Mittwoch, 13. August 2014

BMW will Saison 2014 auf dem Nürburgring erfolgreich fortsetzen

wenn es nach BMW geht, kann der Zieleinlauf am Nürburgring wieder so aussehen
Foto: BMW-Motorsport
Zwei Wochen nach dem Vierfachsieg in Spielberg (AT) geht es für die BMW DTM-Teams am 17. August für den siebten Lauf der Saison auf den Nürburgring (DE). Das Rennwochenende wird für BMW Motorsport vom Tod Dieter Lamms überschattet. Mit dem BMW Team Schnitzer hatte der Zwillingsbruder von Teamchef Charly Lamm in den vergangenen Jahrzehnten zahllose Erfolge gefeiert. Die acht BMW M4 DTM werden in der Eifel mit Trauerflor antreten.
 
BMW und der Traditionskurs in der Eifel sind seit jeher eng miteinander verbunden: Dort hat die Marke in der Vergangenheit nicht nur zahllose Siege gefeiert, sondern prüft im dort ansässigen Testcenter auch ihre Straßenfahrzeuge auf Herz und Nieren.
 
In der DTM konnte BMW bisher neunmal auf dem Nürburgring siegen, zuletzt beim 40-jährigen Jubiläum der BMW M GmbH in der Comeback-Saison 2012. Damals gewann Bruno Spengler (CA), der am kommenden Wochenende sein 100. DTM-Rennen bestreiten wird. Im vergangenen Jahr starteten in Augusto Farfus (BR) und Marco Wittmann (DE) zwei BMW Piloten aus der ersten Startreihe. Farfus schaffte als Zweiter im Rennen den Sprung auf das Podium.
 
In diesem Jahr gehen die BMW Piloten nach vier Siegen in den bisherigen sechs Saisonrennen mit viel Rückenwind, aber auch mit entsprechend hohem Performance-Gewicht, in den siebten Lauf. Die BMW M4 DTM von Wittmann, Farfus und Spengler müssen die laut Reglement maximal möglichen zehn Kilogramm zuladen. Auch alle anderen BMW Rennwagen sind schwerer als die Autos der Konkurrenz.
 
In Folge der bisher äußerst erfolgreich verlaufenen Saison liegt BMW in allen drei DTM-Wertungen an der Spitze. Wittmann führt die Fahrerwertung mit 95 Punkten an. Der Fahrer vom BMW Team RMG hat 39 Zähler Vorsprung auf Mattias Ekström (SE, Audi). Spengler liegt mit 42 Punkten auf Rang drei. In der Teamwertung führt das BMW Team RMG mit 128 Zählern. Bei den Herstellern belegt BMW mit 267 Punkten vor Audi (251) Position eins.


Das Qualifying auf der 3,629 Kilometer langen Streckenvariante des Nürburgrings startet am Samstag um 13.45 Uhr. Das über 49 Runden ausgetragene Rennen am Sonntag beginnt um 13.30 Uhr.

Fakten und Stimmen der Audi-Fahrer zum Rennen am Nürburgring

Mattias Ekström (36/S), Red Bull Audi RS 5 DTM #7 (Audi Sport Team Abt Sportsline)
• Hat auf dem Nürburgring schon zweimal in seiner Karriere gewonnen
• Ist auf Position zwei der bestplatzierte Audi-Pilot in der Meisterschaft

„Der Nürburgring ist einer meiner ganz persönlichen Favoriten im Kalender, weil man im Idealfall zwei tolle Dinge miteinander kombinieren kann: ein erfolgreiches Wochenende im DTM-Auto auf der Rennstrecke und ein paar Runden in einem schnellen Serien-Audi auf der Nordschleife nebenan.“
  
Jamie Green, optimistisch für das kommende Wochenende
Foto: Audi-Motorsport
Jamie Green (32/GB), Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #21 (Audi Sport Team Rosberg)
• Punktete in Spielberg zum dritten Mal in dieser Saison
• Fuhr auf dem Nürburgring schon fünfmal in die Top Fünf

„Ich war in Spielberg in der Lage, um den Sieg zu kämpfen, und gehe davon aus, dass es am Nürburgring genauso sein wird. Meine Jungs und ich haben vor jedem Wochenende den Sieg als Ziel – und ich denke, das ist auch realistisch.“
 

Miguel Molina, freut sich auf seine Lieblingsstrecke
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina (25/E), Audi Sport Audi RS 5 DTM #8 (Audi Sport Team Abt Sportsline)
• Verpasste in Österreich einen Punkt nur um 0,410 Sekunden
• Hat während seiner Zeit beim Audi Sport Team Phoenix in der Eifel gelebt

„Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken. Der Kurs liegt unserem Auto, ich bin motiviert, das Team arbeitet klasse – also haben wir alle Zutaten für ein erfolgreiches Wochenende zusammen.“
 
 
Edoardo Mortara (27/I), Audi Sport Audi RS 5 DTM #15 (Audi Sport Team Abt)
• Ist auf Position vier zweitbester Audi-Pilot in der Meisterschaft
• Fuhr in Österreich die zweitschnellste Runde aller Audi-Piloten

„Grundsätzlich liegt mir die Strecke gut. Aber wir alle haben in diesem Jahr lernen müssen, dass die DTM unberechenbarer ist als jemals zuvor. Vieles wird auf ein optimales Zeittraining ankommen – dann ist alles möglich.“
 
Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (22/CH), Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #22 (Audi Sport Team Rosberg)
• Startet zum ersten Mal mit einem DTM-Auto auf dem Nürburgring
• Wurde in Spielberg durch eine Durchfahrtstrafe zurückgeworfen

„Der Nürburgring ist eine coole Strecke, ich freue mich darauf. Ich hake das Rennen in Spielberg ab und möchte wieder an die Leistung von Moskau anknüpfen, wo ich Punkte geholt habe.“
 
Mike Rockenfeller, Heimrennen am Nürburgring
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller (30/D), Schaeffler Audi RS 5 DTM #1 (Audi Sport Team Phoenix)
• Ist in Neuwied, nur wenige Kilometer vom Nürburgring entfernt, aufgewachsen
• Fuhr in Spielberg die schnellste Rennrunde

„Nach einigen schwierigen Rennen wäre der Nürburgring der optimale Ort, um wieder ein gutes Ergebnis einzufahren. Aber natürlich lässt sich in der DTM nichts erzwingen, nur weil es das Heimrennen von meinem Team und mir ist. Wir versuchen alles und haben eine gute Chance, ganz vorn dabei zu sein.“
 

Timo Scheider, der Pilot mit der größten Erfahrung am Nürburgring
Foto: Audi-Motorsport
Timo Scheider (35/D), AUTO TEST Audi RS 5 DTM #2 (Audi Sport Team Phoenix)
• Erzielte in Spielberg mit Platz fünf sein bisher bestes Saisonergebnis
• Startete in seiner DTM-Karriere 18 Mal auf dem Nürburgring – so oft wie kein anderer Pilot im aktuellen Starterfeld

„Mein großer Wunsch wäre, dass unsere Pechsträhne vorbei ist und wir genau dort weitermachen, wo wir in Spielberg aufgehört haben. Das Heimspiel ist etwas ganz Besonderes, weil viele Freunde und Bekannte zum Daumendrücken kommen. Außerdem ist es auch das Heimrennen meines Audi Sport Team Phoenix und meines Teamkollegen. Viele gute Gründe also, dort noch einen draufzulegen.“
 
 
Adrien Tambay (23/F), Playboy Audi RS 5 DTM #16 (Audi Sport Team Abt)
• Verbesserte sich in der Meisterschaft auf den fünften Tabellenplatz
• Absolvierte in Spielberg den schnellsten Boxenstopp aller Piloten

„Der Nürburgring ist ein toller Ort mit einer großen Geschichte im Motorsport. Auch deshalb freue ich mich auf das Rennen dort. Es ist schön, die große Motivation im ganzen Team zu spüren, endlich den ersten Sieg zu holen. Unsere Leistung im Rennen war schon in Spielberg stark, jetzt wollen wir im Zeittraining nachlegen.“

Dienstag, 12. August 2014

Audi will in der Eifel wieder angreifen

Foto: Audi-Motorsport
Mit dem siebten Rennen auf dem Nürburgring beginnt am Wochenende (15. bis 17. August) die heiße Phase im Titelkampf der DTM. Audi-Pilot Mattias Ekström, der in der Eifel schon zweimal in seiner Karriere gewonnen hat, reist mit 39 Zählern Rückstand auf Tabellenführer Marco Wittmann zu dem Klassiker. 100 Punkte sind pro Fahrer noch maximal zu holen.
 
Die Devise der Vier Ringe ist klar: Mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung wollen die Audi-Piloten der Konkurrenz so viele Punkte wie möglich nehmen und sich damit für den Endspurt im Titelkampf in eine bestmögliche Ausgangsposition bringen. In der Fahrerwertung gilt es für Mattias Ekström, den 39 Punkte großen Rückstand auf den Tabellenführer zu verkürzen. In der Herstellerwertung liegt Audi in Schlagdistanz auf dem zweiten Rang.
 
Der Nürburgring zählt seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 fest zum Kalender. Nach dem Hockenheimring wurden auf keinem Kurs so viele Rennen ausgetragen wie auf dem in der Eifel, der auch wegen seiner Wetterkapriolen schon für so manches spektakuläre Rennen gesorgt hat. Mit der Nordschleife und der großen Begeisterung der Fans ist das Gastspiel einer der großen DTM-Klassiker. Siebenmal trug sich bisher ein Audi-Fahrer in die Siegerliste ein, zuletzt Mattias Ekström in der Saison 2011.
 
Für Timo Scheider, Mike Rockenfeller und das Audi Sport Team Phoenix ist der Lauf am Nürburgring ein Heimspiel: Sowohl der zweimalige Meister als auch der amtierende Champion sind in unmittelbarer Nähe der Strecke aufgewachsen und freuen sich über entsprechend viele Verwandte, Freunde und Bekannte, die ihnen die Daumen drücken. Das Team von Ernst Moser, das die Audi RS 5 DTM von Scheider und Rockenfeller einsetzt, braucht auf dem Weg von Meuspath ins Fahrerlager nur eine Straße zu überqueren.
 
49 Runden absolvieren die Piloten auf der 3,629 Kilometer langen Kurzanbindung. Mit der Start-Ziel-Geraden vor der ersten Kurve und der Gegengeraden vor der Schikane gibt es gleich zwei geeignete Stellen, an denen das Drag Reduction System (DRS), mit dem der Heckflügel per Knopfdruck flach gestellt werden kann, Überholmanöver unterstützen kann.

Montag, 11. August 2014

DTM-Power in der Kölner Altstadt

Foto: DTM-Media
Nur eine Woche vor dem DTM-Rennen auf dem Nürburgring (15. – 17. August) präsentierte sich die populärste internationale Tourenwagenserie mitten im Herzen von Köln. Am Samstag erlebten die Besucher auf dem Neumarkt – einem der belebtesten Plätze der Domstadt – ein buntes Bühnenprogramm, bei dem die DTM-Piloten Nico Müller (Audi) und Lokalmatador Christian Vietoris (Mercedes-Benz) aus Lissendorf / Eifel die Stars waren. Am Sonntag ging es dann auf die Deutzer Brücke, die die Kölner Altstadt mit den rechtsrheinischen Stadtteilen verbindet. Bei einem Pressetermin fuhren Mike Rockenfeller (Audi), Maxime Martin (BMW) und Christian Vietoris (Mercedes-Benz) über die für die Öffentlichkeit gesperrte Brücke und genossen das Panorama von Kölner Dom und Altstadt. Auch wenn die rund 460 PS starken DTM-Fahrzeuge ihre Power natürlich auf der Brücke nicht ausspielen konnten, bekamen die Zuschauer doch einen Eindruck davon, wie heiß es am kommenden Wochenende auf dem nur rund 80 Kilometer der Rheinmetropole gelegenen Nürburgring zur Sache gehen wird.

Foto: DTM-Media
„Das war ein tolles Warm-up für das DTM-Rennen in der kommenden Woche vor einer beeindruckenden Kulisse”, sagte Mike Rockenfeller, der amtierende DTM-Champion. „Für das Rennen habe ich mir natürlich viel vorgenommen. Schließlich ist der Nürburgring für mich und meine Phoenix-Mannschaft das Heimrennen.” Ähnlich sieht es Christian Vietoris, für den der Nürburgring ebenfalls vor der Haustüre liegt: „Ich bin einmal die Woche in Köln, weil ich viele Freunde hier habe. Aber dass ich mal mit einem DTM-Auto durch die Stadt fahren würde, hätte ich nicht gedacht. Am Nürburgring in der nächsten Woche hoffe ich darauf, dass die Bedingungen so sind, dass ich wieder ein ähnliche positives Wochenende wie bei meinem Sieg in Oschersleben erlebe.” BMW-Pilot Maxime Martin ergänzt: „Mein Teamkollege Marco Wittmann und ich haben insgesamt schon vier Saisonsiege geholt, aber ich hätte nichts dagegen, diese Serie beim Heimrennen des BMW Team RMG fortzuführen.”
 
Schon am Samstag hatte die DTM die Kölner begeistert. Neben den DTM-Fahrern Christian Vietoris und Nico Müller gaben auch Fahrer aus der FIA Formel-3-Europameisterschaft und dem Porsche Carrera Cup Autogramme, und Experten von DEKRA und dem Fahrsicherheitszentrum Nürburgring (wo man bei einem Sicherheitstraining Gefahrensituationen im Straßenverkehr erkennen und trainieren kann) gaben auf der Bühne und an ihren Info-Ständen Auskunft zum Thema Sicherheit. Wer gleich praktische Erfahrungen machen wollte, konnte vor Ort sogar in den Überschlag-Simulator des ADAC steigen oder am Rennsimulator von Raceroom mit dem offiziellen Spiel ‚DTM Experience’ gegen einen der DTM-Piloten sein Können zeigen.

An den Ständen der drei in der DTM engagierten Premium-Automobilhersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz wurden aktuelle DTM-Fahrzeuge und ihre Pendants für den Straßenverkehr präsentiert. Abgerundet wurde diese Präsentation durch historische DTM-Fahrzeuge, die unter anderem auch am Stand des Nürburgrings zu sehen waren. Im dortigen ring°werk ist derzeit eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre DTM” zu sehen, die die Fans auch am kommenden Wochenende während des DTM-Events besuchen können. Audi-Pilot Nico Müller fasste die Fan-Aktion so zusammen: „Das war echt cool auf dem Neumarkt – mitten in der Stadt ein DTM-Fest mit den Fans zu feiern. Die Leute konnten ganz nah an uns Fahrer, aber auch an die Fahrzeuge rankommen und alles begutachten. Einige haben sogar im DTM-Auto Platz nehmen dürfen. Dafür sind wir hier – um die Menschen zu faszinieren!”

Dreifachsieg für Ducati in Assen

Nachdem die drei Ducati-Piloten Fores, Neukirchner und Lanzi (in dieser Reihenfolge) bereits das Zeittraining dominierten und die Superpole gewannen, zündeten Sie im ersten Rennen am Samstag in Assen die nächste Stufe ihres Feuerwerkes.

Xavie Forès siegt in Assen
Foto: Jens Hawrda
Vom Start weg setzte sich erst einmal Lorenzo Lanzi in Führung, aber bereits nach der ersten Runde kam Fores als erster vor Lanzi, Neukirchner und Reiterberger. Bereits in der zweiten Runde konnte Reiterberger Neukirchner und Lanzi überholen, konnte sich aber in Folge nicht absetzten. Das Geplänkel um Platz zwei nutze Fores um sich abzusetzen.

Neukirchner und Lanzi komplettieren den Dreifachsieg für Ducati
Foto: Jens Hawrda
Neukirchner holte sich Platz zwei zurück und Lanzi nutzte die vorletzte Runde um ebenfalls an Reiterberger vorbei zu gehen. Xavie Fores siegte schließlich mit komfortablem Vorsprung vor Neukirchner, Lanzi und Reiterberger.
 
Das Rennen am Sonntag musste wegen Unwetter abgesagt werden.
 
Ergebnis Rennen 1 Assen (Top-Five):
 
1. Xavie Fores (Ducati),
2. Max Neukirchner (Ducati),
3. Lorenzo Lanzi (Ducati),
4. Markus Reiterberger (BMW),
5. Bastien Mackels (BMW).
 
Meisterschaftsstand nach 11 von 16 Rennen (Top-Five):
 
1. Xavie Fores                242 Pkt.
2. Max Neukirchner        216 Pkt.
3. Markus Reiterberger  182 Pkt.
4. Bastien Mackels           99 Pkt.
5. Stefan Nebel                98 Pkt.