Montag, 23. Juni 2014

Forès mit one-man-show

Xavi Forés (3C-Racing Team) ist dieses Jahr in der Superbike scheinbar das Maß derr Dinge. In Oschersleben beeindruckte er in Führung liegend mit immer neuen Rundenreckorden.

Xavi Forès war in Oschersleben nicht zu bremsen
Foto: Jens Hawrda
In beiden Rennen setze sich Forès sofort an die Spitze des Feldes und hatte jeweils bereits nach einer Runde eine Sekunde Vorsprung auf die Konkurenz. Damit gab sich der Spanier aber nicht zufrieden, sondern  verbesserte in Führung liegend seinen eigenen Rundenreckord zweimal.

Neukirchner vor Reiterberger
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Rennen folgten mit Abstand Markus Reiterberger (VanZon-Remaha-BMW) und Forés Teamkollege Max Neukirchner auf der Ducati Panigale. Max Neukirchner fand lange keinen Weg vorbei an Reiterberger, erst in der elften Runde gelang im das entscheidende Manöver und er setzte sich vor Reiterberger. In der dreizehnten Runde musste das Rennen nach einem heftigen Highsider von Arie Voss abgebrochen werden. Damit wurde Xavi Forès nach zwölf Runden als Sieger gewertet, Neukirchner wurde Zweiter vor Reiterberger.

nach dem Sturz von Arie Vos (Kawasaki) wird der erste Lauf in der elften Runde abgebrochen
Foto: Jens Hawrda
Der Zweite Lauf war die Wiederholung des ersten Laufes, nur das diesmal die Reihenfolge auf den Plätzen zwei und drei eine andere war. Forès setzte sich an der Spitze sofort ab und diesmal steckte Reiterberger hinter Neukirchner fest. In der sechsehnten Runde konnte er jedoch überholen und gab den zweiten Platz bis ins Ziel auch nicht mehr ab. Max Neukirchner wäre in der letzten Runde fast noch gestürzt, konnte sich aber mit dem Ellenbogen gerade noch abfangen.
im  zweiten Rennen konnte Reiterberger Neukirchner schlagen
Foto: Jens Hawrda
Matej Smrz (Yamaha) wurde in beiden Läufen jeweils Vierter. Michael Ranseder (Honda) wurde jeweils Fünfter bzw. Sechster und war damit nach der Nullrunde von Zolder auch relativ zufrieden.

Xavi Forés:
„Das war ein perfektes Wochenende für mich und ich musste hart arbeiten, ehe ich das richtige Setup gefunden hatte. Ich bin richtig glücklich und auch dankbar für die Elektronik, die uns zur Verfügung steht, die Reifen, über das Team.

Max Neukirchner
Foto: Jens Hawrda
Max Neukirchner:
„Ich konnte im zweiten Lauf die Linie nicht so halten wie ich wollte. Das Vorderrad war sehr unruhig und als einen Rutscher hatte, flog Reiterberger vorbei.“

Markus Reiterberger:
„Als ich im zweiten Lauf hinter Max fuhr, dachte ich irgendwann, dass ich nicht mehr an ihm vorbeikomme, denn immer mehr überrundete Fahrer kamen ins Spiel. Es war schon heftig, aber letztlich hat es ja doch noch geklappt. Nun freue ich mich schon auf die Rennen am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring. Das ist MEIN Kurs – und eine BMW-Rennstrecke…“


Siegerpodest 2. Lauf: Forès siegt vor Reiterberger und Neukirchner
Foto: Jens Hawrda

 
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
1. Forès, Ducati,
2. Neukirchner , Ducati,
3. Reiterberger, BMW,
4. Smrz, Yamaha,
5. Ranseder, Honda.
 
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
 
1. Forès, Ducati,
2. Reiterberger, BMW,
3. Neukirchner, Ducati,
4. Smrz, Yamaha,
5. Mackels, BMW.
 
 
Meisterschaftsstand (Top-Five):
 
1. Forès             141 Pkt.
2. Neukirchner  121 Pkt.
3. Reiterberger 104 Pkt.
4. Smrz               58 Pkt.
5. Nebel              54 Pkt.     

Donnerstag, 19. Juni 2014

Vorschau Superbike*IDM Oschersleben

Am kommenden Wochenende steht für die deutsche Motorradelite die dritte Veranstaltung der SUPERBIKE*IDM in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben auf dem Plan. Das umfangreiche Programm bietet Rennen der Klassen Superbike/Superstock 1000, Supersport und Sidecar sowie der Cup-Klassen YAMAHA R6-Dunlop-Cup und ADAC Junior Cup powered by KTM. Das bedeutet insgesamt 8 spannende Rennen und zahlreiche Trainings, Qualifiying sowie die Superpole-Session der Klasse Superbike am Samstag.

auch in Oschersleben wird Markus Reiterberger versuchen die Ducatis zu schlagen
Foto: Jens Hawrda
Bei den  Superbikes geht Markus Reiterberger, der amtierende Meister, auf die Jagd nach den beiden Gesamtführenden Ducati-Piloten Forés und Neukirchner welche bereits am vergangenen Wochenend erfolgreiche Testfahrten auf dem Kurs in Oschersleben absolvieren konnten.Dabei zeigte sich wieder welche Klasse die Ducati-Mannschaft an den Start bringt. Die beiden Ducati-Piloten haben den letztjährigen inoffiziellen Rundenrecord aus dem Training pulverisiert. Es wird also auch in Oschersleben für die Konkurrenz nicht leicht werden die beiden Ducatis zu schlagen.

Die Piloten der hart umkämpften Supersport-Klasse sind hochmotiviert und werden wie gewohnt um jeden Punkt für die Gesamtwertung fighten. 

 
Im Feld der Sidecar-Teams müssen wir leider auf die Gesamtführenden Steinhausen/Kölsch verzichten. Die beiden mussten bei einem WM-Lauf in der Vorwoche einen folgenreichen Unfall verkraften bei dem Beifahrer Kölsch mehrere Brüche im Fuß erlitt und das Gespann selbst komplett zerstört wurde. Ob wir diese Jahr noch eine Rückkehr der Beiden erleben dürfen ist noch ungewiss.

Prall gefüllte Starterfelder und spannende Positionskämpfe versprechen wie immer die Cup-Klassen um den YAMAHA R6-Dunlop-Cup und die Rookies aus dem ADAC Junior Cup powered by KTM.


Rund um die Action auf der Rennstrecke ist natürlich auch Abseits der Piste einiges geboten. Race-Taxi Fahrten auf verschiedenen Zweisitzer-Race-Bikes oder einem Seitenwagen-Gespann, Autogrammstunde beim Pitwalk am Sonntag Mittag, Kinderparcours für die kleinen Fans und die Händlermeile im offenen Fahrerlager. Ausserdem findet am Samstag Abend ab 22.00 Uhr noch das Arena Music Camp auf dem Zeltplatz statt, präsentiert von 98.0 RTL.
 
Die SUPERBIKE*IDM-Ticketpreise liegen bei 15,- € für ein Tagesticket (22,- € Wochenend-Ticket), Kinder bis 10 Jahre erhlaten kostenfreien Eintritt, bis 16 Jahren gibt es satte 50% Rabatt.
 
Also das Kommen lohnt sich, hier wird klasse Motorsport geboten, wir sehen uns in Oschersleben.

Montag, 16. Juni 2014

Michael Schumacher aus Koma aufgewacht

KeepFightingMichael
Foto: Jens Hawrda
Auf diese Nachricht hat nicht nur die Motorsportwelt gewartet, wie die Managerin von Michael Schumacher mitteilte ist der siebenmalige Formel-1-Weltmeister nicht mehr im Koma und hat die Klinik in Grenoble bereits verlassen. Er befindet sich jetzt in einer langen Rehabilitationsphase, wie sein Management betont.
 
Die "Bild" berichtet, das Schumacher auf Stimmen und seine Umgebung reagiert und mit der Umgebung kommunizieren kann.
 
Viele Rennfahrerkollegen aus der Formel-1, der DTM und anderer Rennserien haben sie zwischenzeitlich erleichtert gezeigt und wünschen über soziale Netzwerke weiter alles Gute und eine schnelle Genesung.
 
Auch von dieser Stelle weiter viel Kraft für die kommenden Aufgaben und "Keep Fighting Michael"

Starker Auftritt der beiden Porsche 919 Hybrid ohne Happy-End

Nach einem starken Auftritt beider 919 Hybrid ging das Porsche Team in der dramatischen Schlussphase des 24-Stunden-Rennens von Le Mans leer aus. Nach über 22 Stunden wurde der LMP1-Rennwagen mit der Startnummer 20 (Timo Bernhard/Brendon Hartley/Mark Webber) bei dem berühmtesten Langstreckenrennen der Welt durch einen Antriebsdefekt um den verdienten Lohn gebracht. Davor hatte der Wagen längere Zeit in Führung gelegen. Auch der zweite der ebenso innovativen wie hoch komplexen Prototypen – gefahren vom Trio Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb – konnte seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, wurde aber von einem Getriebeproblem zurückgeworfen. Er überquerte die Ziellinie aus eigener Kraft.
 
Porsche 919 Hybrid Nr. 20: T.Bernhard, B.Hartley, M. Webber
Foto: Porsche-Motorsport
Nach einem spannenden Rennauftakt mit wechselhaftem Wetter, zahlreichen Ausfällen und einer vergleichsweise ruhigen Nacht rückte Timo Bernhard mit dem Porsche 919 Hybrid nach 20 der 24 Stunden auf die erste Position vor. Um 12:36 Uhr übergab er sein Auto weiterhin in Führung liegend an Mark Webber. Knapp 20 Minuten später verlangsamte der Australier und rollte rein elektrisch zurück an die Box. Den Schaden im Antriebsstrang konnten die Mechaniker nicht mehr reparieren.
 
Kaum eine halbe Stunde später erlitt das Auto von Marc Lieb einen Getriebedefekt. Der Wagen mit der Nummer 14 wurde um 12:54 Uhr auf Rang vier liegend in die Box geschoben. Der Porsche 919 Hybrid kehrte kurz vor Rennende noch einmal auf die Strecke zurück, wurde aber ebenfalls nicht mehr gewertet.
 
Ausfall nach starker Leistung Porsche 919 Hybrid Nr. 20
Foto: Porsche-Motorsport
Porsche 919 Hybrid (Startnummer 20)

Timo Bernhard:
„Alles in allem war es nach so langer Zeit ein starkes Comeback von Porsche hier in Le Mans. Für mich persönlich ist der Ausfall natürlich sehr enttäuschend, denn wir haben uns mit der Konkurrenz einen tollen Kampf geliefert und hatten am Ende sogar Chancen auf den Sieg – in jedem Fall lag eine Podiumsplatzierung in Reichweite. Das vorzeitige Aus ist sehr schade, denn das ganze Team hat einen super Job gemacht. Das Auto lief gut. Wir hatten zeitweise einige Probleme mit der Balance des Fahrzeugs, daher war es im Cockpit nicht immer einfach. Am Ende meines Stints bin ich bewusst sparsam gefahren und habe die Curbs gemieden. Als Mark Webber im Cockpit saß, traten plötzlich Motorenprobleme im ersten Gang auf. Trotzdem: ein starkes Comeback von Porsche.“


Mark Webber:
„Der Ausfall war hart für jeden im Team. Es wäre ein toller Erfolg gewesen, ins Ziel zu kommen. Ich glaube, keiner von uns hat erwartet, dass wir zu diesem späten Zeitpunkt des Rennens in dieser Position sein würden. Was Porsche geleistet hat, ist aller Ehren wert. Denn wir sind weit gekommen. Wenn du früh ausfällst, lernst du nichts. Wenn du eine Runde vor Schluss ausfällst, ist es noch brutaler. Es war unser erster Anlauf hier in Le Mans. Und wir waren immerhin sehr nah an einem Podestplatz.“

Marco Wittmann erklärt die Hotspots auf dem Norisring

Der einmalige Stadtkurs fasziniert aus Fahrer- und Zuschauerperspektive. DTM-Pilot Marco Wittmann ist kurz vor dem Norisring-Rennen zu Besuch in Nürnberg und zeigt, welche Highlights die Strecke für die Besucher vom 27. bis 29. Juni bereithält.
 

Marco Wittmann geht mit viel Selbstvertrauen zum Norisring
Foto: BMW-Motorsport
Bei der Streckenbegehung merkt man, dass der BMW-Werksfahrer mit Selbstvertrauen zum vierten DTM-Rennen kommt. „Mein Wunsch wäre es natürlich, wieder von der Pole-Position zu starten – dafür kämpft man. Aber im Qualifying liegen wir meistens alle zeitlich eng beieinander“, sagt der 24-Jährige.
 
Von der Start- und Zielgeraden, wo Wittmann die Pole-Position schon einmal aus der Nähe betrachtet, geht es zu Fuß in Richtung Grundigkehre. Die lange Gerade erlaubt einen Top-Speed von rund 270 Stundenkilometern und sorgt für packende Windschattenduelle.

Spektakuläre Manöver in der Grundig-Kehre

Besucher haben von der Alpha-Tribüne aus die spannenden Duelle zwischen den Fahrern direkt vor Augen. Bis zuletzt geben die Piloten Vollgas, dann heißt es blitzschnell abbremsen – für die langsamste Kurve im Rennkalender. „An dieser Stelle kommt es zu den engsten Überholmanövern. Hier geht es von nahezu 270 km/h runter auf 50 km/h“, sagt Wittmann und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Ist ja auch Innenstadttempo.“

In der S-Kurve platzen Träume

Knifflig wird es dann auch in den Kurven zwei und drei, die als Schöller-S bekannt sind. Durch die Enge und den Fahrbahnbelagwechsel gilt sie als schwierigste Norisring-Kurven-Kombination. Die Zuschauer der Schöller-Tribüne sind live dabei, wenn die Fahrer den Platz bis zur Fahrbahnbegrenzung maximal ausreizen. An den Spuren der so genannten „Wall of Shame“ sieht man, wie eng es hier Runde für Runde zugeht. „Dieser Abschnitt verzeiht keine Fehler. Viele Spiegel sind hier schon zu Bruch gegangen“, sagt Wittmann und ergänzt: „Wenn ich hier Ideallinie fahre, passt zwischen mein Auto und die Mauer gerade noch eine Zeitung.“

Ist Marco Wittman auch am Norisring ganz vorn dabei ?
Foto: BME-Motorsport
Fingerspitzengefühl der Fahrer gefragt

Auf der Gegengeraden erwartet die DTM-Piloten bereits die nächste Herausforderung: Bodenwellen prägen diese Passage, auf der sonst der tägliche Straßenverkehr rollt. Um die folgende vierte Kurve perfekt zu meistern, bedarf es viel Feingefühl, sowohl beim Bremsen als auch beim Beschleunigen. „Hier wird es unruhig, und man muss aufpassen, dass die Autos nicht springen“, beschreibt Wittmann die Situation an der Dutzendteich-Kehre.

Direkter Blick in die Boxengasse

Das Publikum auf der Steintribüne kann nicht nur den Rennstart und den Zieleinlauf miterleben, sondern hat auch einen exzellenten Blick in die Box. Dort lässt sich verfolgen, wie gegenüber in weniger als drei Sekunden vier Räder getauscht werden. Der Platz hierfür ist am Norisring deutlich enger und die Positionen dichter beieinander als auf anderen Rennstrecken, wie zum Beispiel dem Hockenheimring. „Hier geht es um absolutes Teamplay. Ich muss mit meinem Auto präzise anhalten, damit meine Crew zügig die Reifen tauschen kann und ich schnell wieder weg bin“, schildert Wittmann einen gelungenen Stopp in der Box.