Samstag, 18. Juni 2016

Honda-Pilot Josh Files erobert Pole Position in Oschersleben

  • Brite holt seine erste Pole Position in der ADAC TCR Germany mit deutlicher Bestzeit
  • Seat-Pilot Mario Dablander komplettiert die erste Reihe
  • Vier Honda unter den Top-Five
Josh Files #99 holt Pole-Position in Oschersleben
Foto: ADAC-Motorsport
Josh Files (Target Competition) hat seinen starken Eindruck aus den Freien Trainings am Freitag bestätigt und beim zweiten Auftritt der ADAC TCR Germany in Oschersleben in seinem Honda Civic TCR die Pole Position geholt. Der Brite, der nach zwei Rennwochenenden im Seat León Cup Racer nun in der Magdeburger Börde zum ersten Mal im Honda Civic TCR antritt, setzte mit einer Runde von 1:35.106 Minuten die Bestzeit und sicherte sich so erstmals den besten Startplatz in der Tourenwagenserie des ADAC. "Ich bin sehr glücklich über die Pole", sagte Files: "Ich bin überwältigt, dass die Runde so schnell war, weil mir in der Runde etwas am Auto kaputtgegangen ist." Bereits beim Saisonauftakt in Oschersleben hatte Files einen Doppelsieg gefeiert. Deutschlands führender Sportsender SPORT1 überträgt den ersten Lauf in Oschersleben (13.15 Uhr) am Samstag live, online sind die Rennen im Livestream unter www.adac.de/tcr-germany und www.sport1.de zu sehen.
 
Zweitschnellster Fahrer im Qualifying war Mario Dablander (28, Seat Austria) mit 1:35.592. Der Österreicher ist der einzige Seat-Pilot unter den Top-Fünf. Aus der zweiten Startreihe gehen die beiden Honda von Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition, 1:35.620) und Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC, 1:35.621) ins Rennen.
 
Lokalmatador Mike Beckhusen (16, Target Competition), der jüngste Fahrer im Feld, fuhr in seinem Honda Civic TCR die fünftbeste Zeit. In der Junior-Wertung liegt der Berliner vier Punkte hinter Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC, 1:35.948), der von Rang zehn startet. Die dritte Startreihe komplettiert Harald Proczyk (Österreich, HP Racing) im Seat Léon Cup Racer, der den 3.696 Meter langen Kurs als Sechster in 1:35.856 Minuten umrundete. Vor den beiden Rennen in Oschersleben führt der 40-Jährige die Gesamtwertung mit zwei Punkten Vorsprung vor Files an.
 
Im zweiten Lauf am Sonntag (live ab 11.40 Uhr bei SPORT1+) steht Dominik Fugel auf der Pole Position. Die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings starten im zweiten Rennen in umgekehrter Reihenfolge. Von Startplatz zwei geht Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing, 1:35.931) im Seat León Cup Racer ins Rennen, es folgen die beiden Fahrer des Rennstalls Liqui Moly Team Engstler Tom Lautenschlager (17, Grafenau, 1:35.888) und Tim Zimmermann (19, Langenargen) im Volkswagen Golf GTI TCR. Die schnellste Runde des ehemaligen ADAC Formel 4-Piloten Zimmermann dauerte 1:35.883 Minuten.

Freitag, 17. Juni 2016

Vorschau DTM-Wochenende auf dem Norisring

Foto: Jens Hawrda

Fränkisches Monaco’ bietet Highlights aus Motorsport, Fußball, Musik und Mode

Die Vorbereitungen für das Rennwochenende auf dem einzigen Stadtkurs im DTM-Kalender – dem Norisring in Nürnberg – laufen bereits auf Hochtouren und die Vorfreude bei Fahrern und Fans ist groß. Rund um das Nürnberger Zeppelinfeld steigt zwischen dem 24. und 26. Juni das vierte DTM-Wochenende der Saison 2016 – wie immer ein ganz besonderer Termin im Rennkalender. Das ganz eigene Flair zwischen Dutzendteich und Grundig-Kehre übt eine unvergleichliche Anziehungskraft auf Protagonisten und Besucher aus – zumal die Ausgangslage vor dem siebten und achten DTM-Rennen des Jahres 2016 spannender kaum sein könnte. Zusätzliche Würze verleihen die Wettbewerbe in der FIA Formel 3 Europameisterschaft, des Porsche Carrera Cups Deutschland und des Audi Sport TT Cups. Und natürlich erwartet die Zuschauer auch am Norisring ein prallgefülltes Rahmenprogramm, das so nur am Nürnberger-Stadtkurs zu finden ist.

Kostenlos aus dem Stadtgebiet an- und abreisen

Einer der Vorteile eines Stadtkurses – er ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. In allen Bussen und Nahverkehrs-Bahnen im gesamten Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) gilt das Ticket für das DTM-Wochenende am Norisring gleichzeitig als gültige Fahrkarte – für die Hin- und Rückfahrt zum Gelände am Zeppelinfeld. Auf diese Weise haben die Motorsport-Fans die Möglichkeit, entspannt und staufrei an- und abzureisen.
Foto: Jens Hawrda

Max Giesinger auf der ARD-Chartshow-Bühne

Bevor die DTM-Piloten am Sonntag ihre Plätze in der Startaufstellung einnehmen, wird Max Giesinger im Fahrerlager mit seinem Konzert (ab 11:55 Uhr) für Stimmung sorgen. Der Musiker ist mit seinem Hit ‚80 Millionen’ derzeit omnipräsent. Und da sich dieser durch einige textliche Veränderungen ganz leicht in einen EM-Song verwandeln ließ und die neue Version bei den Hörern für Begeisterung sorgte (auf Anhieb Platz zwei in den iTunes-Single-Charts), wird Giesinger - neben weiteren Songs aus seinem Album ‚Der Junge rennt’ – die EM-Version seines Chart-Erfolges zum Besten geben.

Public Viewing im Biergarten

Damit bedient Giesinger auch die Fußball-Freunde unter den Motorsport-Fans, die am Norisring nichts von der EM in Frankreich verpassen müssen. Große LED-Wände übertragen die Achtelfinalspiele während der DTM-Veranstaltung live. So haben die Besucher die Möglichkeit, die Sieger der DTM-Rennen zu beklatschen, um anschließend im Biergarten des Fahrerlagers die Sportart zu wechseln und mit ihren Favoriten in Frankreich mitzufiebern.

Historische Automobil-Ausstellung

Zwischen Zeppelinfeld und Stadion werden die Besucher die Möglichkeit bekommen, in die Geschichte des Automobils abzutauchen. Mehrere Dutzend historischer Fahrzeuge verschiedener Hersteller können dort aus nächster Nähe bewundert werden.

Miss-Wahl und Modenschau

Gleich sieben Mal wird sich die Show-Bühne im Fahrerlager in einen Laufsteg verwandeln. So werden die traditionellen Modenschauen am Norisring in den jeweiligen Halbzeitpausen der EM-Spiele stattfinden. Zudem findet am Samstag ab 10:50 Uhr die Wahl zur ‚Miss Norisring’ auf der Showbühne statt.

Autogrammstunden, Gewinnspiele und vieles mehr

Ein Besuch im Fahrerlager sollte nicht nur aus den genannten Gründen zum Pflichtprogramm am Norisring gehören. Autogrammstunden mit den DTM-Fahrern, jede Menge Gewinnspiele, Taxifahrten, der beliebte Pitwalk, Live-Interviews und vieles mehr werden während des gesamten Wochenendes für beste Unterhaltung sorgen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

DTM: Drei Fragen an Esteban Ocon

Esteban Ocon
Foto: Jens Hawrda
 
Drei DTM-Rennwochenenden liegen hinter dir. Wie fällt dein erstes Resümee aus?

Esteban Ocon: „Das erste Rennwochenende in Hockenheim ging eigentlich ganz gut los. Wir waren zufrieden mit unserer Pace, aber die Rennen waren dann zum Vergessen. Ich hatte überhaupt kein Glück und konnte keines der beiden Rennen beenden. So ein Debüt wünscht man sich natürlich nicht. In Spielberg und am Lausitzring waren wir dann nicht stark genug, um in die Punkte zu fahren. Aber wir arbeiten hart, um schnellstmöglich ein Level zu erreichen, dass es uns ermöglicht, um Punkte und Podestplätze zu fahren.“

Hast du dir die DTM so hart vorgestellt?

Esteban Ocon: „Absolut nicht. Ich dachte nie, dass es so hart ist, in der DTM zu fahren. Aber ich denke, ich verstehe die Serie jetzt immer besser. In der DTM ist Erfahrung einfach extrem wichtig. Du musst vertrauen in das Auto finden und dich an die Art des Racings gewöhnen. Die Zweikämpfe sind definitiv der größte Unterschied zum Formel-Sport. Ich lerne jedes Wochenende dazu und hoffe, bald meine ersten Punkte einzufahren. Wenn wir es schaffen, an einem Wochenende alles zusammenzubringen, dann ist ein gutes Ergebnis auf jeden Fall drin. Dafür arbeitet jeder im Team sehr hart.“

Zusammen mit deinem Job in der Formel 1 hast du bereits zehn Rennwochenenden in diesem Jahr hinter dir. Wie fühlst du dich allgemein?

Esteban Ocon: „Es macht mir immer noch unglaublich viel Spaß. Es ist fantastisch, die DTM und die Formel 1 zu kombinieren und überall dazu zu lernen. So eine Chance bietet sich dir nicht jeden Tag. Klar ist die Belastung hoch, aber ich kann mich wirklich nicht beklagen.“

ADAC TCR Germany kehrt nach Oschersleben zurück

  • ADAC TCR Race Weekend mit ADAC TCR Germany, ADAC Formel 4 und TCR International
  • Zweiter Auftritt der ADAC TCR Germany in Oschersleben
  • Target Competition wechselt auf Honda
Foto: Jens Hawrda
Die Frühsommerpause der ADAC TCR Germany ist vorbei: Nach sechs Wochen Pause kehrt die ADAC TCR Germany am kommenden Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben auf die Rennstrecke zurück. Vom 17. bis 19. Juni stehen in der Magdeburger Börde die Saisonrennen fünf und sechs für die neue Tourenwagenserie des ADAC auf dem Programm. Zuletzt hatten sich die Piloten Ende April/Anfang Mai auf dem Sachsenring spannende Duelle geliefert. Beim zweiten Auftritt der ADAC TCR Germany in Oschersleben in diesem Jahr ist im Rahmen des ADAC TCR Race Weekends neben der ADAC Formel 4 auch die TCR International Series am Start. Das erste von zwei Rennen überträgt SPORT1 am Samstag live ab 13.15 Uhr, Rennen 2 wird am Sonntag ab 11.40 Uhr bei SPORT1+ live übertragen. Online sind beide Rennen im Livestream unter www.adac.de/tcr-germany zu sehen.

 ls Spitzenreiter reist Seat-Pilot Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing) an. Nachdem in den ersten beiden Rennen in Oschersleben Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) die Nase vorn hatte, feierte der Österreicher Proczyk einen Start-Ziel-Sieg im ersten Rennen auf dem Sachsenring und beendete das Wochenende als Tabellenführer. Vor dem dritten Rennwochenende führt der Seat-Pilot in der Gesamtwertung mit 70 Punkten vor Josh Files (63 Punkte) und Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One, 58 Punkte), der einen Volkswagen Golf steuert. Verfolger Files und die Mannschaft von Target Competition nehmen das zweite Rennwochenende in Oschersleben mit veränderten Vorzeichen in Angriff. Der Brite und seine Teamkollegen Jürgen Schmarl und Lokalmatador Mike Beckhusen steigen am Wochenende vom Seat auf den Honda Civic TCR um.

„Beim Saisonauftakt in Oschersleben waren wir nicht unbedingt die Schnellsten. Mein Ziel wird es sein, so gut wie möglich abzuschneiden. Wenn wir nach den beiden Rennen in der Meisterschaft noch vorne sind, haben wir alles richtig gemacht“, sagt Proczyk, der sich auch über das Gastspiel der TCR International Series freut. „Ich bin ja nicht nur gerne Fahrer, sondern auch Motorsportfan. Von daher freut es mich immer, wenn links und rechts noch etwas zum Schauen ist, was wir ja in der Regel bei den ADAC-Events sowieso haben.“ Im Kampf um das Podest rechnet der Steiermärker mit den „üblichen Verdächtigen“. „Das Team Target ist ja auf den Honda gewechselt. Die werden sicher einen Top-Job machen, aber natürlich wird es interessant sein, wie ihnen die Umstellung auf den Honda gelingt.“

VW-Pilot Leuchter wartet zwar noch auf seinen ersten Sieg, punktete aber in den bisherigen vier Saisonläufen konstant. „Ich hoffe, dass wir an das Auftaktwochenende anknüpfen können. Hoffentlich geht’s noch einen Schritt auf dem Siegertreppchen nach oben, nämlich ganz nach oben“, so Leuchter. „Ich habe an mir gearbeitet, viel Fitnesstraining gemacht. Das Team hat am Auto gearbeitet und wir haben vom Set-up noch einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das Team ist super motiviert, alle ziehen an einem Strang. Jetzt müssen wir halt sehen, dass wir in Oschersleben genauso fleißig punkten wie bisher. Dann sieht es für die Gesamtwertung nicht schlecht aus.“
Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) hat mit Oschersleben dagegen „noch eine Rechnung offen“ nachdem er beim Saisonstart unfallbedingt in beiden Rennen ohne Punkte blieb. „Ich war in Oschersleben ja schon einige Male im Formelsport auf dem Podium. Außerdem hat am ersten Rennwochenende vom Speed her alles gepasst. Ich lasse mich da jetzt nicht aus der Ruhe bringen und kehre mit einem guten Gefühl zurück.“

Zu den Favoriten zählen auch der Finne Antti Buri (27, LMS Racing), Sieger des zweiten Rennens am Sachsenring, und Routinier Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC). Beide haben bereits Podiumserfahrung und starten mit großen Ambitionen in das dritte Saisonwochenende. Buri wird neben den Rennen der ADAC TCR Germany für LMS Racing auch in den beiden Rennen der TCR International Series an den Start gehen.

Spannende Duelle sind auch in der Junior-Wertung zu erwarten, wo Deutschlands jüngster Tourenwagen-Pilot, Mike Beckhusen (16, Berlin, Target Competition), nur fünf Punkte hinter dem aktuell Führenden, Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC) liegt.

Die ADAC TCR Germany startet am Freitag mit zwei Freien Trainingseinheiten (13.10 und 14.45 Uhr). Spätestens am Samstagmorgen (08.30 Uhr) wird es dann ernst, wenn es im Zeittraining gegen die Uhr um die Startplätze für das erste Rennen (Samstag, 13.25 Uhr) geht. Auch die Startreihenfolge für das zweite Rennen (Sonntag, 11.45 Uhr) wird im Qualifying festgelegt. In diesem Lauf starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge – der Pole-Setter wird also von Rang zehn starten, der Zehnte wiederum von der Pole-Position. Die fünf Besten des Qualifyings erhalten zudem absteigend fünf bis einen Punkt für die Gesamtwertung.

Montag, 13. Juni 2016

DTM: Nachgefragt … bei Jamie Green

Der britische Audi-DTM-Pilot über den schwierigen Saisonstart in der DTM, seine Aufholjagd und das bevorstehende „Heimspiel“ von Audi Sport auf dem Norisring am 25./26. Juni.
Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Nach einem enttäuschenden Saisonstart haben Sie in den vergangenen drei DTM-Rennen so viele Punkte gesammelt wie kein anderer Fahrer. Wie erklären Sie sich den Durchbruch?

Ich würde es nicht als Durchbruch bezeichnen, sondern als Rückkehr zur Normalität. In den ersten Rennen hatte ich eine Menge Pech. In beiden Hockenheim-Rennen war ich unverschuldet in Unfälle verwickelt, im Zeittraining für das erste Spielberg-Rennen war ich mit einer nicht optimalen Abstimmung unterwegs. Im zweiten Rennen und am gesamten Lausitzring-Wochenende lief dann endlich alles problemlos, und so war ich in der Lage, meinen Job bestmöglich zu erledigen und gute Ergebnisse zu erzielen.

Sie haben nur 13 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Schielen Sie auf die Gesamtwertung?

Auf jeden Fall. Man schaut immer nach, wie es momentan aussieht. Je weiter oben man steht, desto besser fühlt es sich an. Wir befinden uns natürlich noch immer in einer frühen Phase der Saison. Es sind noch viele Rennen zu fahren und viele Punkte zu vergeben. Von daher gehe ich noch nicht volles Risiko. Aber wenn es so gut weiterläuft, dann rechne ich mir auch dieses Jahr aus, um den Titel mitkämpfen zu können.

Die nächsten beiden Rennen steigen in Ihrem „Wohnzimmer“, dem Norisring. Eine gute Chance, weiter aufzuholen. Warum sind Sie auf dieser Strecke so erfolgreich?

Der Norisring ist ein sehr enger Stadtkurs. Es kommt darauf an, sehr genau zu fahren, die Bremspunkte exakt zu finden. Das liegt mir. Gelingt einem das nicht, kann man an mehreren Stellen sehr viel Zeit verlieren – oder landet im schlechtesten Fall in der Streckenbegrenzung.

Am 18./19. Juni tritt Audi bei den 24 Stunden von Le Mans an. Werden Sie dieses Rennen verfolgen?

Auf jeden Fall. Es ist eines der bekanntesten Rennen im Motorsport. Jeder, der sich auch nur ein bisschen dafür interessiert, sollte es verfolgen. Als ich 2013 zu Audi gewechselt bin, war ich in Le Mans vor Ort. Eine sehr beeindruckende Veranstaltung. Ich drücke meinen Markenkollegen die Daumen.