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| Gemeinsam geschafft: Nach rund zwei Stunden Arbeit sitzt der neue Motor und Magnus Kristoffersen kann am Nürburgring doch noch an den Start gehen. Foto: privat |
Eigentlich wollte Magnus Kristoffersen am Donnerstag auf dem Nürburgring nur ein paar wichtige Kilometer für das anstehende Rennwochenende in der Sportbike-Klasse sammeln. Doch der Testtag endete für den 19 Jahre alten Dänen zunächst mit einem kaputten Motor und der Aussicht auf eine ziemlich frühe Heimreise. Dann zeigte sich, was Zusammenhalt im Fahrerlager bedeutet.
Im letzten Stint des Tages ging der Motor an Kristoffersens Motorrad kaputt. Einen zweiten Motor hatte er zwar dabei, doch ihm fehlten das passende Werkzeug und die nötigen helfenden Hände für den Wechsel. Also begann der Däne bereits, seine Sachen zusammenzupacken.
Das blieb beim gegneerischen Team ViVa Endurance by Peuker & Streeb nicht unbemerkt. Die Mannschaft rund um Tobias Kitzbichler fragte nach und entschied kurzerhand: Wir helfen. Das nötige Werkzeug und die Manpower waren vorhanden und so wurde direkt losgeschraubt. Rund zwei Stunden später war der neue Motor eingebaut. „Ich hatte eigentlich schon damit gerechnet, dass mein Wochenende vorbei ist und ich wieder nach Hause fahren muss. Dass mir dann ein anderes Team einfach so hilft und wir das Motorrad wieder zum Laufen bekommen, ist wirklich stark. Dafür bin ich unglaublich dankbar“, freute sich Kristoffersen.
Für Sven Seidler vom ViVa Team war die Aktion dagegen fast selbstverständlich. „Wenn wir die Möglichkeit haben zu helfen, dann machen wir das auch. Das gehört für mich zum Racing dazu. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot. Wir wollen Rennen fahren oder Rennsport erleben und da sollte man sich im Fahrerlager gegenseitig unterstützen.“
Auf der Strecke waren sie heute in den Trainings wieder Gegner. Fair gegeneinander fahren und sich abseits der Strecke trotzdem helfen: Auch das ist EURO MOTO, so Seidler.
Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann




