Sonntag, 5. Februar 2017

Jan Bühn startet auf BMW für das NRT48-Team im FIM Endurance World Cup in der Superstock-Klasse

BMW-Pilot Jan Bühn (Kronau) startet für das Voelpcker NRT48-Racing Team
in der Langstrecken-Weltmeisterschaft
Foto: Hermann Rüger
Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau startet in der neuen Saison für das deutsche Voelpker NRT48 by Schubert-Motors Racing Team auf BMW im FIM Endurance World Cup in der Langstrecken-WM in der Superstock-Klasse. Der deutsche Supersport 600-Meister von 2015 wurde im Vorjahr als bester BMW-Pilot mit sechs Podiumsplatzierungen IDM-Dritter in der Superstock 1000-Klasse. Jan Bühn ging bereits 2014 und 2015 beim Langstrecken-Rennen in Oschersleben an den Start und hat 2015 zusammen mit seinen Teamkollegen Holger Schwarz und Ralph Uhlig vom Team Zweiradtechnik Grebenstein aus Gera auf einer Aprilia RSV 4 das Rennen in der Open Klasse gewonnen. Bei seinem ersten Einsatz ein Jahr zuvor stand Jan Bühn bei seinem Debüt als Dritter ebenfalls schon auf dem Podium. Das NRT48 Racing Team wurde von Ingo Nowaczyk aus Oschersleben in der Nähe von Magdeburg gegründet und ging erstmals in der Saison 2010 an den Start.

„Wir hatten vor der BMW-Ehrung kurz miteinander telefoniert, haben uns dann in München getroffen und gleich gut verstanden. Der erste Kontakt kam über Teamchef Werner Daemen aus Belgien zustande. Das Team ist gut aufgestellt und erhält auch Unterstützung von der BMW Motorrad Sportförderung. Ich kenne die BMW jetzt und es ist eine neue Herausforderung für mich. Das Team hat sich bisher jedes Jahr verbessert und dies möchten wir auch 2017 fortsetzen. Ich bin bisher noch nicht in der Dunkelheit gefahren, aber ich freue mich darauf“, meinte Jan Bühn.

Im Vorjahr belegte das NRT48-Team den dritten Gesamtplatz im FIM Endurance World Cup in der Superstock-Klasse. Das Team hat sich von Jahr zu Jahr kontinuierlich verbessert, nach dem zehnten Gesamtrang 2013 wurde 2014 der sechste Gesamtrang erzielt. Ein Jahr später wurde das Team Gesamtfünfter und im Vorjahr ging das Team als Führende zum Finale und Heimrennen nach Oschersleben. Durch einen unverschuldeten Sturz auf einer Ölspur war der Traum vom Titelgewinn vorbei, das NRT48-Team wurde nach dem Ausfall Dritter im Gesamtklassement in der Superstock-Wertung.

Das Auftaktrennen für die Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017 fand bereits im Vorjahr beim Bol D’Or in Paul Ricard/Frankreich statt. Das Voelpker NRT48-Racing Team belegte dort mit den Piloten Christof Höfer (GER), Florian Galotte (FRA) und Christopher Kemmer (AUT) den zehnten Gesamtrang und den vierten Platz in der Superstock-Wertung. „Jan Bühn ersetzt bei uns im Team den Belgier Bastien Mackels, der zu Yamaha gewechselt ist. In der „EWC Dunlop Independent Trophy“, der Wertung der Privatteams ohne Werksunterstützung, sind wir nach dem ersten Rennen als bestes BMW-Team Dritter. Dies ist auch unser Ziel am Ende unter den ersten Drei zu sein“, sagte Teamchef Ingo Nowaczyk. Die nächste Veranstaltung ist am 15.-16. April das legendäre 24 Stunden Rennen in Le Mans/Frankreich. Danach folgt am 19.-20. Mai mit der Speedweek das Heimrennen in der Motorsport Arena Oschersleben (8 Stunden) und am 23.-24. Juni das 8 Stunden Rennen auf dem Slowakia-Ring. Weitere Informationen über Jan Bühn gibt es auf der Internetseite unter www.jan-buehn.de bzw. vom NRT48-Team unter www.nrt48.de. Mehr Informationen über die FIM Langstrecken-Weltmeisterschaft sind unter www.fimewc.com erhältlich.

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Samstag, 4. Februar 2017

90 Jahre Sachsenring

Foto: Jens Hawrda
Im Jahr des 90jährigen Bestehens des Sachsenrings können sich die Besucher auf eine hochwertige Classic-Veranstaltung freuen. Vom 16.-18. Juni veranstaltet der ADAC Sachsen die ADAC Sachsenring Classic. Ursprünglich alle zwei Jahre geplant, findet die Veranstaltung auf Grund des großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruchs bereits zum vierten Mal in Folge statt.

Der Sachsenring kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Anfang der 90er Jahre zum Scheitern verurteilt, entwickelte sich die westsächsische Rennstrecke dank der Hilfe des Freistaates, des ADAC Sachsen, der Gemeinden vor Ort, des AMC Sachsenring und der zahlreichen Fans zu einem weltweit anerkannten Grand Prix Kurs. So wechselhaft die Geschichte der Rennstrecke, so wechselhaft auch die Historie der zahlreichen Klassen, Cups, Rennserien, Rennfahrer- und Rennfahrerinnen.

Die ADAC Sachsenring Classic spiegelt, mit den teilnehmenden Klassen und Fahrern, die Bandbreite des historischen Motorsports von den Anfängen bis zur Jahrtausendwende wieder. Alljährlich über 700 Teilnehmer und mehr als 30.000 Besucher in 2016 belegen das Interesse der Motorsportenthusiasten am Sachsenring und seiner Geschichte.

Im Jahr des 90jährigen Bestehens des Sachsenrings können sich die Besucher zum Beispiel auf eine Klasse mit ehemaligen MZ-Rennmaschinen freuen, auf welchen, u.a. vom letzten verbliebenen DDR Werksfahrer Heinz Rosner, insbesondere in den 1950-70er Jahren zahlreiche WM-Punkte erkämpft wurden.

Im Automobilbereich erwarten die Besucher zwei Rennklassen mit Formel- und Tourenwagenrennen osteuropäischer Fabrikate. Fahrzeuge, welche hier an den Start gehen, sind z.B. die legendären Melkus MT77, die Estonia-Rennwagen, die Ladas, Skodas oder Zastavas.

Ergänzt wird die ADAC Sachsenring Classic durch einen Sonderlauf von historischen Motorrädern, organisiert in Zusammenarbeit mit den Motorsportclubs rund um den Sachsenring. Insgesamt gehen 15 verschiedene Klassen an den Start.

Freitag, 3. Februar 2017

Precote Herberth Motorsport mit neuer Fahrerpaarung im ADAC GT Masters

  • Robert Renauer und Porsche-Werkspilot Sven Müller steuern einen Porsche 911
  • Rennstall aus Jedenhofen peilt Titelgewinn 2017 an
Prescote Herberth Motorsport
Bild: ADAC-Motorsport
Mit einem großen Ziel nimmt Precote Herberth Motorsport das ADAC GT Masters 2017 in Angriff: Der Rennstall von Teamchef Alfred Renauer peilt den Titelgewinn in der „Liga der Supersportwagen“ an. Den bewährten Porsche 911 werden Stammfahrer Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Seriendebütant Sven Müller (24, Bingen am Rhein) steuern. Das ADAC GT Masters startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Free-TV übertragen.

„Es war überhaupt keine Frage, ob wir uns für die ADAC GT Masters-Saison 2017 wieder einschreiben werden“, sagt Alfred Renauer. „Die Serie ist seit vielen Jahren fixer Bestandteil unseres Motorsport-Programms. Unseren Sponsoren bietet das ADAC GT Masters eine gute Vermarktungsplattform und aus sportlicher Sicht messen sich hier viele der weltweit besten GT3-Piloten. Im Prinzip war schon im November 2016 klar, dass wir erneut antreten werden. Auch die Auto-Fahrer-Konstellation haben wir sehr schnell geklärt.“

Als ausgemachter Porsche-Spezialist vertraut Herberth Motorsport auf die aktuelle Generation des Porsche 911, die im Vorjahr ihre Premiere im GT3-Sport gab. Alfred Renauer: „Wir waren generell sehr zufrieden mit dem Auto. Wir haben in den vergangenen Monaten mehrere Langstreckenrennen gewonnen und auch im ADAC GT Masters eine ordentliche Leistung gezeigt.“

Ein alter Bekannter im Cockpit des Herberth-Porsche wird Robert Renauer sein, der schon zum vierten Mal im ADAC GT Masters für den Rennstall seines Bruders starten wird. 2013 verpasste er auf Gesamtrang zwei den Titelgewinn denkbar knapp, im vergangenen Jahr belegte er zusammen mit seinem Teamkollegen Martin Ragginger (28, A) Rang fünf in der Fahrerwertung. 2017 zeigten sich Herberth Motorsport sowie Robert Renauer und seine Teamkollegen beim Sieg der 24 Stunden von Dubai Mitte Januar bereits in guter Frühform. Ein Fingerzeig für das Abschneiden in der anstehenden ADAC GT Masters-Saison? „Wir wollen auf jeden Fall um den Titel mitfahren“, so Robert Renauer. „Wir haben 2016 schon gute Ergebnisse erzielt, unter anderem zwei Siege. Leider waren aber auch ein paar Rennen ohne Punkte dabei. Wenn wir die Ausfälle vermeiden, haben wir sicher eine gute Chance.“

Der neue Teamkollege von Robert Renauer wird Sven Müller sein. Der Porsche-Werksfahrer kommt aus der Formel-Nachwuchsförderung des ADAC und fuhr 2010 und 2011 im ADAC Formel Masters. Im zweiten Jahr belegte er hinter dem jetzigen Formel-1-Piloten Pascal Wehrlein und Emil Bernstorff Rang drei, anschließend folgten drei Jahre in der Formel 3 Euro Serie, ehe er in das Porsche-Junioren-Programm aufgenommen wurde. 2016 sicherte er sich sowohl den Gesamtsieg im Porsche Carrera Cup Deutschland als auch im Porsche Supercup und wurde aufgrund dieser starken Leistungen Ende des vergangenen Jahres zum offiziellen Werkspiloten befördert. 2017 feiert Müller seine Premiere im ADAC GT Masters.

„Ich freue mich riesig auf die bevorstehende Saison. Das ADAC GT Masters gehört in meinen Augen zu den stärksten GT3-Serien der Welt“, so Müller. „Außerdem treffe ich im Team von Herberth Motorsport auf meinen alten Ingenieur, mit dem ich in den Porsche-Markenpokalen viele Erfolge erzielt habe.“

Bis zum Start der ADAC GT Masters-Saison 2017 gibt es für Herberth Motorsport viel zu tun. „Anfang Februar wird die Vorbereitung des Fahrzeugs abgeschlossen sein“, sagt Alfred Renauer. „Mitte Februar testen wir eine Woche in Portimão, außerdem folgen weitere Tests in Mugello und Barcelona. Und dann steht ja auch schon bald der offizielle Vorsaisontest des ADAC GT Masters an.“

Donnerstag, 2. Februar 2017

DTM: Drei Fragen an Maro Engel

Maro Engel
Foto: Mercedes-Motorsport
Vom 24-Stundenrennen in Daytona geht es für dich direkt weiter zum 12-Stundenrennen von Bathurst. Wie sehen deine Erwartungen aus?

Maro Engel: Die Langstreckenrennen in Dubai, Daytona und Bathurst sind für mich ein fantastischer Start in das Jahr. In Daytona lief es leider nicht so gut. Jetzt heißt es für uns an diesem Wochenende in Bathurst: Voller Angriff! Das Rennen ist sehr fordernd und um es zu gewinnen, muss absolut alles genau stimmen. Dennoch ist es unser Ziel, dort den Sieg einzufahren.

Wie fielen die Reaktionen auf die Ankündigung deines DTM-Comebacks aus?

Maro Engel: Ich habe sehr viele positive Reaktionen erhalten. Sowohl von Kollegen als auch von Freunden und Fans. Der eine oder andere war auch ein wenig überrascht. Es ist durchaus auch ein gutes Gefühl, dass wir mit dieser Nachricht einige Leute überraschen konnten. Die DTM ist eine große Herausforderung. Seit meinem letzten DTM-Rennen hat sich die Rennserie weiterentwickelt. Die Arbeitsweise ist noch professioneller geworden und jedes Detail wurde verbessert. Wir dürfen uns sehr auf 2017 freuen. Mehr Leistung, ein bisschen weniger Abtrieb, neue Reifen: Die DTM hat genau den richtigen Weg eingeschlagen. Diese Änderungen machen nicht nur uns Fahrern mehr Spaß, sie bieten auch den Zuschauern mehr geile Rennaction. Das wollen wir in der DTM sehen. Wir Fahrer wollen uns miteinander auf der Strecke duellieren und spannende Zweikämpfe liefern.

Auf Zweikämpfe gegen welchen Teamkollegen oder welchen Konkurrenten freust du dich 2017 am meisten?

Maro Engel: Mit Edoardo habe ich mir schon viele Duelle in Macau geliefert. Entsprechend freue ich mich natürlich darauf, diese Zweikämpfe in der DTM fortzuführen. Aber am Ende des Tages ziehen wir an einem Strang, da wir nun als Teamkollegen für Mercedes-AMG antreten. Das steht an erster Stelle. Es gibt aber noch einige andere Jungs, die ich noch sehr gut kenne, zum Beispiel Bruno Spengler und Matthias Ekström. Mit beiden geht es immer gut zur Sache und bisher sind die Duelle gegen sie für mich auch immer sehr positiv verlaufen.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Lubner Motorsport startet mit Opel in der ADAC TCR Germany

  • Jasmin Preisig und Dino Calcum fahren für Lubner
  • Teamchef Mirko Lubner: „Wir sind überzeugt, dass wir so manchen überraschen werden“
  • Lubner sucht noch nach einem dritten Fahrer
Jasmin Preisig startet 2017 für Lubner Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport
Audi, Honda, Seat, VW – und nun auch Opel: Der thüringische Rennstall Lubner Motorsport startet in der ADAC TCR Germany und wird die zweite Saison der Tourenwagenserie um mindestens zwei Opel Astra TCR bereichern. Mit Jasmin Preisig (24, Schweiz) begrüßt die ADAC TCR Germany ein bereits bekanntes Gesicht, zudem wird der amtierende Renault Clio Cup-Champion Dino Calcum (26, Bochum-Wattenscheid) für Lubner starten. Dazu laufen Planungen zum Einsatz eines dritten Opel. Die ADAC TCR Germany startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2017.

„Unser Team ist stolz, für Opel Motorsport an den Start zu gehen. Mit Jasmin Preisig und Dino Calcum sind wir sehr gut aufgestellt“, sagte Teamchef Mirko Lubner: „Zudem haben wir einen weiteren Fahrerplatz auf einem Opel Astra TCR frei. Unser eigenes Auto, das im Finale 2016 unterwegs war, ist noch unbesetzt. Es wäre toll, wenn wir dafür noch einen Fahrer für die Saison 2017 finden können.“

Für Lubner Motorsport ist die ADAC TCR Germany kein Neuland. Bereits in der Premierensaison nahm das Team an den Rennen auf dem Nürburgring und beim Saisonfinale in Hockenheim teil und verpasste die Punkteränge jeweils nur knapp. Nun soll 2017 der nächste Schritt nach vorne gelingen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir so manchen überraschen werden“, sagte Mirko Lubner.

Lubner ist seit Jahrzehnten im Motorsport aktiv und war zuletzt insbesondere im Opel Astra OPC Cup im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft höchst erfolgreich. Hier holte das Team dreimal in Folge den Meistertitel, und auch Preisig und Calcum machten bereits mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam. Calcum wurde im Clio Cup dreimal Meister und holte zudem eine Vizemeisterschaft – Preisig fuhr bei mehreren Events aufs Podium. Daran will Lubner nun in der ADAC TCR Germany anknüpfen.