Freitag, 23. September 2022

GERT56: Erneuter, kurzfristiger Fahrerwechsel – Willkommen Dominik Vincon

Nachdem die beiden IDM-Superbike-Stammpiloten Julian Puffe und Toni Finsterbusch weiterhin an ihren Verletzungen laborieren, wurde für das Finale zunächst Stefan Kerschbaumer verpflichtet. Der Österreicher sagte Mittwochabend aufgrund einer Corona-Infektion ab. Nun kommt mit Dominik Vincon ein schneller Langstrecken-Sportler zum Einsatz, der zum Team passt.

Kurzfristig musste sich GERT56 für das IDM-Finale in Hockenheim in der Superbike-Klasse noch einmal umbesetzen. Stefan Kerschbaumer, der bei beiden 24-Stunden-Stock-Siegen im Sattel der GERT56 BMWs gesessen hatte, sollte die Saison zu einem schönen Abschluss bringen. Doch am Mittwochabend musste der Österreicher coronabedingt absagen, sein Test war positiv ausgefallen. 

Es blieb nicht viel Zeit, noch einen geeigneten Ersatzfahrer zu finden, doch Teamchef Karsten Wolf wurde in Dominik Vincon fündig. Vincon hat am letzten Wochenende beim Kampf um die Bol d’Or in Le Castellet zusammen mit Pepijn Bijsterbosch und Bartlomej Lewandowski den achten EWC-Rang einfachen können. Er kennt die BMW M 1000 RR und war auch schon in der IDM unterwegs.  

Karsten Wolf: „Wenn du mit diesem Pech nicht anfängst zu zweifeln, dann weiß ich auch nicht mehr. Wahrscheinlich bin ich nur aus einer Mischung aus Galgenhumor und Resignation so ruhig geblieben. Als mich Kerschi am Mittwochabend anrief, war mir schon klar, dass er nicht nur Small Talk betreiben will. Ich hatte irgendwie schon Corona im Kopf und fragte noch scherzhaft nach – Volltreffer! Mittwochabend 21 Uhr. Eine Nacht noch bis Abreise nach Hockenheim! Es blieb nicht viel Zeit und nicht viele Alternativen, doch wir sind in Dominik Vincon fündig geworden, den wir aus unserer EWC-Zeit kennen, als er für NRT48 und LRP Poland gefahren ist. Er war sofort bereit, uns zu helfen und freut sich, wieder einmal IDM fahren zu können. Da blieb nur noch die Klärung der Freistellung, was zum Glück am Donnerstagmorgen auch noch erledigt werden konnte. Vielen Dank an dieser Stelle an die Porsche AG für das schnelle und unbürokratische Entgegenkommen. Wir wissen das sehr zu schätzen. Auch ein Dank an die IDM-Organisatoren und gerade unsere Partner im Bereich Druck und Folierung für das schnelle nochmalige Rebranding!“

Mittwoch, 21. September 2022

Vorletzte Runde im Titelduell der ADAC TCR Germany unter neuen Vorzeichen

  • Jessica Bäckman will Tabellenführer Andersen im neuen Auto noch abfangen
  • ADAC TCR Germany trifft auf den elektrischen FIA ETCR eTouring World Cup
  • Alle Saisonrennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Der Titelkampf der ADAC TCR Germany geht unter neuen Vorzeichen auf dem Sachsenring in die vorletzte Runde. Bei der Jagd auf Tabellenführer Martin Andersen (28, Dänemark) im Honda wechselt seine engste Verfolgerin Jessica Bäckman (24, Schweden) das Fahrzeug. Die schnelle Schwedin war bisher in einem Hyundai unterwegs und steigt nun auf einen Audi um, der vom WM-erfahrenen belgischen Team Comtoyou Racing eingesetzt wird. Mit dem Audi will Bäckman den Titelkampf bis zum Finale in Hockenheim offen halten, Andersen hat hingegen die renerische Chance, die Meisterschaft schon vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die beiden Rennen des Wochenendes (Samstag 16.25 Uhr und Sonntag 11.35 Uhr) sind live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen. Erstmals startet zudem der FIA ETCR eTouring Car World Cup in Deutschland und trifft auf die Schwesterserie der ADAC TCR Germany. Beim Gastspiel auf dem Sachsenring ist der neue und innovative elektrische Welt Cup erstmals hierzulande am Start und trägt dort das WM-Finale aus.

„Es wäre das perfekte Saisonergebnis, den Titel schon auf dem Sachsenring zu holen. Sowohl für mich, als auch für das Team und für Honda wäre es ein fantastisches Ergebnis“, freut sich der Gesamtführende Andersen auf das Rennwochenende auf dem Sachsenring. „Der Druck ist wie bei allen anderen Rennen in diesem Jahr und nicht größer. Ich nehme das Wochenende Schritt für Schritt, will clever agieren und keine dummen Entscheidungen treffen. Ich freue mich sehr auf die Rennen. Die Strecke ist wirklich knifflig und die Atmosphäre wird traditionell sehr gut sein.“

Titelrivalin Bäckman ist auf ihr neues Auto gespannt. „Ich freue mich sehr, dass ich an den verbleibenden zwei Rennwochenenden der Serie für Comtoyou Racing fahren werde. Es wird sehr aufregend, aber gleichzeitig auch eine echte Herausforderung, wenn man die begrenzten Vorbereitungen bedenkt. Es ist eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“

Bei ROJA Motorsport hat man schnell auf den Wechsel von Bäckman reagiert und zwei Gaststarter für die restliche Saison verpflichtet. Neu dabei sind Junior Tim Rölleke (21, Lüdinghausen) und Routinier Kai Jordan (53, Wolfsburg). „Ich freue mich auf die Herrausforderung in der ADAC TCR Germany mit meinem neuen Team ROJA Motorsport“, betont Rölleke. Den vierten ROJA-Hyundai wird auf dem Sachsenring wie gewohnt René Kircher (22, Hünfeld) steuern, der mit Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) um die Junior-Wertung kämpft.

Eine weitere Veränderung im Fahrerfeld gibt es an diesem Wochenende bei Maurer Motorsport. Neben Michael Maurer (29, Schweiz) besetzt den zweiten Holden Astra TCR auf dem Sachsenring Niels Langeveld (34, Niederlande), der ein alter Bekannter der Serie ist. In der Saison 2018 wurde der Niederländer Dritter der Gesamtwertung in der ADAC TCR Germany und fuhr zwei Saisonsiege ein. Wieder dabei ist auch Kai Rosowski (29, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi, der zuletzt am Lausitzring gefehlt hatte.


Dienstag, 20. September 2022

DTM-Endspurt: Vor allem Österreicher jagen Sheldon van der Linde

  • 32 Punkte Vorsprung: Erster Matchball für Spitzenreiter Sheldon van der Linde
  • Der Österreich-Faktor: Heimrennen für Auer und Co. auf dem Red Bull Ring
  • Renntaxi: Ski-Alpin-Rekord-Champion Marcel Hirscher steuert einen Audi R8 

Sheldon van der Linde 
Foto: Jens Hawrda

Der Österreich-Faktor sorgt für Hochspannung im Endspurt um den heißbegehrten DTM-Titel. Alle jagen Spitzenreiter Sheldon van der Linde (RSA), vor allem die Österreicher – und das bei der vorletzten Saison-Station beim DTM Red Bull Ring powered by REMUS vom 23. bis 25. September in der Steiermark: Lucas Auer als Tabellenzweiter, stammt aus Kufstein, der dreimalige DTM-Champion René Rast, aktuell Dritter der Fahrerwertung, lebt in Bregenz, und Mirko Bortolotti, derzeit Viertbester der Punktetabelle, der in Wien aufwuchs. Auch Norisring-Sieger Thomas Preining, van der Linde-Teamkollege Philipp Eng und Clemens Schmid haben auf dem Grand-Prix-Kurs bei Spielberg ein Heimspiel. Zudem ist das Grasser Racing Team um Teamchef Gottfried Grasser unmittelbar am Red Bull Ring beheimatet.

130 Punkte hat Sheldon van der Linde aus dem BMW-Team Schubert Motorsport auf seinem Konto. Den Vorsprung von 32 Punkten könnte man beruhigend nennen, wäre es nicht die DTM. Denn der Wettbewerb in der DTM ist in der laufenden Saison so intensiv wie schon lange nicht mehr. In zwölf Rennen gab es schon zehn verschiedene Sieger, 15 verschiedene Fahrer standen bereits auf dem Podium. Portimão-Sieger Auer (Mercedes-AMG Team WINWARD) ist mit 98 Punkten der van der Linde-Jäger Nummer eins, nur zwei Punkte dahinter folgt Rast (96, ABT Audi), weitere zwei Punkte dahinter Bortolotti (94, GRT Lamborghini). Insgesamt 19 DTM-Fahrer haben theoretisch vor den letzten beiden Rennwochenenden auf dem Red Bull Ring und auf dem Hockenheimring noch Titelchancen.

Auf dem Red Bull Ring könnte Sheldon van der Linde allerdings schon seinen ersten Matchball verwandeln. Gewinnt der BMW-Werksfahrer am Samstag und Sonntag (Rennstart:  jeweils 13:30 Uhr MESZ, ab 13:00 Uhr live auf ProSieben), würden zwei dritte Plätze seinem ärgsten Verfolger nicht reichen, um seinen vorzeitigen Titelgewinn zu verhindern. Den vorzeitigen Titelgewinn zu verhindern, versucht auch Gottfried Grasser, der sich kaum eine schönere Rennstrecke vorstellen könnte, um Lamborghini den ersten DTM-Sieg zu bescheren. Aufgrund einer nicht aufschiebbaren Operation muss der Belgier Esteban Muth sowohl Red Bull Ring als auch Hockenheim auslassen. Sein Team Walkenhorst Motorsport plant jedoch den Einsatz des #10 BMW mit einem Ersatzfahrer.

Die spannungsgeladene DTM sowie die Talentschmiede DTM Trophy, die DTM Classic mit den historischen DRM-Rennwagen und der BMW M2 Cup sorgen auf dem Red Bull Ring für beste Unterhaltung, ebenso das attraktive Programm für alle Besucher, vom beliebten Pitwalk über Autogrammstunden und Mitmach-Wettbewerben. Glückliche Gewinner beim Ticketkauf (via tickets.dtm.com) können sogar in den Genuss heißer Runden auf dem GP-Kurs kommen. Bei der außergewöhnlichen Renntaxifahrt wird Marcel Hirscher, der Rekord-Champion im Alpinen Ski-Weltcup, am Steuer eines Audi R8 sitzen. Das Besondere: Ein Paar Ski aus der neuen van-Deer-Kollektion von Marcel Hirscher sind am Heck des PS-starken Rennwagens montiert.

Titelkampf der ADAC GT4 Germany spitzt sich auf dem Sachsenring zu

  • Top-Drei in der Fahrerwertung nur durch vier Punkte getrennt
  • Gaststarts für Lokalmatadore Dominik Fugel und Ruben Zeltner
  • sport.de zeigt die Rennen im kostenlosen Livestream

Foto: Jens Hawrda

Der ADAC GT4 Germany steht auf dem Sachsenring ein spannendes Rennwochenende bevor: Vor der vorletzten Station im Kalender liegen mit Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport), Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) sowie Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport) die Top-Drei Fahrerwertung innerhalb von nur vier Punkten. Alle wollen sich durch eine gute Punkteausbeute in den Rennen auf der anspruchsvollen Strecke bei Chemnitz in eine gute Ausgangslage für das Saisonfinale bringen. Die Rennen der ADAC GT4 Germany vom Sachsenring können im Livestream auf der reichweitenstarken Plattfom sport.de sowie auf adac.de/motorsport verfolgt werden.

Mit der besten Ausgangslage reisen Indy Dontje/Phil Dörr nach Sachsen. Die Aston Martin Vantage GT4-Piloten haben 105 Punkte auf dem Konto und konnten zuletzt auf dem Nürburgring ein weiteres Podiumsergebnis feiern. Sie sind bislang von jedem Rennwochenende als Tabellenführer abgereist. Doch ihr Vorsprung hat sich von Station zu Station immer weiter verringert. Mit nur noch einem Punkt Rückstand sind die Markenkollegen Hugo Sasse/Mike David Ortmann die größten Verfolger. Das Duo kommt mit guten Erinnerungen an den Sachsenring, da sie dort 2021 das Samstagsrennen gewinnen konnten.

„In der ADAC GT4 Germany ist das Feld sehr dicht beieinander. Insofern schauen wir von Rennen zu Rennen. Unser Speed ist gut. Wir wollen auf dem Sachsenring keine Fehler machen. Sollte uns das gelingen, werden wir sicherlich im Vorderfeld mit dabei sein. Wir möchten um die Siege mitkämpfen, um so viele Meisterschaftspunkte wie möglich zu erzielen und somit eine gute Basis für den Hockenheimring schaffen“, so Ortmann. „Der Sachsenring liegt nur rund zweieinhalb Stunden von meinem Zuhause entfernt und zählt zu meinen Heimstrecken. Ich hoffe auf zwei spannende Rennen, um den vielen Zuschauern vor Ort eine tolle Show bieten zu können.“

Auch Ben Dörr/Romain Leroux befinden sich inmitten des Titelkampfs. Die Youngster, die ebenfalls einen Aston Martin fahren, haben vier Punkte Rückstand auf die Spitze. „Wir freuen uns sehr auf den Sachsenring. Das Team hat das Auto perfekt aufgebaut und auch in Bezug auf die Fitness konnten wir uns richtig gut vorbereiten. Somit sind wir gut aufgestellt. Wir werden an der Strecke nun Vollgas geben und dann einmal schauen, was als Resultat herauskommt. Unser Ziel sind die Top Drei in beiden Rennen – gerne würden wir auch unseren ersten Saisonsieg feiern. Wichtig wird sein, dass wir vor unseren direkten Konkurrenten ins Ziel kommen“, ist Ben Dörr, der jüngere Bruder von Tabellenführer Phil Dörr, hoch motiviert. „Es ist natürlich etwas ganz Besonderes für unsere Familie, dass wir beide vorne im Feld mitfahren und um die Meisterschaft kämpfen. Direkt auf der Rennstrecke spielt das jedoch keine Rolle. Da ist Phil ein Konkurrent wie jeder andere auch.“

Zwei weitere Paarungen wollen auf dem Sachsenring noch in den Meisterschaftskampf eingreifen: Marcel Lenerz (25/Ludwigsau) und Cedric Piro (24/Heusweiler, beide Piro Sports - Burg Zelem Foundation), die auf dem Nürburgring ihren ersten Saisonsieg feierten, liegen im Toyota GR Supra GT4 nur 16 Punkte hinter der Tabellenspitze. Die amtierenden Meister Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) haben nur 27 Punkten Rückstand und ebenfalls noch eine passable Ausgangslage. Die BMW M4 GT4-Piloten konnten 2021 bereits auf dem Sachsenring einen Laufsieg holen.

Großes Augenmerk liegt auch auf den Lokalmatadoren. Das Team EastSide Motorsport hat seinen Teamsitz im nur wenige Kilometer entfernten Crimmitschau. Die Mannschaft baut ihr Engagement für das Heimspiel auf zwei Mercedes-AMG GT4 aus. In einem der beiden Fahrzeuge sitzt Sachsenring-Geschäftsführer Ruben Zeltner zusammen mit Ralf Grösel. Bereits einmal zu Fuß zum Sachsenring gelaufen ist Dominik Fugel aus Chemnitz. Der 25-Jährige teilt sich einen Mercedes-AMG von Schnitzelalm Racing mit Tim Neuser (29/Netphen). Für beide ist es das Debüt in der ADAC GT4 Germany. „Der Gaststart kam sehr kurzfristig zustande. Es war nicht geplant, dass ich dieses Jahr in einer der ADAC-Serien fahren würde. Umso schöner ist es, dass es nun doch klappt“, freut sich Fugel, der 2021 in der ADAC TCR Germany beide Rennen auf dem Sachsenring gewann. „Ich bin noch keinen Meter in einem GT4-Fahrzeug gefahren und auf die Performance gespannt. Wir wollen versuchen, in die Top Zehn zu kommen. Es werden einige Freunde und Familienmitglieder vorbeikommen und mich anfeuern.“ Ebenfalls eine kurze Anreise haben die beiden Aston Martin-Piloten Christopher Röhner (24/Mülsen, Prosport Racing) und Simon Connor Primm (17/Großschirma, Dörr Motorsport).


DTM Trophy auf dem Red Bull Ring: Heinemann führt Meisterschaft weiter an

  • Sechs Nachwuchstalente können noch den Titel in der DTM Trophy gewinnen
  • Ring-Racing-Teamchef Uwe Kleen: „Tim Heinemann setzt alle Aufgaben sehr gut um“
  • Live auf ServusTV und DTM TV: Saisonrennen elf und zwölf in der Steiermark 

Foto: Jens Hawrda

Ein Sextett kämpft in der DTM Trophy um den Titel. Vor den Saisonrennen elf und zwölf auf dem Red Bull Ring in Österreich (23. bis 25. September) haben sechs Fahrer noch theoretische Chancen auf den Gewinn des heißbegehrten Titels in der Talentschmiede auf der DTM-Plattform. Bei vier noch ausstehenden Rennen – zwei in der Steiermark, zwei in Hockenheim – sind schließlich noch 116 Punkte zu vergeben, 25 je Sieg, drei je Pole-Position und einer je schnellster Rennrunde. Mit 178 Punkten ist Tim Heinemann (GER) im Toyota Supra des Teams Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing der souveräne Tabellenführer. 60 Zähler trennen den 23-Jährigen vom zweitplatzierten Niederländer Colin Caresani (118) im Project 1 BMW, einen weiteren Zähler vom 17-jährigen Theo Oeverhaus (GER, 117) im Walkenhorst BMW. Den Kreis der Titelaspiranten erweitern der Brasilianer Thiago Vivacqua (92) im Heide Audi, der Franzose Edouard Cauhaupé (72) im BWT Mücke Mercedes-AMG und der erst 16-jährige Daniel Gregor (GER, 69) im Porsche aus dem KÜS Team Bernhard auf den Tabellenplätzen vier, fünf und sechs. Dass Fahrer aus vier Nationen zum Titel-Sextett gehören, unterstreicht die Internationalität der Rennserie.

Toyota-Pilot Heinemann hat auf dem Red Bull Ring sogar einen Matchball, denn reist er am Sonntag mit 58 oder mehr Punkten Vorsprung auf seine Verfolger nach Deutschland zurück, ist ihm der zweite Titelgewinn nach 2020 nicht mehr zu nehmen. Uwe Kleen, Teamchef von Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing, schätzt die Chancen auf einen vorzeitigen Titelgewinn allerdings als sehr gering ein und verweist nicht zuletzt auf das Zusatzgewicht von 25 Kilogramm für den Sieg im Sonntagsrennen in Spa-Francorchamps, das sich auf dem schnellen, 4,318 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in Österreich mit seiner langen Bergauf-Passage besonders negativ bemerkbar machen wird. Über seinen Fahrer ist Uwe Kleen jedenfalls voll des Lobes. „Er hört auf das Team und setzt alle Aufgaben gut und konsequent um", so Kleen, „und er kann einfach schnell fahren."

Kein Fahrer hat in jedem Rennen gepunktet, selbst Heinemann nicht. Caresani, Oeverhaus und Cauhaupé gingen bislang zweimal leer aus, Vivacqua dreimal und Gregor viermal. Auch die Punkte für das Qualifying und für die schnellste Rennrunde haben ein nicht unerhebliches Gewicht. So addierte Heinemann bereits 15 Zusatzpunkte zu seinem Konto, Gregor acht, Vivacqua und Cauhaupé je sieben sowie Caresani und Oeverhaus je vier. Fünf Saisonsiege belegen die eindrucksvolle Performance von Heinemann, der 2020 aus dem Sim-Racing in die DTM Trophy aufstieg. Caresani hat bisher zwei Siege erzielt, Oeverhaus, Gregor sowie Louis Henkefend (GER, Project 1 BMW) je einen. Vivacqua, bislang viermal auf dem Podium, und Cauhaupé, einmal auf dem Podium, haben ihre Hoffnungen auf den ersten Sieg noch nicht aufgegeben.