Sonntag, 15. Juli 2018

Formel E: Aktuelles und Buntes aus New York

  • Audi Sport ABT Schaeffler auf Titeljagd in der Teamwertung
  • Erstes Rennen für Lucas di Grassi als Vater
  • Nyck de Vries unterstützt das Team beim Finale als Reservefahrer

Audi Sport ABT Schaeffler in New York
Foto: Audi Communications Motorsport / Viktor Stark
Mit zwei Rennen beim großen Saisonfinale elektrisiert die Formel E New York. Dieses Final-Wochenende markiert zudem das Ende der ersten Ära in der innovativen Rennserie. Audi Sport ABT Schaeffler hat noch ein großes Ziel vor Augen: den Teamtitel.

Mit 33 Punkten Rückstand in der Teamwertung geht Audi in seiner Premierensaison mit dem Team Audi Sport ABT Schaeffler in das Finalwochenende. Samstag und Sonntag wird je ein Rennen absolviert und noch insgesamt 94 Punkte vergeben. Mit dem Rückenwind aus zuletzt sechs Podestplätzen in Folge – Rekord in der Formel E – strebt man den Teamtitel an. Nach einem dritten und zwei zweiten Plätzen soll es im vierten Jahr die Krone in der Teamwertung geben. Aktuell hält das Team zum Ende der vierten Saison in der Formel E uneinholbar mit 31 Podestplätzen in 45 Rennen die Bestmarke. Als einziges Team bisher schaffte Audi Sport ABT Schaeffler vor wenigen Wochen in Berlin zudem die Rekordmarke der maximal möglichen 47 Punkte in einem Rennen. Im Dezember 2018 in Riad (Saudi-Arabien) startet die Formel E mit dem völlig neuen und stärkeren Generation-2-Auto in die nächste Saison.

Für Lucas di Grassi ist der New-York-E-Prix sein erstes Rennen als Vater. Vor zehn Tagen brachte Ehefrau Bianca Sohn Leonardo zur Welt, das erste Kind der beiden. „Diese Geburt hat mein Leben verändert, ich bin wirklich aufgeregt, jetzt ein Vater zu sein. Meiner Frau und meinem Sohn geht es prima, sie unterstützen mich dieses Wochenende aus São Paulo“, sagt di Grassi. Auch im Cockpit des Audi e-tron FE04 seines Vaters ist Leonardo mit an Bord, zu Ehren seines Sohnes ziert ein neuer Aufkleber den Helm des Brasilianers.

Der Niederländer Nyck de Vries ist kein Unbekannter im Formel-E-Fahrerlager, aber hier in New York feiert er seine Premiere als Reservefahrer im Team Audi Sport ABT Schaeffler. Der 23-Jährige fuhr den Audi e-tron FE04 während des Rookie-Tests in Marrakesch und hat sich im Simulator in Neuburg an der Donau auf einen möglichen Einsatz in New York vorbereitet. „Toll, wieder beim Team zu sein. Hoffentlich werde ich nicht gebraucht, aber ich bin bereit, auf die Strecke zu gehen, wenn etwas Unvorhergesehenes an diesem Wochenende passiert“, sagt de Vries, der auch schon als Reservefahrer beim DTM-Rennen 2017 in Moskau für Mike Rockenfeller nach dessen Unfallverletzung am Norisring bereitstand.

Zwei Audi-Mechaniker haben auf eine ganz besondere Weise Werbung für den New-York-E-Prix gemacht. Ausgerüstet mit den Boxenstopp-Lollipops und in Mechaniker-Overalls machten sie sich am Mittwoch auf dem Weg nach Downtown Manhattan und sorgten dort für große Unterhaltung. Es gab lustige Begegnungen mit durch die Stadt eilenden Passanten, Batman sowie einem halbnackten Gitarre-spielenden Cowboy und vielen anderen. Spaß, Tanz und Gelächter – alles zu sehen im Video auf der offiziellen Facebook-Seite von Audi Sport.

Samstag, 14. Juli 2018

Vierfachsieg für Mercedes-AMG: Gary Paffett siegt in Zandvoort

  • 23. DTM-Sieg für Paffett, der dritte in der aktuellen Saison
  • Robin Frijns holt vor heimischer Kulisse sein bestes DTM-Ergebnis
  • Starke Leistung von René Rast wird nicht belohnt

Mit seinem Sieg baut Gary Paffet die Meisterschaftsführung aus
Foto: Mercedes-Motorsport
Dieser Rennsamstag in Zandvoort wird Gary Paffett noch lange in Erinnerung bleiben: Von der Pole-Position aus gestartet gewann der Mercedes-AMG-Pilot das neunte Saisonrennen in den Niederlanden und baute damit seine Führung in der DTM-Fahrerwertung weiter aus. Für den Briten war es der 23. Erfolg in seinem 174. DTM-Rennen. Mit seinem dritten Saisonsieg zog er zudem in der ewigen Statistik mit Audi-Legende Mattias Ekström gleich. Beide liegen nun gleichauf hinter Bernd Schneider (43 Siege) und Klaus Ludwig (37) auf Platz drei. Aber nicht nur Paffett hatte an der niederländischen Nordseeküste Grund zu jubeln: Mit Paul Di Resta auf Platz zwei, Lucas Auer auf Rang drei und Pascal Wehrlein auf der vierten Position feierte Mercedes-AMG in den Dünen einen Vierfacherfolg. Lokalmatador Robin Frijns fuhr im Audi RS 5 DTM sein bestes DTM-Ergebnis ein. Als bester Audi-Pilot wurde er Fünfter vor Timo Glock, der das Rennen im schnellsten BMW auf Rang sechs beendete.

„Das Ergebnis haben wir uns wirklich verdient“, freute sich Gary Paffett nach dem Rennen. „Ich hatte einen guten Start und konnte alles kontrollieren. Auch der Boxenstopp war wirklich gut. 28 Punkte an einem Tag zu holen, ist natürlich super, aber das kann man am Sonntag nicht unbedingt wieder erwarten. Es ist niemals einfach in der DTM.“ Das weiß auch Teamkollege Di Resta. Von Platz drei in das Rennen gestartet sah er als Zweiter die Zielflagge – und war mit dem Ergebnis zufrieden. „Es ist wichtig, konstant zu sein“, sagt Di Resta, der als einziger Fahrer in allen Rennen punkten konnte. „Am Ende des Jahres wird abgerechnet.“

Auch im Rennen wurde zum Schluss abgerechnet. Sehr zum Leidwesen von René Rast. Der Titelverteidiger wählte eine riskante Boxenstopp-Strategie, blieb lange draußen und wurde am Ende nicht belohnt. Nach einem Ausrutscher von Nico Müller musste das Safetycar auf die Strecke. Der von Rast herausgefahrene Vorsprung war dahin. „Das ist natürlich frustrierend“, erklärte Rast, für den eine Top-5-Platzierung möglich gewesen wäre. „Wir hatten die Pace, um vorne mitzufahren. Morgen probieren wir es nochmal.“

In der DTM-Fahrwertung hat Paffett seine Führung weiter ausgebaut. Zur Saisonhalbzeit liegt der DTM-Champion von 2005 mit 127 Punkten auf Platz eins vor Paul Di Resta (106), der sich um drei Positionen verbessern konnte. Timo Glock wurde im Rennen Sechster und belegt vor dem Rennen am Sonntag mit 100 Punkten Platz drei. Das zehnte DTM-Saisonrennen, das zweite in Zandvoort, startet am Sonntag wie gewohnt um 13:30 Uhr. 

DTM Zandvoort: Mercedes dominiert erstes Qualifying

Der Meisterschaftsführende Gary Paffett geht von Startplatz 1 ins Rennen
Foto: Jens Hawrda
Das Qualifying zum ersten Rennen am heutigen Samstag auf dem Dünenkurs in Zandvoort dominierte Mercedes. Sie besetzen die ersten zwei Startreihen. Schnellster und damit auf Startplatz ein im ersten Rennen ist der Tabellenführende Gary Paffet vor seinen Markengefährten Pascal Wehrlein,  Paul Di Resta und Lucas Auer.

Auf Platz fünf und sechs folgen etwas überraschend die ersten BMW mit Timo Glock und Marco Wittmann. 

Von Startplatz sieben geht der beste Audi-Pilot Robin Frijns ins Rennen, vor seinen Markenkollegen Müller und Rast. Auf Startplatz 10 steht mit Augusto Farfus ein weiterer BMW-Pilot. Das heutige Rennen startet 13.00 Uhr.

DTM Zandvoort: Mercedes auch im zweiten Freien Traing vorn

Schnellster im zweiten Freien Training: Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
Auch im zweiten Freien Training von Zandvoort ist der Schnellste ei n Mercedes-Pilot. Diesmal ist es Pascal Wehrlein der die schnellste Zeit fuhr. Dahinter folgt sein Markenkollege Gary Paffett. „Der Kurs war heute schon viel besser zu fahren als gestern. Das Auto ist gut abgestimmt. Die Zeiten sind eng. Das Setup ist hier entscheidend. Ich bin davon überzeugt, dass auch BMW die fehlenden ein, zwei Zehntel Geschwindigkeit bis zum Qualifying noch finden wird. Das wird einen sehr harten Kampf um die Startplätze geben“, so Gary Paffett nach dem Training. 

Hinter Paffett folgt mit Jamie Green der schnellste Audi-Pilot auf Platz drei vor seinen Markenkollegen Loíc Duval und Robin Frijns auf den Plätzen vier und fünf. „Der Kurs hier ist sehr speziell. Du hast sehr viel Grip. Wir haben mehr Motorenpower als im letzten Jahr. Hier zu fahren, ist wirklich mega. Meine Rundenzeit war sehr schnell. Es war ein Vergnügen mit dem Auto“, so Green nach Abschluss des Trainings. 

Wieder nicht ganz überzeugen konnte BMW die ihren schnellsten Fahrer mit Rookie Philipp Eng auf dem achten Platz stellten.

Im ersten Qualifying geht es in Zandvoort ab 11:15 Uhr um die besten Startplätze für das erste Rennen, Rennstart ist um 13.30 Uhr.

Freitag, 13. Juli 2018

DTM Zandvoort: Erstes Freies Training Bestzeit für Auer

Die erste Bestzeit in Zandvoort setzt Mercedes-Pilot Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer setze die erste Bestzeit in Zanvoort. Im ersten Freien Training am Freitag Nachmittag fuhr der Mercedes-Pilot die schnellste Runde vor seinen Markenkollegen Edoardo Mortara und Gary Paffet. Dhinter folgen mit Nico Müller und Loic Duval zwei Audi-Piloten. Für BMW lief das erste Freie Training nicht so gut, sie belegten die lezten Plätze, Norisring-Sieger Marco Wittmann wurde als bester BMW-Pilot Zwölfter.

Doppeltes Pech hatte Mike Rockenfeller, der Achter (1:32,795) wurde. Bereits in der ersten Runde verpasste „Rocky“ eine Kurve, er fuhr durchs Kiesbett und landete vor einer Leitplanke. Damit nicht genug. Vier Minuten vor dem Ende schlug er nach einem Fehler frontal in einen Reifenstapel ein.

Das zweite Freie Traing findet am morgigen Samstag um 9.20 Uhr statt, bevor um 11.15 Uhr das Qualifying für das erste Rennen startet.