Freitag, 27. Juni 2014

BMW DTM-Fahrer Marco Wittmann legt beim Aufbau des Norisrings Hand an und zeigt danach seine Kletterkünste

Sein DTM-Heimrennen auf dem Norisring (DE) ist für Marco Wittmann (DE) immer etwas ganz Besonderes. Der in Fürth (DE) lebende BMW Team RMG Pilot wohnt nur 20 Kilometer vom Stadtkurs am Dutzendteich entfernt – und darf sich am kommenden Wochenende als DTM-Spitzenreiter auf die Unterstützung vieler Freunde und Bekannter freuen. 
 
Marco Wittmann im Gabelstabler hilft beim  Streckenaufbau am Norisring
Foto: BMW-Motorsport
Wittmanns Beziehung zum Norisring ist seit jeher sehr eng. Schon in den Nachwuchsserien hat er dort zahlreiche Erfolge gefeiert. Zudem ist er Mitglied des für den Betrieb des Norisrings zuständigen Motorsport Club Nürnberg (MCN). Was lag angesichts dieser engen Verbindung näher, als beim Aufbau des 2,3 Kilometer langen Kurses über öffentliche Straßen selbst Hand anzulegen? Wittmann steuerte unter Anleitung von Wolfgang Schlosser, dem 1. Vorsitzenden des MCN, und seinen Mitarbeitern einen Gabelstapler und setzte im Bereich der Boxengassen-Einfahrt Begrenzungssteine aus Beton. Anschließend trug er mit einer speziellen Maschine die weiße Linie, welche die Boxeneinfahrt markiert, auf und montierte auf einer Tribüne Sitze.


Marco Witttman bei der Montage von Sitzen auf einer Tribüne am Norisring
Foto: BMW-Motorsport
„Das war das erste Mal, dass ich einen Gabelstapler gefahren bin“, sagte Wittmann. „Nach einer kurzen Einweisung hat das sogar ganz gut geklappt und ich konnte den zahlreichen freiwilligen Helfern beim Aufbau meiner Heimstrecke zumindest ein bisschen zur Seite stehen. Diese Leute machen wirklich einen tollen Job und sorgen dafür, dass wir Jahr für Jahr dieses ganz spezielle Rennen erleben dürfen. Es ist spannend, die Strecke im Bau zu sehen und nicht erst, wenn sie so dasteht, wie wir Fahrer sie am Wochenende vorfinden.“

Marco Wittmann in der Fränkischen Schweiz beim Steilwandklettern
Foto: BMW-Motorsport
Im Anschluss ging es für Wittmann in die Fränkische Schweiz, wo er seinen actionreichen Tag mit einer Kletterpartie fortsetzte. In einem der bekanntesten Klettergebiete Deutschlands erklomm Wittmann unter professioneller Anleitung eine Steilwand und demonstrierte dabei auch außerhalb des Cockpits seines Ice-Watch BMW M4 DTM sportliches Talent.

Steilwandklettern mit Suchtfaktor
Foto: BMW-Motorsport
„Ich bin zwar schon ein paar Mal in einer Halle geklettert, aber noch nie an einer natürlichen Felswand“, sagte Wittmann. „Das war eine neue und aufregende Erfahrung für mich. Natürlich hatte ich den Ehrgeiz, die Wand komplett zu besteigen, was dann auch gut geklappt hat. Ich hatte sehr viel Spaß und kann mir durchaus vorstellen, so etwas noch einmal zu machen.“

Stimmen der BMW-Fahrer zum Rennen auf dem Norisring


Augusto Farfus, Castrol EDGE BMW M4 DTM
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM):
„Auf dem Papier sieht eine Runde auf dem Norisring recht simpel aus. Das Schwierige ist, die richtige Strategie und das perfekte Set-up für das Rennen zu finden. Es kann schnell passieren, dass du ein Auto hast, das auf den Geraden schnell ist, dafür aber ein schlechtes Bremsverhalten am Kurveneingang hat. Deshalb muss die Abstimmung zu 100 Prozent passen.“

Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM):
„Wenn du auf anderen Strecken einen Fehler machst, dann landest du im Kiesbett. Auf dem Norisring küsst man hingegen direkt die Mauer. Das verändert die Herangehensweise der Fahrer an dieses Rennen komplett. Es ist fantastisch, auf einem Kurs mitten in der Stadt zu fahren, denn so bringen wir den Rennsport direkt zu den Fans. Der Lauf auf dem Norisring wird eine tolle Show.“

Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer):
„Der Norisring ist technisch anspruchsvoll, da man sehr spät bremsen muss. Und da die Autos den Begrenzungsmauern sehr nahe kommen, darf man sich als Fahrer keinen Fehler erlauben. Auf dem Norisring war ich immer sehr erfolgreich. Außerdem herrscht dort immer eine besondere Atmosphäre. Deshalb freue ich mich riesig darauf, dort wieder mit der DTM anzutreten.“

Martin Tomczyk, BMW M Performance Zubehör M4 DTM
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer):
„Nach der Hitzeschlacht im vergangenen Jahr mit zwei Safety-Car-Phasen und einem teils chaotischen Rennen bin ich schon sehr gespannt darauf, welche Überraschung der Norisring dieses Mal für uns bereithält. Dort zu fahren, ist immer wieder eine große Herausforderung. Ich hoffe, vor den vielen BMW Mitarbeitern und Fans erneut eine gute Performance zeigen zu können.“

Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK):
„Das Rennen am Norisring ist immer ein Highlight, sowohl für uns Fahrer als auch für die DTM-Fans. Die Action dort ist außergewöhnlich. Es gibt viele Zweikämpfe auf der Strecke, und so manches Fahrzeug landet in der Mauer oder in der Leitplanke. Obwohl der Kurs nur aus vier Kurven besteht, ist er eine echte Herausforderung. Die Autos fahren mit sehr wenig Abtrieb und tanzen auf den Bodenwellen. Es wird ein spannendes Wochenende, auf das ich mich sehr freue.“

Antonio Felix da Costa, Red Bull BMW M4 DTM
Foto: Jens Hawrda
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK):
„Ich habe auf dem Norisring bereits 2010 mit der Formel 3 ein Rennen bestritten und freue mich auf meine Rückkehr an diese Strecke. Eine Runde auf dem Norisring ist sehr kurz – und das Auto braucht ein komplett anderes Set-up als auf anderen Strecken. Aber ich komme mit viel Selbstvertrauen nach Nürnberg und hoffe sehr, dass wir auch dort vorne mitzumischen können werden.“

Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG):
„Die Vorfreude auf mein Heimrennen am Norisring ist riesig. Diese Veranstaltung ist das Highlight des Jahres. Es ist großartig, dass ich als Führender der Fahrerwertung in meiner Heimat antreten werde. Die Strecke liegt nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Meine Familie und meine Freunde werden vor Ort sein, um mich zu unterstützen und anzufeuern. Ein starkes Ergebnis auf dem Norisring wäre mein ganz großer Traum.“

Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG):
„Auf dem Norisring will einfach jeder DTM-Fahrer dabei sein und eine gute Figur abgeben. Der Kurs selbst sieht mit zwei Haarnadelkurven und einer Schikane nicht allzu schwierig aus, hat es aber trotzdem in sich. In meiner bisherigen Karriere habe ich dort noch keine einzige Runde absolviert. Ich weiß also nicht genau, was mich erwartet. Deshalb bereite ich mich intensiv vor und freue mich sehr darauf, das erste Mal aus der Box zu fahren.“

Donnerstag, 26. Juni 2014

Fakten und Stimmen der Audi-Fahrer zum Rennen auf dem Norisring

 
Mattias Ekström will diesmal den Pokal behalten
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström (35/S), Red Bull Audi RS 5 DTM #7 (Audi Sport Team Abt Sportsline)

• War der sportliche Sieger des 2013er-Rennens am Norisring
• Wurde der Sieg wegen eines Verstoßes gegen Parc-Fermé-Regeln aberkannt


„Wie immer ist das Rennen am Norisring eines der aufregendsten Wochenenden im Jahr. 2013 hatte ich den Pokal schon in der Hand – dieses Mal will ich ihn abends auch mit nach Hause nehmen.“
 
"Mister Norisring" Jamie Green hat hier bereits viermal gewonnen
Foto: Audi-Motorsport
Jamie Green (32/GB), Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #21 (Audi Sport Team Rosberg)

• Hat das Rennen in Nürnberg schon viermal gewonnen
• Holte in Budapest seine ersten Punkte in der Saison 2014

„Trotz der vier Siege ist meine Premiere mit Audi auf dem Norisring im Vorjahr nicht gerade erfolgreich gewesen. Aber das habe ich abgehakt und jetzt blicke ich nur nach vorn. Mein Auto und auch ich selbst sind bestens vorbereitet, um es in diesem Jahr besser zu machen.“
 
Miguel Molina in der bisherigen Saison sehr erfolgreich
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina (25/E), Audi Sport Audi RS 5 DTM #8 (Audi Sport Team Abt Sportsline)

• Holte in Budapest mit Platz zwei das beste Resultat seiner DTM-Karriere
• Absolvierte in Ungarn den schnellsten Boxenstopp aller Audi-Piloten

„Es ist ein wichtiges Rennen für uns. Ich war dort in der Vergangenheit zwar nicht besonders erfolgreich, aber jetzt habe ich mit meinem Teamkollegen Mattias Ekström den perfekten Lehrer – er ist dort immer extrem schnell. Ich werde mich an seine Tipps halten und versuchen, nach dem Erfolg in Budapest nachzulegen.“
 

Edoardo Mortara (27/I), Audi Sport Audi RS 5 DTM #15 (Audi Sport Team Abt)

• Führte das Rennen auf dem Norisring im Vorjahr lange an
• Ist auf Tabellenplatz drei zweitbester Audi-Pilot

„Ich erinnere mich noch gut an das vergangene Jahr, als wir am Norisring ein sehr spannendes Rennen erlebt haben. Mattias Ekström wurde der verdiente Sieg leider wieder genommen. Wir werden alles dafür tun, um den Audi-Fans nach so vielen Jahren auch am Norisring wieder einen Grund zum Jubeln zu geben.“
 
 
Nico Müller (22/CH), Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #22 (Audi Sport Team Rosberg)
• Absolvierte in Budapest die schnellste Rennrunde
• Erhält ein neues Design für seinen Audi RS 5 DTM mit weißer Grundfarbe
„Der Norisring ist eine neue Strecke für mich, daher wird es nicht ganz leicht. Ich freue mich aber sehr darauf. Alle schwärmen von der einmaligen Stimmung. Ich werde versuchen, den Trend von Budapest fortzusetzen und die dort verpassten Punkte in Nürnberg zu holen.“
Mike Rockenfeller bisher in jedem Rennen gepunktet, aktuell Platz zwei in der Meisterschaft
Foto: Audi-Motorsport
 Mike Rockenfeller (30/D), Schaeffler Audi RS 5 DTM #1 (Audi Sport Team Phoenix)
• Ist auf Platz zwei der Gesamtwertung bester Audi-Pilot
• Hat als einer von zwei Piloten im Feld bei allen drei Rennen gepunktet
„Auch wenn es unser Heimrennen und der Saisonhöhepunkt ist, habe ich am Norisring immer am meisten zu kämpfen. Der fünfte Platz 2013 war eines der besseren Ergebnisse. Wichtig ist, dass mal wieder ein Audi-Fahrer dort gewinnt – und natürlich wäre ich das am liebsten selbst. Wir arbeiten hart daran, mit einer optimalen Abstimmung ins Wochenende zu starten.“
 
Timo Scheider (35/D), AUTO TEST Audi RS 5 DTM #2 (Audi Sport Team Phoenix)
• Verpasste das 2013er-Rennen wegen eines Bremsenproblems am Start
• Startet 2014 zum 14. Mal auf dem Norisring – Bestmarke im Starterfeld
„Ich habe gute und schlechte Erinnerungen an den Norisring. In diesem Jahr wäre es Balsam für meine Seele und vor allem wichtig mit Blick auf die Meisterschaft, wenn ich dort nach vorn fahren könnte. Meine Pace in den ersten drei Rennen stimmt mich auf jeden Fall positiv.“
 
Adrien Tambay (23/F), Playboy Audi RS 5 DTM #16 (Audi Sport Team Abt)
• Hat als einer von zwei Piloten im Feld bei allen drei Rennen gepunktet
• Startet 2014 in den Farben des Männermagazins Playboy
„Es ist immer aufregend, auf einem Stadtkurs zu fahren, denn für uns Piloten ist eine Strecke ohne Auslaufzonen eine große Herausforderung. Natürlich stehen wir als Audi-Piloten in der Pflicht, vor den eigenen Fans 110 Prozent zu geben. Ich möchte weiter Punkte sammeln – und zwar so viele wie möglich.“




Mittwoch, 25. Juni 2014

Sidecar: Hock/Becker übernehmen Meisterschaftsführung

So ein volles Starterfeld gab es bei den Sidecar`s lange nicht, 25 Teams waren in Oschesleben am Start. Durch Ihren Unfall beim WM-Lauf in Rijeka fehlten in Oschersleben Jörg Steinhausen/Axel Kölsch gab es die Chance für andere Teams in der Gesamtwertung Boden gut zu machen.

Foto: Jens Hawrda
Die Spitzengruppe, bestehend aus André Kretzer/Jens Lehnertz (LCR Suzuki), Kurt Hock/Enrico Becker sowie Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki), lag in der Jagd um die schnellste Trainingszeit innerhalb einer Sekunde. Titelverteidiger Kretzer steigerte sich in der zweiten Session um ganze drei Sekunden. In der ersten hatten ihm immer andere Teams im Weg gestanden.

Im Rennen überschlugen sich die Ereignisse. Das erste wurde in der zehnten Runde abgebrochen. Phil Croft hatte seinen Beifahrer Sam Nicholas verloren. Es erfolgte eine Zwischenwertung nach der neunten Runde, in der Hock vor Kretzer und Sattler geführt hatte.

Sidecar-Neuling Patrick Vincon (Rennteam Eilers), der die Kontrolle über das OSR-Suzuki-Gespann verlor und mit seinem Beifahrer Manuel Hirschi abschmierte. Es kam der nächste Abbruch. Zuvor hatten Kretzer/Lehnertz in Führung gelegen, doch durch die Addition der Zeiten aus den absolvierten beiden Sessionen rutschten sie im Gesamtergebnis wieder auf den zweiten Platz hinter Hock/Becker zurück, die jetzt auch in der Gesamtwertung führen und Steinhausen entthronten.
Hock / Becker in Aktion
Foto: Jens Hawrda

Kurt Hock: „Wir hatten zwei super Starts. Im zweiten Teil des Rennens musste ich nur hinter Kretzer bleiben. Dass ich in der Addition vor ihm sein musste, war mir schon klar, nachdem ich im ersten Turn sieben Sekunden Vorsprung vor ihm hatte.“
André Kretzer: „Der zweite Platz ist nicht das, was ich wollte. Aber ich musste Hock im ersten Anlauf ziehen lassen, weil ich zu sehr mit Josef Sattler zu kämpfen hatte. Im zweiten Teil habe ich damit gerechnet, dass Hock hinter mir bleibt. Er war aber immer an meinem Hinterrad dran.“

Josef Sattler: „Wir sind voll zufrieden. Endlich stehen wir mal auf dem Siegerpodest. Und unsere Starts waren einfach geil.“

Ergebnis 1. Rennen (Top-Five):

1. Hock/Becker,
2. Kretzer/Lehnertz,
3. Trautner/Sattler,
4. Zimmermann/Faber,
5. Nussbaum/Aebisch.


Kurt Hock und Beifahrer Enrico Becker (LCR Suzuki) räumte auch im zweiten Sidecar-Lauf die volle Punktzahl ab, während die Titelverteidiger André Kretzer/Jens Lehnertz den Sonntag lieber vergessen wollen.

Hock/Becker, die neuen Führenden in der Klasse Sidecar, blieben von der Konkurrenz im zweiten Rennen in der Magdeburger Börde unbehelligt. Einziger Zwischenfall: Becker verlor schon in der Einführungsrunde den Schleifschutz vom Hintern und fürchtete um seinen Po.

Von Kretzer/Lehnertz  entfernten sich Hock/Becker pro Runde im Rennen um eine knappe Sekunde und dann musste das Verfolgerduo auch noch sieben Runden vor Schluss an die Box fahren. Ein Motorschaden hatte sich angebahnt. Die deutsch-österreichische Kombination Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki) erbte damit den zweiten Platz. Dritter wurde das Gästepaar Bennie Streuer/Geert Koerts aus den Niederlanden.

Siegerpodest des zweiten Laufes am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Hock/Becker: „Ich musste mich zwingen, nicht auf die Tafel mit der Rundenanzeige zu schauen. Es war verdammt schwer, denn die Versuchung ist groß. Ich wollte mich aber ausschließlich um das Rennen kümmern.“

Sattler/Trautner: „Wir haben Kretzer immer vor uns gesehen und von Beginn an versucht, unseren dritten Platz zu halten.     Das hat funktioniert, aber dass es noch der zweite Platz wurde, war eine echte Überraschung.“

Kretzer/Lehnertz: „Am Gespann fing es plötzlich an zu Klackern. Zuerst dachte ich, ein Fremdkörper von außen hat sich irgendwo verhakt. Aber dann war es der Motor und ich habe lieber die Box angesteuert um ihn nicht noch komplett zu zerstören.“


Ergebnis 2. Rennen (Top-Five):

1. Hock/Becker,
2. Trautner/Sattler,
3. Zimmermann/Faber,
4. Rutz/Hofer,
5. Nussbaum/Aebisch.

Meisterschaftsstand (Top-Five):

1. Hock             94 Pkt.
2. Rutz              59,5 Pkt.
3. Steinhausen 56,5 Pkt.
4. Sattler           52 Pkt.
5. Kretzer          52 Pkt.

DTM: Der BMW M4 DTM feiert sein Stadtkurs-Debüt.


Mit dem Gastspiel auf dem Norisring (DE) nimmt die DTM-Saison 2014 nach einer vierwöchigen Rennpause wieder Fahrt auf. Am 29. Juni kämpfen die BMW Fahrer beim traditionsreichen Stadtrennen in Nürnberg (DE) um Punkte und Top-Platzierungen. Ein Pilot fiebert dem vierten Rennen des Jahres besonders entgegen: Marco Wittmann (DE), mit 50 Punkten der aktuelle Spitzenreiter in der Fahrerwertung. Er wohnt nur 20 Kilometer von der Strecke entfernt in Fürth (DE). So wie der Lokalmatador bei den Fahrern in Front liegt, hat sein BMW Team RMG auch bei den Teams Platz eins inne. Die Mannschaft um Teamchef Stefan Reinhold (DE) führt die Wertung mit 58 Zählern an.

Kann Marco Wittmann seine Erfolgsserie am Norisring fortsetzen ?
Foto: Jens Hawrda
Der 2,3 Kilometer lange Norisring gilt als das Monaco der DTM. So wie die Formel-1-Piloten im Fürstentum durch enge Straßenschluchten fahren, kommen die DTM-Fahrer den Mauern auch auf dem engen Stadtkurs in Nürnberg extrem nah. 83 Mal absolvieren sie den Stop-and-Go-Kurs rund um den Dutzendteich, ehe sie die Zielflagge sehen.

Im vergangenen Jahr erwies sich der Norisring, der alljährlich von ehrenamtlichen Helfern renntauglich gemacht wird und auch öffentliche Straßen einschließt, für BMW Motorsport als relativ schwieriges Terrain. Nach einem turbulenten Hitzerennen mit zwei Safety-Car-Phasen kam Bruno Spengler (CA) als bestplatzierter BMW Fahrer auf Platz sechs. Insgesamt schafften vier BMW Piloten den Sprung unter die Top-Ten. Im Verlauf des Wochenendes verfolgten 126.000 Zuschauer das Geschehen am Norisring, auf dem BMW bisher fünf Siege im Rahmen der DTM feiern konnte – unter anderem bei der DTM-Premiere des Rennens 1984 mit Winfried Vogt (DE) im BMW 323i.

Bruno Spengler kann mit der bisherigen Saison nicht zufrieden sein und will am Norisring mehr
Foto: Jens Hawrda
Noch vor dem vierten Saisonlauf wartet am Sonntag ein ganz besonderes Highlight auf die Fans – die BMW Motorsport „Pit Stop Chain“. Zusammen mit den in Nürnberg zahlreich vertretenen BMW Mitarbeitern werden die Fans eine Menschenkette von der ITR-Bühne zum BMW Z4 GT3 von BMW Markenbotschafter Alessandro Zanardi (IT), der ebenfalls am Norisring zu Gast sein wird, bilden. Sie reichen nacheinander die vier Reifen für den Boxenstopp zum Rennfahrzeug an die Boxencrew weiter, die anschließend den Reifenwechsel vornehmen wird. Danach geht Zanardi mit dem BMW Z4 GT3 auf die Strecke.

Eine Neuerung im Wochenend-Format erwartet die DTM-Fans in Nürnberg am Samstag. Zum ersten Mal in dieser Saison gehen die acht BMW M4 DTM für zwei freie Trainings á 60 Minuten auf die Strecke. Die ARD überträgt das anschließende Qualifying auf dem Norisring am Samstag ab 14.35 Uhr live. Am Sonntag sind die Fernsehzuschauer ab 13.15 Uhr live dabei, wenn die BMW Fahrer auf Punktejagd gehen.

Drei BMW DTM-Piloten reisen aus der „Grünen Hölle“ nach Nürnberg: Wittmann, Maxime Martin (BE) und Martin Tomczyk (DE) waren am vergangenen Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (DE) im Einsatz. Während sowohl Wittmann als auch Martin mit dem BMW Sports Trophy Team Marc VDS ausschieden, kam Tomczyk mit seinen BMW Sports Trophy Team Schubert Fahrerkollegen und dem BMW Z4 GT3 mit der Nummer 20 auf Platz sechs ins Ziel.