Freitag, 23. September 2022

Trainingsbestzeit für Daniel Gregor im Porsche

Daniel Gregor mit Tagesbestzeit am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

In der DTM Trophy, der Talentschmiede auf der DTM-Plattform, fuhr Daniel Gregor (GER, KÜS Team Bernhard, Porsche) die Tagesbestzeit. Mit seiner Zeit von 1:37,907 Minuten im Training am Vormittag war er 0,034 Sekunden schneller als der Franzose Edouard Cauhaupé im Mercedes-AMG des Teams BWT Mücke Motorsport, der am Nachmittag die Zeitenliste anführte. Während Gregor und Cauhaupé als Einzige unterhalb der 1:38er-Marke blieben, trennten auch Cauhaupés Teamkollege Rodrigo Almeida (MOZ) und Nick Hancke (GER) im Aston Martin (Team Speed Monkeys) nur vier Hundertstelsekunden. Dahinter fuhr Louis Henkefend (GER) im BMW des Teams Project 1 auf Rang fünf in der Addition der beiden Trainingssitzungen. Damit waren vier Marken auf den ersten fünf Plätzen vertreten. 

Ergebnisse Freis Training Red Bull Ring

Clement Schmidt
Foto: Jens Hawrda

Der Tiroler Clemens Schmid im Lamborghini des Grasser Racing Teams und der Südafrikaner Sheldon van der Linde im BMW von Schubert Motorsport bestimmten am Freitag zum Auftakt der DTM Red Bull Ring powered by REMUS das Tempo in den beiden Freien Trainings-Sessions. Dabei war die Rundenzeit von Lokalmatador Schmid mit 1:28,565 Minuten aus dem ersten Training die beste Zeit des Tages auf dem 4,318 Kilometer langen Kurs in der Steiermark. 


Lucas Auer vor DTM Heimspiel

Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda

Lucas Auer gilt als erster Anwärter auf einen Heimsieg beim DTM Red Bull Ring powered by REMUS am Wochenende (23. bis 25. September). Der Tiroler im WINWARD Mercedes-AMG ist aktuell als Tabellenzweiter der bestplatzierte Österreicher in der DTM. „Mit einem Podiumsplatz wäre ich happy, ein Sieg wäre natürlich toll“, erklärt der 29-Jährige in der DTM-Pressekonferenz. Auer ist jedoch überzeugt, dass die Titelentscheidung erst in den letzten Runden des Sonntagsrennens beim Finale auf dem Hockenheimring (7. bis 9. Oktober) fallen wird. „Das Feld ist so stark, alle liegen so eng beieinander.“ Auer wie auch seine Landsleute Philipp Eng (Schubert BMW) und Thomas Preining (KÜS Porsche) sowie Mirko Bortolotti (GRT Lamborghini) sind voll und ganz auf die beiden Rennen am Red Bull Ring (Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr MESZ live auf ProSieben) fokussiert: „Ich erwarte zwei spektakuläre Rennen“, erklärt der Salzburger Philipp Eng stellvertretend.

Eng ist Teamkollege von Sheldon van der Linde, der als souverän Führender der DTM-Fahrerwertung in die Steiermark reist. „Sheldon macht einen unglaublichen Job! Er ist so schnell und dabei sehr konstant“, stellt Eng dem Südafrikaner ein bemerkenswertes Zeugnis aus. Und Eng hebt noch einen Punkt hervor: „Er ist ein außergewöhnlicher Teamkollege. Die Zusammenarbeit ist total offen, wir helfen uns gegenseitig.“ Für sein Heimspiel wünscht sich Eng ein Erfolgserlebnis. „Ich habe das Podium schon länger nicht mehr gesehen.“ Dagegen scheint der Knoten bei Nick Cassidy zuletzt mit einem Sieg in Belgien geplatzt zu sein. „Das war erst mein fünftes DTM-Wochenende in dieser Saison. Wir haben den Ferrari verbessert, und ich habe meinen Rhythmus gefunden.“ Der Neuseeländer, der einen Ferrari aus dem Team Red Bull AlphaTauri AF Corse pilotiert, hat seinen Freude an der DTM. „Ja, die DTM ist für mich eine unglaubliche Gelegenheit, und es macht mir sehr viel Spaß.“ Auf dem Red Bull Ring liebt er die schnellen Kurven. „Vor allem die letzte Kurve dieser Rennstrecke ist sehr speziell“, so Cassidy.

„Es ist cool, dass wir Österreicher einen so großartigen Event haben“, freut sich Norisring-Sieger Thomas Preining. Auch er träumt vom Heimsieg. Dabei wird der Porsche-Werksfahrer mit einem einzigartigen Helm im Design seines ehemaligen Teamchefs Walter Lechner starten, der Ende 2020 verstorben ist. „Es ist für mich etwas Besonderes, mit diesem Helm zu Ehren von Walter Lechner anzutreten.“

Die kürzeste Anreise zum Red Bull Ring hat das Grasser Racing Team aus Knittelfeld. „Es ist schön, dass wir alle zuhause schlafen können. Vor allem aber freuen für uns auf die vielen Fans“, so GRT-Teamchef Gottfried Grasser. „Wir lieben die DTM. Der Wettbewerb ist unglaublich hart, und der Performance-Boxenstopp macht den Unterschied.“ Grasser und GRT-Pilot Mirko Bortolotti (ITA), der Tabellenvierte, wollen in Spielberg „wie bei jedem Rennen“ das Maximale herausholen, doch Teamchef Grasser gibt zu: „Zu gewinnen wäre wunderbar.“ Es wäre der erste DTM-Sieg für GRT und Lamborghini.


GERT56: Erneuter, kurzfristiger Fahrerwechsel – Willkommen Dominik Vincon

Nachdem die beiden IDM-Superbike-Stammpiloten Julian Puffe und Toni Finsterbusch weiterhin an ihren Verletzungen laborieren, wurde für das Finale zunächst Stefan Kerschbaumer verpflichtet. Der Österreicher sagte Mittwochabend aufgrund einer Corona-Infektion ab. Nun kommt mit Dominik Vincon ein schneller Langstrecken-Sportler zum Einsatz, der zum Team passt.

Kurzfristig musste sich GERT56 für das IDM-Finale in Hockenheim in der Superbike-Klasse noch einmal umbesetzen. Stefan Kerschbaumer, der bei beiden 24-Stunden-Stock-Siegen im Sattel der GERT56 BMWs gesessen hatte, sollte die Saison zu einem schönen Abschluss bringen. Doch am Mittwochabend musste der Österreicher coronabedingt absagen, sein Test war positiv ausgefallen. 

Es blieb nicht viel Zeit, noch einen geeigneten Ersatzfahrer zu finden, doch Teamchef Karsten Wolf wurde in Dominik Vincon fündig. Vincon hat am letzten Wochenende beim Kampf um die Bol d’Or in Le Castellet zusammen mit Pepijn Bijsterbosch und Bartlomej Lewandowski den achten EWC-Rang einfachen können. Er kennt die BMW M 1000 RR und war auch schon in der IDM unterwegs.  

Karsten Wolf: „Wenn du mit diesem Pech nicht anfängst zu zweifeln, dann weiß ich auch nicht mehr. Wahrscheinlich bin ich nur aus einer Mischung aus Galgenhumor und Resignation so ruhig geblieben. Als mich Kerschi am Mittwochabend anrief, war mir schon klar, dass er nicht nur Small Talk betreiben will. Ich hatte irgendwie schon Corona im Kopf und fragte noch scherzhaft nach – Volltreffer! Mittwochabend 21 Uhr. Eine Nacht noch bis Abreise nach Hockenheim! Es blieb nicht viel Zeit und nicht viele Alternativen, doch wir sind in Dominik Vincon fündig geworden, den wir aus unserer EWC-Zeit kennen, als er für NRT48 und LRP Poland gefahren ist. Er war sofort bereit, uns zu helfen und freut sich, wieder einmal IDM fahren zu können. Da blieb nur noch die Klärung der Freistellung, was zum Glück am Donnerstagmorgen auch noch erledigt werden konnte. Vielen Dank an dieser Stelle an die Porsche AG für das schnelle und unbürokratische Entgegenkommen. Wir wissen das sehr zu schätzen. Auch ein Dank an die IDM-Organisatoren und gerade unsere Partner im Bereich Druck und Folierung für das schnelle nochmalige Rebranding!“

Mittwoch, 21. September 2022

Vorletzte Runde im Titelduell der ADAC TCR Germany unter neuen Vorzeichen

  • Jessica Bäckman will Tabellenführer Andersen im neuen Auto noch abfangen
  • ADAC TCR Germany trifft auf den elektrischen FIA ETCR eTouring World Cup
  • Alle Saisonrennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Der Titelkampf der ADAC TCR Germany geht unter neuen Vorzeichen auf dem Sachsenring in die vorletzte Runde. Bei der Jagd auf Tabellenführer Martin Andersen (28, Dänemark) im Honda wechselt seine engste Verfolgerin Jessica Bäckman (24, Schweden) das Fahrzeug. Die schnelle Schwedin war bisher in einem Hyundai unterwegs und steigt nun auf einen Audi um, der vom WM-erfahrenen belgischen Team Comtoyou Racing eingesetzt wird. Mit dem Audi will Bäckman den Titelkampf bis zum Finale in Hockenheim offen halten, Andersen hat hingegen die renerische Chance, die Meisterschaft schon vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die beiden Rennen des Wochenendes (Samstag 16.25 Uhr und Sonntag 11.35 Uhr) sind live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen. Erstmals startet zudem der FIA ETCR eTouring Car World Cup in Deutschland und trifft auf die Schwesterserie der ADAC TCR Germany. Beim Gastspiel auf dem Sachsenring ist der neue und innovative elektrische Welt Cup erstmals hierzulande am Start und trägt dort das WM-Finale aus.

„Es wäre das perfekte Saisonergebnis, den Titel schon auf dem Sachsenring zu holen. Sowohl für mich, als auch für das Team und für Honda wäre es ein fantastisches Ergebnis“, freut sich der Gesamtführende Andersen auf das Rennwochenende auf dem Sachsenring. „Der Druck ist wie bei allen anderen Rennen in diesem Jahr und nicht größer. Ich nehme das Wochenende Schritt für Schritt, will clever agieren und keine dummen Entscheidungen treffen. Ich freue mich sehr auf die Rennen. Die Strecke ist wirklich knifflig und die Atmosphäre wird traditionell sehr gut sein.“

Titelrivalin Bäckman ist auf ihr neues Auto gespannt. „Ich freue mich sehr, dass ich an den verbleibenden zwei Rennwochenenden der Serie für Comtoyou Racing fahren werde. Es wird sehr aufregend, aber gleichzeitig auch eine echte Herausforderung, wenn man die begrenzten Vorbereitungen bedenkt. Es ist eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“

Bei ROJA Motorsport hat man schnell auf den Wechsel von Bäckman reagiert und zwei Gaststarter für die restliche Saison verpflichtet. Neu dabei sind Junior Tim Rölleke (21, Lüdinghausen) und Routinier Kai Jordan (53, Wolfsburg). „Ich freue mich auf die Herrausforderung in der ADAC TCR Germany mit meinem neuen Team ROJA Motorsport“, betont Rölleke. Den vierten ROJA-Hyundai wird auf dem Sachsenring wie gewohnt René Kircher (22, Hünfeld) steuern, der mit Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) um die Junior-Wertung kämpft.

Eine weitere Veränderung im Fahrerfeld gibt es an diesem Wochenende bei Maurer Motorsport. Neben Michael Maurer (29, Schweiz) besetzt den zweiten Holden Astra TCR auf dem Sachsenring Niels Langeveld (34, Niederlande), der ein alter Bekannter der Serie ist. In der Saison 2018 wurde der Niederländer Dritter der Gesamtwertung in der ADAC TCR Germany und fuhr zwei Saisonsiege ein. Wieder dabei ist auch Kai Rosowski (29, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi, der zuletzt am Lausitzring gefehlt hatte.