Samstag, 20. Juli 2019

Doppelpodium für Audi bei Regenschlacht in Assen

  • René Rast nach Platz drei am Samstag DTM-Halbzeitmeister
  • Nico Müller verpasst Sieg im Regenrennen nur knapp
  • Audi nach der ersten Saisonhälfte Spitzenreiter aller drei Meisterschaften
Renè Rast ist Halbzeitmeister
Foto: Jenbs Hawrda

Audi hat bei der mit Spannung erwarteten DTM-Premiere auf der berühmten Motorrad-Rennstrecke in Assen ein weiteres Doppelpodium erzielt und behauptet zur Halbzeit der Saison 2019 die Führung in allen drei Meisterschaften.

Mit 18 von 27 möglichen Podiumsplatzierungen ist Audi mit dem neuen RS 5 DTM ein eindrucksvoller Start in die Turbo-Ära der DTM gelungen. Nach der ersten Saisonhälfte liegen mit René Rast (145 Punkte) und Nico Müller (121) zwei Audi-Piloten an der Tabellenspitze. Beide vergrößerten am Samstag mit starken Leistungen bei schwierigen Bedingungen ihren Vorsprung auf den drittplatzierten BMW-Fahrer Philipp Eng. In der Herstellerwertung führt Audi mit 508 Punkten klar vor BMW (388). In der Teamwertung liegen mit dem Audi Sport Team Rosberg und dem Audi Sport Team Abt Sportsline zwei Audi-Teams vorn. 

Starker Regen machte das erste DTM-Rennen in der „Cathedral of Speed“ vor allem in der Anfangsphase zu einer tückischen Angelegenheit. „Wir hatten an vielen Stellen Aquaplaning. Es war schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten“, sagte Nico Müller, der sich in den ersten zehn Runden vom sechsten Startplatz auf Position drei nach vorn kämpfte. „Dabei habe ich etwas zu viel Zeit auf die Führenden verloren.“

Müller wechselte erst kurz vor Rennende die Reifen und behauptete beim Boxenstopp den ersten Platz vor Marco Wittmann (BMW) und René Rast, die sich vom Start weg ein Duell um die Führung geliefert hatten. „Leider hat es etwas länger als erhofft gedauert, die kalten neuen Regenreifen zum Arbeiten zu bringen, deshalb ist Marco an mir vorbeigekommen“, sagte Müller. „Er hat heute verdient gewonnen.“

„Der Zweikampf mit Marco hat natürlich viel Zeit gekostet, deshalb kam Nico vor uns auf die Strecke zurück“, sagte Rast, der hinter Wittmann und Müller Dritter wurde. „Es war alles andere als ein perfektes Rennen. Trotzdem ist ein Podium dabei herausgesprungen und ich führe weiter in der Meisterschaft. Morgen greifen wir neu an.“

Drittbester Audi-Pilot im Samstagsrennen war Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport auf Platz sechs. Jamie Green kämpfte sich nach einem schwierigen Qualifying vom zwölften Startplatz auf den siebten Platz nach vorn. Mit Loïc Duval und Mike Rockenfeller auf den Plätzen acht und neun kamen auch die beiden Fahrer des Audi Sport Team Phoenix und damit insgesamt sechs Audi RS 5 DTM in die Punkteränge.

Äußerst unglücklich verlief am Samstag das Heimspiel von Robin Frijns. Nach einem Leck am Öltank im Qualifying musste der Niederländer vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Frijns lag schon wieder in den Punkterängen, ehe er sich bei einem Dreher das Heck beschädigte und ausschied.

„Das war ein sehr spannendes Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Bei den nassen Bedingungen wusste vorher keiner, was passieren würde. Aber fast alle Fahrer waren kontrolliert unterwegs. Mit Nico und René haben zwei unserer Piloten um den Sieg gekämpft. Es war sehr knapp und hat am Ende nicht ganz gereicht, aber auch die Plätze zwei und drei sind ein gutes Ergebnis für Audi.“

Marco Wittmann siegt im Regenrennen von Assen

Podium von Rennen 1 in Assen
Foto: Jens Hawrda
Schwierige Bedingungen, starkes Ergebnis: Marco Wittmann (GER) hat für BMW den neunten Lauf der DTM-Saison 2019 in Assen (NED) gewonnen. Auf dem legendären „TT Circuit“ feierte der Fahrer vom BMW Team RMG im Schaeffler BMW M4 DTM von der Poleposition seinen dritten Saisonsieg. 

Auf dem legendären „TT Circuit“ feierte der Fahrer vom BMW Team RMG im Schaeffler BMW M4 DTM von der Poleposition seinen dritten Saisonsieg. Auch Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM), Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) und Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) gelang auf den Plätzen vier, fünf und zehn der Sprung in die Punkteränge. Außerhalb der Top-10 kamen Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) und Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) auf den Positionen 15 und 16 ins Ziel.

Als sich die Fahrzeuge in der Startaufstellung aufgereiht hatten, kam der vorhergesagte Regen. Zuvor waren alle Trainingssessions bei trockenen Bedingungen ausgetragen worden. Aufgrund der Verhältnisse entschied sich die Rennleitung für einen Start hinter dem Safety Car. Nach drei Runden wurde der neunte Saisonlauf schließlich freigegeben, nach nur einem Umlauf folgte direkt die nächste Safety-Car-Unterbrechung nach dem Ausfall eines Aston Martin. Wittmann ließ sich davon an der Spitze des Feldes nicht aus der Ruhe bringen. Die Entscheidung brachte sein Überholmanöver kurz vor Schluss gegen Nico Müller (SUI, Audi), der nach dem Boxenstopp knapp vor dem BMW Fahrer auf die Strecke gekommen war, ihn dann aber passieren lassen musste.

Für BMW war es der 86. Sieg in der DTM und der fünfte in der Saison 2019. Wittmann konnte seinen 14. Triumph im 103. Rennen bejubeln und rückt damit in die Top-10 der ewigen DTM-Bestenliste vor. Gemeinsam mit Johnny Cecotto (VEN) und Alessandro Nannini (ITA) belegt er in dieser Wertung nun Rang neun. Das BMW Team RMG konnte seinen 20. Sieg in der DTM erringen.

In der Fahrerwertung bleibt Eng mit 111 Punkten als Dritter der bestplatzierte BMW Fahrer, Wittmann konnte auf Rang vier vorrücken (100). Für die Herstellerwertung sammelte BMW 51 Zähler und belegt mit 388 Punkten den zweiten Platz hinter Audi (508).

DTM: Marco Wittmann holt Pole für Rennen 1 in Assen

Marko Wittmann (BMW) holt Pole für Rennen eins in Assen
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (BMW) holt sich die Pole für das erste Rennen der DTM im Samstag in Assen. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen die Audi-Piloten Rene Rast, Loic Duval und Pietro Fittipaldi. auf  Startplatz fünf steht mit Timo Glock ein weiterer BMW-Pilot.

Die Startplätze 6-19 komplettieren Nico Müller (Audi), Sheldon van der Linde (BMW), Bruno Spengler (BMW), Phillip Eng (BMW) und Joel Erikson. 

Ganz stark ist die Leistung von Pietro Fittipaldi einzuschätzen, der für das Audi-Kundenteam WRT Startplatz vier holt.

Die vier Aston Martin Piloten stehen auf Startplatz 15-18 und damit am Schluss des Starterfeldes. Für R-Motorsport wird auf dem schnellen Kurs von Assen mit seinen langen Geraden deutlich das den Aston Martin noch an Motorleistung zu fehlen scheint.

Frijns (Audi) Schnellster am Freitag

Bestzeit am Freitag: Robin Frijns
Foto: Jens Hawrda
Der niederländische Audi-Fahrer Robin Frijns nutzt seinen Heimvorteil und fuhr am Eröffnungstag des Assen-Wochenendes die Bestzeit. 


Fünf Audi auf den ersten fünf Plätzen

„Es war ein guter Tag“, stellte Frijns fest. „Ich war Schnellster in FP2 und das Auto fühlte sich gut an. Wir versuchen nach wie vor, etwas Zeit auf den Longruns zu finden, für morgen sieht es aber insgesamt vielversprechend aus.“

Frijns führt ein Quintett von Audi-Fahrern an, denn René Rast, Nico Müller, Loïc Duval und Mike Rockenfeller folgten auf den Positionen zwei bis fünf. Zur Halbzeit des Trainings hatte Müller beim Überqueren der Startlinie einen Reifenschaden hinten rechts, aber der Schweizer schaffte es zurück an die Box, wo das Rad ausgetauscht wurde. Danach konnte er das Training fortsetzen.
 
Glock schnellster BMW-Fahrer

Schnellster BMW-Fahrer war Timo Glock auf Platz sechs, unmittelbar vor seinen Markenkollegen Joel Eriksson und Sheldon van der Linde. „Wir haben ein paar kleine Änderungen gemacht die eigentlich positiv waren“, so der Odenwälder „Das Auto hat sich ganz gut angefühlt, ich habe eine einigermaßen gute Runde hinbekommen. Jetzt müssen wir mal schauen, was morgen das Wetter macht, denn es kann hier morgen ganz anders aussehen.“

WRT-Audi-Fahrer Jonathan Aberdein komplettierte die Top-Ten, gefolgt von Daniel Juncadella, der einmal mehr schnellster Fahrer eines R-Motorsport-Aston-Martin war.

Zuvor am Nachmittag hatte Duval im ersten Freien Training in 1:26,700 Minuten die Bestzeit herausgefahren. Müller und Frijns komplettierten die Top-Drei für Audi, gefolgt von einem BMW-Duo mit Glock und Marco Wittmann. Die WRT-Audi-Fahrer Pietro Fittipaldi und Jonathan Aberdein zeigten eine beachtliche Leistung mit der sechst- und achtbesten Zeit, dazwischen fuhr Daniel Juncadella im R-Motorsport-Aston-Martin auf Rang sieben. René Rast und Mike Rockenfeller komplettierten die Top Ten.

Mittwoch, 17. Juli 2019

IDM Superbike 1000 startet am Wochenende beim Truck-GP

Foto: Jens Hawrda

Vom 18. bis 21. Juli 2019 brüllt die geballte Power von Fahrzeugen auf vier und zwei Rädern durch die Eifel. Wenn die Fans zum 34. Internationalen ADAC Truck Grand Prix auf den Nürburgring pilgern, erwartet sie diesmal ein hochspannendes Extra: Die Fahrer der IDM Superbike 1000  kämpfen im Rahmen des Grand-Prix auf der legendären Strecke um Meisterschaftspunkte. Deutschlands höchste Klasse im Motorradstraßenrennsport wird an den Renntagen ein ganz besonderes Highlight sein. 

Der ADAC Mittelrhein e.V. hat sich als sportlicher Ausrichter des Truck Grand Prix für den Auftritt der IDM Superbike 1000 stark gemacht. Nun werden zwei Meisterschaftsläufe im Rahmen der Großveranstaltung ausgetragen. Die Rennen werden jeweils zur Primetime gestartet: am Samstag um 13:05 Uhr, am Sonntag um 14:50 Uhr.

„Wir freuen uns sehr, die Königsklasse der IDM bei diesem Mega-Event vor rund 120.000 Zuschauern präsentieren zu können“, sagt IDM-Serienmanager Normann Broy. „Der Auftritt vor einer so großen Zuschauerkulisse wird uns enorm helfen, weitere Motorsportfans für die IDM und den Motorradsport in Deutschland zu begeistern.“ 

Für den Titelkampf in der IDM Superbike 1000 lassen sich auch nach drei bisher ausgetragenen IDM-Veranstaltungen keine Prognosen abgeben. Die erwartete BMW-Dominanz wie im letzten Jahr hat sich nicht wiederholt. 

Zur dritten IDM-Runde in Zolder waren mit Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) und Erwan Nigon (Kawasaki Weber Motos Racing) zwei Fahrer punktgleich als Tabellen-Erste nach Belgien gereist. Der Franzose hatte den „Grünen“ zuvor in Oschersleben endlich den lang ersehnten Sieg beschert. Doch Ilya Mikhalchik, der Titelverteidiger, knackte die Doppelspitze in Belgien und gewann das dort ausgetragene Rennen. 

Der Triumph brachte den 22-jährigen Ukrainer auf die Ideallinie in der Mission Titelverteidigung zurück. Zum Saisonbeginn hatte ihn ein Technik-Defekt in Führung liegend ausgebremst und zurück geworfen. Das ist jetzt vergessen. Mikhalchik führt die IDM Superbike 1000-Gesamtwertung an. Teamkollege Julian Puffe ist mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter und Erwan Nigon Dritter. Mit BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha haben alle fünf in der Königsklasse vertretenen Marken mindestens einen Fahrer in den Top Ten.