Freitag, 11. Juli 2025

Prototype Cup Germany: Konrad-Duo holt sich Sonntagsieg am Norisring

  • Danny Soufi und Pavel Lefterov gewinnen zum vierten Mal in dieser Saison
  • Valentino Catalano und Oscar Tunjo erstmals am Norisring 2025 geschlagen
  • Michael Herich in der Trophy ganz vorne

Danny Soufi (links) und Pavel Lefterov (rechts) bei der Siegerehrung
Foto: ADAC-Motorsport

Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) triumphierten im zweiten Lauf des Prototype Cup Germany auf dem Norisring. Hinter dem Konrad-Duo mussten sich Valentino Catalano (19/Westheim) und Oscar Tunjo (29/COL, beide Badischer Motorsport Club) mit Rang zwei zufriedengeben, Maxim Dirickx (21/BEL) und Sven Barth (44/Eberbach, beide Aust Motorsport) jubelten vom letzten verbliebenen Podestplatz. Lefterov legte den Grundstein zum Triumph am Start, als er seinen Rivalen Tunjo überholte und die Führung bis zum Boxenstopp nicht mehr aus seinen Händen gab. „Es war ein guter Beginn. Dann habe ich einfach versucht, Oscar hinter mir zu halten und keine Fehler zu machen.“ Soufi, der den zweiten Stint fuhr, vollendente die Arbeit von Lefterov. „Pavel hat einen tollen Job gemacht, denn eigentlich war es nur am Start ohne großes Risiko möglich, die Spitze zu übernehmen. Ich hatte in meinem Stint etwas Probleme mit den Bremsen, aber alles in allem lief es ganz gut.“ Die US-amerikanisch-bulgarische Paarung festigte mit ihrem vierten Saisonsieg ihren ersten Platz in der Fahrerwertung der deutschen LMP3-Serie.

Der Lauf begann bei bedecktem Wetter, die Temperaturen waren nicht ganz so hoch wie an den vorangegangenen beiden Tagen. Obwohl Lefterov schon früh im Rennen die Führung an sich riss, konnte er seinen Verfolger Tunjo nie abschütteln. Nachdem alle obligatorischen Boxenstopps erledigt waren, ließ sich Soufi, der Lefterovs Ligier übernahm, einen Vorsprung von rund dreieinhalb Sekunden gutschreiben. Doch Catalano, der nun statt Tunjo den Gebhardt-Duqueine steuerte, holte Stück für Stück auf und beide machten es bis zur Zielflagge spannend. Schlussendlich kreuzte Soufi den Zielstrich 0,305 Sekunden vor Catalano.

Auch hinter den beiden vorderen Positionen wurde guter LMP3-Sport geboten. Dirickx kämpfte sich entschlossen an Maksymilian Angelard (17/POL, BWT Mücke Motorsport) vorbei, als er seinen dritten Podestplatz in seiner noch jungen Prototype-Karriere vor sich sah. Und auch danach blieb der junge Belgier konzentriert und belohnte sich sowie seinen Partner Barth mit einem dritten Rang. Jacob Erlbacher (24/Böblingen) und Jérémy Siffert (21/SUI, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) hingehen verpassten ihr erstes Podest im Prototype Cup Germany als Vierte knapp, während Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, BWT Mücke Motorsport) und Angelard sich mit der fünften Stelle zufriedengeben mussten. Dennoch bleibt das deutsch-polnische Duo in der Gesamtwertung Zweiter, doch Barth und Dirickx nähern sich mit großen Schritten. Im Duell um die Krone in der Trophy-Wertung hatte Michael Herich (47/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) auf dem Norisring die Nase vorne. Er sicherte sich zusammen mit Alexzander Kristiansson (25/SWE, Gebhardt Intralogistics Motorsport) Rang sechs, sein Trophy-Rivale Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) erreichte die Ziellinie als Siebter.

Oscar Tunjo (Zweiter): „Am Start war Pavel schneller und ich wollte ihm die Tür nicht zuhauen. Auf diesem zweiten Platz sind wir dann bis zum Ende geblieben. Trotzdem bin ich stolz auf das Team, denn wir haben außer Rennen zwei alle Sessions an diesem Wochenende auf der ersten Position beendet.“

Valentino Catalano (Zweiter): „Das Auto war heute wirklich gut, ich konnte Gas geben und den Rückstand, den ich nach dem Boxenhalt auf Danny hatte, zufahren. Ich wollte aber kein großes Risiko eingehen, um eventuell den ersten Platz zu holen. Denn im Gegensatz zu uns kämpfen Danny und Pavel um den Titel und ich wollte nicht riskieren, sie aus dem Rennen zu reißen.“

Sven Barth (Dritter): „Ich konnte zu Beginn vom Ausfall von Mattias Bjerre Jakobsen profitieren und habe das Auto auf Rang vier an Maxim übergeben. Er ist dann eine fehlerfreie Leistung gezeigt, so dass wir nun unseren dritten Podestplatz in den vergangenen vier Rennen feiern können.“

Maxim Dirickx (Dritter): „Ich habe zu Beginn meines Stints gesehen, dass Maksymilian Angelard vor mir lag und Jacob Erlbacher hinter mir. Ich wusste, ich muss schnell an Maksymilian vorbei und das ist mir auch gelungen. Der Abstand zu Valentino war dann zu groß, um noch weiter nach vorne zu kommen. Aber ich freue mich, dass wir in den vergangenen zwei Rennwochenenden eine ziemlich konstante Leistung abrufen konnten.“

Donnerstag, 10. Juli 2025

DTM Norisring: Kämpferischer Feller im Rampenlicht

Ricardo Feller, Audi R8 LMS GT3
Foto: Gruppe C Photography

Der Norisring war für die Mannschaft von Land-Motorsport ein gutes Pflaster, um den Aufwärtstrend in der DTM fortzusetzen. Ricardo Feller lieferte in Nürnberg nicht nur eine starke Aufholjagd ab, sondern erkämpfte auch eine Top-Platzierung im Qualifying sowie wertvolle Punkte.

Als besonderes Highlight startete der Audi R8 LMS GT3 von Feller erstmals im Design der Streaming-Plattform Joyn. Dank einer Medienkooperation mit ProSieben rückte das schwarz-grüne Fahrzeug ins Rampenlicht und war nicht nur in der Liveübertragung, sondern auch bei den insgesamt 112.000 Fans vor Ort einer der Publikumslieblinge. Über das gesamte Wochenende begleitete der Fernsehsender die Mannschaft und gab so Einblicke hinter die Kulissen. Die Kooperation ging sogar so weit, dass Feller während der Einführungsrunde live im Fernsehen über Funk zu den Kommentatoren zugeschaltet war.

Und passend dazu präsentierte sich Ricardo Feller in Bestform – und das vom ersten Training am Freitagvormittag bis zum zweiten Rennen am Sonntag. So bewies der Schweizer, dass er auf den Straßen Nürnbergs zu den schnellsten Piloten im Feld zählt und auch aus schwierigen Situationen das Maximum herausholt. Die Crew in der Box tat ihr Übriges und stellte dem 25-Jährigen ein perfektes Auto für die Herausforderungen des Wochenendes bereit.

„Ich bin jetzt schon das vierte Jahr in Folge auf dem Norisring im Audi R8 LMS GT3 unterwegs und an diesem Wochenende war das das beste Fahrzeug, das ich hier bisher bewegen durfte. Umso schöner ist es dann, zu sehen, dass ich das mit den Plätzen neun und zwölf bestätigen konnte“, bilanziert ein zufriedener Ricardo Feller. „Ein großes Lob geht zudem an das gesamte Team. Was die Jungs an diesem Wochenende auf die Beine gestellt und abgeliefert haben, war Wahnsinn. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Quelle: land-motorsport.de

GERT56: Keine Fehler machen den Unterschied in Oschersleben

Finsterbusch #56 vor Jähnig #14
Foto: Jens Hawrda

Im motorsportlichen „Wohnzimmer“ von GERT56 stand in der Motorsport Arena Oschersleben das vierte Event der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an. Jan-Ole Jähnig und Toni Finsterbusch konnten dabei mit ihren GERT56-BMW M 1000 RR Maschinen Punkte sammeln, obwohl es einige Probleme gab. 

Im Qualifying hatte man noch kräftig auftrumpfen können: Jähnig sicherte sich Startplatz zwei, Finsterbusch Startplatz drei. Damit standen beide von RS Speedbikes vorbereiteten BMW M 1000 RR in der ersten Startreihe. 

In den Rennen ging man zum Teil eine andere Strategie, was die Reifenwahl anging, die sich aber nicht als grundlegend falsch erweisen sollte. Aber beide Piloten hatten ihre Mühen und mussten auch mit eigenen Fehlern kämpfen. So sprangen bei Jähnig am Ende die Ränge fünf und sechs – bei Finsterbusch elf und fünf heraus. 

Finsterbusch liegt auf dem vierten Tabellenrang und hat 101 Zähler auf dem Konto. Jähnig ist Sechster und hält bei 81 Punkten. 

Jan-Ole Jähnig 
Foto: Jens Hawrda
Jan-Ole Jähnig:

„Es war ein solides Wochenende – vielleicht nicht das, was ich mir vorgenommen habe. Der Freitag war etwas schwierig und durchwachsen. Da haben wir viel probiert und gearbeitet und sind dann auf eine solide Pace gekommen und das Motorrad hat gut funktioniert. Das Qualifying war dann Mega, der Speed war da echt super und Platz zwei war eine richtig gute Ausgangsposition. Wir hatten im FP3 auch schon eine richtig gute Pace für das Rennen. Aber die Rennen waren dann irgendwie schwierig. Ich hatte ganz schön mit den Reifen zu tun und von mir war es fahrtechnisch auch nicht einwandfrei. Anfangs konnte ich immer gut mithalten, aber hintenraus habe ich dann halt verloren. Ich sage mal so: Mit den Plätzen fünf und sechs konnten wir solide punkten. Das war zwar nicht das, was ich mir so vorgenommen habe, aber es war okay. Das Team hat einen super Job gemacht, dafür vielen Dank! Jetzt ist erst einmal Sommerpause und dann greifen wir in Assen wieder an. 

Toni Finsterbusch
Foto: Jens Hawrda
Toni Finsterbusch:

„Freitag lief alles nach Plan. Wir haben ein paar Sachen probiert und eigentlich ein gutes Setup gefunden. Samstag im Qualifying ist mir eine ganz gute Runde gelungen, auch wenn ich wieder ein paar Fehler eingebaut habe. Aber mit Startplatz zwei für JO und Startplatz drei von mir waren wir auf jeden Fall gut gerüstet für den Sonntag. Zu den Rennen muss man sagen, dass ich leider zu viele Fehler gemacht habe. Im ersten Lauf habe ich mich leider unnötig verschalten, als ich Mercado angreifen wollte und bin dadurch weit gegangen und musste noch mal durchs Kiesbett. Das war auf jeden Fall ärgerlich, weil es mein eigener Fehler war. Für Platz elf habe ich wenigstens noch ein paar Punkte mitgenommen. Im zweiten Rennen wollte ich das besser machen, hatte aber auch keinen sonderlich guten Start. Ich habe dann eine Weile hinter JO gehangen, ehe ich vorbei gekommen bin und konnte dann die kleine Lücke zu Alt wieder zufahren. Dann hatte ich aber einen üblen Hinterradrutscher, wo ich immer noch nicht weiß, wie ich da sitzen geblieben bin. Ich bin dann aber wieder hinter JO und Kovacs zurück gefallen. Da musste ich mich wieder zurück kämpfen, habe dann aber noch mal einen Fehler gemacht. Das Team hat perfekt gearbeitet und ich konnte mich wenigstens mit ein paar Punkten bedanken. Aber das muss beim nächsten Mal wieder besser werden.“

Quelle: gert.de

ADAC GT Masters beim Truck-Festival auf dem Nürburgring

  • ADAC GT Masters mit Endurance-Format beim ADAC Truck-Grand-Prix
  • Joos Sportwagentechnik in der Eifel zurück im ADAC GT Masters
  • Alle Rennen des Wochenendes live bei Sport1.de, Joyn, ServusTV ON und auf Youtube

Foto: Jens Hawrda

Tradition trifft auf Festival. Am Wochenende vom 11. bis 13. Juli startet das ADAC GT Masters auf dem legendären Nürburgring im Rahmen des Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix. Im vergangenen Jahr reisten 130.000 Zuschauer zum gemeinsamen Festival des ADAC GT Masters und der Trucks. Auch in dieser Saison gab es bereits ein gemeinsames Event beim Saisonauftakt am Lausitzring. Am Nürburgring wächst das Feld des ADAC GT Masters: Das Team Joos kehrt mit einem Porsche in die Serie zurück. Beide Rennen des Wochenendes starten um 16:10 Uhr und werden live auf sport1.de, Joyn, ServusTV ON und auf youtube.com/adacmotorsports gestreamt. Zudem sind beide Läufe zeitversetzt auf Sky Sport zu sehen.

Rückkehr zum Endurance-Format

Auf dem Nürburgring wird erneut ein Endurance-Wochenende ausgetragen. Beide Rennen auf der 3,629 km langen Kurzanbindung dauern 80 Minuten und beinhalten zwei Pflichtboxenstopps mit Fahrerwechseln. Die Siege in den beiden bisher einzigen Langstrecken-Läufen 2025 gingen an die aktuellen Tabellenführer Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing). Sie liegen mit ihrem Porsche 911 GT3 R aktuell nur noch einen Zähler vor Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA/beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT3 Evo die Überflieger des zweiten Saisonwochenendes in Zandvoort waren.

„Wir haben gesehen, dass wir vorne mitfahren können. Jetzt, wo wir Platz eins in der Meisterschaft belegen, wollen wir dort natürlich bleiben“, sagte Pichler. „Für die anstehenden Endurance-Rennen fühlen wir uns sehr gut vorbereitet. Das haben wir im Griff und ich denke, das könnten wieder sehr gute Ergebnisse werden.“

Heimrennen für viele Piloten und Teams

Für zahlreiche Fahrer und Teams wird das Wochenende in der Eifel zum Heimspiel. Allen voran Nico Hantke (21). Der Hürther wohnt selbst weniger als 80 Kilometer vom Nürburgring entfernt. Er pilotiert den Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Scherer Sport PHX, die in Meuspath, im Gewerbegebiet des Nürburgrings beheimatet sind. „Ich freue mich schon riesig auf das Wochenende. Die Strecke selbst gefällt mir sehr gut und ich denke auch, dass sie unserem Audi liegen sollte“, erklärte Hantke. „Natürlich ist das Wetter immer ein entscheidender Faktor in der Eifel, aber ich bin überzeugt, dass mein Team Scherer allein durch die örtliche Nähe auf alle Eventualitäten vorbereitet ist.“

Die wohl kürzeste Anreise haben die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (21). Die beiden Piloten von Schubert Motorsport wohnen im Luftlinie 30 Kilometer entfernten Polch. Sandro Holzem erzielte 2023 am Nürburgring sein bisher bestes Ergebnis im ADAC GT Masters mit einem zweiten Platz. „Für uns ist dieses Wochenende eine Kombination aus Druck und Motivation. Natürlich wollen wir unser Bestes geben, gerade weil so viele Bekannte und die Sponsoren dabei sind. Gleichzeitig motiviert es umso mehr, in der Heimat ein Top-Resultat zu erzielen“, so Sandro Holzem. Sein Bruder Juliano ergänzt: „Wir wollen natürlich gewinnen, sonst wären wir nicht hier!“

Das Haupt Racing Team kann mit den drei Ford Mustang GT3 ebenfalls auf seinen Heimvorteil setzen. In Drees, unmittelbar neben dem Nürburgring, ist die Mannschaft beheimatet, die im vergangenen Jahr beide Rennen in der Eifel gewann – damals allerdings noch im Mercedes-AMG GT3. Mit dieser Marke versucht 2025 Moritz Wiskirchen das Publikum in seiner Heimat zu beeindrucken. Der 22-Jährige aus Euskirchen war schon als Kind mit seinem Vater am Nürburgring. „Nur weil ich direkt um die Ecke wohne, bin ich leider auch nicht öfter dort gefahren als die anderen“, sagte Wiskirchen. „Trotzdem bin ich optimistisch. Die Strecke sollte unserem Mercedes-AMG liegen und ich hoffe, dass wir mit meiner zusätzlichen Motivation in der Heimat ganz vorne mitfahren.“

Vizemeister kehrt ins ADAC GT Masters zurück

Das Team Joos Sportwagentechnik wird auf dem Nürburgring ein Gastspiel in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC geben. Als Piloten treten Teamchef Michael Joos (34/Vöhringen) und Neueinsteiger Felix Neuhofer (28/AT) im Porsche 911 GT3 R an. Das Team aus dem baden-württembergischen Vöhringen ist kein unbekanntes im ADAC GT Masters. In den Jahren 2021 bis 2024 bestritt die Mannschaft die ganze Saison und erzielte mit dem heutigen DTM-Piloten Ayhancan Güven und Christian Engelhart die Vizemeisterschaft in der Fahrerwertung.

Michael Joos nahm bisher an insgesamt zehn Rennen teil und gewann 2023 auf dem Red Bull Ring den zweiten Lauf. Teamkollege Neuhofer hat bereits viel Erfahrung im Porsche und war unter anderem im Porsche Carrera Cup Deutschland unterwegs. „Für mich ist das ADAC GT Masters-Debüt ein echter Meilenstein – aber ich komme nicht her, um nur dabei zu sein. Ich will zeigen, was ich kann, mitkämpfen, pushen, mich durchsetzen. Die Serie ist tough, aber genau das motiviert mich“, so der Österreicher. Teamkollege und Teamchef Joos ergänzt: „Der Start am Nürburgring ist erstmal ein einmaliger Start, aber wir hoffen, dass wir mit zwei guten Rennen Sponsoren und Partner anziehen können, die uns weitere Starts in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison ermöglichen können.“


Mittwoch, 9. Juli 2025

EastSide Motorsport kehrt zurück in die ADAC GT4 Germany

  • Rennstall bestreitet ab dem Nürburgring alle weiteren Saisonrennen
  • Mit Jan Philipp Springob und dem Norweger Storm Gjerdrum stehen beide Piloten fest
  • Ziel sind Plätze in den Top Fünf und die Fahrt auf das Podium

Der Aston Martin von COSY Racing by ESM bestreitet
ab dem Nürburgring alle Rennen der ADAC GT4 Germany 2025
(Foto: Maurice Grommes/MG Foto und Film)

Große Rückkehr von EastSide Motorsport in die ADAC GT4 Germany. Das erfolgreiche Team aus Crimmitschau in Sachsen wird ab dem Rennwochenende auf dem Nürburgring alle noch ausstehenden Läufe bestreiten und bringt mit einem Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo noch mehr britisches Flair in die Serie. „Wir freuen uns natürlich sehr, wieder in der ADAC GT4 Germany anzutreten“, erklärt Team-Managerin Virginia Möckl. „Wir kennen die Serie gut und fühlen uns auf der Plattform extrem wohl. Highlight wird sicherlich unser Heimspiel Ende August auf dem Sachsenring.“

Eingesetzt wird der Aston Martin unter der Nennung „COSY Racing by ESM“. Auch die beiden Piloten stehen bereits fest. Dabei setzt das Team auf eine Mischung aus Erfahrung und Jugend: Jan Philipp Springob (24/Olpe) ist bereits seit 2019 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Sein Teamkollege wird der 15-jährige Norweger Storm Gjerdrum, der sein Serien-Debüt geben wird. Storms älterer Bruder Emil Gjerdrum startet 2025 im ADAC GT Masters und war in den beiden Jahren zuvor in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Gemeinsam mit Springob bestritt Emil Gjerdrum 2024 das Rennwochenende auf dem Red Bull Ring.

„Ich freue mich riesig, wieder in der ADAC GT4 Germany an den Start gehen zu können. Es war natürlich schon ein merkwürdiges Gefühl, Oschersleben und den Norisring vom Sofa aus verfolgen zu müssen. Doch nun komme ich zurück“, so Springob. „Mit Storm Gjerdrum habe ich einen sehr jungen Teamkollegen. Wir kommen super miteinander aus und verstehen uns gut. Er wirkt auf jeden Fall älter als seine 15 Jahre und ist sehr schnell. Außerdem hat mich seine klasse Fahrzeugbeherrschung beeindruckt.“

Storm Gjerdrums Alter ist auch einer der Hauptgründe dafür, warum der Aston Martin erst beim Rennwochenende auf dem Nürburgring antritt. „Sein Geburtstag ist Mitte Juli und das Mindestalter für die ADAC GT4 Germany liegt bei 16 Jahren. Somit warten wir eben bis August für den ersten Rennstart“, klärt Team-Managerin Möckl auf. „Wir hatten zuletzt aber bereits Testfahrten unternommen und sind von seinem fahrerischen Können mehr als überzeugt.“

Für Jan Philipp Springob ist die Traditionsrennstrecke in der Eifel zudem ein gutes Pflaster. Dort holte er 2023 einen seiner zwei Laufsiege in der ADAC GT4 Germany. „Zu sagen, dass wir direkt gewinnen wollen, wäre vielleicht etwas ambitioniert“, bleibt Springob vorsichtig. „Doch im Verlauf der Saison möchten wir in den Top Fünf mitfahren und in Richtung Podium schauen. Das sollten wir auf jeden Fall hinbekommen.“

Das Einsatzteam EastSide Motorsport ist bereits seit 2022 in der ADAC GT4 Germany am Start. In dieser Zeit konnten drei Laufsiege und zwei zweite Plätze eingefahren werden. „Wir kommen mit dem Aston Martin sehr gut zurecht und konnten damit im letzten Jahr bereits auf dem Red Bull Ring das Sonntagsrennen gewinnen“, beschreibt Team-Managerin Möckl. „Vielleicht gelingt uns dieses Jahr ein ähnlicher Erfolg.“