Samstag, 1. August 2020

Premiere der DTM Trophy in Spa-Francorchamps

  • Saison der DTM Trophy mit 18 fest eingeschriebenen Fahrzeugen
  • Legendäre Rennstrecke von Spa-Francorchamps der erste Austragungsort

Foto: Jens Hawrda
Startampel auf Grün für den Renn-Nachwuchs: Am kommenden Wochenende trägt die DTM Trophy ihre Premiere auf der legendären Strecke in Spa-Francorchamps (Belgien) aus. Im Rahmenprogramm der DTM finden die ersten beiden Rennen der neuen GT-Rennserie statt. Am Start: 18 fest eingeschriebene Fahrer von 13 Teams, die Fahrzeuge von sechs Herstellern einsetzen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag startet die DTM Trophy unmittelbar nach dem DTM Rennen jeweils um 15:15 Uhr durch. Die Fans können das Renngeschehen über den Livestream auf der neuen OTT-Plattform DTM Grid verfolgen. 

Vielfältig besetzt geht die DTM Trophy in ihre Premierensaison: Mit dabei sind die Marken Audi, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota. International präsentiert sich auch das Teilnehmerfeld mit Fahrern aus sieben verschiedenen Nationen. Als ältester Fahrer steigt mit 36 Jahren Ex-DTM-Profi Peter Terting ins Cockpit. Jüngster Teilnehmer ist David Serban mit 16 Jahren. Insgesamt acht Fahrer sind im Jahr 1998 oder danach geboren und damit punktberechtigt für die Juniorwertung der DTM Trophy.

Zahlreiche Fahrer haben bereits in anderen GT-Serien oder Markenpokalen Rennsiege und Titel eingefahren. Nun treffen sie in der DTM Trophy aufeinander. Für Chancengleichheit sorgt das ausgeklügelte, individuell entwickelte System der „Balance of Performance“, wofür die Fahrzeugdaten der verschiedenen GT-Autos auf wissenschaftlicher Basis verglichen wurden. Dabei wurden auch Parameter berücksichtigt, die nur in der DTM Trophy beachtet werden, wie beispielsweise Aerodynamik oder Fahrzeugschwerpunkt. Das alles verspricht in dieser Saison einen spannenden Wettbewerb an sechs Rennwochenenden mit jeweils zwei halbstündigen Rennen ohne Boxenstopps oder Fahrerwechsel. Es gilt: Ein Fahrer, ein Auto. Klassischer Rennsport, auf den sich die Fans freuen können!

Stimmen zum Saisonauftakt:

Frederic Elsner, Director Event ITR GmbH
„Das qualitativ starke Teilnehmerfeld mit großer Internationalität zeigt, dass wir mit dem Konzept der DTM Trophy genau den richtigen Weg gefunden haben. Trotz der aktuell schwierigen Lage, mit der es alle im Motorsport zu tun haben, ist das eingeschriebene Teilnehmerfeld für die Saison 2020 beachtlich. Einige Fahrer und Teams haben uns darüber hinaus schon zugesichert, dass sie im Laufe der Saison noch dazustoßen werden. Wir freuen uns auf eine spannende Premieren-Saison!“

Christoph Esser, Teamchef PROsport
„Der Aufwand, der bei der BoP-Ermittlung betrieben wurde, ist gigantisch. Das war schon sehr professionell. In einigen Serien sind Eigenentwicklungen wie unser Porsche gar nicht mehr erwünscht. Deshalb kommt für uns die DTM Trophy wie gerufen, hier fühlen wir uns richtig gut aufgenommen.“

Michael Teichmann, Teamchef Teichmann Racing
„Die eigene BoP der DTM Trophy gibt uns die Möglichkeit, mit dem Fahrzeug an mehreren Rennserien teilzunehmen, ohne dass wir das Auto immer wieder komplett umbauen müssen. Das macht die DTM Trophy für uns sehr interessant, denn wir setzen die Autos zum Beispiel auch bei Langstreckenrennen ein. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir im Laufe der Saison mehrere Fahrzeuge in der DTM Trophy an den Start bringen werden, denn hier müssen wir sie ja nicht jedes Mal eine Woche hin- und dann wieder zurückbauen.“

Jan Philipp Springob, Fahrer, SUPERDRINK by BREMOTION
„Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Die Rennen finden ohne Boxenstopp statt, somit fahre ich erstmals ganz allein und muss bei Rennstrategie und Fahrzeugsetup keine Kompromisse eingehen. Mein Ziel ist ein Ergebnis in den Top Drei der Meisterschaft.“

Ben Tuck, Fahrer, Walkenhorst Motorsport
„Natürlich freue ich mich, durch die Teilnahme an der diesjährigen DTM Trophy meine Zusammenarbeit mit Walkenhorst und mit BMW fortsetzen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass Walkenhorst die Erfahrung und die Hingabe mitbringt, um die Saison zum Erfolg zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen stark sein werden. Im BMW M4 fühle ich mich als Fahrer bereits total wohl. Die Einsätze im Rahmenprogramm der DTM auf einigen der legendärsten und beliebtesten Strecken Europas stellen sowohl eine enorme Herausforderung als auch einen großen Kick dar. Ich freue mich unheimlich darauf.“

Callaway-Corvette holt erste Bestzeit der neuen Saison

  • Erstes Freies Training auf dem Lausitzring
  • Markus Pommer setzt erste Bestmarke
  • Vier Marken auf den ersten vier Positionen

Bestzeit am Freitag; Callaway Competition mit Markus Pommer und Jeffrey Schmidt
Foto: ADAC-Motorsport
Los geht's: Mit dem ersten Freien Training ist das ADAC GT Masters auf dem Lausitzring in die neue Saison gestartet. Die erste Bestzeit markierte dabei Corvette-Pilot Markus Pommer (29/Neckarsulm, Callaway Competition). Dahinter folgten mit Porsche, Audi und Mercedes-AMG drei weitere Marken. Die beiden Rennen vom ersten Rennwochenende werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Genau 306 Tage oder zehn Monate und zwei Tage lagen zwischen dem letzten Rennen der Saison 2019 und der ersten Sitzung der aktuellen Saison. Die begann mit einem einstündigen Training, in dem Markus Pommer bereits früh die endgültige Bestzeit erzielte. Schon nach knapp 25 Minuten setzte sich der Pilot aus Neckarsulm, der sich in dieser Saison die Corvette C7 GT3-R mit Jeffrey Schmidt (26/CH) teilt, an die Spitze des Feldes. An seine Bestzeit von 1.21,553 Minuten kam die Konkurrenz bis zum Ende der Sitzung nicht heran. "Die erste Session verlief für uns perfekt", so Pommer. "Es hat alles funktioniert, was wir am Auto ausprobiert haben. Ich habe eine gute Runde erwischt und hatte keinen Verkehr. Ich habe ein gutes Gefühl und bin mit dem Auto sehr zufrieden. Aber wie das richtige Kräfteverhältnis aussehen wird, werden wir erst morgen früh im ersten Qualifying sehen."

Auf Platz zwei mit einem Rückstand von 0,118 Minuten kam der Porsche 911 GT3 R von Robert Renauer (35/Vierkirchen) und Sven Müller (28/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport). "Wir haben im Training eine Qualifyingsimulation gemacht, damit wir morgen früh gut dastehen", sagte Ex-Meister Renauer, der bereits drei Siege auf dem Lausitzring eingefahren hat. "Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Im zweiten Training werden wir noch ein paar Sachen für die Rennperformance ausprobieren. Ich hoffe, dass wir dann gut aussortiert sind für den Rest des Wochenendes, wenn es richtig losgeht."

Den dritten Rang sicherten sich im schnellsten Audi R8 LMS Charles Weerts (21/B) und Dries Vanthoor (22/B) vom Team WRT, das sein Debüt im ADAC GT Masters feiert. Dahinter folgte auf Rang vier mit dem Mercedes-AMG von Philip Ellis (27/GB) und Raffaele Marciello (25/I, beide Knaus-Team HTP-Winward) eine vierte Marke. Die Top Fünf komplettierten die Vorjahresmeister Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) in einem weiteren Audi. Sie lagen am Ende der Sitzung nur 0,241 Minuten hinter der Bestzeit. Auch dahinter waren die Zeitenunterschiede gering. Genau 20 Fahrzeuge lagen im Endergebnis innerhalb einer Sekunde.

BMW-Werkspilot Jens Klingmann (30/Tägerwilen) kann trotz eines Fahrradunfalls Ende Juni, bei dem er sich Armbrüche zugezogen hat, am Lausitzring starten. "Ich bin sehr happy, die ersten Runden liefen sehr gut. Ich hatte keine Schmerzen", so der Deutsche. "Ich bin am 30. Juni operiert worden und saß heute erstmals wieder im Rennauto. Normalerweise dauert der Heilungsprozess acht Wochen. Ich habe sehr viel Reha und Physio gemacht und in dieser Woche das grüne Licht der Ärzte erhalten. Heute war dann der Moment der Wahrheit. Ich war anfangs schon etwas nervös, aber es hat alles geklappt. Ich mache mir für den Rest des Wochenendes keine Sorgen." Zweiter Fahrer im BMW M6 GT3 des MRS GT-Team beim Saisonauftakt ist Nicolai Sylvest (23/DK). Der Däne fuhr bereits im Vorjahr für das Team aus Lonsee und holte zusammen mit Klingmann auf dem Red Bull Ring eine Pole-Position und einen Sieg.

Zahlen und Fakten zum Saisonauftakt des ADAC GT Masters

  • 14. Saison der "Liga der Supersportwagen"
  • Auftaktwochenende auf dem Lausitzring
  • Spannende Daten zum Starterfeld mit 33 GT3-Sportwagen
Foto: Jens Hawrda

Es ist so weit: An diesem Wochenende startet das ADAC GT Masters auf dem Lausitzring in die neue Saison. Ein spannender Blick in die Zahlen, Daten und Statistiken der "Liga der Supersportwagen". Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

- Sieben ADAC GT Masters-Champions treten beim Saisonauftakt an. Neben den beiden Doppelmeistern Kelvin van der Linde und Sebastian Asch sind dies Maximilian Götz, Daniel Keilwitz, Christopher Mies, Patric Niederhauser und Robert Renauer.

- Drei Frauen starten 2020 in der "Liga der Supersportwagen". Rennsiegerin Rahel Frey kehrt nach einer Saison in die Serie zurück, Audi-Markenkollegin Carrie Schreiner bestreitet ihre zweite Saison. Ihr Debüt im ADAC GT Masters gibt dagegen Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro.

- Der älteste Pilot im Starterfeld ist Audi-Sport-Fahrer Frank Stippler (45), jüngster Starter beim Auftakt in der Lausitz ist Markenkollege Charles Weerts mit 19 Jahren.

- Insgesamt 15 Serienneulinge feiern auf dem Lausitzring ihr Debüt im ADAC GT Masters. Die Rookies sind: Mike Beckhusen, Dorian Boccolacci, Hendrik von Danwitz, Joel Eriksson, Jannes Fittje, Niels Langeveld, Niels Lagrange, Constantin Schöll, Steijn Schothorst, Simona De Silvestro, Henric Skoog, Igor Walilko, Charles Weerts, Nick Yelloly und Tim Zimmermann.

- Der erfahrenste Pilot im Feld ist mit 163 ADAC GT Masters-Starts Sebastian Asch.

- Gleich zwei Brüderpaare treten in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" an. Neben den beiden Schweden Joel und Jimmy Eriksson ist diese Saison mit Alfred und Robert Renauer sogar ein Zwillingspaar am Start.

- Mit dem späteren Meister Tim Bergmeister und Bruder Jörg gelang 2008 einem Brüderpaar in der Lausitz sogar ein Doppelsieg.

- 18 Fahrer sind in die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer unter 25 Jahre eingeschrieben.

- 22 Rennsiege hat Daniel Keilwitz im ADAC GT Masters bisher eingefahren. Kein anderer Fahrer war so erfolgreich wie der Meister von 2013. Das Team mit den meisten Triumphen ist Callaway Competition. Der Rennstall aus Leingarten hat bisher 33-mal in der "Liga der Supersportwagen" ein Rennen gewonnen.

- 34 der 66 Piloten, die am Lausitzring an den Start gehen, haben im ADAC GT Masters bereits mindestens ein Rennen gewonnen.

- Auch 2020 präsentiert sich das Starterfeld wieder sehr international: Piloten und Pilotinnen aus insgesamt 15 Nationen pilotieren die mehr als 30 GT3-Sportwagen. Am stärksten vertreten ist Deutschland mit 28 Startern vor der Schweiz und Österreich. Mit Europa, Afrika und Australien kommen die Fahrer aus drei Erdteilen.

- 19 Teams setzen in dieser Saison Fahrzeuge von sieben Marken ein. Dazu zählen Audi, Bentley, BMW, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche.

- Mit drei Lamborghini Huracán GT3 betreut das GRT Grasser Racing Team in dieser Saison so viele Fahrzeuge wie kein anderer Rennstall.

- Das bei den Teams populärste Fahrzeug ist der Audi R8 LMS. Insgesamt 13 Autos von der Marke mit den vier Ringen sind eingeschrieben. Danach folgen Mercedes-AMG und Porsche mit jeweils sechs GT3-Sportwagen.

- Das ADAC GT Masters startet zum ersten Mal überhaupt auf dem Lausitzring in die Saison. Die bisherigen Austragungsorte des Auftakts waren Oschersleben (zwölfmal) und in der Premierensaison 2007 der Nürburgring.

- Die "Liga der Supersportwagen" startet zum zwölften Mal auf dem Kurs in Brandenburg.

- Der erfolgreichste der aktuellen Piloten auf dem Lausitzring ist Robert Renauer. Der Meister von 2018 gewann bisher insgesamt dreimal (2013, 2016 und 2017) auf dem Kurs. Ebenfalls dreimal siegreich waren die ehemaligen Champions Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox.

- Das Team mit den meisten Siegen auf dem Lausitzring ist Callaway Competition mit vier Triumphen, bei den Marken hat Porsche mit acht Triumphen die Nase vorn.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Doppelte Premiere zum Saisonstart der ADAC TCR Germany

  • ADAC TCR Germany erstmals auf dem Lausitzring am Start
  • Meisterteam Hyundai Team Engstler will den Titel erfolgreich verteidigen
  • Honda Junior Challenge geht in die nächste Runde
Foto: Jens Hawrda

Das Warten hat ein Ende: Die ADAC TCR Germany gibt beim Saisonstart am Wochenende (31. Juli bis 2. August) auf dem Lausitzring endlich wieder Vollgas. Wird Hyundai seine Vormachtstellung behaupten? Wer tritt die Nachfolge des Champions Max Hesse an? Und wer sichert sich als Sieger der Honda Junior Challenge einen neuen Honda Civic? Das erste Rennwochenende auf dem Lausitzring im Rahmen des ADAC GT Masters liefert die ersten Antworten in dieser fünften Saison der ADAC TCR Germany.

SPORT1 und SPORT1+ zeigen alle Rennen der ADAC TCR Germany im TV, mindestens ein Rennen am Wochenende ist live im frei empfangbaren Programm zu sehen. Online sind die Läufe bei SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/ADAC zu sehen.

Die fünfte Saison der ADAC TCR Germany beginnt mit gleich zwei Premieren: Erstmals überhaupt ist die ADAC TCR Germany auf dem Lausitzring zu Gast, und erstmals finden beide Rennen des Wochenendes an einem Tag (Sonntag, 10.15 Uhr und 14.40 Uhr) statt. Als Titelverteidiger schlüpft das Hyundai Team Engstler erneut in die Rolle des Gejagten - die Konkurrenz um Vizemeister Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) im Hyundai i30 N TCR sowie die beiden Honda-Piloten Mike Halder (24, Meßkirch, Profi Car Honda ADAC Sachsen) und Dominik Fugel (23, Chemnitz, Profi Car Honda ADAC Sachsen) wollen dem Meisterteam in diesem Jahr den Rang ablaufen. Michelle Halder (21, Meßkirch, Profi Car Team Halder), die 2019 ein Rennen in Zandvoort gewonnen hat, hofft auf weitere Spitzenplatzierungen.

"Nach dem Test bin ich sehr zuversichtlich, ich freue mich, dass es nun endlich losgeht", sagt Mike Halder, der sich in diesem Jahr endlich den Titel sichern will: "Das ist das Ziel, wir werden alles geben. Der Lausitzring ist eine tolle Strecke, es macht Spaß, dort zu fahren. Im Feld sind wieder viele schnelle Fahrer, es wird eine große Herausforderung - und es wird Zeit, dass wir nun endlich starten."

Im VW Golf GTI TCR lauern René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger), Harri Salminen (51, Finnland, Positione Motorsport) und Dziugas Tovilavicius (28, Litauen, SKUBA RACING TEAM) auf ihre Chance. Neu ist auch Albert Leguktko (20, Polen, Albert Leguktko Racing) im Honda Civic TCR.

Das Hyundai Team Engstler hat sich nach den Triumphen in der Team- und Fahrerwertung für diese Saison neu aufgestellt. Mit Antti Buri (31, Finnland) ist einer der erfahrensten Piloten der ADAC TCR Germany nun ins Cockpit des Engstler-Hyundai gewechselt, dazu kommt Nico Gruber (19, Österreich), der sein erstes Jahr im Tourenwagensport absolvieren wird. Außerdem setzt das Team wie gehabt sein VIP Auto ein, auf dem Lausitzring wird der Journalist Guido Naumann von AutoBild Motorsport die Rennen für Engstler absolvieren.

Antti Buri, der seit dem Premierenjahr dabei ist und immer zu den schnellsten Piloten im Feld gehört, fiebert dem Saisonstart entgegen. "Wir hatten gute Tests, das Auto fühlt sich sehr gut an, und ich bin mittlerweile richtig angekommen in meinem neuen Team", sagt der Finne, der 2019 lange die Meisterschaft angeführt hatte und letztlich Dritter wurde: "Der Lausitzring ist eine anspruchsvolle Strecke, es gibt nicht viele Möglichkeiten, um zu überholen." Umso wichtiger sei eine gute Performance im Qualifying, so der Finne: "Und dann werden wir sehen, was an diesem Wochenende und insgesamt in diesem Jahr möglich ist. Wir sind auf jeden Fall bereit."

Auch die Honda Junior Challenge geht in die nächste Runde. In der Wertung für Nachwuchspiloten im Tourenwagensport messen sich Nico Gruber, Marcel Fugel (19, Chemnitz, Profi Car Team Halder), Albert Leguktko und René Kircher. Der Sieger erhält einen neuen Honda Civic.

Am Samstag steht für die ADAC TCR Germany zunächst das Training und das Qualifying an, am Sonntag wird es dann richtig ernst: Um 10.15 Uhr und 14.40 Uhr steigen die ersten beiden von insgesamt 14 Rennen der neuen Saison. Die Rennen auf dem Lausitzring finden ohne die Beteiligung von Zuschauern nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept statt.

Dienstag, 28. Juli 2020

Spannung pur: Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring

  • Audi-Asse Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde als Titelverteidiger
  • Starkes Starterfeld mit mehr als 30 Supersportwagen

Foto: Jens Hawrda

Die Jagd ist eröffnet: Schaffen die Audi-Piloten Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) als erste Fahrer überhaupt die Titelverteidigung im ADAC GT Masters, oder schlägt die Konkurrenz zurück? Auf dem Lausitzring startet am kommenden Wochenende (31. Juli bis 2. August) die erste Runde der hart umkämpften GT-Rennserie mit mehr als 30 Supersportwagen. Die Rennen werden Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Das ist neu in 2020
Der spektakulärste Neuzugang im Starterfeld ist der Bentley Continental GT3 von T3-HRT-Motorsport. Mit einem weiterentwickelten Fahrzeug treten die Mercedes-AMG-Teams an. Auf die Evo-Version des Rennwagens aus Schwaben setzen HTP-Winward Motorsport, das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing sowie Toksport WRT. Mit dem Team WRT aus Belgien debütiert eines der international erfolgreichsten GT3-Teams im ADAC GT Masters. Nach Gaststarts im vergangenen Jahr bestreiten Toksport WRT und SSR Performance mit einem Porsche 911 GT3 R ihre erste komplette Saison in der Serie. Reifenpartner Pirelli rüstet das Feld in diesem Jahr mit neuen Pneus aus.

Die Stars im Feld
Das ADAC GT Masters beeindruckt auch 2020 mit einem hochkarätigen Starterfeld und Piloten mit Formel-1- und IndyCar-Erfahrung und Sportwagen-Assen. Mit den Titelverteidigern van der Linde und Niederhauser sind mit Maximilian Götz (34/Uffenheim, HTP-Winward Motorsport), Daniel Keilwitz (30/Villingen, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing), Christopher Mies (31/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport) und Robert Renauer (35/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport) insgesamt sechs Ex-Meister am Start. Mit Maro Engel (34/Monte Carlo, Toksport WRT) und Raffaele Marciello (25/I, HTP-Winward Motorsport) treten zwei Sieger des FIA GT World Cup im ADAC GT Masters an. Gleich sechs Hersteller - Audi, Bentley, BMW, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche - schicken rund 20 Werksfahrer an den Start. Auf der Fahrerseite gibt es insgesamt mehr als 15 Neulinge, darunter Porsche-Werksfahrerin Simona de Silvestro (31/CH, Küs Team75 Bernhard) und DTM-Rennsieger Joel Eriksson (22/S, Schubert Motorsport).

Die Favoriten
Aufgrund der hohen Leistungsdichte im ADAC GT Masters ist ein Favorit kaum auszumachen. Beim offiziellen Vorsaisontest lagen teilweise mehr als 20 Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde. Die absolute Bestzeit gelang beim Test Raffaele Marciello im Mercedes-AMG, mit Titelverteidiger Kelvin van der Linde (Audi) und Porsche-Pilot Sven Müller (27/Bingen, Precote Herberth Motorsport) folgten knapp dahinter Piloten zweier weiterer Marken. Auch der Blick in die Statistik unterstreicht, dass der Lausitzring ein Garant für abwechslungsreichen Motorsport ist. Bei den bisher dort vom ADAC GT Masters ausgetragenen 22 Rennen haben sich sechs verschiedene Marken in die Siegerliste eintragen können.

Die Lokalmatadore
Der Lausitzring gilt als Heimstrecke von BWT Mücke Motorsport. Die Berliner setzen in dieser Saison zwei Audi R8 LMS ein. Doch für drei der vier Piloten des Rennstalls ist das Auftaktwochenende auch das Heimspiel: Stefan Mücke (38) kommt ebenso aus Berlin wie Serienneuling Mike Beckhusen (20). Beckhusen teilt sich den zweiten R8 LMS des Teams mit Igor Walilko (22/PL), dessen Heimatstadt Zielona Góra 150 Kilometer vom Lausitzring entfernt ist. Auch T3-HRT-Motorsport aus Radebeul hat nur eine kurze Anreise zum Kurs in Brandenburg.

Die Strecke
Der Lausitzring gehört erstmals seit 2017 wieder zum Kalender des ADAC GT Masters. Die 3,478 Kilometer lange Strecke setzt sich aus Teilen des Ovalkurses und aus Abschnitten im Infield zusammen. Die Rennen auf dem Lausitzring finden ohne die Beteiligung von Zuschauern nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept statt.

ADAC GT Masters eSports Championship
Die ADAC GT Masters eSports Championship trägt am Samstag ab 18.30 Uhr das erste von acht Saisonrennen aus. 20 Teilnehmer und vier Gaststarter messen sich dabei auf der digitalen Version des Lausitzrings. Insgesamt geht es in der Saison um ein Preisgeld von 80.000 Euro. Das Rennen wird im Livestream auf youtube.com/adac und auf adac.de/motorsport übertragen.

Stimmen vor dem Rennwochenende

Kelvin van der Linde (Rutronik Racing, Audi R8 LMS): 
"Ich fahre schon viele Jahre im ADAC GT Masters, bin aber bisher noch nie zwei Jahre hintereinander mit dem gleichen Teamkollegen und dem gleichen Team gefahren. Das ist jetzt anders. Ich sehe das als sehr positiv, denn wir können da weitermachen, wo wir vergangenes Jahr aufgehört haben. Wir haben eine tolle Mannschaft und ein sehr gutes Paket. Das Ziel ist ganz klar: Wir wollen gewinnen."

Patric Niederhauser (Rutronik Racing, Audi R8 LMS): 
"Der Punktestand ist bei allen wieder null, jeder hat die gleichen Chancen. Die Titelverteidigung ist ganz klar unser Ziel, aber wir wissen natürlich auch, wie hoch das Niveau ist. In diesem Jahr ist es gefühlt sogar noch höher als in den Jahren zuvor. Natürlich braucht es auch etwas Glück, aber wir sind gut gerüstet."