Freitag, 20. Mai 2022

BMW-Werksfahrer setzt erste Bestzeit in Spielberg

Jesse Krohn (FIN), Nicky Catsburg (NL) / #20 BMW M4 GT3 / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

 
BMW hat den zweiten Tourstopp des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring mit einer starken Leistung eröffnet. Im ersten Freien Training fuhr BMW-Werksfahrer Nicky Catsburg (34/NL) für Schubert Motorsport im BMW M4 GT3 #20 mit 1:28,437 Minuten die schnellste Zeit. Sein Team- und Markenkollege Ben Green (24/GB) beendete die erste Session hinter dem starken Dries Vanthoor (24/B/Audi R8 LMS GT3 Evo II #29) als Dritter. Die ersten zehn Supersportwagen fuhren auf der 4,318 Kilometer langen Strecke Rundenzeiten unter 1:29,000 Minuten und blieben innerhalb von gut einer halben Sekunde. 
 
Bei Temperaturen von 22 Grad ging es am Freitag ab 10:25 Uhr im ersten Freien Training auf dem Alpenkurs von Beginn an voll zur Sache. Ständig wechselte die Führung, bevor Nicky Catsburg, der sich das Cockpit mit BMW-Werskfahrer Jesse Krohn (31/FIN) teilt, in Runde 14 die Bestzeit erzielte. Mit dem minimalen Rückstand von 0,031 Sekunden wurde die Besatzung mit Spitzenreiter Jusuf Owega (20/Köln) und Dries Vanthoor vom Team Montaplast by Land-Motorsport Zweiter. Die starke Leistung von BMW komplettierten Ben Green und Niklas Krütten (19/Trier) auf Rang drei. McLaren feierte ein gelungenes Comeback in der Deutschen GT-Meisterschaft. Beim Gaststart von JP Motorsport steuerten der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien (39/A) und Dennis Lind (29/DK) den McLaren 720S GT3 mit der Startnummer 88 auf Rang zehn. 
 
Quelle: adac-motorsport.de

DTM auf dem Lausitzring Turn 1

 Auftaktsieger Lucas Auer will kein One-Hit-Wonder sein

  • Turn 1: Nicki Thiim nutzt die Worte von Torwart-Titan Oliver Kahn: „Da brauchst Du Eier!“
  • Lokalheld Peter Mücke: „In der DTM ist von Platz 1 bis 29 alles möglich“, Lucas Auer freut sich auf viele Fans
  • Live auf ProSieben: Andrea Kaiser freut sich auf 29 „verrückte Typen“

Auftaktsieger Lucas Auer (AUT) im WINWARD Mercedes-AMG
mit Vorfreude auf die DTM auf dem Lausitzring Turn 1 © DTM

Der Respekt der Weltklassepiloten der DTM ist groß: vor der spektakulären Steilkurve Turn 1 und vor der enormen Ausgeglichenheit im Rekord-Starterfeld. Bei aller Coolness ist eine gewisse Anspannung vor dem Auftritt am Wochenende (20.-22. Mai) auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero auch in der Pressekonferenz spürbar. Für Lucas Auer, der dort 2016 im Team des Berliners Peter Mücke seinen ersten DTM-Sieg feierte und nun als Auftaktsieger von Portimão in die Lausitz kommt, ist das Ziel klar: „Ich will kein One-Hit-Wonder sein“, sagt der Österreicher. Doch Teamchef Peter Mücke weiß nur zu genau: „Diese DTM ist eine der härtesten Meisterschaften weltweit, eine Prognose ist absolut unmöglich. Von Platz 1 bis 29 ist alles möglich.“

Vor allem beschäftigt Turn 1 die Fahrer. Turn 1 – das ist die erste Kurve der 4,601 Kilometer langen Rennstrecke bei Klettwitz, leicht erhöht, eben eine „Steilkurve light“, die der DTM exklusiv vorbehalten ist. Der Neigungswinkel ist nicht so groß wie in amerikanischen Steilkurven, deswegen geht Turn 1 nicht mit Vollgas. „Nein, diese Kurve geht nicht mit Vollgas, jedenfalls nicht ganz“, weiß der Schweizer Nico Müller aus dem Team Rosberg aus dem Vorjahr. Genau das ist die Schwierigkeit: Was bedeutet das? Wo ist das Limit? Darauf muss jeder der 29 Piloten aus 15 Nationen – so international war die DTM noch nie – seine Antwort finden. „Im vergangenen Jahr habe ich mir in dieser Kurve fast in die Hose gemacht“, gibt Audi-Pilot Müller zu, der in Portimão das Sonntagrennen gewann. Und Nicki Thiim (DEN), Sohn der DTM-Legende und des ehemaligen Champions Kurt Thiim, der für das Dresdner Team T3 Motorsport seine erste DTM-Saison im Lamborghini Huracán bestreitet, beschreibt es mit den legendären Worten von Torwart-Titan Oliver Kahn: „Da brauchst Du Eier!“ Das gilt umso mehr, weil in diesem Jahr ein Rekord-Starterfeld mit 29 Boliden von Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche durch diese anspruchsvolle Kurve donnern wird – und das mit nahezu Tempo 250!

Lucas Auer setzt darauf, dass er sich mit seinem WINWARD Mercedes-AMG über die gesamte Saison mit insgesamt 16 Rennen – „von mir aus dürften es gerne mehr sein“ – in der Spitzengruppe festsetzen kann. „Wichtig ist, dass man seinen Rhythmus findet und im Qualifying eine möglichst frei Runde hat“, so Auer. Das sieht der zweimalige DTM-Vizemeister Nico Müller etwas anders: „Es würde mich sehr überraschen, wenn immer die gleichen Fahrer vorne sein würden. Das Feld ist so stark, so ausgeglichen.“ Nicki Thiim pflichtet dem Schweizer bei: „Die Autos sind auch sehr unterschiedlich, so dass die Rennen garantiert abwechslungsreich und bunt gemischt sein werden.“

Der Blondschopf sprüht vor Freude, je näher das zweite DTM-Wochenende rückt. „Ich liebe mein Leben, meinen Job und meine Herausforderung. In der DTM lebe ich meinen Traum und freue mich auf den Lausitzring.“ Auer freut sich auf viele Fans. „Die DTM ist ein großartiges Spektakel, mit so vielen Autos und mit einem tollen Sound – die Fans werden ihre pure Freude haben.“ Auch Peter Mücke ist voller Vorfreude, schließlich ist Mücke Motorsport das einzige Team, dass in der DTM sowie in der Talentschmiede DTM Trophy und in der DTM Classic – unter anderem mit dem spektakulären Opel Calibra V6, mit dem Ex-Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg 1995 in der DTM fuhr – teilnimmt. „Das ist schon ein riesiges Paket für uns, aber wir fühlen uns auf dem tollen Lausitzring immer wohl", so der 75-Jährige.

Auch Andrea Kaiser, Moderatorin von DTM-TV-Partner ProSieben, kann das Wochenende kaum erwarten. „Die DTM ist großartig, mit 29 verrückten Typen. Da wird es nie langweilig. Das ist der beste Grund, sich die Rennen anzuschauen“, so die Münchnerin, die vor einer Runde durch Turn 1 im Red Bull Formel-1-Doppelsitzer schon jetzt eine gewisse Nervosität spürt.


DTM-Teamchef Jens Feucht vor dem Heimrennen: „Der Lausitzring ist unser Wohnzimmer“

  • Teamchef Peter Mücke: „Für Mücke Motorsport ist der Lausitzring ein gutes Pflaster“
  • Teams aus Berlin und Dresden mit Großaufgebot beim Heimrennen
  • Einzige Rennfahrerin der DTM Trophy: Sophie Hofmann freut sich auf Familie und Freunde

Jens Feucht, Tobias Paul, Peter Mücke (l-r)  © DTM

Heimrennen ja, aber eher kein Heimvorteil. Mit dem Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport aus Berlin und mit T3 Motorsport aus Dresden haben am DTM-Wochenende (20. bis 22. Mai) auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero zwei der 17 Teams aus der Traditionsserie ein „Heimspiel“. „Der Lausitzring ist unser Wohnzimmer“, macht T3-Teamchef Jens Feucht keinen Hehl aus der Verbundenheit zur Rennstrecke bei Klettwitz, während Peter Mücke sich an viele Erfolge erinnert: „Für Mücke Motorsport ist der Lausitzring immer ein gutes Pflaster.“ Beide Teams haben sich für den deutschen Saisonauftakt der DTM vor heimischem Publikum besonders viel vorgenommen. Das gilt auch für Sophie Hofmann aus Waldenburg bei Chemnitz. Auch für die einzige Rennfahrerin in der Talentschmiede DTM Trophy bedeutet die Strecke in der Lausitz ein Heimrennen.

Nur gut 60 Kilometer über die A13 von Dresden nach Klettwitz – T3 Motorsport hat damit die kürzeste Anreise aller Teams. „Wir haben noch einmal Testfahrten auf dem Lausitzring absolviert, um uns optimal für dieses besondere Rennen vorzubereiten“, berichtet Jens Feucht, dessen Team zwei Lamborghini Huracán für den Dänen Nicki Thiim und die Britin Esmee Hawkey, die einzige Frau im DTM-Feld, einsetzt. „Wir sind sehr optimistisch, mit Nicki weit vorne fahren zu können“, hofft Feucht, seinen mindestens 50 Gästen, darunter Freunde und Partner, aber auch potentielle neue Sponsoren, etwas Besonderes bieten zu können. „Da müssen wir bestimmt viele Hände schütteln“, so der zweimalige FIA-GT-Langstreckenweltmeister Thiim mit einem Schmunzeln. „Ich freue mich riesig auf das Wochenende und Turn 1, eine wirklich spektakuläre Kurve.“

„Wir waren schon am Lausitzring, als der noch gar nicht komplett asphaltiert war“, erinnert sich der populäre Teamchef Peter Mücke, der einst als Fahrer selbst große Erfolge in Ostdeutschland feierte. Am Lausitzring feierte der Rennstall aus dem Berliner Stadtteil Altglienicke 2016 seinen bisher größten Erfolg mit dem DTM-Sieg durch den Österreicher Lucas Auer. Seit dem Mücke-Comeback in der DTM vor einem Jahr fährt Maximilian Buhk für das Team. Das Besondere: Der Mercedes-AMG ist der einzige Rennwagen im Feld, der mit einem innovativen Lenksystem von Schaeffler-Paravan ausgestattet ist, das rein elektronisch arbeitet und ohne mechanische Lenksäule auskommt. Der 75-jährige Peter Mücke ist stolz darauf, Entwicklungsarbeit für die automobile Zukunft leisten zu dürfen, andererseits ist er Sportler durch und durch, um Platzierungen zumindest in den Punkterängen nicht aus den Augen zu verlieren. Einmal hat es Buhk mit dem Entwicklungsträger schon aufs Podium geschafft.

Von Mücke Motorsport und T3 Motorsport sind am Lausitzring Turn 1 powered by Autohero fast alle Mitarbeiter im Einsatz. Zusätzlich zur DTM setzt Mücke jeweils zwei Fahrzeuge in der DTM Classic und in der DTM Trophy ein, auch T3 ist mit zwei weiteren Rennwagen in der DTM Trophy am Start – das macht fünf Autos von Mücke und vier von T3.

Auch Sophie Hofmann, die in der Talentschmiede DTM Trophy als einzige Frau startet, freut sich auf die Rennen vor bekannter Kulisse. „Ich freue mich auf den Support von Familienmitgliedern und Freunden. Das lenkt mich nicht ab, sondern puscht mich regelrecht. Ich empfinde das als sehr positiv“, so Hofmann, die 150 Kilometer von der Strecke entfernt in Waldenburg zuhause ist. Sie pilotiert einen Audi R8 von Heide-Motorsport. „Ich habe ein gutes Gefühl, denn wir haben mit dem Auto gute Fortschritte erzielt. Die Steilkurve Turn 1 ist supercool. So eine Kurve gibt es nirgends in Europa. Das zeichnet die DTM-Plattform aus. Turn 1 ist zudem ein echtes Zuschauer-Magnet, mach den Fans extrem viel Spaß,“ sagt die 23-Jährige über die Fan-Attraktion, die der DTM-Plattform exklusiv vorbehalten ist.

Donnerstag, 19. Mai 2022

Highspeed in Spielberg: ADAC TCR Germany startet auf dem Red Bull Ring

  •  Duell zwischen Team Engstler gegen ROJA Motorsport geht in die nächste Runde
  •  Tabellenführer Andersen will an starkes Auftaktwochenende anknüpfen
  •  Maurer Motorsport will in Spielberg angreifen

Foto: Jens Hawrda

Zweite Station der ADAC TCR Germany, zweite Runde im Duell Honda gegen Hyundai, Team Engstler gegen Roja Motorsport. Die Tourenwagenserie des ADAC absolviert ihr erstes von zwei Gastspielen in Österreich, auf dem Red Bull Ring in der Steiermark geht es am Wochenende vom 20. bis 22. Mai zur Sache. Zu den Favoriten zählen in Österreich die Honda des Team Engstler und de Hyundai von Roja Mototsport, die zuletzt beim Auftakt in Oschersleben die Laufsiege unter sich ausmachten. Die beiden Rennen vom Highspeedkurs in den Alpen gibt es am Samstag um 18.15 Uhr und am Sonntag um 15.35 Uhr live bei sport.de und auf adac.de/motorsport.

„Das Auftaktwochenende verlief besser als gedacht und ich komme mit dem Hyundai i30 N TCR super zurecht“, sagt René Kircher, der in Spielberg sein zweites Rennwochenende für Roja Motorsport in der ADAC TCR Germany absolvieren wird und aktuell die Junior-Wertung anführt: „Der Red Bull Ring ist meine Lieblingsstrecke im Kalender und liegt mir sehr. Ich möchte an die guten Ergebnisse anschließen und meine Führung in der Junior-Wertung ausbauen.“

Auch Robin Jahr, Roja-Teamchef und Pilot in Personalunion, will in Österreich angreifen. Nachdem er beim Saisonstart in Oschersleben noch Pech hatte, will er nun kräftig punkten. „Ich freue mich sehr auf den Red Bull Ring, ich mag die Strecke gern und bekomme die Chance, endlich anzugreifen“, zeigt sich der 31-Jährige angriffslustig. Neben Kircher und Jahr steuert Jessica Bäckman (24, Schweden, Roja Motorsport) den dritten Roja-Hyundai und will an ihr erfolgreiches Debütwochenende anknüpfen.

Der Spitzenreiter will indes weiter Punkte sammeln. Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) ist in Oschersleben ein fast perfektes Auftaktwochenende gelungen. Dort feierte er einen Sieg und holte sich zweimal die Pole – entsprechend führt der Däne die Meisterschaft mit 65 Zählern an. Maximal sind an einem Wochenende 70 Punkte möglich. Auch in Spielberg will der 27-Jährige nun um die vorderen Plätze mitfahren. „Ich mag den Red Bull Ring sehr“, sagt Andersen: „In diesem Jahr freue ich mich umso mehr, mit unserem Honda und dem Boost aus dem ersten Rennen anzutreten. Wir werden alles für weitere Podiumsplätze geben.“ Den zweiten Platz in der Fahrerwertung belegt Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass), der Hyundai-Pilot hat aktuell 50 Punkte auf dem Konto. Bäckman folgt mit 44 Punkten dicht dahinter.

Auch Andersens Teamkollegen, Szymon Ladniak (19, Polen) und Roland Hertner (62, Heilbronn), gehen in Spielberg wieder auf Punktejagd. Ladniak ist Zweiter der Junior-Wertung und Hertner führt die Trophy-Wertung an. Beide sind darauf hinaus, ihre Wertungen nach dem Wochenende anzuführen.

Auch die beiden Audi-Fahrer Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) und Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) sowie Hyundai i30 N TCR-Pilot Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) kämpfen am Red Bull Ring um Meisterschaftspunkte. Der Schweizer Rennstall Maurer Motorsport mit den beiden Fahrern Michael Maurer (29, Schweiz) und Vincent Radermecker (55, Belgien) will in Spielberg mit den Holden Astra TCR erneut angreifen und um Punkte fahren. Schon in der Vergangenheit war der Astra TCR in Österreich erfogreich. „In Oschersleben habe ich meine ersten zwei TCR-Rennen überhaupt bestritten, es war eine unbeschreibliche Erfahrung. Ich konnte mich während des gesamten Wochenendes steigern und mich mehr und mehr an mein Fahrzeug gewöhnen“, beschreibt Maurer seine Erfahrungen. „Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, deshalb richte ich meinen Fokus voll und ganz auf die Läufe drei und vier am Red Bull Ring.“

ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring

Speed-Festival beim zweiten Rennwochenende 

  • Vize-Champion Théo Nouet ist zurück in der ADAC GT4 Germany
  • Vier Österreicher wollen sich beim Heimspiel von der besten Seite präsentieren

Foto: Jens Hawrda

Vorhang auf für die zweite Runde der ADAC GT4 Germany. Die GT-Serie bestreitet am kommenden Wochenende (20. bis 22. Mai 2022) im Rahmen des ADAC GT Masters ihren ersten Auslandsauftritt der Saison 2022. Schauplatz ist mit dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring in Spielberg/Österreich, die schnellste Strecke im diesjährigen Kalender. Dabei werden 29 Fahrzeuge der sechs Marken Aston Martin, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota ein spektakuläres Speed-Festival bieten. Vier Piloten aus Österreich freuen sich auf ihr Heimspiel. Die Rennen der ADAC GT4 Germany können im Livestream auf der reichweitenstarken Plattform sport.de sowie auf adac.de/motorsport verfolgt werden. Rennstart am Samstag ist 15:35 Uhr, am Sonntag um 16:30 Uhr.

Nach zwei Podiumsplätzen beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben reist das Aston Martin Vantage GT4-Duo Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport) als Tabellenführer in die Steiermark. „Auf der einen Seite ist dies natürlich etwas Besonders - auf der anderen Seite gehen wir das Rennwochenende wie jedes andere an. Denn es ist noch zu früh, um an die Meisterschaft zu denken“, stellt Dörr klar. „Der Red Bull Ring hat für mich einen herausragenden Stellenwert, da ich dort 2020 mein erstes Rennen in der ADAC GT4 Germany gewinnen konnte. Der Kurs ist nicht die Lieblingsstrecke des Aston Martin, dennoch fahren wir dieses Jahr zuversichtlich hin. Unser Ziel ist es, in beiden Rennen in die Top Fünf zu kommen. Aufgrund des Streckenlayouts schätze ich den neuen Porsche am Red Bull Ring stark ein. Mir persönlich bereiten dort vor allem die schnellen Kurven enormen Spaß.“

Konkurrenz wird Dörr am Red Bull Ring auch von Théo Nouet (19/FRA) bekommen. Der Vize-Meister und Junior-Champion der Saison 2021 kehrt zurück in die ADAC GT4 Germany und fährt bei der CV Performance Group einen der beiden Mercedes-AMG GT4 zusammen mit Julian Hanses (24/Hilden). „Ich freue mich auf den Auftritt in der ADAC GT4 Germany. Ich habe in der Serie letztes Jahr viele Freunde gewonnen“, so Nouet. „Obwohl es nicht die beste Strecke für den Mercedes-AMG ist, wollen wir um die Siege mitkämpfen. Mein Teamkollege Julian ist ein großartiger Pilot, somit werden wir auf jeden Fall vorne mit dabei sein. Ich bin über die ganze Saison als Fahrer-Coach bei CV Performance aktiv und helfe mit, das Team weiter zu entwickeln. Wir wollen uns stark präsentieren.“ Auch beim Rennwochenende auf dem Sachsenring wird Nouet den Mercedes-AMG GT4 des Rennstalls aus Niederzissen pilotieren.

Insgesamt vier Fahrer aus Österreich treten auf dem Red Ring in der ADAC GT4 Germany an. In einem Porsche 718 Cayman GT4 CS MR sitzt Leo Pichler (20). „Ich bin schon mega gespannt auf das Rennwochenende. Viele Freunde und Sponsoren werden mich vor Ort besuchen und mich anfeuern. Die Atmosphäre am Red Bull Ring ist immer einzigartig. Es macht einfach Spaß, dort zu fahren“, erläutert Pichler, der gemeinsam mit Leon Wassertheurer (20/Kelberg, beide W&S Motorsport) antritt. „Der Saisonauftakt in Oschersleben lief von den Ergebnissen her nicht nach Plan. Auf dem Red Bull Ring möchten wir aber in die Top Zehn fahren. Das ist unser großes Ziel.“

Komplett auf Rot-Weiß-Rot setzt Razoon - more than Racing. Der Rennstall aus Eggersdorf in der Steiermark absolviert auf dem Red Bull Ring einen Gaststart und bietet dabei die beiden Österreicher Horst Felix Felbermayr (17) und Daniel Drexel (21) auf, die ihr Debüt in der ADAC GT4 Germany geben. Mit dem KTM X-Bow GT4 Evo bringt das Team zudem einen österreichischen Rennwagen an den Start. Das Alpen-Fahrerquartett komplettiert Nico Gruber (20/AUT), der sich im Drago Racing Team ZVO einen Mercedes-AMG GT4 mit Jan Philipp Springob (21/Olpe) teilt.