baute seinen Vorsprung auf Yelmer Buurman, der von Sylvest übernommen hatte, zwischenzeitlich auf mehr als drei Sekunden aus. Zwar schob eine späte Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Patric Niederhauser (25/CH, Aust Motorsport) das Feld noch einmal zusammen, doch danach fuhr Mies seinen neunten ADAC GT Masters-Laufsieg souverän ins Ziel. Durch den Start-Ziel-Sieg verbesserten sich De Phillippi/Mies mit nun 96 Zählern auf den dritten Meisterschaftsrang. Bei drei noch ausstehenden Rennen und 33 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Jules Gounon (22/F, Callaway Competition), können sie weiterhin von einer erfolgreichen Titelverteidigung träumen.

Sylvest und Buurman mussten sich um 0,9 Sekunden geschlagen geben. Es war der erste Podestplatz der Saison für den Mercedes-AMG mit der Startnummer 20 und der erste Junior-Sieg des Jahres für Sylvest. Zur Freude der sächsischen Fans gelang Lokalmatador Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg) zusammen mit Indy Dontje (24/NL, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) in einem weiteren Mercedes-AMG als Dritter der Sprung auf das Podest.
Phillipp Eng ist mit Platz vier weiter im Titelrennen
Foto: Jens Hawrda
Dank Platz vier machte der Tabellenzweite Philipp Eng (27/A, BMW Team Schnitzer), der sich den BMW M6 mit Nick Catsburg (29/NL) teilte, zehn Punkte im Titelkampf gut. Der Österreicher liegt nun 28 Punkte hinter Tabellenführer Jules Gounon, der gemeinsam mit Teamkollege (31/NL, beide Callaway Competition) auf Rang neun ins Ziel kam. Fünfte wurden bei ihrem ersten gemeinsamen Einsatz Kelvin van der Linde (21/ZA) und sein jüngerer Bruder Sheldon (18/ZA, beide Aust Motorsport) in ihrem Audi R8. Der Tabellenvierte Kelvin van der Linde wahrte damit ebenfalls seine Titelambitionen.

Die ADAC GT Masters-Debütanten Alessio Picariello (24/B) und Jamie Green (35/GB, beide BWT Mücke Motorsport) fuhren mit ihrem Audi auf Platz sechs vor Klaus Bachler (26/A) und Alex MacDowall (26/GB, beide Schütz Motorsport) im besten Porsche 911. Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) verbesserten sich vom 18. Startplatz bis ins Ziel um zehn Positionen und belegten Rang acht. Den letzten Punkt sicherten sich die Porsche-Piloten Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport).
Das Siegerpodest vom Samstag
Foto: Jens Hawrda
Stimmen der Sieger:

Connor De Phillippi (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): "Das Rennen lief gut. Wir starteten von der Pole-Position und machten keine Fehler. Bereits zum Boxenstopp hatten wir einen kleinen Vorsprung. Der Fahrerwechsel verlief nach Plan. Chris fuhr danach sehr gut, lediglich als das Safety-Car am Ende rauskam wurde es noch einmal eng. Das Rennen morgen wird noch einmal spannend. Aber ich bin mir sicher, Chris macht noch einmal einen so guten Job und wir holen weitere Punkte. Hoffentlich schaffen wir es unter die Top-Fünf."

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): "Das Rennen war gut. Ich bin nach dem Fahrerwechsel als Führender auf die Strecke gefahren und hatte einen Vorsprung von rund zwei Sekunden. Danach hatte ich Pech mit dem Verkehr, habe Schmutz mit den Reifen aufgesammelt und dadurch etwas Zeit verloren. Zum Glück kam das Safety-Car raus, den dadurch konnten sich die Reifen wieder erholen."

TCR Premierensieg für Audi-Pilot Sheldon van der Linde

  • der Südafrikaner siegt vor Harald Proczyk und Mike Halder
  • Pole-Setter Luca Engstler wird Vierter und erneut bester Rookie
  • Josh Files wird Fünfter - Vorsprung auf Halder schmilzt
Sheldon van der Linde holt ersten Sieg in der TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) hat seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert. Der 18-Jährige siegte im Audi RS3 LMS souverän vor Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) im Seat Leon TCR und dem von der ADAC Stiftung Sport geförderten Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) in einem weiteren Seat. Damit verkürzte Halder den Rückstand auf Spitzenreiter Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) auf 71 Punkte - noch sind in der ADAC TCR Germany drei Rennen zu fahren.

Van der Linde, der zudem im ADAC GT Masters an der Seite seines Bruders Kelvin startet, war überglücklich über seinen Premierensieg. "Mein Start war toll, und dann kam ich relativ schnell an Hari vorbei", sagte der 18-Jährige, der in der Gesamtwertung nun Dritter ist: "Das war ein tolles Rennen Ich bin super glücklich, dass es geklappt hat mit dem ersten Sieg. Danke ans Team, dieser Erfolg ist für sie!"

Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der sich am Vortag als erster Rookie überhaupt die Pole Position gesichert hatte, kam im VW Golf GTI TCR als Vierter ins Ziel und verwies Honda Civic TCR-Fahrer Josh Files auf Platz fünf. Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda, Tim Zimmermann (21, Langenargen, Target Competition) und Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) im Audi sowie Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) im Honda und Audi-Fahrer Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) komplettierten die Top Ten.

Proczyk und van der Linde übernahmen nach dem Start noch in der ersten Runde die Führung von Polesetter Engstler. Audi-Pilot van der Linde überflügelte kurz darauf auch den vor ihm fahrenden Proczyk und zog auf und davon. Dahinter duellierten sich Halder, Engstler, Steve Kirsch (38, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) um Platz drei - dabei kam es zu einem Kontakt, in dessen Folge Kirsch mit seinem Honda ins Kiesbett rutschte. Dadurch musste das Safety Car für zwei Minuten auf die Strecke. Auch nach dem Restart blieb van der Linde in Führung und stellte schließlich seinen ersten Sieg sicher, dahinter kamen Proczyk und Halder ins Ziel.

In der Verfolgergruppe im Kampf um Rang vier geriet Oestreich unter Druck. Zunächst überholte Rookie Engstler den Honda von Oestreich, dann zog auch Files mit einem sehenswerten Manöver am 25-Jährigen aus Fulda vorbei.

Das vorletzte Rennwochenende der ADAC TCR Germany endet mit dem zweiten Lauf am Sonntag (10.50 Uhr). In diesem wird Josh Files als Zehnter des Qualifyings auf der Pole Position stehen. Zunächst war der Brite als Elfter geführt worden, weil jedoch Seat-Pilot Alex Morgan (30, Großbritannien, Wolf-Power Racing) aufgrund einer zu geringen Menge Benzin im Tank nachträglich disqualifiziert wurde, rückte Files auf den zehnten Platz vor und erbte so den besten Startplatz für das Sonntagsrennen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany:

Harald Proczyk (Zweiter, HP Racing): "Ich bin ganz happy, dass wir momentan ganz gut dabei sind. Sheldon war heute in einer eigenen Liga, den Sieg hat er sich absolut verdient. Ich war froh, dass ich ein ganz ruhiges Rennen hatte, und nach vorne wäre nichts möglich gewesen. Ich konnte mir mein Rennen ganz gut einteilen. Heute war es gut, vielleicht klappt es ja morgen auch nochmal."

Mike Halder (Dritter, Wolf-Power Racing): "Der Start und die ersten Runden waren sehr, sehr gut. Ich konnte Haris Tempo zunächst mitgehen, aber danach musste ich mich auch nach hinten verteidigen. Ich freue mich natürlich riesig, auf dem Podium zu stehen. Josh ist fast nicht mehr einzuholen, aber wir versuchen es natürlich. Wir wollen das Beste aus der Situation machen, und ich möchte so viele Punkte wie möglich holen."

Luca Engstler (Vierter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler): "Beim Start haben mir die Nerven einen Strich durch die Rechnung gemacht, das gebe ich offen und ehrlich zu. Aber in meinem ersten Tourenwagenjahr kann man das entschuldigen, das wird mir nicht mehr passieren. Ich kämpfe hier gegen die besten Tourenwagenfahrer, da sind solche Fehler teuer. Am Schluss wollte ich mich ein bisschen zurückhalten, weil ich nicht so in die Meisterschaft eingreifen wollte. Mike und Josh sollen ihr Ding unter sich ausmachen."

Josh Files (Fünfter und im zweiten Rennen auf der Pole, Target Competition): "Das Rennen morgen ist extrem wichtig für uns. Heute war es gut, wir haben ein paar Sachen am Auto geändert, und ich hatte das Gefühl, dass ich dadurch besser angreifen konnte. Ich bin sehr zufrieden, das Ergebnis haben wir uns verdient."

Red Bull Air Race auf dem Lausitzring

Tausende Fans feiern sechsten Platz von Weltmeister Dolderer beim Qualifying

Matthias Dolderer holt im Qualifying Platz sechs
Foto: Jens Hawrda
Weltmeister Matthias Dolderer ist mit einem sechsten Platz beim Qualifying der siebten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 vor Tausenden Fans auf dem Lausitzring in sein Heimrennen gestartet. „Wir steigern uns von Runde zu Runde. Es ist eine gute Tendenz zu erkennen. Jetzt freue ich mich auf morgen und die Stimmung hier“, so der 47-jährige Tannheimer, der nun in der morgigen ersten Runde am Renntag auf Juan Velarde aus Spanien trifft. Den Sieg beim Qualifying sicherte sich an seinem 46. Geburtstag der Australier Matt Hall.

Das Qualifying der siebten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 auf dem Lausitzring wartete mit packender Action und denkbar knappen Entscheidungen auf. Am Ende hatte Geburtstagskind Matt Hall (46) aus Australien vor Tausenden begeisterten Fans in 50,227 Sekunden die Nase vorne und verwies Petr Kopfstein (Tschechische Republik/50.299) und Yoshihide Muroya (Japan/50.400) auf die Plätze. Lokalmatador Matthias Dolderer, der am Freitag 47 Jahre alt wurde, bestätigte mit einem sechsten Rang (50.751) seine aufsteigende Form und trifft nun in der morgigen ersten K.-o.-Runde des Renntages auf den Spanier Juan Velarde. Der Lausitzring ist nach 2010 und 2016 zum dritten Mal Austragungsort eines Red Bull Air Race.

„Ich bin nicht unzufrieden, wir steigern uns von Runde zu Runde. Es ist eine gute Tendenz zu erkennen“, so Dolderer. „Wir wissen wo der Fehler liegt. Du musst hier ans Limit gehen. Der heutige Tag war gut für das Selbstvertrauen. Jetzt freue ich mich auf morgen und die Stimmung hier. Die Leute hier auf der Tribüne vor unserm Hangar – das ist der Hammer. Das Motorsportfeeling hier auf dem Lausitzring ist für das Red Bull Air Race etwas ganz besonderes. Das ist ein einmaliges Gefühl hier.“

Im vergangenen Jahr flog Dolderer bei seinem Heimrennen auf Rang zwei und sicherte sich beim drauffolgenden Rennen in Indianapolis den WM-Titel. Zwei Rennen vor Ende der Saison liegt der 47-Jährige mit 27 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Martin Šonka (54 Punkte) aus der Tschechischen Republik auf Rang sechs im WM-Ranking. Den Piloten aus der Tschechischen Republik und seine drei engsten Verfolger Pete McLeod (50 Punkte) aus Kanada, Kirby Chambliss aus den USA (47 Punkte) und den Japaner Yoshihide Muroya (44 Punkte) trennen aktuelle gerade einmal zehn Punkte voneinander.

Der Stopp auf dem Lausitzring ist das erste Rennen 2017, das über dem Festland stattfindet und zugleich auch das erste auf einem Speedway-Track. Es ist nicht nur ein richtungsweisender Event mit Blick auf die Meisterschaft, sondern auch eine gute Vorbereitung auf das Saisonfinale Mitte Oktober auf dem Indianapolis Motor Speedway.

ServusTV zeigt am Sonntag, den 17. September, die Round of 14 live ab 14.45 Uhr (bis 15.50 Uhr) und das Finale live ab 16.50 Uhr. Über den Red Bull Air Race Webcast können das Rennen und die Pressekonferenz live verfolgt werden.  Live dabei ist auch Sport1 am Sonntag, den 17. September, ab 16.00 Uhr. Am Montag, den 18. September, und Dienstag, den 19. September, folgen die Highlights im Free-TV auf Sport1, Sport1+ zeigt am 23. und 26. September ebenfalls nochmals die Highlights vom Lausitzring.

Tickets für die Rückkehr des Red Bull Air Race auf den Lausitzring am 16./17. September sind nach wie vor erhältlich. Alle Neuigkeiten und weitere Informationen, u.a. zu den Tickets: www.redbullairrace.com.