Samstag, 27. Juni 2026

Sportbike: Geiger auf der Pole und Blin muss klotzen

Bei Temperaturen von 38 Grad verbesserte sich im zweiten Qualifying in der EURO MOTO Supersport mit Ausnahme des Tschechen Filip Novotný kein einziger Fahrer. Die besten Rundenzeiten aus der ersten Session im Autodrom Most blieben unangetastet. Dirk Geiger startet im Samstags-Lauf um 16:45 Uhr von der Pole Position. Dort stellt sich auch die Frage: Wie weit nach vorn kommt Daniel Blin?

Dirk Geiger triumphierte mit einer Rundenzeit von 1:34.857 Minuten und hatte einen Abstand von guten zwei Hundertstelsekunden zu seinem Apreco-Yamaha-Teamkollegen Lennox Lehmann aufgebaut. Gestern hatte den Mannheimer ein Motorschaden ausgebremst. Der Antrieb des Sachsen lief wegen einer defekten Batterie ebenfalls nicht rund. Heute war das vergessen. Weil es klar war, dass die Lufttemperaturen noch steigen würden, hatte das Team für die zwei Fahrer gleich beide Reifensätze im ersten Qualifying verwendet, um sich erfolgreich positionieren zu können. Geiger und Lehmann stand deshalb heute kein neues Material zur Verfügung.

Die beiden Deutschen liegen in der Gesamtwertung auf dem zweiten und dritten Rang. Die Führung hat Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) inne. Der polnische Ducati-Fahrer gewann bisher alle Rennen. Im Most startet der 24-Jährige nur vom 16. Platz. Im ersten Qualifying war er gestürzt und hatte dabei Glück, wenigstens eine gezeitete Runde absolviert zu haben. Dem Ducati-Fahrer geht es gut. Er wird das Rennen bestreiten, aber nur eine Aufholjagd kann ihn am Wochenende vor einem größeren Punkteverlust oder gar die Tabellenführung retten. Blins Teamkollege Marcel Brenner steht neben Geiger und Lehmann auf der dritten Startposition.

Für den vierten Startplatz qualifizierte sich Luca Göttlicher auf der einzigen MV Agusta im Feld. Damit schaffte es der Neuzugang der Marke ein weiteres Mal, das Motorrad in die Spitzengruppe zu führen. Die fünftschnellste Rundenzeit fuhr Marvin Siebdrath auf Honda. Das MCA-Team brachte mit dem Sachsen, dem Dänen Julius Ahrenkiel-Frellsen und dem Bayern Julius Caeser alle Teamfahrer in die Top Ten.

Siebdrath ist der Fahrersprecher in der EURO MOTO Supersport und hatte sich gestern in einer Besprechung gegen eine Verkürzung der Renndistanzen aufgrund der Hitze ausgesprochen. Dabei bleibt es auch. „Die Temperaturen sind grenzwertig. Das Fahren macht keinen Spaß. Aber wir betreiben hier Leistungssport und der macht eben nicht immer Spaß. Und alle 19 Fahrer haben die gleichen Bedingungen.“

Yamaha-Fahrer Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) vervollständigt die zweite Startreihe und Jonas Folger auf der Entwicklungs-KTM (Team Freudenberg) eröffnet die dritte.

EURO MOTO Supersport, Qualifying (Top-Ten)

1. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

3. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

4. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

7. Jonas FOLGER (DEU/KTM)

8. Filip FEIGL (CHE/Yamaha)

9. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

10.Julius Caesar RÖRIG (DEU/Honda)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Zuda setzt die Messlatte für die Pole in Most

Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) startet beim dritten Saisonwochenende der EURO MOTO Sportbike in Most von der Pole Position. Der Lokalmatador setzte bereits im ersten Qualifying am Samstagmorgen in 1:40,146 Minuten die Bestzeit und verteidigte diese auch im zweiten Zeittraining erfolgreich. Damit sicherte sich der Tscheche vor heimischem Publikum die beste Ausgangsposition für das erste Rennen am Samstagnachmittag. „Es ist hier definitiv nicht einfach zu fahren. Durch die hohen Temperaturen ist es körperlich sehr anstrengend. Umso glücklicher bin ich, dass wir das Motorrad so gut abgestimmt haben. Es funktioniert richtig gut und ich freue mich natürlich riesig, ausgerechnet hier in Most auf der Pole Position zu stehen“, sagte Zuda nach dem Qualifying.

Bruno Ieraci (RT Motorsports) qualifizierte sich mit einem Rückstand von lediglich 0,413 Sekunden auf Startplatz zwei. Direkt daneben steht Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb), dem auf seiner Aprilia RS660 lediglich drei Tausendstelsekunden auf den Italiener fehlten. Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) komplettiert die erste Startreihe, nachdem er nur 0,089 Sekunden hinter Kitzbichler blieb. Damit trennen die ersten vier Fahrer gerade einmal eine halbe Sekunde – beste Voraussetzungen für einen packenden Kampf um den Sieg.

Luis Rammerstorfer crasht in Q1 früh

Auch die zweite Startreihe ist hochkarätig besetzt. Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) qualifizierte sich als bester Deutscher auf Rang fünf und teilt sich die Reihe mit Teamkollege Luis Rammerstorfer sowie dem tschechischen Gaststarter Troy Sovicka (Panattoni BGR Smrž Racing).

Für Rammerstorfer verlief das Qualifying dabei zweigeteilt. Der Österreicher stürzte bereits in seiner dritten Runde des ersten Zeittrainings, blieb dabei jedoch unverletzt. Auch seine Triumph Daytona 660 wurde nur leicht beschädigt, sodass einem weiteren Einsatz nichts im Wege stand. Seine zuvor gefahrene Bestzeit von 1:41,404 Minuten reichte am Ende dennoch für Startplatz sechs. Im zweiten Qualifying konnte er sich bei Temperaturen von deutlich über 35 Grad nicht mehr steigern und geht damit aus der zweiten Startreihe in das erste Rennen.

Komplettiert werden die Top Ten von Tom Kuil, Alexander Weizel und Kiyano Veijer. Das Trio startet von den Positionen acht bis zehn und dürfte alles daran setzen, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht abreißen zu lassen. Gerade auf dem engen und überholfreundlichen Kurs in Most bieten sich dafür bereits in den ersten Rennrunden zahlreiche Möglichkeiten.

Quick-Start-Verfahren für alle Rennen

Aufgrund der hohen Temperaturen in Most wird an diesem Wochenende außerdem das reguläre Startverfahren in allen EURO MOTO-Klassen ausgesetzt. Stattdessen kommt das sogenannte Quick-Start-Prozedere zur Anwendung. Dadurch verbringen Fahrer und Teams deutlich weniger Zeit in der Startaufstellung, um die Belastung durch die Hitze so gering wie möglich zu halten.

Das erste Rennen der EURO MOTO Sportbike startet am Samstagnachmittag um 15:55 Uhr. Das zweite Rennen folgt am Sonntag um 11:50 Uhr. Beide Läufe werden live im Stream unter euromoto.racing/live übertragen.

EURO MOTO Sportbike, Ergebnis Qualifying (Top-Ten)

  1. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  2. Bruno IERACI (#8/ITA), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  4. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  5. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  6. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  7. Troy SOVICKA (#G21/CZE), Yamaha YZF-R7
  8. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  10. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Tulovic schlägt zurück – Ducati mit Bestzeit in Most

Zwölf Fahrer waren im Superpole Pre Practice innerhalb einer Sekunde,
Lukas Tulovic führte Ducati an die Spitze.
Foto: Dino Eisele

Das Debakel von Brünn ist Geschichte. Die Ducati läuft wieder – und wie. Lukas Tulovic ist im Superpole Pre Practice die schnellste Zeit gefahren. Trotz der enormen Hitze über dem Autodrom Most war die Session ein einziges Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwölf Fahrer aus der EURO MOTO Superbike lagen am Ende innerhalb einer Sekunde.

„Er macht das schon, da bin ich zuversichtlich“, lehnte sich Matthias Moser in seinem Klappstuhl in der Box zurück. Der Teamchef von Triple M Racing Ducati Frankfurt weiß genau, was er an seinem Fahrer hat. Das Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Tulovic umrundete den Kurs auf der Ducati Panigale V4R in 1:33,039 Minuten und war damit hauchdünne 0,029 Sekunden schneller als Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW).

Für Soomer war es die Rückkehr in die EURO MOTO Superbike. Der Este hatte zuletzt in Brünn gefehlt, weil er zeitgleich in der Superbike-Weltmeisterschaft den verletzten Danilo Petrucci im BMW-Werksteam vertreten hatte. Den Ausflug auf die WM-Bühne genoss Soomer sichtlich und hofft auf eine Fortsetzung. In der EURO MOTO-Gesamtwertung hat ihn der Einsatz jedoch zurückgeworfen, nachdem er beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring aufs Podium gefahren war. Soomer wird jetzt als Gesamt-Neunter in der Superbike-Wertung geführt. Das wird er nicht so stehen lassen wollen.

Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) holte die drittbeste Zeit. Im Gegensatz zum Vorjahr machen ihm die Einheitsreifen zu schaffen. Die Honda muss darauf abgestimmt werden und die Asphalttemperaturen machen es derzeit nicht einfach.

Ebenfalls den direkten Einzug in die Superpole 2 schafften Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW), Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) und Leon Orgis (ORM Racing). Im ersten freien Training hatte er wegen eines defekten Lenkkopflagers keine einzige Runde zustande gebracht und musste das Treiben auf der Strecke im Abseits beobachten.

Völlig aus der Rolle fiel Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes). Der ehemalige Supersport-WM-Fahrer landete lediglich auf Rang elf – allerdings ebenfalls noch innerhalb einer Sekunde hinter Spitzenreiter Tulovic. Reifenprobleme und mehrere kleinere Schwierigkeiten verhinderten eine bessere Platzierung. Damit muss Schrötter am morgigen Samstag zunächst den Umweg über die Superpole 1 nehmen. Dort qualifizieren sich die drei Schnellsten für die Superpole 2, in der gemeinsam mit den sechs Bestplatzierten des heutigen Superpole Pre Practice die endgültigen Startplätze in den ersten drei Reihen für die beiden Rennen am Sonntag vergeben werden.

Superpole Pre Practice (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (Ducati/DEU)

2. Hannes SOOMER (BMW/EST)

3. Florian ALT (Honda/DEU),

4. Markus REITERBERGER (BMW/DEU)

5. Toni FINSTERBUSCH (BMW/DEU)

6. Leon ORGIS (BMW/DEU)

7. Twan SMITS (Yamaha/NLD),

8. Jan-Ole JÄHNIG (BMW/DEU)

9. Soma GÖRBE (BMW/HUN)

10.Kevin ORGIS (BMW/DEU)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Doppelsturz bremst Bijman nicht

Der Trainings-Freitag in Most hat die neue Lage im Titelkampf der EURO MOTO Sportbike-Klasse angedeutet, aber längst nicht auch nur ansatzweise entschieden. Während Meisterschaftsführer Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) verletzungsbedingt fehlt, konnte Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) die Chance auf die Spitze in den ersten beiden freien Trainings noch nicht voll nutzen. Der Österreicher beendete den Tag in der kombinierten Zeitenliste auf Rang fünf.

Damit bleibt die Ausgangslage vor Qualifying und Rennen offen. Kitzbichler liegt zwar  trotz eines leichten Sturzes im ersten Training weiter in Schlagdistanz, aber eine dominierende Rolle spielte niemand. Gerade mit Blick auf Rosenthalers knappen Vorsprung von nur vier Punkten verspricht Most damit weiterhin in der Sportbike-Klasse spannend zu bleiben.

Für eine der kurioseren Geschichten des Tages sorgte Ruben Bijman (Freudenberg RoRa-Paligo Racing). Der Niederländer fuhr in der kombinierten Wertung auf Platz zwei, obwohl sein Freitag alles andere als problemlos verlief. Bijman stürzte sowohl in FP1 als auch in FP2, gehörte am Ende aber trotzdem zu den schnellsten Fahrern im Feld. „Ich bin zwar heute zweimal gestürzt, aber das war nicht dem Motorrad oder dem Setup geschuldet. Letztendlich ist unsere Pace wirklich gut. Ich fühle mich auf dieser Strecke schnell und weiß, dass wir vorne mitkämpfen können. Mein Ziel für dieses Wochenende ist ganz klar: Ich möchte endlich meinen ersten Sieg in der Sportbike-Klasse holen“, erklärte Bijman. Der bislang letzte Rennsieg des Niederländers liegt bereits etwas zurück. 2024 gewann er beim Saisonfinale in Hockenheim das letzte Rennen der Supersport-300-Klasse.

Hinter dem Führenden lagen die Abstände insgesamt eng beieinander. Tobias Kitzbichler bleibt trotz Rang fünf voll im Rennen um die Spitze. Direkt vor ihm reihten sich Louis Rammerstorfer und Lokalmatador Stepan Zuda (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) auf den Plätzen drei und vier ein. Gaststarter Bruno Ieraci (RT Motorsports) setzte in der Hitzeschlacht die Bestzeit und führt die kombinierte Wertung der beiden freien Trainings vorerst an.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Mittwoch, 24. Juni 2026

Emil Frey Racing feiert bei DTM am Lausitzring Sieg und Meisterschaftsführung durch Matteo Cairoli

Der dritte Lauf der DTM-Saison 2026 führte Emil Frey Racing erstmals auf deutschen Boden an den Lausitzring. Bei tropischer Hitze und einem Wochenende voller Wetterkapriolen zeigte Emil Frey Racing starke Leistungen und sicherte sich am Ende sowohl einen Saisonsieg als auch die Führung in der DTM-Fahrerwertung.

Matteo Cairoli fährt am Lausitzring zu seinen zweien Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport 

Rennen 1 – Samstag, 20. Juni 2026

Das Qualifying zum ersten der beiden DTM-Rennen am Lausitzring fand unter extremer Hitze statt. Matteo Cairoli sicherte sich Startplatz 7, Thierry Vermeulen ging von Position 13 ins Rennen.

Kurz vor dem Start setzte heftiger Regen ein und verwandelte den Lausitzring in eine anspruchsvolle Regenschlacht – Fahrer und Fahrzeuge wurden bereits in der Startaufstellung ordentlich nass. Das Rennen startete daher mit leichter Verspätung und zunächst zwei Runden hinter dem Safety Car. Matteo Cairoli, der mit Regenreifen auf dem #14 Ferrari 296 GT3 Evo startete, arbeitete sich früh nach vorne und lag zwischenzeitlich auf Platz 6, ehe ein weiterer Safety-Car-Einsatz – ausgelöst durch einen im Kiesbett steckengebliebenen Porsche – das Renngeschehen erneut unterbrach. Die Renndistanz wurde daraufhin auf 55 Minuten plus drei Runden neu festgelegt. Beim Re-Start konnte sich Matteo Cairoli bis auf den dritten Rang vorarbeiten. 

Der Sieger aus Zandvoort, Matteo Cairoli, kam mit den ersten früh an die Box und wurde in 6,5 Sekunden abgefertigt. Thierry Vermeulen hingegen blieb bis zur letzten Chance auf der Rennstrecke: Der Undercut funktionierte und der #69 Ferrari von Thierry Vermeulen lag auf einem guten sechsten Platz.

In den Schlussminuten geriet Thierry Vermeulen zunehmend unter Druck von gleich zwei Mercedes-AMG-Piloten, Lucas Auer (#22) und Jules Gounon (#48), verteidigte seine Position jedoch erfolgreich und kam als Siebter über die Ziellinie. Eine nachträglich verordnetet Strafe versetzte den Niederländer allerdings auf Platz 13. Matteo Cairoli erzielte mit Platz 8 weitere Punkte in der Meisterschaftswertung. 

Rennen 2 – Sonntag, 21. Juni 2026

Auch das Qualifying zum zweiten Rennen am Lausitzring fand bei erneut grosser Hitze statt. Matteo Cairoli sicherte sich mit Startplatz 2 einen Rang in der ersten Reihe, während Teamkollege Thierry Vermeulen von Position 15 aus ins Rennen ging. Nach dem Start behielten beide Piloten ihre Positionen, doch nach der zweiten Runde sorgten Teile auf der Strecke für eine Safety-Car-Phase. Nach dem Restart lieferte sich Matteo Cairoli ein enges Duell um Platz 2 mit Nicki Thiims Aston Martin (#7), während sich Thierry Vermeulen sukzessive nach vorne arbeitete.

In der ersten Boxenstopp-Phase war Matteo Cairoli einer der Ersten, die an die Box kamen, kurz darauf folgte Thierry Vermeulen – der bis dato Führende Arjun Maini blieb am längsten draussen. Der Pilot des #14 Ferrari setzte nach seinem Stopp die schnellste Rennrunde und übernahm nach Abschluss der Stoppserie die Führung - nachdem die Emil Frey Racing Mannschaft mit einem Stopp von 7,1 Sekunden erneut deutlich schneller war als Maini mit einer Standzeit von 9,3 Sekunden. Schärfster Verfolger an der Spitze blieb dennoch der Ford-Pilot Maini, der sich auf Platz 2 hauchdünn an Matteo Cairoli heranarbeitete. 

Als es in die zweite Boxenstopp-Runde ging, kam erneut zuerst Thierry Vermeulen herein. Nach einer wiederholt guten Boxenstopp-Arbeit der Emil Frey Racing Mannschaft konnte Matteo Cairoli mit komfortablem Abstand die Führung behaupten. 

Der Vorsprung des Italieners im #14 Ferrari von 2,5 Sekunden schmolz in der Schlussphase jedoch zusehends: Nicki Thiim war auf seinen frischeren Reifen – Matteo Cairolis Satz war zu diesem Zeitpunkt rund zehn Runden älter – spürbar schneller. Am Ende behielt Matteo Cairoli jedoch die Oberhand und feierte seinen zweiten Saisonsieg, mit dem er zugleich die Führung in der Fahrerwertung übernahm – und das trotz der extremen Hitze ganz ohne einen Schluck zu trinken. Thierry Vermeulen beendete das Rennen auf Platz 14. 

Stimmen der Fahrer zum Rennwochenende

Matteo Cairoli (Italien)

„Es war ein wirklich intensives Rennen – ich denke das intensivste auch bezüglich des Druckes der Gegner, das ich bislang hatte. Der Zweikampf mit Nicki Thiim war wirklich toll, aber ab einem Punkt dachte ich, alles arbeitet gegen mich: die Temperatur im Auto, die Bremsen, alles! Ich gab alles, um keine Fehler zu machen und wir wurden dann mit dem zweiten Sieg in diesem Jahr belohnt, was dem ganzen Team noch mal zusätzlich Motivation gibt.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Wir hatten das ganze Wochenende ein wirklich gutes Auto und am Samstag machten wir einen grossen Sprung mit einer starken Strategie auf den Slicks. Jedoch bekam ich nachträglich noch eine Strafe wegen einem Kontakt während des Rennens und verlor viele Punkte. Das Auto war am Sonntag im Qualifying gut, aber meine Performance war nicht da - bei den engen Abständen landet man dann einfach weit hinten. Glückwunsch an das Team und an Matteo für den starken Sieg. Das zeigt einfach, dass die ganze harte Arbeit sich auszahlt und wir auf einem sehr guten Weg sind.“

Quelle: emilfreyracing.com