Freitag, 22. September 2017

DTM: Green Schnellster im ersten Freien Training

Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Freien Training am Freitagnachmittag am Red Bull Ring belegten die Fahrer von Audi und Mercedes-AMG die vorderen Plätze. Schnellster war Jamie Green (Audi) mit einer Zeit von 1:23,267 Minuten. „Das war ein guter Start in das Rennwochenende“, war der Brite Green nach dem 30-minütigen Training zufrieden. „Das war ein ganz normaler Freitag. Wir haben Long-Runs gemacht um in den Rhythmus zu kommen und versucht, ein Setup für das Rennen zu erarbeiten.“

Nur 24 Hundertstelsekunden langsamer war Lokalmatador Lucas Auer im Mercedes-AMG in 1:23,291 Minuten. „Wir müssen jetzt erst Mal das Freie Training analysieren. Hier am Red Bull Ring liegen die Zeiten immer sehr eng beieinander. Jeder sucht die perfekte Balance. Morgen erst werden die Karten auf den Tisch gelegt“, sagte der Zweite der Gesamtwertung.

Die Top fünf im Ergebnis komplettierten René Rast (Audi/1:23,352), Nico Müller (Audi/1:23,387) und Gary Paffett (Mercedes-AMG/1:23,485). Der beste BMW-Pilot, Maxime Martin, landete mit seiner persönlichen Bestzeit von 1:23,768 Minuten auf dem neunten Platz. Pech hatte Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der sein Auto schon nach der ersten Runde wegen Getriebeproblemen in der Box abstellen musste.

Mittwoch, 20. September 2017

Sebastian Asch und Edoardo Mortara neue Sieger am Sachsenring

  • Mercedes-AMG-Duo bekommt Sieg am Sonntag zuerkannt
  • Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich vor Saisonfinale weiter zu
  • SPORT1 überträgt Finalrennen am Samstag und Sonntag live und in voller Länge
Asch/Mortara nachträglich zum Sieger erklärt
Foto: Jens Hawrda
Den Mercedes-AMG-Piloten Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und Edoardo Mortara (30/I, beide BWT Mücke Motorsport) wurde nachträglich der Sieg im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring zugesprochen. Durch das neue Rennergebnis schiebt sich vor dem Saisonfinale am kommenden Wochenende auf dem Hockenheimring die Tabellenspitze noch dichter zusammen. Die beiden Rennen werden am Samstag und am Sonntag (jeweils ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac zu sehen.

Asch und DTM-Star Mortara hatten die Zielflagge am vergangenen Sonntag als Dritte gesehen, doch im Anschluss an die technische Nachkontrolle wurden die beiden erstplatzierten Fahrzeuge des Mercedes-AMG Team ZAKSPEED disqualifiziert, da die Fahrzeuge nicht der GT3-Homologation entsprach. Das Mercedes-AMG Team Zakspeed hat die angekündigte Berufung gegen die Disqualifikation zurückgezogen, damit steht der Wertungsausschluss nun fest. Zweite hinter Asch und Mortara sind Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) in einem weiteren Mercedes-AMG. Rang drei geht an das Audi-Duo Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport).

Das neue Rennergebnis macht den Titelkampf der "Liga der Supersportwagen" beim Saisonfinale am kommenden Wochenende in Hockenheim noch spannender. Der Vorsprung von Corvette-Pilot und Tabellenführer Jules Gounon, der nun insgesamt 131 Punkte auf dem Konto hat, auf Verfolger Philipp Eng im BMW beträgt nur noch 15 Punkte. Asch klettert mit 104 Zählern auf den dritten Tabellenrang. Ebenfalls noch Titelchancen haben die Audi-Piloten Kelvin van der Linde (21/ZA, Aust Motorsport, 101 Punkte) und Connor De Phillippi (24/USA)/ Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport, 98 Punkte). Insgesamt werden in Hockenheim noch 50 Punkte vergeben.

Dienstag, 19. September 2017

IDM steht vor dem aus !

Foto: Jens Hawrda
Mit einer lächerlich kurzen Pressemeldung verabschiedet sich der IVM aus seiner Verantwortung für die IDM. In dieser Meldung erklärt die Arbeitsgruppe Motorrad im Industrieverband IVM das sie die IDM im Jahr 2018 nicht fortführen wird. Allerdings liegt die sportliche Verantwortlichkeit beim DMSB, der sich bis jetzt noch gar nicht dazu geäußert hat.

Damit sieht es so aus, das am 01.10.2017 die IDM bei Finale auf dem Hockenheimring nach 70 Jahren beendet wird. Wie mit dem Sportlern, den Teams und den vielen freiwiligen Helfern, ohne die eine Saison nicht durchzuführen wäre von Seiten der Funktionäre umgegangen wird ist einfach nur schäbig.

Montag, 18. September 2017

Ausverkauftes Haus beim Red Bull Air Race auf dem Lausitzring

Muroya feiert dritten Saisonsieg / Weltmeister Dolderer hat alles riskiert

Matthias Dolderer scheidet nach einem Pylonenfehler aus und wird am Ende nur Zwölfter
Foto: redbullairrace.com
Weltmeister Matthias Dolderer hat bei der siebten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 vor ausverkauftem Haus auf dem Lausitzring alles riskiert, konnte seinen zweiten Platz vom vergangenen Jahr aber nicht wiederholen. Am Ende belegte der 47-jährige Tannheimer Rang zwölf. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber die Kulisse war mega.“ Den Sieg sicherte der Japaner Yoshihide Muroya vor dem Australier Matt Hall und WM-Spitzenreiter Martin Šonka aus der Tschechischen Republik. Beim finalen Rennen der Saison am 14./15. Oktober in Indianapolis haben noch vier Piloten die Chance, Weltmeister zu werden.

Lausitz (Deutschland) – Der Deutsche Matthias Dolderer wollte bei seinem Heimrennen auf dem Lausitzring seinen Aufwärtstrend in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft fortsetzen und vor ausverkauftem Haus an den zweiten Platz aus dem vergangenen Jahr an gleicher Stelle anknüpfen. Nach dem guten Qualifying am Samstag traf der Weltmeister in der ersten K.-o.-Runde des Renntages auf den Spanier Juan Velarde. Der legte in 50.650 Sekunden eine fantastische Zeit vor. Dolderer musste alles geben, führte auch bei der ersten Zwischenzeit mit der Winzigkeit von 0,001 Sekunden, musste dann aber auf dem Weg zu Gate sieben leicht korrigieren, touchierte einen Pylon und kassierte drei Strafsekunden.

„Natürlich ist die Enttäuschung riesig. Vor so einer Megakulisse, so vielen Fans zu fliegen und dann in der ersten Runde mit einem Pylon-Hit auszuscheiden, ist ärgerlich“, so Dolderer. „Es war unser eigener Fehler. Wir haben eine Linie zu gestern verändert, das hätten wir besser nicht machen sollen. Es ist einfach nicht mein Jahr, aber jetzt konzentrieren wir uns auf das finale Rennen in Indianapolis.“

Der Lausitzring war nach 2010 und 2016 zum dritten Mal Austragungsort eines Red Bull Air Race. Insgesamt verfolgten die packende Action am gesamten Rennwochenende 30.000 Zuschauer, am Sonntag war der Lausitzring ausverkauft.

Den Sieg beim vorletzten Rennen der Saison sicherte sich in einem packenden Final 4 der Japaner Yoshihide Muroya vor dem Australier Matt Hall und WM-Spitzenreiter Martin Šonka aus der Tschechischen Republik. Für den Japaner war es nach San Diego bereits der dritte Sieg in dieser Saison. Er verbesserte sich damit im WM-Gesamtklassement auf Rang zwei (59 Punkte) und liegt nur noch vier Punkte hinter WM-Spitzenreiter Šonka (63). Dritter ist aktuell der Kanadier Pete McLeod (56), und auch der Viertplatzierte Kirby Chambliss (USA/52) kann noch Weltmeister werden. Dolderer rangiert mit 27 Punkten auf Rang acht.

In der Challenger Class musste sich der Deutsche Florian Berger lediglich dem Schweden Daniel Ryfa geschlagen. Der 28-Jährige aus Ingolstadt verteidigte aber seine Spitzenposition in der Gesamtwertung und kann beim Finale in Indianapolis (14./15. Oktober) seinen zweiten Titel in Folge perfekt machen.

Am Montag, den 18. September, und Dienstag, den 19. September, sind die Highlights nochmals im Free-TV auf Sport1 zu sehen. Sport1+ zeigt am 23. und 26. September ebenfalls nochmals die Highlights vom Lausitzring.
Podest vom Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Ergebnisse Rennen Lausitzring:

1. Yoshihide Muroya (JPN), 2. Matt Hall (AUS), 3. Martin Šonka (CZE), 4. Juan Velarde (ESP), 5. Pete McLeod (CAN), 6. Kirby Chambliss (USA), 7. Mikaël Brageot (FRA), 8. Petr Kopfstein (CZE), 9. Nicolas Ivanoff (FRA), 10. François Le Vot (FRA), 11. Cristian Bolton (CHI), 12. Matthias Dolderer (GER), 13. Peter Podlunšek (SLO), 14. Michael Goulian (USA)


WM-Ranking:

 1. Martin Šonka (CZE) 63 Punkte, 2. Yoshihide Muroya (JPN) 59, 3. Pete McLeod (CAN) 56, 3. Kirby Chambliss (USA) 52, 5. Matt Hall (AUS) 37, 6. Petr Kopfstein (CZE) 37, 7. Juan Velarde (ESP) 28, 8. Matthias Dolderer (GER) 27, 9. Michael Goulian (USA) 24, 10. Mikaël Brageot (FRA) 19, 11. Nicolas Ivanoff (FRA) 16, 12. Peter Podlunšek (SLO) 14, 13. François Le Vot (FRA) 9, 14. Cristian Bolton (CHI) 7

GT-Masters: Vorerst kein Sieger am Sachsenring

  • Disqualifikation beider Fahrzeuge des Mercedes-AMG Team ZAKSPEED
  • Kein Sieger und Zweitplatzierter im Sonntagsrennen aufgrund von laufendem Berufungsverfahren
Foto: Jens Hawrda
Mercedes-AMG dominierte das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring. Luca Stolz (22/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) fuhren im Mercedes-AMG GT3 vor ihren Teamkollegen Nicolai Sylvest (20/DK) und Yelmer Buurman (30/NL, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) als Erste über die Ziellinie. Im Anschluss an das Rennen wurden beide Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team ZAKSPEED für das Rennen am Sonntag und auch für das Rennen am Samstag disqualiziert, da sie nicht der GT3-Homologation entsprachen. Da das Mercedes-AMG Team ZAKSPEED gegen diese Entscheidung fristgerecht Berufung angekündigt hat, gibt es bis zur Verhandlung vor dem Berufungsgericht des DMSB keinen Sieger und Zweitplatzierten für das Rennen am Sonntag, sowie keinen Zweitplazierten des Samstagsrennens. Die nachfolgenden Fahrzeuge rücken nicht auf, das Ergebnis der Wertungsläufe 11 und 12 ist vorläufig. Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und Edoardo Mortara (30/I, beide BWT Mücke Motorsport) belegten in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 am Sonntag Platz drei.
Mercedes-AMG-Quartett souverän vorn
Vier Mercedes-AMG bestimmten das Rennen am Sonntag. Pole-Setter Yelmer Buurman blieb beim Start vorn und verteidigte die Führung bis zu den Boxenstopps gegen Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport), der von den Markenkollegen Mortara und Ludwig verfolgt wurde. Auch nach den Fahrerwechseln blieb der jetzt von Buurmans Partner Sylvest pilotierte AMG-Mercedes vorn. Dahinter kämpfte sich Ludwigs Teamkollege Luca Stolz auf Platz zwei nach vorn. Dabei ließ er Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) hinter sich, die von Mortara und Götz übernommen hatten. In der letzten Runde übernahm Stolz schließlich die Führung von Sylvest und überquerte die Ziellinie als Erster.
DTM-Pilot Edoardo Mortara holt gemeinsam mit Sebastian Asch den dritten Platz
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Rang drei ging an DTM-Pilot Mortara und Asch vor Götz und Assenheimer. Beste Audi-Piloten waren als Fünfte Jeffrey Schmidt (23/CH)/Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor dem Tabellenzweiten Philipp Eng (27/A) und dessen Teamkollegen Nicky Catsburg (29/NL, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6. Der Gesamtführende Jules Gounon und Partner Renger van der Zande (31/NL, beide Callaway Competition) schieden nach einem durch Steinschlag verursachten Kühlerschadens an ihrer Corvette C7 aus. Vor dem Finale am kommenden Wochenende in Hockenheim liegt Gounon nun 20 Punkte vor Titelkontrahent Eng.
Rang sieben ging an den Lamborghini Huracán von Marco Mapelli (30/I) und Norbert Siedler (34/A, beide Team HB Racing). Dahinter platzierte sich der Audi R8 der Brüder Sheldon van der Linde (18/ZA) und Kelvin van der Linde (21/ZA, beide Aust Motorsport). Die Top Ten komplettierten Youngster Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde) und Filip Salaquarda (33/CZ, beide BWT Mücke Motorsport) in einem weiteren Audi und Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche 911.