Freitag, 8. August 2025

Premiere: Glock mit erster McLaren-Bestzeit in der DTM

Timo Glock holt erste Bestzeit für McLaren in der DTM
Foto: Jens Hawrda

Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) kommt mit Schwung aus der DTM-Sommerpause: Der ehemalige Formel-1-Pilot fuhr am Freitag beim Auftakt zum fünften Saisonstopp auf dem Nürburgring im McLaren 720S GT3 Evo mit 1:26,209 Minuten die Trainingsbestzeit. "Natürlich war es nur das Freie Training, aber so ein Ergebnis tut einfach gut. Für uns als Team ist die Herausforderung DTM ein kontinuierlicher Prozess und es geht in die richtige Richtung. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Dörr Motorsport erst das zweite Jahr dabei ist. Ich freue mich auf ein mega DTM-Wochenende am Nürburgring", sagte Glock.

Ben Dörr holt Platz 2 im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Mit einem Rückstand von 0,044 Sekunden war Glocks Teamkollege Ben Dörr (Butzbach) zweitschnellster Fahrer. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) belegte in seinem Ferrari 296 GT3 Rang drei. Nur zwei Tausendstelsekunden langsamer war Ricardo Feller (CH/Audi R8 LMS GT3 Evo2) vom Team Land-Motorsport als Vierter. Ayhancan Güven (TR) steuerte den Porsche 911 GT3 R von Lokalmatador Manthey EMA auf Platz fünf.

Die Top-Zeiten wurden im zweiten Freien Training am Freitagnachmittag bei Temperaturen von 25 Grad Celsius erzielt. Glock gehörte von Anfang an zu den schnellsten Fahrern. Die Bestmarken purzelten allerdings erst in den letzten 15 Minuten, als viele Fahrer mit frischen Pirelli-Reifen Qualifikations-Simulationen fuhren. Vermeulen übernahm zunächst die Führung, wurde aber kurz danach von Dörr als Spitzenreiter abgelöst. Buchstäblich in der letzten Sekunde gelang Glock die schnellste Runde des Tages. Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte am Nürburgring bewies einmal mehr die hohe Leistungsdichte in der DTM: Die ersten 15 Fahrer lagen innerhalb von einer halben Sekunde.

Das erste Freie Training am Vormittag hatte Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) für sich entschieden. "Wir waren hier vor einigen Wochen testen und sind dadurch möglicherweise mit einem kleinen Vorteil ins Wochenende gestartet", erklärte der Ferrari-Pilot. "Ich freue mich immer ganz besonders auf die DTM-Rennen am Nürburgring. Die Strecke hat eine unglaubliche Tradition, wir haben hier aber noch kein Rennen gewinnen können – das wollen wir ändern. Ich habe auch schon einige britische Fans gesehen, die mir natürlich eine Extraportion an Motivation geben."

Das erste Qualifying am Nürburgring wird am Samstag um 9:35 Uhr gestartet. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und am Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Stream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ServusTV an und dem YouTube-Kanal @DTM zu sehen. 

Porsche mit doppelter Weltpremiere bei der DTM

Die DTM wird beim fünften Saisonstopp auf dem Nürburgring zur Bühne für gleich zwei Weltpremieren. Porsche präsentiert an diesem Wochenende (8. bis 10. August) mit der optimierten Version des 911 GT3 R (Generation 992) sowie dem 911 Cup (Generation 992.2) zwei neue Fahrzeuge für die Saison 2026. Der neue 911 GT3 R kommt im nächsten Jahr in der DTM zum Einsatz, der neue 911 GT3 Cup in den Porsche-Markenpokalen wie dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland oder dem Porsche Carrera Cup Benelux.

Im DTM-Fahrerlager am Nürburgring können Fans die beiden Fahrzeuge erstmals live sehen. Der optimierte Porsche 911 GT3 R überzeugt mit zahlreichen Detailoptimierungen inklusive einer überarbeiteten Aerodynamik. Markantestes Merkmal des weiterentwickelten 911 GT3 R sind die zusätzlichen Entlüftungsöffnungen für die Radhäuser auf der Oberseite der vorderen Kotflügel. Die Neuauflage des 911 Cup vereint umfangreiche Detailmodifikationen mit dem Design der Elfer-Generation 992.2. Der Schwerpunkt der Weiterentwicklung lag auf einer verbesserten Performance sowie einem vereinfachten Handling für die Fahrer und Teams.



Donnerstag, 7. August 2025

GT4 Germany: Seriendebüt von Teichmann Racing mit Toyota GR

Rennstall aus der Eifel bestreitet das Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring mit einem Toyota GR Supra GT4 EVO2 und will 2026 die komplette Saison in Angriff nehmen.

Spannender Neuzugang für die ADAC GT4 Germany: Teichmann Racing absolviert beim Rennwochenende auf dem Nürburgring einen Gaststart mit einem Toyota GR Supra GT4 EVO2. Das Team aus Adenau ist insbesondere durch Auftritte auf der Nordschleife bekannt und gibt sein Serien-Debüt. „Ich sehe unser Team im GT4-Sport. Das ist genau der Bereich, in dem wir uns bewegen möchten. Dazu kommt, dass die DTM-Plattform die ADAC GT4 Germany insbesondere für junge Fahre sehr interessant macht“, erklärt Teamchef Georg Teichmann die Hintergründe für den Einstieg. „Außerdem ist alles klasse organisiert. Ich fühle mich herzlich aufgenommen.“

Am Steuer des Supra wechseln sich der frühere ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Maximilian Schleimer (17/Obertiefenbach) und der erfahrene Roland Froese (31/Bruchertseifen) ab. Schleimer gibt sein Debüt im GT4-Sport. Froese war mit einer anderen Marke bereits 2022 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Zusammen mit Toyota Gazoo Racing Europe haben wir ein Nachwuchsprogramm auf die Beine gestellt“, so Teichmann weiter. „Tatsächlich wollten wir sogar mit zwei jungen Piloten antreten. Doch das ist an der Altersgrenze von 16 Jahren gescheitert. Somit haben wir in Absprache mit Toyota Gazoo Racing Europe entschieden, Roland zusammen mit Maximilian starten zu lassen. Er kennt das Auto, die Serie und die Strecke. Somit hat Roland am Wochenende ein Mentoring-Rolle inne – und es lassen sich viele Synergien nutzen.“

Auf das Debüt in der ADAC GT4 Germany hat sich Teichmann Racing gezielt vorbereitet. „Wir waren mit den Fahrern im Simulator von Toyota Gazoo Racing in Köln-Marsdorf. Außerdem haben wir im Vorfeld auch zwei Test-Sessions auf dem Nürburgring durchgeführt. Im GT4-Bereich ist es sicherlich nicht üblich, so eng mit einem Hersteller zusammenzuarbeiten“, so Teichmann weiter. „Doch dadurch verspreche ich mir für dieses Projekt recht viel für die Zukunft.“ Mit erfolgreichen Einsätzen beispielsweise in der Rallye-WM oder der Sportwagen-WM ist TGR Europe eine Referenz im internationalen Spitzen-Motorsport.

In Bezug auf die sportlichen Ziele will sich Teichmann Racing beim Auftritt auf dem Nürburgring keinen Druck machen. „Die ADAC GT4 Germany ist sehr stark besetzt und das Niveau ist extrem hoch. Somit möchten wir die Erwartungen nicht zu hoch schrauben“, stellt Teichmann klar. „Sollten wir ein Resultat in den Top Zehn erzielen, würden wir richtig glücklich nach Hause fahren.“

Grundsätzlich soll es aber nicht beim Gaststart in der ADAC GT4 Germany bleiben. „Wir werden das Rennwochenende im Nachgang natürlich intensiv analysieren. Es ist eine Option, Ende August direkt auch auf dem Sachsenring anzutreten“, überlegt Teichmann. „Außerdem planen wir 2026, die volle Saison in der ADAC GT4 Germany zu bestreiten.“

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 6. August 2025

Wer wird Halbzeit-Champion der ADAC GT4 Germany 2025?

  • Enrico Förderer und Jay Mo Härtling reisen als Tabellenführer an
  • Max Rosam will beim Heimspiel gute Punkte sammeln
  • Beide Rennen im TV zu sehen

Enrico Förderer und Jay Mo Härtling reisen als Tabellenführer zum Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Action in der Eifel heißt es beim dritten Rennwochenende 2025 der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke sucht die ADAC-Serie vom 8. bis 10. August den Halbzeit-Champion. Beste Chancen auf diesen inoffiziellen Titel haben die aktuellen Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm), die im Mercedes-AMG GT4 alle vier bislang ausgetragenen Läufe gewonnen haben. Tickets für das Vollgas-Spektakel auf der Traditionsrennstrecke gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Beide Rennen der ADAC GT4 Germany sind im Livestream auf adac.de/motorsport, ServusTV On, Joyn, sport1.de und youtube.com/adacmotorsports zu sehen. Rennstart am Samstag ist um 16:10 Uhr und am Sonntag um 15:15 Uhr. Sky Sport Mix zeigt beide Rennen jeweils ab 21:30 Uhr re-live. Sport1 überträgt das Sonntagsrennen ab 15:00 Uhr live im Free-TV.

Nach den beiden Doppelsiegen in Oschersleben und auf dem Norisring führen Förderer/Härtling die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany mit 42 Punkten Vorsprung souverän an. Maximal 50 Zähler werden beim Rennwochenende auf dem Nürburgring vergeben. „Man weiß natürlich nie, was passiert. Doch der Halbzeit-Titel ist sicherlich in greifbarer Nähe“, erklärt Förderer. „Wir fahren dennoch mit Demut an den Ring. Es war sehr speziell, die ersten vier Saisonläufe zu gewinnen. Wir möchten diese Serie am liebsten weiter fortsetzen. Doch die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist stark. Der Nürburgring ist meine Heimstrecke und insofern ist das Rennwochenende etwas ganz Besonderes. Meine Familie, viele Freunde und auch mein Fanclub werden kommen, um mich anzufeuern.“

Dichteste Verfolger sind die zweitplatzierten Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4. Rang drei belegt mit 49 Punkten Rückstand das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport). Somit befinden sich Piloten von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten drei Positionen der Gesamtwertung, was die Ausgeglichenheit im Feld weiter unterstreicht.

Auf Rang vier liegen Max Rosam (20/Taunusstein) und Denny Berndt (20/Berlin, beide Razoon - more than Racing), die im Porsche 718 Cayman GT4 zuletzt auf dem Norisring einen dritten und vierten Platz erzielen konnten und somit mit ordentlich Rückenwind in die Eifel reisen. „Das große Saisonziel ist natürlich der Titel in der ADAC GT4 Germany. Somit wollen wir auf dem Nürburgring gute Punkte einfahren. Das gelingt am besten mit Podiumsplatzierungen oder sogar mit Siegen“, so Rosam. „Ich mag das Streckenlayout, beispielsweise liefert die Schikane am Ende der Runde stets klasse Bilder. Wenn man dort die Kerbs richtig trifft, macht es richtig Spaß.“ Rosam hat eine große Verbindung zum Nürburgring und der Region, da ein Teil seiner Verwandtschaft im Raum Koblenz wohnt.

Zum bekannten Feld gesellt sich auf dem Nürburgring ein attraktiver Gaststarter hinzu: Jan Philipp Springob (24/Olpe) und Storm Gjerdrum (16/NOR) teilen sich einen Aston Martin Vantage AMR GT4 EVO von COSY Racing by ESM und bestreiten alle noch ausstehenden Saisonläufe. Springob ist in der ADAC GT4 Germany bereits seit 2019 unterwegs und konnte in dieser Zeit zwei Laufsiege erzielen - Gjerdrum gibt sein Seriendebüt.


Dienstag, 5. August 2025

ADAC Racing-Weekend: Gelungener Start in die zweite Saisonhälfte (Teil 2)

Kenneth Heyer, Mercedes AMG GT3 #99 siegt i Rennen 1 der STT
Foto: Jens Hawrda

Erster STT-Sieg in diesem Jahr für Thomas Westarp

Im ersten Lauf der STT konnten sich Kenneth Heyer und Stefan Wieninger (Audi R8 LMS GT3 Evo II) schnell vom Feld absetzen. Auch eine Unterbrechung, um den im Kiesbett gestrandeten Mini R53 Cooper S von Kira Gerspacher zu bergen, sowie ein kurzer Regenschauer konnte insbesondere Heyer nicht stoppen. Der Tabellenführer der STT siegte letztendlich mit einem Vorsprung von knapp einer Sekunde vor dem Duo Pierre Lemmerz / Alexander Kroker (beide Audi R8 LMS GT3), Rang drei ging an Michael Golz (Lamborghini Huracan GT3 Evo). Wieninger, in der Fahrerwertung erster Verfolger von Heyer, erreichte letztendlich Platz vier. Einen Tag später musste Heyer sich Thomas Westarp geschlagen geben, der sich im direkten Duell durchsetzen konnte. Beim obligatorischen Boxenstopp zog er an Heyer vorbei und konnte einen zunächst erfolgreichen Angriff des Mercedes-Piloten kurz vor Rennende ebenso erfolgreich kontern. Golz reihte sich abermals als Dritter ein.

Philipp Pippig holt sich beide NATC-Sprints

Der NATC trug in der Motorsport Arena Oschersleben zwei 20-minütige Sprints aus. Im ersten Durchgang setzte sich Falko Seifert (BMW M4) nach dem Start an die Spitze und baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Letztendlich wurde er als Erster abgewinkt. Doch weil er in einer Full-Course-Yellow-Phase zu schnell fuhr, bekam er eine Zeitstrafe, die ihn auf Position 16 zurückwarf. Somit erbte Philipp Pippig den Triumph vor Erik Bänecke (BMW M4 GT4 F82) und Oliver Rüsch (BMW M3). Sprint zwei wurde wegen einer großen Ölspur nach gut fünf Rennminuten mit der roten Flagge unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pippig die Nase vorne, gefolgt von Hannes Kraus (Porsche Cayman GT4 RS) und Seifert. Nach dem Restart änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr, Pippig durfte in Oschersleben somit einen Doppelsieg bejubeln.

Niels-Holger Wilms
Foto: Jens Hawrda

Nils-Holger Wilms in beiden Rennen vor Nick Koitsch

Im ADAC Historic Cup Ost Formel wurde Nils-Holger Wilms seiner Favoritenrolle gerecht. Zu Beginn von Heat eins hielt er die erste Position und ließ sich auch nicht in einen Fehler treiben, als Nick Koitsch (Estonia 25) ihm in engem Abstand folgte. Bis zum Ziel hatte Wilms sich dann aber einen Vorsprung von über zwölf Sekunden auf Koitsch erarbeitet; Tobias Worm (Melkus-Taßler MT77-3) freute sich über den dritten Platz. Lauf zwei lebte ebenfalls vom Duell Wilms gegen Koitsch. Wilms führte nach dem Start, wurde dann aber noch vor einer Full-Course-Yellow-Phase von Koitsch überholt. Beim Restart war Wilms wacher, musste kurz vor Rennende aber einen Angriff hinnehmen. Koitsch berührte dabei seinen Rivalen, beide drehten sich, konnten aber weiterfahren und Wilms siegte. Für Koitsch blieb der zweite Rang vor Worm.

Jens Herkommer
Foto: Jens Hawrda

Skoda-Doppeltriumph durch Jens Herkommer und Lukasz Janiak

Spannend gestaltete sich auch Lauf eins des ADAC Historic Cup Ost Tourenwagen. Am Start schob sich Jens Herkommer von Rang zwei kommend in Führung und konnte sich schnell einen Vorsprung von einigen Sekunden aufbauen. Doch nach einer FCY-Phase, die wegen des Ausfalls von Mario Mühle (Skoda 130 LR) ausgerufen wurde, näherte sich Verfolger Dieter Hoffmann (Lada Samara) immer mehr dem Leader. Schließlich rettete Skoda-Pilot Herkommer seinen Sieg mit einem Vorsprung von etwas weniger als einer halben Sekunde vor Hoffmann und Nico Unbehaun (Lada Samara 2108). Den zweiten Durchgang dominierte dann Lukasz Janiak, der Verfolger Herkommer keine Chance ließ. Unbehaun wiederholt seinen dritten Platz vom ersten Heat.