Montag, 9. November 2015

Nachgefragt bei ... Miguel Molina

Im Kurzinterview blickt Miguel Molina auf seine DTM-Saison 2015 zurück und spricht über die vielen Termine, die er seit dem Saisonfinale Mitte Oktober wahrgenommen hat.

Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport
Nach mehreren Podestplätzen und Pole-Positions haben Sie in diesem Jahr endlich Ihren ersten DTM-Sieg geholt. Wie fällt Ihre Saisonbilanz aus?
 
„Alles in allem war es ein gutes Jahr für mich. Es war toll, auf dem Nürburgring endlich den ersten Sieg einzufahren. Ich zählte bei den meisten Rennen zu den schnellsten Audi-Piloten, konnte das aus verschiedenen Gründen aber  nicht immer in ein zählbares Ergebnis ummünzen. Daher spiegelt mein abschließender Tabellenplatz auch nicht das wider, was möglich gewesen wäre.“
 
Seit dem Finale in Hockenheim waren Sie sehr beschäftigt ...
 
„Ja, das stimmt. Ich besuchte in der folgenden Woche den Rallye-WM-Lauf in Spanien, was sehr beeindruckend war. Ich war das erste Mal bei einer Rallye und es war ein absolutes Highlight. Danach habe ich in Gavà an meinem ersten Triathlon des Jahres teilgenommen. Normalerweise mache ich das öfter, aber in diesem Jahr habe ich es zeitlich nicht vorher geschafft. Dann war ich beim Audi Award 2015 für die besten Audi-Händler in Barcelona und hatte in dieser Woche in München einen Fitnesstest.“
 
Und in der kommenden Woche geht es in Hamburg mit einem 24-Stunden-Rennen für Slotcars weiter ...
 
„Genau. Es ist das zweite Mal, dass ich daran teilnehme. Ich freue mich sehr darauf. Ich bin ein großer Slotcar-Fan und habe auch schon früher in Spanien immer wieder an Rennen teilgenommen. Mal sehen, vielleicht starte ich im Winter in meinem Heimatland noch bei einer weiteren Veranstaltung.“

Mittwoch, 4. November 2015

Champions 2015: Die Meister Ludwig und Asch über ihre Traumsaison

  • ADAC GT Masters-Champions Luca Ludwig und Sebastian Asch im Interview
  • Asch: Zweiter Titel die Bestätigung meines Erfolges von 2012
  • Ludwig: ADAC GT Masters in der ersten Saisonhälfte gewonnen 
Meister 2015 Sebastian Asch (l.) u. Luca Ludwig
Foto: ADAC-Motorsport
Starker Auftakt und spannender Schluss: Das dienstälteste Duo im ADAC GT Masters, Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch), hat im Mercedes-Benz SLS AMG aus dem Traditionsteam Zakspeed auf dem Weg zum Meistertitel die Saison in der „Liga der Supersportwagen“ geprägt. Im Interview sprechen die beiden neuen Champions über die Reaktionen in den Wochen nach dem Titelgewinn, das Ende einer langen sportlichen Durststrecke und die Reaktionen ihrer Väter.
 
Wie waren die Reaktionen in den Wochen nach dem Titelgewinn?

Sebastian Asch: „Der Jubel war natürlich groß, wir haben auch gut gefeiert. Wenn man die Meisterschaft gewinnt, realisiert man erst an der Anzahl der Gratulanten, wie viele Menschen die Serie verfolgen. Die Reaktionen aus meiner Region waren großartig und zu lesen, dass ich mit dem zweiten Titel Geschichte geschrieben habe, war ein tolles Gefühl. Mein erster Titel war vielleicht noch emotioneller, aber der zweite Titel ist eine tolle Bestätigung.“
 
Luca Ludwig: „Die Reaktionen waren überwältigend. Dabei war es spannender als geplant. Wir hatten mit einem klaren Durchmarsch gerechnet und wollten am Samstag schon den Titel holen. Nachdem wir am Samstag unseren einzigen Ausfall der Saison hinnehmen mussten, waren einige im Team schon etwas nervös. Wir mussten uns gegenseitig wieder aufbauen. Letztendlich haben wir die Situation gemeistert und das auch ausgiebig gefeiert. Das Medieninteresse war nach dem Titel sehr stark.“
 
Welche sportlichen Ziele habt ihr euch vor der Saison gesetzt?

Asch: „Der Anspruch ist in jedem Jahr um den Titel zu fahren. Mit Zakspeed, dem Mercedes-Benz SLS AMG und Luca als Teamkollegen war das Paket gut. Natürlich gehört auch immer viel Glück dazu.“
 
Ludwig: „Das Ziel war klar den Titel zu gewinnen. Für einen Rennfahrer kann nur das Ziel sein Rennen zu gewinnen und um die Meisterschaft zu fahren. Es war klar, dass ich mit Sebastian einen konstant schnellen Teamkollegen habe, der keine Fehler macht. Und auch menschlich waren wir ein starkes Team.“
die Meister mit ihren stolzen Vätern
Foto: ADAC-Motorsport
Der Titel, aber auch schon der erste Saisonsieg in Spa-Francorchamps, war für euch das Ende einer langen sportlichen Durststrecke. Wie habt ihr das wahrgenommen?

Asch: „Die beiden Jahren nach meinem Titelgewinn 2012 waren sportlich nicht einfach, für mich war der Sieg in Spa-Francorchamps sehr wichtig um zu zeigen, dass wieder mit uns zu rechnen ist.“
 
Ludwig: „Der Sieg in Spa-Francorchamps war für mich einer der Emotionalsten bisher. Es war nicht nur das Ende einer langen Durststrecke, sondern es war auch mein erstes Rennwochenende in Spa und die Bedingungen waren sehr schwierig. Auch in der Lausitz war es bei knapp 40 Grad nicht einfach. Beide Siege waren schön und haben uns viele Punkte gebracht. Den Titel haben wir mit diesen Siegen in der ersten Saisonhälfte gewonnen.“
 
Zu welchem Zeitpunkt habt ihr realisiert, dass es mit dem Titel klappen kann?

Asch: „Gerade in der sehr erfolgreichen ersten Saisonhälfte haben wir uns regelrecht in einen Rausch gefahren. Wir waren so erfolgsverwöhnt, dass wir uns immer selbst wieder auf den Boden bringen mussten.“
 
In der zweiten Saisonhälfte wurde es dann aber nochmals etwas schwieriger für euch, seid ihr da nervös geworden?

Asch: „Am Nürburgring gab es das Problem mit dem Gewicht, das war ärgerlich, denn an dem Wochenende haben wir viele Punkte liegen gelassen. Sorgen hat uns das aber nicht gemacht, denn wir hatten auf jeder Strecke das Potenzial für gute Ergebnisse. Eigentlich hatte die zweite Saisonhälfte einen normalen Verlauf, in den ersten acht Rennen lief es einfach überdurchschnittlich gut.“
 
Ludwig: „Die erste Saisonhälfte lag deutlich über dem Durchschnitt. Dann haben wir am Nürburgring enttäuscht und in Sachsen waren wir einfach zu langsam, an allen anderen Wochenenden hat es gepasst. Wir haben immer auf die Tabellensituation geschaut, aber so richtig eng wurde es für uns eigentlich nicht.“
der Meister Mercedes des Jahres 2015
Foto: Jens Hawrda
Wie war die Reaktion von euren Vätern nach dem Titel?

Asch: „Mein Vater war sehr erleichtert. Er lag nach einem Knochenbruch im Sommer längere Zeit im Krankenhaus und wurde erst am Montag vor dem Finale entlassen. Für ihn war es wichtig und es hat ihm guten Aufschwung gegeben.“
 
Ludwig: „Man hat ja im Fernsehen sehr gut sehen können, wie unsere Väter in der Box über die gesamte Saison immer mitgefiebert haben. Nach dem Titel war mein Vater natürlich sehr stolz.“
 
Wie geht es nach dem Titel nun 2016 weiter?

Asch: „Die Kombination hat in diesem Jahr gut gepasst. Ich fände es toll so weiterzumachen, doch momentan ist es für konkrete Aussagen noch deutlich zu früh. In jedem Fall wird es im kommenden Jahr im ADAC GT Masters wieder sehr spannend. Mit den vielen neuen Fahrzeugmodellen werden die Karten wieder neu gemischt.“
 
Ludwig: „Wir sind in der Planungsphase und gemeinsam in der gleichen Kombination den Titel in 2016 zu verteidigen ist sicherlich eine von mehreren Optionen.“

Dienstag, 3. November 2015

Miguel Molina bestreitet 24 Stunden Hamburg

Miguel Molina bestreitet auch dieses Jahr die 24h von Hamburg
Foto: Audi-Motorsport
Abstecher zur Rallye Spanien, Triathlon-Teilnahme, Halloween-Party, Besuch bei den Audi Awards in Barcelona: Miguel Molina wurde es seit dem DTM-Finale in Hockenheim nicht langweilig. Und am Wochenende des 14./15. November steht für den spanischen Audi-Werksfahrer ein weiterer Sondereinsatz auf dem Programm: Mit einem Audi R8 LMS im Maßstab 1:24 bestreitet er zum zweiten Mal die 24 Stunden Hamburg für Slotcars. Einer seiner Teamkollegen ist der fünfmalige Le-Mans-Sieger Frank Biela. „Nach Platz zwei im Vorjahr kann unser Ziel in diesem Jahr nur der Sieg sein“, so Molina. „Aber die Konkurrenz ist stark.“

Montag, 26. Oktober 2015

DTM: BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt im Interview

Die DTM-Saison 2015 ist Geschichte – und BMW konnte beim großen Finale in Hockenheim (DE) die nötigen Punkte sammeln, um sich den hart umkämpften Herstellertitel zu sichern. Mit fünf Siegen, 19 Podestplätzen und sieben Polepositions sorgten die acht BMW DTM-Piloten im Saisonverlauf für zahlreiche Highlights. Im Interview spricht BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt über die vergangenen 18 Rennen, die Bedeutung des Herstellertitels für BMW und die für ihn persönlich herausragenden Momente der Saison.
BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt
Foto: BMW-Motorsport
Herr Marquardt, BMW ist der erfolgreichste Hersteller der DTM-Saison 2015. Wie stolz sind Sie auf Ihre Mannschaft?

Jens Marquardt: „Natürlich bin ich sehr stolz auf jeden Einzelnen – ganz gleich ob bei BMW Motorsport oder in unseren vier Teams. Für uns ist der Herstellertitel von großer Bedeutung. Trotz schwieriger Bedingungen haben wir uns erneut gegen unsere direkten Wettbewerber aus dem Premium-Segment durchgesetzt und gezeigt, dass man im Motorsport für seinen Kampfgeist belohnt wird. Zu Beginn der Saison hatte es aus unterschiedlichen Gründen nicht unbedingt danach ausgesehen, dass wir ein erfolgreiches DTM-Jahr haben würden. Dann konnten wir uns aber steigern und den Rückstand auf unsere Konkurrenten aufholen. Das war eine echte Energieleistung.“

Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Marquardt: „Das waren eindeutig unsere Geschlossenheit und unsere Effizienz. Wenn sich uns die Chance geboten hat, an einem Rennwochenende Top-Ergebnisse einzufahren, dann haben wir sie eiskalt genutzt – und das nicht nur mit einem oder zwei Fahrern, sondern als gesamte Mannschaft. Nur so war es möglich, einen historischen Erfolg wie den Siebenfachsieg in Zandvoort zu feiern. Genau das war vor der Saison unser Ziel: Unser Gesamtpaket sollte möglichst vielen Fahrern die Möglichkeit geben, um Siege zu kämpfen. Das hat wunderbar funktioniert – und uns den Herstellertitel eingebracht.“

Fünf verschiedene Sieger im BMW M4 DTM, das hat es seit dem DTM-Comeback 2012 noch nicht gegeben...

Marquardt: „Ganz richtig. Und das zeigt, auf welch hohem Niveau und wie ausgeglichen unsere Piloten in dieser Saison unterwegs gewesen sind. Marco Wittmann, Timo Glock, António Félix da Costa, Maxime Martin und unser Rookie Tom Blomqvist: Sie alle haben sich ihre Siege mit fehlerfreien Leistungen absolut verdient. Bruno Spengler und Augusto Farfus haben zahlreiche Podestplätze gesammelt. Martin Tomczyk hatte mehr als einmal Pech, konnte jedoch einmal mehr mit großem Kämpferherz für einige besondere Momente sorgen. Ich bin mit unseren Fahrern in dieser Saison rundum zufrieden.“

Sieben Titel in vier Jahren: Was ist das Rezept für eine solche Konstanz?

Marquardt: „Es ist in der Tat so, dass wir bisher in jedem Jahr nach unserem Comeback 2012 mindestens einen Titel erringen konnten. Diese Konstanz zeigt einfach, wie gut und hart alle Beteiligten an diesem Projekt arbeiten. Die DTM ist so hart umkämpft, dass man nicht erwarten kann, in jedem Rennen ganz oben zu stehen. Vielmehr muss man alle noch so kleinen Stellschrauben im Blick behalten und optimieren, um dann, wenn sich die Gelegenheit bietet, maximale Punkte zu sammeln. Das ist uns seit 2012 regelmäßig sehr gut gelungen.“

Die Saison bot auch zahlreiche kontroverse Szenen. Wie haben Sie diese Momente wahrgenommen?

Marquardt: „Das stimmt, 2015 haben die Zuschauer in der DTM besonders viel Action erlebt – und dabei wurde in bestimmten Situationen in punkto Sportlichkeit und Fairness der Bogen überspannt. Ich bin glücklich darüber, dass wir dabei eher in der Zuschauerrolle zu finden waren. Wir haben den Fans spannenden und fairen Rennsport geboten. Jeder Fahrer hat für seine eigenen Erfolge gekämpft – und in der Summe hat uns diese Herangehensweise den Herstellertitel eingebracht.“

Freitag, 23. Oktober 2015

DTM: Daniel Juncadella: Mit dem TEAM SPORT FOR GOOD zum Ironman 2016 nach Hawaii

  • Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM) neuestes Mitglied im TEAM SPORT FOR GOOD
  • Gemeinsame Vorbereitung mit Triathlet Timo Bracht auf die Ironman Weltmeisterschaft 2016 auf Hawaii
  • Mercedes-Benz ist in der Saison 2015 Automobilpartner für das Triathlon TEAM SPORT FOR GOOD
  • Athleten bekommen V-Klasse Fahrzeuge für Training und Wettbewerbe gestellt und gehen mit dem Stern auf dem Trikot an den Start
  • TEAM SPORT FOR GOOD unterstützt die Laureus Sport for Good Stiftung
Daniel Juncadella
Foto: Mercedes-Motorsport

Mercedes-AMG DTM-Pilot Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM) ist seit dem DTM-Finale in Hockenheim stolzes Mitglied des TEAM SPORT FOR GOOD. Im Rahmen des letzten Rennwochenendes der Saison 2015 überreichte der Triathlet Timo Bracht dem Spanier in dessen Box symbolisch ein Team-Trikot und nahm ihn damit in seine Mannschaft auf.

Der DTM-Pilot und Hobby-Triathlet geht künftig bei seinen Wettkämpfen im Namen des TEAM SPORT FOR GOOD an den Start und wird mit diesem Fundraising- und Social Media-Aktionen durchführen. Juncadellas Ziel ist es, sich gemeinsam mit Bracht auf einen Start bei der Ironman Weltmeisterschaft 2016 auf Hawaii vorzubereiten.

Das TEAM SPORT FOR GOOD rund um den 9-fachen Ironmansieger Timo Bracht unterstützt die Laureus Sport for Good Stiftung, die mit Hilfe des Sports soziale Probleme bekämpft und benachteiligten Kindern und Jugendlichen hilft. Das Profiteam betreibt über gezielte Aktionen Fundraising für einen guten Zweck. Mercedes-Benz ist Automobilpartner des Teams und unterstützt die Athleten unter anderem mit neuen V-Klasse Fahrzeugen. Auch Juncadellas Mercedes-AMG DTM-Teamkollege Gary Paffett unterstützt die Laureus Sport for Good Stiftung seit dieser Saison als Botschafter.