Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) hat sich beim ersten Qualifying zum Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim die Pole-Position gesichert. Der Österreicher fuhr in 1:49.164 Minuten zu seiner Debüt-Pole in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Bei feuchten Bedingungen und lediglich elf Grad Streckentemperatur setzte der Porsche-Pilot, der sich das Auto mit Colin Bönighausen (21/Isernhagen) teilt, auf Regenreifen.
„Es ist richtig genial! Nach mehreren Rennsiegen war es immer noch ein Ziel, endlich auch eine Pole-Position einzufahren. Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl und wusste, wenn ich die Runde richtig treffe, geht es ganz weit nach vorne. Wir haben zuerst eine Runde auf Regenreifen gesetzt und sind dann zurück an die Box. Für mich war aber recht schnell klar, dass die verbleibende Zeit nicht mehr ausreichen wird, damit die Strecke für Slicks bereit wird. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn die Konkurrenten zum Ende nochmal sehr nah gekommen sind.“
Mit lediglich zwölf Grad und bewölktem Himmel begann das Qualifying als „Wet Session“. Im Verlauf der Session klarte der Himmel zwar etwas auf und die Strecke trocknete ab, die schnellsten Zeiten setzten aber Piloten auf Regenpneus. Hinter Pichler machte Mark Kastelic (18/SLO) die erste Startreihe für Razoon perfekt. Der Slowene setzte schon früh die erste Bestzeit und war immer wieder vorne, musste sich schließlich aber seinem Teamkollegen mit 0,126 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing) gelang im Audi die drittschnellste Zeit mit 0,152 Sekunden Rückstand.
Titelkandidaten weit auseinander
Rang vier sicherte sich der Meisterschaftszweite Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 mit 0,347 Sekunden Rückstand. Vor den beiden Finalrennen fehlen ihm und Teamkollege Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus) fünf Punkte auf die Tabellenspitze. Direkt hinter ihm geht mit Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford Mustang der dritte potenzielle Titelkandidat ins Rennen. Ihm fehlten auf seiner schnellsten Runde 0,773 Sekunden. Das Team hatte gepokert und war lange in der Box geblieben, um zum Ende eine richtig schnelle Zeit zu setzen, die Blum aufgrund von Verkehr auf der Strecke allerdings nicht gelang. Der Österreicher und sein Teamkollege Niklas Kalus (21/Duisburg) sind 48 Punkte von Platz eins entfernt.
Ein schwieriges Qualifying war es für die Tabellenführer von FK Performance Motorsport. Tim Zimmermann (30/Langenargen) hatte sich zur Hälfte der Session mit dem Team für Slickreifen entschieden. Seine Rundenzeiten wurden stetig besser, gegen die Autos mit Regenreifen hatte er allerdings keine Chance. Mit Leyton Fourie (21/ZAF) wird er das Rennen von Startplatz elf aus in Angriff nehmen.