Sonntag, 17. April 2016

Doppelsieg für Josh Files bei Premiere der ADAC TCR Germany

  • SEAT-Pilot gewinnt auch den zweiten Lauf vor zwei Markenkollegen
  • Harald Proczyk und Jürgen Schmarl in Oschersleben auf den Plätzen zwei und drei
  • Gelungener Auftakt der ADAC TCR Germany

Josh Files (Seat) # 99 siegt auch am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Der Brite Josh Files (24, Target Competition) hat bei der Premiere der ADAC TCR Germany in der Motorsport Arena Oschersleben vor mehr als 20.000 Zuschauern am Wochenende einen Doppelsieg gefeiert. Nach seinem Auftakterfolg im ersten Rennen am Samstag siegte Files im SEAT Leon Cup Racer von Startplatz sechs auch im zweiten Lauf am Sonntag. Der ehemalige ADAC GT Masters-Pilot Harald Proczyk (40, HP-Racing) und Jürgen Schmarl (42, Target Competition) landeten auf den Plätzen zwei und drei. Auch die beiden Österreicher waren in einem SEAT unterwegs. „Ich bin überglücklich. Das Team hat wieder einen überragenden Job gemacht. Es war alles andere als leicht, ein hartes Stück Arbeit. Ich konnte mir aber eine kleine Lücke erarbeiten und diese zum Glück bis zum Schluss halten“, sagte Files, der das erste Rennwochenende der ADAC TCR Germany damit mit der Maximalausbeute von 50 Punkten beendete. Proczyk hat ebenso 30 Punkte wie VW Golf-Pilot Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One).
 
Leuchter hatte im ersten Rennen am Samstag im VW Golf GTI TCR Rang zwei belegt und wurde am Sonntag Vierter. Hinter Leuchter belegten die beiden SEAT-Piloten Mike Halder (20, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) und Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport) die Plätze fünf und sechs.
 
Steve Kirsch (36, Chemnitz, ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, und das SEAT-Trio Ronny Jost (27, Schweiz, TOPCAR Sport), Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) und Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria) komplettierte die Top 10. Mike Beckhusen (16, Berlin, Target Competition) belegte in einem weiteren SEAT Rang elf und durfte sich damit über den Klassensieg in der Junior-Wertung freuen.
 
„Die ADAC TCR Germany hat an diesem Wochenende mit einer tollen Premiere überzeugt“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk zum Debüt der neuen Serie. „Wir haben an diesem Wochenende tollen Sport gesehen. Sehr beeindruckt hat mich, dass das Feld in den ersten beiden Rennen sehr dicht zusammen lag.“

Durchfahrtsstrafe für Pole-Setter Antti Buri

Der von der Pole-Position ins Rennen gestartete Antti Buri fuhr sich zunächst ein kleines Polster heraus und hielt sich auch nach einer Safety-Car-Phase schadlos in Führung. Die Rennleitung ahndete dann aber ein Vergehen des Finnen während der Safety Car Phase mit einer Durchfahrtsstrafe, Buri verlor somit seine Spitzenposition an den Briten Files, der sie bis zum Schluss erfolgreich verteidigte.
 
Auch die beiden erfahrenen Österreicher Proczyk und Schmarl hielten ihre Positionen, während sich der von Rang acht gestartete Leuchter Schritt für Schritt nach vorne arbeitete. Files hatte letztlich 0,703 Sekunden Vorsprung auf Proczyk und 1,271 auf Schmarl. Dahinter folgte Leuchter dem 0,489 Sekunden auf das Podium fehlten. Buri (10,745) belegte trotz der Durchfahrtsstrafe Rang neun und holte damit zwei Punkte.
 
Die nächsten zwei Rennen der neuen Tourenwagenserie finden vom 29. April bis 1. Mai im Rahmen des ADAC GT Masters am Sachsenring statt.

Stimmen zum zweiten Saisonrennen der ADAC TCR Germany
das Siegerpodest vom Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda
Josh Files (Sieger, Target Competition):
„Das ist ein großartiges Ergebnis, es ist etwas überraschend, dass es so gut lief. Zwei Siege für mich sind toll, aber zwei Siege für das Team sind natürlich noch besser.“
 
Harald Proczyk (Zweiter, HP Racing):
„Das Wochenende war für uns positiv, es hat alles gut funktioniert. Es war ein umkämpftes und enges Rennen, ich bin ein paar Mal getroffen worden, aber das gehört einfach dazu. Insgesamt war das wirklich ein sehr schöner Auftakt für die ADAC TCR Germany.“
 
Jürgen Schmarl (Dritter, Target Competition): „Die Veranstaltung war top. Mit dem ADAC GT Masters gemeinsam zu starten, ist auch für uns Fahrer immer super. Wenn viele Leute an der Strecke sind, macht das einfach super viel Spaß. Meine Jungs haben uns speziell im zweiten Rennen ein super Auto hingestellt. Heute haben wir es endlich aufs Podium geschafft, und darüber sind wir megahappy. Wir hoffen, dass es so weitergeht.“
 
Mike Beckhusen (Elfter und bester Junior, Target Competition):
„Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Wochenende zufrieden. Im Qualifying und auch im ersten Rennen hatte ich ein paar kleine Probleme. Auch im zweiten Rennen war es ein harter Zweikampf. Umso mehr freut es mich, dass ich den auch zu meinen Gunsten entscheiden konnte und letztendlich mit meinem ganzen Team oben stehen konnte. Das macht einen sehr glücklich, wenn man als jüngster Fahrer mit dem ganzen Team oben stehen und sich auch für alle freuen kann.“

Titelverteidiger Ludwig holte Pole-Position für Rennen zwei in Oschersleben

  • Auftaktsieger Asch/Ludwig im Qualifying für zweites Rennen in Oschersleben vorn
  • ADAC GT Masters-Rekordsieger Keilwitz startet in neuer Corvette C7 von Platz zwei
holen Pole für Rennen zwei am Sonntag Asch/Ludwig
Foto: Jens Hawrda
Nach einem spannenden ersten Renntag beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters 2016 geht die Action in der Motorsport Arena Oschersleben am Sonntag weiter. Die beste Ausgangslage für das zweite Rennen erarbeiteten sich Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG - Team Zakspeed) im Mercedes-AMG. Die beiden Titelverteidiger und Sieger des ersten Rennens vom Samstag starten dank einer Bestzeit im Qualifying am Sonntagmorgen von Ludwig von der Pole-Position. Chancen auf eine gute Platzierung darf sich auch Callaway Competition ausrechnen: Daniel Keilwitz (26, Villingen), der sich eine neue Corvette C7 mit Jules Gounon (21, F) teilen wird, startet neben Ludwig aus Reihe eins. „Es hat perfekt gepasst“, so Luca Ludwig. „Ich hatte genau das richtige Timing, habe eine freie Runde erwischt und die Pirelli-Reifen waren auf optimaler Temperatur. Den Sieg von gestern heute nochmals zu wiederholen, wird allerdings trotz der Pole-Position sehr schwierig.“
 
Auf abtrocknender Strecke nach einem nächtlichen Regenschauer wurde das Qualifying zu einem Krimi. Lange Zeit lag Christopher Haase (28, Kulmbach/Car Collection Motorsport) im Audi R8 an der Spitze, ehe die Zeiten in den finalen Minuten noch stark sanken. Schlussendlich gelang Ludwig in 1.26,935 Minuten der schnellste Umlauf, Haase geht von Position elf ins Rennen.
 
Mit zwei Zehntelsekunden Rückstand setzte Keilwitz die zweitschnellste Runde – gute Voraussetzungen für den ADAC GT Masters-Rekordsieger und seinen Teamkollegen Jules Gounon in der neuen Corvette C7. Die zweite Startreihe ist in Audi-Hand, Laurens Vanthoor (24, B/kfzteile24 - APR Motorsport) und Christopher Mies (26, Heiligenhaus/Montaplast by Land-Motorsport), starten von den Positionen drei und vier. In der dritten Startreihe steht Christian Engelhart (29, Kösching/GRT Grasser-Racing-Team) im besten Lamborghini Huracán sowie eine weitere Callaway-Corvette mit Dominik Schwager (39, Eisenhofen).
 
Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 - APR Motorsport) in einem weiteren Audi R8, Felix Rosenqvist (24, S/AMG-Team Zakspeed) in einem Mercedes-AMG, Jordan Lee Pepper (19, ZA/Bentley Team ABT) im bestplatzierten Bentley Continental sowie Porsche-Pilot Martin Ragginger (27, A/Precote Herberth Motorsport) komplettieren die Startreihen vier und fünf.

Samstag, 16. April 2016

Josh Files gewinnt Premierenrennen der ADAC TCR Germany

  • Der SEAT-Pilot setzt sich gegen VW-Fahrer Leuchter durch
  • Dominik Fugel setzt sich in der Juniorwertung durch
  • Zweites Rennen am Sonntag, SPORT1+ überträgt live
das Podium vom Premierenrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Gelungene Premiere der ADAC TCR Germany: Im Debütrennen der neuen Tourenwagenserie des ADAC hat Josh Files (24, Großbritannien, Target Competition) im SEAT Leon Cup Racer einen überzeugenden Sieg gefeiert. Am Samstagmittag setzte sich Files in Oschersleben gegen Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) im VW Golf GTI TCR und Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport) in einem weiteren SEAT durch.
 
Die Fans in der Motorsport Arena erlebten eine tolle Premiere. Nach dem Start übernahm Leuchter im VW die Führung, nachdem Pole-Setter Steve Kirsch (36, Chemnitz, ADAC Sachsen e.V.) im Honda Civic TCR bei der Anfahrt zur ersten Kurve einen Umweg nehmen musste und weit zurückfiel. Aufgrund einer Startkollision zwischen ADAC Formel 4-Umsteiger Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) und Youngster Mike Beckhusen (16, Berlin, Target Competition) ging in der Startrunde für zehn Minuten das Safety Car auf die Bahn.
ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk überreicht Trophäen bei der Siegerehrung
 
Während Leuchter die Führung nach dem Restart verteidigte, lauerte Files beharrlich auf seine Chance und zog knapp neun Minuten vor dem Ende am VW-Piloten Leuchter vorbei. Einmal vorne, ließ sich der 24 Jahre alte Brite die Führung nicht mehr nehmen. Schnell fuhr Files ein Polster heraus und siegte mit 3,818 Sekunden Vorsprung vor Leuchter und Eberle.
 Hinter dem Trio folgte der ehemalige ADAC GT Masters-Pilot Harald Proczyk (40, Österreich, HP-Racing) vor seinen SEAT-Markenkollegen Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport), Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) und Mike Halder (20, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler). Pole-Setter Steve Kirsch belegte den achten Platz vor den SEAT-Piloten Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria) und Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition).  Der Sieg in der Junior-Wertung ging an Dominik Fugel (19, Oberlungwitz, Team Honda ADAC) im Honda Civic TCR.
Antti Buri startet im zweiten Rennen am Sonntag von der Pole
 
Im zweiten Rennen am Sonntag wird Antti Buri auf der Pole-Position stehen. Er belegte im Qualifying für das erste Rennen in seinem SEAT Leon Cup Racer in 1:36:488 Rang zehn. Im zweiten Rennen starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge.
Stimmen zur ADAC TCR Germany:
Josh Files (Sieger, Target-Competition): „Ich bin zum ersten Mal mit SEAT gefahren, und es ist auch mein erstes Mal in der Motorsport Arena Oschersleben. Von daher freut mich der Sieg umso mehr. Erst Mitte der Saison werden wir wohl auf den Opel umsteigen. Der Start ist entscheidend, und man muss mit Köpfchen fahren. Wenn ich morgen genauso konzentriert und ruhig fahre, kann ich wieder gewinnen.“
 
Benjamin Leuchter (Zweiter, Racing One): „Target Competition muss man auch für morgen auf dem Zettel haben. Ich persönlich bin mega happy. Das ist das allererste Podium für den Golf GTI TCR. Das macht mich persönlich stolz.“
 
Pascal Eberle (Dritter, Steibel Motorsport): „Das lief heute perfekt. Mit dem dritten Platz hätten wir nie gerechnet. Das ist einfach unglaublich. Das Auto hat zum Ende hin ein bisschen abgebaut. Aber dadurch, dass ich am Anfang im Speed mitgehen konnte, konnte ich eine große Lücke rausfahren, und damit war es dann auch zum Schluss hin nicht mehr extrem eng. Von daher bin ich superhappy.“

Honda-Pilot Kirsch holt die erste Pole der ADAC TCR Germany

  • Der Honda-Pilot sichert sich einen Eintrag in die Geschichtsbücher
  • Leuchter, Zimmermann und Eberle folgen auf den Plätzen
  • Rennen am Samstag und Sonntag live bei SPORT1 und SPORT1+
Steve Kirsch HONDA Civic TCR
Foto: Jens Hawrda
Der Honda-Pilot Steve Kirsch (36, Chemnitz, ADAC Sachsen e.V.) hat sich einen Eintrag in die Geschichtsbücher der ADAC TCR Germany gesichert. Der Sachse sicherte sich im ersten Qualifying der neuen Tourenwagenserie des ADAC die Pole-Position für das erste von zwei Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben. Kirsch bewies im spannenden und umkämpften Qualifying am Samstagmorgen mit seinem Honda Civic TCR Nervenstärke und setzte in 1:35:589 Minuten die Bestzeit. Damit war er fünf Tausendstelsekunden schneller als Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One). Im VW Golf GTI TCR kam Leuchter auf 1:35:594 – der ehemalige ADAC Formel 4-Pilot Tim Zimmermann (19, Langenargen am Bodensee, Liqui Moly Team Engstler) sicherte sich mit 1:35:829 in einem weiteren VW Golf GTI TCR die dritte Startposition vor Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport) im Seat Leon.
 
„Ich freue mich sehr, für Honda die erste Pole in der ADAC TCR Germany gewonnen zu haben. Es war nicht einfach, da einige Stellen der Strecke noch feucht waren. Meine schnellste Runde wollte ich schon abbrechen, habe sie aber dann trotzdem fortgesetzt, und es hat alles geklappt. Es ist toll, der erste Pole-Setter der ADAC TCR Germany zu sein“, sagt Kirsch.
 
Im zweiten Rennen am Sonntag wird Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) auf der Pole-Position stehen. Er belegte im Qualifying für das erste Rennen in seinem SEAT Leon Cup Racer in 1:36:488 Rang zehn. Im zweiten Rennen starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge – Pole-Setter Steve Kirsch wird im zweiten Lauf also von Platz zehn starten. Neben dem Finnen startet Kai Jordan im VW Golf GTI TCR am Sonntag aus der ersten Reihe, Reihe zwei teilen die beiden österreichischen Seat-Piloten Jürgen Schmarl (42, Target Competition) und Harald Proczyk (40, HP-Racing).
 
Schon im Qualifying ging es eng zu, entsprechend können sich die Zuschauer an der Strecke in der Motorsport Arena Oschersleben auf ein spannendes Rennen freuen. Um 12.00 Uhr startet das erste Rennen der ADAC TCR Germany, das Deutschlands führender Sportsender SPORT1 live überträgt. Rennen 2 am Sonntag (11.55 Uhr) wird bei SPORT1+ zu sehen sein.

So läuft das Qualifying in der ADAC TCR Germany

Im Qualifying haben alle Fahrer zunächst 20 Minuten Zeit, sich einen Platz unter den Top 12 zu sichern. Diese zwölf Fahrer treten anschließend in einem „Shoot Out“ gegeneinander an und kämpfen um die Pole-Position. In den zweiten Lauf starten die zehn Schnellsten des Shoot Outs in umgekehrter Reihenfolge, der Zehntplatzierte startet so im zweiten Rennen von Position eins, der Fahrer, der die Pole-Position im ersten Rennen herausgefahren hat, geht im zweiten Lauf von Position zehn an den Start. Ab Position elf gehen die Piloten auch im zweiten Rennen in der Reihenfolge des Qualifyings ins Rennen.

Asch/Ludwig gewinnen beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters 2016

  • Packender Saisonauftakt des ADAC GT Masters in Oschersleben
  • Titelverteidiger Sebastian Asch und Luca Ludwig gewinnen erstes Rennen
  • De Philippi/Mies gewinnen Junior-Wertung, Ineichen siegt in der Trophy
die Meister des Vorjahres holen Sieg im ersten Saisonrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Das ADAC GT Masters hat seine ersten Sieger 2016: Im spannenden Auftaktrennen zur zehnten Saison der „Liga der Supersportwagen“ in der Motorsport Arena Oschersleben setzten sich die Titelverteidiger Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG- Team Zakspeed) durch. Das Duo behielt beim Renndebüt des Mercedes-AMG gegen die beiden Audi R8 des Teams Montaplast by Land-Motorsport mit Connor De Phillippi (23, USA)/Christopher Mies (26, Heiligenhaus) sowie Peter Hoevenaars (20, NL)/Marc Basseng (37, Löbau) nach einem Last-Minute-Überholmanöver die Oberhand. „Wir hatten gehofft, gut in die Saison zu starten, aber einen Sieg nicht erwartet“, jubelte Luca Ludwig, der den Mercedes-AMG ins Ziel fuhr. „Beim finalen Überholmanöver kurz vor Ende bin ich einfach auf volles Risiko gegangen, und es hat haarscharf für die Führung gereicht.“

Hamprecht führt im Bentley in der ersten Rennhälfte

Beim Sprint nach dem Start auf die erste, enge Kurve in Oschersleben setzte sich überraschend Fabian Hamprecht (20, Hagen/Bentley Team ABT) im Bentley Continental von Startplatz vier durch und ging als Führender in die erste Runde, gefolgt von Asch im Mercedes-AMG. Polesetter De Phillippi fand sich im Audi R8 auf Rang drei wieder. Auf den Rängen vier bis sechs folgten Markus Winkelhock (35, Berglen-Steinach/Phoenix Racing) in einem weiteren R8, Patrick Kujala (19, FIN/Bonaldi Motorsport) im Lamborghini Huracán und Patrick Assenheimer (23, Heilbronn/Callaway Competition) in einer Corvette C7.
 
Hamprecht führte bis zum Fahrerwechsel, musste beim Pflichtboxenstopp aber ebenso wie Asch eine Fünf-Sekunden-Strafe nach einem Startvergehen absitzen. Dadurch übernahm Mies im Audi in der zweiten Rennhälfte die Führung. Für Spannung sorgte dann eine Safety-Car-Phase nach einem Ausrutscher von Rahel Frey (30, CH). Ludwig erhielt im Mercedes-AMG wieder den Anschluss an den Spitzenreiter und setzte den Audi-Piloten in einem rundenlangen Duell unter Druck. In der vorletzten Runde wagte Ludwig dann einen Angriff und überholte seinen Kontrahenten spektakulär. Der Titelverteidiger verteidigte seine Führung bis ins Ziel und bescherte seinem Team einen Saisoneinstand nach Maß. De Phillippi/Mies folgten auf Platz zwei. Das Team Montaplast by Land-Motorsport durfte sich dabei über eine starke Teamleistung freuen: Mit einem perfekten Boxenstopp und einem starken Rennen von Peter Hoevenaars und Marc Basseng feierten die ADAC GT Masters-Neueinsteiger einen weiteren Podestplatz. Das war nicht der einzige Erfolg für die Audi-Mannschaft: De Phillippi/Mies und Hoevenaars/Basseng belegten auch die ersten beiden Positionen in der neuen Junior-Wertung. Pech hatte hingegen das Bentley-Duo Hamprecht und Guy Smith (41, GB), die nach einem Tempoverstoß in der Boxengasse und anschließender Durchfahrtsstrafe nicht mehr um den Sieg kämpfen konnten. Die Ränge vier und fünf belegten Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (27, A/beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche 911 respektive Jesse Krohn (25, FIN) und Martin Tomczyk (34, Rosenheim/beide Schubert Motorsport) im BMW M6.
 
Markus Winkelhock/Markus Pommer (25, Heilbronn) belegten im Audi beim ADAC GT Masters-Comeback von Phoenix Racing Rang sechs vor Jules Gounon (21, F) und ADAC GT Masters-Rekordsieger Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in ihrer Corvette C7, die neben Rang sieben auch als Dritte in der Junior-Wertung auf dem Siegerpost standen. Rolf Ineichen (37, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching/GRT Grasser-Racing-Team) wurden in einem Lamborghini Huracán Achte und holten sich den Sieg in der Trophy, der bisherigen Gentlemen-Wertung. Die Audi von Christiaan Frankenhout (34, NL)/Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Car Collection Motorsport) und Florian Stoll (34, Rickenbach)/Laurens Vanthoor (24, B/beide kfzteile24 - APR Motorsport) komplettierten die Top Zehn.
Luca Ludwig (l.) u. Sebastian Asch
Foto: ADAC-Motorsport
Stimmen der Sieger

Sebastian Asch (AMG - Team Zakspeed, Mercedes-AMG):
„Ganz ehrlich – ich hatte hier mit einer Audi-Party gerechnet. Die hatten bisher an diesem Wochenende den stärksten Eindruck hinterlassen. Umso glücklicher bin ich, dass wir diesen Sieg errungen haben. Mein Start war etwas unglücklich. Ich habe mich im Kampf mit Konkurrenten ein wenig aus der Spur drängen lassen. Dafür haben die Strafe kassiert, von der ich erst beim Fahrerwechsel erfahren habe. Ich dachte, wir hätten keine Chance mehr. Aber Luca hat in der zweiten Rennhälfte alles gegeben und Platz um Platz gutgemacht.“
 
Luca Ludwig (AMG - Team Zakspeed, Mercedes-AMG): „Unser Boxenstopp hat gut funktioniert. Anschließend sind mir ein paar Überholmanöver gelungen. Ich hatte mich mit Rang zwei zufrieden gegeben. Dann kam die Safety-Car-Phase und plötzlich war ich wieder am Führenden dran. Ohne das Safety Car hätten wir keine Chance mehr gehabt. Beim letzten Überholmanöver bin ich volles Risiko gegangen – und es hat geklappt. Dieser Sieg war hart erkämpft.“