Dienstag, 14. Juli 2015

DTM Zandvoort: Stimmen Audi Sport

Nach einem schwierigen Wochenende in Zandvoort führt Audi weiter die Fahrer- und die Herstellerwertung der DTM an. Die Stimmen nach dem niederländischen Gastspiel der DTM. Hier die ersten Stimmen der Audi-Piloten zum Wochenende in Zandvoort:

Mattias Ekström
(Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Platz 13 / Platz 7:
„Wenn man in der DTM um den Titel fahren möchte, sind an manchen Wochenenden Punkte genauso wertvoll wie ein Pokal. Das war dieses Mal der Fall. Das Rennen am Sonntag war eines der härteren Sorte – bei vielen Zweikämpfen meiner Kollegen hatte ich einen Logenplatz. Ich selbst habe versucht, mich aus allem herauszuhalten. Das ist gut gelungen, denn mein Audi RS 5 DTM ist ohne einen Kratzer im Parc fermé angekommen. Die Meisterschaft verspricht spannend zu werden. Ich kann jetzt bei einigen Tagen Urlaub in Italien durchatmen und dann greifen wir in Spielberg wieder voll an.“
Mike Rockenfeller unzufrienden mit den Ergebnissen in Zandvoort
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller
(Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 8 / Platz 11:
„Wir sind mit einer anderen Erwartungshaltung angereist, zumal Zandvoort eine Strecke ist, die mir sehr gut liegt. Am Samstag habe ich mit Platz acht das in meinen Augen maximal Mögliche herausgeholt. Am Sonntag ist es bei Platz elf geblieben. Das lag zum einen ganz klar an dem Extragewicht, das unsere Autos an Bord hatten. Auf der anderen Seite müssen wir erst einmal versuchen, innerhalb der Audi-Familie an die Spitze zu kommen. Dafür müssen wir das Optimum aus dem Auto herausholen, was uns bisher noch nicht gelungen ist.“

Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM #27) Platz 18 / Platz 9:
„Das Rennen am Sonntag hat eine Menge Spaß gemacht. Für mich war es ein Qualifying über 60 Minuten, ohne einmal durchatmen zu können. Natürlich gab es einige strittige Situationen, sodass die Fans eine Menge zu diskutieren haben. Das ist typisch für Zandvoort: Wer hier überholen möchte, der muss ein gewisses Risiko eingehen. Danke an meine Jungs für den schnellsten Boxenstopp im Rennen. Wir haben an diesem Wochenende zwar keine Pokale gewonnen, lassen uns davon aber nicht unterkriegen.“

Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #51) Platz 9 / Ausfall:
„Zandvoort ist eine coole Strecke und die Atmosphäre hier ist toll. All das wäre noch viel schöner, wenn man weiter vorn mitmischt. Die zwei Punkte am Samstag haben wir angesichts des hohen Extragewichts gern mitgenommen, am Sonntag war leider nicht viel drin. Ich hatte ein paar Feindkontakte, die meine Aufhängung weichgeklopft haben. Daher musste ich aufgeben. Das Positive: Wir können jetzt Gewicht ausladen und werden in Spielberg hoffentlich wieder um die großen und nicht mehr nur um die kleinen Punktezahlen kämpfen.“

Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17) Ausfall / Platz 12:
„Kein leichtes Wochenende für die Autos mit den Vier Ringen, aber das war uns mit einem Blick auf die Gewichtsverteilung natürlich schon vorher klar. Mein Zeittraining am Samstag war okay, das am Sonntag mit Platz fünf sehr gut. Auch das zweite Rennen lief lange gut, bis einige Kollegen die harten Bandagen und ein paar schmutzige Tricks ausgepackt haben. Das werden wir uns für die Zukunft merken.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Ausfall / Platz 13:
„Ein Wochenende mit Ups and Downs. Am Samstag waren Zeittraining und Rennen bis zu meinem Fehler und anschließendem Dreher gut. Am Sonntag fühlte sich mein Audi sogar noch besser an, aber leider bin ich im Zeittraining im Verkehr stecken geblieben. Von Startplatz 18 ist es dann natürlich schwierig. Am Ende bin ich 13. geworden. Mit einem besseren Stopp wäre vielleicht sogar der Sprung in die Punkte möglich gewesen. Aber trotz der doppelten Nullrunde führe ich die Tabelle weiter an, das ist eine gute Ausgangslage für die kommenden Rennen.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM #10) Platz 14 / Platz 15:
„Ich bin in beiden Rennen ins Ziel gekommen, das ist auch schon mit das Beste, was ich über das Wochenende in Zandvoort sagen kann. An beiden Tagen waren wir im Zeittraining zu schlecht. Wir müssen jetzt analysieren, woran das lag, um in den nächsten Rennen wieder angreifen zu können. Am Sonntag war zumindest mein Tempo im Rennen konkurrenzfähig. Leider kommt man auf dieser Strecke nicht einfach an den Gegnern vorbei, selbst wenn man teilweise sieben Zehntel schneller ist. Das ist schon frustrierend.“

Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48) Ausfall / Ausfall:
„Es war wie erwartet ein hartes Wochenende für uns alle. Trotzdem müssen und werden wir die positiven Dinge mitnehmen: Der Speed und die Konkurrenzfähigkeit sind grundsätzlich da. Jetzt gilt es, weniger Fehler zu machen und aus unseren Möglichkeiten das Maximale herauszuholen. In Spielberg starten wir in drei Wochen in die zweite Hälfte der Meisterschaft. Bei einem Blick auf die Tabelle sieht man, dass noch alles möglich ist: Ein Sieg und ich bin wieder da.“

Drei Fragen an... António Félix da Costa

António, in Zandvoort waren Sie mit einer Poleposition sowie den Plätzen zwei und eins in den Rennen der Mann des Wochenendes. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?
Antonio Felix da Costa
Foto: Jens Hawrda
António Félix da Costa: „Es ist ein großartiges Gefühl. Als ich vor eineinhalb Jahren in die DTM gekommen bin, hat sich alles einfach angefühlt. Das Auto war super, BMW war insgesamt sehr stark, und ich konnte von Beginn an vorne mitmischen. Dann bin ich jedoch etwas in Probleme gekommen. Es fiel mir plötzlich schwer, die Balance des Autos hinzubekommen, um BMW und der DTM zu zeigen, was ich zu leisten im Stande bin. Die zweite Saisonhälfte 2014 war wirklich hart. Im Winter habe ich dann aber einen großen Schritt gemacht und meine Situation sehr genau analysiert. Nach einigen Schwierigkeiten für alle BMW zu Beginn der Saison hat nun hier in Zandvoort alles gepasst – und ich stehe ganz oben. Das macht mich natürlich stolz.“
 
Welcher Lerneffekt war für Sie in den vergangenen Monaten am wichtigsten?

Félix da Costa: „Meine Kämpfe im Mittelfeld und die zahlreichen harten Rennen haben mich insgesamt zu einem besseren DTM-Fahrer gemacht. Diese Erfahrungen muss man machen, um danach gestärkt daraus hervorzugehen. Gleichzeitig habe ich nie daran gezweifelt, dass ich ein Rennen anführen und gewinnen kann, wenn alle Faktoren passen. Das war jetzt hier endlich der Fall. Und ich konnte beweisen, dass ich Wort halten und gewinnen kann.“
 
Jetzt haben Sie sich für immer in der langen Erfolgsgeschichte des BMW Team Schnitzer verewigt...

Félix da Costa: „Das bedeutet mir sehr viel. Es ist unglaublich, mit solch einer erfahrenen und traditionsreichen Mannschaft Erfolg zu haben – und noch dazu mit einem grandiosen Teamchef wie Charly Lamm. Immer, wenn ich in Freilassing bin, staune ich über die Pokale und die lange Geschichte, die dort allgegenwärtig ist. Jetzt bin ich selbst ein Teil davon.“

Montag, 13. Juli 2015

Reaktionen aus dem BMW-Lager auf das vierte Rennwochenende der DTM-Saison 2015

die drei siegreichen BMW-Piloten vom Sonntag Spengler, da Costa und Farfus (v.l.)
Foto: BMW-Motorsport
BMW Motorsport hat im „Circuit Park Zandvoort“ ein historisches Rennwochenende erlebt. Am Samstag gelang den BMW DTM Piloten ein Siebenfachsieg. DTM-Champion Marco Wittmann (DE) errang den ersten BMW Triumph der Saison vor sechs seiner BMW Kollegen.
 
Am Sonntag fuhr António Félix da Costa (PT) zunächst zur ersten Poleposition seiner DTM-Karriere und legte dann im Rennen auch seinen ersten Sieg nach. Hinter ihm sorgten vier weitere BMW Fahrer für einen Fünffachsieg.

Hier erste Stimmen der BMW-Piloten nach dem Wochenende in Zandvoort:
 
erster DTM-Sieg für den überglücklichen Antonio Felix da Costa
Foto: BMW-Motorsport
António Félix da Costa
(BMW Team Schnitzer, So.: 1. Platz, Sa.: 2. Platz):
„Ich bin sprachlos. Was für ein fantastisches Wochenende. Mein erstes Podium in der DTM gestern war schon großartig. Aber der heutige Tag mit der Poleposition und meinem ersten Sieg war einfach nur perfekt. Ich genieße jeden Moment. Hinter mir liegt eine schwierige Zeit. Danke an BMW Motorsport für die Unterstützung – und natürlich auch Danke an die Jungs vom BMW Team Schnitzer. Jetzt freue ich mich riesig auf das Heimspiel für meinen Red Bull BMW M4 DTM in Spielberg.“

Augusto Farfus
(BMW Team RBM, So.: 2. Platz, Sa.: 4. Platz):
„Ich bin sehr froh, dass ich es diesmal auf das Podium geschafft habe. Ich hatte gestern gesagt, dass mit Zandvoort noch eine Rechnung offen ist. Diese habe ich heute beglichen. Ich hatte ein perfektes Auto und denke, dass ich in der zweiten Rennhälfte einen Tick schneller war als António vor mir. Aber auf dieser Strecke ist es nahezu unmöglich zu überholen. Glückwunsch an ihn zu seinem verdienten ersten DTM-Sieg und an BMW zu zwei fantastischen Ergebnissen. Wir sind nach dem schwierigen Saisonstart stark zurückgekommen.“
Bruno Spengler, zufrieden mit dem Wochenende
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler
(BMW Team MTEK, So.: 3. Platz, Sa.: 5. Platz):
„Ich freue mich sehr über den dritten Platz. Das Wochenende war für BMW einfach sensationell. Nach den harten Rennwochenenden zu Beginn der Saison haben wir uns zurückgekämpft. BMW Motorsport und mein Team haben tolle Arbeit geleistet. Mein Auto war heute perfekt. Leider habe ich nach dem Boxenstopp einen Platz verloren. Wir mussten ein bisschen warten, um kein ‚Unsafe Release’ zu riskieren. Dennoch war es ein toller Tag. Hoffentlich geht die Saison so weiter. Ich freue mich schon auf Spielberg.“
 
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock
(BMW Team MTEK, So.: 4. Platz, Sa.: 6. Platz):
"Ich denke, ich kann mit dem, was wir heute erreicht haben, sehr zufrieden sein. Wir haben uns im Laufe des Rennwochenendes kontinuierlich gesteigert und ich hatte ein sehr gutes Auto. Vielen Dank dafür an meine Jungs vom BMW Team MTEK. Dank eines sehr guten Boxenstopps bin ich auf Platz vier nach vorn gekommen. Was mir insgesamt noch fehlt, ist das letzte Quäntchen im Qualifying, um weiter vorne starten zu können. Ich freue mich riesig für meinen letztjährigen Teamkollegen António. Ich denke, er war im Verlauf des Wochenendes der Schnellste. Er hat den Sieg verdient.“

Marco Wittmann
(BMW Team RMG, So.: 5. Platz, Sa.: 1. Platz):
„Das war für BMW und auch für mich ein super Wochenende. Ich habe mich über den Sieg am Samstag riesig gefreut. Auch am Sonntag wäre ein Podium drin gewesen, doch leider bin ich am Start hinter meinen BMW Kollegen hängen geblieben. Danach hatte ich harte, aber faire Zweikämpfe mit Miguel Molina. Bei der Kollision mit Lucas Auer habe ich mir leider das Fahrzeug beschädigt, aber mein Speed war auch danach noch gut. Allerdings war die Lücke zu meinen Vorderleuten einfach zu groß, um noch mehr ausrichten zu können.“

Maxime Martin
(BMW Team RMG, So.: 17. Platz, Sa.: 3. Platz):
„Das war eine unglückliche Situation, in der ich von Adrien Tambay getroffen wurde. Generell ging es im heutigen Rennen ziemlich hart zur Sache. Leider war ich einer der Leidtragenden und konnte keine weiteren Punkte sammeln. Insgesamt bleibt mir aber die gute Erinnerung an meinen Podestplatz im Samstagsrennen. Darüber freue ich mich nach wie vor sehr, genauso wie über die beiden großartigen Ergebnisse für BMW Motorsport.“

Tom Blomqvist
(BMW Team RBM, So.: 18. Platz, Sa.: 7. Platz):
„Mein Problem am Sonntag war nicht das Rennen, es war das Qualifying. Leider wurde ich in meiner schnellsten Runde aufgehalten und konnte nicht von der Position aus starten, auf der ich eigentlich hätte stehen sollen. So war es ein harter Tag. Insgesamt freue ich mich trotzdem über meine ersten DTM-Punkte am Samstag und das hervorragende Gesamtergebnis für BMW. Ich hoffe, wir können in Spielberg darauf aufbauen.“

Martin Tomczyk
(BMW Team Schnitzer, So.: DNF, Sa.: DNF):
„Mein Start war klasse, und ich habe fünf Plätze gut gemacht. Timo Glock lag direkt vor mir und ist Vierter geworden. Es war also eine Menge drin. Allerdings hat Lucas Auer auf seinen gebrauchten Reifen den gesamten Pulk etwas aufgehalten – und in solch einer Situation kommen dann eben einmal fünf oder sechs Autos eng zusammen. Ich steckte im Sandwich, wurde von hinten angeschoben und habe Miguel Molina berührt. Daraufhin hat sich dann die Verankerung meiner Motorhaube gelöst. Das war das Aus. Trotzdem war es insgesamt für BMW ein traumhaftes Wochenende, auch wenn ich natürlich gerne auch selbst Zählbares mitgenommen hätte. Dass mein BMW Team Schnitzer und mein Teamkollege António hier gewinnen konnten, freut mich sehr. Glückwunsch!“

Zandvoort zweites Rennen: Audi-Pilot Ekström mit starker Aufholjagd

  • Von Startplatz 16 auf Rang sieben beim DTM-Rennen in Zandvoort
  • Erste Punkte der Saison für Adrien Tambay
  • Jamie Green weiter Führender der Fahrerwertung
Mattias Ekström fuhr von Startplatz 16 auf Rang sieben
Foto: Audi-Motorsport
Vor 31.000 Zuschauern (am Wochenende) hat Audi in Zandvoort die Doppelführung in der DTM-Fahrerwertung und Platz eins in der DTM-Herstellerwertung behauptet. Audis Mann des Rennens am Sonntag war Mattias Ekström, der im Red Bull Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline mit einer Aufholjagd glänzte.

Nach dem enttäuschenden Ergebnis am Samstag ließ der zweimalige DTM-Champion die Abstimmung seines RS 5 DTM für das zweite Rennen am Sonntag komplett ändern. Wegen eines Defekts am Kabelbaum konnte er jedoch im Warm-up keine Runde drehen und musste sich anschließend mit Startplatz 16 begnügen. Im Rennen hatte er jedoch eines der schnellsten Autos im Feld, machte insgesamt neun Plätze gut und sammelte sechs wertvolle Punkte.

„Heute war ich mit meinem Auto sehr zufrieden“, sagte der Schwede. „Ich hatte harte Duelle mit Pascal (Wehrlein) und Christian (Vietoris), die viel Spaß gemacht haben. Gut ist, dass ich den Rückstand in der Tabelle reduzieren konnte und wir für die nächsten beiden Rennen in Spielberg Gewicht abbauen.“

Seine ersten Punkte der Saison holte Adrien Tambay. Der Franzose hielt im Playboy Audi RS 5 DTM in der Schlussphase Gary Paffett im Mercedes-Benz in Schach und kam als Neunter ins Ziel. Mike Rockenfeller landete im Schaeffler Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Phoenix knapp hinter Paffett auf Rang elf. Der DTM-Champion von 2013 zeigte von Startplatz 19 eine ähnliche Aufholjagd wie Mattias Ekström.

Enttäuschend verlief das Rennen für Miguel Molina und Jamie Green. Molina verteidigte im Teufel Audi RS 5 DTM am Start Platz fünf und konnte lange den Anschluss zu den leichteren BMW vor ihm halten. In der hektischen Phase nach den Pflicht-Boxenstopps wurde der Spanier aber von anderen Fahrern hart attackiert und fiel mit einem beschädigten Auto bis auf Rang zwölf zurück. Jamie Green blieb im Hoffmann Group Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg auf Rang 13 ohne Punkte. Der Vorsprung des Gesamtführenden auf Mattias Ekström und Pascal Wehrlein schrumpft dadurch auf fünf Zähler.

Timo Scheider arbeitete sich im AUTO TEST Audi RS 5 DTM von Startplatz 22 auf Platz 15 nach vorn. Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM) und Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM) mussten nach Feindkontakten vorzeitig aufgeben.

Sonntag, 12. Juli 2015

Zandvoort zweites Rennen: BMW demütigt Konkurrenz erneut

Antonio Felix da Costa gelingt in der DTM erstmals der Sprung aufs oberste Treppchen
Foto: Jens Hawrda
Erste Poleposition, erster Sieg: António Félix da Costa (PT) hat einen perfekten Rennsonntag im „Circuit Park Zandvoort“ (NL) mit dem ersten Sieg seiner DTM-Karriere gekrönt. Dank eines perfekten Starts von der Poleposition verteidigte er im Red Bull BMW M4 DTM während des 60-minütigen Rennens die Führung und sah als Erster die Zielflagge.
Ihm folgten in Augusto Farfus (BR, Shell BMW M4 DTM), Bruno Spengler (CA, BMW Bank M4 DTM), Timo Glock (DE, DEUTSCHE POST BMW M4 DTM) und Marco Wittmann (DE, Ice-Watch BMW M4 DTM) gleich vier weitere BMW Piloten. Sie machten einen Tag nach dem historischen Siebenfachsieg im Samstagsrennen den dritten Fünffachsieg der DTM-Geschichte für BMW Motorsport perfekt.
 
Maxime Martin (BE, SAMSUNG BMW M4 DTM) und Tom Blomqvist (GB, BMW M4 DTM) kamen auf den Positionen 17 und 18 ins Ziel. Martin Tomczyk (DE, BMW M Performance Parts M4 DTM) hatte nach seinem Ausfall am Samstag erneut Pech und musste nach einer Kollision vorzeitig aufgeben.

Pascal Wehrlein beendete das Rennen im bestplatzierten Mercedes-AMG C63 DTM auf Platz sechs.
 
Audis Mann des Rennens am Sonntag war Mattias Ekström, der im Red Bull Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline mit einer Aufholjagd glänzte. Nach dem enttäuschenden Ergebnis am Samstag ließ der zweimalige DTM-Champion die Abstimmung seines RS 5 DTM für das zweite Rennen am Sonntag komplett ändern. Wegen eines Defekts am Kabelbaum konnte er jedoch im Warm-up keine Runde drehen und musste sich anschließend mit Startplatz 16 begnügen. Im Rennen hatte er jedoch eines der schnellsten Autos im Feld, machte insgesamt neun Plätze gut und sammelte sechs wertvolle Punkte.

„Heute war ich mit meinem Auto sehr zufrieden“, sagte der Schwede. „Ich hatte harte Duelle mit Pascal (Wehrlein) und Christian (Vietoris), die viel Spaß gemacht haben. Gut ist, dass ich den Rückstand in der Tabelle reduzieren konnte und wir für die nächsten beiden Rennen in Spielberg Gewicht abbauen.“
 
Seine ersten Punkte der Saison holte Adrien Tambay. Der Franzose hielt im Playboy Audi RS 5 DTM in der Schlussphase Gary Paffett im Mercedes-Benz in Schach und kam als Neunter ins Ziel. Mike Rockenfeller landete im Schaeffler Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Phoenix knapp hinter Paffett auf Rang elf. Der DTM-Champion von 2013 zeigte von Startplatz 19 eine ähnliche Aufholjagd wie Mattias Ekström.
 
Enttäuschend verlief das Rennen für Miguel Molina und Jamie Green. Molina verteidigte im Teufel Audi RS 5 DTM am Start Platz fünf und konnte lange den Anschluss zu den leichteren BMW vor ihm halten. In der hektischen Phase nach den Pflicht-Boxenstopps wurde der Spanier aber von anderen Fahrern hart attackiert und fiel mit einem beschädigten Auto bis auf Rang zwölf zurück. Jamie Green blieb im Hoffmann Group Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg auf Rang 13 ohne Punkte. Der Vorsprung des Gesamtführenden auf Mattias Ekström und Pascal Wehrlein schrumpft dadurch auf fünf Zähler.
 
Timo Scheider arbeitete sich im AUTO TEST Audi RS 5 DTM von Startplatz 22 auf Platz 15 nach vorn. Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM) und Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM) mussten nach Feindkontakten vorzeitig aufgeben.