Sonntag, 7. Juli 2019

DTM: Bruno Spengler (BMW) siegt am Norisring

Bruno Spengler holt nach langer Durststrecke seinen 17. DTM-Sieg
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler holt sich seinen fünften Sieg am Norisring, mehr Siege hat hier kein Pilot vorzuweisen. Vom Platz fünf gestartet, überholte er in der ersten Kurve alle vor im liegenden Kontrahenten und setzte sich an die Spitze des Feldes. Von nun an baute er seine Führung systematisch aus und verwaltete eine komfortablen 7 Sekundenvorsprung bis ins Ziel. 

Der BMW-Pilot triumphiert vor den Audi-Piloten Jamie Green, Mike Rockenfeller und Robin Frijns und beendet damit seine sieglose Durststrecke von zwei Jahren. Seinen letzten Sieg holte Bruno Spengler übrigens hier am Norisring im Jahr 2017.

Der Meisterschaftsführende Renè Rast wurde bereits in der ersten Runde von seinem Markenkollegen und Meisterschaftszweiten Nico Müller umgedreht. Rast viel ans Ende des Feldes zurück, Müller bekam eine Durchfahrtsstrafe, damit war für die beiden Meisterschaftsführenden das Rennen gelaufen, dachte man. Rast kämpfte sich aber im Verlauf des Rennens wieder bis auf Platz sieben vor und holte damit zumindest wichtige Meisterschaftspunkte.


DTM: Rast ist nicht zu halten - Pole für das zweite Rennen

Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Nach seinem gestrigen überlegenen Sieg am Norisring holt sich Rene Rast (Audi) auch die Pole Position für das heutige achte Saisonrennen der DTM. Er stellte dabei mit 46,146 Sekunden einen neuen Streckenrekord auf und verwies seine beiden Markenkollegen Jamie Green (Großbritannien) und Nico Müller (Schweiz) auf die Plätze.

Green's Startplatz ist allerdings noch nicht sicher, weil die Rennleitung eine Untersuchung gegen ihn angekündigt hat. Auf dem vierten Startplatz steht mit Loic Duval ein weiterer Audi-Pilot. Der Österreicher Philipp Eng (BMW), in der Gesamtwertung Dritter, fuhr den fünften Startplatz ein.


Insgesamt stehen damit vier Audi in den Top-Five. Aston Martin schaffte es mit den Startplätzen 13-17 diesmal nicht in die Top-Ten.

Stimmen der Aston Martin Piloten nach dem ersten Rennen am Norisring

Daniel Juncadella
„Was für ein Rennen! Das war wahrscheinlich eines meiner härtesten Rennen, aber am Ende hat es sich absolut ausgezahlt. Wir haben kein Auto, um immer in die Punkteränge zu fahren, aber genau das ist mir heute mit Platz sechs gelungen. Das ist fantastisch. Die Rennstrategie des Teams war klasse und obendrein hatten wir auch noch das nötige Quäntchen Glück. Vielen Dank an das gesamte Team für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monate.“ 

Jake Dennis
„Drei Autos in den Top-10 ist ein richtig gutes Mannschaftsergebnis. Nach dem Qualifying ist das ein sehr positives Resultat für uns. Ich hatte an meinem Auto mit Überhitzungsschwierigkeiten zu kämpfen und musste deshalb viel 'Lift and Coast' fahren, um den Motor zu kühlen. Schlussendlich war es dadurch ein schwieriges Rennen für mich, aber wir haben durchgehalten und ein paar Punkte mitgenommen. Das ist positiv.“ 
Ferdinand von Habsburg
Foto: Jens Hawrda

Ferdinand von Habsburg
„Ich freue mich, wieder in den Punkten zu sein. Das ist immer ein besonderes Ereignis in der DTM, speziell, wenn man auf technischer Seite noch aufholen muss. Ich habe heute viel aus dem Rennen herausgeholt und es läuft immer besser für uns. Natürlich bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, weil zwei meiner Teamkollegen vor mir ins Ziel gekommen sind. Aber drei Fahrer in den Top-10 ist ein gutes Teamergebnis für unsere Mannschaft, mit dem wir nicht gerechnet hatten. So gesehen können wir zufrieden sein.“

Paul Di Resta
„Kein guter Tag für mich. Mein Auto wurde in der ersten Kurve getroffen und dabei beschädigt, das gleiche dann noch einmal in Kurve vier. Mit diesen Schäden war es ab diesem Zeitpunkt ein einsames Rennen für mich. Es war unmöglich, vorherzusagen, wie die Safety-Car-Phase verlaufen würde. Leider haben wir uns falsch entschieden. Auf ein Neues im zweiten Rennen morgen.“ 

Eriksson fährt auf dem Norisring für BMW aufs Podest – Vier BMW M4 DTM sammeln Punkte

Joel Eriksson (SWE) hat das siebte DTM-Saisonrennen auf dem Norisring (GER) am Samstag auf dem dritten Platz beendet. Im CATL BMW M4 DTM erreichte der Fahrer vom BMW Team RBM damit seine dritte Podestplatzierung in der DTM. Auch Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM), Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) und Marco Wittmann (GER, Schaeffler BMW M4 DTM) sammelten beim Sieg von René Rast (GER, Audi) auf den Plätzen fünf, sieben und acht Punkte. Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) und Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) schieden vorzeitig aus.


In der Fahrerwertung bleibt Eng mit 91 Punkten als Dritter der bestplatzierte BMW Vertreter. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Rast liegt bei 27 Punkten. Bei den Herstellern belegt BMW mit 301 Zählern den zweiten Rang.


Stimmen der BMW Piloten nach dem ersten Rennen am Norisring:

Philipp Eng:
„Der Tag ist ein wenig schwierig für mich gewesen. Ich hatte mit P2 ein super Qualifying, ehe ich eine Strafe erhalten habe, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich hatte dennoch einen guten Start und konnte mich auf den dritten Platz verbessern. Die Safety-Car-Phase hat das Rennen leider auf den Kopf gestellt. Hoffentlich haben wir morgen ein wenig mehr Glück.“

Joel Eriksson:
„Wir hatten eine gute Strategie und haben im Verlauf des gesamten Rennens eine starke Pace gezeigt. Ich hatte einige tolle Zweikämpfe mit Nico Müller. Es war faires Racing, das hat Spaß gemacht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er am Ende in der letzten Kurve reinsticht. Allerdings denke ich, dass er mich so oder so in der letzten Kurve überholt hätte, auch wenn ich die Türe komplett zugemacht hätte, denn er hatte noch DRS übrig. Seine Reifen waren am Ende des Rennens auch besser als meine. Das ist schade, aber wir werden weiter pushen. Heute haben wir wichtige Punkte gesammelt.“
Sheldon van der Linde
Foto: Jens Hawrda

Sheldon van der Linde:
„Ich war nach einem guten Start auf dem sechsten Platz. Dann kam die Safety-Car-Phase, und nach dem Re-Start wurde es in Kurve vier ein wenig eng für mich. Ich habe Timo leicht berührt. Das war mein Fehler. Es tut mir sehr leid. Und natürlich möchte ich mich bei Timo entschuldigen.“

Marco Wittmann:
„Es war natürlich ein enttäuschendes Rennen. Wir sind viel Risiko gegangen und haben in der zweiten Runde gestoppt. Das Safety Car kam, aber leider hatten wir nicht die Pace von Audi. Am Ende ist der Reifen dann noch komplett in die Knie gegangen. Für mich ging es zurück bis auf Platz acht. Am Ende ist es nicht das Ergebnis, das ich mir für mein Heimrennen erhofft hatte. Aber wir haben morgen noch einen zweiten Tag.“

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler:
„Ich habe jetzt schon zum wiederholten Mal Punkte durch Pech mit dem Safety Car verloren. Das ist natürlich bitter. Trotzdem konnte ich heute noch viel Boden wieder gutmachen, denn der Speed meines Autos war konstant stark. Das Team hat sowohl bei der Vorbereitung des Autos als auch beim Boxenstopp einen tollen Job gemacht. Jetzt hoffe ich einfach, dass ich vielleicht auch mal Glück mit dem Safety Car habe.“

Timo Glock:
„Es läuft einfach nicht sein momentan. Schon das Qualifying war schwierig. Obwohl wir nur eine kleine Änderung vorgenommen haben, war das Auto komplett anders zu fahren als gestern. Dann hatten wir eine gute erste Runde, aber Pech mit dem Safety Car, das in diesem Jahr scheinbar die Meisterschaft entscheidet. Am Ende ist es natürlich unschön, wenn man vom eigenen Teamkollegen getroffen wird. Aber ich kann Sheldon keine Vorwürfe machen. Das passiert.“

Drei Aston Martin Vantage DTM beim Saisonhighlight auf dem Norisring in den Top-10

  • Daniel Juncadella stellt mit Platz sechs das beste Rennergebnis in der noch jungen Teamgeschichte von R-Motorsport ein
  • Zum ersten Mal drei Fahrer in den Top-10: Neben Juncadella fahren auch Jake Dennis (P9) und Ferdinand von Habsburg (P10) in die Punkteränge
  • Daniel Juncadella: „Was für ein Rennen! Das war wahrscheinlich eines meiner härtesten Rennen, aber am Ende hat es sich absolut ausgezahlt.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Drei Aston Martin Vantage DTM auf den Plätzen sechs, neun und zehn in den Punkten ist unser bisher bestes Saisonergebnis.“

Aston Martin mit 3 Fahrzeugen in den Top-Ten
Foto: Jens Hawrda
Spannendes Rennen in den Straßen von Nürnberg: Drei Fahrern aus dem R-Motorsport Quartett gelingt beim Saisonhöhepunkt auf dem anspruchsvollen Stadtkurs der Sprung in die Punkteränge.

Der Norisring war bereits vor einem Jahr ein gutes Pflaster für Daniel Juncadella (28, Spanien), der in der Saison 2018 in Nürnberg seine erste Pole Position und seinen ersten Podestplatz in der DTM erzielen konnte. In diesem Jahr kam Daniel im ersten Lauf bereits in Runde drei zu einem frühen Reifenwechsel an die Box. Dabei profitierte er von einem kurz darauf erfolgenden Einsatz des Safety Cars. Im weiteren Rennverlauf mischte der Spanier bis zur Zielflagge in einem spannenden Kampf um den dritten Podestplatz mit. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf Position sechs und stellte damit das beste Einzelergebnis in der noch jungen DTM-Geschichte des Teams ein.

Die starke Mannschaftsleistung von R-Motorsport komplettierten Jake Dennis (24, Großbritannien) und Ferdinand von Habsburg (22, Österreich), die auf den Plätzen neun und zehn ebenfalls in die Punkteränge fuhren. Damit erreichten am erst vierten DTM-Rennwochenende des Teams zum ersten Mal drei Aston Martin Vantage DTM die Punkteränge. Wie ihr Teamkollege Daniel absolvierten auch Jake und Ferdinand jeweils einen frühen Pflichtstopp (Jake in Runde drei, Ferdinand direkt nach der Startrunde). Paul Di Resta (33, Großbritannien) legte seinen Stopp nach elf Umläufen ein und kam als Zwölfter knapp außerhalb der Top-10 ins Ziel.

Das Team reiste mit der zusätzlichen Erfahrung von zwei Testtagen in Vallelunga an den Norisring. Auf der italienischen Teststrecke arbeitete die Mannschaft zwischen den Rennen in Misano und Nürnberg an der Performance und der Zuverlässigkeit des neuen Aston Martin Vantage DTM, der über den Winter in Rekordzeit entwickelt und gebaut wurde. Die nächste Chance auf Punkte und weitere wichtige Erfahrungen mit dem Aston Martin Vantage DTM erhält das Team bereits am Sonntag. Dann steht um 13:30 Uhr das zweite Rennen des Wochenendes auf dem Norisring an.