Samstag, 6. Juli 2024

DTM Classic: Stefan Rupp holt Pole für Rennen 2

Stefan Rupp im Adi A4 DTM (hier ein Foto des Fahrzeuges aus 2023)
holt die Pole für Rennen 2 am Norisring
Foto: Jens Hawrda

Nachdem er sich im ersten Qualifying noch hinter Stefan Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse DTM) einreihen musste, konnte Stefan Rupp (Audi A4 DTM) im zweiten Qualifying der DTM Classic die erste Position herausfahren. Der Bayer war auf dem Norisring 2,167 Sekunden schneller als Tim Schrick (Opel Astra Coupé V8 DTM), der sich wiederum vor Peter Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse DTM) klassieren konnte.

Stefan Rupp war schon mit seinem zweiten Rang im ersten Zeittraining hochzufrieden, schließlich musste er sich nur dem ehemaligen DTM-Profi Stefan Mücke geschlagen geben. Der fehlte nun aber im zweiten Zeittraining, weil sein Vater Peter die Session bestritt und Rupp nutzte die Gelegenheit, sich die Spitze zu sichern. Platz zwei ging an Tim Schrick. „Ich sass heute zum ersten Mal in diesem Auto, denn gestern konnte ich aus terminlichen Gründen noch nicht am Norisring sein. Eigentlich ist es verrückt, die ersten Kilometer mit einem für mich komplett neuen Fahrzeug ausgerechnet auf einer Strecke wie dem Norisring zu absolvieren, auf dem die Mauern verdammt nah sind. Aber der Opel ist einfach nur klasse, fährt sich wirklich gut und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, ihn überhaupt bewegen zu dürfen.“ Die größten Herausforderungen waren für Schrick die Hitze im Cockpit sowie das Risikomanagement, einerseits keinen Unfall zu riskieren, da der Astra vor allem auf den Bodenwellen des Norisrings sehr versetzen kann, andererseits aber ein möglichst gutes Resultat herauszuholen. „Am wichtigsten ist hier jedoch der Spaß und den Fans diese motorsportlichen Meilensteine mal wieder in Aktion zu zeigen.“

Schrick verwies Peter Mücke auf den dritten Rang, gefolgt von Altfrid Heger (Audi V8 DTM), der seinen Teamkollegen Anton Werner (Audi 200 M86 MTM) um die Winzigkeit einer Tausendstelsekunde bezwang. Ronny Scheer (Ford Sierra RS500 BTCC), Thomas Braun (Porsche 964 Cup) und René Ruch (BMW M3 DTM) komplettierten die ersten acht Positionen. Als Elfter reihte sich Gerhard Müller ein, der erst zum zweiten freien Training in das Wochenende einstieg. Ursprünglich wollte er einen Mercedes im Berlin200-Branding pilotieren, doch dieses Fahrzeug erlitt im Vorfeld einen Motorschaden.

Spontan machte er am Freitag dann einen Deal mit Michael Meyer (BMW E21 Gruppe 2), der noch einen zweiten BMW dabeihatte. „Das Auto ist toll und das Team ist ebenfalls klasse. Es ist ein echtes Familienteam, in dem an sich nur wohlfühlen kann“, strahlte Müller, obwohl er von leichten Problemen mit der Schaltung zu berichten wusste. „Doch die waren kaum der Rede wert“, so der Rennfahrer, der von 1987 bis 1989 Modelle der Marken Volvo, BMW, Toyota und Mercedes in der DTM steuerte, danach insgesamt zwölf Jahre in Porsche-Cups unterwegs war und einmal Zweiter bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring wurde.

Zwei Plätze hinter Müller folgte Mads Gjerdrum (BMW 320 Gruppe 5), der erst kurz vor Beginn der Veranstaltung meldete. „Noch im Fahrerlager des Norisrings musste ich einen neuen Tank einbauen, es war also ein Einsatz auf den letzten Drücker. Aber meine Söhne wollten unbedingt, dass ich das Auto für die DTM Classic nenne. Und weil Emil, einer meiner Söhne, hier in der ADAC GT4 Germany dabei ist und ich deshalb sowieso nach Nürnberg gekommen wäre, habe ich den BMW gleich mitgebracht.“ Sein Gesicht verrät, dass er seinen Jungs am Ende Recht geben musste. „Das stimmt wohl“, gestand er. Dennoch war die Vorbereitung des ältesten Autos im Feld der DTM Classic nicht einfach. „Ich habe es zwar schon rund zwei Jahre, bin vor wenigen Tagen bei einem kleinen lokalen Rennen aber erst den ersten Test gefahren. Und da hatten wir noch Probleme mit der Bremse, die nun gelöst sind. Trotzdem sind wir mit diesem BMW erst am Anfang und müssen sicher noch einiges lernen. Hier steht für mich aber eindeutig der Spaß im Vordergrund und den hatte ich bisher ohne jeden Zweifel.“

Aitken holt dritter Saison-Pole am Norisring

Jack Aitken, Ferrari #14 holt Pole am Norisring
Foto: Jens Hawrda

Jack Aitken bewies am Samstagmorgen auf dem Norisring seine Qualifying-Qualitäten. Der Ferrari-Pilot vom Team Emil Frey Racing fuhr beim ersten Zeittraining auf dem Nürnberger Stadtkurs mit 48,965 Sekunden die schnellste Runde und steht zum dritten Mal in dieser DTM-Saison auf der Pole-Position.

„Mir ist eigentlich nur eine einzige Top-Runde gelungen. Umso glücklicher bin ich über die Pole-Position. Im Qualifying läuft es für mich diese Saison richtig gut. Trotzdem habe ich ehrlich gesagt nicht mit so einem starken Ergebnis gerechnet, da wir im vergangenen Jahr hier am Norisring mit den Bremsen zu kämpfen hatten“, sagte der Brite, der in der zweiten Startgruppe B die Bestmarke erzielte. Neben ihm steht Sheldon van der Linde im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport als schnellster Pilot der Gruppe A auf Startplatz zwei. „Ich habe natürlich schon auf die Pole-Position gehofft, aber ich wusste auch, dass die zweite Gruppe wahrscheinlich schneller sein wird. Trotzdem ist es super, in der ersten Reihe zu stehen und ich bin mir sicher, dass wir noch etwas Luft nach oben haben“, erklärte der Südafrikaner.

Auf Position drei und vier gehen die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti von SSR Performance und Franck Perera im Fahrzeug vom Lamborghini Team TGI by GRT in den siebten DTM-Saisonlauf. Tabellenführer Kelvin van der Linde komplettiert im Audi R8 LMS GT3 Evo2 die Top Fünf.

Die Gruppe A ging am Samstag um 9:00 Uhr auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Kurz vor Schluss der 20-minütigen Session gelang Sheldon van der Linde die Bestmarke. Fünf Minuten später startete die Gruppe B in das Zeittraining, die bei gleichen Temperaturen von knapp 23 Grad etwas schneller war. Aitken knackte schließlich als erster Fahrer an diesem Wochenende die 49-Sekunden-Marke. Das gelang auch Bortolotti Sekunden vor Schluss. Der Italiener war jedoch 0,024 Sekunden langsamer als der Brite.

Auf dem Stadtkurs in Nürnberg werden die Qualifyings in jeweils zwei Startgruppen ausgetragen, deren Einteilung sich nach den Ergebnissen des Freien Trainings richtet. Aitken als insgesamt schnellster Fahrer des Zeittrainings am Samstag steht auf der Pole-Position, neben ihm geht Sheldon van der Linde als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Bortolotti, der die zweitschnellste Zeit in der Gruppe des Pole-Setters fuhr, ist demnach Dritter, dann wird wieder zur anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung Qualifying, 7. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)

2. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport)

3. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance)

4. Franck Perera (F/Lamborghini Team TGI by GRT)

5. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline)

Quelle: dtm.com

DTM Classic: Pole für Stefan Mücke

Stefan Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse DTM) wurde seiner Favoritenrolle im ersten Qualifying der DTM Classic gerecht und eroberte die Pole Position für den ersten Lauf. Der Berliner war 2,167 Sekunden schneller als Stefan Rupp (Audi A4 DTM), der das Zeittraining als Zweiter beendete. „Es läuft bei mir immer besser, ich kann sehr zufrieden sein. Es macht einfach nur Spaß, diese Autos zu bewegen“, strahlte Stefan Mücke, nachdem er aus seinem Mercedes geklettert ist. „Ich musste fast ein wenig aufpassen, nicht zu viel Risiko zu gehen, so gut war ich im Rhythmus.“ Mücke ist aber nicht nur vom Fahren an sich begeistert, sondern auch von der DTM Classic. „Dass wir für unsere alten DTM-Autos diese Plattform bekommen ist einzigartig.“

In das gleiche Horn stößt auch Stefan Rupp. „Mit der DTM zusammen zu fahren ist für uns sehr schön, aber ich denke, diese Autos gehören auch auf diese Plattform. Es ist die Geschichte der DTM, die von vielen Fans geliebt wird. Am Norisring ist zudem die Organisation toll, alle sind nett und es herrscht insgesamt eine familiäre Atmosphäre – ich fühle mich bei der DTM Classic sehr wohl.“ Und auch mit seiner eigenen Leistung war der Landshuter glücklich. „Ich habe vom ersten freien Training zum Qualifying über 1,3 Sekunden gefunden und liege nun gut zwei Sekunden hinter einem ehemaligen DTM-Profi wie Stefan Mücke. Aus meiner Sicht haben ich als Fahrer, aber auch mein Team einen wirklich guten Job gemacht.“

Altfrid Heger (Audi V8 DTM), Ronny Scheer (Ford Sierra RS500 BTCC) und Anton Werner (Audi 200 M86 MTM) klassierten sich auf dem Plätzen drei bis fünf, gefolgt von Yannik Dinger (BMW E36). „Mein Ziel war die Top Ten und das habe ich geschafft, obwohl ich Probleme mit der Leistung meines Autos hatte und auch mit nicht ganz neuen Reifen gefahren bin. Ich denke, ohne die Leistungsprobleme hätte ich vielleicht noch eine oder zwei Zehntelsekunden schneller sein können, aber das hätte an meiner Platzierung nichts geändert“, so der Schwarzwälder Dinger. „Jetzt freue ich mich auf morgen, wenn der Norisring wieder voll mit Zuschauern ist und wir in einer tollen Atmosphäre unsere Rennen bestreiten dürfen.“

Klaus Hoffmann (Opel Astra Coupé V8 DTM) und René Ruch (BMW M3 DTM), der im zweiten freien Training aufgrund technischer Probleme zuschauen musste, belegten die Ränge sieben und acht.

Quelle: dtm.com

DTM Classic: Bestzeit im zweiten Freien Training für Stefan Mücke

Schnellster im zweiten freien Training der DTM Classic war Peter Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse DTM). Der Berliner, der sich den Mercedes mit Sohn Stefan Mücke teilt, realisierte die Bestzeit von 55,679 Sekunden wenige Augenblicke vor Ende des Trainings – obwohl er von einer Rippelprellung gehandicapt wurde, die er sich beim Jetski-Fahren zugezogen hatte. Mücke schob Altfrid Heger (Audi V8 DTM), der lange die Spitze inne hatte, auf den zweiten Rang.

Der Essener war dennoch zufrieden: „Im ersten freien Training ging meine Antriebswelle nach ein paar Runden kaputt, aber die wenigen Umläufe haben gereicht, um die Bremsbalance zu optimieren. Jetzt fühle ich mich total wohl in dem Auto. Auch die minimale Änderung am Fahrwerk, die wir beim ADAC Hockenheim Historic gemacht hatten, bringt hier sehr viel.“ Auf den Norisring hatte Heger sich mit dem Audi V8 sowieso sehr gefreut. „Als diese Autos Anfang der 90er Jahre in der DTM fuhren, haben die Audis uns Fahrer der anderen Hersteller – wie mich als BMW-Werkspiloten – immer geärgert. Ich sehe heute noch die roten Audi-Kappen auf der Steintribüne. Jetzt bin ich in der Situation, die Vorzüge des Audi V8 zu genießen – und den einen oder anderen zu ärgern…“, lachte er.

Hinter Heger eroberte Ronny Scheer (Ford Sierra RS500 BTCC) Position drei vor Anton Werner (Audi 200 M86 MTM). „Ich habe noch nicht die perfekte Abstimmung gefunden“, gestand Werner. „Das Problem sind für mich aktuell vor allem die Bodenwellen. Ich denke, wir müssen uns nochmal näher mit den Dämpfern beschäftigen.“

Yannik Dinger / Harald Grohs (BMW E36), Thomas Braun (Porsche 964 Cup), Henry Walkenhorst (BMW M3 E30) und Guido Momm (Ford Mustang) folgten auf den Plätzen.

Quelle: dtm.com

Freitag, 5. Juli 2024

Maro Engel mit starkem Auftakt am Norisring

  • Mercedes-AMG-Pilot am Freitag Tagesschnellster auf dem Stadtkurs in Nürnberg
  • Dreifach-Champion René Rast beendet Trainingssessions im BMW auf Position zwei
  • Spannung garantiert: Die ersten zehn Fahrer trennen nur 0,202 Sekunden

Maro Engel Schnellster im Freien Training am Norisring
Foto: Jens Hawrda

Starker Auftakt von Maro Engel (Monaco) beim 40-jährigen Jubiläumswochenende der DTM am Norisring. Der Mercedes-AMG-Pilot vom Team Mercedes-AMG Team Winward war am Freitag mit 49,060 Sekunden nicht nur schnellster Fahrer im zweiten Freien Training – der Routinier setzte mit dieser Zeit auch die Tagesbestmarke. „Alle Kurven am Norisring haben es richtig in sich. Jede Tausendstelsekunde kann hier über eine Startreihe entscheiden, das macht die Strecke aus. Ich bin mir sicher, dass wir im Qualifying bei anderen Bedingungen nochmal schnellere Rundenzeiten sehen werden. Da müssen wir den nächsten Schritt machen, wenn wir vorne dabei sein wollen“, sagte Engel, der am Sonntag sein 100. DTM-Rennen bestreiten wird.

Mit einem Rückstand von nur 0,014 Sekunden wurde René Rast (Bregenz) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport Zweiter. Die drittschnellste Runde auf dem Stadtkurs in Nürnberg gelang Lamborghini-Pilot Nicki Thiim (DK/SSR Performance), sein Teamkollege Mirko Bortolotti (I) belegte Rang vier. Sheldon van der Linde (ZA) steuerte einen weiteren BMW von Schubert Motorsport zum Auftakt des vierten DTM-Rennwochenendes auf Platz fünf.

Das zweite Freie Training am Freitag war bei Temperaturen von 24 Grad wesentlich schneller als die erste Session am Vormittag. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe die Piloten auf der 2,162 Kilometer langen Strecke unter der 50-Sekunden-Marke blieben. Mit seiner besten Runde lag Rast lange Zeit auf Platz eins, doch gut sieben Minuten vor Schluss setzte sich Engel in seinem 30. Umlauf mit der schnellsten Zeit des Tages an die Spitze. Die Abstände waren am Norisring äußert gering, die Top Ten lagen innerhalb von 0,202 Sekunden.

Im ersten Freien Training am Vormittag fuhr Spitzenreiter Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline die Bestzeit. „Als Tabellenführer an den Norisring zu kommen und in der ersten Session direkt die Bestzeit zu fahren, gibt mir ein gutes Gefühl. Das Wetter wird sich übers Wochenende aber wohl nochmal ändern, dann könnte es schon wieder anders aussehen. Ich bin unglaublich gern am Norisring, ein Sieg hier wäre was Besonderes für mich“, erklärte der Südafrikaner.

Die beiden Qualifyings werden am Norisring in jeweils zwei Gruppen ausgetragen. Auf Basis der Zeiten in den Trainings-Sessions gehen die Fahrer auf den ungeraden Plätzen am Samstag ab 9:00 Uhr auf die 20-minütige Zeitenjagd. Die Fahrer auf den geraden Positionen folgen um 9:25 Uhr. Im Zeittraining am Sonntag starten die Gruppen in umgekehrter Reihenfolge. Mit diesem System sollen die unterschiedlichen Streckenbedingungen bei den zeitversetzten Qualifyings neutralisiert werden. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor dem Rennstart. Die Meisterschaftsläufe werden in über 150 Territorien live oder re-live ausgestrahlt.