Mittwoch, 24. Juni 2015

Stimmen aus dem BMW-Lager vor dem dritten Rennwochenende 2015 auf dem Norisring

Marco Wittmann: Norisring fast wie ein Heimrennen
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (Startnummer 1, BMW Team RMG):
„Der Norisring ist immer wieder ein Highlight für mich – und die Vorfreude ist groß. Ich wohne nicht weit entfernt von der Strecke. Es motiviert mich, wenn so viele Fans, meine Familie, Verwandte und Freunde vor Ort sind, um mich zu unterstützen. Das gibt mir einen Extra-Schub. Es macht einfach Spaß, auf dem Norisring zu fahren.“

Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RMG):
„Nach dem erfolgreichen Rennen in Le Castellet reise ich mit Selbstvertrauen zum Norisring. Dort ist vieles anders als auf den restlichen Strecken in der DTM. Der Kurs ist trotz des relativ einfachen Layouts sehr interessant. Es ist nicht einfach, den richtigen Rhythmus zu finden. Traditionell werden wieder viele Fans am Norisring sein. Das macht das Rennen zu einem Highlight im Kalender. Ich freue mich wirklich sehr darauf, dort fahren zu können.“
Martin Tomczyk
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 77, BMW Team Schnitzer):
„Jeder kommt gerne an den Norisring. Es ist einfach immer wieder ein tolles Spektakel. Dem einen Fahrer liegt dieser Stadtkurs mehr, dem anderen weniger. Wenn du dann im Auto sitzt und die einmalige Atmosphäre an der Strecke mitbekommst, dann ist das immer wieder sensationell."

António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer):
„Das Rennwochenende wird fantastisch. Zwar lief es im vergangenen Jahr lief nicht ganz so gut für uns. Aber ich denke, mit den Lehren, die wir daraus gezogen haben, können wir dieses Mal besser abschneiden. Ich bin in jedem Fall top-motiviert.“
Augusto Farfus: Norisring ist magischer Ort
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team RBM):
„Der Norisring ist ein magischer Ort. Die Atmosphäre und die Fans sind fantastisch. In der Vergangenheit waren die Straßen Nürnbergs nicht unbedingt das beste Pflaster für uns, aber vielleicht bietet sich uns in diesem Jahr die Chance, das zu ändern. Wichtig ist, dass wir die maximale Geschwindigkeit und das optimale Bremsverhalten aus dem Auto herauszuholen.“
Tom Blomqvist
Foto: Jens Hawrda
Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM):
„Ich kenne den Norisring recht gut aus meiner Zeit in der Formel 3. Die Pace ist entscheidend, und die müssen wir im Vergleich zu den anderen Rennen verbessern. Auf jeden Fall freue ich mich riesig auf den Norisring, weil uns dort eine großartige Veranstaltung erwartet. Es sind immer viele Zuschauer dort. Ich hoffe, wir können unseren Fans einiges bieten.“

Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK):
„Der Norisring ist für mich das Monaco der DTM – und mit Abstand meine Lieblingsstrecke. Ich mag die Atmosphäre, die Fans sind sensationell. In den vergangenen Jahren war es am Norisring immer ein wenig schwierig für uns. Aber jedes Jahr läuft es auf dieser Strecke anders. Es hat am Wochenende Spaß gemacht, wieder im BMW Z4 GT3 zu sitzen. Wir haben in der Vorbereitung auf Spa-Francorchamps viel gelernt. Zudem bin ich zum ersten Mal seit 2002 wieder einen fliegenden Start gefahren. Und für uns Fahrer ist es ohnehin toll, zwei Rennwochenenden hintereinander zu haben.“

Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team MTEK):
„Der Norisring ist hinsichtlich der Atmosphäre immer ein absolutes Highlight und eines der schönsten Events des Jahres. Allerdings wird es für uns unter Umständen wieder ein sehr schwieriges Wochenende. Wir werden aber hart dafür arbeiten, um dort trotzdem erfolgreich zu sein. In Le Castellet bin ich mein erstes Rennen im BMW Z4 GT3 gefahren. Das Auto macht richtigen Spaß. Es war interessant, in einer Serie wie der Blancpain Endurance Series an den Start zu gehen, und für unsere Vorbereitung auf Spa war dieser Test unter Rennbedingungen sehr wichtig.“

Stimmen der Mercedes-Piloten zum DTM-Rennen in Nürnberg

Foto: Jens Hawrda


Gary Paffett (34 Jahre, England):
Startnummer: 2
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
Foto: Jens Hawrda
„Wir hatten einen relativ schwierigen Start in das Jahr. Der Podestplatz in Hockenheim war großartig. Aber am Lausitzring hatten wir dann einige mechanische Probleme, die unsere Performance am gesamten Wochenende behinderten. Jetzt freue ich mich auf den Norisring. Hoffentlich haben wir dort keine Probleme. Die Pace des Autos war bislang gut. ART hat bei der Abstimmung des Autos gute Arbeit abgeliefert. Ich hoffe, dass wir unser Potential, das im Auto steckt, umsetzen und vielleicht auf das Podium fahren können.“

Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
Startnummer: 3
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG
(Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
Foto: Jens Hawrda
„Ich hoffe, wir können in beiden Rennen am Wochenende eine gute Rolle spielen. Im vergangenen Jahr hat sich das Auto auf dem Norisring super angefühlt. Leider wurde ich vor dem Start gedreht, sodass das Rennen nicht optimal verlief. Wichtig für den Norisring ist es immer, gute Bremsen und eine gute Traktion zu haben. Ich denke, dass auch das DRS für einige Überholmanöver sorgen wird. Unnötig zu sagen, dass auch der Topspeed eine entscheidende Rolle spielen wird.“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
Startnummer: 6
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG
(Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM

„Der Norisring ist für mich ein ganz spezielles Rennen. In den letzten beiden Jahren war ich hier bestplatzierter Pilot und konnte auch jeweils die Pole-Position herausfahren. Ich hoffe, dass ich an diese Erfolge am Wochenende anschließen kann. Die Atmosphäre in Nürnberg ist immer der Wahnsinn. Die Fans sind so nah dran und auf einem Stadtkurs zu fahren ist sowieso etwas, dass mir immer sehr viel Spaß bereitet hat.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
Startnummer: 8
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
Foto: Jens Hawrda
„Ich freue mich auf den Norisring. Nach einem relativ schwierigen Saisonstart konnte ich am Lausitzring meine ersten Punkte in diesem Jahr einfahren. Jetzt gilt es, am Ball zu bleiben. In Nürnberg wollen wir den Aufwärtstrend vom Lausitzring fortsetzen. Wir lernen das Auto von Rennwochenende zu Rennwochenende immer besser kennen. Am Norisring erwarte ich den nächsten Schritt. Die Strecke liegt mir sehr. Ich fahre super gerne auf dem Stadtkurs in Nürnberg und war dort in der Vergangenheit schon erfolgreich unterwegs. Vor zwei Jahren stand ich dort auf dem Podium. Die Atmosphäre ist super und es ist eines der Saisonhighlights.“

Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):
Startnummer: 12
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM

„Durch meine letzten zwei Punkteplatzierungen bin ich nochmals zusätzlich motiviert und erhoffe mir ein gutes Resultat am Norisring. Natürlich möchte man jedes Mal noch besser werden und ich strebe ganz klar eine Top-5-Platzierung an. Die Strecke macht mir viel Spaß und ist durch die besondere Atmosphäre ein echtes Highlight in unserem Rennkalender.“

Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):
Startnummer: 22
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM

„Auf dem Lausitzring konnte ich viel Erfahrung sammeln und habe wieder einiges gelernt. Nun muss man schauen, dass wir uns bei jedem Rennen weiter nach vorne arbeiten. Ich freue mich sehr auf den Norisring. Durch den Straßenkurs ist es eine ganz besondere und auch schwierige Strecke. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir stärker sein werden als bei den zwei vergangenen Rennwochenenden und gehe mit einem guten Gefühl an den Norisring. Die letzten Wochen habe ich viel mit dem Team zusammengearbeitet und hart trainiert und fühle mich daher sehr gut vorbereitet.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
Startnummer: 84
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM

„Der Norisring ist für mich eine Art Heimrennen. Es freut mich natürlich, wenn meine Familie und Freunde an der Strecke sind und mir die Daumen drücken. Sobald die Ampeln ausgehen, ist es für mich jedoch ein Rennen wie jedes andere. Mein erstes Rennen bin ich 2002 auf dem Norisring gefahren. In der Formel BMW habe ich dort in vier Rennen vier Mal auf dem Podium gestanden. Mein letztes Rennen in Nürnberg war in der Saison 2008 – das ist schon eine Weile her. Aber ich habe mich gut im Simulator vorbereitet und bin heiß darauf, wieder ins Auto zu steigen. Es wäre super, wenn ich an diesem Wochenende bei meinem Heimrennen meine ersten Punkte in der DTM einfahren könnte.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
Startnummer: 94
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM

„Ich freue mich sehr auf den Norisring, besonders weil ich dort in der Vergangenheit sehr schnell gewesen bin. Ich mag die Strecke sehr und Mercedes war dort schon erfolgreich. Deswegen hoffe ich, dass wir auch an diesem Wochenende wieder konkurrenzfähig sein können. Wenn man sich den Streckenverlauf ansieht, könnte man denken, dass der Norisring eine sehr einfache Strecke ist, weil er nur wenige Kurven besitzt. Aber ehrlich gesagt ist der Kurs sehr schwierig. Es gibt sehr viele Bodenwellen, die man beim Anbremsen aus hoher Geschwindigkeit richtig erwischen muss. Zudem benötigt man einen guten Kurvenausgang, um auf den Geraden einen hohen Topspeed zu erreichen. Das ist besonders im Rennen wichtig. Man fährt auch sehr dicht an den Mauern vorbei. Wenn man einen Fehler macht, ist das Rennen vorbei. Es kommt also darauf an, konzentriert zu bleiben und keine Fehler zu machen.“

BMW und die DTM zu Gast auf dem traditionsreichen Norisring

Nach einer vierwöchigen Rennpause gehen die vier BMW Teams am 27. und 28. Juni wieder in der DTM an den Start: Auf dem legendären Norisring in den Straßen von Nürnberg (DE) erwartet BMW Motorsport das einzige Stadtrennen im Jahr 2015.
Foto: Jens Hawrda
Die DTM-Veranstaltung rund um den Dutzendteich zieht mit ihrer einmaligen Atmosphäre Fans und Fahrer gleichermaßen in ihren Bann. Dennoch fiebert ein Pilot im Aufgebot von BMW Motorsport den Saisonrennen fünf und sechs besonders entgegen: Marco Wittmann (DE), der amtierende DTM-Champion, lebt nur wenige Kilometer von der Strecke entfernt in Fürth (DE). Damit ist die Veranstaltung auf dem Norisring für Wittmann ein echtes Heimspiel.

So überrascht es kaum, dass der Kalender des BMW Team RMG Fahrers in den vergangenen Wochen prall gefüllt war – und das vor allem mit Terminen in seiner fränkischen Heimat. Für ein ganz besonderes Highlight wird Wittmann jedoch in dieser Woche die Reise nach Österreich antreten, ehe er auf dem Norisring um Punkte kämpfen will: Am Mittwoch absolviert er auf dem „Red Bull Ring“ in Spielberg (AT) jenen Formel-1-Test mit der Scuderia Toro Rosso, mit dem ihn BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt als besondere Belohnung für seinen DTM-Titel 2014 bereits beim letztjährigen Saisonfinale in Hockenheim (DE) überrascht hatte.

Mit einem Test auf dem Lausitzring (DE) bereiteten sich die in der DTM vertretenen Hersteller auf die Rennen in Nürnberg vor. Für BMW Motorsport waren Augusto Farfus (BR), Martin Tomczyk (DE), Timo Glock (DE) und António Félix da Costa (PT) im Einsatz. Die beiden BMW M4 DTM wurden vom BMW Team RMG und vom BMW Team MTEK eingesetzt. Insgesamt legten die vier BMW Piloten am Mittwoch und Donnerstag über 2.000 Kilometer zurück.

Für Glock ging es anschließend direkt weiter nach Le Castellet (FR): Dort stand der erste gemeinsame Renneinsatz von Alessandro Zanardi (IT), Bruno Spengler (CA) und ihm im BMW Z4 GT3 auf dem Programm. Das Trio bereitet sich aktuell auf den Start beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) am 25./26. Juli vor. Bei ihrer Premiere in der Blancpain Endurance Series schieden die drei Piloten zwar wegen eines technischen Problems vorzeitig aus, könnten aber viele wertvolle Erfahrungen im Hinblick auf die 24 Stunden von Spa sammeln.

In Maxime Martin (BE) war neben Glock und Spengler ein weiterer BMW DTM-Pilot auf dem „Circuit Paul Ricard“ unterwegs – und hatte Grund zum Jubeln: Für das BMW Sports Trophy Team Marc VDS erreichte er an der Seite von Markus Palttala (FI) und BMW Motorsport Werksfahrer Lucas Luhr (DE) den dritten Rang und stand nach dem sechsstündigen Rennen auf dem Podest.

Nun treffen sich alle BMW DTM-Piloten auf dem Norisring wieder, um nach zwei schwierigen Wochenenden in Hockenheim und auf dem Lausitzring einen Schritt nach vorn zu machen. Fünf Siege und 15 Podesterfolge konnte BMW bisher in Nürnberg feiern. In der vergangenen Saison erwies sich der Stadtkurs, der alljährlich von ehrenamtlichen Helfern renntauglich gemacht wird und auch öffentliche Straßen einschließt, jedoch als schwieriges Pflaster für BMW Motorsport. Auf zunächst nasser und später abtrocknender Strecke schafften lediglich zwei BMW Fahrer den Sprung in die Top-10. Lokalmatador Wittmann war im Ice-Watch BMW M4 DTM als Sechster der bestplatzierte BMW Vertreter.

Statistik Norisring:

Länge:                              2,3 km
Sieger 2014:                    Robert Wickens, Mercedes
Pole-Zeit 2014:                 47.883 Sekunden (Robert Wickens, Mercedes)
Bester BMW 2014:           Marco Wittmann, 6. Platz
DTM-Debüt:                     1984
Siege BMW:                     5
Polepositions BMW:         3
Schnellste Runden BMW: 4
Podestplätze BMW:         15

Dienstag, 23. Juni 2015

„Schwere“ Aufgabe für Audi am Norisring

  • „Heimspiel“ für die Vier Ringe auf dem Norisring in Nürnberg
  • Audi seit neun Monaten in der DTM ungeschlagen
  • Zusatzgewichte für die Audi-Piloten aufgrund der Erfolge
schweres Heimnspiel für Audi am Norisring, oder sehen die Anderen wieder alt aus
Foto: Jens Hawrda
Das „Heimspiel“ für die Vier Ringe auf dem Norisring ist mit einem Ziel verbunden, das nur „schwer“ erreichbar sein wird: Die Audi-Mannschaft will in Nürnberg – nur rund 90 Kilometer vom Stammsitz in Ingolstadt entfernt – am 27. und 28. Juni ihre Siegesserie in der DTM fortsetzen und mit dem Audi RS 5 DTM den siebten Triumph in Folge einfahren.

Seit neun Monaten ist Audi in der international populären Tourenwagen-Rennserie ungeschlagen. Die zwei Audi-Piloten Mattias Ekström (S) und Jamie Green (GB) haben für Audi je drei der letzten sechs DTM-Rennen gewonnen. Nun steht eine Veranstaltung auf dem Programm, die beiden besonders gut liegt: der Norisring. Der Führende der Fahrerwertung, Jamie Green, feierte in Nürnberg schon vier Siege und wurde im vergangenen Jahr Zweiter. Mattias Ekström stand auf dem Norisring schon häufig auf dem Podium und überquerte 2013 die Ziellinie mit seinem Red Bull Audi RS 5 DTM als Erster, wurde aber nachträglich aus der Wertung genommen.

„Seitdem habe ich in Nürnberg noch eine Rechnung offen“, sagt der zweimalige DTM-Champion, der in der vergangenen Woche mit dem Audi RS 5 DTM Testfahrten auf dem Lausitzring absolvierte. „Ganz klar: Ich möchte endlich auf dem Norisring gewinnen. Cool ist, dass wir in diesem Jahr sogar zwei Chancen haben, und die vielen Audi-Fans bereits am Samstag ein DTM-Rennen geboten bekommen – und am Sonntag dann gleich noch eins. Mit dem Retro-Design meines Red Bull Audi RS 5 DTM kann ohnehin nur der Sieg das Ziel sein.“ Ekström startet in Nürnberg anlässlich des Sieges beim Audi-Debüt auf dem Norisring vor 25 Jahren in den Farben des Audi V8 quattro von 1990.

Auch Jamie Green kann es kaum erwarten, in Nürnberg wieder am Steuer seines Hoffmann Group Audi RS 5 DTM zu sitzen und seine Tabellenführung zu verteidigen. „Mit drei Siegen in den ersten vier Rennen ist mir ein Traumstart in die Saison ge­lungen“, sagt der Brite. „Nun kommt der Norisring, eine meiner Lieblingsstrecken, auf der ich schon immer besonders gut zurechtgekommen bin. Natürlich werden wir es nicht leicht haben, weil wir mit viel Zusatzgewicht an den Start gehen müssen. Aber der RS 5 DTM passt in diesem Jahr so perfekt zu meinem Fahrstil, dass wir trotzdem in der Lage sein sollten, um den Sieg zu kämpfen.“

Aufgrund der Erfolge bei den ersten vier Rennen der aktuellen Saison haben die acht Audi RS 5 DTM auf dem Norisring reglementbedingte Zusatzgewichte an Bord. Audi hat damit die schwersten Autos im Starterfeld. Das höchste Gewicht haben die Rennwagen von Mike Rockenfeller und Edoardo Mortara mit jeweils 1.140 Kilogramm – 35 Kilogramm mehr als die leichtesten Autos der Konkurrenz.

„Natürlich tut es uns weh, ausgerechnet bei unserem Heimrennen auf dem Norisring mit so viel Zusatzgewicht starten zu müssen, aber so sind die Regeln in der DTM nun einmal“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Wir sind am Norisring ganz sicher nicht die Favoriten. Wir werden alles daransetzen, den traditionell zahlreichen Audi-Fans in Nürnberg eine tolle Show zu bieten.“

Nachgefragt bei ... Jamie Green

Meisterschaftsführender Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Der Brite kommt mit Audi als DTM-Tabellenführer zum Norisring.

In Ihrer Zwischenbilanz nach zwei Rennwochenenden stehen drei Siege. Ihre Erwartungen für das bevorstehende Wochenende auf dem Norisring zielen sicher nicht auf Platz zwei ab ...

Nicht nur ich, sondern Audi insgesamt hat zuletzt am Lausitzring ein Traumwochenende erlebt. Wir könnten kaum glücklicher sein. Natürlich würden wir uns freuen, wenn es so weiter geht. Aber es gibt auch einige Gründe zur Vorsicht.

Welche denn?

Es beginnt mit den Eigenheiten der Stadtrennstrecke in Nürnberg. Am Norisring geht es um Höchstgeschwindigkeit. Das erfordert ganz andere aerodynamische Schwerpunkte als auf den Strecken, auf denen wir nur mit viel Abtrieb schnell sind. Ein weiterer Faktor ist der Erfolgsballast, den wir an Bord haben. Mein Auto wiegt 1137,5 Kilogramm. Die leichtesten Konkurrenten schleppen 32,5 Kilo weniger mit. Wir sind nur erfolgreich, wenn wir auf dem Boden bleiben und konzentriert weiter arbeiten.

Zum Norisring haben Sie ein besonderes Verhältnis. Vier Mal haben Sie dort bereits gewonnen, vor einem Jahr waren Sie als bester Audi-Fahrer Zweiter. Warum sind Sie in Nürnberg so gut?

Mein Fahrstil ist so ausgelegt, dass ich sehr spät bremse. Das scheint sich auf der Stadtrennstrecke bei den hohen Geschwindigkeiten besonders auszuzahlen. Man muss zwischen den Mauern und Leitplanken sehr exakt fahren, konstant sein, und das 70, 80, 90 Runden lang. Der kleinste Fehler kann das Aus bedeuten, denn hier gibt es keine Auslaufzonen wie auf permanenten Kursen.

Ihre sportliche Form ist in diesem Jahr dominant. Wie erklären Sie sich die starken Ergebnisse?

Es gibt keine grundsätzliche Veränderung. Prinzipiell ist der Audi RS 5 DTM seit dem Vorjahr identisch geblieben. Wir haben die Abstimmung im Winter verfeinert, und diese technische Entwicklung kommt mir entgegen. Wir verstehen unser Auto noch besser. Aber wir dürfen nie vergessen, dass wir starke Gegner haben und sich die Tabellensituation in der DTM auch schnell wieder ändern kann. Am schönsten wäre es, die Tabelle nicht nach dem vierten Lauf anzuführen, sondern nach dem letzten ...