Samstag, 17. Oktober 2026

ADAC GT Masters: Fahrerlagerradar vom Hockenheimring

Weltmeisterliche Ehren, Feiermeile und ein wahrer Kraftakt. Der Fahrerlager-Radar vom Finale auf dem Hockenheimring.


Boxengasse wird zur Feiermeile

Am Ende des Sonntagsrennens verwandelte sich die Boxeneinfahrt zu einem spektakulären Podium. Vor einer riesigen LED-Wand durften die neuen Champions Felix Hirsiger und Finn Zulauf ihren Erfolg mit ihrem gesamten Liqui Moly Team Engstler Motorsport gebührend feiern. Nach der Pokalübergabe durfte selbstverständlich auch der Champagner nicht fehlen, von dem diesmal alle Teammitglieder etwas abbekamen.

Mammutaufgabe für Razoon

Eine wirkliche Herausforderung wartete am Finalwochenende auf die Truppe von Razoon – more than Racing. Im Samstagslauf verlor Colin Bönighausen in Kurve eins den Porsche 911 GT3 R und schied aus. Die bittere Nachricht: Ein neues Chassis wurde gebraucht. Kurz entschlossen wurde bei Porsche in Weissach eingekauft. „Das neue Chassis kam am Abend gegen 22 Uhr“, erklärte der technische Leiter Stefan Ramseder. „Keiner hat hier geschlafen, sondern wir haben die ganze Nacht gearbeitet. Vielen Dank an die Jungs und Mädels.“ Ins Sonntagsrennen konnten Bönighausen und Pichler zwar nicht starten, doch 15 Minuten vor dem Ende war der Porsche ready to go und wurde für ein Roll-Out auf die Strecke geschickt – unter tobendem Applaus der Tribünen. Eine meisterliche Reparaturleistung.

Fulinracing Academy schnuppert ADAC GT Masters-Luft

Zum finale war ein weiterer Audi R8 LMS GT3 Evo 2 im Starterfeld der GT3-Nachwuchsliga des ADAC zu finden. Das tschechische Team Fulinracing Academy rund um Petr Fulin wollte sich einen Eindruck von der Rennserie verschaffen. Mit Erfolg: Das Duo Fulin/Gerhard Tweraser gewann in beiden Läufen die Pro-AM-Wertung und bewegte sich mit den Rängen sieben und acht im vorderen Mittelfeld.

Weltmeisterliche Pokalübergabe

Im Samstagslauf duften die Sieger des ADAC GT Masters weltmeisterliche Ehren empfangen. Kein geringerer als der neunfache Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier übergab die Pokale an die Zweitplatzierten Finn Zulauf und Felix Hirsiger. Ogier schnupperte selbst bereits ADAC GT Masters-Luft. Der Franzose startete 2014 zusammen mit Markus Winkelhock für Prosperia C. Abt Racing als Gaststarter am Lausitzring. Gemeinsam erzielten sie Position acht im zweiten Lauf.

Danke an alle Fans

2026 lockten die Meisterschaftsentscheidungen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg erneut unzählige Fans zum Finale. Insgesamt 112.000 Begeisterte reisten an und staunten auch über die engen Duelle und spannenden Rennen des ADAC GT Masters.

Knoten endlich geplatzt

Im ersten Lauf in Hockenheim durften Niklas Kalus und Kiano Blum endlich auf das oberste Treppchen bei der Siegerehrung steigen. Über die Saison hatte das Duo insgesamt 72 Führungsrunden bei fünf unterschiedlichen Rennen gesammelt und am Ende trotzdem nie gewonnen. „Dieser Sieg ist eine unglaubliche Erleichterung“, strahlte Kalus. „Es war so schön, dass wir uns in diesem Rennen endlich nur aufs Fahren konzentrieren und Vollgas geben konnten, ohne dass uns irgendetwas eingebremst hat.“

Quelle: adac-motorsport.de