Montag, 20. Mai 2019

Thriller in Most: Antti Buri gewinnt im Audi zweites Rennen

  • Buri gelingt im Audi der zweite Saisonsieg in der ADAC TCR Germany
  • Honda-Pilot Bradley Burns feiert erstes Podium und Sieg in der Honda Junior Challenge
  • Nächstes Rennwochenende steigt in drei Wochen am Red Bull Ring
Antti Buri (Audi RS3 LMS) siegt im zweiten Lauf in Most
Foto: Jens Hawrda

Mit einem spektakulären Überholmanöver in der letzten Runde hat Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im Audi RS3 LMS das zweite Rennen der ADAC TCR Germany im tschechischen Most gewonnen. Buri, der von Platz zwei aus ins Rennen gegangen war, setzte zu Beginn des letzten Umlaufs das entscheidende Manöver gegen Bradley Burns (17, Großbritannien) im Honda Civic TCR. Buri sicherte sich nach dem Sieg im Sonntagsrennen in Oschersleben seinen zweiten Triumph in dieser Saison. Burns bejubelte mit Rang zwei seinen ersten Podestplatz in der Tourenwagenserie und zudem den Sieg in der Honda Junior Challenge. Platz drei belegte Honda-Pilot Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen). Für Fugel war es das erste Podium seit dem Rennen am Nürburgring im vergangenen Jahr. Im Samstagsrennen hatte er den dritten Platz in der letzten Runde noch abgeben müssen. 

Der Gesamtführende Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) belegte im Honda den vierten Platz und reist als souveräner Spitzenreiter zum nächsten Lauf an den Red Bull Ring in Österreich. Mit 152 Punkten liegt er 15 Zähler vor Max Hesse (17, Wernau, Hyundai Team Engstler), der im Hyundai i30 N TCR Fünfter wurde. 

"Am Start habe ich leider etwas geschlafen", sagte Buri lachend. In der Folge bewies der Finne aber Geduld und ging sowohl an Fugel als auch mit einem beherzten Manöver an Burns vorbei. "Es ging nur darum, die Hondas zu schnappen", erklärte er. Die Vorgehensweise war dabei zweimal dieselbe: Beim Herausbeschleunigen aus der Schikane positionierte er sich besser und zog mit einem Geschwindigkeitsüberschuss vorbei. "In den schnellen Kurven haben wir etwas Zeit verloren, also war das meine einzige Option", schilderte Buri. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Sonntagsrennen der Saison entwickelt er sich allmählich zum Spezialisten für das zweite Rennen. 

Der Start verlief ohne Zwischenfälle, alle Fahrer zeigten sich auf dem Weg zur Schikane diszipliniert. Burns verteidigte seine Spitzenposition, dahinter machte Fugel bereits auf den ersten Metern drei Plätze gut und folgte auf Rang zwei. Buri beendete die erste Runde als Dritter vor Hesse und Hyundai-Fahrer Theo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler). Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International), der im Hyundai von Platz drei gestartet war, verlor drei Positionen. Vortagessieger Mike Halder sortierte sich auf Platz sieben ein. 

Burns kontrollierte das Rennen zu Beginn, während Buri Druck auf Dominik Fugel machte. Niedertscheider arbeitete sich unterdessen nach vorne und hing schnell im Heck von Hesse. Im Kampf um Platz vier holte Halder auf Hesse und Niedertscheider auf. Zur Halbzeit des Rennens machte Halder kurzen Prozess mit Niedertscheider und ging vorbei. 

In der zwölften Runde unterlief Fugel im Duell mit Buri ein teurer Fehler. In der ersten Kurve verbremste er sich, der Finne nutzte den Vorteil beim Herausbeschleunigen und eroberte den zweiten Platz. In derselben Runde zeigte erneut Halder seine Klasse und überholte im Kampf um Rang vier in der letzten Kurvenkombination Hesse. 

Spektakulär wurde es in der letzten Runde. In der ersten Kurve versuchte sich Burns gegen Buri zu wehren, doch der Finne nutzte die bessere Linie beim Herausbeschleunigen. Es kam zu einem leichten Kontakt, aber Buri verteidigte die Spitzenposition und fuhr als Erster über die Ziellinie. Hinter Burns, Fugel, Halder und Hesse belegte Niedertscheider den sechsten Platz vor Coicaud. Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) wurde im Hyundai Achter. Die Top Ten komplettierten Cupra-Fahrer Julien Apotheloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport) sowie Opel-Pilot Steve Kirsch (39, Chemnitz, ADAC Sachsen e.V.). 

Das nächste Rennwochenende der ADAC TCR Germany findet in drei Wochen (07. bis 09. Mai) am Red Bull Ring in Österreich statt. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind die Läufe auch weiterhin im Livestream im Facebook-Kanal der ADAC TCR Germany, auf YouTube.com/adac, sport1.de und adac.de/motorsport zu sehen. 

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany 

Bradley Burns (Zweiter und Sieger der Honda Junior Challenge): "Ich bin zufrieden mit dem Rennen. Wir hatten ein gutes Setup, am Ende hat mich Antti in der ersten Kurve ausgebremst. Aber ich bin gar nicht enttäuscht. Unser Ziel in diesem Jahr ist es, die Honda Junior Challenge zu gewinnen. Dafür haben wir wichtige Punkte geholt, nachdem es gestern nicht so gut lief." 

Dominik Fugel (Dritter, Team Honda ADAC Sachsen): "Gestern war super bitter für das ganze Team, ich bin froh, dass es jetzt endlich geklappt hat und dass ich den Jungs etwas zurückgeben konnte. Der Start war richtig gut, danach war ich lange vor Antti Buri, der aber viel schneller war. Am Ende kam auch Mike noch nah heran, aber er war sehr fair. Meine Haupterkenntnis aus diesem Wochenende ist klar: Das Rennen ist erst vorbei, wenn es abgewunken ist." 

Sonntag, 19. Mai 2019

IDM Superbike: Pole für Mikhalchik am Lausitzring

Ilya Mikhalchik (BMW)
Foto: Jens Hawrda
Es war fast zu erwarten, so wie das letzte Jahr aufgehört hat fängt die neue Saison an, es dominiert ein Fahrer: Ilya Mikhalchik. Aber eines ist anders, sein Teamkollege Julian Puffe sitz ihm im Nacken. Das erste Training hatte Puffe für sich entschieden und auch im Qualifying sa es lange so aus als könnte Puffe für eine Sensation sorgen, aber dann schlug Mikhalchik wieder zu, er platzierte sich mit elf Hundertsteln Sekunden Vorsprung für die Pole Position des ersten Superbike-Laufes.

Puffe steht auf Startplatz zwei und war zufrieden. Der Dritte Erwan Nigon, von dem niemand wissen konnte, wie schnell er nach seinen IDM-Triumph vor sieben Jahren noch ist, präsentierte sich für Kawasaki glücklicherweise immer noch in Bestform. Er ist nicht nur in der Langstrecken-WM ein Spitzenkandidat, sondern entpuppte sich auch im Sprint in der Lausitz als konkurrenzfähiger Kandidat für die Titeljagd. Zudem äußerte sich der Franzose beim IDM-Comeback sehr optimistisch. „Podium? Ja, das ist nicht unmöglich. Ich gehe davon aus, dass wir das schaffen.“ Die Kawasaki-Crew von Weber Motos baute das Fahrwerk der ZX-10R nach seinen Wünschen um. Nigon ist einer derjenigen Fahrer, die analysieren und exakte Aussagen treffen können.
IDM-Rückkehrer Erwan Nigon startet von Platz 3
Foto: Jens Hawrda
Marc Moser (Yamaha) eröffnet als Vierter die zweite Startreihe, gefolgt von Maximilian Weihe. Der Rookie knallte in einem Zug von der zehnten auf die fünfte Position nach vorn. Komplettiert wird die zweite Startreihe durch Toni Finsterbusch (Suzuki). Alessandro Polita (Honda) auf dem achten Platz sorgte dafür, dass alle in der IDM Superbike 1000 vertretenen fünf Motorradmarken sich mit mindestens einem Superbike unter den Top Ten in der Startaufstellung platzierten.

Podium für Audi beim DTM-Comeback in Zolder

  • Nico Müller profitiert im Samstagsrennen von einem Safety-Car-Einsatz
  • René Rast nach starkem Qualifying im Rennen ohne Punkte
  • Audi weiter Spitzenreiter der Herstellerwertung

Nico Müller fährt für Audi am Samstag aufs Podium
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Beim Comeback der DTM im belgischen Zolder hat Nico Müller für Audi den dritten Platz geholt. Auch die Plätze vier, fünf und sechs gingen an Audi-Piloten. Das Ergebnis des Samstagsrennens wurde durch einen Safety-Car-Einsatz weitgehend auf den Kopf gestellt.

Das Safety Car brachte jene Fahrer um alle Chancen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ihren Pflichtboxenstopp absolviert hatten. Dazu zählten mit René Rast und Robin Frijns auch die beiden bis dahin bestplatzierten Audi-Piloten. Beide gingen am Ende leer aus. 

Nico Müller holte sich dagegen genau im richtigen Moment frische Reifen. In der Schlussphase lieferte sich der Schweizer aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline dann ein packendes Duell mit BMW-Pilot Joel Eriksson. Nur 184 Tausendstelsekunden hinter dem Schweden überquerte Müller die Ziellinie als Dritter. „Es war ein guter Kampf mit Eriksson“, sagte Müller. „Ich habe alles versucht, an ihm vorbeizukommen. Aber er hat sich sehr clever verteidigt, und das Überholen ist auf dieser Strecke ohnehin sehr schwierig. Ich freue mich über das Podium und die Punkte – vor allem nach einem für mich nicht optimal verlaufenen Qualifying.“

Mit Aufholjagden glänzten Loïc Duval und Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix. Duval kämpfte sich von Startplatz 14 auf Rang vier nach vorn. Rockenfeller musste wegen einer Reparatur an der Kupplung nach dem Qualifying vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Mit einer Zwei-Stopp-Strategie fuhr der Audi-Pilot noch auf Rang fünf nach vorn – ein schöner Lohn für seine Mechaniker, die bis in die frühen Morgenstunden an seinem Audi RS 5 DTM gearbeitet hatten.

Für das Audi Sport Team Rosberg war der sechste Platz von Jamie Green dagegen nur ein schwacher Trost, nachdem René Rast im Qualifying die Pole-Position nur um 42 Tausendstelsekunden verpasst hatte. Der DTM-Champion des Jahres 2017 lag knapp hinter den beiden führenden BMW auf Platz drei, als das Safety Car auf die Strecke ging. Rast musste seinen Pflichtboxenstopp nach dem Restart absolvieren und fiel so aus den Punkterängen heraus. Wegen eines technischen Problems stellte er seinen Audi RS 5 DTM schließlich vorzeitig ab.

„Das war ein schwieriges Rennen, unter anderem wegen des Safety Cars“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Auch die Tatsache, dass Überholmöglichkeiten hier in Zolder sehr rar sind, hat das Rennen für uns nach einer durchschnittlichen Qualifying-Performance noch schwieriger gemacht. Es gab Situationen, in denen wir potenziell schneller waren als unsere Gegner, aber einfach nicht überholen konnten. Wir müssen heute mit den Plätzen drei, vier, fünf und sechs leben und morgen stärker zurückkommen.“

BMW Team RBM triumphiert beim Heimrennen in Zolder

Philipp Eng feiert seinen ersten DTM-Sieg in Belgien


Phillip Eng siegt am Samstag in Zolder
Foto: BMW-Motorsport
Triumph bei der Rückkehr der DTM nach Zolder (BEL): Im dritten Rennen der DTM-Saison feierte Philipp Eng (AUT) den ersten DTM-Sieg seiner Karriere im ZF BMW M4 DTM. Joel Eriksson (SWE) komplettierte das Doppelsieg für das BMW Team RBM im CATL BMW M4 DTM. Für das Team unter Bart Mampaey war dies das allererste Heimrennen in Belgien. 35 Jahre nach dem Sieg von Harald Grohs (GER) beim allerersten DTM-Rennen steht in Zolder ein BMW-Pilot erneut auf dem Podium.

Eng und Eriksson trafen auf Marco Wittmann (GER), der im BMW M4 DTM von der Pole Position ins Rennen gestartet war und als Siebter die Ziellinie überquerte. Er hat jetzt 43 Punkte und liegt knapp vor Eng (40 Punkte) an der Spitze der Gesamtwertung. Bruno Spengler (CAN) wurde Zehnter in der BMW Bank M4 DTM. Er hatte gut vom dritten Platz angefangen, um in Führung zu gehen, wo er bis zum entscheidenden Zeitraum der gelben Flagge blieb.

Nach 13 Runden brachte das BMW M4 GTS DTM Safety Car das Feld näher zusammen, nachdem Jake Dennis (GBR, Aston Martin) an der Einfahrt in die Boxengasse zum Stehen kam. Eng und Eriksson konnten davon profitieren, da sie und einige andere Fahrer zu diesem Zeitpunkt bereits ihre obligatorischen Boxenstopps absolviert hatten. Eng rückte nach vorne, als die Spitzengruppe der Fahrer, die vor der Safety-Car-Phase nicht angehalten hatte, zum Reifenwechsel eintraf und sein starkes Tempo bis zum Ziel beibehielt. Wittmann, Spengler, Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) und Timo Glock (D, JiVS BMW M4 DTM) fielen dann zurück, nachdem sie in der Spitzengruppe vor der gelben Flagge gestanden hatten.

Philipp Eng:
„Es wird eine Weile dauern, bis ich es verstanden habe. Der Gewinn ist eine lebensverändernde Erfahrung. Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, fiel es mir sehr schwer, BMW Werksfahrer zu werden und in die DTM zu gelangen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich meinen Namen auf die Liste der Sieger der härtesten und besten Tourenwagenserie der Welt gesetzt habe. Ich bin jetzt der glücklichste Mensch auf dem Planeten. Ich bin dankbar, dass ich für BMW fahren kann und dass mein Team RBM mich immer wieder herausfordert, mich zu verbessern. Genau das brauche ich. Diesen Sieg möchte ich meiner Mentorin Charly Lamm widmen, die mir auf meinem Weg in die DTM sehr geholfen hat. Jetzt hoffe ich, dass ich nach jedem Rennen voller Champagner bin. “

Joel Eriksson:
"Es war toll. Mein Start war nicht brillant, aber es war klar, dass wir eine andere Strategie als viele andere Fahrer gewählt hatten. Deshalb habe ich versucht, einen klaren Kopf zu behalten und weiter nach vorne zu drängen. Das Safety Car war sehr gut für uns. Nico Müller hat mir am Ende das Leben wieder ziemlich schwer gemacht, aber ich konnte ihn aufhalten und als Zweiter die Ziellinie überqueren. Das gesamte Team verdient Anerkennung für die solide Strategie. Herzlichen Glückwunsch auch an Philipp Eng und an unser BMW Team RBM zu diesem tollen Heimsieg. “

Mit Blitzstart zum Sieg: Mike Halder gewinnt auch in Most

  • Halder feiert im Honda zweiten Sieg im dritten Saisonrennen der ADAC TCR Germany
  • Hyundai-Fahrer Max Hesse und Harald Proczyk komplettieren das Podium
  • Mitchell Cheah gewinnt die Honda Junior Challenge 

Mike Halder (Honda Civic TCR)
Foto: Jens Hawrda
Dank eines Blitzstarts und einer abgeklärten Fahrt hat der Gesamtführende Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR das erste Rennen der ADAC TCR Germany im tschechischen Most gewonnen und seine Tabellenführung ausgebaut. Durch seinen zweiten Sieg im dritten Saisonrennen untermauerte der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport seinen Anspruch als Meisterschaftsanwärter eindrucksvoll. Auf dem zweiten Platz landete Max Hesse (17, Wernau, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR, der ebenfalls von der ADAC Stiftung Sport gefördert wird, mit einem Rückstand von 1,260 Sekunden. Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International), der von der Pole Position gestartet war, sicherte sich in der letzten Runde durch ein Überholmanöver gegen Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) noch den dritten Platz. 
Mike Halder setzt sich Dank Blitzstart sofort an die Spitze des Feldes
Foto: Jens Hawrda
"So kann es weitergehen", jubelte Laufsieger Halder. "Die Ausgangslage nach dem Qualifying war schon gut, dann habe ich noch einen großartigen Start gehabt. Danach konnte ich das Feld kontrolliert anführen", ergänzte er. Ein Spaziergang sei sein fünfter Laufsieg in der Tourenwagenserie aber nicht gewesen. "Viel Luft nach oben war nicht mehr", verrät er. Im zweiten Lauf am Sonntag (11.40 Uhr) startet Halder vom neunten Platz. "Mit einem guten Start ist einiges drin", sagte er voller Vorfreude.

Halder erwischte im Samstagsrennen einen perfekten Start und ging noch vor der ersten Kurve an Proczyk vorbei. Im Sprint zur Schikane kam es dann zu einem Gewühl, das unter anderem für Hyundai-Gaststarterin Jessica Bäckman (21, Schweden, Hyundai Team Engstler) das frühe Ende des Rennens zur Folge hatte. Die Rennleitung schickte das Safety Car auf die Strecke. Das Feld sortierte sich zunächst, Halder führte vor Hesse, Dominik Fugel und Proczyk, der in der ersten Runde drei Plätze einbüßte.

Nach dem Restart kontrollierte der Gesamtführende das Geschehen, ohne sich aber entscheidend von Hesse absetzen zu können. Der Vorsprung betrug stets etwa eine Sekunde. Im Kampf um Platz drei machte Proczyk Druck auf Fugel, fand aber keinen Weg vorbei. In der neunten Runde kam es im Mittelfeld zu einem Kontakt zwischen dem Cupra von Julien Apotheloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport) und dem Honda Civic TCR von Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder). Während Fugel einige Plätze verlor, das Rennen aber zunächst fortsetzen konnte, musste Apotheloz die Box ansteuern und das Rennen aufgeben.

Diszipliniert zeigte sich die Spitze des Feldes. Das Ergebnis schien zementiert, ehe Proczyk nach einem Ausrutscher von Dominik Fugel doch noch auf den dritten Platz kletterte. Fugel wurde Vierter vor Oschersleben-Sieger Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im besten Audi RS3 LMS. Dahinter folgten die zwei Hyundai von Theo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler) und Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International).

Den Sieg in der Honda Junior Challenge sicherte sich Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR als Achter, direkt vor Honda-Pilotin Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR. Die Top Ten komplettierte Steve Kirsch (39, Chemnitz, ADAC Sachsen e.V.) im Opel Astra TCR.

Das zweite Rennen am Sonntag ist bei SPORT1+ zu sehen, zudem sind die Läufe auch online im Livestream im Facebook-Kanal der ADAC TCR Germany, auf YouTube.com/adac, sport1.de und adac.de/motorsport zu verfolgen. 


Podium erster Lauf TCR Germany Most
Foto: Jens Hawrda

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Hesse (Zweiter, Hyundai Team Engstler): "Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden. Ich hatte einen sehr guten Start, dann konnte ich anfangs auch mit Mike mithalten. Gegen Ende des Rennens wurde es etwas schwieriger, Dominik kam etwas näher. Aber es ist ein sehr gutes Ergebnis, ich bin sehr happy. Ich habe wichtige Punkte mitgenommen, Podium ist immer gut."

Harald Proczyk (Dritter, HP Racing International): "Leider hatte ich wieder einen schlechten Start, wie schon in Oschersleben. Wir müssen schauen, woran das liegt. In der letzten Runde hatte Dominik einen Ausrutscher, das war ein Geschenk für mich. Für morgen hoffe ich auf einen guten Start, das ist die Basis."

Mitchell Cheah (Sieger der Honda Junior Challenge, VW Team Oettinger): "Es ist toll, dass wir nach einem schwierigen Qualifying ein gutes Rennen hatten und die Punkte eingefahren haben. Der Sieg in der Honda Junior Challenge ist dann noch der Bonus obendrauf. Ich bin glücklich, dass das Team das Auto so gut eingestellt hat. Ich hatte keinerlei Probleme im Rennen."