Sonntag, 13. Juli 2014

Stimmen der BMW-Piloten nach dem Qualifying in Moskau

 
Maxime Martin (Samsung BMW M4 DTM)
Foto: BMW-Motorsport
Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 1):
„Das war ein großartiges Qualifying für mich – und zwar in allen drei Sessions. In meinem erst fünften DTM-Rennen ganz vorne stehen, ist eine großartige Sache. Das fühlt sich wirklich toll an. Allerdings muss uns klar sein, dass das Rennen eine andere Geschichte ist. Ich möchte jetzt zeigen, dass ich konstant ganz vorne mitfahren kann.“

Bruno Spengler (BMW Bank M4 DTM)
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 2):
„Ich bin sehr glücklich mit meiner Leistung im Qualifying. Wir hatten im Training einige Probleme, und ich hätte nicht gedacht, dass ich in die erste Startreihe fahren kann. Aber meine Jungs vom BMW Team Schnitzer haben einen fantastischen Job gemacht. Mein Auto wurde von Session zu Session besser. Jetzt freue mich sehr auf das Rennen.“

Augusto Farfus (ARAL ultimate BMW M4 DTM)
Foto: BMW-Motorsport
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, Platz 6):
„Platz sechs geht in Ordnung. Ich denke, dass wir einige Fortschritte gemacht haben. Ich habe auf meiner letzten schnellen Runde einen Fehler gemacht, doch die Poleposition wäre mit diesem Auto möglich gewesen. Insgesamt ist alles sehr positiv, denn ich denke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen.“

Marco Wittmann (ICE-Watch BMW M4 DTM)
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 7):
„Ich hatte mir schon ein wenig mehr erwartet, aber das Qualifying war schwierig. Wir hatten von Anfang an Probleme mit dem Funk, was gerade in so einem engen Zeittraining nicht gerade hilft. Ich denke, wenn alles optimal gelaufen wäre, hätte ich noch den einen oder anderen Platz weiter vorn stehen können, aber die Zeit meines Teamkollegen hätte ich wohl nicht unterboten. Glückwunsch an Maxime zu seiner ersten Poleposition!“

Timo Glock (Deutsche Post BMW M4 DTM)
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 10):
„Es ist schade, denn ich denke, ich hätte den Speed für die Top-8 gehabt. Leider war mein letzter Run in Q2 aber nicht optimal. Ich lag zu knapp hinter einem anderen Fahrzeug und habe dadurch etwas Zeit verloren. Jetzt starte ich als Zehnter und denke, dass ich auch aus dieser Ausgangsposition noch einiges erreichen kann.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Platz 13):
„Im ersten freien Training heute Vormittag haben wir uns auf die Rennabstimmung konzentriert, und wir hatten vor, uns im zweiten Training auf die Qualifikation vorzubereiten. Doch wir konnten in dieser Session wegen eines technischen Problems nicht starten. Also mussten wir etwas blind in die Qualifikation gehen, sind dort aber dem gefolgt, was Timo im zweiten Training herausgefunden hatte. In Q1 haben wir einen guten Job gemacht, aber in Q2 war es schwierig, das Maximum aus dem Paket herauszuholen. Ich möchte meinem Team wirklich danken, denn es hat mit Hochdruck daran gearbeitet, das Problem zu beheben und mich in der Qualifikation an den Start zu bringen.“
 
Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 16):
„Eigentlich ist es nicht so schlecht gelaufen, leider hat aber wieder nicht alles zusammengepasst. Ich habe in Q2 mit meinem zweiten Reifensatz keine perfekte Runde erwischt. Das kann man sich bei diesen engen Zeitabständen nicht erlauben. Trotzdem freue ich mich auf das Rennen, denn schon im vergangenen Jahr bin ich hier sehr gut zurechtgekommen.“
 
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 19):
„Aufgrund der Strafe vom Norisring wusste ich, dass unsere Ausgangslage hier in Moskau schwierig sein würde. Aber dieses Ergebnis ist natürlich eine Enttäuschung. Ich bin im Qualifying einfach nicht mit dem Auto zurechtgekommen.“

Samstag, 12. Juli 2014

Seitetenwagen WM Sachsenring: Enrico Becker tötlich verunglückt

Enrico Becker und Kurt Hock vor drei Wochen bei ihrem Sieg in Oschersleben
Enrico Becker (links) verstarb heute auf dem Sachsenring
Foto: Jens Hawrda
Die MotoGP-Veranstaltung auf dem Sachsenring wird von einem schweren Unfall überschattet. Im Rahmen des zweiten Qualifikationslaufes der Seitenwagen - WM, die im Rahmenprogramm der MotoGP stattfindet, verunglückten die Piloten Hock/Becker mit ihrem LCR-Suzuki-Gespann. Sie fuhren nach Augenzeugenberichten nach der Bergabpassage noch vor der Linkskurve ungebremst in die Leitplanken. Das LCR-Gespann fing sofort Feuer. Der Beifahrer Enrico Becker verstarb noch an der Unfallstelle. Kurt Hock wurde mit schweren Verletzungern in die Klinik nach Chemnitz geflogen.

Hock/Becker kämpften dieses Jahr im Rahmen der Superbike IDM um den Meistertitel
Foto: Jens Hawrda
 

Erste Pole-Position für Maxime Martin

 
Maxime Martin holt im fünften DTM-Rennen seine erste Pole
Foto: BMW-Motorsport
Der Belgier Maxime Martin sorgte im Qualifying für den DTM-Lauf auf dem Moscow Raceway für eine große Überraschung. In seinem BMW M4 DTM benötigte der Rookie 1:28,619 Minuten für den anspruchsvollen Kurs vor den Toren Moskaus und setzte sich gegen seinen routinierten Markenkollegen Bruno Spengler aus Kanada durch. Die Freude über den ersten Startplatz in seinem erst fünften DTM-Rennen kannte beim 28-Jährigen keine Grenzen: „Das ist einfach klasse. Wir werden immer besser, und es ist super, dass ich nur fünf Anläufe für meine erste Pole gebraucht habe. Die Strecke hier in Moskau gefällt mir sehr gut. Zudem war das Auto einfach spitze. Im Rennen will ich das Beste herausholen“, sagte der BMW-Pilot.
 
erste Startreihe für BMW: Maxime Martin Pole, Bruno Spengler Platz 2
Foto: BMW-Motorsport

Martin war nicht der einzige DTM-Neuling, der in der Qualifikation auftrumpfen konnte. Auch der Schweizer Nico Müller wusste zu überzeugen und sicherte sich als bester Audi-Pilot den starken dritten Platz. „Ein guter Tag für mich. Ich hatte das Ziel, in den dritten Qualifying-Durchgang zu kommen. Das hat geklappt, und ich habe es sogar auf Platz drei geschafft. Das ist mein bestes DTM-Ergebnis im Zeittraining bisher. Ich habe viel aus dem Auto herausgeholt, aber noch nicht alles. Das möchte ich morgen tun“, erklärte der bestplatzierte Pilot eines Audi RS 5 DTM. Neben Müller komplettiert DTM-Champion Mike Rockenfeller (Audi) die zweite Startreihe.
 
findet Bruno Spengler in Moskau zur alten Stärke zurück, im Vorjahr lief es hier für ihn gar nicht gut
Foto: BMW-Motorsport

Einen Rückschlag musste Robert Wickens hinnehmen. Der Kanadier, der auf dem Norisring seinen ersten Saisonsieg feierte, beendete das Qualifying auf Platz 14. „Wir hatten vor dem Zeittraining noch Änderungen am Fahrzeug vorgenommen, die leider nicht so funktioniert haben, wie wir es wünschten. Mein Ziel ist es nun, im Rennen noch Punkte zu holen. Durch die längere Gerade hat der Klappflügel sicher eine größere Auswirkung. Auch die Reifenstrategie wird wichtig sein. Wir werden sehen, was das Rennen bringt“, sagte der 25-Jährige.

Enttäuschend verlief die Qualifikation auch für Vitaly Petrov, der in seinem DTM Mercedes AMG C-Coupé den 23. Platz belegte. Als einziger Russe im Feld gehört der 29 Jahre alte Mercedes-Benz-Pilot zu den Publikumslieblingen in Moskau.

Freitag, 11. Juli 2014

Stimmen der Mercedes-Piloten zum DTM-Rennen in Moskau

Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens (25, Kanada, FREE MAN'S WORLD Mercedes AMG C-Coupé):

erzielte beim Saisonhighlight in Nürnberg seinen zweiten DTM-Sieg

„Ich hätte nie damit gerechnet, mit einem Sieg im Rücken nach Moskau zu reisen. Aber so ist der Motorsport, er hält stets Überraschungen parat. Trotz meines Sieges beim zurückliegenden Rennen auf dem Norisring müssen wir realistisch bleiben. Natürlich möchte ich als Rennfahrer immer gewinnen, aber auf einer permanenten Rennstrecke müssen wir uns unter normalen Bedingungen noch weiter verbessern. Der Moscow Raceway gefällt mir gut. Das DTM-Debüt im vergangenen Jahr war eine schöne Veranstaltung und ich freue mich darauf, wieder dort zu fahren.“

Christian Vietoris
Foto: Jens Hawrda
Christian Vietoris (25, Deutschland, Original-Teile Mercedes AMG C-Coupé):

startet zum zweiten Mal auf dem Moscow Raceway

„Der Moscow Raceway ist eine super Strecke. Ich bin gespannt, wie sich der längere Streckenverlauf in dieser Saison auswirken wird. Das vergangene Rennwochenende in Nürnberg steckte voller gemischter Emotionen für mich. Der zweite Platz wäre eine tolle Belohnung für unser Team gewesen, das sehr hart daran gearbeitet hat, um unser Auto zu verbessern. Aber leider hat es nicht sollen sein. In Moskau erwartet uns eine ganz andere Herausforderung als auf dem Norisring. Umso mehr kommt es dort darauf an, mit harter Arbeit und einer cleveren Strategie alles aus unseren Möglichkeiten herauszuholen.“

 
Paul Di Resta (28, Schottland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

fährt zum ersten Mal auf dem Moscow Raceway

„Das Rennen in Moskau wird für mich eine komplett neue Erfahrung. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrern kenne ich die Strecke noch nicht. Allerdings hat sich das Streckenlayout im Vergleich zum Vorjahr verändert. Deshalb müssen sich auch jene Piloten etwas umstellen, die schon beim Russland-Debüt im vergangenen Jahr dabei waren. Grundsätzlich fahre ich gerne auf neuen Kursen und lerne diese recht schnell. Auf dem Papier und in Onboard-Aufnahmen sieht die Strecke auf jeden Fall sehr interessant aus. Entsprechend freue ich mich auf mein erstes Rennwochenende in Moskau.“

Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
 
Pascal Wehrlein (19, Deutschland, gooix Mercedes AMG C-Coupé):

startete im vergangenen Jahr in Moskau aus den Top-8

„Die Premiere in Moskau hat mir im vergangenen Jahr sehr gut gefallen. Ich kam auf Anhieb gut mit der Strecke zurecht und fuhr in die Top-8 der Startaufstellung. Dennoch begrüße ich es sehr, dass wir in diesem Jahr auf der längeren Streckenversion des Moscow Raceway fahren. Die kürzere Variante ist auch schön. Aber ich glaube, dass der längere Kurs abwechslungsreicher ist und uns Fahrern viel mehr Spaß machen wird. Ich kann es kaum erwarten, an diesem Wochenende zum ersten Mal auf der knapp vier Kilometer langen Strecke zu fahren.“

 
Gary Paffett (33, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):

belegte beim Russland-Debüt der DTM im vergangenen Jahr Platz fünf

„Ich mag den Moscow Raceway. Im vergangenen Jahr bin ich dort ein gutes Rennen gefahren. In dieser Saison starten wir auf einer längeren Streckenvariante, die ein paar mehr Kurven aufweist. Ich bin sicher, dass es für uns Fahrer dadurch noch besser wird. Es ist eine lange Anreise, aber das Rennen ist gut und wichtig für die DTM. Wir hatten beim zurückliegenden Lauf in Nürnberg eine gute Form. Aus verschiedenen Gründen konnten wir daraus leider nicht so viel Kapital schlagen, wie es möglich gewesen wäre. In Moskau wird es für uns wieder schwieriger. Aber wir werden alles geben, unsere Performance auch auf diesem Streckentyp in Zukunft weiter zu steigern.“

 
Daniel Juncadella (23, Spanien, Petronas Mercedes AMG C-Coupé):

qualifizierte sich beim ersten Rennen in Moskau 2013 in den Top-10

„Ich reise zum zweiten Mal nach Russland und freue mich auf den neuen Streckenverlauf. Mir hat schon die kürzere Variante sehr gut gefallen. Im ersten Qualifying auf dieser Strecke bin ich Neunter geworden. Leider wurde ich dann im Rennen früh von einem anderen Auto getroffen. Danach hatte ich keine Chance mehr auf ein gutes Ergebnis. In diesem Jahr erwartet uns in Moskau eine schwierige Aufgabe. Auch an diesem Wochenende gilt es für uns wieder, hart zu arbeiten und alles aus Fahrer, Fahrzeug und Team herauszuholen.“

 
Vitaly Petrov
Foto: Jens Hawrda
Vitaly Petrov (29, Russland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

war der erste russische Pilot in der Formel 1 und der DTM

absolvierte im Vorjahr bereits DTM-Renntaxifahrten auf dem Moscow Raceway

„Natürlich freue ich mich auf mein Heimrennen in Moskau, vor allem da ich bisher selten die Gelegenheit hatte, in meinem Land Rennen zu fahren. Auf dem Moscow Raceway werden viele Fans und Freunde dabei sein, das wird garantiert ein großartiges Wochenende. Im vergangenen Jahr bin ich bereits ein paar Runden mit einem DTM-Renntaxi auf der Strecke gefahren. In diesem Jahr starten wir auf einer längeren Streckenvariante. Dadurch dürfte es noch mehr Spaß machen. Der Motorsport wird in Russland immer beliebter - in der vergangenen Saison debütierte die DTM in Moskau und in diesem Jahr gastiert die Formel 1 erstmals in Sotschi. Ich hoffe, dass ich in der DTM meinen Teil dazu beitragen kann, unseren Sport in meinem Heimatland noch bekannter zu machen.“

Donnerstag, 10. Juli 2014

GT-Masters – Vier Fragen an Tabellenführer René Rast

René Rast (27, Frankfurt) erlebte im Juni die wohl aufregendsten drei Wochen seiner bisherigen Rennfahrerkarriere: Auf dem Red Bull Ring beendete der Audi-Pilot die erste Saisonhälfte des ADAC GT Masters gemeinsam mit Teamkollege Kelvin van der Linde (18, ZA, beide Prosperia C. Abt Racing) als Tabellenführer. Eine Woche später fuhr er bei seinem Debüt bei den 24h von Le Mans in einem offenen Prototypen auf Rang vier in der LMP2-Klasse und belegte Rang acht im Gesamtklassement. Am vergangenen Wochenende gewann Rast im Audi R8 gemeinsam mit ADAC GT Masters-Teamkollege Markus Winkelhock, Christopher Haase, dem ersten ADAC GT Masters-Champion sowie ADAC GT Masters-Laufsieger Chris Mamerow das ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Bevor die "Liga der Supersportwagen" vom 8. bis 10. August auf dem Slovakia Ring bei Bratislava in der Slowakei in die zweite Saisonhälfte startet, spricht Rast im Interview über den "Habzeittitel" im ADAC GT Masters und die Erfolge der vergangenen drei Wochen.

Renè Rast ist mit seinen Teamkollegen Kevin v.d. Linde  Halbzeitmeister in der ADAC GT-Masters
Foto: Jens Hawrda
 
Sie sind Tabellenführer im ADAC GT Masters und haben erfolgreich in einer Woche zwei 24-Stunden-Rennen gefahren. Wie haben Sie die vergangenen drei Wochen erlebt ?
 
René Rast: "Ich hatte während der Rennen kaum Zeit mir Gedanken darüber zu machen und habe erst jetzt einen Moment gefunden, um darüber nachzudenken. Ich habe sehr harte und anstrengende drei Wochen erwartet, aber es ging alles sehr schnell. An der Rennstrecke hat man immer eine Aufgabe und da vergeht die Zeit wie im Flug. Ich hätte nie erwartet, dass die drei Wochenenden so erfolgreich für mich verlaufen. Wenn mir das jemand vorher gesagt hätte, ich hätte es sofort unterschrieben. Auf dem Red Bull Ring waren wir mit unserem Audi R8 nicht die Favoriten und sind dennoch im zweiten Lauf Zweite geworden und haben uns so unverhofft die Tabellenführung geholt. In Le Mans waren wir vom Material unterlegen, haben aber dennoch ein gutes Ergebnis erzielt. Der Erfolg auf dem Nürburgring war eine großartige Teamleistung. Wir hatten ein tolles Paket, haben keine Fehler gemacht und uns auch nicht vom Druck der Konkurrenz beirren lassen."
 
Zusammen mit Kelvin van der Linde sind die nun "Halbzeitmeister". Wie viel bedeutet es zur Saisonmitte im ADAC GT Masters an der Tabellenspitze zu stehen ?
"Es ist für uns sehr wichtig. Die Punkte, die wir bisher eingefahren haben, nimmt uns niemand mehr und wir sind nun schon auf dem halben Weg zum Meistertitel. Wir haben 120 Punkte auf unserem Konto, vor einem Jahr hatte der Tabellenführer zur Saisonmitte knapp 40 Zähler weniger. Von daher muss man unsere Ausgangslage zur Saisonmitte sehr positiv bewerten. Es geht in diesem Jahr an der Spitze extrem eng zu. Wir hatten aber bisher eine nahezu perfekte Saison. Wir haben in jedem Rennen gepunktet, standen in sechs von acht Rennen auf dem Podium, haben keine Fehler gemacht und uns keine Strafen eingefangen. Auch das Team Prosperia C. Abt hat einen absolut fehlerfreien Job gemacht. Das war bisher der Schlüssel zum Erfolg. Unsere engsten Verfolger in der Meisterschaft haben es aber ähnlich gemacht, daher ist es an der Tabellenspitze sehr eng und die zweite Saisonhälfte wird extrem spannend."
 
Ihr Teamkollege Kelvin van der Linde ist kürzlich erst 18 Jahre geworden und gilt schon jetzt als eine der Entdeckungen der Saison 2014. Wie klappt die Zusammenarbeit mit einem so jungen Nachwuchsfahrer ?
"Ich habe Kelvin vor der Saison nicht gekannt und hatte auch zuvor noch nichts von ihm gehört. Als er das erste Mal in unseren Audi R8 gestiegen ist, war er extrem schnell. Er ist nicht nur schnell, sondern auch extrem lernfähig und hat bisher keine Fehler gemacht. Obwohl er gerade erst 18 Jahre geworden ist, ist er extrem abgeklärt. Er bringt auch etwas Erfahrung im Titelkampf mit, da er im vergangenen Jahr den Volkswagen Scirocco R-Cup gewonnen hat."
 
Anfang August startet das ADAC GT Masters auf dem Slovakia Ring in die zweite Saisonhälfte. Was können wir dann erwarten ?
"In der zweiten Saisonhälfte starten wir auf Strecken, die uns noch mehr liegen sollten als die vier Strecken zum Saisonstart. Daher gehe ich optimistisch in die zweite Saisonhälfte. Der Slovakia Ring und der Sachsenring sind Kurse, auf denen unser Audi R8 bisher sehr schnell war. Und auch auf dem Nürburgring und in Hockenheim waren wir im vergangenen Jahr gut unterwegs. Wir müssen weiter so arbeiten wie in der ersten Saisonhälfte. Wenn wir keine Fehler machen, sollten wir gute Chancen haben, bis zum Schluss um den Titel zu kämpfen."